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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
804
4,4 von 5 Sternen
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am 15. September 2009
Christopher Nolan is back und mit ihm auch Batman. Nachdem schon erfolgreichen Reboot des Batman-Genres BATMAN BEGINS folgt nun ein Meisterwerk THE DARK KNIGHT, welches mit 2 Oscar ausgezeichnet wurde.
Selten wurde ich so von einem Film mitgerissen und unterhalten wie hier. THE DARK KNIGHT setzt neue Maßstäbe indem es auf Qualität und Perfektion setzt, als auf wir müssen schnell mal eine Fortsetzung drehen um Geld zu machen solange die Leute noch heiß sind.

Story:
Die Story ist schlüssig und unterhaltsam und bietet für jeden etwas. Es wird einem das volle Programm geboten über Action, Thriller, ein wenig Romanze und Drama. Genau wie in Batman Begins versucht Batman das organisierte Verbrechen von Gotham mit Hilfe von James Gordon und Rachel Dawes zu unterbinden und wird diesmal von Staatsanwalt Harvey Dent unterstützt. Dies gelingt ihnen auch ganz gut bis ein geschminkter Irrer auftaucht der aussieht wie ein Clown ' der Joker. Er allein stellt ganz Gotham auf den Kopf und stellt Batman vor Entscheidungen die er bis jetzt noch nie zutreffen hatte. Der Rest ist Tragik.
Für viele war die Story zu überfüllt ich sah das nicht so, ich habe mich keine Minute gelangweilt und war einfach nur überrascht in welche Richtungen sich der Film immer wieder entwickelte.

Die schauspielerische Leistung in diesem Film ist einfach nur genial. Nicht nur Christian Bale, Gary Oldman oder Michael Cane stechen hier hervor, sondern auch alle anderen Nebenrollen wurden fantastisch gecastet. Natürlich ist der heimliche Star des Films Heath Ledger, welcher zu recht den Oscar für die beste Nebenrolle enthalten hat. Sein diabolisches Auftreten wird auch noch Jahrzehnte später in Erinnerung bleiben und ein Klassiker werden.

Für die Musik haben sich Hans Zimmer und James Newton Howard wieder mächtig ins Zeug gelegt und unterstützen den Film gigantisch auf höchstem Niveau.

Fazit:
Das ist mein Batman! Der Film hat einfach alles, einen glaubwürdigen und düstern Batman und einen hervorragend gespielten Gegner - den Joker. Ein besonderes Highlight bietet die Blu-Ray Variante in dem sie ausgewählte Szenen, welche mit IMAX-Kameras gedreht wurden in Full-Screen wieder geben, und es so einem erlauben noch tiefer in die Batman-Welt einzutauchen. Bild und Ton sind meiner Meinung nach 1A und auch noch heute eine Referenz! Ich habe jetzt schon wirklich viele Blu-Rays gekauft und selbst die neuerschienen Filme kommen von der Qualität des Bildes nicht an diesen Film ran!
Auch alle anderen Darsteller (Aaron Eckert, Maggie Gyllenhaal und Morgan Freeman) demonstrieren ihre Klasse! Des Weiteren hat der Film über 1 Milliarden $ eingespielt und so viele Menschen können sich einfach nicht irren :)
Also wer mal wieder einen genialen Filmabend erleben möchte mit Starbesetzung und Entertainment am laufenden Band und das auch noch auf höchstem Niveau, ist hier gut beraten! - 10 von 10 Sternen !!!

Noch ein wichtiger Hinweis:
Wenn man die Disc 2 (Specials) einlegt, dann denn dritten Trailer öffnet und laufen lässt und folgenden Code eingibt -56537- öffnet sich automatisch ein neuer Trailer welcher vom Joker bearbeitet wurde, den sogenannten Jokerized Trailer. Viel Spaß beim anschauen
11 Kommentar| 71 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. August 2012
...in der er schauspielerisch seine Höchstleistung abgeliefert hat, nein, viel mehr hat er sich scheinbar so in seine Rolle hinein versetzt und diese Todernst genommen, wie sonst kann man den Joker so grauenhaft und psychopathisch dem Zuschauer vermitteln ? - ich bin nach diesem Film der Meinung das diese Rolle Heath Ledger den Rest in seinem Leben gegeben hat aber macht Euch selbst ein Bild von diesem grandiosen Streifen.
Mit Batman Begins wusste man schon das hier eine grandiose Trilogie heran wächst doch The Dark Knight toppt den ersten Teil ums dreifache und das mag wirklich was heißen.
Christopher Nolan hat natürlich auch bei diesem Teil wieder all seine spitzen Schauspieler an Bord, The Dark Knight fängt da an wo Begins aufgehört hat, wieder einmal ist es dem Regisseur gelungen grandiose Special Effects auf die Leinwand zu zaubern und wieder einmal ist die Stimmung und Atmosphäre sehr düster wenn auch nicht so düster wie im ersten Teil aber dafür übertrifft das Psychoduell zwischen Christian Bale und Heath Ledger alle Vorstellungskräfte der Zuschauer und The Dark Knight ist zurecht ab 16 Jahren frei gegeben, nichts für schwache Nerven.

Die Blu Ray :

An der linken Seite befindet sich der Hauptfilm und auf der rechten Seite befindet sich die Special Disc, das Bild ist gestochen scharf und zu jeder Zeit brillant, ich weiss nicht warum das Bild hier von so vielen Rezensisten nieder gemacht wird, für mich ist es technisch gesehen einer der besten Blu Rays.
Bei dem Ton dagegen gibt es einen kleinen bis mittel starken Wermutstropfen, zwar hört sich der 5.1 DTS Sound wirklich gut an und auch die Abmischung geht völlig in Ordnung, jedoch liegt nur im Englischen ein Dolby True HD Sound vor, sehr schwach wie ich finde.

