Jeans Store Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle WalkingOnCars festival 16

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
102
4,2 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:7,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 26. Februar 2015
Ich gebe zu, als ich dieses Buch von einer Freundin geschenkt bekommen habe dachte ich, bitte nicht schon wieder eine dieser Sherlock Holmes Adaptionen! Selten gut, meist enttäuschend! Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen den großen Meisterdetektiv, nein ich liebe diese Figur aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle, aber ich liebe eben das Original und nicht die Konserve. Nehmen wir z.B. die US-Serie „Elementary“, die gerade aktuell im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird, was hat dieser Sherlock bitte noch mit dem Original zu tun? Ein moderner Sherlock, auf Drogenentzug, als Berater des NYPD mit Wohnsitz Brooklyn – oh mein Gott, armer Sherlock!
Und so stand ich auch Annelie Wendebergs Romandebüt „Teufelsgrinsen“ zunächst etwas skeptisch gegenüber, dementsprechend lang blieb das Buch auch dann unbeachtet im Regal stehen. Doch als ich dann vor ein paar Tagen dazu Griff erlebte ich wirklich eine Überraschung. Bereits das Vorwort machte mich neugierig.

„Ich hätte nie gedacht, jemals etwas anderes als wissenschaftliche Artikel zu schreiben. Nicht, bis unsere Familie in ein Haus von 1529 zog. ….Versteckt unter Dachbodendielen, zwischen Schichten Lehm, Sand und Lärchennadeln, lagen ein Dutzend Bücher, gebunden in dunkles, rissiges Leder – Tagebücher einer außergewöhnlichen Frau.“

Mein Interesse war geweckt.

„Der Inhalt hat mich schockiert und beeindruckt. Ich wünschte, ich wäre jemals so mutige gewesen wie die Verfasserin. Ihren Wunsch, unerkannt zu bleiben, möchte ich respektieren. Darum vermische ich den Namen einer Freundin mit dem eines deutschen Bieres (Entschuldigung!) sowie dem letzten Teil meines Familiennamens und landete bei Anna Kronberg.“

Was war das, sollte Annelie Wendebergs Heldin etwa tatsächlich gelebt haben? Da half nur weiterlesen. Und so lernte ich nach und nach eine mutige junge Frau kennen, die in einer Zeit, in der es nur Männern gestattet war zu studieren, sich einfach die Haare abschnitt, Hosen anzog und Medizin studierte. Als sie eines Tages zu einem Cholera-Opfer ins Londoner Wasserwerk gerufen wird, trifft sie dort nicht nur auf eine Leiche sondern auch auf Sherlock Holmes. Schnell sind sich die beiden sicher, hier stimmt etwas ganz und gar nicht…

Mit Anna Kronberg hat Annelie Wendeberg Sherlock Holmes eine Partnerin an die Seite gestellt, die sich durchaus mit ihm messen kann. Und nicht nur das, sie belässt Holmes in seinem Original Umfeld, dem London des 19. Jahrhunderts, lässt ihm seine Eigenheiten und orientiert sich insgesamt sehr stark an der Vorlage von Sir Arthur Conan Doyle. Ein wirklich bis zur letzten Seite spannender, viktorianischer Krimi und ein gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Und ob es Anna Kronberg tatsächlich gab? Nun lest selbst!
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 29. November 2014
Die Deutsche Anna Kronberg hat in Leipzig Medizin studiert und lebt als Dr. Anton Kronberg in London. Die Maskerade ist notwendig, damit sie ihren Beruf ausüben darf. Sie arbeite als Bakteriologe am Guys Hospital. Als im Wasserwerk an der Themse ein Toter gefunden wird, der an Cholera gestorben ist, wird sie hinzugezogen. Dort begegnet sie zum ersten Mal dem Detektiv Sherlock Holmes. Mit seiner Hilfe kommt sie schon bald einem scheußlichen Verbrechen auf die Spur. Anhand der Fesselspuren an Händen und Füßen schließen sie darauf, dass der Mann absichtlich getötet wurde, in dem er in Kontakt mit Bakterien gebracht wurde.

