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am 2. März 2014
John Hattie bietet mit diesem Buch eine Grundlage für Lehrende, den eigenen Unterricht systematisch zu reflektieren. Der Autor stellt in diesem Buch umfangreiche Forschungsergebnisse zu Lehrstrategien vor. Die Potenziale der Lehrerinnen und Lehrer mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Beziehungsfähigkeit und ihrem fachlichen und methodischen Kompetenzen stehen im Mittelpunkt dieses Buches.

Ziel des Buches ist es, die Reflexion von Lehrenden für wirkungsvolles Lehren anzustoßen, damit die eigenen didaktischen Fähigkeiten optimiert werden können. Dazu gibt es in diesem Buch eine Reihe von Checklisten, Übungen und Fallstudien, die eine gute Basis für die Auseinandersetzung in Unterrichtsteams und Weiterbildungsteams sind, wie man Unterricht wirkungsvoll planen, starten und abschließen kann.
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am 5. Februar 2014
Was ist diskutiert worden über kleinere Klassen und über offenen Unterricht. Viel Geld und Herzblut und auch politisches und pädagogisches Engagement sind geflossen in unzählige Projekte. Der Unterricht in unseren Schulen heute sieht vollkommen anders aus als noch vor etwa zwei Jahrzehnten. Und doch hat man das Gefühl, als habe sich nicht viel Wesentliches geändert.

Der schon seit einiger Zeit unter den Fachleuten unter der Hand gehandelte australische Bildungsforscher John Hattie hält dies alles für Humbug. Entscheidend für guten Unterricht, der auch die bildungsfernen Kinder erfolgreich erreicht, sei, so Hattie, der Lehrer und die Lehrerin. In seinem nun endlich auch auf Deutsch erschienenen Buch „Lernen sichtbar machen“ (im Original ‚visible learning’, was man eher übersetzen könnte mit ‚sichtbare Lernprozesse’) hat er versucht, die wichtigste Frage der Bildungsforschung unfassend zu beantworten. Er hat dafür sämtliche englischsprachigen Studien weltweit in einer großen Synthese der empirischen Unterrichtsforschung zusammengeführt. Aus diesen 800 Metaanalysen hat er eine Datenbasis erstellt, in die mehr als 50 000 Einzeluntersuchungen mit mehr als 250 Millionen beteiligten Schülern eingeflossen sind.

Fast 15 Jahre hat er für diese Arbeit gebraucht und seine Ergebnisse werden besonders unter Lehrern und ihren Verbänden kontrovers diskutiert werden. Hattie sagt: „Wir diskutieren leidenschaftlich über die äußeren Strukturen von Schule und Unterricht. Sie rangieren aber ganz unten in der Tabelle und sind, was das Lernen angeht, unwichtig.“ Ihm geht es um messbare Evidenz. Und alle seine Daten zeigen klar, dass sich die Unterschiede im Lernzuwachs nicht zwischen Schulen zeigen, sondern zwischen einzelnen Klassen, also zwischen einzelnen Lehrern. Was Schüler lernen, überall auf der Welt, bestimmt die einzelne Lehrperson.

Gegen alle Versuche der Politik, gegen alle Einwände der Lehrerschaft selbst: auf den guten Lehrer kommt es an und nicht auf besonders ausgefeilte Methodendebatten. Hattie ist dieser Methodenstreit zuwider. Jeder Lehrer sollte ein breit gefächertes Repertoire haben an verschiedenen Stilen und Methoden, die er je nach Klasse einsetzt und „evidenzbasiert“ auswertet und auch mal verwirft.

Die Debatte um diese Forschungsergebnisse wird bald beginnen, denn ihre Folgerungen werden vielen nicht gefallen. Die Nichtrelevanz des offenen Unterrichts kränkt die Reformpädagogen, die des Sitzenbleibens die Traditionalisten. Wichtig für die Lehrerverbände und die Ausbildung: wenn es auf gute Lehrer ankommt, muss es auch schlechte geben, die besser werden oder ihren Beruf ändern müssen.

Bei aller nötigen Kritik im Einzelnen (so sind etwa die von Hattie vernachlässigten Hausaufgaben manchmal sinnvoll): er hat nachgewiesen, dass der Lehrer/die Lehrerin wieder in den Mittelpunkt allen Redens und Entscheidens über die Schule gehört. Der Lehrer ist hauptverantwortlich dafür, was Schüler lernen. Ob die Schule besser wird, liegt an ihm.

