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am 27. August 2014
Ich habe bisher noch nichts von Franzobel gelesen, kannte den österreichischen Autor nur dem Namen nach. "Wiener Wunder" hat genau 223 Seiten, ist also eher ein "Romanerl" als ein Roman. Die Geschichte liest sich schnell und flüssig, der Kommissar Falt Groschen ist ein gemütlich-sympathischer Ermittler. Für mich als Wienerin war es auch interessant, die ganzen Schauplätze des Geschehens zu kennen. Doch richtig spannend ist die Geschichte nicht, eher leicht lustig. Und die nervigen Namen! Ein paar Kostproben: Illona Gleichweit, Xaver Einbrot, Darius Engel, Hanns Hallux, Oktavian Tulipan, Gordon Zwilling.... Uff.
Am interessantesten in diesem Buch sind die Doping-Hintergründe des Spitzensportes, offensichtlich hat der Autor hier gründlich recherchiert und viel Insider-Wissen gesammelt. Ich finde, daraus hätte man mehr machen können. Ich glaube, dies ist der erste "Krimi" dieses Autors, und das merkt man auch.
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am 22. August 2014
Es geht um die spannende Aufklärung des mysteriösen "Selbstmordes" eines höchst erfolgreichen Sportlers, der vor Kurzem des Dopings überführt worden ist. Soweit die Geschichte.
Besonders interessant und vor allem ganz ausgezeichnet ist der Schreibstil von Franzobel, von dem ich bis dahin noch nichts gelesen hatte. Das soll sich aber nun ändern, weil ich von der bildhaften, faszinierenden Sprache des Autors im höchsten Maße angetan bin! Die ausgesprochen gute Beobachtungsgabe von Franzobel lassen einen die Charaktere und besonders das Milieu, in dem sie agieren, deutlich vor den Augen erscheinen. Gerade Wien-Kenner werden ihre Freude haben, weil man eben die verschiedenen erwähnten Straßen und Gassen kennt!
Ich habe diesen Roman mit großem Genuss gelesen und es wird nicht mein letzter Franzobel sein!
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am 13. August 2014
Wirklich angenehm zu lesen mit ein paar versteckten Botschaften zwischen den Zeilen

Die Ähnlichkeiten zur realen Welt sind zum Teil nicht von der Hand zu weisen
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am 5. September 2014
Ein klassischer Wienkrimi der durch die Formulierung heraussticht. Man kann die Gegend nachvollziehen und das ist genau der Grund, warum ich Wienkrimis liebe. Auch die Verwendung von wienerische Ausdrücken rundet das ganze ab. Sehr gelungen. Bitte wann kommt der nächste Fall
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am 4. September 2014
Wenn ich boesartig wäre, wurde ich meinen, dieses Buch hat Donna Leon geschrieben. Mitten in einer spannenden Phase beginnt der Autor mit langen Detailbeschreibungen von Gefuehlen etz. Außerdem die Anfuehrungszeichen. Es mag schick sein, diese Zeichen mit einem Bindestrich zu ersetzen, aber es ist nicht angenehm beim Lesen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 21. Mai 2015
Er war ein bekannter Sportler, Österreichs schnellster Mann, hochgelobt doch nun tief gefallen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nach dem Karriereabbruch wegen nachgewiesenem Dopings stürzt der Leichtathlet Edgar Wenninger aus dem 4. Stock eines alten Wiener Hauses und haucht sein Leben aus.

Im Kriminalroman „Wiener Wunder“ des seit vielen Jahren schreibenden Österreichers Franzobel geht es nach dem Tode des berühmten Sportlers heiß her. Mit dabei sind seine Frau, sein Trainer, der auch seine Frau sehr gut zu kennen scheint. Dubiose Drogenfahnder, Schmierfinken und Typen, die im Sportbusiness ihr Geld verdienen. Und das nicht immer mit wirklich legalen Mitteln.

Kommissar Groschen, der bereits Wochen vor dem Wiener Fenstersturz eine Mail erhalten hat, in welcher der unnatürliche Tod eines bekannten Sportlers angekündigt wird, wundert sich. Und ermittelt. Und dabei wundert er sich noch mehr, was ganz sicher auch an den Tatverdächtigen liegt, die ihm begegnen. Und an Leuten, die ihm etwas zu sagen haben. Irgendetwas. Was auch immer.