Die Special Disc :

Bei einem Film wie Dark Knight sind die Specials ja nicht gerade uninteressant und da bietet man dem Zuschauer wirklich einiges, folgende Bonus Inhalte befinden sich auf der Disc :

+ Die Batman Technologie (Die unglaublichen Geräte und Instrumente in HD)
+ Batman demaskiert (Die Psychologie von The Dark Knight - Tauchen Sie ein in die Psyche von Bruce Wayne und die Welt von Batman mit Hilfe echter Psychotherapie in HD)
+ Gotham Tonight (6 Episoden von Gotham Cable's erstem Nachrichtensender)
+ Die Bildgalerien (Die Jokerkarten, Konzeptskizzen, Kinoplakate, Fotogalerien, Trailer & TV-Spots)

Die Bild Zeitung titelte damals "Der beste Action Thriller des Jahres" und auch sonst hat der Film nur positive Kritiken bekommen, man könnte diesen Film sogar Leuten empfehlen die einfach mal wieder ein unvergessliches Psychoduell sehen wollen, The Dark Knight ist zweifelsohne einer der besten Filme die ich die letzten Jahre gesehen habe und dennoch hinterlässt der Film einen traurigen Beigeschmack denn spätestens beim Abspann wird einem bewusst welch grandiosen Schauspieler diese Welt für immer und vor allem viel zu früh verloren hat...
22 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 20. Januar 2013
Als Christopher Nolan 2005 "Batman Begins" realisierte, gabs endlich wieder eine gute Version des Robin Hood im Fledermauskostüm. Denn nach Tim Burtons eher märchenhaften, aber knalligen und überschwenglichen Filmen, folgten mit Joel Schumachers "Batman Forever" und "Batman und Robin" die wohl schlechtesten Comicverfilmungen überhaupt.
Ein Wunder, dass sich das zwar sehr beliebte aber auch gebeutelte Genre wieder völig erholen konnte und in Folge viele Blockbuster erschienen, die allesamt viel Kasse machten.
Die Einspielergebniskrone geht wohl an "The Avengers", der es schaffte gleich nach den Cameron Hits "Avatar" und "Titanic" aufs All Time Treppchen zu kommen.
Dicht dahinter kommen aber Christopher Nolans Nachfolger von "Batman Begins", bei dem es sich wohl herumgesprochen haben muss wie gut er als Comicverfilmung funktioniert und der dadurch die zwei weiteren Teile "Dark Knight rises" udn "Dark Knight" über die 1 Milliarden Einspielergebnis hievte.
Weitere Megablockbuster waren die die 3 Spiderman Filme von Sam Raimi, der Nachfolger "Amazing Spider Man" - alle 4 Teile unter den erfolgreichen Fünfzig aller Zeiten. Nur einen Hauch schlechter die beiden Iron Man Verfilmungen mit Robert Downey jr.
Aber zurück zu Nolans Verfilmungen und zurück zu meiner Retrospektive über die erfolgreichen Comicmovies der letzten Jahre. Hier darf natürlich der düsterste von allen nicht fehlen und schon sind wir bei "The Dark Knight", den Nolan 2008 inszenierte und der noch zusätzlich durch den frühen und tragischen Tod des jungen Heath Ledger zum großen Hype des Filmjahres wurde. Ledger gewann für seine Darstellung des Jokers posthum den Oscar und der Film gilt allgemein als Meisterwerk.
Ich hab ihn damals gesehen, fand ihn auch richtig gut - aber trotzdem etwas überbewertet. Jetzt beim zweiten Anschauen kommt der Film aber auch bei mir wesentlich besser weg.
Zum einen ist Nolan an überragender Verteter in seinem Genre gelungen, denn "The Dark Knight" zeichnet sich durch seine morbide Endzeitstimmung aus und ist auch eher ein Film über den Gegenspieler von Batman. Denn der Psychopath Joker, bei dem auch immer wieder eine verletzliche Seite zum Vorschein kommt, ist in der Tat die Figur die den gesamten Film trägt und ihr den Stempel aufdrückt.
Das Szenario ist voll des Terrors und macht Angst, denn die Handlung spiegelt auch ein Teil der neuen Terrorgefahr, die von einzelnen Wahnsinnigen ausgeht, perfekt wider.
Jetzt in der Retrospektive ist die grandiose Darstellung von Heath Ledger noch mehr zu würdigen.
Hier die Handlung:
Gotham Citys Verbrechensbekämpfung zeigt erste Erfolge und Früchte.
Batman (Christian Bale) und dem Polizisten Jim Gordon (Gary Oldman) gelingt es, den bekannten Schurken Scarecrow hinter Gitter zu kriegen. Doch plötzlich taucht aus dem Nichts ein geheimnisvoller Krimineller, der sich Joker (Heath Ledger) nennt auf. Durch ihn wird eine neue Welle übelster Verbrechen ausgelöst. Batman und der Bulle beschließen, den beliebten neuen Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart) ins Boot zu holen, den er gilt als der neue Hoffnungsträger der Bevölkerung von Gotham. Und tatsächlich will Dent, der inzwischen mit Bruce Waynees Jugendliebe Rachel (Maggie Gyllenhal) liiert ist, mit dabei sein beim ultimativen Kampf gegen das organisierte Verbrechen.
Doch keiner hat mit dem Fatalismus des Jokers gerechnet...
Insgesamt ca. 150 ganz dunkle Minuten hat der Zuschauer zu erwarten und er wird gleich in die kriminelle Metropole Gotham geworfen, Wally Pfister hat dafür die perfekten Bilder kreiert und inmitten diesem Chaos steht dieser völlig enthemmte und hochintelligente Wahnsinnige, dessen einzige Maxime "Zerstörung" ist.
Ausserdem gibt es dazwischen tolle Verfolgungsjagden, atemberaubende Explosionen und den Kampf zwischen Gut und Böse, bei dem es irgendwann so aussieht als würde die dunkle Macht die Oberhand bekommen, da sie viel mehr für ihr Ziel bereit ist zu opfern...das eigene Leben.
Ein sehr guter Film, für mich Nolans Bester und sehr wahrscheinlich die beste Comicverfilmung überhaupt.
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am 27. Dezember 2016
Bewerte ich hier den Film?

Das Produkt selbst ist eine solide verpackte BluRay ohne viel Inhalt außer der Disc. Soweit, so normal.

Der Film selbst ist glaub einer der 10 besten Filme aller Zeiten. Actiongeladen und Spannend.

Sicherlich ein gelungener Film.

Am Ende macht es aber der Preis der heute noch dafür aufgerufen wird, der glatte 5 Sterne zulässt.

Den selbst wenn der Film im Free TV verfügbar ist, lohnt es sich schon, ohne Werbung ihn genießen zu können.
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am 31. Juli 2015
Batman-Filme sind dope und wurden mit der Zeit besser und besser. Das gelingt eher selten, bei mehrfachen Verfilmungen/Fortsetzungen.
Nolan!
Heath Ledger ist der pure Wahnsinn und hat hier die Rolle seines Darsteller-Lebens gespielt. Wer denkt das schon bei einer Comicverfilmung?! Keiner, deswegen knallt es umso mehr.

