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Kundenrezensionen

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am 19. Mai 2016
Als Kinder der 1970er hatten mich meine Eltern lange vom Buch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ferngehalten, weil sie Angst hatten, schon das Lesen würde uns in eine Welt ziehen, der wir nicht mehr entkommen können.

Christiane F. ist noch immer in dieser Welt und hat aus der Perspektive im Rückblick nun wohl schwer krank (Leber) ein Buch verfasst. Sie schönt vermutlich vieles, es ist kein ehrliches Buch, sie ist immer noch das Opfer. Das Buch ist sehr egozentrisch und teilweise sehr unglaubwürdig. Sie sieht sich selbst mit Promistatus und nennt sich in einem Atemzug mit Nena und David Bowie - denen sie in den USA bzw. Deutschland zum Durchbruch verholfen haben möchte. Es zeigt eine z.T. eiskalte und unreflektierte Frau, die vom griechischen Liebhaber schwanger wird und das Kind abtreiben lässt - sie war angeblich nicht aufgeklärt, daher konnte sie nichts für diese Schwangerschaft. Und das Sorgerecht für ihr Kind verliert sie, nachdem sie völlig unmotiviert mit dem Kind in die Niederlande zieht - sie ist dann zurück im Drogensumpf, weil sie angeblich nicht wusste, dass das verhinderte, dass sie das Sorgerecht bekommt?

Sorry, aber das Buch strotzt nur vor Unwahrheiten, Halbwahrheiten und Schönfärbereien. Die erwachsene Frau, die sich da offenbart, ist keinenfalls sympathisch.
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am 10. März 2015
Ich bin aufgewachsen mit Christiane F. - in der Schule war das Pflichtlektüre zu meiner Zeit. Demnach habe ich das Schicksal, das weitere Leben dieser Frau immer weiter verfolgt.
Dies Buch ist für mich enttäuschend. Mir wird einfach zuviel auf der Mitleidschiene erzählt. Es fehlt die Einsicht einer süchtigen Frau, es fehlt die Selbstverantwortung.
Immer wieder wird betont, dass sie das "Christiane-F.-Ding" gern hinter sich lassen möchte, trotz allem hat das Buch GENAU dies im Titel. Ein Widerspruch von dem die Autorin ganz gut lebt, sich aber auch ganz gern im Selbstmitleid badet.
Mich hat das Buch enttäuscht.
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am 4. Februar 2014
Von "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" war ich ein Riesen-Fan. Habe es mehrmals gelesen und fand es super. Deshalb habe ich auch dieses Buch gekauft, weil mich ihr Leben interessiert hat.
Dieses Buch war jedoch eine herbe Enttäuschung.

Die komplette Geschichte ist nicht chronologisch. Sie erzählt wirr durcheinander, mal ist ihr Junge 9-jährig, dann hat sie wieder kein Kind und im nächsten Absatz hat sie wieder eins und da ist es dann schon 12-jährig
Sie erzählt von Hund A, in der nächsten Geschichte erzählt sie von Hund D und man überlegt, ob das jetzt vorher oder nachher war. Dann schreibt sie, dass sie zur Zeit X seit längerem Clean war und im nächsten Satz steht "... zu dieser Zeit war ich schon wieder seit einiger Zeit im Drogensumpf". Und man sitzt vor dem Buch und fragt sich, wann denn das jetzt passiert ist. Am Anfang habe ich jeweils zurück geblättert weil ich dachte ich sei beim Lesen unaufmerksam gewesen. Dann habe ich aber bemerkt, dass diese Gedankesprünge wirklich so im Buch sind, dass es nicht am Leser liegt. Habe mir dann vorgenommen, einfach zu lesen, ohne wissen zu wollen was wann war, aber der Unterhaltungswert hat darunter enorm gelitten. Diese zusammenhanglosen Erzählungen habe ich als sehr mühsam und auch nicht sehr interessant empfunden.

