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am 14. August 2012
Schon die Widmung auf Seite 5 bereitet den Leser vor: „Meiner Mutter“ – und darunter die Zeichnung eines windschiefen Häuschens mitten in der Nacht, links oben Licht im Fenster.
Altersdementen Rezensenten schießt da schon die erste Sentimentalitätsträne ins weitsichtige Auge.
Das Buch beginnt mit dem Ergebnis von 5 Schwangerschaftstests auf Seite 18: alle sind sich einig: schwanger – und führt uns über die wunderbaren Seiten 54 bis 56 (es soll ein Mädchen werden, natürlich – und es wird ein Junge – und „damit fällt das Kind in die Kategorie „Hauptsache gesund“) bis zur ersten Geburtstagsfeier, nach der die Lieblingsbabysitterin sich um den Knaben kümmert und Eltern, Paten und Großeltern in Ruhe essen gehen können.
Dazwischen liegen 21 Monate, in denen wir einen ungeschönten, herrlich unverkrampften, witzigen und beinhart klaren Blick in das Tagebuch einer hinreichend guten Mutter werfen dürfen, die nebenbei noch alles miterledigt, was einem so in dieser Zeit über den Weg läuft: Die Patentante, die sich bewusst gegen eigene Kinder entschieden hat und ernüchtert und wütend vom Klassentreffen zurückkommt und berichtet, dass sie alle drei Minuten nach der Zahl ihrer Kinder gefragt wird und antwortet „Ich habe keine Kinder!“ – Die Reaktion sei genauso gewesen als wenn sie gesagt hätte: „Ich leide an einer schweren Krankheit und werde den Jahreswechsel nicht mehr erleben“ – und diesen Club der gebärenden Frauen verlässt.
Ildikó schreibt, wie sie den 22. Juli erlebt, als ein wahnsinniger Attentäter in Norwegen 69 Jugendliche erschießt – und sie sich mit ihrem kleinen Kind verwundbar und schutzbedürftig fühlt.
Dazwischen das Anpassen von Stützstrümpfen, die neue Körbchengröße, die Unterhaltungen über „grünflüssigen Durchfall“ und „zähen Nasenschleim“, Milch abpumpen und die neuen Gefühlswelten, hormonellen Höhenflüge und Abstürze.
Die Michelle-Obama-Oberarme gehen im Lauf der Schwangerschaft ebenso flöten wie die brettharte Bauchmuskulatur. „Neulich kamen mir die Tränen, als ich im Internet auf die Umstandsunterhose „Schlupppi“ stieß, in Größe und Form einem Zwei-Mann-Zelt nicht unähnlich.“ – Dafür nähern sich fremdartige Begriffe wie Mutterkuchen, Dottersack, Nabelbruch, Nachgeburt, Milchstau, Käseschmiere, Kindspech, Michschorf und Spritzstuhl (S. 70).
Mitten im Buch stellt sie dann fest: „Nur eine schlafende Frau ist eine zufriedene Frau.“

Als gerade werdender Großvater kann ich mit diesem jäh desillusionierenden (sofern noch möglich) und Mut machenden (sofern noch nötig) Buch die zwei Schwangerschaften meiner Frau kichernd und beschämt nacherleben und das Buch gleich an meine Tochter weiterreichen, die in diesen Tagen erfahren wird, dass das erhoffte Mädchen nun doch ein Junge wird. „Hauptsache gesund!“ wird dann auch unser Motto sein. Dieses Buch bekommt einen dauerhaften Platz in unserem Regal der 500 Bücher. Dafür muss das neue Buch von Petra Hammesfahr weichen. Da bin ich mir mit meiner Frau einig.
Nebenbei und buchunabhängig: Ildikó hat ein paar Jahrzehnte nach mir am Kaiser-Karls-Gymnasium in Aachen Abitur gemacht hat – wo wir 1968 dafür gesorgt hatten, das zum ersten Mal darüber diskutiert wurde, dass auch Mädchen auf dieses Gymnasium gehen sollten. So schließt sich ein ganz anderer Kreis. Auch wieder schön.
