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am 28. Januar 2017
Das Buch hat mir manche Verhaltensweisen meiner Eltern zumindest verständlicher gemacht.
Auch kann man eigene Verhaltensweisen, die durch die Eltern mitgeprägt wurden, durchaus wiedererkennen.
Insoweit nicht nur ein Buch zum besseren Verständnis der Elterngeneration, sondern auch teilweise mögliche Antworten auf die Reflektierung eigenen Verhaltens und eigener "Gewohnheiten".
Ein unbedingt lesenswertes Buch , mit dem das "Folgebuch" Nachkriegskinder nicht mithalten kann.
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am 8. Dezember 2011
Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet!
Ich wusste immer das meine Großeltern viele unschöne Dinge durchgemacht haben während und nach dem 2. Weltkrieg, aber erst durch dieses Buch habe ich verstanden, wie sich diese Kindheitstrauma - denn nichts anderes ist es - auf ihr Leben ausgewirkt hat, auf ihre eigenen Kinder und somit auch auf mich.
Ich habe das Buch später meinem Großvater geschenkt und seit er es gelesen hat spricht er viel häufiger über seine Erlebnisse. Danke dafür.
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am 7. Juli 2016
warum unsere Elterngeneration sich zuweilen unbegreiflich verhält. Ein sehr sehr spannendes Buch über das Verarbeiten von Erlebnissen, die wir, geboren in den friedlichen, zuversichtlichen 60igern etwa, uns gar nicht vorstellen können noch wollen.
Von Erziehungsmethoden aus dem 3. Reich bis hin zu Kriegsereignissen und Kriegsfolgen, und was diese mit sehr jungen Menschen anstellen und wie sie sie prägen, wird vieles behandelt, das einem die Augen öffnet. Nebenbei auch ein sehr aktuelles Buch, denn eigentlich ist immer irgendwo auf der Welt Krieg. Und von irgendwoher fliehen immer Menschen.
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am 1. März 2018
Das Buch ist sehr lesenswert. Habe darüber im größeren Kreis von Angehörigen der Jahrgänge 1930 bis 1945 berichtet und damit eine lebhafte Diskussion ausgelöst. Beim Vortrag habe ich bewusst die Einlassungen von Sabine Bode mit den Stichworten "Tätervolk" und "Schuld" weggelassen, weil diese Begriffe ob ihrer Pauschalität unzutreffend sind und auch die mit diesen Begriffen verbundenen traurigen Vorgänge eine sehr differenzierte Betrachtungsweise erfordern, die dieses Buch sprengen würden. Deswegen und wegen der häufigen Verwendung dieser Begriffe zwei Punkte Abzug.
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am 22. Februar 2015
Dieses Buch ist ein Augenöffner. Ich (wie der Rest meiner Familie) hat unsere vom Krieg geprägte Familiengeschichte über Jahrzehnte ausgeblendet. Über die Flucht meines Vaters aus Ostpreußen, den Verlust seiner Familie im Krieg, wurde nie gesprochen. Ich bin erschüttert, dass es offenbar in vielen deutschen Familien Parallelen gibt. Der Krieg spielte nur dann eine Rolle, wenn mein Vater sich jeden Samstag im dritten Programm die Wochenschau von vor 40 Jahren reingezogen hat. Aber auch darüber wurde nie gesprochen. Für mich war das immer weit weg. Leider muss ich heute zugeben, dass nicht nur meine Eltern als Kriegskinder, sondern auch ich, als Kriegsenkel, tatsächlich von dieser (Familien- und Landes-) Geschichte maßgeblich geprägt wurde. Etwas, worüber ich mir zuvor nie Gedanken gemacht habe, liegt jetzt so klar auf der Hand, dass es mich fast umgehauen hat. Man sollte das Buch lesen, wenn man Kriegskind ist oder wenn man Kriegskinder als Eltern hat. Ich habe mir mittlerweile auch das zweite Bode-Buch zum Thema gekauft: Kriegsenkel - die Erben der vergessenen Generation.
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TOP 500 REZENSENTam 4. August 2015
Sabine Bode (* 1947), Journalistin aus Köln, hat es sich zur Aufgabe gemacht, über eine vergessene Generation zu recherchieren. Es geht um die Jahrgänge, die zwischen 1930 und 1945 geboren sind und demnach den Bombenkrieg in Deutschland und/oder die Flucht am Kriegsende durchleben mussten. Das Buch stellt eine Mischung zwischen Literaturrecherche, Portraits einzelner Schicksale und übergeordneter Reflexion dar. Die Werke von Soziologen, Ärzten, Schriftstellern und Historikern werden ebenso zitiert, wie einzelne Betroffene selbst zu Wort kommen. Erst nach der Jahrtausendwende begann die öffentliche Debatte und Aufarbeitung dieses Themas.