„Teufelsgrinsen“ von Annelie Wendeberg ist der erste Band einer Reihe von Kriminalfällen bei denen Anna Kronberg ermittelt. Eines der Tetanussymptome ist titelgebend und führt den kennenden Leser direkt zum Thema der Ermittlungen, den ansteckenden Krankheiten Tetanus und Cholera. Das Buch spielt Ende des 19. Jahrhunderts und Anna Kronberg beziehungsweise ihr Alias Dr. Anton Kronberg kommt in ihren Forschungen der Entdeckung eines Impfstoffs näher.
Die Autorin spielt in ihrem Vorwort mit dem Leser, denn einerseits erklärt sie ihre eigene Intention zum Schreiben mit dem Speicherfund von Tagebüchern und andererseits beschreibt sie die Entstehung des Namens ihrer Protagonistin. Da der Krimi in der Ich-Form erzählt wird, hat nun der Leser den Eindurck als ob Anna Kronberg ihre Geschichte selbst niedergeschrieben hat. Annelie Wendeberg bringt ihren Roman mit sehr viel Hintergrundwissen zu Papier, hierbei ist sie ganz in ihrem eignen Metier.

Gleich zu Beginn lernt die Hauptfigur den berüchtigten Detektiv Sherlock Holmes kennen, mit dem sie in der Folge gemeinsam ermittelt. Sherlock Holmes wird seinem Ruf schnell gerecht, indem er Anton als das erkennt, was sie ist. Zwischen den beiden scheinen sich Gefühle zu entwickeln, die über den Fall hinausgehen. Im Laufe der Erzählung gehen beide Ermittler bis an den Rand ihrer körperlichen Kräfte. Mir wurde sogar ein wenig zu übertrieben, als denn noch ein unnötiger Mord durch einen der beiden geschah.

Neben der spannenden Fallermittlung nimmt die Autorin den Leser mit hinein in das London das viktorianische London zu der ärmsten Bevölkerung unter der sich Infektionskrankheiten aufgrund mangelnder körperlicher Hygiene am schnellsten verbreiteten. Diese Bevölkerungsschicht war oftmals gerne gegen eine geringe Entlohnung den eigenen Körper im Rahmen von Studien zur Verfügung zu stellen. Anna Kronberg kann zu dieser Zeit nicht die Frau sein, die sie gerne wäre. Sie selbst hat bereits eine Schmach erlitten und benötigt ihre Maskerade auch um dahinter Schutz zu suchen und ihr Selbstbewusstsein aufrecht zu erhalten. Ebenso wie Sherlock Holmes beobachtet sie genau, denkt logisch und kommt dadurch zu manchem überraschenden Ergebnis.

„Teufelsgrinsen“ ist auf eine interessante Art unterhaltsam und spannend zugleich. Auf weitere Bücher der Serie freue ich mich schon.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Oktober 2015
London, 1889: Anna Kronberg lebt ein Doppelleben. Öffentlich tritt sie als Dr. Anton Kronberg auf, angesehener Bakteriologe und Epidemiologie am Guy’s Hospital, denn als Frau ist es ihr nicht gestattet, zu studieren oder praktizieren. Bisher ist ihr ihr Versteckspiel gut gelungen, bis sie eines Tages zu einem Cholera-Toten im Wasserwerk gerufen wird. Dort angekommen macht sich schon der berühmteste Detektiv Londons ein Bild von der Lage – Sherlock Holmes. Ein kurzer Wortwechsel genügt und Anna weiß, dass er ihr Geheimnis entdeckt hat. Und obwohl sich die beiden nicht besonders grün sind, wollen sie mit vereinten Kräften das Mysterium um den unbekannten Toten lüften…

