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am 8. Februar 2015
Jim Holt, geboren 1964 in Virginia, kam nach seinem High-School-Abschluss eigentlich um zu studieren nach New-York (Mathematik und Philosophie), landete aber als Journalist insbesondere über die obengenannten Gebiete und als kompetenter Rezensent entsprechender Bücher u.a. bei The New York Times, The New Yorker und anderen sehr renommierten Blättern Amerikas.
Das vorliegende Buch (Why Does the World Exist") wurde 2012 in den USA ein Bestseller.
Zufällig las ich vor Lektüre dieses Buches das neue populärwissenschaftliche Kosmologie- Werk von Harald Lesch und Harald Gassner.Es beginnt mit dem Urknall, genauer gesagt, unmittelbar vor dem Urknall und endet im Heute. Die Kosmologen können bekanntlich mit großer Genauigkeit und Zuverlässigkeit die Entwicklung unseres Universums zurückrechnen bis zu dem Zeitpunkt, in dem die gesamte Masse und Energie noch vor dem Urknall in einem Punkt konzentriert war. Vor dieser Zeit wird es dann schwierig. Kosmologen sprechen von einer Quantenfluktuation in einem falschen Vakuum. Den Begriff der Zeit gibt es zu dem Zeitpunkt nicht. Aus dieser Ursuppe soll die Materie entstanden sein.
Hier beginnt nun Jim Holt. Die bekanntesten Physiker und Philosophen unserer Zeit kommen in unmittelbaren Gesprächen mit dem Autor zu Wort. Er ist ihnen um die ganze Welt nachgereist und offensichtlich haben sie gerne und ausführlich mit ihm gesprochen. Wohl kaum eine physikalische Hypothese oder philosophische Richtung bleibt unerwähnt. Auch die alten Meister wie Platon, Aristoteles, Pythagoras, daneben Spinoza, Nietsche, Heidegger, Wittgenstein und andere werden erörtert.
Einige dieser intensiven Gespräche sind atemberaubend und lassen den Leser doch nachdenklich zurück. So zum Beispiel ein langer Nachmittag mit Richard Swingburne, einem Philosophen aus Oxford. Er sagt ganz schlicht, dass die einfachste Erklärung für die Entstehung von Allem aus dem Nichts "Gott" sei. Die einfachen Erklärungen sind die wahrscheinlichen, das habe sich in der Naturwissenschaft immer wieder bestätigt. Man denke an Einsteins E = M x C².Als Einstein diese geniale Formel durch Einführung der Konstanten H verbessern wollte, verlor sie ihre alles umfassende Allgemeingültigkeit. Je komplizierter, desto weniger wahrscheinlich. Swingbburne belegt seine These plausibel. Bessere Argumente hätten die anderen Philosophen und Physiker auch nicht. Er glaube zu etwas mehr als 50% an seine Hypothese. Jim Holt ist beeindruckt und angetan von der Person dieses Philosophen, jedoch nicht überzeugt.
Die Gruppe der sogenannten "Platoniker" ist der Überzeugung, dass es "unabhängig vom menschlichen Geist eine ursprüngliche und unveränderliche mathematische Wirklichkeit gebe". Die Idee ist alt, sie geht auf Platon zurück. Verfechter diese These waren auch der berühmte Mathematiker Kurt Gödel und der Physiker Richard Feynman.
Die Mathematik ist demnach kein Hilfsnetz von schwachdenkenden Menschen, welches über die Natur gelegt wurde, um sie zu messen und zu verstehen, sondern die Mathematik ist die Grundlage von allem. Es ist übrigens eine Frage, die ich mir selbst immer wieder gestellt habe: Ist die Mathematik in der Natur enthalten, ist sie ein Teil der Natur, ist sie vielleicht die Basis der Natur oder ist sie einfach nur dieses Hilfsgerüst, eine Krücke von uns armseligen Menschen? Für die Platoniker ist die reale Welt,also die Materie aus dieser den "Sinneswahrnehmungen entrückten Welt" entstanden. Sie ist einfach, klar, logisch und in gewisser Weise schön, also hat sie die Merkmale, die eine gute Hypothese ausmacht. Auch wenn uns die Evolution keine Möglichkeit der direkten Sinneswahrnehmung mathematischen Strukturen mitgegeben hat, sind sie deswegen nicht weniger vertrauenswürdig.
Und so geht es weiter, eine Reise quer durch Physik und Philosophie. Das Buch ist leicht und angenehm zu lesen, im Stil eher feuilletonistisch und locker, jedoch von der Sache her fundiert mit zahlreichen Quellenangaben.
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am 16. September 2015
Ein unglaublich tolles Buch. Ich lese viel, aber so ein Buch ist mir noch nicht unter gekommen. Der Autor recherchiert und diskutiert die Frage vom Grund des Seins auf alle erdenkliche Arten. Er geht in die Tiefe, lotet aus, vergleicht und blickt aus allen Richtungen auf das Thema ohne, dass es auch nur einmal schwer wird oder den Fluss verliert. Kein Bereich, der irgendwie mit dem Thema zu tun hat wird ausgelassen, Philosophie, Theologie, Spiritualität, Physik etc. Die leichte Art zu schreiben, verziert mit Anekdoten die oft zum Schmunzeln anregen, aber immer passend sind ist ein Genuss. Es ist eines der Bücher bei denen ich mir zum Schluss hin immer mehr Zeit gelassen habe weil ich nicht wollte, dass es aufhört (Lesefreaks kennen das alle denk ich). Ich hab mich damit getröstet, dass ich es sicher wieder lesen werde.
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am 26. Oktober 2015
Für alle, die es interessiert, was vor uns war. Urknall - warum das alles - wer oder was steckt dahinter - wozu das Ganze. Das Buch wirbelt einen etwas durcheinander, es gibt keine Antworten und man hat danach noch mehr Fragen als vorher. Aber vielleicht ist dem einen oder anderen danach doch einiges etwas klarer.
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am 29. März 2015
Jim Holt begibt sich auf die Suche um eine Antwort, fragt dabei heutige Philosophen und Wissenschaftler und zitiert die Ideen der Alten. Dabei prüft er die Antworten auf ihre Logik und findet dabei oft einen Zirkelschluss in den Antworten. Eine schlüssige Antwort auf seine Frage (warum gibt es etwas und nicht nichts?) findet er natürlich nicht. Die muss jeder Leser für sich selbst finden! Anregungen dazu liefert das Buch reichlich. Am Ende des Buches befasst sich Jim Holt auch mit dem eignem Bewußtsein, das unser Selbst aus dem Nichts entstehen läßt und uns wieder mit dem Tod ins Nichts führt!
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am 10. Mai 2016
Lesenswert für alle die sich für Philosophie interessieren. Nur sehr sehr wenige Stellen sind etwas schwieriger, aber durchaus für jedermann zu verstehen. Hat auch einen sehr persönlichen Touch durch den Autor, man fühlt sich, als würde der Autor vor einem auf einer Cocktail Party stehen und einem seine Gedanken ausbreiten.
Trotzdem steht man am Ende des Buchs mit Nichts da.
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am 8. Oktober 2015
Sehr sehr unterhaltsame Suche nach dem "Nichts" und dem "Vorher" des Urknalls.
Man lernt auf lockere Weise eine Reihe interessanter Wissenschaftler kennen.
Allerdings sind für einige Stellen des Buches philosophische oder physikalische
Grundkenntnisse ganz gut. Selten bin ich mit so einem unterhaltsamen Buch
über eine schwierige Frage tiefer ins "Nichts" eingetaucht. Super-Buch!!!
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am 13. Februar 2015
Vor einiger Zeit forderte ein Philosophie-Blog seine Leser zu einem Essay-Wettbewerb auf. Da ich kurz zuvor bereits am Schreibwettbwerb einer Philosophie-Zeitschrift teilgenommen hatte und mir dies als „Hobby-Philosoph“ viel Spaß gemacht hatte, wollte ich auch diese Gelegenheit nutzen. Das Thema war diesmal: "Warum gibt es etwas und nicht nichts?" Nach Tagen des Nachdenkens und Stöberns mußte ich feststellen: mehr als ein kleiner Absatz fiel mir zu diesem Thema einfach nicht ein. Es war mir zu abgehoben und nicht Teil meiner bisherigen Gedankenwelt. Aber es wurmte mich. Ich stieß auf das Buch von Jim Holt, kaufte es - und ließ es dann einige Monate liegen um mich mit anderen Dingen zu beschäftigen.