Düster, Anspruch, Horror, Spass und totale Action. Einfach Super und zum Glück mal was Gutes für die Masse.
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am 2. September 2010
Nachdem Christopher Nolan bereits mit seinem zurecht gelobten ersten Teil das Batman Franchise neu belebte legt die wohl größte Blockbuster Hoffnung Hollywoods seinen zweiten Streich nach. Dabei wirkt der dunkle Ritter in Nolans Hand nie überkanditelt oder gar albern. Gekonnt wird anhand der Einbettung Batmans in eine realitätsnahe Welt samt menschlichen Zweifeln die Zerissenheit des Charakters herausgearbeitet. Entgegen manch anderen Comicverfilmungen unserer Zeit verzichtet Nolan auf das obligatorische schwingen der Moralkeule. Da sich Batman mit zunehmendem Fortschreiten des Films mit immer verzwickteren Aufgaben konfrontiert sieht wirkt sich der Verzicht auf eine exzessive Überzeichnung positiv auf die Grundstimmung des Film aus. Bunten Kitsch oder Slapstickeinlagen bis zur Ermüdung die noch heute vielen Fans mit grauen an Joel Silvers Interpretation erinnern lassen gibt es nicht mehr. Unbeirrt geht Nolan seinen begonnen Weg weiter und entstaubt den etwas verblassten Batmanmythos. Die Welt die er kreiert ist von Hoffnungslosigheit und Härte geprägt. Dennoch weckt Batman mit seinen Taten Hoffnung in allen die noch nicht resigniert haben. Selbst wenn das bedeutet, dass Batman zum gejagten werden muss um weiterhin den Glauben in das Gute aufrecht zu erhalten. Einer der zahlreichen cleveren Kniffe die Nolan geschickt umsetzt um den dunklen Ritter mehr Profil als jemals zuvor abzugewinnen.

Nicht minder stark einzuschätzen gilt Nolans Durchsetungsfähigkeit keine glattgebügelte Fortsetzung zu präsentieren. Denn als Zugpferd für einen Risiko minimierten aber um seine Seele bebrachten Film Marke Standartware, hätte das Batmanfranchise alle mal gedient um ein ansehnliches Einspielergebnis zu generieren. Zum Glück hat Nolan auf einen Schnellschuss verzichtet. Vielmehr nimmt Batman eine andere Entwicklung und bietet einen anderen düsteren und angemesseneren Blickwinkel. Denn nicht zuletzt entfaltet der Film seinen Reiz aus der ausschichtlos erscheinenden Lage des Helden und seinen Anhängern. Dabei bietet Batman eine vielschichtige und für seine Art (Blockbuster) intelligente Story. Der sehr gute Gesamteindruck wird von dem Cast förmlich veredelt. Treffsicher hat Nolan seine Schauspielriege bis in die kleinste Nebenrolle richtig besetzt. Selbst wer in der Regel nur wenig für Comicfilme übrig hat, könnte hier die Ausnahme gefunden haben.

Kritik gibt es hier nur im Detail. Etwa Christian Bale, der schwächer als im Vorgänger wirkt. Auch wirken manche seiner Actionszenen zu hektisch geschnitten. Der tragische Tod von Heath Ledger der eine grandiose Interpretation des Jokers gibt ist ein entscheidender Erfogsgarant gewesen. Doch sollte man dabei nicht Aaron Eckhart als Staatsanwalt Harvey Dent vergessen. Dieser kann seine Rolle ebenfalls überzeugend darstellen und mit Präsenz füllen. Der Film ist recht lang und hätte nicht jede Nebenrolle groß einführen müssen, um diese dann doch fallen zu lassen. Etwa leidet die Rolle von Maggie Gyllenhall darunter. Ihr gelingt es nicht vollends in ihrer Figur zu überzeugen. Sie ist die Nachfolgerin von Katie Holmes welche medial sehr hart kritisiert wurde. Durch seine verflochtene Story und düstere Grundausrichtung wirkt Batman ernsthafter als es ihm seine früheren Filme zugestanden haben. Fast wirkt es so als wäre Batman nun erwachsen geworden. Denn der gesamte Film ist düster gehalten und lässt kaum Platz für auflockernde Szenen. Ich mag sehr die Filme von Tim Burton und seine Art der Inszenierung halte aber nicht viel davon solche Filme gegeneinander aufzuwiegen. Unbestritten stellt "The Dark Knight" in seinem Genre ein Meilenstein da. Wie groß dieser ist oder wie lange er Bestand hat wird sich zeigen.

Blu-ray

Bei der Bildqualität fehlt selbst dem häufigen Blu-ray Seher die Sprache. Alle mit Imax Kamera gefilmte Szenen sind grandios. Die dort gebotene Weitsicht, Tiefenschärfe und fantastische Detailreichtum sind bis jetzt unerreicht. Die aufwändigen Imax Kamerafahrten die immer wieder als Stilmittel benutzt werden zeigen auf was in Zukunft noch von diesem Medium zu erwarten ist. Auch die "normal" gefilmten Szenen fallen in ihrer Qualität nicht ab. Das wahnsinnige Niveau des Bildes lässt andere Produktionen im Schatten stehen und kann fast über die gesamte Spielfilmlänge gehalten werden. Weder Graining noch Bildrauschen sind vorhanden. Nur in wenigen Szenen wirkte die Kantenschärfe etwas übertrieben hoch. Bemerkenswert ist der Schwarzwert. Tiefstes Schwarz und feinste Abstufungen wie ich es noch bei keiner Blu-ray gesehen habe. Wer Christian Bale vom Hochhaus springen oder den Joker bei der Explosion des Krankenhauses erlebt, weiß wie beeindruckend das Bild ist. Dieses setzt neue Maßstäbe und ist aktuell die Referenz. Top!

Beim Ton könnte man sich im Prinzip aufregen. Wie immer ignoriert Warner, dass auch deutsche Kunden in den Genuss von TrueHD kommen möchten. Die hier erhaltene Tonspur (DD 5.1) ist wie bei vielen anderen Produktionen mittlerweile nicht mehr zeitgemäß. In der englischen Version liegt TrueHD vor und ist ebenfalls wie das Bild die Referenz. Sicher wird mit der Zeit auch bei uns TrueHD kommen und bei The Dark Knight besteht kein Anlass zu meckern. Denn die Tonspur liefert ein Sounderlebnis der Extraklasse. Eindrucksvollste Bässe und ein sehr gutes Räumlichkeitsgefühl. Dialoge sind immer gut verständlich erreichen aber nicht die Präzession des englischen Originals. Bei den Surroundeffekten kann mein kein besseres DD 5.1 bekommen.
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am 1. Mai 2016
ich bin kein großer marvel oder dc fan,und finde viele der verfilmungen genannter comicschmieden echt schlecht und flach...

ABER:dieser batman ist einfach nur spannend,tief,mitreißend...super schauspieler,ein drehbuch das überrascht und in die tiefe geht..specialeffects dezent aber wirkungsvoll...der film hat sehr viel spaß gemacht und läd zum nochmal schauen ein....
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am 22. August 2012
...fragt der von Heath Ledger gespielte Joker im Verlauf des Filmes immer wieder, wobei er jedes Mal eine andere Geschichte auftischt.