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Wer schon mal ein Buch von Ildiko von Kürthy gelesen hat und / oder hin und wieder in die BRIGITTE schaut, könnte von "Unter dem Herzen" insofern etwas enttäuscht sein,als das Thema mit "Die dickste Frau der Welt ist schwanger" zwar neu, der Inhalt aber auf weite Strecken schon bekannt ist. Es finden sich ganze Brigitte-Problemzonen -Kolumnen und Teile von Schwerpunkt -Dossiers wortgetreu wieder, ebenso ganze Passagen aus dem Buch "Endlich". Da die Kolumnen und Dossiers für Brigitte teils hinreißend waren, kann man nachsichtig sein, warum sollten Schriftsteller nicht tun dürfen, was Musiker schon lange tun, nämlich Best of-Alben rausbringen oder Filmschaffende, die nach dem Directors Cut noch ein Steelbook mit drei bisher nicht gezeigten Bonusszenen rausbringen........Also, okay soweit,ärgert man sich einfach nicht drüber, über all das wiederverwertete Material. Neben den Deja vus habe ich mich oft gut amüsiert, aber einige Passagen haben mich auch deutlich verwirrt.
Die Autorin macht sich z.B. Sorgen , ob sie ihr Kind noch lieben wird, wenn es 130 Kilo wiegt und Fahrlehrer werden will. Also, bei der Besessenheit mit der die Mutter das Thema Gewicht angeht kann das durchaus sein, dass Schlomo, nur um zu rebellieren, dick und fett wird. Und man macht sich als Mutter natürlich Sorgen, dass das Kind vielleicht Waffenhändler werden möchte, Dschungelkönig oder Gangtarapper. Aber warum soll er denn nicht Fahrlehrer werden wollen? Da habe ich irgendwas verpasst. Kerstin Gier graute es schon vor Altenpflegern und Berufsschullehrern und nun sind Fahrlehrer plötzlich auch anrüchig. Kann mich jemand aufklären? Apropos Dschungelkönig: Eigentlich fast schade, dass Ildiko von Kürthy so prominent ist, sonst wäre das Dschungelcamp eine tolle Plattform, oder? Sie könnte ihre Witze nochmal erzählen und damit die letzten Leute erreichen, die Sprüche wie "Es ist ein Junge. Damit fällt er in die Kategorie "Hauptsache gesund" noch nicht kennen. Wenn Ex-Topmodel-Kandidatinnen mit dabei wären, könnte sie herrlich vor einem Millionenpublikum über Pissnelken, Arschkrampen und Kackbratzen mit verknöcherten Hintern ablästern, nebenbei könnte sie prima abnehmen und am Ende für die Leute , die die Grimmepreis-nominierte Show nicht sehen, das Erlebte in einem launigen Buch wiedergeben. Nur so eine Idee.......aber nicht fair, weil mir die Frau dann doch wieder viel zu sympatisch ist und mich zum sehr zum Lachen bringt, als dass ich sie auch nur in die Nähe einer Kakerlake lassen möchte. Wenn sie doch nur durchgängig so kluge und herzwärmende Sachen schreiben würde wie sie es tut, wenn sie über ihren Schlomo berichtet und einfach die Jammerei über ihre Oberschenkel, ihre elefantöse Kleidergröße 38 und die Verbitterung angesichts dürrer Supermodels mal weglassen würde, ich wäre echt ein Riesenfan. So schwankte ich beim Lesen dieses Buches zwischen "Toll!", und "Lustig!" einerseits und "Oh, nein, nicht schon wieder!" und "Peinlich!" andererseits und so komme ich auf drei Punkte, obwohl ich "Unter dem Herzen" auch als Mutter eines mittlerweile 15-jährigen Sohnes stellenweise genial fand.
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am 14. Juli 2015
Ich muss ehrlich zugeben bisher noch kein Buch von der Autorin gelesen zu haben. Mondscheintarif, Freizeichen usw. sind aber als Begriff bekannt und offensichtlich erfolgreich, also dachte ich, kann ich auch mit diesem "privatem" Lebensbericht nicht viel falsch machen. Erwartet habe ich mir in erster Linie Humor, Kurzweiligkeit, schonungslose Ehrlichkeit und zumindest ein bisschen Erfahrung und spezifische Informationen. Bekommen habe ich nur das Gefühl, dieses Buch nicht weiterzuempfehlen. Nach einem Buch bildet man sich zu Allererst ein Fazit, das ist hier: Schwangerschaft ist furchtbar, dass man das Geschlecht nicht auswählen kann ebenfalls und nervende Kinder, und andere Mütter sind nicht zum aushalten. Das Buch zieht sich wie Kaugummi aus Hysterie, Gejammer, Gemecker und Geheule sowie ein wenig Humor, der aber schnell abtriftet unter die Gürtellinie. Natürlich fließt auch die Erfahrung ein, allerdings auch immer wieder in der Form, wie ach so schlecht alles ist, wie schlecht andere sind und wie eingeschränkt doch die Lebensqualität ist. Wenn ich nicht gerade schwanger wäre, würde ich mir nach dieser Lektüre ernsthaft überlegen ob es eine gute Idee wäre ein Kind zu bekommen. Ich gehöre mit 35 ebenfalls zu den Spätgebärenden und fühle mich gerade mit diesen eng verbunden, wobei man irgendwie immer wenn man auf andere Schwangere trifft, sich wissend anlächelt.
