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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
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nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten (Hilde Domin)

In einem Versuch wurden einer Gruppe von Patienten durch einen Therapeuten Anweisungen gegeben, in einer zweiten saß ein Schauspieler, der nur so tat als wenn er Therapeut wäre, und in der dritten Gruppe kamen die Anweisungen von einem Lautsprecher durch eine Wand. In dieser Gruppe waren die Erfolge mit einem kleinen Vorsprung, die besten. Was sagt uns das über die Imaginationsfähigkeit und Selbstheilungskraft des Menschen? Wir sind der Herr unserer Vorstellungswelt. Im Guten wie im Schlechten.
Handauflegen, mag man für Humbug halten. Empathie, so lernen wir, ist eine der wichtigsten Faktoren, wenn man einem Menschen helfen will. Menschen die sich mit ihrem Leben und mit ihrer Arbeit nicht wohl fühlen werden krank. Manche werden durch die Schulmedizin wieder gesund und manche die sich von ihr abwenden.
Deswegen ziehe ich aus dem Buch den Schluss, die wichtigste Kraft um einen Heilungsweg zu entdecken, finden wir in uns selbst. Seien das Gebete, Meditationen, Imaginationen.
Es gibt keine hoffnungslosen Fälle, weder in der Psychosomatik, noch in der Onkologie und auch nicht in der Psychotraumatologie.
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TOP 500 REZENSENTam 26. Januar 2014
Dem Autor geht es nach meiner Meinung nicht darum, Schulmedizin und Naturheilkunde bzw. sonstige Alternative Medizin gegeneinander auszuspielen. Sondern er will zeigen, dass beides notwendig und nützlich sein kann, und sich sogar gegenseitig positiv ergänzt.

Er selbst ist ja das allerbeste Beispiel, da er vor 4 Jahren einen Prostatatumor hatte, diesen operativ entfernen ließ und auch alle sonstigen schulmedizinischen Thearapien in Anspruch nahm. Konventionelle Medizin wie eben OP's sind bei schwerwiegenden Erkrankungen unverzichtbar, damit überhaupt Heilungsschancen bestehen, schreibt er in seinem Buch. Aber die Schulmedizin hat eben ihre Grenzen, weil sie sich meist nur auf die Reparatur von Organfunktionen konzentriert. Heilung ist aber mehr, als nur die Reparatur von Organen.

Und hier bringt Herr Langbein den Einfluss der Psyche auf Krankheits- und Genesungsprozesse ins Spiel. Mentale Dinge wie Wille, Glaube oder persönliche Überzeugungen haben einen entscheidenden Einfluss auf den Heilungsprozess. Das zu zeigen, ist wohl das Hauptanliegen des Buches, was schon Kapitelüberschriften wie "Das Gehirn: Dirigent und Apotheker" oder "Dem Hirn heilen helfen" verraten. Erfreulich ist, dass der Autor dabei so objektiv wie möglich sein möchte, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Hirnforschung mit einbezieht, und sich somit von Esoterischen Strömungen abgrenzt.

Fazit: Dem Autor ist es, auch auf Grund seiner eigenen, persönlichen Erfahrung, gut gelungen zu zeigen, dass es bei Schulmedizin und Alternativmedizin kein "Entweder-Oder" geben muss, sondern das beide Teile der Medizin ihre Berechtigung, ihre Stärken und Schwächen haben, die der jeweils andere Teil ausgleichen kann.
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TOP 100 REZENSENTam 8. April 2014
Was versucht ein Mensch nicht alles, wenn er mit einer furchtbaren Krankheitsdiagnose konfrontiert wird!
Kurt Langbein betreibt seit Jahren ein Gesundheitsportal im Internet. Nun hat er selbst eine Odyssee von Behandlungsmethoden hinter sich, die er sich hätte nie träumen lassen. Darmkrebs, Melanom und Prostatakrebs wurden mit Strahlen- und Brachytherapie behandelt und verlangten ihm alles ab.
Nie hätte er gedacht selbst mal zu den Patienten zu gehören, deren Interessen er beruflich vertreten hat.

