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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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4,6 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
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am 31. Oktober 2016
Das Köln-Concert von Keith Jarrett ist Kult. Wer Lust hat, die schönsten Passagen dieses improvisierten Konzertes nachzuspielen, findet hier eine gute Vorlage. Anders als bei den im Netz kursierenden Amateur-Versionen wurde die Musik hier gut in ein taktbasiertes Notenbild integriert. Im Impressum steht dann auch, daß diese Version von K. Jarrett autorisiert ist. Wenn also überhaupt, dann nach dieser Version!
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am 13. Februar 2013
Ein Meisterwerk des arroganten (er hat recht dazu...) Meisters...
Ein Meisterwerk des arroganten (er hat recht dazu...) Meisters...
Ein Meisterwerk des arroganten (er hat recht dazu...) Meisters...
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am 7. Juli 2010
am 24.1.1975 gebar keith jarrett diese improvisationen, indem er mit der melodie des pausengongs der kölner oper als grundlage der immer weiter ausufernden improvisation begann. kurz ist die daraus resultierende heiterkeit im publikum auch auf der aufnahme zu vernehmen.

jarrett entwickelt wunderbare melodien, die sich immer wieder schließende kreise bilden. vollendete klaviermusik voll innerer kraft und schönheit bei der man hören kann, wie sie im kopf des pianisten entwickelt wird. ruhig und doch ekstatisch ist sein spiel, atemberaubend die spannung, die er immer wieder durch innehalten, durch seine unbarmherzige langsamkeit entwickelt.

dabei stand dieses konzert von beginn an unter keinem guten stern. der von jarrett ausgesuchte flügel langte nicht rechtzeitig ein, zur verfügung war lediglich ein mäßiger stutzflügel, der noch dazu verstimmt war. jarrett musste von vera brandes, der veranstalterin mühsam überredet werden, überhaupt zu spielen. das konzert wurde dann für interne zwecke mitgeschnitten.

später wurde diese aufname von manfred eicher für ECM produziert und von martin wieland gemastert.

erfolg ist natürlich nicht zwingend ein qualitätskriterium, aber rd. 3,500.000 verkaufte exemplare einer schallplatte/CD, die improvisierte pianomusik enthält, sprechen schon für sich. "köln concert" ist damit die meistverkaufte jazz-soloplatte und auch die meistverkaufte klavier-soloplatte.

jarrett selbst möchte diese aufnahme zwischenzeitig am liebsten einstampfen lassen, hat ihn doch der geburtsvorgang zuerst viel substanz gekostet, dann gab es viel hin- und her über transkriptionen in notenform (jarrett gab schließlich die erlaubnis zur veröffentlichung) und es nervt ihn wohl, immer auf diesen, seinen größten erfolg, angesprochen zu werden.

es wäre schade darum. millionen menschen haben wohl schon berauschend schöne momente mit dieser musik erlebt. zb hörte ich diese scheibe einmal im zuge eines segeltörns als die sonne aus dem meer stieg, wind aufkam und der katamaran immer schneller über das spiegelglatte meer glitt - so was vergisst man nie wieder...

nun ist es also schon wieder mehr als 35 jahre her, dass diese großartige aufnahme entstanden ist, die vinyl-auflage zum jubiläum hat eine weile auf sich warten lassen.

aber jetzt gibt es sie wieder, die legende, die vermutlich schönste und berührendste solo-piano-platte aller zeiten.

sie klingt noch durchhörbarer als das original, da ist gute arbeit beim mastering geleistet worden. die angesprochene heiterkeit im publikum ist deutlicher wahrzunehmen, auch jarrett's mitwimmern ist klarer und abgegrenzter zu hören.