Mir kam es vor, als ob sie alle wirren Gedanken einfach mal zu Papier gebracht hat und der Leser kann dann selbst schauen was er damit anfangen soll. Wenn es nicht in der Mitte des Buches noch um den Zürcher Platzspitz gegangen wäre, hätte ich aufgehört zu lesen. Ich wollte das Buch gerade endgültig zuklappen und aufhören, als dieser Teil kam. Da ich in der Nähe aufgewachsen bin, hat mich das interessiert und deshalb habe ich weitergelesen und danach war es nicht mehr viel, deshalb habe ich mich noch durch gekämpft. Wirklich empfehlen kann ich das Buch aber nicht. Mich hat es sehr enttäuscht und ich würde es auf keinen Fall mehr lesen.
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am 20. Januar 2014
Da hat wohl jeder, der Ende der 70er, bzw. in den 80ern mit "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" groß wurde drauf gewartet: Wie ging es mit Christiane weiter. Hier die Antwort - oder doch nicht?
Dieses Buch ist jedenfalls so absolut nichtssagend, dass man nicht weiß, ob man die Antwort nachher kennt. Das Buch ist eine Mischung aus Selbstdarstellung, Selbstmitleid und dem Versuch, noch mal Geld zu machen. Unglaublich, wie vielen Künstlern Christiane F. zum Erfolg geholfen hat. Die Einstürzenden Neubauten würde heute kein Mensch kennen, wenn sie ihren Freund Klaus nicht gebeten hätte, die Band unter Vertrag zu nehmen. Und Nenas "99 Luftballons" wäre in Amerika kein Hit geworden, wenn sie dem Radiomoderator nicht ein Mixtape mit ihren Lieblingsliedern gegeben hätte, auf dem eben dieses Lied drauf war. Glaubt Frau Felscherinow DAS wirklich? Sie kennt sie ja alle, Depeche Mode, Nina Hagen, Billy Idol, Abwärts, Nick Cave, Campino usw. usf. Was für eine tolle Frau - vorsicht Ironie!
Das Buch sagt eigentlich nur zwei Dinge: Schaut mal wie toll ich bin und mir ist ja so übel mitgespielt worden.
Es handelt sich um eine Autobiografie, da muss man davon ausgehen, dass das geschriebene der Wahrheit entspricht, aber ganz ehrlich, beim Lesen habe ich des Öfteren mit dem Kopf geschüttelt, da ich teilweise wirklich meine Probleme hatte, zu glauben, was da steht. Demnach müsste Christiane F. eine so unglaubliche Berühmtheit sein, weil sie alles und jeden kennt und die Reporter niemals aufgehört haben, ihr die Bude einzurennen, sie immer wieder ausfindig gemacht haben, in all den Jahren. Alle wollten nur sie, es klingt einfach alles so maßlos übertrieben. Vielleicht macht der Schreibstil das ganze auch etwas unglaubwürdig, denn manchmal liest es sich so, als hätte ein Teenager gerade seinen Debütroman rausgebracht. Vom Schreibstil einer über 50jährigen ist das Buch jedenfalls weit entfernt.
Ein Buch, das bestimmt ganz viel Potential hatte, als die Idee aufkam, das weitere Leben von Christiane F. zu erzählen - in dieser Form ist es jedenfalls so überflüssig wie ein Kropf!
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am 26. Oktober 2015
Der erste Bestseller umfaßte einen Zeitraum von etwa vier Jahren. Dieses Buch hingegen deckt einen Zeitraum von über 30 Jahren ab und braucht dafür weniger Seiten ...

Nicht chronologisch erzählt, durchaus interessant, selbstverliebt und mit doch einigen Füllern Dritter.

Meine Stimmung kippte beim ersten Buch nach ca. 2/3 gegen die Protagonistin. Schuld hatten immer die Anderen, Mangel an Selbstverantwortung kotzt mich an. Mir imponieren die, die aus nicht so gutem Elternhaus stammen, daraus kommen wollten und entsprechend ihren Möglichkeiten aus sich gemacht haben, was sie heute sind. Detlef z.B. fährt Bus für die BVG.

Hätte Christiane damals die Autoren nicht kennengelernt, wäre sie ohne finanzielles Polster durch die nächten 30 Jahre gegangen, die sie hier schildert. Und auch hier ist die schlimme Welt für ihr Schicksal verantwortlich. Eigenverantwortung? Fehlanzeige!

Es ging wohl das Geld aus, so dass dieses Buch geschrieben werden musste. Ich empfehle dieses Buch jedem der wissen möchte, wie dumm ein Mensch sein kann, sein einmaliges irdisches Dasein auf diese Weise zu verschwenden.

Traurig, sehr traurig....
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am 5. Januar 2014
Wir alle erinnern uns:
Christiane F. wurde zu ihrer Oma auf's Land verfrachtet.... und das Buch, bzw. der Film "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" endete
mit dem Bild einer verschneiten Landschaft. Eine traurige Geschichte, knallhart, fesselnd, einfach zum Heulen !!
Jahrzehntelang haben wir uns dann gefragt: Was macht die heute ? Lebt die eigentlich noch ?