Kurt Langbein wollte einen anderen Weg gehen, statt immer wieder den der chemischen Keule. Er fand die fundierten Gesundungsprozesse alternativer Behandlungsmethoden als erwiesen an und begab sich in eine Therapie der Kombination Kraft der Hände – Gedanken – Psyche.
Bekannt ist, dass jedes Organ das nicht mehr richtig funktoniert die Botschaft einer Störung der seelischen Verfassung zum Körper bedeutet. Bei einer Krankheit teilt die Seele dem Körper mit, dass gewisse Einflüsse nicht mehr tragbar sind, es entsteht ein Symptom.
Die Seele hat unbestritten große Macht und der Zusammenhang zwischen Psyche und Immunsystem ist das Gebiet der Psychoneuroimmunologie.

Der Autor erklärt in seinem Buch was krank macht und fängt dabei bei der Evolution an und geht zur sozialen Kooperation über. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Medizin und wie Heilung funktioniert. Seine Recherchen sind zusammengetragen in kritischen Medizin- Büchern und unzähligen TV- Reportagen.

Die Psyche des Menschen hat ungeahnte Auswirkungen, die sowohl positiver wie auch negativer Natur sein können. Der Autor schildert seine Behandlung durch Frau Gabler und das empfohlene Zurückgleiten seiner Gedanken in die Kindheit und Bewegungen, der Selbstwahrnehmung und Gefühle und der erhofften Balance seines Inneren. Die Kraft der Hände und Gedanken können bei Menschen, die sich darauf einlassen, eine Gesundung herbeiführen. Das, was wir denken und fühlen hat eine direkte Auswirkung auf die Organe und das Immunsystem.
Der Autor Langbein blendet sich selbst immer wieder ein und schildert als kritischer Esotherikbefürworter erstaunliche Fälle von Selbstheilungen, wo die Schulmedizin bereits aufgegeben hat.
Erkrankte Personen sollten den Versuch unternehmen die eigene Psyche einzusetzen, um dementsprechend den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und einen Gesundungsprozess herbeizuführen.

Der Autor Kurt Langbein wurde 1953 geboren. Er war als TV-Redakteur beim ORF und beim Nachrichtenmagazin Profil als Leiter für das Ressort Wissenschaft tätig. Im vergangenen Jahr erhielt er den Axel-Corti Preis für seine wissenschaftlich untermauerten und erfolgreichen Fernsehbeiträge.
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am 28. Februar 2014
viele neue und z.T. überraschende Erkenntnisse über die Heilung von Krankheiten. Man erfährt von den modernsten medizinischen Techniken bis zu fast unglaublichen Wirkungen vieler althergebrachter Heilverfahren zahlreiches - zumindest für mich - Neues.
Sehr gut zum Lesen - vor allen die ersten 2/3 des Buches sind sehr zu empfehlen.
Nichts Esoterischen, sondern seriöse Testungen verschiedener Heilverfahren.
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am 3. März 2014
Es gibt nur wenige Bücher, die so umfangreich und fundiert den Chancen (schul-)medizinischen und alternativen Handelns bei Krebserkrankungen nachgehen. Dabei wird nicht auf "eine" Schule und "eine" Erkenntnis gesetzt, sondern die Vielfalt des derzeitigen Wissens miteinander in Beziehung gesetzt. Von den Antworten auf die Frage "was kann ich persönlich tun?" bis zur sozialen und gesellschaftlichen Einbettung der Krankheit "Krebs" finden die LeserInnen vielfältigste Impulse. Das Buch liefert kein Heilsversprechen, aber eine wichtige Perspektive zum Weiterdenken - und zum Wissen um die eigenen Kräfte.
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am 17. Dezember 2014
Ich habe das Buch noch nicht gelesen, nur durchgeblättert. Es enthält sehr viel Interessantes. Was aber mangelhaft ist - die Schriftfarbe in GRAU ist schlecht lesbar und die Schriftgöße ist definitiv zu klein. Es macht mir keinen Spaß zu lesen. Was hat der Hersteller sich dabei nur gedacht? Außerdem ist es nicht gut gebunden, die Seiten muss man immer fest halten, damit sie nicht umblättern. So stelle ich mir ein so teurer Sachbuch nicht vor!!!
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TOP 1000 REZENSENTam 3. September 2015
Toxischer Streß ist schlecht, Ernährung ist wichtig und Achtsamkeit und Meditation stärken das Selbstheilungssystem des Menschen. So denkt man sich den Konsens der Gesundheitsbewußten. In folgendem Punkt erlebt man in diesem Buch aber eine Überraschung:

ERNÄHRUNG
Als Krebspatient hat sich der Medizinjournalist Kurt Langbein auch mit dem Einfluß der Ernährung auf Krankheitsentstehung und Genesung beschäftigt. Mit dem Hinweis auf Metastudien kommt er zum dem irritierenden Schluß, daß auch weitgehend akzeptierte Empfehlungen wie "weniger Fleisch, mehr Gemüse essen" wissenschaftlich nicht belegbar sind. Es fällt nicht leicht, seiner Argumentation zu folgen. Er kritisiert die Statistik der "Durchschnittsmedizin" und spricht von Ernährungsmythen. Fraglich dabei ist jedoch, ob Langbein überhaupt konsistent argumentiert, wenn er dazu diverse statistische Metastudien ins Feld führt. Die sind schließlich immer noch Methoden der evidenzbasierten Medizin, die statistische Aussagen und eben keine Einzelfallvorhersagen macht.

MANUELLE THERAPIE
Aufschlußreich ist hier das Zitat des Internisten und Neurobiologen Joachim Bauer, der feststellt, daß die Tendenz in der Schulmedizin, die Patienten immer weniger anzufassen, problematisch sei, zumal man wisse, daß schon die Berührung heilsame Effekte zeige.

DAS DILEMMA DER WUNDER
Es gehört zu den Grundüberzeugungen der säkularen, auf wissenschaftlichen Fortschritt gegründeten Gesellschaften, daß es keine Wunder gibt. Aber bereits 1000 Jahre vor der wissenschaftlichen Revolution hatte der Kirchenlehrer Augustinus von Hippo das auch schon gewußt und festgestellt: Es gibt keine Wunder, sondern nur unbekannte Zusammenhänge.

Aus der Sicht eines Tumor-Kranken ist es allerdings ein buchstäbliches Wunder, wenn er plötzlich ohne Zutun der Ärzte gesund wird. Einen neuen Namen hat man dafür. Man spricht dann von Spontanremission bzw. von einer Totalremission, um die vollständige Rückbildung eines Tumors zu benennen. Mit dem derzeitigen Unvermögen der naturwissenschaftlichen Medizin, die Ursachen für die Genesung dieser Kranken anzugeben, ist dieses Vokabular genau genommen nur eine Umschreibung des Wundercharakters dieser Ereignisse.

Langbeins Buch wimmelt von Sachverhalten, die es aus naturwissenschaftlicher Sicht gar nicht geben dürfte. Es ist die Crux aller solcher Berichte über Heilungen, daß diese nur so glaubwürdig sind wie die beteiligten Zeugen. Die Leser bilden sich nach der Lektüre ein Urteil über Langbein und kommen sicherlich mehrheitlich zu dem Schluß, daß Langbein richtig berichtet. Bei der Frage, ob Langbeins Gewährsleute richtig berichten, müssen sie sich nicht nur auf Langbeins Integrität, sondern auch noch auf dessen Beurteilungsvermögen verlassen. Je größer der Abstand in Raum und/oder Zeit vom Leser zu den Personen des Ereignisses , um so unsicherer wird die Einschätzung der Sachlage.

QUANTENMECHANIK
Ganz interessant sind die zitatunterlegten Spekulationen zum Auftreten von Quanteneffekten in biologischen Systemen jenseits des thermischen Gleichgewichts. Der theoretische Physikprofessor Hans Briegel, wissenschaftlicher Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation in Innsbruck, stellt fest, daß man viel zu lange gedacht habe, daß die Quantenphänomene in den warmen, verrauschten biologischen Systemen sofort untergingen. Man darf auf die weiteren Theorien gespannt sein, von praktischer Verwertbarkeit läßt aber wohl noch lange nicht reden. Hier fehlt der Theorie noch die Praxis.

ANALOGIEZAUBER
In seinem Kapitel fast am Schluß des Buches "Die Rückkehr der Heilkunde" geht es eine Praxis ohne Theorie. Langbein thematisiert den "Analogiezauber" des sog. "Wendens". Dabei behauptet er die Feindschaft des Christentums zu alten Heilpraktiken und bemüht das alte Klischee des Zusammenhangs zwischen Christentum und Hexenverbrennung. Das hätte er sich sparen können. In jedem seriösen Geschichtsbuch, mittlerweile sogar auf Wikipedia, läßt sich heutzutage nachlesen, daß die nordeuropäische Hexenverbrennung im wesentlichen ein germanisches Phänomen war. Denn in Rom wurde nie eine Hexe verbrannt.