Trotzdem sollte man fair bleiben, vielleicht liegt Frau von Kürthy dieses Metier einfach nicht und sie ist in Ihren kurzweiligen Romanen besser. Offensichtlich gibt es ja auch, laut der Rezensionen, Leser(innen) denen sie aus der Seele schreibt. Ich persönlich nehme aus diesem Buch nur mit, so nicht zu sein bzw. werden und eine schöne, entspannte, wenn auch nicht immer einfache Schwangerschaft und Geburt zu erleben.
In diesem Sinne, Alles Gute für die Schwangeren da draußen! Erfahrungen von anderen können interessant sein, man sollte allerdings nicht alles zu ernst nehmen und seine eigenen Erfahrungen machen. ;)
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am 31. März 2016
Inhaltlich ist bei einem Buch mit diesem Titel nicht viel Neues zu erwarten, so werden die üblichen Themen abgehandlet:Schwangerschaftstest, Geburtsvorbereitungskurs, Hebammenauswahl, alles vor, während und nach der Geburt, das 1. Jahr mit allem was dazugehört.... Da ich bei den bisherigen Büchern von IvK teilweise Tränen gelacht habe, war ich hier umso enttäuschter und entsetzter. Der sonst ihr so eigene lebendige Wortwitz ist in diesem Buch einfach nur aufgesetzt und angespannt. Gefühlt werden auf jeder 2. Seite ihre Figurprobleme angesprochen, was nur nervend ist. Auf der jeweils anderen 2. Seite wird auf penetrant drauf hingewiesen, wie wichtig, berühmt und gefragt sie doch ist. Extrem fragwürdig ist, ob sie nach Seiten bezahlt wird oder warum sie seitenweise Auszüge aus ihrem anderen Buch hineinkopiert hat oder was das zusammenhanglose Interview mit Charlotte Roche in diesem Buch soll. Das ganze wirkt wie der peinliche Versuch aus der 9. Klasse ein Referat auf die erforderliche Seitenzahl zu bringen. Schlimm und gar nicht witzig oder liebevoll finde ich jedoch, wie sie ihren Sohn bezeichnet/mit was sie ihn vergleicht. Sich selber auf selbstironisch auf die Schippe zu nehmen ist eine Sache, das eigene wehrlose Baby jedoch evtl. späteren Spott oder Hänseleien auszusetzen ist verantwortungslos. Dann wird auf 1/4 Seite nochmal versucht, dem Buch etwas Tiefgang zu geben, indem über die Wichtigkeit und Dankbarkeit von Gesundheit philosophiert wird - was aber ein armseliges Verhältnis ist gegenüber ihren peinlichen Selbstdarstellungsversuchen wo nicht klar wird von was sie sich nun wirklich abheben will. In den anderen Büchern von IvK hatte ich bei der Darstellung ihrer Charaktere auch ein symphatisches Bild auf die Autorin übertragen - dies muss ich leider komplett revidieren und ich bin entsetzt von den Ansichten dieser Mutter und hoffe sehr für sie und ihr Kind, dass diese sich mittlerweile geändert haben!
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am 16. November 2015
Ich muss sagen,das das Buch an einigen Stellen recht witzig ist ,aber das war es auch schon.Bin sehr enttäuscht.Das Buch zeigt meines Erachtens nach nicht,wie wundervoll es ist ein Baby zu erwarten und was für eine riesen Aufgabe es ist Mutter/Eltern zu werden.Frau v.Kürthy schreibt zwar locker darüber,man erhält allerdings nicht den Eindruck, das sie trotz ihrer 40 Jahre im Stande ist,so ein Wunder und dieses Glück zu begreifen.Sehr sehr schade und das von einer Autorin,die doch selbst sagt,sie wollte unbedingt Mutter werden!