Der viel zu früh verstorbene australische Ausnahmeschauspieler verschwindet völlig in der Figur dieses modernen Mephistopheles und tritt so scheinbar mühelos aus dem Schatten Jack Nicholsons, der die Figur unter der Regie Tim Burtons als eine Art soziopathischen Clown angelegt hatte, furchteinflößend zwar, aber doch in erster Linie amüsant. Eben Jack Nicholson in Reinkultur.

Ausserdem statteten die Drehbuchautoren des Burton-Filmes den Joker mit einer Biographie aus. Jack Napier, so sein ursprünglicher Name in dieser Filmversion, ist ein gefürchteter Gangster, der nach einem Zweikampf mit Batman in einen Säurekessel fällt und gewissermaßen in der Gestalt des Jokers wieder aufersteht.

Der Mörder-Clown bleibt in Christopher Nolans Umsetzung ohne konkret fassbare Vergangenheit oder Identität. Eine Verbindung zum Mord an Bruce Waynes Eltern, wie sie in Burtons Film konstruiert wurde, gibt es nicht.

Christopher Nolan, sein Bruder Jonathan und Co-Autor David Goyer wollten den Joker in ihrem Drehbuch unbedingt als absolut darstellen. Damit bleiben sie der Figurenkonzeption der maßgeblichen Comics treu.

Als wichtigste Inspirationen für die Geschichte, die in The Dark Knight erzählt wird, dienten die Comics Batman#1 von 1940, in welchem der Joker seinen ersten Auftritt hat, "The Long Halloween", in dem Harvey Dent eine wichtige Rolle spielt, und "The Killing Joke", der bereits Tim Burton für seinen ersten Batman-Film als Vorlage diente.

Die Haupthandlung von The Dark Knight setzt etwa ein Jahr nach Batman Begins ein. Bruce Waynes heimlicher Kampf gegen Verbrechen und Korruption in Gotham trägt erste Früchte, da Lieutenant James Gordon inoffiziell mit dem Dunklen Ritter kooperiert. Die Unterwelt ist in Aufruhr. Doch die Herausforderung, die nun auf Batman wartet, hat nicht nur dieser unterschätzt.

Seit einiger Zeit hält eine Serie spektakulärer Banküberfälle die Polizei von Gotham City in Atem. Am Tatort finden die Beamten außer leergeräumten Tresoren stets nur die Leichen von ein paar Handlangern und eine Visitenkarte...

Nie wurde der Joker so verstörend auf der Leinwand porträtiert und kam dabei der ursprünglichen Comicfigur näher als in diesem gut zweieinhalb Stunden langen Meisterwerk von Christopher Nolan, der damit die Fortsetzung zu Batman Begins (2005) liefert.

Als wichtigstes äußeres Vorbild für die Figur des Jokers in den frühen Comics gilt der von Conrad Veidt gespielte Gutsherr Gwynplaine aus dem expressionistischen Stummfilm "Der Mann, der lacht"(1924).

Nolan war, nachdem er Heath Ledgers großartige Leistung als Ennis del Mar in Brokeback Mountain gesehen hatte, absolut überzeugt, den richtigen Schauspieler für die Rolle des Jokers gefunden zu haben.

Es muss ihn eine Menge Zeit und Nerven gekostet haben, auch die Produzenten von seiner Wahl zu überzeugen, denn der Joker war völlig anders als alle Charaktere, die der oft als Leinwand-Schönling abgestempelte Mädchenschwarm Ledger bis dahin gespielt hatte, vor allem ein totaler Gegenpol zu dem verdrucksten, eigenbrötlerischen Ennis del Mar.

All dies beweist nicht nur eine Menge Mut, es zeigt vielmehr, dass Christopher Nolan genau weiß, was er tut.

Gleiches gilt für seine Besetzung einer weiteren Schlüsselfigur. Harvey Dent wird von dem bis dahin noch wenig bekannten Aaron Eckhart gespielt, der diese Rolle seinem Golden Globe-nominierten Auftritt als redegewandter Tabak-Lobbyist in der Satire "Thank You For Smoking"(2006) verdankt.

Heath Ledger spielt den Joker als das personifizierte Böse. Äußerlich wirkt diese Figur im geschmacklosen lila Anzug mit dem eher nachlässig aufgetragenen Clowns-Makeup, den langen, grünen, strähnigen Haaren und dem schlurfenden Gang mit leicht vorgebeugter Körperhaltung wie ein Punk, ein Freak, eine Mischung aus Goethes Teufelsfigur, Alex de Large aus "Clockwork Orange" und Sid Vicious.

Die Figur mit einem so jungen Schauspieler zu besetzen mag auf den ersten Blick vielleicht etwas befremdlich erscheinen, jedoch ist dies weniger dem Jugendwahn Hollywoods geschuldet als vielmehr dem Gedanken, dass jede junge Generation irgendwann von dem Impuls getrieben wird, Althergebrachtes zu negieren, verkrustete Strukturen niederzureißen.

In diesem Kontext wird der Joker in The Dark Knight als nihilistische, anarchische Urgewalt dargestellt, die vor allem eines will: Zerstörung, und das im wörtlichsten, negativsten Sinne.

Sein ständiges widerliches Schmatzen, verbunden mit dem Spielen der Zunge an den Mundwinkeln verleihen ihm Züge eines Reptils. Die schneidende Stimme unterstreicht seine Bedrohlichkeit weiter.

Dass hinter der Maske noch ein winziger Rest Verletzlichkeit und damit ein menschlicher Zug durchschimmert, ist Heath Ledgers grandioser Schauspielkunst zu verdanken. Sieht man sein Porträt des Jokers, so beschleicht einen unwillkürlich die Frage, was uns denn eigentlich zu menschlichen Wesen macht und inwiefern das Böse Teil unserer Natur ist.

The Dark Knight ist wie sein Vorgänger kein Superheldenfilm im gewohnten Sinne, sondern ein vielschichtiges, psychologisch stimmiges, Krimi-und Actiondrama, das an Genreklassiker wie "Heat"(1995) oder "The Departed"(2006) erinnert.

Der düstere Realismus, der schon "Batman Begins" entscheidend prägte, erreicht hier eine für das Superhelden-Genre ganz neue Stufe, inklusive eines Terrorszenarios, das mehr als nur einmal mulmige Gefühle beim Zuschauer weckt.

Christopher Nolans zweiter Batman-Streich ist sein erster Film mit einer durchgehend linearen Erzählstruktur, was den Meister jedoch nicht davon abhält, mit harten Schnitten Zeitsprünge zu vollziehen.

Zusammenhänge erschließen sich nicht zwingend nur durch Dialoge, sondern auch durch ruhige Momente, in denen die Kamera als alleiniges erzählerisches Instrument fungiert, was vom Zuschauer verlangt, sich zu konzentrieren und sich eigene Gedanken zu machen.

