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Kundenrezensionen

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am 12. Juli 2011
Seltsam. Nun sitze ich da, dienstagmorgens und schreibe eine Rezension über ein Album, das den deutschen Hip Hop verändern soll. Dabei höre ich gar keinen Hip Hop und habe keine Ahnung, inwiefern es den Hip Hop in diesem Land verändern soll. Aber irgendwie komme ich nicht drum herum.

Casper mit XoXo - ein Album, das im Vorhinein dermaßen gehypt wurde, dass man gar nicht drum herum konnte, es sich anzuhören. Man wurde so neugierig gemacht und angefixt, dass man keine Chance hatte, dem ganzen keine Chance zu geben. Egal, welche Musik man vorher gehört hat.

Ich höre im Normalfall keinen Hip Hop. Ganz im Gegenteil, ich komme eigentlich aus dem Punk und orientiere mich eher in Richtung Hardcore. Trotz allem war die Medienpräsenz des Caspers in letzer Zeit dermaßen groß, dass ich, vor allem als Fan von deutscher Lyrik und guten, intelligenten deutschen Texten in der Musik es mir nicht verkneifen konnte, "XoXo" eine Chance zu geben. Auch wenn ich im Vorhinein von "Der Druck steigt/Blut sehen" nur mäßig angetan war, ist in der vergangenen Woche mit "So Perfekt" der Knoten bei mir geplatzt. Diese "Explosions in the sky" Beats über die er da rappt. Thees Uhlmann bezeichnet "Michael X" als das beste Lied das je geschrieben wurde und widmet dem Titeltrack vielleicht den besten Refrain, der je in einem Hip Hop Lied benutzt wurde, falls ich als Laie soweit gehen darf. Die VISIONS bezeichnet den guten Mann im Vorhinein schon als Rettung des deutschen Hip Hop. Mensch, da kann man doch nicht anders. Casper. Casper. Casper. Ich bin Fan.

Deutscher Hip Hop ist ja für den Unwissenden so ein Genre, das von vielen Vorurteilen geprägt und belastet ist. Da denkt man erst an prollige Sido und Bushido Verschnitte, die über Hurensöhne und Motherfucker, Mercedes und die Straße und Drogen und Gangbang rappen. Und dann kommt dieser Casper daher, mit einer Reibeisenstimme, die so manchen gestandenen Hardcore Sänger in die Knie zwingen dürfte und befreit einen von all den Klischees und lädt ein in die leicht deprimierende aber irgendwie aufbauende Welt von "XoXo".

XoXo ist eine persönliche Platte. Sie ist verletzlich und aggressiv. Sie provoziert und regt zum Nachdenken an. Sie lässt den Druck steigen. Und sie überzeugt - Hype hin oder her. Benjamin Griffey, "der Casper der rappt" mit Hardcore Background, holt auf XoXo aus zum Schlag auf Herz und Hirn. Dabei könnte XoXo ohne Weiteres peinlich wirken, wenn über die eigene Vergangenheit mit dem Vater, über den Selbstmord eines Freundes oder eine missglückte Affäre geschrieben wird. Das tut es aber nicht, da die Texte dermaßen clever und ansprechend verpackt werden, dass man sie sich alle auf den Rücken tätowieren und sie fortan mit erhobenem Haupt durch die Welt tragen sollte. Dazu diese Stimme, die nichts peinlich wirken lässt. Nach mehrfachen Durchhören kann ich dazu sagen, dass es auf XoXo keinen Track gibt, den man wirklich skippen möchte. Auch wenn ich von "Der Druckt steigt/Blut sehen" erst nicht so angetan war, aber vielleicht liegt es einfach daran, dass ich nun mal nicht aus dem Hip Hop komme. Mittlerweile freue ich mich über jedes Lied und wundere mich jedes Mal, wie schnell die Platte wieder durchgelaufen ist.

Die Platte ist dieser eine Aufschrei der "Generation Gott ist tot", die in 48 Minuten einfach alles auf den Punkt bringt, was uns derzeit beschäftigt. Sie ist zutiefst ehrlich und nie aufgesetzt. Casper gelingt damit ein Kunststück, das so natürlich daher kommt, dass es schon beinahe weh tut. Vielleicht haben das schon viele vor ihm versucht. Falls ja, dann ist es mir nie aufgefallen. Ich weiß nichts von Hip Hop, aber ich weiß nun, dass ich Casper kenne. Und ich glaube das reicht mir.