Wer nun anfängt zu jammern über diese große Verantwortung, dem sei gesagt, dass sie seit Urzeiten zum Lehrberuf dazu gehört. In dieser Verantwortung liegt die Essenz, und nicht in der Verbeamtung. So oder so: die Forschungen Hatties haben dem Lehrer seine Würde wieder gegeben.

Nun legt der Schneider Verlag eine von Wolfgang Beywl und Klaus Zierer besorgte überarbeitete Ausgabe des Buches vor, die sich vor allem an Lehrpersonen richtet, an Lehrerinnen und Lehrer, aber auch an Schulleiterinnen und Schulleiter. Glänzte die erste Ausgabe vor allem durch die überzeugenden Zahlen der Forschungsergebnisse, geht der neue Band einen entscheidenden Schritt weiter und versucht die Forschungsergebnisse so aufzubereiten, dass sie im Unterricht sofort und problemlos produktiv umgesetzt werden können.

Dabei stehen der lernende Schüler und seine Lernprozesse im Mittelpunkt und den Lehrern und Lehrpersonen wird gezeugt, wie sie die Wirkungen ihres Unterrichtes systematisch und konsequent überprüfen und kontrollieren können.

Eine Fülle von sehr nützlichen Checklisten und Folien erleichtern die Arbeit. Was mir nun nötig scheint, dass möglichst viele motivierte Lehrpersonen damit zu arbeiten beginnen. Ich rege an, dass der Verlag dies beobachtet und vielleicht in einem Jahr ein kleines Buch herausgibt mit Erfahrungsberichten von Lehrern und Schulleitern. Ein solches Buch mit Berichten aus der Praxis würde sicher, entsprechend aufbereitet und kommentiert, dem ganzen Hattie`schen Ansatz noch einmal einen neuen Schub verleihen. Verdient hat er es allemal und unsere Kinder erst recht.
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am 24. April 2014
Der Ansatz, Evidenz für den Lerneffekt zu suchen und das Lernen der SchülerInnen in den Mittelpunkt zu setzen wird sehr überzeugend belegt und behandelt.

Mich stören die (bei der Übersetzung) verwendeten Begriffe sehr extrem und ich vermisse Beispiele zu konkreten Umsetzungen, die ich auch auf den angegebenen Webseiten nicht finden konnte.
Z.B. der Begriff des "formativen Feedbacks" ist für mich auch nach lesen des Buches schwer zu fassen.
Die Berechnung des Wertes d für eine Veränderung im Lernen (=0 kein Effekt - normaler Effekt eines Jahres d=0,4) wird ausführlich und nachvollziehbar erklärt aber die Gestaltung einer entsprechenden Erhebung vor und nach einer Unterrichtseinheit bleibt im dunkeln.

Insgesamt ein Buch mit vielen guten Ideen und Ansätzen, etwas anstrengend zu lesen und fehlenden Ansätzen und Verweisen zur Umsetzung - trotzdem lesenswert.
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am 15. April 2014
Ich kann mich den überwiegend positiven Rezensionen ohne weiteres nicht anschließen. Ich zitiere einfach mal (S. 95):
"Die am wenigsten effektivsten (sic!) Methoden [...] konzentrieren sich zu sehr auf ein Tiefen-Verständnis und vernachlässigen gleichzeitig, vorerst ein Oberflächen-Verständnis oder basale Fähigkeiten zu entwickeln. Technologien werden überbetont, und es wird versäumt, Ähnlichkeiten zu beachten, anstelle davon nur Unterschiede in den Mittelpunkt zu rücken."
Von "gut übersetzt", wie in einer anderen Rezension zu lesen, kann ja hier wohl kaum die Rede sein.

Auch wenn das Buch nicht durchgängig von dieser bescheidenen sprachlichen Qualität ist: Es liest sich sehr mühselig und das liegt zu einem großen Teil an der schwachen Übersetzung, die so eng am Original bleibt, dass es sich einfach nicht wie ein deutschsprachiger Text anfühlt - siehe das Zitat oben. Dazu kommt, dass die Übersetzer sich entschieden haben, "teacher" konsequent mit "Lehrperson" zu übersetzen und "students" mit "Schülerinnen und Schüler". Da beide Begriffe eine enorme Dichte im Text haben, wird das Lesen dadurch noch mühseliger. Auf der zufällig herausgegriffenen Seite 97 steht z.B. allein 10x "Schülerinnen und Schüler" im fließenden Text.