FAZIT
Dieses Buch des Medizinjournalisten Kurt Langbein, der außerdem aus eigener Patientenerfahrung berichten kann, gehört sicher zu den besseren, die sich dem Feld der nicht-evidenzbasierten Medizin nähern.

Es enthält viele Hinweise und Anregungen, die man mangels Stichwort-, und Namensverzeichnis aber leider nur schwer wiederfindet. Es ist wirklich lesenswert, aber nicht so umfassend und objektiv wie es sein könnte, daher nur drei Sterne
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am 23. September 2014
Endlich ein Buch, das auch ich als Nichtmediziner sehr leicht versteht. Inhaltlich spannend aufbereitet, und durchaus lehrreich.
Ich habe mir das Buch gekauft um neue Ideen zu erhalten, wie man mit Alter und Krankheit umgehen kann. Und ich bin durchaus zufrieden mit der Wahl diese Buches. Sehr informativ, wissenschaftlich untermauert, und nie ins Esotärische abgleitend.
Ein gutes Produkt. Kann es nur weiter empfehlen.
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"Menschliches Genom entschlüsselt!" Diese Meldung schlug im Jahr 2000 ein wie eine Bombe. Die Berichterstattung beherrschte ein ganzes Jahr lang die Medien. Man sprach vom "Buch des Lebens". Anlässlich dieser sensationellen Bekanntgabe verkündete der damalige US-Präsident Bill Clinton in einer Pressekonferenz das Ereignis der Weltöffentlichkeit mit folgenden Worten: "Mit diesem Tag lernen wir die Sprache, mit der Gott das Leben erschaffen hat". Dies veranlasste Sidney Brenner, einen der Pioniere der Genforschung, zu einer vorlauten Bemerkung: "Und vielleicht ist die Bibel die Sprache, in der der Mensch Gott erschaffen hat". Nun ist weder das Genom noch die Bibel eine Sprache, sondern bestenfalls ein geschriebener Text und auch die vollmundige Ankündigung der Wissenschaftler, dass es "nur noch ein kleiner Schritt zur Identifizierung der krank machenden Gene und in der Folge zu einer adäquaten Therapie dieser Bausteine des Lebens" sei, ist mittlerweile in Ernüchterung unter den Genforschern umgeschlagen, stellt Kurt Langbein in seinem "Weißbuch Heilung" fest.

"Das Genom ist längst entschlüsselt, aber die konventionelle Medizin versteht immer noch einen Großteil der Erkrankungen nicht. (...) tausendfache Versuche, mit diesen Ansätzen die großen Volkskrankheiten zu bekämpfen, sind gescheitert." Kommen die Signale, die in einer bestimmten Zelle Gene an- oder abschalten, vielleicht doch aus ganz anderen Regionen des eigenen Körpers? Gibt es eine geheimnisvolle Energie, die in uns fließt und die durch manche Menschen wahrgenommen und aktiviert werden kann? "Was hält uns länger gesund, was macht uns krank? Wie können wir vermeiden, krank zu bleiben oder an einer Krankheit zu sterben? Wie kommt Heilung zustande? Welche Rolle spielen dabei die Mediziner, welche andere Heiler? Wie heilen Heiler überhaupt? Gibt es Erklärungen für Heilungen, welche die Medizin unerklärlich findet? Welche Rolle spielen traditionelle, von der Schulmedizin abgelehnte Therapieformen tatsächlich?" Fragen, denen der Autor in 29 Kapiteln auf den Grund zu gehen versucht.