„Teufelsgrinsen“ ist der erste von mittlerweile vier Teilen der Reihe um Anna Kronberg. Anfangs lernt der Leser sie in ihrem Alltag kennen, erfährt, wie sie ihr Schauspiel meistert und welche Konsequenzen dies nach sich zieht. Dadurch, dass alles aus der Ich-Perspektive von Anna beschrieben ist, habe ich mich recht schnell zurecht gefunden und konnte mich als moderne Frau gut mit ihrem Dilemma identifizieren. Die Maßnahmen, die sie ergreifen muss, um ihrer Berufung nachgehen zu können, sowie die ständige Gefahr, die damit einhergeht, sind heutzutage beinahe unvorstellbar. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Anna im ersten Moment einen großen Schreck bekommt, als sie erkennt, dass Sherlock Holmes ihr Geheimnis entdeckt hat. Der hat zum Glück kein Interesse daran, die Ärztin zu enttarnen, sondern ist vielmehr hin- und hergerissen zwischen Erstaunen und Abneigung, was Annas herausragende und ihm ebenbürtige Intelligenz angeht. Diese dreht den Spieß nämlich kurzerhand um und analysiert den berühmten Detektiv ebenso wie er sie. Holmes passt das natürlich gar nicht und so entsteht der eine oder andere amüsante Schlagabtausch zwischen den beiden. Doch irgendwann merken sie, dass sie gemeinsam weiter kommen und tatsächlich kommt der Fall ab diesem Zeitpunkt so sehr ins Rollen, dass es gar keine andere Möglichkeit gibt, als dass Anna und Holmes die Lösung herausfinden. Spannung ist zu jedem Zeitpunkt gegeben und der flüssige Schreibstil trägt im Übrigen dazu bei, dass sich das Buch ruck zuck durchlesen lässt. Alle Schlussfolgerungen werden ausreichend dargelegt und medizinische Fachbegriffe einfach und umfassend erklärt, sodass ich auch keinerlei Verständnisschwierigkeiten hatte. Hier wird sehr realitätsnah aufgezeigt, in welchem Elend viele Londoner Ende des 19. Jahrhunderts gelebt haben. Es grassierten viele gefährliche Krankheiten, die bis dato nur ungenügend erforscht waren und für die es in der Regel keine Heilung gab. Annas Berufsstand war noch recht neu und war unter anderem mit der Forschung an Impfmitteln beschäftigt. Auch hierin gibt es einen kleinen Einblick, den ich als sehr interessant empfand.
Der Fall ist in sich abgeschlossen und stimmig gelöst, allerdings wird mit dem letzten Satz auf den Nachfolger „Tiefer Fall“ angespielt, denn Anna und Holmes wirbeln mehr Staub auf, als sie es zu Anfang vielleicht vermutet hätten.

Auch wer die originalen Sherlock-Holmes-Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle nicht kennt, findet hier einen spannenden Krimi im viktorianischen Zeitalter, der sehr authentisch wirkt und sich dich an der Figurenvorlage hält. Ich kann es nur absolut weiterempfehlen!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. August 2014
Inhalt:

Die aus Deutschland stammende Anna Kronberg lebt als eigentlich einzige Bakteriologin im viktorianischen London und muss sich, um ihren Beruf ausüben zu können, als Mann verkleiden. Dies funktioniert auch zuerst gut, auch wenn es eindeutig Probleme gibt ihre beiden Leben unter einen Hut zu bekommen. Anna ist eine Heldin, wie sie mir gefällt. Sie ist sehr modern, mutig und schreckt nicht davor zurück Opfer zu bringen, um ihren Traum zu leben. Es machte richtig Spaß ihr bei ihren Erlebnissen zu folgen, da sie sich von keinem Mann etwas sagen lässt und nur ihrem eigenen Kopf folgt. Dies ist wirklich eine gelungene Abwechslung, gerade in historischen Krimis. Ihr einziges Manko ist jedoch ihre Überheblichkeit, die gerade bei der Begegnung mit Watson zum Vorschein tritt. Sie soll damit vom Intellekt auf eine Stufe mit Sherlock Holmes gesetzt werden, das wäre zum einen nicht nötig gewesen, zum anderen hat dies Anna auf einen Schlag unsympathisch gemacht. Da dies nur eine kurze Szene war, konnte ich darüber hinwegsehen, aber gestört hatte es mich trotzdem. Auch Sherlock Holmes wurde im Großen und Ganzen gut getroffen und in der Beschreibung hat sich die Autorin stark an das Original gehalten. Jedoch hat mir die Interaktion zwischen diesen beiden Hauptfiguren überhaupt nicht gefallen. Vieles von den ursprünglichen Geschichten wurde einfach über den Haufen geworfen, um Holmes Umgang mit Anna plausibel erscheinen zu lassen. Mir hätte es besser gefallen, wenn er nur einen kurzen Auftritt bekommen hätte oder vollständig entfernt worden wäre, um den Fokus auf Anna zu setzten.
Die Geschichte selbst ist spannend, zwar nicht fesselnd, aber plausibel und gut durchdacht. Der Mix aus der Kriminalgeschichte und Annas Leben ist wirklich gut gelungen und auch die Auflösung des Falls hat mir gut gefallen. Zwischendurch wirkt das Buch etwas langatmig und schleppt sich nur so dahin, aber durch die kurze Seitenzahl lässt sich das durchaus verschmerzen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, gut zu lesen und zu der Zeit passend. Das Buch lässt sich durch seine Dicke in wenigen Tagen lesen.
Die Beschreibungen Londons hat mir überdies so gut gefallen, dass es eine eigene Erwähnung verdient. Die Autorin hat es geschafft sowohl die reichen Viertel, als auch die ärmeren Viertel anschaulich darzustellen und den Leser in das London dieser Zeit zu entführen. Außerdem bekommt man einen spannenden Einblick in die Krankheit selbst, sowie in Behandlung von Kranken und das Alltagsleben in Krankenhäusern.

Fazit:

Dies ist ein historischer Krimi, der im viktorianischen London spielt, eine Frau als Hauptperson hat, die sich als Mann verkleidet um als Arzt akzeptiert zu werden, außerdem taucht auch noch Sherlock Holmes auf und all das kommt in einer so hübschen Verpackung. Da kann doch gar nichts schiefgehen, oder? Tja, leider ist dies doch kein Geheimrezept für das perfekte Buch. Obwohl es viele Dinge gibt, die mir an diesem Buch gefallen, gab es ein paar riesige Minuspunkte, mit denen viel ruiniert wurde. Dies ist zum einen das Auftreten Sherlock Holmes, der leider einen viel zu großen Teil des Buches einnimmt und zum anderen, die unglaublich unnötige Liebesgeschichte (da ich nicht spoilern will, gehe ich nicht weiter darauf ein), die einfach nicht passt!
Desweiteren waren meine Erwartungen wohl zu hoch, weshalb mich das Buch leider enttäuscht hat. Ich werde, in der Hoffnung das es eine andere Wendung nimmt, auch den zweiten Band lesen, würde dieses Buch aber nur Leuten empfehlen, die gerne historische Krimis mit starken Frauenfiguren lesen, jedoch keine Sherlock Holmes Liebhabern sind.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Juni 2015
Die deutsche Anna Kronberg hat heimlich Medizin studiert und arbeitet jetzt als Anton Kronberg im Guys Hospital in London. Ihr Spezialgebiet ist die Bakteriologie.Aus diesem Grund wird sie auch zur Begutachtung einer Wasserleiche, die an Cholera gestorben zu sein scheint, in ein Londoner Wasserwerk gerufen. Anna ist nicht sie einzige, die den Toten in Augenschein nehmen soll. Auch Sherlock Holmes ist da. Er und Anna erkenne sehr schnell, dass der Tote zwar Cholera hatte, aber auch ein weiteres Verbrechen hinter seinem Tod steckt, denn der Mann hat Fesselspuren an Händen und Füßen.
Wurde er absichtlich mit Cholera angesteckt?