Konzentrierte sich Batman Begins noch fast ausschließlich auf Bruce Wayne, bildet hier der Joker das Epizentrum einer Story, in der im Grunde nur er gewinnen kann. Meisterhaft diabolisch zieht er die Fäden, spielt die selbsternannten Retter von Gotham City- Batman, Lieutenant Gordon und den neuen Staatsanwalt Harvey Dent- gegeneinander aus.

War das übergeordnete Thema von Batman Begins Furcht, so behandelt The Dark Knight das durch den Joker repräsentierte Chaos, nicht ohne auch der inneren Wut Bruce Waynes genügend Raum zu geben.

Dieser wird von Christian Bale wieder hervorragend verkörpert. Sein Spiel ist der Figur Bruce Wayne gemäß viel subtiler angelegt und bildet einen genau so beabsichtigten Kontrast zu Heath Ledgers raumgreifender Darstellung des Jokers. Bales Leistung wurde und wird nicht ausreichend gewürdigt. Er verblasst neben Ledger keineswegs.

Überhaupt ist Christian Bale der mit Abstand beste Darsteller des Bruce Wayne/Batman aller Zeiten.

Batman liefert sich mit dem Joker ein auf physischer wie psychischer Ebene furioses Duell. Im Laufe des Filmes wird immer deutlicher, dass beide einander bedingen und demzufolge einander nie töten würden.

In dieser Geschichte gibt es keine echten Helden, was The Dark Knight Züge eines Film Noir verleiht. Jeder der drei Verteidiger Gothams muss am Ende einen schrecklichen Preis zahlen, besonders der idealistische Eiferer Dent wird gnadenlos zu Fall gebracht.

In einem großartigen Ensemble, zu dem auch wieder die wunderbaren Michael Caine als Alfred und Morgan Freeman als Lucius Fox gehören, stiehlt Ledger allen die Show. Er ist nicht nur furchteinflößend sondern auf ganz eigene Art auch witzig.

Doch ist Harvey Dents tragische Geschichte das eigentliche emotionale Rückgrat des Films. Der hervorragende Aaron Eckhart, dessen Ausstrahlung an Robert Redford oder Kirk Douglas in jungen Jahren erinnert, holt aus seiner wesentlich undankbareren Rolle das Maximum heraus und stellt Dents Abstieg in jeder Phase glaubhaft dar. Aaron Eckharts Porträt des Harvey Dent fügt sich nahtlos in Nolans Vision der Welt Batmans ein und kommt gleichzeitig dem Kern der Comicfigur so nahe wie keine Darstellung zuvor.

Dent gehört als Two-Face zu Batmans Erzfeinden und tritt in dieser Gestalt erstmals im Jahre 1942 in den Comics auf. Die unter anderem von Bill Finger entwickelte Figur ist zweifellos von Stevensons "Jeckyll and Hyde"-Charakter beeinflusst und dessen Darstellung durch Frederic March in der legendären Verfilmung der 1930er Jahre.

Harvey Dent hieß bei seinem ersten Auftritt in den Comics noch Harvey Kent. Der junge, aufstrebende Staatsanwalt war ein guter Freund Bruce Waynes. Seine Wandlung zu Two-Face, einem Mann mit gespaltener Persönlichkeit, in der die guten Eigenschaften Harvey Dents immer wieder mit seiner psychotischen Seite ringen, wird in mehreren Geschichten dargestellt, allerdings weichen diese Darstellungen zum Teil stark voneinander ab.

In einer Version zerbricht Dent mental am Verlust seiner großen Liebe, eine Parallele zu Christopher Nolans Film. Auch zur Entstellung seines Gesichtes gibt es keine einheitliche Schilderung. In Fankreisen am populärsten ist die Version, dass Dent durch Säure verunstaltet wird, die ihm mit einer Pistole ins Gesicht gespritzt wird. Der Joker hat dabei, genau wie in Nolans Film, seine Hände im Spiel.

In The Dark Knight wird kurz auf die Episode mit der Säurepistole angespielt. Auch hier ereignet sich der Zwischenfall mit der Pistole während einer Gerichtsverhandlung, allerdings kann Dent den Täter rechtzeitig entwaffnen.

Dent ist in dieselbe Frau verliebt wie Bruce Wayne, der nur auf den Moment wartet, das Fledermauskostüm an den Nagel hängen zu können. Bruce (Christian Bale) sehnt sich nach einem normalen Leben mit seiner Jugendliebe Rachel Dawes (Maggie Gyllenhall), er glaubt in Dent den Mann gefunden zu haben, der sicherstellen kann, dass Gotham den Dunklen Ritter nicht mehr braucht.

Um der Mafia, die Gotham bis in höchste Kreise infiltriert hat, das Handwerk zu legen, arbeitet Dent zunächst mit Batman zusammen, ohne dessen wahre Identität zu kennen. Gordon (Gary Oldman) komplettiert die an ein römisches Triumvirat erinnernde Allianz, jedoch muss dieser der Tatsache Rechnung tragen, dass, wenn nicht alle, so doch die meisten Cops in seiner Spezialeinheit von der Mafia geschmiert werden. Auch er weiß nach wie vor nicht, wer sich hinter der Fledermausmaske verbirgt.

Dent, der früher für die Dienstaufsicht gearbeitet hat und bereits gegen viele Polizisten intern ermitteln musste, hat zu Gordon ein gespanntes Verhältnis. Dieser weiß um die Mißstände in der Major Crimes Unit, jedoch bleibt auch ihm letztlich nichts anderes übrig, als zu versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.

Gary Oldman spielt Jim Gordon einfach grandios. Er porträtiert ihn als aufrechten, loyalen Streiter für das Recht, der eine ungeheuere Last auf seinen Schultern trägt, selbst nicht frei von Fehlern ist und folglich mehr als einmal im Hader mit seinen eigenen Prinzipien als Gesetzeshüter liegt.

Gordon hat, da das System, in dem er arbeitet, zutiefst korrupt ist, gar keine andere Wahl, als mit jemandem wie Batman zusammenzuarbeiten, will er tatsächlich etwas bewirken. In dieser Stadt kann ein einzelner aufrechter Cop nichts ausrichten, es sei denn, er hat Hilfe von außen.

Durch den chinesischen Unternehmer Lau (Chin Han), der ausgerechnet Geschäfte mit Wayne Enterprises machen will, um unter dem Deckmantel der Seriosität Mafiagelder zu waschen, bekommen Batman, Dent und Gordon endlich die nötigen Informationen, um entscheidend gegen die Mafia vorzugehen. Erstmals operiert Batman dabei auch außerhalb von Gotham.