Kurt Langbein, medizinischer Wissenschaftsjournalist und selbst krebsbetroffen, hat sich in seinem Buch auf eine augenöffnende, individuelle und übergreifende Entdeckungsreise gemacht. Ein Parcours, der ihm ebenso fremd war wie auch mir und der in der eigenen schulmedizinischen geprägten Wahrnehmung bis dato ganz schnell in die Schublade der merkwürdigen fernöstlichen Heilmethoden oder von modernen Esoterik-Strömungen durchzogenen alten Naturkunde gesteckt wurde. Dabei besucht er neben Heilern und Psychoanalytikern auch anerkannte Wissenschaftler, wie zum Beispiel Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer, Epidemiologe Michael Marmot, Hirnforscher Gerald Hüther, den italienischen Neurophysiologen Fabrizio Benedetti oder den amerikanischen Immunbiologen Noah Palm.
Der in Budapest geborene österreichische Autor, der zudem eine bewegte Geschichte seiner Vorfahren erzählen kann, berichtet in kurzen, gut verständlichen und klar analysierten, hochinteressanten Kapiteln von Zellbewegung und -kommunikation in unserem Körper, von Spontanheilung, Placebo-Effekt, Schmerzforschung, den Einflüssen von Beziehungen, Stress, Empathie, Lebensrhythmen und Chronobiologie, von Meditation und Hypnose oder aber den vielen Irrtümern der Ernährungslehre, die Ernährungswissenschaftler Udo Pollmer in einem ZEIT-Interview so treffend persiflierte: "Ernährungsberatung ist vor allem eines: Gewalt von Frauen gegen Frauen."

Eines wird in all den hochinteressanten Ausführungen, die sogar vor der Quantenphysik und dessen jüngstem Kind, der Existenz von Biophotonen, nicht Halt machen, mehr als deutlich: Unser Wissen und das ständige Überbetonen, welchen Einfluss Umweltfaktoren auf unsere Gesundheit haben, das Analysieren unserer Beschwerden und Gesundheitsprobleme in Röhren und mittels hochauflösenderer Fotografien ist nur eine Seite. Eine Medizin, "die den Körper nur als Maschine begreift, hat wenig Chancen, Nachhaltiges zu leisten.", ist sich nicht nur der Autor sicher. Zum "Behandeln" - dessen Wortstamm bereits darauf hindeutet - gehört noch mehr. Krankheit, da sind sich alle interviewten Personen einig, "entsteht primär, wenn das System Mensch nicht mehr in Balance ist. Und Heilung wird dann möglich, wenn Therapeuten den Patienten helfen, die ungünstige Konstellation in ihnen und um sie herum zu verändern und die Selbstheilungskräfte wieder zu aktivieren." Komplementärmedizin ist dabei ein Wort, das man sich merken sollte. Diese Verfahren und Behandlungsmethoden, die (noch) nicht zur konventionellen Schulmedizin gehören und gerade in Universitätskliniken eine nahezu überwindbare Schlucht darstellen, ergänzen und unterstützen und stellen einen nicht zu unterschätzenden Anteil bei der Aktivierung der Selbstheilungskräfte dar.

Fazit: "Weißbuch Heilung" versteht sich als leidenschaftliche Kritik gegen das verkürzte und verengte Denken der medizinischen Zunft. Es ist zugleich ein großes Plädoyer dafür, dass sich die Forschung endlich aus dem festen Griff der Medizin-Industrie, allen voran der Pharmaindustrie, lösen sollte. "Es ist der Geist, der sich den Körper baut", heißt es in Friedrich Schillers "Wallenstein". Kurt Langbein fügt hinzu: "Schritt um Schritt erkennt nun die Neurowissenschaft, wie richtig der Dichter - und ausgebildete Arzt - damit lag: Die Seele kann den Leib verändern." Ich persönlich würde nun nicht behaupten, dass es durch das Lesen dieses Buchs gleichfalls glückt, aber die eigene Denkweise erden, zum Nach- und vielleicht gar zum Umdenken bringen, DAS gelingt diesem hervorragenden Buch, dem ich - ganz im Gegensatz zu tatsächlichen virulenten Krankheiten - eine epidemieartige Verbreitung und akute Ansteckungsgefahr wünsche.
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am 31. März 2014
Der Autor versteht es durchaus immer wieder über den Tellerrand hinauszublicken und Alternativen auf dem Weg zur Heilung aufzuzeigen. Authentisch wirkt das Geschriebene vor allem durch seine eigene Erkrankung und die pragmatische Auseinandersetzung mit dem sogenannten Unerklärbarem beim Heil werden.
Mich fasziniert dabei das alles recht einfach und klar auf den Punkt gebracht wird, ohne Eso Dudelei und auch ohne einen medizingläubigen Kniefall.
Es gibt gute Kontaktangebote und viel Nachdenkliches über allzu viel "aus dem Ruder gelaufenes" in unserer Medizin.
Auf jeden Fall hat es meinen Horizont erweitert und auch die Filme des Autors können Erhellung bringen.
Good stuff

Wolfgang Weiss
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