Die Leiden dieser Generation waren mannigfaltig. Eine einschneidende Fluchterfahrung, während der die Kinder nicht nur ihr Hab‘ und Gut zurücklassen mussten, sondern über Monate mit Krankheit, Tod und Brutalität konfrontiert mussten, hinterlässt lebenslange Spuren. Als Baby sich täglich in den Luftschutzkeller aufzuhalten und von der geängstigten Mutter nicht gestillt werden zu können, lässt Herzprobleme Jahrzehnte später zum quälenden Begleiter werden. Die jahrzehntelange Suche nach dem verschollenen Bruder bedeutet, dass überlebende Geschwister hintan stehen mussten. Jahrelange Mangelernährung konnte den Hunger zum Lebensthema werden lassen. Sich weder an Geburtsort, Datum oder den eigenen Namen erinnern zu können, beraubte einer Person ihrer Identität. Das lebenslange Warten der Mutter auf den Vater hinterliess Schuldgefühle und eine lebenslange Rollenumkehr: Kinder behüteten ihre Eltern. Die Platzierung bei Pflegefamilien bewirkte den lebenslangen Eindruck, weniger wert zu sein. Das Unbeaufsichtigt-bleiben in den Jahren nach dem Krieg hatte nicht nur eine grosse Eigenständigkeit von Kindern zur Folge; manche waren auch dem Missbrauch von Erwachsenen schutzlos ausgeliefert.

Die Lektüre ging mir nahe. Was bleibt haften?

Erstens beschreibt die Autorin über die Mühe solcher Menschen, stabile Beziehungen einzugehen und vor allem aufrecht zu erhalten. Kaum eine Ehe blieb intakt.

Zweitens die Erkenntnis, dass Eltern unbewusst „emotionale Pakete“ an ihre Kinder weitergeben. Leiden und dysfunktionale Muster tauchen auch bei der nächsten Generation auf. (Bode schrieb noch ein weiteres Buch „Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation“.)

Drittens der Eindruck, wie der gesellschaftliche Umgang mit dieser Generation ebenfalls prägte. Ärzte und Psychiater kümmerten sich vor allem um „direkte“ Kriegsgeschädigte – ohne zu beachten, dass die Kriegskinder auch zu den Versehrten gehörten.

Viertens ist es bemerkenswert, dass sich für die Generation ein bestimmtes Profil entwickelte: Sie blieb unscheinbar und war äusserst arbeitsam.

Fünftens wird deutlich, wie wichtig die Aufarbeitung bzw. das in-Kontakt-treten mit der eigenen schmerzlichen Geschichte ist. Individuelle wie auch kollektive Trauer bilden die Voraussetzung, auf das Leiden anderer richtig Anteil nehmen zu können.