Und doch, plötzlich ein Lebenszeichen: Sie erzählt ihre Lebensgeschichte weiter, und wie....
Christiane F erzählt in diesem 2. Buch, wie es nach "WKVBZ" weiter ging, insgesamt möchte ich sagen daß sie doch eigentlich so
gut erzählen kann und dieses auch ganz gut zu Lesen sein müsste, aber weit gefehlt:

Zwischen ihren Zeilen finden wir Anmerkungen und Statistiken von der Co-Autorin, welche mich persönlich total störten,
da zu viel zu viele Zahlen genannt werden die sich eh niemand merken kann. Zu viel Laber-Rhababer, da neigt man eher dazu
das Ganze zu überfliegen. Was interessieren mich irgendwelche Statistiken ?

Insgesamt finde ich dieses Buch leider ziemlich unstrukturiert und nicht gerade gut zusammenhängend geschrieben, denn
die Chronologie passt hinten und vorne nicht. Eine Biographie sollte in dieser Hinsicht schon Chronologisch korrekt
geschrieben sein, selbst wenn sie in Kapitel unterteilt ist.
Die Autorin kommt auch oft von Höcks'chen auf Stöcks'chen, wie man bei uns so schön sagt, und das kann dann schonmal
stinklangweilig werden.
Dazu kommt dann noch die seitenweise Behauptung, sie und ihre Wohnung würden stets überwacht werden,
also da frage ich mich wirklich, was das soll. Kommt sich die Autorin wirklich so wichtig vor, oder ist
gar die NSA mit im Boot ? :-)

Auch an Wiederholungen mangelt es leider nicht in dem Buch, so erwähnt sie doch immer wieder, dass sie seit Jahren von
den Tantiemen von "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" leben kann. Ehrlich - das ist mir relativ egal !
Da kann sie ja auch wirklich froh sein dass es so ist, dieses Werk allerdings wird das sicherlich nicht bringen.

Ich habe es mit Ach und Krach zu Ende gelesen und muss gestehen, es war leider kein Vergnügen, es war eher anstrengend
weil man oft zurückblättert, um nachzuschauen: Wie verdammt nochmal kommt die nun auf dieses Thema ?
Es war für mich einfach schwer zu lesen, nicht flüssig, leicht verworren. Sie scheint etwas neben der Realität zu sein, evtl.
liegt es ja an dem jahrelangen Drogenkonsum, ich weiss es nicht. Jedenfalls kommt das Buch so etwas rüber wie:
"Hallo, hier bin ich wieder, ja - ich lebe noch, ich habe genug Geld, ich fixe immer wieder mal, ich liege niemandem auf
der Tasche, ich kenne eine Menge Promis, mann das war ne geile Zeit, und weiter geht's."

Man muss wirklich anmerken daß sie vorgibt, eine Menge Promis zu kennen - wofür ? Das macht das Buch keinesfalls
interessanter, eher das Gegenteil ist der Fall; es klingt nach Angebe und es nervt tierisch.

Während ich das Buch und auch den Film "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" für eine absolute Meisterleistung halte, muss ich zu
diesem Buch leider sagen daß ich das hier gar nicht so empfinde. Dieses betrifft weniger die Handlungen, sondern eher die
Aufarbeitung des Erlebten, das hätte man alles viel schlüssiger und knackiger rüberbringen können.
Für ein Buch dieser Preisklasse, welches bei mir so schlecht ankommt, kann ich leider nur einen Stern vergeben,
weil es mich sehr ärgert dass ich es so teuer gekauft habe.

Ich habe schon sehr viele Bücher gelesen und vorwiegend mag ich Biografien, aber dieses hier finde ich nicht gut.

Persönlich tut es mir wirklich für Christiane F. von Herzem leid, daß sie ihre Sucht bis heute nicht besiegt hat.
Letztendlich vertrete ich nach dem Lesen dieses Buches jedoch die Meinung, daß es ihr ganz stark an Disziplin fehlt,
und eine ganze Menge weniger Egoismus würde ihr mal ganz gut tun !
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am 17. März 2014
Im Gegensatz zum 1.Buch der Autorin ("Wir Kinder vom Bahnhof Zoo") extrem langweiliges, schlecht geschriebenes Buch.
Wahllose Aneinanderreihung willkürlicher Begebenheiten.
Absolute Enttäuschung!
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TOP 100 REZENSENTam 13. Oktober 2013
Das Buch ist sehr ehrlich, offen und informativ - auch wenn es chronologisch etwas durcheinandergeht - aber im Leben von Christine F ist ja auch so einiges durcheinandergegangen.