Doch die ehrenwerten Herren haben sich längst an den Joker gewandt, den sie anfangs noch tot sehen wollten, nachdem er eine ihrer Banken ausgeraubt hatte...

In einer Szene flieht der Joker in einem Polizeiwagen, streckt dabei seinen Kopf aus dem Fenster und genießt im Triumph mit geschlossenen Augen den Fahrtwind. Solche Momente stehen stellvertretend dafür, dass es oft keine Worte braucht, um einen Charakter zusammenzufassen. Christopher Nolan beherrscht dies meisterhaft.

Die Geschichte verblüfft mit immer neuen Wendungen und steuert auf Höhepunkte zu, die der Zuschauer nicht erwarten würde, dank des völlig unberechenbaren Jokers. Das voller genialer Dialoge steckende, vielschichtige Drehbuch ist quasi um ihn herum aufgebaut.

Der Mörder-Clown ist nicht nur völlig skrupellos, er hat auch keinerlei Angst vor dem Tod, was ihn seinen Gegnern zusätzlich überlegen macht.

Insgesamt ist der Joker nur für etwa ein Drittel des Filmes auf der Leinwand zu sehen und doch spürt man seine Präsenz in jeder Sekunde, selbst wenn er nicht auftritt.

Dazu liefern Hans Zimmer und James Newton Howard erneut einen phantastischen Soundtrack. Das musikalische Hauptmotiv des Jokers besteht dabei aus nur einem einzigen Akkord, der aus zwei Tönen zusammengesetzt ist und, auf einem Streichinstrument gespielt, einen nervenzerrenden, metallischen Klang bekommt. Durch die gesamte Filmmusik ziehen sich Elemente, deren Klangfarbe an Messer und Rasierklingen erinnert.

Auch wenn man den Film schon mehrmals gesehen hat, bleibt er mitreißend bis zuletzt. Es macht außerdem viel Spaß, die zahlreichen Anspielungen und Verweise auf Klassiker der Filmgeschichte unter die Lupe zu nehmen. Als Beispiele seien hier nur "Star Wars: The Empire Strikes Back"(1980) und "Apocalypse Now"(1979) genannt.

Die spektakuären, im hochauflösenden IMAX-Format gefilmten Actionszenen haben ein perfektes Timing und sind so effektiv eingesetzt, dass sie den Film niemals überlagern. Vielmehr sind sie ein integraler Teil der Story und vertiefen außerdem die Charaktere.

Die Tragik eines Superhelden wurde noch nie so hervorragend in einer Comicverfilmung herausgearbeitet. Das größte Plus von The Dark Knight ist aber, dass er auf seinem Vorgänger aufbaut und Batman Begins dadurch sogar noch vertieft.

Als Bruce Wayne sich entschließt, als Batman die Straßen von Gotham zu säubern, hat er zwar zunächst damit Erfolg, erschafft aber ein Umfeld, das nicht nur Nachahmer, sondern auch Charaktere wie den Joker magisch anzuziehen scheint.

Batman findet seine Nemesis, die ihr ganz eigenes Spiel spielt. Am Ende wird dem Dunklen Ritter wie dem Zuschauer das markerschütternde Lachen des Jokers entgegenhallen...

Mit herkömmlichen Mitteln ist diesem Gegner nicht beizukommen. Der Joker will weder Geld, noch verfolgt er eine konkrete politische Agenda. Die eigentliche Triebfeder seines Handelns ist Batman selbst, der ihn erst vollkommen macht.

Batman befolgt in seinem Kampf gegen das Unrecht strikte Regeln, zum Beispiel, nie einen Menschen, auch keinen Feind, kaltblütig zu töten und sich so nie ganz auf das Niveau seiner Gegner zu begeben.

Der Joker fordert ihn diesbezüglich ganz gezielt heraus, Er steht für pure Anarchie und kennt keine Regeln. Vielmehr will er seine Gegner an einen Punkt treiben, an dem sie ihre eigenen Regeln brechen. Alfred, über dessen Vergangenheit wir einiges erfahren, erkennt als Erster, dass dieser Mann die Welt einfach nur brennen sehen will.

Der Dunkle Ritter gerät immer mehr ins Abseits, die verängstigten Bürger fordern seinen Kopf. Der unerschütterliche Glaube an Batman als Beschützer einer zunehmend dem Terror ausgelieferten Stadt wird in The Dark Knight besonders durch ein Kind personifiziert: Commissioner Gordons kleinen Sohn James.

Das Motiv, dass Batman für Kinder ein Held ist findet sich bereits in Batman Begins. Dieses Motiv wird im abschließenden dritten Film The Dark Knight Rises noch entscheidend ausgebaut.

Der Joker aber mordet weiter. Er bleibt seinen Gegnern immer einen Schritt voraus und stürzt Gotham mit gezielten Terrorakten ins Chaos. Auf seiner Todesliste steht auch Rachel Dawes.

Harvey Dent überlebt zwar, wie der Joker es vorgesehen hatte, jedoch ist seine linke Gesichtshälfte grausam entstellt.

Als Batman versucht, Rachel und Harvey aus der Gewalt des Jokers zu befreien, erreicht dessen psychologische Perfidie ihren Höhepunkt. Zugleich macht diese Sequenz überdeutlich, dass Bruce Wayne nur ein normaler Mensch ohne Superkräfte ist. Jedem anderen Superhelden wäre es wohl irgendwie gelungen, beide zu retten. Batman gelingt dies trotz Gordons Hilfe nicht.

Batman kann keine Wunder vollbringen. Inmitten all des Chaos bleibt dem Dunklen Ritter nichts anderes übrig, als weiterzukämpfen.

Auf Bruces Frage, was er tun solle, da Menschen seinetwegen sterben, antwortet Alfred: "Es ertragen. Auch wenn alle Sie dafür hassen. Das ist Batmans Vorteil. Er kann der Ausgestoßene sein. Er hat die Wahl, die sonst niemand hat. Die richtige Wahl."

Dents äußerliche Deformation macht letztlich die dunkle Seite seiner eigenen Psyche optisch greifbar, die sich nach Rachels Tod endgültig ihre Bahn bricht. Angedeutet wird eine solche Entwicklung der Figur auf visuelle Weise bereits lange vorher. Nolan setzt Aaron Eckhart so ins Bild, das die beiden Hälften von Harvey Dents Gesicht unterschiedlich ausgeleuchtet sind, wann immer die Figur einen weiteren Schritt in diese Richtung vollzieht. Sobald Dent weiß, dass der Joker auch Rachel umbringen will, schreitet dieser Prozess unaufhaltsam voran.

Mit dem Wahnsinn, so formuliert es der Joker, ist es wie mit der Schwerkraft. Oft genügt schon ein kleiner Schubser...