Ja, die Figuren von Franzobel haben schon Patina angesetzt und die steht ihnen gut. Bärbeißig wienerisch, mit verschluckten Wortendungen und zielsicher auf dem Weg zum nächsten Fettnapf bevölkern sie die Wiener Wunder – Welt genauso, wie völlig humorlose Zeitgenossen und, man mag es kaum glauben, auch Originale und solche, die sich dafür halten. Trotz der inneren Lethargie so mancher dieser (Anti)Helden gibt der Autor seiner Geschichte den Drive, den sie braucht, um den Leser allseits zu fesseln, auf Überraschendes einzustimmen und dann wieder ganz andächtig zu verweilen. Am besten in einem echten Wiener Taxi, in dem Kommissar Groschen schon mal ein Verhör stattfinden lässt. Ein äußerst unterhaltsamer Roman.
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Das originelle Buchcover erweckt den Eindruck,hier hat ein Comic Pate gestanden. Schon im Innenteil des Buchtextes geht es los: Sehr geehrte Kriminalpolizei, in den nächsten Tagen wird ein sehr bekannter Sportler einen vermeintlichen Selbstmord begehen. Die Inhaltsangabe des Buches erklärt alles: Anonyme E-Mails bringen Falt Groschen, 45 Kommissar im Morddezernat der Wiener Polizei, üblicherweise nicht mehr aus der Ruhe. Erst als er erfährt, das der Sportler und 400-Meter-Rekordhalter Edgar Wenniger wirklich in den Tod gestürzt ist, beginnt er zu ermitteln. Noch am Tatort erscheint der zwielichtige Doping-Fahnder Hand Hallux. Groschen scheucht korrupte Sportartikelvertreter auf und den windigen Journalisten Walter Maria Schmierer. Wennigers Frau Marion übt mit dessen ehemaligen Trainer nicht nur für den Triathlon, um Wennigers Manager taucht unter. Als auch er tot aufgefunden wird, nimmt der Fall eine verblüffende Wendung. Der Wiener Kommissar Falt Groschen ist ein recht moppeliger nörgelnder Typ. So Mitte 40. Wie anfangs schon erwähnt, er bekommt ein Schreiben und es soll ein Mord geschehen. Und der ist passiert. Der Sportler stürzt aus dem vierten Stock. Selbstmord oder nicht? Groschen stürzt sich sofort mit seinem Assistenten Zakravsky und Zwilling, in die Ermittlungen. Eine große Hilfe sind die beiden für Groschen nicht. Er findet allerdings heraus, das familiäre Probleme in diesem Fall eine wichtige Rolle spielen können. Ein interessanter Fall macht hier Geschichte. Ein Wiener Wunder!! Das Buch ist im Paul Zsolnay Verlag Wien erschienen, der Leser hat hier alles, eine humorvolle Geschichte und ungewöhnliches Ende. Zum weiterempfehlen bestens geeignet.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. März 2015
In letzter Zeit gibt es vermehrt renommierte Schriftsteller, die ihr Herz für den Kriminalroman entdecken und einen Ausflug in dieses Genre unternehmen. Man denke nur an den Iren John Banville, der unter dem Pseudonym Benjamin Black seine mehr oder weniger gelungenen Romane um den Pathologen Quirke veröffentlicht. Wenn nun ein österreichischer Autor, der sowohl mit dem Bachmann- als auch mit dem Schnitzler-Preis ausgezeichnet wurde, ähnliches versucht, darf man auf das Resultat gespannt sein.

Hauptfigur in „Wiener Wunder“ von Franzobel ist der Wiener Kommissar Falt Groschen, ein moppeliger, ab an an recht grantiger Mitvierziger, der eines Tages eine mysteriöse Nachricht erhält, nach der in den kommenden Tagen ein getarnter Mord geschehen soll. Und es kommt, wie es kommen muss – gerade erst ist es etwas ruhiger um den des Dopings überführte 400-Meter-Läufer Edgar Wenninger geworden, schon sorgt sein tödlicher Sturz aus dem vierten Stock für neue Schlagzeilen. Selbstmord, oder etwa doch nicht?

Viele Gründe sprechen dafür, gerade dann, wenn man die gesellschaftliche Ächtung, die familiären Probleme und die finanzielle Misere des Hochleistungssportlers berücksichtigt. Aber Kommissar Groschen hat so seine Zweifel und stürzt sich, wenn auch eher gemächlich, in die Ermittlungen, bei denen er von seinen Assistenten Zakravsky und Zwilling mehr oder weniger tatkräftig unterstützt wird.

Es ist offensichtlich, dass Franzobel seine Klassiker gelesen hat: Aufbau und Verlauf der Krimihandlung erinnern sehr an die Romane einer Agatha Christie, bis hin zu der Versammlung aller Verdächtigen in einem Raum sowie der Aufzählung sämtlicher Motive, die zum Tod des Athleten hätten führen können. Allerdings vergeht dann doch noch einige Zeit, bis der wahre Schuldige gefunden ist. Es stellt sich die Frage, ob dieses Spielen mit Klischees einfach nur konventionell oder aber, was ich eher vermute, eine Parodie auf das Genre ist.

Der Autor ist zwar bekannt für seinen eher unkonventionellen Umgang mit Sprache, aber selbst ein geübter Leser gerät immer wieder ins Stocken, wenn er sich durch die vielen Halbsätze sowie die wörtliche Rede ohne Punkt und Komma kämpfen muss, ganz zu schweigen von den „sprechenden Namen“, die allesamt aufgesetzt wirken, und mir zu keinem Zeitpunkt ein Lächeln entlocken konnten.

Zu behäbig, zu bieder - nein, wir werden keine Freunde, der Herr Franzobel und ich…
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am 28. August 2014
Man sollte dieses Buch nicht lesen. Moment, ausreden lassen bitte! Man sollte dieses Buch nicht lesen, wenn man Sprachkünstlerei generell oder die von Franzobel speziell nicht mag und wenn man nicht seine letzten Illusionen über Doping im Sport zerstört bekommen will. Ansonsten: auf zum Buchhändler, kaufen, lesen!

Die Geschichte rankt sich um einen Dopingsportler, dessen Tod von einem grantelnden Kommisar nachdrücklich untersucht wird. Dabei kommen unschöne Details zum Doping zu Tage, die gut recherchiert scheinen, ob es wahrhaft so schlimm ist, weiß ich nicht, will es vielleicht gar nicht wissen. Wichtiger für mich als Leser ist eher, dass ich mich bei der Lektüre gut amüsiere, wenn ich schon mal einen Krimi lese. Dafür sorgt Franzobel in gewohnter Weise mit seinem eigenen Stil, mit manchmal bösartigem Blick und Wiener Lokalkolorit. Lediglich die Namen seiner Figuren waren mir dann doch zu übertrieben, Hans Hallux und Konsorten etwa klingen mir schon ein bissl bemüht komisch.

Der Mörder war nicht der Gärtner, aber fast. Ich mag ja keine Krimis. Wenn aber Franzobel einen schreibt, dann lese ich ihn. Das kann ich nur empfehlen.
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am 7. Dezember 2015
Nachdem ich mich schon mit Freude einigen Büchern Franzobels gewidmet habe war ich gespannt auf sein Krimi-Debüt.
Die Enttäuschung war herb, beide Bücher habe ich nur widerwillig fertig gelesen.
Spachlich könnte es trivialer kaum sein, die schon peinliche Anbiederung an die deutsche Leserschaft (die damit meiner Meinungf nach beleidigend unterschätzt werden) vertreibt rasch jeden Anflug von Lokalkolorit. Die Vergleiche und Wortspiele findet schon meine 10 jährige Tochter abgedroschen, bieder und mühsam.
Die Handlung und vor allem die inneren Monologe der austauschbaren Figuren sind so bemüht und flach, daß oft Mitleid mit dem Autor aufkommt ("er würde ja gern', kanns aber einfach nicht, der Arme...").
Noch größer war aber das Selbstmitleid beim Lesen. Beide Bücher sind leider weder als Krimi, noch literarisch auch nur annähernd brauchbar.
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