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am 20. September 2010
Die Meere machen zwar 71 Prozent der Erde aus, aber nur fünf Prozent davon sind bekannt bzw. erforscht. Aus diesem Grund wurde der "Census of Marine Life" im Jahr 2000 ins Leben gerufen, mit dem Ziel, bis 2010 die erste "Meereszählung" fertig zu stellen.
Mehr als 2000 Wissenschaftler aus 82 Ländern unternahmen dazu Expeditionen in alle Weltmeere.
Darlene Crist, Gail Scowcroft und James Harding Jr. berichten in "Schatzkammer Ozean" von deren Ergebnissen.
Drei Dinge wollten die Forscher herausfinden:

- Welche Arten lebten einst in den Weltmeeren?
- Was lebt jetzt dort?
- Was wird in Zukunft dort leben?

Eine aktuelle Census-Studie kommt zum Schluss, dass in den letzten 50 Jahren 90 Prozent aller großen Fische aus den Weltmeeren verschwunden sind, als Folge der industriellen Fischerei.
In verschiedenen Einzelprojekten wurden die diversen Lebensräume (Hydrothermalquellen, kalte Quellen, Unterwasserberge, Tiefsee Ebene etc.) erforscht.
Seit 2003 haben die Census-Wissenschaftler mehr als 5.300 Arten gefunden (mittels sog. DNA-Barcoding - die Methode wird im Buch auf Seite 93f beschrieben), die potenziell neu für die Wissenschaft sind. Allerdings wurden erst 110 Arten neu beschrieben.
Crist & Kollegen schätzen die Anzahl der unbekannten Arten auf 1 bis 10 Millionen.
Für mich besonders interessant und wichtig im Buch ist das Herausarbeiten, dass es nicht fünf große Ozeane gibt, sondern ein Weltmeer.
Keiner der Ozeane hat echte Grenzen (außer natürlich das umgebende Land), das Wasser vermischt sich überall.
Daraus ergibt sich nach den Autoren, dass der Klimawandel und invasive Arten, die Überfischung als mögliche Gefahrenquelle für die Meere, in Zukunft ablösen werden.
Eine positive Nachricht hat Crist und Kollegen auch: in Mündungsgebieten, in denen im 20. Jahrhundert Schutzmaßnahmen ergriffen wurden, zeigen sich Zeichen der Erholung (Seite 64); hier hätten die Autoren ruhig ein paar Länder und Projekte als Beispiele bringen können.
Der Bericht beschäftigt sich manchmal zu sehr nur mit dem Census-Projekt, ein paar historische Ausflüge in die Tiefseeforschung oder/und Tierschilderungen hätte ich besser gefunden. Ansatzweise findet man das im Buch auch wieder, da im Text immer wieder einige - auch farblich getrennte - Berichte über besondere Themen eingestreut sind, z.B. das Markieren von Robben, das globale ozeanische Förderband oder der Bericht über den Dunklen Strumtaucher, der mit 62,400 Kilometer/Saison und 880 Kilometer/Tag den Flugrekord hält.
Die ständige Wiederholung wie viel Arten durch das Census-Projekt beschrieben wurde, finde ich redundant. Außerdem würde ich gerne den Autoren zurufen, auch früher wurde klasse Tiefseeforschung betrieben: so beschrieb Ernst Haeckel im Challenger Report (1. Tiefsee-Expedition mit der "Challenger" (1872-1876) mehr als 3.500 neue Radiolaren Arten.
Dem Buch beigegeben sind viele Tier- und Pflanzenphotos, die z.T. spektakulär sind, weil sie neue Arten oder grandiose Bilder zeigen (allerdings erreicht die Gesamtheit der Illustrationen nicht das Niveau des formidablen Buches von Claire Nouvian "Leben in der Tiefsee" aus dem Jahre 2006, aus dem einige Photos entnommen wurden).
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