Fazit: "Teufelsgrinsen" ist der erste Band in dem Anna Kronberg ermittelt. Die Autorin, Annelie Wendeberg, hat mit ihr eine sympathische Ermittlerin erschaffen, die sich fachlich kompetent durch das viktorianische London schlägt. Anna lebt ihren Traum des Mediziner seins, heim, war es doch Frauen verboten, dies zu studieren.
Die Geschichte ist gut recherchiert und so toll geschrieben, so dass man sich in die Zeit zurückversetzt fühlt. Ich konnte Anna Zwänge und Ängste sehr gut nachvollziehen.
Genial ist für mich das Zusammentreffen mit Sherlock Holmes, der schnell merkt, dass in Anton eine Anna steckt. Beide, Holmes und Anna, sind hochintelligent und spielen sich in tollen Dialogen die Bälle einfach so zu. Dabei kommen sie sich Stück für Stück näher.

"Teufelsgrinsen" ist ein toller historischer Krimi, in dem auch die Probleme der damaligen Zeit mit in den Fall eingeflochten werden.
Sei es, dass Frauen mehr schönes Beiwerk, als selbständig waren und viele Krankheiten durch die damalige Hygienesituation entstanden sind.

Das einzig Überflüssig war für mich die Liebelei zwischen Holmes und Anna, die für mich nichts zur Geschichte beiträgt und somit nicht so recht ins Bild passt.

Von mir gibt es dafür 4 STERNE.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Juni 2015
Das viktorianische London wird von der Autorin sehr gut beschrieben und lässt den Leser in diese Zeit eintauchen.

Zu der damaligen Zeit war es leider gang und gäbe, dass an Obdachlosen bzw. den Ärmsten der Armen medizinische Experimente durchgeführt wurden. Dieses Thema wurde von der Autorin meisterhaft aufgegriffen und in einen spannenden Krimi verwandelt.
Daher hat mir auch gefallen, dass das Robert-Koch-Institut erwähnt wird, da dieser Dr. Robert Koch damals (wie heute) einer der bedeutendsten Mikrobiologen war und auch solche Experimente durchgeführt hat.
In diesem Krimi werden also medizinische Geschichte und Fiktion gekonnt vermischt.
Ebenso hat die Autorin das Wesen Sherlock Holmes gut eingefangen und wiedergegeben - seine Art zu analysieren, zu reden und auch seine Geige wird nicht vergessen.
Die Hauptprotagonistin behandelt den damaligen Kampf einer Frau, in der dominanten Männerwelt, anerkannt zu werden und dass man sich als Frau etwas einfallen lassen musste, um Bildung zu erhalten. Und das hat sie definitiv - schmeisst sich einfach in Männerkleidung und wird als Dr. Anton Kronberg der angesehendste Bakteriologe und führt die Männerwelt an der Nase herum - außer natürlich Sherlock Holmes.

Fazit:
Der Krimi ist spannend und ich habe dieses Buch innerhalb von wenigen Stunden gelesen, da ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte.
Einen Stern Abzug deswegen, weil für mich diese romantischen Gefühle zwischen Anna und Sherlock einfach nicht in diesen Krimi passen und auch nicht typisch für Sherlock Holmes sind. Das liegt aber auch sicher daran, weil ich mich für Romanzen in Büchern nicht sonderlich interessiere. Ich möchte aber auch erwähnen, dass sich diese Romantik deutlich in Grenzen hält.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. August 2014
Die Leseprobe konnte mich überzeugen, darum habe ich dieses Buch gekauft und es nicht bereut. Die Figuren sind einzigartig mit ihren seltsamen Eigenheiten, die Geschichte spannend und flüssig. Ich habe einen Krimi erwartet und nicht unbedingt einen authentischen Historienroman und wurde nicht enttäuscht.