Als weiteres Symbol steht das Werfen einer Münze, ein Bild für die Macht des Zufalls als einziger moralischer Größe in einer unmoralischen Welt, die jedem dieselbe Überlebenschance zugesteht: Fifty-Fifty.

Dem Joker geht es nur um das Spiel selbst mit all den Elementen der Gesellschaft, die ihn hevorgebracht hat. Er bezeichnet sich selbst als einen Hund, der Autos nachjagt. Moralische Grenzen existieren für ihn nicht. Er tötet Menschen zum Spaß oder einfach nur, weil sie ihm widersprochen haben, oder führt mit ihnen perverse "soziale Experimente" durch.

Er hält ganz Gotham City, und damit auch Batman, den Spiegel vor. Indem er Harvey Dent, den Weißen Ritter und größten Sympathieträger, zu Fall bringt und ihn letztlich zu seinem Werkzeug macht, trifft er das Publikum ins Mark. Er reißt den besten Mann von Gotham in den Abgrund und erbringt damit den Beweis für eine perfide Theorie: Auch jemand, der so gut ist, wie Harvey Dent, kann scheitern.

Die Schlüsselsequenz in The Dark Knight, die nicht zufällig in der Mitte des Filmes liegt, ist Batmans Zweikampf mit dem Joker in den nächtlichen Straßenschluchten von Gotham, gefolgt von der ungeheuer intensiven Verhörszene im Polizeihauptquartier. Jedoch bildet die spätere Geiselnahme zweier voll besetzter Fährschiffe den eigentlichen Höhepunkt...

Die Verhörszene und die Ereignisse, die um sie herum stattfinden, ist die Kulmination all dessen, was bis zu diesem Zeitpunkt in The Dark Knight geschehen ist. Es erscheint rückblickend sogar so, als hätten bereits die Ereignisse in Batman Begins genau darauf hingearbeitet.

Die Festnahme des Jokers, der Ausgang des Verhörs und seine spätere Flucht aus dem Untersuchungsgefängnis der Major Crimes Unit beeinflussen nicht nur die gesamte zweite Hälfte von The Dark Knight, sondern wirken sich weitreichend auch auf das aus, was in The Dark Knight Rises geschehen wird, dessen Handlung acht Jahre später einsetzt.

Somit kann man The Dark Knight mit Recht als das Herzstück von Christopher Nolans Batman-Trilogie bezeichnen.

Harvey Dents Rachefeldzug gegen diejenigen, denen er die Schuld an Rachels Tod gibt, gipfelt in mehreren Morden. Erst als er auch Gordons Frau und Kinder töten will, kann Batman ihn stellen. Dent stürzt in die Tiefe und bricht sich sein Genick. Das Triumvirat ist endgültig gescheitert.

Um den Frieden in Gotham City wiederherstellen und bewahren zu können, müssen Batman und der mittlerweile zum Polizeichef beförderte Gordon einen Pakt schließen. Batman nimmt die von Harvey Dent/Two-Face begangenen Verbrechen auf sich.

Er ist nun endgültig ein Ausgestoßener und verschwindet, schwer verletzt und gejagt von Gordons Männern, in der Nacht.

Batman trifft letztendlich genau die Wahl, die außer ihm kein anderer treffen könnte: "Ich bin, was immer für Gotham nötig ist."

Harvey Dent wird als Held zu Grabe getragen. Gotham bekommt, was es braucht: ein strahlendes Symbol der Hoffnung. Mit diesem Ausgang der Ereignisse wird dem Schlüsselsatz dieses Filmes noch einmal besonderes Gewicht verliehen: Man stirbt als Held, oder lebt so lange, bis man selbst zum Schurken wird.

Was letztendlich aus dem Joker wird, bleibt offen. Auch im Nachfolger The Dark Knight Rises wird kein Wort darüber verloren.

Heath Ledgers plötzlicher Tod machte einen weiteren Auftritt, den sich sicher viele Fans gewünscht hätten, unmöglich. Doch so tragisch das Ganze auch ist: Mit seiner letzten Szene in The Dark Knight ist diese Figur komplett.

Seine finale Konfrontation mit Batman, gekrönt von seinem durchdringenden, höhnischen Lachen, fasst den enigmatischen Charakter noch einmal perfekt zusammen.

Die virtuos eingesetzte Parallelmontage der Schlußsequenz sorgt, untermalt von der wuchtigen Musik, garantiert auch beim x-ten Mal für eine Gänsehaut.

Dass es auf die eingangs formulierte Frage keine konkrete Antwort gibt, macht das Ganze um so verstörender. Der Zuschauer kann nicht anders, als sich einzugestehen, dass die Narben, die der Clownsfratze des Jokers ein ewiges Lächeln beschert haben, wohl schon immer da waren.

The Dark Knight ist die bis dahin tiefgründigste und düsterste Comic-Verfilmung, ein grimmiger, brisanter, von der ersten bis zur letzten Szene perfekt durchkomponierter Meilenstein, der Maßstäbe setzt und unbequeme ethische Fragen aufwirft, auf die es keine einfachen Antworten gibt.

Der Film zeigt, wie der Joker es selbst ausdrückt, was passiert, wenn eine unaufhaltsame Kraft auf ein unbewegliches Objekt trifft. Wie weit darf eine Gesellschaft, ein sogenannter Rechtsstaat gehen, um einer solchen Kraft Einhalt zu gebieten?

Das Duell zwischen Batman und dem Joker kann durchaus auch als Allegorie auf Amerikas "Krieg gegen den Terror" verstanden werden, ein Krieg, ausgefochten mit höchst fragwürdigen Methoden und letztlich vollkommen aussichtslos.

Zudem werden nebenbei noch einige ebenso subtile wie treffende Kommentare über den Kapitalismus und die laschen amerikanischen Waffengesetze eingeflochten.

The Dark Knight wurde für insgesamt acht Oscars nominiert, wurde in den Hauptkategorien Bester Film, Beste Regie und Bestes Drehbuch aber unverständlicherweise nicht berücksichtigt, was zu heftigen Diskussionen auch innerhalb der Academy führte und einen Reformprozess bezüglich der Nominierungskriterien in Gang setzte.

Immerhin erhielt Heath Ledger posthum völlig zu Recht die Auszeichnung als bester Nebendarsteller und wurde somit zum ersten Schauspieler, der für eine Comic-Verfilmung einen Oscar gewann. Außerdem wurde noch die Tongestaltung prämiert.

Ledger gewann außerdem noch den Golden Globe, den BAFTA-Award und den Screen Actors Guild Award, sowie rund dreißig weitere internationale Auszeichnungen, inklusive sämtlicher wichtiger Preise der amerikanischen Filmkritiker.

Die Bluray bietet eine hervorragende Bild-und Tonqualität, dazu sehenswerte Extras, allerdings sollte man, um dem Kinoerlebnis zumindest nahezukommen, einen möglichst großen Fernseher haben.

Neben einem ausführlichen Making-of und mehreren Featurettes sollte man sich besondes die Doku "Batman Unmasked" zu Gemüte führen. Nicht nur Batmans Psychologie wird dort von Experten eingehend analysiert, auch seine Feinde werden unter die Lupe genommen. Man lernt dadurch Christopher Nolans tiefgründige filmische Interpretation noch mehr zu schätzen.

Die deutsche Synchronfassung ist zwar gelungen, die brillanten Dialoge sind aber im englischen Original unschlagbar!

Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben. Richtig so, denn auch wenn man praktisch kein Blut zu sehen bekommt, bietet er sehr verstörende Bilder und ist daher absolut nichts für Kinder.

Die Stimme des Jokers ist in der englischen Fassung ein besonderer Leckerbissen. Heath Ledger imitiert gewissermaßen den Akzent von Chicago, wo der Film zum größten Teil gedreht wurde.

Und Michael Caines Cockney-Dialekt ist sowieso immer wieder ein Genuss.

Die unvergleichliche Mischung aus Superhelden-Action, Polit-Thriller und großem menschlichem Drama mit durchweg glaubhaften Figuren machen diesen Film zu einem modernen Klassiker, den man gesehen haben sollte. Ein Referenzwerk für ein ganzes Genre. Besser geht es einfach nicht! Aber vor allem ist The Dark Knight das Vermächtnis des wohl besten Schauspielers seiner Generation.

Heath Ledger ist tot. Seine Legende lebt. R.I.P.
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am 13. September 2015
Auf dem Cover steht: "Der beste Batman aller Zeiten." (TV Movie) und "Ein Meisterwerk" (TV Spielfilm). Dann stellte ich fest, ich hab den dritten Teil in der Hand. Aber genau diese Beschreibungen treffen für mich auf diesen zweiten Teil zu. The Dark Knight ist (für mich) der perfekte Film.
Das liegt an Christopher Nolan's Erzählweise (wer seinen Film Memento von 2000 noch nicht gesehen hat - kann ich wärmstens empfehlen) und natürlich am Spiel von Heath Ledger (10 Dinge, die ich an dir hasse), der sich hier als Joker ein Denkmal gesetzt hat (2009 Oscar-Gewinner posthum). Christian Bale (American Psycho) als Batman geht da fast unter, aber eben nur fast.
Mit Aaron Eckhart (Thank you for smoking) als Harvey 'Two-Face' Dent, Maggie Gyllenhaal (Secretary) als Rachel Dawes (ersetzte Katie Holmes aus dem ersten Teil) und den üblichen Verdächtigen (toller Film übrigens) aus Batman begins: Gary Oldman (Bram Stoker's Dracula) als Lieutenant/Commissioner Gordon, Michael Caine (spielt seit dem ersten Teil 2005 in allen Nolan-Verfilmungen mit) als Butler Alfred und Morgan Freeman (Die Verurteilten) als Lucius Fox (ist für Batman wie Q für Bond). Für die Serienfreunde ist am Anfang noch kurz William Fichtner (Prison Break) zu sehen.
Von 2008 (wichtig für die Jugend, die dann manchmal Filme schon alt findet). 153 Minuten vollster DC-Genuss.
Die für mich beste Comic-Verfilmung (Stand 2015). Action ohne Ende und sauspannend. Atmosphärisch genial. Note 1 (von mir aus auch 1+ und 15 Punkte!)
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am 5. Mai 2013
Dies ist der zweite Teil von Christopher Nolan's Dark-Knight-Trilogie.Christian Bale spielt wieder Batman aka Bruce Wayne.
Zusätzlich zu dem Cast,darunter Michael Caine,Gary Oldman und Morgan Freeman,des ersten Teils,stoßen Heath Ledger als Joker,
Aaron Eckhart als Harvey Dent und Maggie Gyllenhaal als Neubesetzung für Rachel Daws.Natürlich überzeugen die Darsteller
ausnahmslos.
The dark knight ist eher an einen Großstadtkrimi angelegt.
Die Handlung:Während Wayne Manor wieder aufgebaut wird,wohnt Bruce Wayne in einem Penthouse im Zentrum von Gotham City.Batman
und Lieutenant James Gordon sind gerade dabei die Stadt von Verbrechen zu säubern und beschließen den neuen Bezirksstaatsanwalt
Harvey Dent in ihren Kampf miteinzubinden.Parallel dazu überzieht der Joker Gotham City mit Chaos,indem er Banken ausraubt.
Schließlich fordert der Joker einen hohen Prozentsatz des Honorars der Mafiabosse der Stadt,damit er Batman für sie beseitigt.
Außerdem fordert der Joker,dass an jedem Tag,an dem Batman seine wahre Identität nicht Preis gibt,Unschuldige sterben werden.
Die Drehbuch ist wendungsreich,sehr spannend und besitzt eine tolle Dramaturgie und Tiefgang.Das Grundthema ist Chaos,was durch den Joker
personifiziert wird.Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und geraten schließlich völlig außer Kontrolle.
Die Action ist wieder sehr aufwendig und die Kämpfe sind gut choreografiert.Batman erhält ein neues Fahrzeug:
Das Batpod,welches aus dem Tumbler entsteht,der parallel zerstört wird.Außerdem erhält Batman einen neuen Anzug und kann ab jetzt das erste
Mal seinen Kopf drehen.Buce Waynes Lamborghini kommt auch in einer kurzen Actionszene zum Einsatz.
Bei der Action stechen die Autoverfolgungsjagd und der Kampf am Ende des Films,indem Batman in einer wilden Konfrontation die Geiseln
des Jokers retten kann und parallel gegen zwei SWAT-Teams kämpfen muss,hervor.Batman agiert hier von dem sogenannten Batbunker aus,der
ein wenig an die CTU von 24 erinnert.
Heath Ledger spielt den Joker sehr gut und unberechenbar,ob dafür eine Oscarehrung verpflichtend war,ist Ansichtssache.Maggie Gyllenhaal
ist natürlich besser als Rachel Dawes als Katie Homes.Besonders hübsch sind zwar beide nicht,aber das ist in dem Fall egal.
Aaron Eckhart stellt Harvey Dent's Wandlung zu Two Face durchaus gut dar.
Der Soundtrack von Hans Zimmer ist wieder großartig.
Im Gegensatz zu Batman Begins spielt The Dark Knight fast ausschließlich in der Großstadt Gotham City,wodurch hier mehr gerade Formen
und Linien dominieren.
Eine gute Portion Drama,wie schon im Vorgänger Batman Begins,und eine gute Portion Selbstironie sind auch wieder vorhanden.
Fazit:Gehört definitiv zu den TOP-3 Comicverfilmungen.
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