selten trifft das attribut "must have!" so zu wie hier!
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am 13. September 2013
Ich habe diese CD für wenig Geld bei Market-Place erstanden, und freue mich dieses einmalig schöne Konzert, dass ich viele Jahre auf Vinyl hatte nun endlich auf CD zu haben, denn meinen Plattenspieler habe ich (leider)= schon vor Jahren abgeschafft. Ein Zeitlos schönes Konzert, dass wohl jeder in meinem Alter kennt und liebt.
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am 24. Juni 2016
Hatte schon die LP. CD ist i.O. - zum Inhalt etwas zu sagen hieße ja wohl Eulen nach Athen tragen zu wollen.
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am 10. April 2014
Ich bin ein Fan von Keith Jerret und bin natürlich auch von dieser CD nicht enttäuscht worden. Alles bestes, Danke
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am 23. September 2002
Der 24. Januar 1975, ein Konzert in der Oper in Köln. Eine Sternstunde, zu der es fast nicht gekommen ist, wie bei Ian Carr nachzulesen ist: Keith Jarrett war am Tag zuvor noch in Lausanne und hatte die Nacht praktisch nicht geschlafen. Am Morgen fuhr er zusammen mit Manfred Eicher im Auto den langen Weg nach Köln ohne Pause. Im Hotel angekommen, hängten sie erschöpft in der Lobby herum und warteten auf die Konzertveranstalterin. Alles sei in Ordnung, meinte sie, nur das Piano. Kein Steinway war vorhanden, dafür gab es zwei Bösendorfer in der Stadt. Aber zuerst wurde der schlechte Bösendorfer angeschleppt, weshalb der andere herangeschafft werden musste. Danach versuchte Keith Jarrett ein Nickerchen zu machen, was misslang. Dann ging er mit Manfred Eicher in ein italienisches Restaurant, wobei alle anderen zuerst bedient wurden. Etwa 15 Minuten bevor er im Konzertsaal sein sollte, kam das Essen, das er runterschlingen musste. So ging Keith Jarrett auf die Bühne, immer im Gedanken nicht einzuschlafen, und spielte das Konzert, das in die Jazzgeschichte eingehen sollte.
Die ersten zwei Sekunden sind für sich allein schon genial, aber durch diesen Anfang wird man richtig hineingezogen und folgt gebannt dem 1. Teil der Klavierimprovisationen von Keith Jarrett. Part IIa beginnt relativ lebhaft, wird zusehends bedrohlicher, bevor die Musik plötzlich bei 7:57 ins Nichts ausklingt, wie wenn sich jemand auf eine Klippe zubewegt und am Abgrund unvermittelt stoppt und inne hält. Bei Part IIb verfällt Keith Jarrett nach einem melodischen Effort bei 6:10 plötzlich in eine repetive Minimal Music-Phase à la Philip Glass, ausruhend, um danach den melodiösen Faden wieder aufzunehmen. Negativ kann man zu diesem Konzert einzig bemerken, dass es schon fast zu schön und zu perfekt ist.
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am 14. März 2012
Ist zum "Köln Concert" alles gesagt? Eigentlich ja. Die Widrigkeiten des Konzertabends, das falsche Klavier mit den eingeschränkten Spielmöglichkeiten, die Unpässlichkeiten des Meisters, die Beschwörungen der blutjungen Veranstalterin, Jarrett zum Spielen zu bewegen, die sehr weit vorgerückte Stunde usw. Zusammen mit dem unglaublichen kommerziellen Erfolg der Platte sowie der jahrelangen Weigerung Jarretts, die Musik transkribieren zu lassen, leistet all dies Vorschub zur Mythenbildung: "The Köln Concert" ist legendär, zweifellos. Und am "Köln Concert" wird vieles gemessen, was Jarrett sonst noch eingespielt hat, live und im Studio, mit diversen Jazz-Gruppierungen, solo an verschiedenen Instrumenten usw. usf. Natürlich sind diese Vergleiche sehr fragwürdig, weil eben die musikalischen Ansätze jeweils höchst unterschiedlich sind. Aber viele Musikfreunde haben eben nur oder fast nur diese eine Jarrett-Scheibe im Regal und setzen alles, was sie sonst von ihm hören, in Bezug zum "Köln Concert". Tja.
Dabei ist "The Köln Concert" weder die beste Solo-Live-Einspielung noch besonders repräsentativ. Die drei Stücke sind außergewöhnlich gut, keine Frage. "Part I" enthält zahllose ohrwurmtaugliche Passagen, dazu viele sehr harmonische, melodiöse Stellen und einen fantastischen Schlussteil. Auch die "Part IIc" genannte Zugabe ist von beeindruckender Eleganz und Zärtlichkeit. Und der erste Teil des zweigeteilten "Part IIa/b" ist der "jazzigste" seiner Solo-Live-Veröffentlichungen, während der zweite Teil eher träumerisch-verspielt klingt. Dennoch bleibt meiner Ansicht nach das Kölner Konzert hinter den "Sun Bear Concerts", hinter dem "Vienna Concert" und dem "Paris Concert" etwas zurück, was vermutlich unter anderem tatsächlich daran liegt, dass er auf dem zur Verfügung gestellten Flügel eben doch zu sehr auf die Mittellagen beschränkt war. Oh, du schöne Legende...!
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am 13. Februar 2007
Es gibt eine interessante und unbekannte Hintergrundgeschichte zu diesem legendären Konzert, die mir einmal die damalige Veranstalterin erzählt hat. Jedes Wunder hat einen Mythos, in dem es erzählt wird.