Eigentlich ist diese Arbeit ein (Praxis-)Lehrbuch zur Traumaarbeit. Es liess mich sensibler dafür werden, welche Geschichten gerade Menschen mit sich herumschleppen, die nie auf sich aufmerksam machen. Ich empfehle die Lektüre nicht nur geschichtlich interessierten Menschen, sondern allen, die wie ich in einer beratenden Funktion tätig sind.
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am 1. Januar 2014
Ich bin 1971 geboren, also eine Enkelin der vergessenen Generation. Da ich mich schon immer sehr für die damalige Zeit interessiert habe, wahrscheinlich um das damalige Grauen irgendwie besser verstehen zu können, habe ich immer viel nach gefragt und meine Familie damit genervt. Es kamen viele Geschichten zusammen aber in die Tiefe ging niemand so wirklich. Meine Tante erzählte mir als sie und mein Onkel noch lebten einmal im Vertrauen, dass mein Onkel (1928 geboren) sein Leben lang an schrecklichen Alpträumen gelitten habe... Auch heute, nachdem ich das Buch gelesen habe, spreche ich viel mit meiner Mutter (*1939) darüber. Mein Vater ist leider schon verstorben und so bleibt mir nur meine Mutter, sie aber tut immer so, als sei das alles nicht so schlimm gewesen. Klar, sie erzählt wie sie in Trümmern gespielt habe und wie ihre Mutter hamstern war, aber viel sei ihr nicht in Erinnerung geblieben. Typisches und auch verständliches Verhalten, wenn man die Gründe dafür gelesen hat. Verdrängen war und ist wahrscheinlich für viele einfach nur ein Selbstschutz. Mit jeder Seite die ich in diesem Buch gelesen habe, konnte ich viele Verhaltensweisen bei meinem Eltern und Großeltern besser verstehen. Auch mein eigenes Verhalten, dass durch die Erziehung meiner im Krieg geborenen Eltern ja geprägt wurde, kann ich nun etwas besser nachvollziehen. Wie sehr doch im Unterbewusstsein alles hängen bleibt und das ganze Leben prägt, verstehe ich erst jetzt. Es wurde wirklich Zeit für dieses Buch. Danke.
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am 16. Februar 2017
Trilogie von Sabine Bode: Die drei Bücher zu den drei Generationen (Kriegsgeneration - Nachkriegsgeneration - Generation der Nachkriegsgeneration) sind sehr hilfreich, sich selbst, seine Eltern und Großeltern besser zu verstehen. Die Autorin verwendet Interviews und verbindet diese mit Kommentaren von interessanten Persönlichkeiten wie Forscher, Therapeuten. Alle drei Bücher sind unbedingt lesenswert!
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am 28. April 2018
Es geht um die Kriegskinder, Kriegsjugendlichen, aber auch alle, die im 2. Weltkrieg in der Armee (hier gesamte Streitmacht von 1933 - 1945 bzw. Entlassung aus Kriegsgefangenenlagern) waren. Viele ältere Menschen in Deutschland sind dement oder haben Alzheimer, weil sie über diese Ereignisse und Traumata ihrer Kindheit, Jugend und Erwachsensein des Naziregimes nie geredet haben. Und die Kriegssenkel + KriegsURENKEL sind die Kinder oder Enkel dieser traumatisierten Kriegskinder.

Kein Wunder, dass in Deutschland so viele Kinder und Enkelkinder verletzt aufwachsen oder aufwuchsen und jede 2. Ehe geschieden wird.

Wir als Volk bzw. Deutsche wehren uns vielfach gegen die Begriffe "Führer" und "Führerpersönlichkeit." Entweder weigern wir uns oftmals diese Positionen im Leben oder als Job anzunehmen oder wir können sie nicht adäquat leben.

Obgleich wir alle als Deutsche fürs Leiten geboren sind und die Unterordnung unter Regeln, Vorschriften + Gesetze bzw. Hilfsbereitschaft als normale Tugenden die Voraussetzungen dazu sind, fällt es uns extrem schwer, diese Voraussetzungen zu entwickeln.
Mittlerweile werden auch diese Werte unserer Gesellschaft sogar in Schulen scheinbar selten vermittelt, denn auch diese Kinder suchen Vorbilder in den Erwachsenen um sich herum.
Oftmals sind diese Werte in unserer Gesellschaft Hilfsbereitschaft und das Halten an Regeln, Vorschriften + Gesetze nicht mehr in unseren heranwachsenden Kindern und Jugendlichen vertreten.

Allein wie viel Unfälle passieren, weil wir uns nicht an die STVO halten.

Und meiner Meinung ist ein entscheidendes Element an der heutigen Lage in Deutschland die Nichtaufarbeitung / das Nichterzählen / das große Schweigen um dieses Thema von 1933-1045 und deren nicht absehbaren bzw. nicht antizipierten oder im Nachhinein erkannten Folgen für die nachfolgenden Generationen in Deutschland.

Dieses Buch sollte jeder lesen.

Es wird den Horizont erweitern und ein Augenöffner in der Geschichte über diese unmenschliche Zeit für alle Nachfolgegenrationen.

Und wenn Kinder und Enkel und Urenkel ihre Eltern, Großeltern und Urgroßeltern besuchen und nach dem Lesen dieses Buches ein offenes Ohr für das Erzählen dieser Ereignisse und Traumata für diese haben, dann ist ein erster entscheidender Schritt für eine Veränderung in unserer Gesellschaft getan.

Ebenso sollten Kitas + Schulen Senioren einladen, um Ihren Schülern bzw. Kindern lebendigen Geschichtsunterricht von authentischen Zeugen zu gönnen.

Es sind echte Zeitzeugen, die jedes Geschichtsbuch um Längen schlagen.
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am 24. März 2018
Nach dem Lesen des Buches 'Kriegsenkel' entschied ich mich zu weiterer 'Fortbildung' des Generationsverständnisses wegen und kaufte dieses Buch. Ich fand es für mich persönlich weit weniger ansprechend als 'Kriegsenkel', was widerum für der Qualität beider Bücher spricht, da ich nicht der 'vergessenen Generation' angehöre.
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