Auf XoXo wird Casper von seiner alten Hardcore Band "Not Now Not Ever" begleitet, die die einzelnen Songs mit Beats und Melodien versorgt, die für mich die perfekte Brücke zwischen Rock, Hardcore und Rap bzw. Hip Hop schlagen. Ich fühle mich vollends wohl und aufgehoben in dieser Musik. Verstanden und respektiert. Als hätte diese Platte ein Stück Wahrheit in ihrem Kern gespeichert, nach dem wir alle suchen. Egal wie deprimierend vieles auf den ersten Hördurchgang wirkt: Scheiße nochmal, das hier spendet Hoffnung.

Aber nicht nur musikalisch wird hier eine Brücke geschlagen. Casper schafft es mühelos, Kurt Cobain, Bon Scott, TuPac und Ian Curtis rein lyrisch in einen Einklang zu bringen. Tomtes Thees Uhlmann darf den mitreißenden Refrain des Titeltracks singen. Und nebenbei zitiert er wie selbstverständlich Bands wie Jawbreaker oder sogar die deutschen Turbostaat. In diesem Moment blende ich jegliche Deutschrap Klischees von Riesengliedern und Endgegnern aus und verneige mich vor dem Künstler Casper.

XoXo ist eine Abschiedsfloskel und steht für "Hugs and Kisses". Ich kenne Caspers vorherige Discographie nur flüchtig, aber das Album klingt, als sei es ein Abgesang an frühere Zeiten, an die Unbeschwertheit der Jugend. Ein letzter Blick nach hinten, um in der Zeit dazwischen nach vorn zu schauen. "Wir liegen lachend in den Trümmern und fühlen uns frei". Diese eine Zeile klingt, als würde man seine ganze Vergangenheit mit all ihren Sorgen zerschlagen, um sich kurz frei zu fühlen und dann nach vorn zu blicken. In eine neue Zeit, in der alles "So Perfekt" sein kann, wenn man es endlich einmal zulässt.

Casper schafft mit diesem Album für mich den Soundtrack einer Generation, die in der heutigen Zeit die Orientierung verliert. Es geht ums Kämpfen, ums Aufstehen; darum, nicht Umzufallen. Es geht um Rebellion, es geht um Depression und Hoffnung. "Depression war nie tragbar aber steht uns so gut". Ich bin 19 und kenne dieses Gefühl und bin mir sicher, dass ich damit nicht allein bin. Und wenn man all den Mist der Welt in sich hereinfrisst, dann hält man trotzdem kurz inne. Atmet kurz ein und schaut sich um in all den Trümmern, die man um sich herum sieht. Und dann wird es einem klar, auch wenn die Welt heutzutage noch so kalt wirkt: "Alles wird perfekt." Egal wie "kuntergraudunkelbunt" alles wirkt: "Wir liegen lachend in den Trümmern und fühlen uns frei."

Ich dachte 2011 sei das Jahr des Hardcores und des Punks. Bei Veröffentlichungen von Bands wie "Defeater", "Touché Amoré" oder "Atlas Losing Grip" muss ich als eingefleischter Fan passen. Casper kommt mit XoXo daher und hinterlässt einen Klang im Ohr und einen Geschmack im Mund, der dich eines Besseren belehrt. Wie bereits erwähnt, XoXo schlägt eine Brücke.

2011 sind wir keine Punks und Hardcore Kids mehr.
Wir sind keine Rapper, Gangster oder Raver.

