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am 19. April 2013
Julia Walsh ist eine ziemlich erfolgreiche Infographikerin, lebt in New York und ist kurz davor ihren Verlobten Adam zu heiraten. Doch als sie dann einen Anruf vom Privatsekretär ihres Vaters bekommt, der ihr erzählt ihr Vater sei gestorben, müssen die Pläne geändert werden: statt der Hochzeit findet nun eine Beerdigung statt.

Julia, die immer geglaubt hatte ihren Vater zu hassen und schon eine Ewigkeit keinen Kontakt mehr zu ihm hatte, versucht nun, sich über ihre Gefühle klar zu werden und will etwas allein sein. Als sie zu Hause ankommt und in ihrer Wohnung schließlich eine riesige Kiste vorfindet kommt alles anders, denn ihr Vater ist in dieser Kiste. Oder zumindest eine Art Abbild von ihm, so zumindest versucht er es seiner verstörten Tochter zu erklären. Er erklärt, dass er eine Maschine sei, die nach dem Abbild ihres Vaters, Anthony Walsh, gefertigt wurde und alle seine Erinnerungen enthielte, bis einen Tag vor seinem Tod. Ihm sei klar, dass seine Tochter sich vermutlich nicht freut ihn zu sehen, bittet sie aber trotzdem darüber nachzudenken, da außer ihr noch nie jemand diese Möglichkeit hatte: Sie kann sechs Tage mit ihm verbringen, in denen sie sich alles sagen können, was sie nie gesagt haben.

Zunächst will sie davon nichts wissen und überlegt sogar kurz die Fernbedienung zum Abschalten ihres Vaters zu benutzen. Nach einer Weile lässt sie sich jedoch dazu überreden mir ihm zu verreisen, obwohl sie eigentlich keine Lust hat Zeit mit ihm zu verbringen. Julia hat ihrem Vater nie verziehen, dass er wegen seiner Arbeit immer nur so wenig Zeit für sie hatte und sie damals von ihrer großen Liebe getrennt hat.

In Montreal wird sie sich dieser Liebe wieder bewusst. Bei einem Spaziergang entdeckt sie ein Portrait von ihm bei einer Straßenmalerin und plötzlich kommen alle Erinnerungen wieder hoch. Julia war die ganzen letzten Jahre in dem Glauben, Thomas sei damals als Journalist ein Afghanistan ums Leben gekommen. Nachdem ihr Vater Julias Reaktion auf das Portrait beobachtet hatte, erzählt er ihr, dass Thomas noch lebt und gibt ihr einen Brief, den er ihr vor Jahren geschrieben, der sie aber nie erreicht hatte, weil sie von zu Hause fort gegangen war ohne ihrem Vater ihre neue Adresse mitzuteilen.

Zunächst ist Julia wütend auf ihren Vater, der sich jedoch aufrichtig bei ihr entschuldigt. Schließlich lässt sie sich erneut von ihm überreden und beide begeben sich auf die Reise nach Berlin um Thomas wieder zu finden. Dabei beginnt Julia Stück für Stück ihren Vater zu verstehen, kennen zu lernen und auch zu vermissen ...

Toutes ces choses qu'on ne s'est pas dites ist ein wirklich wundervolles Buch, das mich mehrfach zu Tränen gerührt hat und unglaublich schön zu lesen ist. Obwohl man Julias anfängliche Gefühle gegenüber ihrem Vater nachvollziehen kann, merkt man doch, dass er seine Tochter von Herzen liebt und versucht seine Fehler nach all den Jahren wieder gutzumachen. Er hatte Julia und Thomas nicht aus böser Absicht heraus getrennt, sondern wirklich aus Sorge um seine Tochter, die er nicht verlieren wollte, auch wenn er seine Gefühle nicht zeigen konnte.

Die Reise nimmt einen mit durch verschiedene Städte, die alle wunderschön beschrieben sind und einem fast das Gefühl geben, als wäre man selbst dort. Auch die Verknüpfung der verschiedenen Orte mit einzelnen Erinnerungen gelingt Marc Levy wunderbar.

Die Szene bzw. die Erinnerung an die Emotionen beim Fall der Berliner Mauer haben mich sogar ein bisschen zum weinen gebracht, was selbst realen Aufnahmen dieses Tages bisher noch nicht gelungen ist. Man kann die Gefühle der Menschen regelrecht spüren.
Dass die angeblichen Fakten über das Leben in der DDR mal wieder etwas, wenn nicht sogar ziemlich, übertrieben sind, kann man noch verschmerzen. Daran sollte man sich inzwischen gewöhnt haben.

Die große Überraschung bzw. den Wendepunkt kurz vor Schluss habe ich erst ein Kapitel vorher erahnt. Obwohl man vielleicht eher von wünschen als ahnen sprechen sollte. Auf jeden Fall wird einem dann vieles klarer und es macht das Buch nur umso realer.

Das einzige Manko ist vielleicht das letzte Kapitel des Buches. Das Ende an sich ist zwar sehr schön und auch gelungen, kommt aber irgendwie zu plötzlich. Ihr hätte mir noch eine gewisse Auflösung des Wendepunktes gewünscht, damit ich mir nicht die Frage stelle: Wie, das war es jetzt schon?

Alles in allem ist das Buch aber trotzdem sehr gelungen und auf jeden Fall lesenswert. Es regt zum Nachdenken über die Beziehung zu den eigenen Eltern an, sodass man vielleicht sogar etwas aus diesem Buch lernen kann.
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am 8. Mai 2009
Das Buch ist sehr nett geschrieben. Wer "märchenhafte" Literatur mag, ist damit gut bedient. Realisten sollten die Finger davon lassen. Allerdings regt dieses Buch trotzdem zum Nach- oder Überdenken zum Thema >miteinander reden< an.
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am 8. September 2014
Ich habe angefangen das Buch zu lesen und konnte nicht aufhören bis ich es beendet hatte. Ich fand es spannend, witzig, gefühlvoll, auch etwas kitschig was mir aber manchmal gefällt.
Ich würde es als leichte, unterhaltsame Lektüre weiter empfehlen.
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