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Kundenrezensionen

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am 18. Februar 2013
Als der junge Nic Caruana auf der Straße überfallen wird, tötet er aus Notwehr einen der Angreifer. Zehn Jahre später verdient Nic seinen Lebensunterhalt mit dem Aufspüren und - wenn gewünscht - Verschwinden lassen von Menschen.

Sein aktueller Auftrag besteht darin, herauszufinden, was mit der 16-jährigen Tochter eines Waffenhändlers passiert ist und, wenn nötig, Rache zu nehmen. Doch diesmal kommt er zu spät, denn Emma wurde bestialisch ermordet.

Dieser Teil des Jobs ist nicht das Problem, das Problem ist Clare, die Frau des Waffenhändlers. Nic fühlt sich zu ihr hingezogen. Sie ist schön und verführerisch, aber auch eine tragische Figur. Nic kommt daher wie der weiße Ritter, aber auch er kann Clare nicht erretten.

Hanna Jameson hat mit "Kalter Schmerz" einen hyper-gewalttätigen Roman geschrieben, der in der Londoner Unterwelt spielt, voller Junkies und Psychopathen, Dealer und Killer. Ein dunkler Ort, wo das Aufwachen am Morgen nicht garantiert ist. Der Schreibstil der Autorin ist wild und hart, oft sehr provokant.

Dennoch gibt es in dieser Geschichte mehr Witz und Intelligenz, als in einem typischen Blut und Wut Thriller, Gedanken über elterliche Liebe und den Wert des Lebens. Und mit Nic hat die Autorin einen spannenden Helden geschaffen, halb Schotte, halb Italiener, der mich ein wenig an 'Der Regler' bzw. 'Der Spezialist' erinnert hat. Wobei ich seinen Kollegen Mark fast noch authentischer finde.

Kaum zu glauben, dass "Kalter Schmerz" ein Debütroman ist, noch dazu von einer 22-Jährigen. Hanna Jameson ist ein echtes Talent! Insgesamt ein wirklich gelungenes und empfehlenswertes Buch. Nur der Sinn des deutschen Covers erschließt sich mir irgendwie nicht...
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am 18. März 2013
Es ist bereits bei der ersten Begegnung mit seinen neuen Auftraggebern klar, dass dieser Fall Nic an die Grenze führen wird. Vor allem an seine persönlichen Grenzen. Denn die Mutter des verschwundenen Mädchens, Clare, fasziniert ihn vom ersten Augenblick an.

Diese Narben an den Armen, diese kalte Haltung, dieses Unnahbare. Nic weiß gar nicht, was es ist und er kämpft hart gegen sich an, aber er spürt, diese Frau muss, will er haben.

Aber er weiß auch, sie ist nicht für ihn. Sein Auftraggeber, Vater des Mädchens, Ehemann Clares, ist eine ziemliche Nummer in Londons Unterwelt und ist dies nicht durch Rücksichtnahme geworden. Nic weiß, wenn der Mann in solche Richtung auch nur etwas ahnen sollte, wird Nics Leben sehr schmerzhaft werden. Und damit kennt er sich aus. Denn sein Job, seine Passion, ist es, da aufzuräumen, wo andere sich die Hände nicht schmutzig machen wollen. Jene zu finden, die nicht gefunden werden wollen. Solches einzutreiben, was nicht freiwillig gegeben wird. Jene für immer verschwinden zu lassen, die gut zahlende Auftraggeber durch ihre reine Existenz stören.

Nic Caruana, der Aufräumer. Pat Dyer, der Waffenhändler und Clare, die ehemalige und gescheiterte Ballerina. Drei Personen , die, jeder auf seine Weise, um jene verschwundene Emma Dyer kreisen. Die nicht lange verschwunden bleiben wird. Ein Verbrechen, das zu einer Erweiterung von Nics Auftrag führt. Nun soll er jene finden, die Emma das angetan haben. Und Nic macht seinen Job gründlich. Zu gründlich. Denn er findet noch wesentlich mehr heraus, vor allem, was hinter Clares merkwürdigem Benehmen steckt.

So treibt die Geschichte unaufhaltsam auf ihren Kulminationspunkt zu. In einer Welt, die in der Regel nicht Teil von Hochglanzmagazinen ist. In der Drogen, Verrat, Verlust, Gewalt tragende Rollen spielen und Auge um Auge vergolten wird. Gern auch mit einem Bunsenbrenner. Der lässt Augäpfel schnell in ganz andere Aggregatzustände herüber gleiten.

Eine Welt, die Jameson kompromisslos, kühl und ohne jede Scheu vor brachialer Gewalt vor die Augen des Lesers stellt. Kaum zu glauben, dass die erst 22jährige Autorin mit solcher Lässigkeit und genau auf der Grenze zwischen Härte und Übertreibung einen Einblick in die unterste Unterwelt gewährt. Mit Personen, die sie ebenso klar und kühl differenziert zu skizzieren versteht. Nic ist hart, aber doch innerlich verletzt und sensibel. Pat für seine Freunde eine Seele von Mann, was sich aber in Bruchteilen von Sekunden zu ändern vermag. Momente, die Jameson meist treffend beschreibt. Genauso, wie sie die Persönlichkeit der Clare Schritt für Schritt „entblättert“. Wobei im Lauf der Lektüre doch einiges gut gestartete im Sande verläuft und sich Stereotype herausbilden, die mehr und mehr in ihren Handlugen vorhersehbar werden.

Alles in allem ein gradliniger, harter Thriller mit lakonischen, „beschädigten“ Protagonisten, die in ihrer Welt kompromisslos überleben und ihrer Wege gehen (und dies hier und da zu stereotyp tun, wie auch die eigentliche „Aufklärung“ des Falles nicht alles wirklich erklärt)

Überwiegend spannend, in sich weitgehend logisch aufgebaut, mit überraschenden Wendungen und ungeschminkter Gewalt. Ein Thriller nicht für schwache Nerven, aber durchaus gut zu lesen, auch wenn die ein oder andere „Zerstörung“ nicht letztlich in ihren Motiven geklärt wird.
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am 15. September 2016
Über die "Handlung" wird in den anderen Bewertungen schon ausführlich geschrieben. Ich möchte mich auf
meinen Eindruck beschränken:
Angesprochen durch Kurzfassung und Aufmachung habe ich eine halbwegs ansprechende Geschichte um
Mord, Beziehung und Spannung erwartet. Da ist dieses Buch ein einziger Reinfall. Die Personen sind völlig nichtssagend und farblos, die Geschichte ist wirr und absolut langweilig. Nach der Hälfte des Buches habe ich
es zur Seite gelegt, das kommt bei mir fast nie vor.
Schade um die Zeit.
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am 18. Juni 2015
Nic Caruana ist der Ich-Erzähler in diesem Thriller, der hier nicht ohne Grund bei Literatur eingeordnet ist. Er hat durchaus einen interessanten Sprachstil und gibt facettenreiche Einblicke in die Psyche der Protagonisten. Hier gibt es kein schwarz und weiß nur düsteres grau. Die Hauptakteuere sind ziemlich kantig und nicht wirklich symphatisch. Nic ist trotz aller positiven Anlagen und Einsichten ein Verbrecher und ein mörderisch abgestumpfter Charakter. Er schneidet schon mal so nebenbei Ohrläppchen ab und bricht gerne Arme, um seine Wünsche und Fragen deutlich zu machen. Auch sonst gibt es einige Szenen, die blutig und brutal sind, neben dem eigentlichen Mord an der 16-jährigen Emma, wird ein Kopf abgeschnitten und anderes. Also nichts für schwache Nerven. Es ist auch kein wirklicher Krimi, denn Nic sucht zwar im Auftrag der Eltern nach dem oder den Mördern an ihrer Tochter aber eigentlich geht es doch um anderes. Hier wird eine Ehe durchleuchtet, Sado-Maso und Gewalt in der Ehe hinterfragt und NIc ist mittendrinnen und gefühlsmäßig stark involviert.
Ein spannender Erstling, in Passagen durchaus sprachlich ansprechend und ausgefeilt - mit ein paar Schwächen im Mittelteil und ganz am Schluss ist irgendwie die Luft etwas raus. Aber ich habe es rasant durchgelesen und werde sicherlich ein weiteres Buch dieser Autorin wieder zur Hand nehmen.
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am 27. März 2015
Der Roman gibt zunächst einen Einblick in Nics Kindheit, in dem er selbt das Opfer ist, während er in der Gegenwart des Romanes als Opfer zum Täter mutiert ist und er den Auftrag bekommt ein verschwundenes Mädchen aufzuspüren. Leider ist das Mädchen schon brutal ermordet worden. Nic, der als jemand beschrieben wird, der keine Gefühle zulässt, empfindet Mitleid mit dem Mädchen und der Mutter. Er beginnt dem Grund für den Mord zu suchen bzw. den Mörder.
Nic, obwohl er Mann ist, der für Geld alles tun würde und seinerseits mit einem Mann zusammenlebt, dem der Schmerz anderer Leute Freude bereitet, hat trotzdem einen kleinen Rest Sympathie auf seiner Seite, weil er zwischendurch so etwas wie Gewissen zeigt.
Ich habe das Buch zwar zu Ende gelesen, aber ehrlich gesagt es fiel mir schwer. Fast alle Personen waren mir unsympathisch und ich konnte - glücklicherweise - mit ihrem Umfeld überhaupt nichts anfangen. Wer sehr kranke Charaktere ,und dies beziehe ich nicht nur auf die ganzen Drogen sondern auf die gesamte Psyche der Einzelnen, kennenlernen möchte und gut mit Gewalt etc. umgehen kann, dem könnte das Buch gefallen. Meinen Geschmack trifft das Buch gar nicht.
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am 15. Dezember 2014
Dieser Thriller, wohl der Erstling von Hanna Jameson, ist ein bisschen ein Genremix, denn der Ich-Erzähler ist eigentlich ein Auftragskiller und Dreckweg-Räumer für größere Verbrecherbosse. Er ist kaltblütig und hat eine sehr niedrige Hemmschwelle was Grausamkeiten betrifft. Aber auch in Bezug auf Frauen ist seine Hemmschwelle wohl niedrig, denn er verliebt sich in die Mutter des Opfers seiner neuesten Nachforschungen. Für den Vater soll er den Mörder ausfindig machen. Die Mutter ist ziemlich kaputt, wobei zunächst nicht klar ist, ob es nur am Tod ihrer halbwüchsigen Tochter liegt, oder ob da noch etwas anderes ist, wie z.B. Gewalt in der Ehe.
Trotz aller Grausamkeiten und der stetigen Suche von Nic nach den Gründen für den Mord, passiert relativ wenig. Man erfährt viel vom Ich-Erzähler, seiner Vorgeschichte, seinen blutigen Aufträgen - er hilft schon mal gerne einem Freund beim Zerteilen und beseitigen einer Leiche als Freundschaftdienst sozusagen. Es kommt sogar zu Ansätzen einer Liebesgeschichte und man entwickelt Symphatien und Antipathien. Hier hatte ich auch mein größtes Problem, denn der Hauptdarsteller blieb mir seltsam fremd, trotz aller Ausschmückungen seines Lebens und seiner Gedanken. Deshalb habe ich das Buch zwar schnell ausgelesen, da es sich gut weglesen lässt, aber so richtige Spannung kam bei mir nicht auf. Der Schreibstil und der Plot hatten großes Potential und deshalb verbuche ich die unbefriedigenden Teile einfach mal auf darauf, dass es ein Erstling war und vielleicht beim Zweiten Buch noch mehr Thrillerqualitäten durchkommen. Lesenswert aber nur knapp vier Sterne..
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am 28. September 2013
Nic Caruana wird als Jugendlicher von einer Kinderbande angegriffen und tötet dabei aus Versehen eines der Kinder. Dies verändert sein Leben nachhaltig, nachdem er seine Strafe abgebüsst hat, wird er Privatermittler der besonderen Art. Skrupellos hinterlässt er Leichen wenn er nicht die gewünschten Antworten auf seine Fragen bekommt. Sein nächster Auftrag führt ihn zu Pat Dyer, ein berüchtigter Waffenhändler, der seine 16 jährige Tochter vermisst. Aber die Suche erweist sich als vergebens, als ein Frauenleiche aufgefunden wird. Mit eingeschlagenem Schädel und vergewaltigt wird Emma aufgefunden. Nun muss Nic nicht mehr das Mädchen sondern seine Mörder suchen und zwar mit aller Härte. Wenn da nur nicht Clare, Pat's Ehefrau, wäre zu der sich Nic stark hingezogen fühlt. Wieso hat sie so viele blaue Flecke und Narben an ihren Armen, hat Pat etwa seine Ehefrau misshandelt?

Ich denke, dass mit Hanna Jameson ein neuer Stern am Lesehimmel aufgetaucht ist. Man ist sehr schnell in der Handlung drin und das Buch liest sich sehr gut und flüssig. Die Spannung wird weitestgehend gehalten und lässt den Leser mitfiebern. Nicht ganz nachvollziehen kann ich, dass das Buch nicht als Thriller gekennzeichnet ist, da doch sehr viel Blut fliesst.
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am 21. August 2013
Das Verschwinden der sechzehnjährigen Emma Dyer, wird der neue Fall des Privatermittlers" Nic Caruana. Eilt diesem doch der Ruf voraus, in solchen Dingen recht erfolgreich zu sein. Da Emmas Vater eine Größe in der Unterwelt ist, verfügt er über die notwendigen Kontakte, um Nics Dienste in Anspruch zu nehmen. Blockiert wird Nics Arbeit von Anfang an durch die schöne aber distanzierte Mutter, Clara Dyer. Nic ist von ihr sofort fasziniert, und begibt sich auf ein Minenfeld der Gefühle, das zur Explosion kommt, als Emmas Leiche gefunden wird....

Schonungslos grausam, stellenweise entsetzlich gewalttätig, kaltblütig und brutal, dabei nicht immer logisch und nachvollziehbar. Soweit meine Quintessenz diese Romans.
Nics Werdegang und späterer Beruf" ist von, mitunter sadistischer, Gewalt geprägt, Taten die die Autorin gerne sehr detailliert beschreibt. Viel zu kurz kommen für mich aber die verqueren Familienverhältnisse, nicht nur die der Dyers, sondern auch die des Protagonisten. Gerade diese bieten so viel schriftstellerischen Zündstoff. Da aber vieles ungesagt bleibt ist die Motivation aller Beteiligten manchmal schwer nachvollziehbar. Dadurch fehlen die Substanz und die Tiefgründigkeit, alles reduziert sich nur auf Gewalt und deren Eskalation. Diese stellt die Autorin durchaus vielschichtig und spannend dar, aber das gewisse Extra fehlt mir. Trotzdem ein beachtliches Werk einer noch sehr jungen und sehr talentierten Schriftstellerin.
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am 21. März 2013
"Kalter Schmerz" von Hanna Jameson ist ein Roman, der beim Leser einen wirklich bleibenden Eindruck hintrelässt. Er beschreibt die Lebenssituation innerhalb Londons aus unterster Perspektive. Im Mittelpunkt steht Nic Caruana, der für Geld alles macht. Er stellt Leuten hinterher, quält sie, ermordet sie wenn gewünscht. Es ist nicht seine Art, Fragen zu stellen, die Hintergründe zu erfahren. Er führt Aufträge aus. Doch dann gerät er an einen Fall, der selbst in ihm Gefühle auslöst. Die 16jährige Emma wird erschossen und bis zur Unkenntlichkeit entstellt aufgefunden. Der Vater will Rache, beauftragt Nic, die Mörder zu finden, sie ihm auszuliefern. Die Mutter Clare fasziniert ihn und ihre Labilität schockiert ihn zugleich. Er gerät in einen Strudel, der ihm selbst beinahe das Leben kostet. Gewinner der ganzen Situation gibt es auch am Ende keine.

Hanna Jameson schockiert den Leser von Anfang an mit brutalsten Beschreibungen, kaltblütigen Aktionen, Mord, Vergewaltigung, nichts wird ausgelassen. Eine zutiefst schockierende Aneinanderreihung von Szenen, die den Leser von mal zu mal mehr abschrecken und doch wieder so faszinieren, dass man weiterlesen muss. Die Charaktere erscheinen hoffnungslos, mehrfache Mörder, drogen- und alkolabhängige Jugendliche, fast noch Kinder, die neben sich stehen. Erwachsene, die in Korruption und Abhängigkeiten versinken, keinen Ausweg mehr sehen, Frauen, die sich selbst zerstören, kaputte Familien, zerstörte Kindheiten, Leben ohne Halt und tieferen Sinn. Eine wirklich schockierende Welt und dennoch faszinierend, da selbst ein solch kaltblütiger Auftragsmörder auf einmal Gefühle zeigt und dann wieder völlig emotionslos handelt, einem Autofahrer aus einer nichtigen Situation heraus einfach ein Ohr abschneidet oder einen anderen zusammenschlägt.

Es gibt am Ende kein Happy End, keinen Ausweg, keine wirkliche Zufriedenheit der Beteiligten, nur Verlust, nur kalter, erkalteter Schmerz, ohne Linderung.
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am 15. März 2013
Nic Caruana ist "Privatermittler" und kümmert sich um die Belange seiner Kunden, jegliches menschliches Wesen verschwinden zu lassen oder anderweitig fertig zu machen. Bei seinem Auftrag von Pat Dyer wird er aber persönlich involviert und muss versuchen, seine Gefühle und die verlangte Professionalität unter einen Hut zu bekommen. Wird es ihm gelingen, den Fall unter diesen Bedingungen zu beenden?

Nic Caruana erscheint schon auf den ersten Seiten als ein sehr interessanter Charakter, da er als Kind aus Versehen ein anderes Kind erstach, welches ihn bedrohte. Dieses Erlebnis und der anschließende Jugendknastaufenthalt haben ihn zu dem gemacht was er nun ist - ein Privatermittler und Auftragsmörder. Mit der Figur des Nic bietet Hanna Jameson an für sich guten Stoff für eine Charakteranalyse mit Tiefgang - dies kommt leider nicht so richtig auf, da man außer Nics Hingezogenheit zu Clare und Gewalt nicht wirklich viel über ihn erfährt. Ich hätte mich definitiv mehr Rückblenden auf seine Tat in den Kindheitstagen gewünscht und eben mehr Tiefgang bezüglich des Charakters. Leider geschieht dieser Tiefgang auch nicht bei anderen Charakteren, so wird Clare zusehends von Nic verherrlicht auch wenn diese ein ganz klares psychisches Problem hat. Auf dieses Problem wird auch nicht näher eingegangen, was ich schade finde, da es dem ganzen Buch etwas mehr Fülle gegeben hätte. Generell dreht sich vieles in dem Buch um Clare anstatt um ihre Tochter, das eigentliche Opfer des Mordes. Auch die Auswahl der Personen fand ich teilweise etwas verwirrend - was genau es mit Edie auf sich hatte, habe ich bis heute nicht verstanden und was der Zweck von Mackie war ebensowenig.
Weiterhin würde ich dieses Buch nicht dem Genre des Romans zuordnen, an vielen Stellen fühlte ich mich eher an einen Action-Film erinnert.
Den Schreibstil betreffend muss ich sagen, dass er mir manchmal zu brutal und umgangssprachlich war. Einige Gewaltszenen wurden sehr genau geschildert und waren mir persönlich etwas zu heftig, auch wenn ich nicht bezweifle, dass dies in Wirklichkeit schon so passiert.

Leider war das Buch in der ersten Hälfte nicht wirklich spannend und plätscherte ziemlich lange einfach so dahin. Die letzten hundert Seiten habe ich jedoch verschlungen, denn sie waren richtig spannend und es kam Fahrt auf. Auch hat mir das Ende gefallen, weil ich froh darüber war, dass es kein "Hollywood" bzw Friede-Freude-Eierkuchen-Ende war.

Jedem, der ein Action geladenes, relativ brutal und schonunglos geschriebenes Buch lesen möchte, würde ich es empfehlen. Für mich als Psycho-Thriller Fan war es leider ein bisschen zu platt.
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