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am 9. März 2016
Ich liebe dieses Buch u habe es sogar mehrfach gelesen! Wie immer bei dieser Autorin gibt es allerhand zu lachen u schmunzeln! Als Mama weiß man dann ganz genau was ildiko meinte wenn sie manchmal etwas zynisch über allragssituationen m Kindern schreibt! Ich werde es wohl demnächst nochmal lesen <3
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am 6. September 2012
Ich kenne Ildiko von Kürthy - und bis jetzt habe ich ihre Bücher ganz gerne gelesen. Nicht der hohe Anspruch, aber ganz nett um abzuschalten. Dieses Buch jedoch hat mich, trotz der weiterhin flüssigen Schreibweise, echt wütend und fassungslos gemacht:
Ich verstehe nicht wie die Autorin für Toleranz plädiert, und dass sich Mütter untereinander nicht bekriegen dürfen, und zieht ihrerseits über "Stillfanatikerinnen und Tragtuchmamas" her. Jede Mutter versucht wohl das Beste für ihr Kind zu tun, und keine Mutter wird dafür gerne verurteilt. Auch ich nicht - die Autorin zieht über all meine Erziehungsgrundsätze her, die mir heilig waren: langes Stillen, Tragetuch, Familienbett, Kindergarten erst ab 3 Jahren, etc. Genauso wenig wie ich Mütter kritisiere, die ihr Kind mit einem Jahr schon in die Krippe abgeben, möchte ich auch nicht für meine Grundsätze kritisiert werden.
Mir scheint als habe die Autorin ein derart schlechtes Gewissen ob ihrer frühen Berufstätigkeit, dass sie nun zum Rundumschlag ausholt. Warum können sie denn nicht in Frieden nebeneinander existieren - die Mütter?
Ich bin schlichtweg enttäuscht - und den Einsatz von Psychopharmaka zu propagieren, wegen der Hormonumstellung nach dem Abstillen (die ich im Übrigen nach 14 Monaten Stillzeit nicht hatte), finde ich grob fahrlässig.
Ich weiß zwar nicht wie die Welt in der Hamburger Schickeria so läuft - aber bei uns in Österreich bleiben manche Mütter zu Hause, manche gehen arbeiten, andere stillen gar nicht, wieder andere stillen zwei Jahre, die einen hatten einen Kaiserschnitt und die anderen eine Hausgeburt - aber ein Wettrüsten gibt es hier zum Glück nicht!
Auf das wir Mütter wieder glücklicher werden - solche Manifeste der Intoleranz nicht brauchen - und unsere Kinder und uns selbst so lieben wie wir sind!
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am 17. Juni 2013
Dieses Buch wurde mir als junge Mutter empfohlen, doch selten habe ich für ein so kurzes Buch so lange gebraucht. Aufgebaut wie "Bridget Jones" in Tagebuchart, berichtet die Autorin von ihrer späten und lang ersehnten Schwangerschaft. Zumindest teilweise, denn die meiste Zeit meckert sie über andere Mütter oder ihre Figur und macht seitenweise Eigenwerbung für ihre Romane.

Immer wieder betont von Kürthy, wie "normal" sie ist, bla bla. Müttersorgen, echte Probleme, wie Geldsorgen, ein krankes Kind oder auch humorvolle Seiten des Mutterseins sucht man vergeblich. Die gängigen Klischees über Gewichtszunahme, Schwangerenyoga und 3-Monats-Koliken werden bedient, das war es dann auch schon.

Die ereignislose Schwangerschaft ist vielmehr eine Bestandsaufnahme ihres bisherigen, natürlich sehr elitären Lebens und das erste Jahr mit Baby wird dann in aller Eile abgefertigt. Irgendwie lieblos. Insgesamt habe ich nur eine lustige Stelle im ganzen Buch gefunden.
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am 5. Januar 2013
Schönes Buch für jeden der sich sein Leben vll anders vorgestellt hat als mit Kind oder auch spät erst mit Kind. Aber wunderschön zu lesen und mit sehr vielen Lachern die einem eine Schwangerschaft doch immer wieder in ein schönes schmunzelndes Licht rücken :-)
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am 3. Februar 2015
Bücher sind ja wohl immer Geschmackssache, darüber lässt sich kaum diskutieren. Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Ein lockerer und offener Schreibstil mit viel Witz. Auch lässt sich die Gemütslage in den verschiedenen Abschnitten erahnen. Man kann gut mit der eigenen Schwangerschaft vergleichen :-)
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