Jarrett kommt am Tag des Konzerts in die Kölner Oper um den Flügel und die Akustik zu prüfen und findet ein Instument vor, das den Ansprüchen des Meisters gar nicht entspricht. Er weigert sich darauf zu spielen und so versucht man unter Zeitdruck einen geeigneten Flügel zu organisieren. Dieser, in der Oper angekommen, ist allerdings nicht durch die Türe zu bringen. Jarrett, ganz nervöse Diva, will daraufhin das ganze Konzert kurzerhand absagen. Im Taxi, auf dem Weg ins Hotel, gelingt es unter Tränen besagter Veranstalterin Jarrett umzustimmen. Der Ausfall des Konzerts wäre für sie eine Katastrophe gewesen. So läßt sich der Pianist also erweichen und meint zu ihr: "Aber ich spiele heute nur für dich."

Also spielt er an jenem Abend dieses Konzert, das heute längst zum Klassiker der Jazzimprovisationen geworden ist.

Und ich vermute, gerade weil Keith Jarrett in seinem Perfektionismus dieses Konzert und diese Aufnahme bereits abgeschrieben hatte, konnte er so frei und ungehemmt aufspielen. Der Flügel klingt in der Tat recht hart und blechern, aber für dieses Konzert mußte alles so sein - auch der schlechte Sound des Instruments!

Man lernt daraus, daß manchmal gerade aus dem Unperfekten das Wunder des Augenblicks hervortritt und zur Vollendung führt. Und ein Wunder ist The Köln Concert fraglos für den der Hören kann.
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am 12. Mai 2003
Über viele Jazz Cds kann man was schreiben und als Laie, so wie ich, möchte man das zumindest glauben. Man kann über Melodien, Akkordwechsel, Rhythmen, Skalen, Stimmung, etc. schreiben. Doch was soll man zu einer Musik sagen, die aus dem Nichts entstanden ist und all das Genannte irgendwie beinhaltet, aber irgendwie auch nicht. In der linken Hand werden in einem Moment chorale Akkorde angespielt, wenn auf einmal die rechte Hand mit einem zierlichen Lauf das Vorherige auflöst, sich die rechte Hand dann entschließt die rechte Hand mit einem Tremolo zu unterstützen, aber die linke Hand dann wieder zu einer ganz anderen Melodie mit einem ganz anderem Rhythmus aufbricht. Und das alles in 10 Sekunden. Eine einmalige CD. Man kann schon nicht mehr sagen, es sei klassisch angehauchter Jazz. Es ist die personifizierte Musik, die aus dem Nichts hervortritt. Aber jetzt habe ich doch den Fehler begangen diese Cd in Worte zu fassen zu wollen.
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