Ich würde gerne einen Stern abziehen für den Preis. Die englische Ausgabe (Kindle) kostet 3,65 € (bzw. gerade heute 0,00 €), die deutsche Ausgabe stattliche 12,99 € für schmale 249 Seiten Lesevergnügen. Ich ziehe den Stern nicht ab, da das dem Buch nicht gerecht werden würde - und hoffe, dass der Verlag/die Autorin über Preis/Leistung noch einmal nachdenkt für zukünftige Bände.

Heute habe ich die englische Version für 0,00 € heruntergeladen und werde mal probieren, wie ich mit den Fachausdrücken zurechtkomme. Dann sind die weiteren englischen Ausgaben eine preiswertere Alternative.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 12. November 2014
Im Sommer 1889 arbeitet Anna Kronberg als Dr. Anton Kronberg, Bakteriologe und Epidemiologe, im Guy’s Hospital in London. Seit Jahren gibt sie sich in der Öffentlichkeit als Mann aus, um Medizin studieren und ausüben zu können. Als sie zum Fundort eines Choleratoten gerufen wird, der in den Hampton-Wasserwerken gefunden wurde, lernt sie Sherlock Holmes kennen, der als erster ihre Identität sofort durchschaut. Nichts weist auf einen Mord hin, doch wecken Fesselspuren an seinen Handgelenken und weitere Ungereimtheiten wecken Annas und Holmes‘ Neugier. Als die beiden Nachforschungen anstellen, stoßen sie bald auf Unglaubliches…

Die Protagonistin Anna Kronberg offenbart dem Leser gleich zu Beginn ihr ungewöhnliches Geheimnis und konnte mich durch ihre Charakterstärke und Entschlossenheit beeindrucken. Im Jahr 1889 dürfen Frauen in ihrer Heimat Deutschland keinen akademischen Abschluss in Medizin erwerben, und die wenigen, denen dies in England gelungen ist, sind in die indische Kolonie gegangen. Die Gefahr, dass Annas Geheimnis entdeckt wird, ist stets präsent. Ich fand die Beschreibungen der damaligen Verhältnisse in der Medizin und der Stadt London informativ und interessant.

Schon nach wenigen Seiten lernt Anna Sherlock Holmes kennen, und diese Begegnung zeigt, wie leicht sie auffliegen kann. Auf eigene Faust beginnen die beiden mit Ermittlungen in einem Fall, in dem es gar kein Verbrechen zu geben scheint, doch bald decken sie grauenhafte Geheimnisse auf. Die beiden sind ein ungewöhnliches Ermittlerduo, trauen sie sich doch zunächst nicht über den Weg und begegnen dem anderen mit großer Skepsis. Bald lernen sie aber, sich gegenseitig zu respektieren, und die Kabbeleien zwischen den beiden lockern die Geschichte immer wieder auf. Holmes bleibt allerdings noch ein wenig blass, und ich hoffe, in den folgenden Bänden noch mehr über seine Person zu erfahren.

Die Autorin Annelie Wendeberg, eine Umweltmikrobiologin, lässt ihre Kenntnisse verständlich in die Geschichte einfließen und verknüpft sie mit dem Fall des Buches. Als Leser erfährt man zahlreiches über die Krankheit Cholera, wie sich die Menschen damals vor ihr schützten und wie man bei der Impfstoffentwicklung vorgegangen ist. All dies wurde sehr verständlich erklärt und geschickt mit den Ermittlungen verknüpft. Diese werden temporeich vorangetrieben, teils mit größeren Zeitsprüngen. Ab der Hälfte des Buches kommt auch Spannung auf, denn um die Verbrechen aufzudecken, müssen sich Anna und Holmes in Gefahr bringen.