Das erste Kapitel handelt von ihren Jahren in Griechenland in den 80iger Jahren. Es war die schönste, Zeit in ihrem Lehren, wie sie selbst sagt. Denn sie hatte dort viele Freunde, war finanziell sorgenfrei, weil sie bequem von den Tantiemen ihres berühmten Buches leben konnte.

Das zweite Kapitel springt dann in das Jahr 2008 und ist das totale Kontrastprogramm zu ersten. 2008 war für sie ein absoluter Tiefpunkt, als das Jugendamt ihren Sohn wegnahm. Den liebte sie über alles. Zitat: Der Junge tat mir einfach gut, ich wurde durch ihn ein besserer Mensch." Als man ihn ihr wegnahm, brach für sie eine Welt zusammen. Zitat: "Ich wollte nicht mehr leben. Ich habe so schlimm geheult, dass ich wochenlang zuhause bleiben musste". Die Medien stürzten sich auf ihre Verzweiflung, um daraus Kapital zu schlagen. "Christine F zurück im Drogensumpf" war eine der Schlagzeilen damals.

Im nächsten Kapitel erfolgt dann wieder eine Rückblende. Es heißt "Mythos Christine F" und schildert nochmal aus ihrer Sicht, wie sie damals als 14-jahrige in Berlin drogenabhängig wurde. Die Geschichte dürfte den meisten durch das Buch und den damaligen Film schon bekannt sein. Es gibt aber doch manches interessante Detail. So wollte ihr berühmtes Buch kein etablierter Buchverlag veröffentlichen. Kinderpornografie und Heroinsucht sind Randthemen, urteilten die Lektoren. Schließlich versuchte es der STERN, der zuvor schon in seinem Magazin über sie berichtet hatte selbst mit einer Miniauflage von 5000 Stück. Und dann wurde das Buch zum Selbstläufer. Der STERN kam mit dem Drucken nicht nach und sie selbst wurde ziemlich reich. Zitat: "Als ich 18 Jahre alt wurde, erhielt ich Zugriff auf ein Konto mit 400 000 Mark."

Die nächsten Kapitel beschreiben dann ihr weiteres Leben, welches einer Berg- und Talfahrt glich. So gibt es Höhen, wie die erwähnten Jahre in Griechenland aber auch absolute Tiefen wie einen Gefängnisaufenthalt in der JVA Berlin-Plötzensee. Das letzte Kapitel kommt wieder in der Neuzeit an und beschreibt ihre derzeitige Situation. Ich fand dieses Kapitel am intensivsten. Teilweise macht es sehr nachdenklich anderseits aber auch ein wenig Hoffnung. Hoffnung deshalb, weil sie ihren geliebten Sohn jetzt wieder öfter sehen kann, sie mit seinen Pflegeeltern gut klarkommt, und ihn dort in guten Händen weiß. Betroffen macht das Kapitel, weil sich Christine F keine Illusionen macht, was ihre eigene Zukunft angeht. Zitat: "Wenn es soweit ist, dann ist es einfach soweit: Wenn meine Leber versagt, wird mein Blut nicht mehr gereinigt. Dann werde ich am Gift sterben. Immerhin, wer hätte gedacht, dass ich 51 Jahr alt werde? Viele meiner Träume sind geplatzt. Aber es ist noch nicht vorbei."
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am 25. Oktober 2013
Man liest es ja aus den vielen anderen Rezensionen hier schon heraus: Das Buch polarisiert und ist scheinbar schwer zuzuordnen und zu bewerten.
Auch ich bin mit dem "Mythos Christiane F." aufgewachsen; sowohl das Buch, als auch den Film, habe ich mir jeweils bestimmt ein Dutzend mal zu Gemüte geführt. Immer schwankend zwischen völligem Grauen und heimlicher Faszination. So, wie es eben vielen anderen außer mir auch ging.
Aufmerksam gemacht durch den (vor)letzten STERN habe ich mir nun auch das "Zweite Leben" gekauft. Es ließ sich auch - wie schon die "Kinder vom Bahnhof Zoo" - recht zügig lesen. Ein gewisser Spannungsfaktor (wenn man es mal so nennen möchte) liegt dem Buch sicherlich zugrunde.
Und trotzdem bleibt am Ende ein ziemlich fader Beigeschmack - eben auch so, wie es viele Leute hier beschreiben.
Was ist passiert? Habe auch ich einfach mehr von dem zweiten Leben erwartet? Wollte ich Antworten auf viele ungeklärte Fragen aus Christiane F.s Vergangenheit? Wollte ich den "Kick" von weiteren Drogenberichten?
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht so genau. Vielleicht wollte ich einfach nur die spannende Lebensgeschichte einer Anti-Heldin meiner Jugend weiterverfolgen. Leider musste ich aber feststellen, dass nicht nur ich älter geworden bin, sondern dass auch die Protagonistin von damals heutzutage bereits die Fünfzig hinter sich gelassen hat. Und was ist geblieben? Eine recht wirre, an vielen Stellen ins Belanglose abdriftende Geschichte, die mich irgendwie "unbefriedigt" zurückgelassen hat. Sorry...ich kann es einfach nicht anders ausdrücken. Die vermeintlichen Sympathien, welche man für die Junkiebraut vom Bahnhof Zoo damals hatte, werden durch den zweiten Teil - bei mir jedenfalls - ziemlich heruntergeschraubt.
Ich wünsche Christiane F. einen schönen, möglichst schmerz- und drogenfreien Lebensabend. Der Wunsch nach einem dritten Buch ist nach dem "Zweiten Leben" jedoch verpufft...
Knappe drei Sterne.
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am 1. März 2014
Entweder war die Autorin etwas wirr oder Frau F. war während des Interviews zugedrönt und die Autorin musste Puzzleteile zu einer halbwegs vernünftigen Geschichte zusammenfügen. Jedenfalls sind die Gedankensprünge enorm.

Sehr haarsträubend finde ich die Meinung der Autorin, Drogen wie Heroin zu legalisieren, damit der Reiz und die Faszination daran verloren ginge. Anscheinend hat die Autorin das 1. Buch und das dahinter stehende Drama ebenfalls nicht verstanden.

Im 2. Drittel des Buches wird sehr deutlich dass Frau F. unter Verfolgungswahn leidet. Sie glaubt ihre Mutter hätte Leute angeheuert, welche in Nachbarswohnungen leben, ihre Wohnung sei verwanzt ect. Diese Leute stehlen ihr hin und wieder etwas oder verstecken es, um sie verrückt zu machen.
Ihr Sohn mit 6 Jahren übernahm allmählich diese Paranoia - weswegen ich nachvollziehen kann warum man ihn besser in die Obhut von Pflegeeltern gab. Fast schon etwas spät.

Jedenfalls lassen mich ihre Wahnvorstellungen äusserst an dem Rest ihrer Geschichten und Aussagen zweifeln, in welchen sie mit Campino in einer WG gelebt haben soll, an Nena's Durchbruch in den USA durch Zufall beteiligt gewesen sein möchte und angeblich mit Loriot befreundet gewesen war.
Das alles hatte ich erst für bare Münze genommen - es wäre ja durchaus möglich gewesen - glaube ich nun aber nicht mehr.
Eher könnte ich mir vorstellen, dass sie, diese Personen im Dilirium gerade im Fernseher sehen sah und so diese Geschichten entstanden.

Wie man liest: Ich bin etwas verärgert über dieses Buch.
Vor ca. 8 Jahren sah ich Frau F. im Fernsehen...ich glaub auf Spiegel TV (?)...sie sagte damals dass sie im Methadonprogramm sei. Ich hatte geglaubt sie hätte es wirklich versucht und begriffen - ich hatte nicht erwartet dass ihr Leben so weiter ging....dass sie NIE wirklich aufgehört hat zu fixen.

Ausserdem wird meines Erachtens der Lehreffekt des 1. Buches zunichte gemacht - eben mit Aussagen diese Drogen zu legalisieren oder dass sie nichts schlimmes daran finden kann, dass sie auf dem Babystrich war...usw
Stattdessen heisst es die böse Gesellschaft, welche diese Randgruppen nicht mehr aufnehmen und ...böse böse...dass die Gesellschaft ihre Kinder nicht mit ihrem Kind spielen lassen - Angst haben vor AIDS und Hepatities.
Ja sorry.

Die Pseudopsychologische Einschätzung der Autorin über Christiane F. ist oberflächlich und lächerlich.
Ihre Ausführungen über Statistiken sind langweilig und etwas am Thema vorbei - ich hatte eine Biografie erwartet und keine Lehrstunde über Behörden und Statistiken.

Im 1. Buch wurde ein abscheckendes Beispiel gezeigt und alles auf den PUNKT gebracht.
Sehr verständlich, besonders abschreckend für uns - junge Menschen.
Ich weiß nicht was dieses 2. Buch aussagen soll - ich befürchte das weiß die Autorin wohl selbst nicht - na wenigstens bekommt Frau F. weitere Tantieme.
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