Der großen wissenschaftlichen Leistung Hatties gebührt ganz sicher Respekt, aber das vorliegende Buch ist aus meiner Sicht nicht geeignet, die Bildungslandschaft in Deutschland in Hatties Sinne positiv zu beeinflussen. Dazu ist das Buch einfach zu sperrig, redundant und schwer lesbar.
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am 5. Februar 2014
Das Buch beschreibt konkrete Maßnahmen für Unterricht, die Hattie durch seine umfangreiche Analyse von Metastudien ("Lernen sichtbar machen") mit empirischen 'Beweisen' untermauert.
Das sind lernförderliche Faktoren für die Bereiche Lehrervorbereitung, Start der schulischen Intervention, Durchführung der Lerneinheit, Abschluss (Feedback) und Nachbereitung.
Eingerahmt ist das ganze von einem Kapitel zu Hatties Studie und einem Kapitel zu hilfreichen Haltungen, Einstellungen, ... der Lehrperson.

Die Autoren weisen im Vorwort auf die Problematik der Übersetzung hin - und dies zu Recht: teilweise wäre es notwendig, das hinter den Studien liegende Schulsystem bzw. die Schulorganisation anzusprechen, damit die Maßnahmen wirklich verständlich sind. Teilweise sind zentrale Begriffe ungünstig bzw. übersetzt - zumindest für den österreichischen Leser ;-).
Daher die Empfehlung das Buch besser - falls möglich - im Original zu lesen.
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am 17. Juli 2014
Auch wenn Hattie sich auf kognitive Inhalte beschränkt und damit viele andere Lernziele ausklammert (Was er übrigens in seinem Buch darstellt: Liebe Kritiker, ihr solltet besser lesen!):
Dieses Buch muss jede Lehrkraft nicht nur lesen, sondern studieren: Die eigene Lehrkultur reflektieren und an die empirischen Erkenntnisse anpassen. Es wird Zeit, dass sich an noch mehr Schulen und Hochschulen etwas ändert. Wir wissen es nicht nur aus der Hirnforschung sondern auch Dank Hattie inzwischen besser.
Warum nur drei Sterne? - Weil die Übersetzung genau so schlecht ist wie im ersten Buch. Ein professioneller Übersetzer hätte dem Buch gut getan. Teilweise kann man den Originalwortlaut unmittelbar im Kopf "mitlesen". Von Pädagogikprofessoren erwarte ich eine höhere Fähigkeit zur Selbsteinschätzung. Fürchterlich!
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am 17. Oktober 2015
Inhaltlich ist das Buch spitze, ideal für Lehrer, auch gut aufbereitet. Da hätte es 5 Sterne verdient, aber die Übersetzung ist katastrophal. Warum wurden die Fachbegriffe nicht vernünftig übersetzt? Man merkt die ganze Zeit, dass es eine Übersetzung ist, es wurde genau genommen in gebrochenem Deutsch geschrieben. Schon der Untertitel: "Visible Learning for Teachers besorgt von ..." - heißt es, dass die beiden das Buch gekauft haben oder was bedeutet "besorgt" in diesem Zusammenhang???
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am 28. Januar 2016
Gute Literatur für Lehrpersonen, kann ich nur empfehlen. Sicher ein Buch das nicht nur im Regal verstaubt, sondern immer wieder zur Hand genommen wird.
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am 9. Mai 2015
Viel zu lesen aber das meiste ist sehr interessant. Was man davon letztendlich für sich behält und anwendet bleibt jedem selber überlassen
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am 10. März 2014
Diejenigen Lehrer unter uns, die den Willen und den persönlichen Anspruch haben, zu - laut Hattie - Experten-Lehrern zu werden, kommen um dieses Buch gegenwärtig nicht herum, da es bei allen Einschränkungen einer Meta-Studie mit z.T. veralteten Daten zu einem hoch komplexen Geschehen, meiner Ansicht nach einen bedeutenden Weg zum "Heiligen Gral" des Unterrichts aufzeigt.
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