In „Teufelsgrinsen“ erwartet den Leser ein ungewöhnlicher Fall, der mit interessanten Informationen über die Bakteriologie und das Leben am Ende des 19. Jahrhunderts verknüpft ist. Für die kommenden Bände, auf die ich mich schon freue, würde ich mir allerdings noch mehr Einblicke in das Gefühlsleben von Anna und Holmes wünschen. Ich empfehle das Buch gerne an Krimileser weiter, die sich auch für Mikrobiologie interessieren.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Oktober 2014
Als großer historischer Krimifan hatte ich dieses Buch schon lange auf meiner Wunschliste. Durch eine Wanderbuchrunde durfte ich das Buch nun lesen. Bereits der Titel klingt sehr verlockend, auch diese kalte, düstere Atmosphäre auf dem Cover hat irgendwas interessantes. Jedoch musste ich bereits nach den ersten Seiten enttäuschend bemerken, dass mich die Geschichte nicht wirklich begeistern konnte.

Da ist also ein Dr. Anton Kronberg, Bakteriologe, der zu einem Toten gerufen wird. Dort trifft er auf Sherlock Holmes, der jedoch mit einem einzigen Blick das Geheimnis von Dr. Kronberg erkennt. Anton ist nämlich in Wahrheit Anna. Jedoch bewundert Holmes Kronbergs Scharfsinn und stellt ihn wegen der Täuschung nicht bloß. Und so jagt ein Verbrechen das andere.

Was mir jedoch nicht so gefallen hat, war die Tatsache, dass Holmes durch seine ständige Besserwisserei die Spannung immer wieder im Keim erstickt hat. Ich fand es dann nur noch störend und habe mich durch die Seiten gequält.

Da es sich bei dem vorliegenden Buch um den Auftakt einer Krimireihe um Anna Kronberg und Sherlock Holmes handelt, werde ich wohl an den Folgebänden nicht mehr mitlesen.

Schade, denn die Geschichte hätte wirklich viel potential gehabt. Musste es denn unbedingt Sherlock Holmes sein???
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 50 REZENSENTam 13. März 2014
Inhalt:
London, 1889: Dr. Anton Kronberg arbeitet als Bakteriologe und Epidemiologe am Guy's Hospital und wird eines Tages von Scotland Yard um Hilfe gebeten. In einem Londoner Wasserwerk wurde die Leiche eines Mannes gefunden, der möglicherweise an Cholera erkrankt war.

Im Zuge der Ermittlungen macht Dr. Kronberg Bekanntschaft mit dem berühmten Sherlock Holmes, der sofort durchschaut, was Dr. Kronbergs Geheimnis ist: sie ist eine Frau, die sich als Mann ausgibt, um als Arzt arbeiten zu können.

Anna Kronberg und Sherlock Holmes ermitteln schließlich gemeinsam und begeben sich beide in tödliche Gefahr.

Mein Eindruck:
Ich mag sowohl London als auch das Viktorianische Zeitalter und Sherlock Holmes sehr und habe mich deshalb besonders auf diesen Krimi gefreut, der alle diese Aspekte ineinander vereinigt. Leider hat mich 'Teufelsgrinsen' ziemlich enttäuscht.

Die Beschreibungen der Stadt und der Stimmung im ausklingenden 19. Jahrhundert haben mir gut gefallen und wirkten größtenteils authentisch. Sprachlich war mir der Roman allerdings oft zu flapsig, zu unangebracht und für das 19. Jahrhundert zu unpassend, die Dialoge waren bisweilen sinnlos, die Figuren blieben mir fremd. Insgesamt hat mich die Geschichte ziemlich kalt gelassen und mich nicht mitreißen können. Sherlock Holmes war mir zudem sehr unsympathisch, die Beziehung zwischen Anna und Holmes war unnachvollziehbar, das Auftauchen Holmes' war meines Erachtens völlig unnötig.

Mein Resümee:
Ich bin eine sehr schnelle Leserin; dass ich für 'Teufelsgrinsen' trotz Urlaub und viel Zeit zwei Tage gebraucht habe, sagt meiner Meinung nach eigentlich schon alles über die Spannung und die Qualität des Romans. Ich kann 'Teufelsgrinsen' überhaupt nicht empfehlen und werde auch keinen weiteren Anna Kronberg-Fall lesen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken