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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
8
4,1 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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Der Autor David Schraven ist Journalist und war unter anderem auch schon in Afghanistan unterwegs. Seine Erlebnisse, aber auch Interviews mit am Krieg beteiligten Bundeswehrsoldaten und deren Befehlshabern sind nun in das gebundene Comic-Buch "Kriegszeiten" eingeflossen, das von Vincent Burmeister illustriert wurde.

Kriegszeiten berichtet über den nun schon mehr als zehn Jahre lang anhaltenden Afghanistankrieg. Dabei deckt Schraven auf, welche Formulierungen die Regierung wählt, um das Kriegstreiben weniger martialisch zu schildern, beziehungsweise, wie lange auch vertuscht wurde, dass es ebenda überhaupt zu kriegerischen Handlungen kommt. Im Comic-Bild festgehalten sind auch viele deutsche Politiker der letzten Dekade, so sieht man nicht nur Guido Westerwelle, Angela Merkel und den Herrn von Guttenberg, sondern eben auch beispielsweise Gerhard Schröder. Der Comic beginnt - wie schon das Cover deutlich macht - mit den Anschlägen von 9/11 und behandelt im Verlauf dann die Frage, ob dieser Krieg mit deutscher Beteiligung überhaupt sinnvoll ist und kommt schließlich zu dem Fazit, dass der Afghanistankrieg schon lange verloren ist.

Schraven und Burmeister haben ein wichtiges Anliegen und bringen dieses auch eindringlich an den Leser. Allerdings hadere ich auch mit dem Band, was letztendlich zu drei von fünf amazon-Sternen führt. Teilweise haben die Comic-Illustrationen im Strich etwas von dem von mir sehr geschätzten US-amerikanischen Comic-Künstler Bill Sienkiewicz, teilweise sind die porträtierten Politiker aber auch kaum bis gar nicht zu erkennen. Der Comic ist in schwarzweißem Strich gehalten und mit Rasterfolien und abwechselnd einem senfgelben oder dunkelbraunen Farbton koloriert worden. Die tristen Farben mögen zwar das kriegerische Thema emotional unterstreichen, augenschmeichlerisch oder zugänglich machen sie den Band aber leider eher nicht. Auch stört mich, dass (wie beim Carlsen-Verlag in letzter Zeit häufiger) ein Panel aus dem Innenteil auch als Titelbild fungiert. Auch der Einband wurde nur matt bedruckt, Farbabrieb an den Coverkanten ist somit leider auch durch vorsichtiges Lesen nicht zu vermeiden. Zuletzt stört mich noch die Verwendung der eingedeutschten Anglizismus-Floskel "Sinn machen". Denn in deutscher Sprache "ergibt etwas Sinn" oder "erscheint etwas sinnvoll". "Sinn machen" tut's aber nur im Englischen ("Makes sense.").

Insgesamt ist "Kriegszeiten" ein lesenswertes und nachdenklich stimmendes, authentisches Comic. Im Anhang findet man noch einen vierseitigen Text von David Schraven und weiterführende Literaturhinweise und Links zum Thema. Ich hätte dem Band eher eine zeichnerische und farbige Umsetzung wie Arne Jyschs "Wave and smile"-Comic gewünscht, der auch das Thema Afghanistankrieg aufgreift - aber eben zugänglicher darstellt. Somit verdiente drei von fünf Sternen und eine Leseempfehlung für alle am Thema Interessierten.
22 Kommentare| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. November 2012
Schraven und Burmeister erzählen die Geschichte und Hintergründe des Afghanistankriegs. Bei dem Comic handelt es sich um eine zeichnerisch umgesetzte Reportage und nicht um eine fiktive Geschichte. Der Comic ist interessant geschrieben und toll gezeichnet. Absolut lesenswert!!!
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am 23. Januar 2015
Wir wurden angelogen.
Afghanistan war eine große Lüge, Geld wurde verprasst und das Buch zeigt in Comic Form Geschichten von Soldaten in einer Art Interview. Nach dem ich dieses Buch "gelesen" habe..... -Ich war schrecklich entäuscht über die Politiker und Medien, die uns tagtäglich mit halbwahrheiten füttern (ich möchte nicht sagen belügen). Wer also nicht wissen möchte was Leute vor Ort sahen und gedacht haben.... Der sollte dieses Buch nicht kaufen und weiter als braver Bürger weiter funktionieren.
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TOP 500 REZENSENTam 13. Januar 2017
Nach Arne Jyshs “Wave and Smile“ legte der Carlsen Verlag eine weitere Eigenproduktion vor, die sich mit dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan beschäftigt. Diesmal handelt es sich jedoch um keine Geschichte, die zwar “von realen Ereignissen inspiriert“ aber “frei erfunden“ wurde. Der Journalist David Schraven war vor Ort in Afghanistan. Er führte Gespräche mit aktiven und ehemaligen Soldaten über ihre Einsatz-Erlebnisse, die er in seine Texte zum Comic “Kriegszeiten“ einarbeitete.

Auf der letzten Seite des Comics spricht Schraven Klartext: “Wir haben über die gefälschte Doktorarbeit von Minister von und zu Guttenberg geredet, über die Affären des Expräsidenten Christian Wulff, aber darüber, dass deutsche Soldaten weltweit eingesetzt werden um deutsche Interessen zu sichern, darüber haben wir zu wenig geredet.“ Der definitive Comic darüber, wie es “ohne Massendemos“ und “ohne politischen Grundsatzstreit“ zum größten “Wandel in der bundesdeutschen Wehrgeschichte kam“, ist “Kriegszeiten“ leider nicht geworden.

Schraven erinnert am Anfang des Buches noch einmal an die Ereignisse des 11. Septembers 2001, die er selbst vor Ort in New York miterlebt hat. Danach versucht er die wenig ruhmreiche Geschichte des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr zu schildern. Dabei wechselt er zwischen der bundespolitischen Ebene und den ihm geschilderten Erlebnissen von Soldaten vor Ort, was sich nicht so recht zusammenfügen will (vielleicht aber auch nicht soll).

Wenn Schraven erzählt, dass Bundeswehrsoldaten an den Örtlichkeiten von denen aus deutsche Militäranlagen mit Granaten beschossen wurden “nicht nur einmal amerikanische Wasserflaschen, Zigaretten und Süßigkeiten gefunden“ haben, so erschließt sich die Schlussfolgerung “Damals sah es so aus als werde Krieg gespielt“ nicht wirklich. Doch Schraven gelingen auch viele großartige Momentaufnahmen eines für die Soldaten vor Ort sehr frustrierenden Kriegseinsatzes, für den sich in ihrer Heimat kaum jemand interessiert.

Die groben nur in ocker oder braun kolorierten oft etwas leeren Bilder des “Aligator Farmers“ Vincent Burmeister passen gut zum dokumentarischen Stil des Werkes, das in der Tradition der Comicreportagen von Joe Sacco (“Palästina“) steht.
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am 13. Dezember 2012
Kondensiert tausende Seiten Dokumente, viele Stunden Interviews und Recherche. Die Comicform konzentriert die harten Dinge, die Bilder erklären einen Krieg mindestens so gut wie drei gedruckte Sachbücher. Und das irre an der Story: Es ist kein Groschenroman, sondern die Realität. Mehr davon, liebe Zeichner und Journalisten!
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am 8. Dezember 2013
Endlich eine Aufarbeitung, die gründlich und kritisch alles beleuchtet, ohne Verschwörungsfantasien zu verstärken. Sehr zu empfehlen, um den nachwachsenden Generationen die Dramatik des damaligen Geschehens nahe zu bringen.
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am 5. November 2012
Ich bin ein Comic-Fan und war erst skeptisch, ob sich das Thema für dieses Format eignet. Tut es. Der Comic ermöglicht die visuelle Umsetzung des Themas in einer Qualität, die kaum ein TV-Team erreichen könnte. Absolut lesenswert!
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am 5. Oktober 2012
Der Verlag und der Autor sollten genau Wissen was sie Schreiben.
Sin und Zweck des Buches und des Zitates auf der Rückseite des Buches., können Rechtliche auswirkungen haben.
Ich halte das Buch im zusammenhang mit dem Luftrecht (D)und(USA) ohne die "Freie Meinug" beschrenken zu wollen für Gefärlich.
Möge die Friedfertigkeit gewinnen
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11 Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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