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Nach ihren ersten beiden schönen Büchern war ich etwas in Sorge, ob Jojo Moyes dieses hohe Niveau wird halten können. Um es gleich zu sagen: sie kann! (zumindest aus meiner Sicht) Jegliche Befürchtungen, dass ihr der kommerzielle Erfolg womöglich zu Kopf gestiegen ist, und dass im neuen Roman vielleicht nicht mehr so viel Herzblut steckt wie in den vorigen, weil sich ihre Bücher ja sowieso verkaufen, all diese Befürchtungen wischt sie mit dem neuen Roman eindrucksvoll vom Tisch. Auch dieser hat für mich wieder alles, was einen guten Roman ausmacht: einen interessanten Plot, Charaktere, die man lieb gewinnen kann, ja muss und eine erfrischende Erzählweise. All das möchte ich nachfolgend zeigen.

DIE HANDLUNG

Um zu verstehen, dass und wie gut der Plot in diesem Roman funktioniert, ist es vielleicht nützlich, sich den englischen Originaltitel des Buches vor Augen zu führen: "One plus one". Aus meiner Sicht könnte man das so deuten: Es werden zunächst zwei Hauptgeschichten im Roman erzählt, die jede für sich eigentlich nicht besonders spektakulär sind, die aber dann, als sie miteinander verschmelzen, ihre eigentliche Wirkung, ihren Zauber entfalten.

Eine alleinerziehende Mutter (Jess), die ihre Kinder mit mehreren Jobs durchbringen muss, aber trotz aller finanziellen Härten das Beste für ihre Kinder will, hat sicher die Sympathie des Lesers. Aber man muss natürlich auch sagen, dass ihre Geschichte (leider) heute oft Alltag ist, dass es Millionen solcher Fälle gibt. Und da ist auf der anderen Seite Ed, der reiche, coole Unternehmer, der wegen Insiderhandels in Gefahr ist, sein ganzes Vermögen zu verlieren. Auch wenn wohl die wenigsten Leser in eine solche Lage kommen werden, so hat wohl schon jeder von unsauberen Börsengeschäften und entsprechenden Pleiten deshalb gehört. Also auch diese zweite Geschichte ist nicht extrem spektakulär.

Der Angelpunkt des ganzen Romans ist, dass sich die beiden Geschichten praktisch vereinigen, als Jess mit ihren Kindern unter ziemlich chaotischen Umständen in Eds Auto steigt. JEDER DER BEIDEN IST IN DEM MOMENT GENAU DAS, WAS DER ANDERE GERADE BRAUCHT - obwohl sie es selbst noch nicht wissen. Aber der Leser kann es ahnen, weil er die Vorgeschichte der beiden zu dem Zeitpunkt ja schon kennt. Aus der Zusammenführung dieser so unterschiedlichen Charaktere, die in dem Moment eigentlich nicht mehr gemeinsam haben als ein Haufen von Problemen, daraus bezieht der Roman seine ganze Dynamik und auch seine Romantik. So dass entsprechend dem englischen Titel 1 + 1 in diesem Fall nicht 2, sondern mindestens 3 ist!

DIE ERZÄHLWEISE / DIE CHARAKTERE

Auf den ersten Blick wirkt die Geschichte ganz schön weit hergeholt. Also dass Jess mit ihren Kindern zu Ed ins Auto steigt, damit ihre Tochter noch rechtzeitig zu einer Mathe-Olympiade kommt, um dort einen Preis zu gewinnen, mit der dann das Schulgeld bezahlt werden kann - und dass Ed dann auf der anderen Seite nichts Besseres zu tun hat, als ganz spontan als Fast-Fremder die Familie 3 Tage lang durchs Land zu kutschieren. Man fragt sich doch erstmal: Welche Mutter würde das schon machen, sich mitten in der Nacht mit ihren Kindern einem Fremden anzuvertrauen - auch wenn sie noch so verzweifelt ist? Und auf der anderen Seite: wer würde schon für eine fremde Familie 3 Tage lang Taxifahrer spielen - einfach so?

Das Geniale ist: Es wirkt im Roman nicht konstruiert, sondern sehr glaubhaft, ja sogar logisch. Wie die Autorin das schafft? Lassen wir sie es selbst ausdrücken. In einem Interview hat sie mal gesagt: "Meine Charaktere machen unbegreifliche Entscheidungen - solange wie man nicht selbst in deren Haut steckt. " Und das ist der entscheidende Punkt. Frau Moyes zeichnet ihre Charaktere so authentisch, so glaubwürdig, DASS man quasi in deren Haut steckt, mit Ihnen mitleidet, sich mit ihnen freut, in ihnen lebt, ihre eigentlich verrückten Entscheidungen nachvollziehen kann.

Und so nimmt man es der sympathischen, positiv-verrückten Jess einfach ab, dass sie diesen letzten Strohhalm in Form von Ed ergreift, bei all den Widrigkeiten, die sie und vor allem auch ihre Kinder in ihrem Leben erleiden mussten. Und Ed nimmt man es auch ab, dass er, der vor kurzem von seiner Frau verlassen wurde, und jetzt sogar sein Geld und seinen Status verlieren könnte, erstmals über seine materialistische Weltsicht nachzudenken beginnt - und im Moment des Zusammentreffen mit Jess und ihren Kindern geradezu danach lechzt , eine altruistische Tat zu vollbringen - vielleicht die erste in seinem Leben!

FAZIT
Ich möchte nochmal zum ersten Absatz meiner Rezension zurück kommen. Da hatte ich ja festgestellt, dass Jojo Moyes, wieder ein toller Roman gelungen ist, der den ersten beiden in nichts nachsteht. Wie schafft sie das, dass ihr offenbar alles zu gelingen scheint? Lassen wir sie selbst ihr "Erfolgsrezept" erklären , welches sie mal in einem Interview geäußert hat, und dem nichts mehr hinzuzufügen ist: "Du musst die Geschichte erzählen, die du vor Augen hast. Es macht keinen Sinn, für den Markt zu schreiben - es würde nicht echt wirken!"
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am 28. September 2015
Jojo Moyes schafft es immer wieder ihre Geschichten sehr interessant zu präsentieren dabei beschert sie mir immer schlaflose Nächte auch hier wieder.

Jess die ihre Tochter und ihren Stiefsohn alles geben möchte und jeden Job annimmt nur damit es der Familie gut , lernt dadurch Ed kennen, eigentlich verliert er sein Geld während sie ihm ins Taxi hilft und Jess nimmt es an sich.
Ed der selbst Sorgen hat weil er durch seine Unachtsamkeit in das Insiderhandel rein gerutscht ist, muss quasi eine Pause aus der eigenen Firma machen.

Durch einen Zufall treffen sich Jess und Ed sie will mit den Kindern bzw. mit der Tochter will sie zu einen Mathe Wettbewerb aber das Auto was sie fährt hat mehr Mängel als sie denkt und Ed überlegt nicht lange und nimmt alle mit und das Abenteuer fängt an. Es ist schön zu mit zu erleben wie sie sich näher kommen und wie sie sich auch gut verstehen. Beide haben Probleme die sie sehr plagen auch wenn sie unterschiedlicher nicht leben können. Aber auf der fahrt in dem Auto mit Jess und zwei Kindern und einem Hund der naja ständig einen fahren lässt hat man schon sehr viel mitleide mit Ed. Wir erleben hier höhen und tiefen ,Missverständnisse und einen noch Ehemann der sagen wir der größte Ars.....auf Erden ist. Trotzdem lässt sich Jess nicht unterkriegen.
Eine sehr schöne Geschichte
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Seit sich Jess Thomas vor 2 Jahren von ihrem Mann getrennt hat, lebt sie mit ihren Kindern Constanza, Tanzie genannt, und Nicky hart am Limit. Nicky ist noch nicht einmal ihre eigenes Kind, es ist der Sohn ihres Mannes, den er einfach da gelassen hat.
Zusammen mit ihrer Freundin Nathalie betreibt Jess eine Reinigungsfirma, aber das große Geld können sie mit der Arbeit nicht verdienen.
Bei einem ihrer Reinigungsaufträge lernt sie kurz Ed Nicholls, einen Unternehmer kennen, der gerade von seiner Arbeit wegen Insiderhandel suspendiert wurde. Er ist geschieden und jagt gerade seine eigenen Dämonen.
Tanzie ist ein absolutes Mathegenie, die mit Zahlen nur so jonglieren kann. Ihr wird ein Platz in einer Privatschule angeboten, mit einem 90%-igen Stipendium. Selbst die aufzubringenden 10 % sind für Jess nicht zu stemmen. Trotz der vielen Arbeit, die sie zusätzlich auf sich nimmt, ist es ihr nicht möglich.
Dann findet sie eine Rolle Geld, die Ed im Suff verloren hat. Sie nimmt sie trotz schlechtem Gewissen an sich, um das Schulgeld bezahlen zu können und von da ab überschlagen sich die Ereignisse...

Jess glaubt, dass sie schon ganz unten ist, aber wie es aussieht, geht es immer noch ein wenig weiter runter.
Als sie mit Tanzie zu einer Matheolympiade nach Schottland fahren will, wird sie von dem altersschwachen, ohne Versicherung fahrenden Auto kläglich im Stich gelassen. Von der Polizei aufgehalten, ist die Fahrt sehr schnell vorbei, das Auto wird abgeschleppt und die Kosten dafür sind aller Voraussicht nicht zu bezahlen.
Als sie nachts auf der Straße steht mit ihren Kindern und kein Land mehr sieht, sammelt Ed sie auf und beschließt, die Familie nach Schottland zu fahren, da ihm sein Anwalt geraten hatte, eine Weile zu verschwinden.
Es wird eine abenteuerliche Fahrt, denn sie wird völlig anders verlaufen als geplant.

Größer können die Unterschiede der beiden Protagonisten Ed und Jess nicht sein. Jess, alleinerziehend, sieht sich gezwungen, jeden Cent mehr als einmal rumzudrehen. Die Kleidung ihrer Tochter näht sie selbst. Für ihre Kinder hat sie so gut wie nie Zeit, weil sie immer am Arbeiten ist.
Sie macht sich mit ihren beiden Kindern und einem stinkenden Riesenhund namens Norman auf den Weg nach Schottland, um Tanzie die Möglichkeit der Teilnahme an einer Olympiade zu ermöglichen.
Ed ahnt nicht einmal im Ansatz, was er sich mit dem Angebot, die Familie nach Schottland zu fahren, aufbürdet. Von den geplanten 8 Stunden für die Anreise werden Tage, da Tanzie nicht schneller als 50, besser sind 40 Meilen die Stunde im Auto fahren kann, sonst wird ihr schlecht.
Ed bekommt mit, wie arm die Familie ist und wie Jess versucht, das Geld zusammenzuhalten. Das war für ihn noch nie ein Thema gewesen, Geld hat man oder auch nicht.

Die Fahrt mit dem Auto nach Schottland verändert alle und alles. Viele Probleme werden aufgezeigt, die es zu bewältigen gilt. Die Menschen verändern sich, ganz langsam.
Selbst Nicky, der immer und überall ein Außenseiter war, da er sich gern die Augen schminkt, findet auf dieser Fahrt mit Eds Hilfe eine Antwort auf seine eigenen Probleme.
Bis auf Norman hat jeder seine Probleme, die er mit sich herumschleppt.

Ich hatte für Jess große Hochachtung empfunden. Sie stemmt das Leben und auch als sie ganz unten angekommen ist und keinen Rat mehr weiß, versucht sie optimistisch zu sein oder zumindest für ihre Kinder Optimismus auszustrahlen. Sie muss ihre Kinder allein großziehen, ohne jegliche Unterstützung ihres Mannes.
Ihre Ängste und Nöte haben mich am meisten berührt und ich habe auf ein gutes Ende für sie gehofft. Für alle anderen natürlich auch, aber Jess lag mir wirklich am Herzen.

Dieses Buch habe ich mit vielen Emotionen gelesen. Ich habe laut gelacht (und war froh, dass ich das nicht gerade in der Bahn gemacht habe) und geweint, weil es mich so berührt hat.

Für mich war es das erste Buch, das ich von Jojo Moyes gelesen habe und ich weiß, dass ich auch die anderen irgendwann einmal lesen werde.
Es hat mich berührt, nachdenklich gemacht, zum lachen und zum weinen gebracht.
Die unterschiedlichsten Personen mit ihren Macken und Eigenarten sowie ein stinkender, aber liebenswerter Hund wurden in eine Geschichte gepackt und haben diese zu einer besonderen gemacht.
Ein fantastischer Roman, den ich gern weiterempfehle.
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am 27. Juni 2014
Ich freute mich sehr auf das neue Buch von JJM, hatte ich Nr. 1 als grandios und Nr. 2 als sehr gut empfunden.

Der Schreibstil ist wieder locker und leicht zu lesen und ich fand auch alles so weit gut gelungen. ABER:

mir persönlich waren die sexuellen Geschichten und Beschreibungen dann doch etwas zu seicht...so stelle ich mir "50 shades of grey" als light Version vor. Das war nicht meins....hätte die Autorin darauf verzichtet, hätte sie mich überzeugt.....
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am 14. Juni 2014
Meine Meinung:

"Ein ganzes halbes Jahr und "Eine handvoll Worte" - damit konnte mich Jojo Moyes schon begeistern. Von daher war ich natürlich auf die neuste Veröffentlichung gespannt.
Und ich wurde nicht enttäuscht - im Gegenteil, ich war und bin so von der Geschichte begeistert und verzaubert gewesen, das ich mit Absicht etwas langsamer und gemächlicher gelesen habe. Und nicht etwa, weil ich gelangweilt war - nein, ich wollte den "Abschied" von den Figuren und der berührenden Geschichte etwas hinaus zögern....

Die Geschichte spielt sich anfangs auf zwei Ebenen ab.

Wir lernen zuerst Ed Nicholls kennen und erfahren, das er wegen einer unbedachten Entscheidung, so ziemlich in der Klemme steckt. Mit einem Schlag könnte er seinen erfolgreichen Job, sein Ansehen und sein Vermögen verlieren.

Dann geht es mit Jess Thomas und ihrer Familie weiter.
Ihr Mann Marty hat sie aufgrund von Depressionen vorübergehend verlassen und lebt weit entfernt bei seiner Mutter, damit er sich ausruhen und wieder zu sich finden kann. Allerdings dauert das berits zwei Jahre...
Und seitdem kümmert sich Jess um alles. Sie hat zwei Jobs, ist dementsprechend mehr auf der Arbeit als zu Hause. Aber das Geld reicht hinten und vorne nicht. Trotzdem versucht sie alles, damit es ihrem sechzehnjährigen Ziehsohn Nicky und ihrer zehnjährigen Tochter Tanzie an nichts fehlt. Zur Familie gehört außerdem Norman, der enorm große und ebenso liebenswerte Familienhund. Rasse unbekannt. Schwarz, groß und verfressen.

Als Jess erfährt, das Tanzie, die ein regelrechtes Mathegenie ist, die Möglichkeit hätte, auf eine Privatschule zu gehen, ist sie einerseits glücklich, denn somit hätte Tanzie bessere Chancen auf eine gute Zukunft und Förderung. Doch andererseits, wie soll sie das Schulgeld aufbringen?
Das Angebot, das Tanzie bei einer Mathematikolympiade in Schottland teilnehmen könnte und der Gewinn ein hohes Preisgeld wäre, klingt von daher mehr als verlockend. Doch wie sollen sie nach Schottland kommen?

Wer hätte gedacht, das Familie Thomas & Hund ausgerechnet auf Ed Nicholls stößt, der sie netter weise nach Schottland mitnehmen möchte....
Auf gehts, zu einem außerordentlichen Roadtrip!

Die Story hatte für mich eigentlich alles zu bieten: sie war so flüssig erzählt, das man gleich gefangen war. Man fühlte sich Jess verbunden, die wie eine Löwenmutter kämpft und sich so sehr ab strampeln muss. Trotzdem verlässt sie nie der Mut und sie ist so optimistisch, das es einem fast schon unheimlich ist.

Es war berührend, machte nachdenklich, manchmal traurig, aber genau so viel Humor steckte auch in den Zeilen.

Natürlich erscheint einem beim Lesen nicht alles logisch und vielleicht auch etwas weit her geholt. Aber das trübte mein Lesevergnügen in keinster Weise, nein, es passte einfach für die Story alles zusammen.

Die Figuren waren klasse und jeder Charakter hatte etwas besonderes, das man nicht mehr so schnell vergisst. Ja und Norman, der Hund, der hatte es mir natürlich ganz besonders angetan. *lach*

Fazit:

Für mich war es eine ganz tolle, unvergessliche Geschichte, mit charakterstarken Figuren, die einem emotional viel boten.
Das ist so eine Geschichte, von der man sich am Ende schwer trennen kann und man sich wünscht, nochmal von vorne beginnen zu können...!

Absolute Leseempfehlung!
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am 1. August 2014
Inhalt:

Einmal angenommen, dein Leben läuft alles andere als rund. Dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Aber dir fehlt das Geld, um ihren Traum zu ermöglichen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher … Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern auf der Straße – und genau der Mann, dem das Geld gehört, steht vor dir und bietet an, euch mitzunehmen? Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast? Und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?

Meinung:

Nach “Ein ganzes halbes Jahr” ist dies mein zweiter Moyes. Ihr zweites Werk konnte bislang nicht den Weg in meinen SuB schaffen jedoch war ich von der Idee von “Weit weg und ganz nah” sehr begeistert und nach ihrem Erstlingswerk war mir klar: Mit diesem Buch kann man nichts falsch machen. Dem war dann leider nicht ganz so. Aus dem oben genannten Klappentext ergibt sich ja bereits, dass es neben der Haupthandlung noch einen Strang ala “Ich mache etwas dummes weil ich denjenigen nicht mag und kaum kenne und verliebe mich und bereue und beichte es und nun findet er mich doof aber am Ende wird doch alles gut”. Ich bin überhaupt kein Fan hiervon und hatte gehoff, dass es hier nicht ganz so schlimm werden würde. Wurde es natürlich doch. Nach dem Ausgang von “Ein ganzes halbes Jahr” bin ich davon ausgegangen, dass uns die Autorin auch in den Folgewerken keine klischeehaften Geschichten präsentieren wird aber vielleicht war der Druck nach dem Erfolg des Erstlingswerks von Seiten des Verlages so hoch. Auch erschien mir der Schreibstil sehr einfach und nicht so schön, wie ich es vorher von ihr gewohnt war. Dies kann allerdings auch an der Übersetzung liegen, jedoch hat es ein klein wenig den Lesespaß genommen. Die Figuren konnten mich bis auf eine Ausnahme jedoch sehr überzeugen. Die Charaktere wurden auf einzelne Kapitel unterteilt, wodurch die Geschichte jedes Mal aus einer anderen Sicht erzählt wurde, was den Roman spannender machte. Jess und besonders ihre Kinder fand ich sehr sympathisch und glaubhaft gezeichnet. Die Figur des Ed erschien mir trotz eigener Passagen als zu blass und seine Handlungen waren für mich nicht immer verständlich und erhöhten leider den Kitschfaktor.

Fazit:

Eine lockere Geschicht mit sympathischen Charakteren für Zwischendurch. Literatische Höchstleistungen darf man jedoch nicht erwarten. 3,5 Sterne für “Weit weg und ganz nah”.
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am 26. Mai 2014
......wenn auch mit ein paar kleinen Abstrichen, ist aber nicht der Rede wert.

Inhalt:

Die alleinerziehende Mutter Jes­si­ca Tho­mas hat es im Leben nicht leicht. Trotz ihrer zwei Jobs reichte das Geld hinten und vorne nicht. Seit ihr Mann Marty sie und die Kinder Nicky und Costanza verlassen hat, gerät ihr Leben langsam aber sicher aus den Fugen. Als Co­stan­za wegen ihrer mathematischen Begabung auch noch ein Stipendium an einer Eliteschule angeboten wird, bei dem 90% der Kosten gedeckt sind, scheint alles komplett aus dem Ruder zu laufen. Ihre Tochter würde nämlich sehr gerne auf die Schule gehen, nur belaufen sich die Kosten immer noch auf 500 Pfund und das waren 500 Pfund zu viel. Etwas entfernt hatte der 33 jährige Softwarehersteller Ed­ward Nicholls ganz andere Probleme, denn er wird durch seine Freundin Deanna Le­wis in etwas hineingezogen das ihm die komplette Existenz vernichten könnte. Um seine ewig pleite und nervige Freundin loszuwerden, verrät er ihr dass er bald mit einem neuen Produkt auf den Markt kommt, und wenn sie Geld in seine Aktien steckt sehr reich damit werden könnte. Nun wird ihm Insiderhandel vorgeworfen, und ihm bleibt nichts anderes übrig als dem Treiben tatenlos zuzusehen. Und genau in diesen zwei ausweglosen Situationen, begegnen sich Jess und Ed. Ihre erste Begegnung findet in seinem Haus in dem sie mit ihrer Freundin Na­t­ha­lie putzt statt, und wenig später bei ihrem Zweitjob in einer Bar, vertreibt er seinen Kummer mit ein paar Bier. Ein paar Bier zu viel denn Jess muss ihm den Autoschlüssel wegnehmen, und bringt ihn in seinem Zustand anschließend auch noch nach hause. Als Jess sich mit den Kindern und Hund Nor­man auf den Weg nach Schott­land zu einer Ma­the­ma­tik-Olym­pia­de macht, bei dem der Hauptpreis 5000 Pfund beträgt, wird sie mit dem Auto von der Polizei angehalten da nur ein Scheinwerfer geht, und die Plakette schon 2 Jahre abgelaufen ist. Bis sie sich umschaut steht Ed plötzlich da und wenig später befinden sie sich auch schon auf den Weg nach Schottland. Ed wusste zwar nicht wirklich warum er jetzt mit seiner patzigen Putzfrau samt Kinder und Hund auf dem Weg nach Schottland war, bzw was ihn da wieder geritten hat so etwas überhaupt anzubieten. Für alle beginnt nun der Road Trip ihres Lebens mit ungeahnten Möglichkeiten und einer Selbstfindung sondergleichen......

Mein Eindruck:

Ich hatte zwar erst Probleme in die Geschichte zu finden, weil der Anfang sich doch etwas zieht, aber sobald sich Eds und Jess Wege sich kreuzen, ist man ruck zuck in der Geschichte drin und es macht unglaublich viel Spaß dieses Quintett zu begleiten. Was sich zuerst irgendwie ziemlich konstruiert anhört, entpuppt sich wenig später durch das Kennenlernen der Charaktere als gar nicht mehr so unwirklich. Fast jeder andere Autor hätte daraus die Geschichte zwischen "Millionär trifft auf Traumfrau und alle Probleme lösen sich in Luft aus" gemacht, aber nicht Jojo Moyes. Ab dem Zweitpunkt als Jess samt Kinder und Hund in Eds Auto steigen, gewinnt die Geschichte eine Dynamik die ich so nicht vorhergesehen habe. Mir hat ja Ein ganzes halbes Jahr und Eine Handvoll Worte schon sehr gut gefallen, und auch diese Geschichte steht den anderen Beiden in nichts nach. Die Charaktere dieser Geschichte besitzen eine faszinierende Lebendigkeit und Facettenvielfalt dass einen schier schwindelig wird. Sie wirken durch ihre Ecken und Kanten einfach real, sympathisch und unglaublich authentisch. Abstriche muss ich wie bereits oben schon gesagt wegen den Startschwierigkeiten machen, und etwas weniger Drama wäre vielleicht auch nicht schlecht gewesen. Meiner Meinung nach wurde es hier etwas übertrieben. Im Großen und ganzen war ich aber äußerst zufrieden mit dieser Geschichte und so bekommt sie von mir 4,3/5 Sterne. Wer sich gerne verzaubern lassen möchte, oder auch überraschen lassen möchte, der wird diese Geschichte mit Sicherheit lieben. Man merkt einfach dass die Autorin Jojo Moyes unglaublich viel Herzblut in ihre Geschichten steckt und genau diese Leidenschaft fesselt einen auch beim lesen.
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am 23. Juli 2014
"Ein ganzen halbes Jahr" habe ich verschlungen, "eine Hand voll Worte" hat mich ganz und gar nicht begeistert, aber mit "weit weg und ganz nah" hat Jojo Moyes voll meinen Geschmack getroffen.
Zu Anfang sind es zwei getrennte Geschichten, doch man ahnt schon, dass diese bald zu einer werden.
Ed der in ein tiefes Loch fällt und Jess, die kaum noch tiefer fallen kann und trotzdem voller Optimismus ist.
Ich fand es wirklich schön zu lesen!
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am 20. April 2016
Das Hörbuch hat auf 7 CDs eine Gesamt-Spiellänge von 8 Stunden und 43 Minuten und ist als autorisierte Lesefassung im Argon Verlag erschienen.

Inhalt:
Nachdem sich ihr Ehemann aus dem Staub gemacht hat, ist Jess die alleinerziehende Mutter von der hochbegabten Tanzie und dem immer wieder aneckenden Nicky. Sie versucht als Putzfrau und mit der Arbeit in einer Bar sich und die Kinder über Wasser zu halten und schafft dies auch mehr der weniger. Als dann jedoch die 10-jährige Tochter die Möglichkeit erhält, an einer Privatschule für Hochbegabte unterrichtet zu werden, ist Jess klar, dass sie sich das trotz Stipendiat nicht leisten kann. Doch dann entsteht der Plan, nach Schottland zu reisen, damit Tanzie bei einer Mathe-Olympiade ihr Können unter Beweis stellen kann und sich somit das Schulgeld verdient. Als dann auch noch der gutaussehende und reiche Ed auftaucht und anbietet, die Kleinfamilie zu fahren, weiß Jess gar nicht, wie ihr geschieht.

Meine Meinung:
Das Hörbuch wird von Luise Helm gesprochen, die auf eine ruhige Art den einzelnen Charakteren Leben einhaucht und sie zu einzigartigen Geschöpfen macht.

Anfangs habe ich ein bisschen gebraucht um in die Geschichte rein zu finden. Aber nachdem mir das gelungen ist, hatte ich viel Freude beim Hören. Der Sprachstil ist leicht und ernst zugleich. Man hört von der Entwicklung der Liebe, von Vertrauen, von bodenständigen aber auch einzigartigen Personen, die komplett uneigennützig sind. Im Grunde thematisiert das Hörbuch auf eine emotionale Art das Leben und die Liebe in all seinen Facetten und gibt dem Hörer das Folgende mit auf dem Weg: Manchmal muss man sich einfach auf das Leben einlassen um das Glück zu spüren.

Schön fand ich in der Umsetzung, dass die Geschichte aus wechselnden Perspektiven erzählt wird. Dadurch bekommt man als Zuhörer umso eindrücklicher vor Augen geführt, wie sie sich die Charaktere im Laufe des Hörbuchs verändern. Zunächst erfährt man relativ wenig von ihnen und versteht ihre Handlungsweisen nicht. Aber nachdem man hört, was sie selbst über das Geschehen oder die Umgebung denken, erfährt man, wie großartig sie alle miteinander sind. Ich habe somit ziemlich schnell jeden von ihnen in mein Herz geschlossen und gehofft, dass jeder von ihnen sein Glück finden wird.

Fazit:
Ich bin mit relativ geringen Erwartungen an das Hörbuch dran gegangen und war umso überraschter von seiner Intensität. Jojo Moyes gelingt es mit „Weit weg und ganz nah“ eine Geschichte zu generieren, die auf Alltäglichem beruht, aber dennoch märchenhaft erscheint. Mir hat das Hörbuch nicht nur wegen der Geschichte sondern (vor allem) wegen der wunderbaren Charaktere gefallen. Von mir gibt es daher volle 5 von 5 Sternen.
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am 18. Dezember 2014
Ich habe mir dieses Buch gekauft, nachdem ich von dem ersten Roman von Jojo Moyes begeistert war. Das zweite Buch hatte mir nicht so gut gefallen und auch bei diesem muss ich sagen - es geht so. Es liest sich leicht und die Geschichte ist eher flach und anspruchslos. Es gibt keine wirklichen Höhepunkte und nachdem ich "Ein ganzes halbes Jahr" verschlungen habe, haben die Nachfolger schwer nachgelassen. Ich hoffe "Ein Bild von Dir" wird wieder besser.
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