2011 sind wir alle Casper Fans - und irgendwie mag ich den Gedanken.
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am 18. Juni 2015
Ich will nicht sagen, dass ich ein "Musik-Kenner" bin, aber ich habe schon so einiges an Platten im Regal. Diese Platte gehört seit mehr als 3 Jahren zu meinen Favoriten. Wenn jemand Texte mit Sinn und Lyrics zum Nachdenken sucht, der ist hier richtig! Danke CAS.
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am 20. April 2016
als nach Casper's sehr kurzer Zeit bei Selfmade dieses Album herauskam.
Und ja, auch ich habe meinen Unmut kund getan.
Zu krass der Kontrast, selbst zu Hin Zur Sonne in meinen Augen.
Mittlerweile bin ich vom Großteil des Albums absolut überzeugt, weil ich mich auf den "neuen" Casper eingestellt habe.
Rein textlich finde ich das alles absolut okay, manchmal etwas kitschig aber nie zu viel.
Die Beats gefallen auch gut und stimmlich ist er eh mein Fall.
Ironischerweise gefällt mir Kontrolle/Schlaf so gar nicht, welches in der Studio Session noch mein Favorit war, wohingegen mir "So Perfekt" mittlerweile sehr gut taugt, bei dem ich zuvor immer abgeschaltet habe, weil ich es zu anbiedernd fand.
So ist das bei langwirkenden Alben...
Insgesamt ein gutes Album aber kein perfektes, dazu fehlen mir dann doch ein paar Rapparts und ein klareres, stimmigeres Konzept, wie kurz danach bei "Hinterland".
Deswegen 4 gute Sterne.
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am 8. Juni 2015
Auch wenn die VÖ nun schon ein paar Jahre zurückliegt, bleibt diese Platte aktuell.
Keine Hype oder Trendunterworfene frühzeitig sterbende Musik ;)
Zeitlos, intelligente Texte, wahnsinns Instrumentals, kratzige Casper raucher stimme.
Grandios nach wie vor!
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am 13. September 2011
Das zweite Album von Casper. Zum Glück hat er das Versprechen vom ersten Album nicht wahr gemacht: "Erst wenn MTV wieder Musik spielt." So lange hätte ich auch nicht warten wollen.
Zum Album an sich: Intelligent, durchdacht, reflektiert. Eine Reise durch den Künstler Casper und den Menschen Benjamin. Durch seine Vergangenheit, seine Zukunft, durch die Höhen und Tiefen eines außergewöhnlichen Lebens. Technisch anspruchsvoll, ein Bass zum davonfliegen, musikalisch stimmig. Mit irre viel Gefühl in der Stimme auf "Michael X" und ebenso viel Hass und Frust auf "Blut sehen".
Ich freu mich aufs nächste Konzert, wenn ich diesen Ausnahmekünstler wieder auf der Bühne herumspringen sehen darf.

Spiel's nochmal, Cas.
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am 23. Januar 2012
Caspers neustes Album "XOXO", was übrigens so viel wie "Hugs & Kisses" bedeutet, wobei wohl das "O" für den "Hug" steht (Umarmung) und das "X" für Kiss, selbsterklärend, ist ein Konzeptalbum.
Nicht jeder wird mit dem eigenartigen Konzept warm: Casper rappt keine Sätze mit "wie" (Vergleiche), keine Punchlines, hier wird niemand gedisst. Wer also aus der Rap-Ecke kommt, könnte es schwer haben, an Caspers neustem Werk gefallen zu finden.
Dafür setzt er aber auf Melancholie, Aggression, Depression und Hoffnung - all das bringt er mit seiner markanten Stimme rüber. Die Texte sind exzellent geschrieben, alle Songs sind "so perfekt". Bis auf das Intro, was für mich zu viel Pathos und zu wenig Inhalt hatte.
Am besten hat mir "Das Grizzley Lied" gefallen, das mich bis auf den Refrain zutiefst beeindrucken konnte.
Lediglich der Track "Die letzte Gang der Stadt" setzt nicht derart auf Indie-Musik im Hintegrund wie der Rest des Longplayers und sorgt für ein wenig Abwechslung.

Wer also den Casper von Mittelfinger hoch/Dampfwalze/Stampf ihn ein & Co. kennt, sollte sich erst einmal in dieses Album hineinhören. Lyrisch gehört Griffey in Deutschland aber zur ersten Liga, und wer Indie-Postrock und poetischen Sprechgesang schon immer einmal zusammen erleben möchte, dem sei XOXO wärmstens empfohlen.
Mein Album des Jahres 2011.

mfG Martin

PS: Die beiden EPs "So Perfekt" und "Auf Und Davon" bieten unveröffentlichte Tracks, die nicht in das Konzept des Albums hineingepasst hätten und vor allem Benjamin Griffeys Leben als Casper und den Umgang mit seinem Erfolg thematisieren. Dazu gibt's noch Remixes und auf "Auf Und Davon" noch ein paar Lines von jedem Rapper-Kollegen Caspers.
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am 21. März 2016
Liebe Leserin, Lieber Leser,

Ich habe mir das Album zum Dritten mal gekauft, weil ich es einfach so gut finde. Einmal als CD und einmal als ITunes MP3. Aber diesmal wollte ich dieses Album in meine Vinyl Sammlung aufnehmen. Die Lieferung war TipTop. Zwei Vinylplatten und drei seiten musik. Die Vierte seite ist kunstvoll dekoriert.
Da ich die Musik schon kenne finde ich es einen hochgenuss auf dem heimischen Plattenspieler zu hören.
Die Musik ist Top! Hinzu gab es einen MP3 Rip von Amazon.
Ich kann nur einen Kaufempfehlung aussprechen zumal die Musik sich wirklich lohnt zu hören.
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am 14. Februar 2012
Meine musikalische Bandbreite umfasst viele Genre's. Größtenteils Rock & Metal. Deutschen Rap hör ich dem entsprechend sehr selten. Früher mal die Massiven Töne. Das wars dann auch schon. Umso mehr hat mich dieses Album überrascht. Songs wie "Michael X" oder "Auf und Davon" haben mich vom ersten Moment an begeistert und rufen immer wieder erneut Gänsehaut in mir hervor. 2 wahre Brillianten, die sich deutlich vom Rest des Albums abheben. Dennoch braucht sich der Rest nicht verstecken. Songs wie "Das Grizzly Lied" / "So Perfekt" / "XOXO" / "230409" oder "Alaska" wissen bereits nach kurzer Zeit zu gefallen. "Blut Sehen" ist etwas schwergängig. Mit der Zeit fand ich aber auch diesen ganz cool.

Wirkliche Schwachpunkte sucht man auf diesem Album vergebens. Und wenn man sowas von einem "Rocker" hört, muss da schon was dran sein... ;-)

HUT AB an Benjamin Griffey alias "Casper" für dieses tolle Album!
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Insidern ist Casper schon seit ein paar Jahren ein Begriff. Mit seinem Werk 'Hin zur Sonne' (was man komischerweise bis heute nicht mehr original erwerben kann) brachte er frischen Wind in ein leicht verstaubtes Genre und war damals schon mit seinem eher rockigen Stil und der sehr aggressiven Reibeisenstimme das komplette musikalische Gegenteil von einem anderen Hip Hop 'Revoluzzer' Marteria, der letztes Jahr mit seinem hypnotischem Album 'Zum Glück in die Zukunft' einen Überraschungserfolg jenseits von Genre Klischees a la Bushido erzielen konnte. Casper tourte letztes Jahr ohne Album im Gepäck durch die Clubs von Deutschland. Dieses Jahr sieht es anders aus, denn erste Konzerte wurden schon in fast vier mal so große Locations verlegt.

Lange hat man auf das neue Album gewartet, doch wo jetzt 'MTV wieder Musik spielt' (mehr oder minder) ist die Scheibe, wie es beim damaligen Albumtrack 'Casper Bumaye' versprochen wurde, endlich da. Der Opener 'Der Druck steigt' pumpt dabei so impulsiv nach vorne, dass man sich nur fragt, wo dieser Junge die letzten Jahre nur gewesen ist. Mit einer Leichtigkeit überspringt er die Genre-Grenzen nicht nur, sondern vermischt sie unglaublich gekonnt, als hätten Rock und Rap schon immer dazugehört. Eine Entwarnung zuerst: Mit der Musikrichtung Nu Metal, die Anfang der 00er Jahre ebenfalls Rock und Rap verbinden sollte, hat XOXO rein gar nichts zu tun.

Die Texte sind allesamt großartig geschrieben und auch Alltagsfloskeln wie ein 'Schenkt dir das Leben nur Zitronen, mach Limonade draus' wirken niemals unfreiwillig komisch, sondern stets ehrlich und dem Moment angemessen. Dabei ist das Album beinahe schon viel zu viel des Guten. Die Platte ist Hip Hop, Stadionrock, teilweise einfach eingängiger Pop (denn eine gewisse Massenkompatibilität lässt sich, trotz des verrückten Mixes, dem Ganzen nicht absprechen) und stellenweise genreloser, überproduzierter Bombast, der sogar den Stadionrock blass aussehen lässt. Doch dieser eigene Sound macht diese Platte zu einem dieser Highlights des Musikjahres, mit dessen Qualität man Anfang des Jahres niemals gerechnet hätte. Nun wünsche ich Casper jenen kommerziellen Erfolg, den er endgültig verdient hat.

Ob das Geschwister-Intro, 'Auf und Davon, die tolle Kollabo 'XOXO', 'Alaska' oder das melancholische 'Kontrolle/Schlaf' ' die Qualität ist beeindruckend und so findet sich kein einziger Ausfall auf dem Album. Im Gegenteil, denn diese Platte wächst und wächst. Schließlich ist man anfangs mit dem Soundteppich leicht überfordert, sofern man im Ansatz eine klassische Hip Hop Platte erwartet. Aber ein gutes Album muss dies auch einfach mal tun. Den Zuhörer fordern! Und das tut XOXO nonstop und katapultiert sich so auf den Favoritenthron für das Album des Jahres!
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am 11. Mai 2013
Das Album "xoxo" läuft bei mir seit wahnsinnigen 3 Monaten hoch und runter. Jeden Tag. STÄNDIG.

Und - wie im Titel bereits erwähnt - mir fehlen die Worte! Und gleichzeitig habe ich so viel zu sagen. Los gehts:

Ich bin in der Tat seit 6 Jahren Casper-Fan und habe das, was er über die Jahre so machte, immer mal wieder verfolgt. Das hat mir alles immer recht gut gefallen. Früher ganz besonders doll, dazwischen mal mehr, mal weniger - und nun hat er mich wieder vollkommen in seinen Bann gezogen. Da ist er wieder: Casper - the one and only.

Mit "Der Druck steigt" wird man wie eine Rakete in das Album geschleudert. Verdammt geil! Der Song gehört noch immer zu meinen absoluten Lieblingsliedern. Der Übergang zu "Blut sehen" ist perfekt.

Ausdrucksstarke Texte, geile Beats. Und das gilt für JEDEN Song dieses Albums!

Es geht weiter mit "auf und davon" - und ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich all diese Lieder liebe - auch nach unendlich vielen Durchläufen.
"Heute lass' ich den Job - Gott, ich hasse den Trott - Noch so'n paar Tage mehr, man ich schwör, dann platzt mir der Kopf..." - Wer kennt das nicht?
Jeder, verdammt nochmal JEDER kann sich mit den Texten von Casper identifizieren. Wer was anderes behauptet, lügt. Ganz einfach.

Immer wieder werden einem Satzfetzen vorgeworfen, die einen ganz besonders intensiv aufhorchen lassen. "Und bin weg, weit weg, da wo dir Fehler verzeihbar sind, an den Ort, wo wir mit 16 dachten, wo wir mit 30 sind..." - "Mach' mein eigenes Ding, keine Last mit zu tragen, der Trick ist atmen, die Antwort einfach nicht zu fragen..."

Das ist wirklich pure Liebe. Ein Album, das GENAU meinen Nerv trifft. Aber HAARGENAU.

Nun. Weiter im Text:

Mit "xoxo" kommen wir zum Titelsong. Fantastisch! "Wir liegen lachend in den Trümmern und fühln' uns frei..." Nicht nur der Refrain, gesungen von Thees Uhlmann, ist sehr einprägsam.
Und wieder diese grandiosen Lyrics-Fetzen, die sich mir ins Herz bohren. "Immer leben für's Fliegen, doch sind geboren, um zu rennen; und wir rennen!" - "Depression war nie tragbar, doch steht uns so gut." - "Eines Tages Vegas, Baby, buchen den Flug und weg, setzen auf Rot, sind so perfekt unperfekt.."

Ich könnte die kompletten Lyrics posten. Einfach zu gut, ehrlich.

"Michael X" trifft mich noch immer sehr. Zumal ich das Video immer vor meinen Augen sehe, wenn ich den Song höre. Einen durch ein verlassendes Dorf spazierenden Casper, der dieses Lied singt. Und der, gegen Ende des Lied, zu rennen beginnt; sich alles von der Seele singt, in Erinnerungen schwelgt, Abschied nimmt und zum Geburtstag gratuliert... Ein unheimlich tiefer Song. Nochmals: "Mir fehlen die Worte!" ...

