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TOP 1000 REZENSENTam 17. September 2013
Die Leser von "Der Drachenläufer" und "Tausend strahlende Sonnen" haben lange darauf gewartet, auf das neue Werk von Khaled Hosseini. Als ich es im Italienurlaub sah, musste ich mir gleich die italienische Kindle-Fassung besorgen, denn in deutsch erscheint Hosseinis Buch erst im September. Und ich wage es zu behaupten, dass es diesmal die Geister, bzw. die Geschmäcker, scheidet. Es reicht nicht an seine Vorgänger heran, was die Tragik des Geschehens betrifft. Trotzdem hatte ich persönlich fast bis zum Ende eine 5-Sterne-Wertung in Sicht, die ich dann aber doch auf vier Sterne reduzieren musste. Warum ? Es bleibt ein weißer Fleck.

Zuerst einmal zum Buch im allgemeinen. Khaled Hosseini kann einfach nur wunderschön erzählen, in seinen Worten liegt soviel Poesie, dass es ein Genuß ist, seine Bücher zu lesen. Er beschreibt seine Protagonisten nicht, er zeichnet sie.

Das Buch ist nicht chronologisch und auch inhaltlich nicht in strikter, logischer Reihenfolge aufgebaut. Nein, Hosseini springt. Und zwar sowohl was die zeitliche Chronologie betrifft, als auch was die Protagonisten betrifft. Für einen geübten Leser dürfte dies trotz allem kein Problem darstellen. Ich hatte beim Lesen einen Maler vor Augen, der ein Gemälde herstellt. Anstatt an einer Stelle anzufangen und von dort ausgehend weiterzumalen, fängt Hosseini mehrere Geschichten an. Als ob ein Maler links oben beim Gemälde anfängt, dann rechts unten etwas zeichnet, dann wieder irgendwo in der Mitte weitermalt. Mir war bewußt, alles fügt sich zum Schluß zu einem wunderbaren Gemälde zusammen. Und hier kommt der weiße Fleck ins Spiel. Mir fehlt etwas auf diesem Gemälde, für mich ist es, als ob ein weißer , unbemalter Fleck übriggeblieben ist.

Was ist dieser weiße Fleck?

Hosseini erzählt in seiner unnachahmlichen Art die Geschichte von Abdullah und Pari, zwei Geschwistern in Afghanistan. Abdullah ist 10 Jahre alt und Pari, seine Schwester, drei Jahre. Zwischen beiden herrscht eine abgöttische Liebe, denn da die Mutter von Pari bei ihrer Geburt starb, war es der damals siebenjährige Abdullah, der seine Schwester fütterte, wickelte, sich um sie kümmerte. Als Pari drei Jahre alt ist, werden die Geschwister getrennt.Diese Trennung wird das Leben beider für immer verändern. Über Generationen und Kontinente hinweg erzählt nun Hosseini Lebensgeschichten der verschiedensten Personen , die einmal mehr, einmal weniger mit Pari und Abdullah im Zusammenhang stehen. Und das über einen Zeitraum von ca.60 Jahren. Einmal ist es die Geschichte von Nabi, dem Onkel der beiden, einmal die Geschichte des Griechen Markos oder von Pari selbst. Jede dieser Lebensgeschichten ( teils tragisch ) findet auf dem angefangenen Gemälde seinen Platz und lässt es immer klarer und deutlicher werden, bis......das Gemälde fertig ist. Und bei all diesen Lebensgeschichten voller Emotionen fehlt mir ausgerechnet die Geschichte Abdullahs, nach der Trennung von Pari. Wie ist es ihm ergangen? Wie wurde er mit dieser Trennung fertig ? Es fehlen ca. 25 Jahre seines Lebens, von ihm liest man erst wieder als er veheiratet ist und eine Tochter hat, mit Namen Pari. Wie hatte sich sein Leben in der Zwischenzeit entwickelt? Dies ist der weiße Fleck auf dem Gemälde, von dem ich gesprochen habe und der mich veranlasst hat, einen Stern abzuziehen. Bei all den vielen Lebensgeschichten, die Hosseini hier in diesem Buch beschreibt, hätte ich mir einfach mehr über die Geschichte Abdullahs erwartet.

Ansonsten ein wundervolles, berührendes, emotionales Buch von Hosseini, das es wert ist, eine Jubiläumsrezension zu werden, nämlich meine 200.
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TOP 500 REZENSENTam 17. September 2013
Eingeleitet durch eine Art Gleichnis erzählt Khaled Hosseini die Geschichte des 10-jährigen Abdullah und der 3-jährigen Pari, zwei Geschwistern, die sich abgöttisch lieben. Ihre Mutter verstarb und der Vater hat mit einer neuen Frau eine Familie gegründet. Die Armut ist groß und der Winter steht vor der Tür. Irgendwie muss die Familie überleben. Dann begeben sich der Vater und die Geschwister auf den Weg nach Kabul. Zu Fuß durchqueren sie die Wüste und in der Hauptstadt angekommen erklärt sich der Sinn dieser beschwerlichen Wanderung. Pari muss bei einer wohlhabenden Familie bleiben, die sie als Tochter aufnimmt. Durch die Trennung leiden sowohl Pari als auch Abdullah. Pari wird zeit ihres Lebens das Gefühl nicht los, ein Stück von ihr würde fehlen, obwohl sie in der Annahme aufwächst, die Wahdatis wären ihre leiblichen Eltern.

Khaled Hosseinis Roman umfasst eine Zeitspanne von gut 50 Jahren und ist viel weiter gefasst, als die von mir angerissene Inhaltsangabe vorgibt. Eine Vielzahl von Themen und Personen werden von dem Autor in die Romanhandlung eingefügt. In jedem neuen Kapitel erzählt der Autor eine neue Geschichte, neue Personen kommen hinzu. Viele verfolgt man durch den gesamten Roman, andere verliert man aus den Augen. Leider gehört dazu auch Abdullah. Er tritt erst wieder am Ende des Buches in Erscheinung. Durch diese Wechsel wirkte "Traumsammler auf mich stellenweise ein wenig unruhig, aber sehr vielfältig.

Khaled Hosseini ist ein Meister des Fabulierens. Gekonnt verwebt er die verschiedenen Handlungsfäden, die anfangs scheinbar ohne große Berührungspunkte für sich stehen, sich zum Schluss jedoch zu einem harmonischen Ganzen fügen. Der Autor ist aber nicht nur ein brillanter Erzähler, ebenso meisterlich versteht er es, bei den Lesern Emotionen zu erwecken. Der Haupthandlungsort des Romans ist Afghanistan, aber als Leser folgt man den Protagonisten um die halbe Welt. Auch in diesem Roman zeichnet Hosseini ein sehr authentisch wirkendes Bild von Land und Leuten, Sitten und Gebräuchen.

"Traumsammler" ist in meinen Augen der bisher ruhigste Roman des Autors. Einige wenige Kapitel wiesen ein paar Längen in der Handlung auf. Am meisten aber bedauerte ich, dass Abdullah für lange Abschnitte aus dem Geschehen verschwand.

Trotz meiner kleinen Kritikpunkte ist "Traumsammler" ein Roman, den ich sehr gern gelesen habe. Immer wieder begeistert mich die Sprachmelodie in den Romanen Khaled Hosseinis, die sich auch in der Übersetzung von Henning Ahrens wiederfindet. Ich bin mir sicher, wer mit "Drachenläufer" und "Tausend strahlende Sonnen" tolle Lesestunden hatte, wird auch an diesem etwas ruhigeren Roman seine Freude haben.
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am 12. Oktober 2013
Große Freude- ein neues Buch von Khaled Hosseini! Und dann? Eine Geschichte, die ihren Ausgangspunkt- die Trennung zweier eng verbundener Geschwister völlig aus dem Blick verliert. Über viele hundert Seiten ist nur von der Schwester die Rede, der Bruder taucht erst am Ende wieder als dementer Greis auf. Dafür werden immer neue Personen eingeführt und deren Lebenswege, Charakter, Beziehungen ausführlich erzählt, ohne dass sie einen Bezug zu der eigentlichen Geschichte haben. (z.B. Thalia mit dem von einem Hundbiss zerstörten Gesicht)
Langsam wird man müde, sich auf immer neue Verhältnisse einzustellen,und auch ungeduldig, dass keine Zusammenhänge zu erkennen sind.
Schade, dass die Geschichte nicht besser konstruiert ist, denn Hosseinis Sprache zu lesen ist nach wie vor ein Genuss. Deshalb auch trotz allem drei Sterne.
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am 7. Mai 2014
Ich habe die beiden Vorgänger verschlungen und war restlos begeistert und emotional berührt beim Lesen.

Umso mehr freute ich mich auf dieses Buch und war leider, leider maßlos enttäuscht.
Es fängt gut an, wird dann aber zusehends verworren mit vielen vielen Nebenfiguren und Lebensgeschichten, die auch tw. gar nichts mit der eigentlichen story zu tun haben. Teilweise habe ich gar nicht mehr durchgeblickt wer nun wer ist und in welchem Verhältnis diese Personen zueinander stehen. Dauernd diese Zeitsprünge, es wird ständig hin und hergehüpft, verschiedene Personen, verschiedene Zeitebenen, verschiedene Länder. Man muss dranbleiben und "mitdenken", ich habe dies dann nicht mehr gemacht, da ich halt auch leider etwas gelangweilt war.
Die eigentlichen Hauptpersonen tauchen erst gegen Ende des Buches wieder auf und wie ich finde wurde das Ganze (die Geschichte von Pari und ihrem Bruder) auch sehr unbefriedigend abgehandelt.
Also ich habe mich ziemlich da durchgequält und hatte mir viel viel mehr erhofft. Sehr schade.
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am 7. Februar 2014
...kann zu einer Schlinge werden, die einen zu erdrosseln droht."

Zugegeben: Der Klappentext führt ein wenig in die Irre, denn das Hauptaugenmerk richtet sich nicht auf die getrennten Geschwister, obwohl sie beide das Gerüst bilden, das alles erst möglich macht.

Die Geschichten der Menschen, die sie treffen, mit denen sie leben, deren Leben sie tangieren - all das ist Gegenstand dieses Romans. Er führt uns aus dem kleinen afghanischen Dorf Shadbagh nach Kabul, nach Paris und auf die kleine griechische Insel Tinos, nach Indien und letztendlich in die USA. Es sind Kleinigkeiten, Feinheiten, Nebensätze, scheinbare Belanglosigkeiten - der Leser darf all das aufnehmen und sich selbst daraus einen großen Teppich weben.

"And the mountains echoed" heißt der Originaltitel. Was sich im Deutschen nur unglücklich übersetzen lassen würde, macht den Titel "Traumsammler" umso sinniger. Dieser Roman ist eine Sammlung gelebter und ungelebter Träume. Die Berge widerhallen ein und dieselbe Geschichte in vielen Facetten.

Kritiker werfen Hosseini vor, sich in nebensächlichen Figuren und Geschichten zu verlieren. Dem möchte ich hiermit entschieden widersprechen. Als Autor darf man Leser fordern und sie zum Mitdenken zwingen. Gerade die Intensität und Dichte der Charaktere jeden Kapitels ist es, die es mir nicht leichtmachten, sie ziehen zu lassen. Aber mit jedem Kapitel kam ich auch näher an die Vollendung dieses Puzzles.

Es ist der Dämon der afghanischen Legende, der Kinder raubt und sie nicht zurückbringt. Wer aber denkt, sie würden als Mittagsmahl enden, der irrt, denn Khaled Hosseini hat diese Geschichte nicht umsonst ganz an den Anfang seines Romans gestellt. Sie ist die Richtung, in die man lesen soll.

Diese Geschichte ist ein Flickenteppich, eine Patchworkdecke und ein Spinnennetz, in dem jeder Faden sorgsam mit dem nächsten verwoben ist. Für mich eine freudige Gelegenheit zur Spurensuche, des zwischen den Zeilen Lesens und des Kombinierens. Fragen nach Unterlassung, Schuld, Preis oder Sühne werden nicht beantwortet; der Autor überlässt die Antworten auf diese philosophischen Fragen wohltuend dem Leser.

Hosseinis Sprache passt sich an. Sie ist leuchtend poetisch, wenn es um sein Heimatland geht, sie ist sparsamer und farblich gedeckter in Paris. Auch wenn der Inhalt zumeist schwer ist, so bekam ich nie das Gefühl persönlicher Beklemmung, denn Hosseini hat die Fähigkeit, mit treffenden Worten und der hohen Kunst der Auslassung uns das Herz nicht schwer zu machen, sondern die Erkenntnis zu wecken, dass es das Leben ist, das gelebt werden will und manchmal auch muss. Der Roman ist gedanklich ausgereift, stilistisch wundervoll verschachtelt und durchdacht. Anfang und Ende treffen sich in den Zeitsprüngen.

"Traumsammler" ist ein Roman der Heilung - manchmal von äußerlichen Gebrechen, meistens sind es die seelischen. Das Fazit mag sein, dass es für viele Wunden einfach keine Heilung gibt, was uns nicht zwangsläufig zu unglücklichen Menschen macht.
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am 13. April 2014
Die Bestellung und der Versand von amazon verlief reibungslos.
Das Buch bietet als Hardcover-Variante ein tolles Design. Das Cover lädt schon zum Faszinieren ein, um was es wohl geht.
Vorab: dies war mein erstes Hosseini-Buch (aber auch vorweg genommen: es war nicht das letzte, zwei weitere sind bereits bestellt) und vor dem Lesen habe ich den Klappentext ignoriert. Ich wusste also überhaupt nicht, um was es ging.

Umso überraschter war ich, als das Buch nach einem ungewöhnlichen und fesselnden Anfang plötzlich eine Wendung nahm, mit der ich nicht gerechnet hätte. Jedes Kapitel erzählt eine andere Geschichte. Die Geschichten hängen wiederum miteinander zusammen, mal mehr, mal weniger, aber man findet immer den roten Faden. Die Figuren und die Bilder, die Hosseini hervorbringt, bringen einen zum Träumen und Nachdenken. Jede Geschichte und Figur hat seinen eigenen Charme.
Leider waren die Namen etwas schwer für das deutsche Gedächtnis, aber das machte die Sache noch interessanter, wenn man sich erst einmal erinnern muss, woher man den Namen nochmal kennt.
Das Ende ist sehr realistisch, aber überzeugte mich leider nicht komplett, da man einfach auf etwas anderes hofft. Auch gab es ein paar überflüssige Zeilen am Ende der letzten Geschichte, die in meinen Augen unnötig waren.
Trotzdem hat mich dieses Buch so sehr berührt, das ich es teilweise eine Weile aus der Hand legen musste, um durchzuatmen. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter, auch wer sich nicht bis zur Taschenbuch-Ausgabe gedulden kann (denn es ist toll verarbeitet, mit prima dicken Seiten und sehr gut zu lesen) und freue mich auf tausend strahlende Sonnen und Drachenläufer.
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am 16. Januar 2014
Die Geschichte erzählt von der traumatischen Trennung zweier Geschwister im Kindesalter, dem Verlauf ihres Lebens ohne einander und (man ahnt es schon) wie die beiden sich nach einem verlebten Leben wieder finden. Auch der Klappentext erklärt in etwa diesen Romaninhalt.
Und so beginnt man zu lesen und hofft sehr bald nah an die Geschichte zu gelangen, doch das Buch überrascht mit vielen kleineren und grösseren Nebengeschichten, die allesamt im Stil des Autoren in einem warmen, poetischen und verspielten Erzählton gehalten sind, so dass man schon fast den Wüstenwind auf der Haut spürt. Manche dieser Geschichten thematisieren die Würde der Bescheidenheit und der Armut, sie erzählen von wortloser Harmonie und von herzzerreissenden Tragödien jenseits des Vorstellbaren. Fantastisch und zauberhaft sind diese Geschichten, für leistungsorientierte und globalisierte Abendländer exotisch und anmutig, abschweifend und in andere Realitäten wegtragend.

Was mich am meisten fasziniert hat, ist die Beschreibung der Stimmungen in den Beziehungen der Romanfiguren. Da werden oft ganz feine Töne hörbar, der unsichtbare Grundcharakter einer zwischenmenschlichen Verbindung wird mit Worten auf den Punkt gebracht. Dabei handelt es sich hauptsächlich um familiäre Beziehungen. Da versucht zum Beispiel ein Sohn seiner ambivalenten Mutter einmal nahe zu kommen, und dies gelingt dann auch nach vielen Ängsten und Zweifeln. Es geht um diese Auseinandersetzung mit dem, was unmittelbar zwischen zwei Menschen geschieht mit all dem Geheimnisvollen und Unverstandenen.

Die Figuren im Roman setzen sich mit ihrem Leben auseinander, suchen die Erfüllung und den Lebenssinn. Sie greifen nach dem gewissen Etwas, das sich zwischen Leben und Tod ereignet und das Leben lebenswert machen könnte. Sie suchen, finden, scheitern und manchmal gelingt es ihnen auch. Hier ein kleiner Auszug von Hosseinis Traumsammler:
„Das rede ich mir jedenfalls ein. Ich nehme an, dass ich mich auch aus anderen Gründen für die plastische Chirurgie entschieden habe. Zum Beispiel wegen des Geldes, des Prestiges, des sozialen Status. Wenn ich Thalia zum einzigen Grund dafür erkläre, ist das vielleicht zu schön, um wahr zu sein, etwas zu einfach und zu naheliegend. “Ich habe in Kabul manches gelernt, vor allem jedoch, dass das menschliche Verhalten chaotisch und unvorhersehbar ist und sich in kein festes Raster zwängen lässt. Trotzdem finde ich Trost in der Vorstellung eines roten Fadens oder eines Musters im Leben, das eben so langsam Gestalt annimmt wie ein Foto in der Dunkelkammer oder in der Vorstellung einer langsam sich entfaltenden Geschichte, die das Gute, das ich immer in mir zu sehen geglaubt habe, zu bestätigen scheint. Diese Geschichte hält mich am Leben.

Und natürlich fehlt im Roman auch die ganz grosse Liebesgeschichte nicht. Sie bleibt natürlich unerfüllt, wird dafür aber umso poetischer und herzzerreissender beschrieben. Und zwischen diese Geschichten eingeflochten führt uns ein ganz feiner roter Faden an das Thema von Pari und Abdulla heran. Vor allem die Geschichte von Pari wird ausführlich erzählt, die von Abdullah kommt eigentlich zu kurz.

Die dazwischen nicht fehlenden Stimmungen und Fakten aus der kriegerischen Geschichte Afghanistans geben zudem das Lokalkolorit dieses Landes wieder. Diese Mischung aus Lebenssinnsuche, Familiengeschichte und afghanischer Realität hat mir ausserordentlich gut gefallen.
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am 28. Oktober 2015
Erster Satz des Buches
"Ihr wollt eine Geschichte hören? Gut, ich erzähle euch eine."

Nach Drachenläufer und Tausend strahlende Sonnen ist das wieder ein Meisterwerk. Abdullah muss mit ansehen, wie sein Vater seine geliebte kleine Schwester Pari verkauft. Das Schicksal der betroffenen Familien, sowie der Personen, die damit in Berührung kommen, wird meisterlich erzählt. Viele Schicksale, viele Länder, viele Charaktere..

Das besondere an dem Buch ist nicht der Kulturmix (Afghanistan, Paris, USA und die verschiedenen Zeiten) sondern die verteilte Erzählweise. Jedes Kapitel ist aus der Sicht einer anderen Person beschrieben, die mehr oder weniger in das Leben der beiden Hauptdarsteller involviert sind. Dadurch einsteht ein sehr differenziertes Bild der Ereignisse.

Für mich ein unterhaltsames, berührendes und gelungenes Buch.
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am 11. Januar 2014
Ich muss mich leider einigen meiner Vorredner anschließen. Nach wie vor eine wundervolle Art, Geschichten zu erzählen. Die verwobenen Geschichten am Ende zusammenlaufen lassen...aber halt...die eine Lebensgeschichte länger und ausführlicher, die andere...ich fragte mich zwischendurch:" Kommt da noch was?" Die Trennung der beiden Geschwister begann....und endete unausgeglichen.
Die Vorgänger "Drachenläufer" und "Tausend strahlende Sonnen" waren um Längen besser. Aber es ist und bleibt ein Khaled Hosseini...und wer die anderen beiden Romane gemocht hat, der sollte sich auch diesen nicht entgehen lassen. Vier Sterne für die zu kurz gekommene Geschichte des einen Geschwisterkindes...
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am 16. Januar 2015
Wie die anderen beide Romane von Khaled Hosseini, hat mich auch dieser Roman sehr bewegt! Sehr intelligent und spannend geschrieben,obwohl mich am Anfang die zu vielen Protagonisten gestört haben,so hat mich doch jede Lebensgeschichte gefesselt!
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