Es ist einfach so: Ein Hammer folgt dem Nächsten. "Alaska" - unfassbar stark!
"Inmitten von "Alles wird gut" und "Ich habe den Mut" steht ein "Bitte komm zurück" in der Farbe von Blut." - "Atme kurz ein und schweig, setz an, springe dich frei!"

Es gibt Momente, da möchte ich Casper persönlich dafür danken, dass er Lieder für MEINE Seele schreibt. Für meine, seine eigene - und tausend andere. Danke!

"Das Grizzly Lied" - beim "Titellesen" hat mich das kurz stutzig gemacht. Beim ersten Hören jedoch SOFORT überzeugt! Ich liebe, liebe, LIEBE die Lyrics; mal wieder. Meiner Meinung nach ist das definitiv einer der Stärksten Songs des Albums. So verdammt viel Wahrheit steckt hier drin. Und, so vermute ich mal, auch sehr, sehr viel von Casper persönlich. Man muss nur zwischen den Zeilen lesen.
"Papa sagte: Sohn, nimm mein Gewehr! Mal bist du der Jäger, mal bist du der Bär - doch wenn du Bär sein musst, um Gottes Willen, dann kämpf! - Und ich bin Grizzly jetzt!" - "Sprich grade raus, Kinn hoch, nie feige, Sohn. Spiel nicht mit Herzen, oder denen, die das mit deinem tun." - "Der Sinn des Lebens ist leben, das wars." - "Es wäre heut' nicht wie es ist, wär es damals nicht gewesen wie es war!"

Erneut: Danke, Casper!

"So perfekt" - Das heißgeliebte Lied, dass zwar die Charts rauf und runter gespielt wurde, das man aber trotzdem jedes Mal lauter machte, wenn es im Radio kam. ;) Ich liebe es noch immer. Trotzdem muss ich hier einen Mini-Kritikpunkt äußern: Schade, dass hier nur die Version mit Marteria drauf ist und nicht die Video-Version mit Casper alleine. Ich finde Marteria ganz okay, aber in dem Lied gefällt er mir wirklich überhaupt nicht.

Mit "Die letzte Gang der Stadt" bringt Casper einen lockeren Flow in das bisher recht schwermütige, tiefsinnige Album. Ich liebe den Song.
"Zu viele scheiß Bands - zu viel Hype! Nochmal!"

"230409" ist wohl der einzige Song des Albums, mit dem ich irgendwie nicht so viel anfangen kann. Den habe ich, offen gestanden, relativ schnell aus meiner Playlist geworfen. Selbstverständlich versteht man, worum es hier geht. Dennoch: Es packt mich nicht wirklich.

"Lilablau" - der nächste Hammer. Wahnsinnig cool gemacht! Sowohl Lyrics, als auch Melodie inklusive Gesang von Casper und Thomas Azier sind pure Liebe!

Die Arlen-Griffey-Prelude ist wundervoll. Schöne Worte. Sehr wichtig für Casper, das steht fest.

Der Song "Kontrolle/Schlaf" gehört zu meinen ABSOLUTEN Highlights. Ich kann kaum ausdrücken, wie sehr ich dieses Lied liebe. Es spricht mir so extrem aus der Seele, dass es schon fast gruselig ist. Auch hier könnte ich am liebsten die kompletten Lyrics posten, weil's so fantastisch ist, aber ich lass es und bitte stattdessen jeder, der das hier gerade liest, sich den Song mal anzuhören und sich selbst eine Meinung darüber zu bilden. Ich kann mir wirklich nur schwer vorstellen, dass es Seelen auf dieser Welt gibt, die von diesem Song nicht angesprochen oder berührt werden. Das würde mir Angst machen.

Mein Fazit: Ich kotze gleich Regenbögen! ;) Das Album ist mir jeden verdammten Cent wert. Ich darf stolz behaupten, dass ich schon immer viel von Casper gehalten habe - und das er mich spätestens jetzt zu "Fan auf Lebenszeit" gemacht hat.

Casper - ich ziehe meinen Hut vor dir. Danke für dieses grandiose Album und gleichzeitig für diesen tiefen Einblick in deine - nein, in UNSERE Seelen! Ich wünsche dir nur das Allerbeste für die Zukunft; du hast es verdammt nochmal verdient! Und ich für meinen Teil werde gerne dabei sein - stets voller Respekt und Bewunderung.
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