Inzwischen ist die Zeit reif für das Buch. Beim Lesen wird mir klar, warum ich damals dem Thema nichts entlocken konnte. Die Frage nach dem „Warum?“ verlangt nach einer Erklärung und darunter verstand ich die Angabe einer Ursache. Aristoteles unterschied vier Arten von Ursachen, am wichtigsten: die Wirkursache (es regnet, weil kondensierter Wasserdampf aufgrund der Schwerkraft zu Boden fällt) und die Zweckursache (es regnet, damit die Pflanzen wachsen). Die Wirkursache fällt in den Bereich der Physik, die Zweckursache eher in den der Theologie. Diese beiden Disziplinen auf die Frage „Warum gibt es etwas …“ anzuwenden, hielt ich aber nicht für angebracht: ich wollte ja einen philosophischen Essay schreiben.

Eine Erklärung kann aber auch etwas anderes sein als die Angabe einer Ursache. Jim Holt: „Etwas zu erklären, heißt im Grunde genommen, etwas plausibel und verständlich zu machen. Wenn eine Erklärung erfolgreich ist, spüren wir, wie sich der Schlüssel im Schloss dreht.“ In diesem Sinne gibt es – je nach individuellem Schloss - eine Menge von Erklärungen als Antworten auf die Warum-Frage. Das fängt damit an, dass man auf jede Erklärung verzichtet, weil die Existenz des Universums einfach ein brute fact, eine nackte Tatsache sei, die nicht zu begründen ist. Oder dass die Welt ihre Ursache in sich selbst hätte (causa sui), wie Spinoza meinte.

In einem phantastischen 3. Kapitel (Eine kurze Geschichte des Nichts) wird der Verlierer der „kosmischen Lotterie“ vorgestellt. Ist das Nichts überhaupt logisch möglich, oder gibt es deshalb etwas, weil das Nichts unmöglich ist? Es stellt sich heraus: das Nichts, die „Null-Welt“ ist logisch definierbar und vorstellbar, sie wäre von wunderbarer Einfachheit, alle Existenzaussagen wären falsch, alle Allaussagen richtig, sie hätte die maximale Symmetrie und die minimale Entropie aller möglichen Welten. So vorstellbar das Nichts aber ist, so viel schwieriger ist es die Übergänge von Nichts zu Etwas oder umgekehrt von Etwas zu Nichts zu verstehen. Zumindest der letztere Fall - denkt man - müßte doch einfach zu bewerkstelligen sein: das Ziel ist bekannt (das Nichts) und man entfernt nach und nach alles, bis nichts mehr da ist. Dabei übersähe man aber die vielen Abhängigkeiten zwischen den Dingen. Nüchtern gesprochen würde dieses Verfahren gegen die Erhaltungssätze der Physik verstoßen. Etwas schöner wird es in dem Weihnachtsfilm "Ist das Leben nicht schön?" ausgedrückt, in dem James Stewart alias George Bailey sich in einem Akt der Verzweiflung wünscht, nie existiert zu haben. Dieser Wunsch geht in Erfüllung, aber nicht in dem Sinne, dass eine Welt minus George Bailey entsteht, sondern eine Gegenwelt, die statt des Guten, das er vollbrachte, viel Böses enthält, das sein Kontrahent Mr. Potter nun in der Lage ist, zu tun.

Ausflüge in Metaphysik und Modallogik, Darstellungen moderner Gottesbeweise und kosmologischer Theorien des Multiversums wechseln ab mit Begegnungen des Autors mit Philosophen und Physikern, die zu dem Thema etwas zu sagen haben: Adolf Grünbaum, Richard Swinburne, David Deutsch, Steven Weinberg, Roger Penrose, John Leslie. Schön sind oft die Kapitelübergänge. Z.B. zitiert Holt am Ende des Zwischenspiels vor Kapitel 11 aus dem Devil’s Dictionary von Ambrose Bierce: "Wirklichkeit = der Traum eines verrückten Philosophen", um dann im folgenden Kapitel seine Begegnung mit dem Philosophen John Leslie zu beschreiben, der die These aufstellt, dass es deshalb etwas gibt, weil dies ein ethisches Erfordernis sei, frei nach Klaus Wowereit: es gib etwas, weil dies gut so ist.

Der Held in dieser Geschichte ist der Oxforder Philosoph Derek Parfit, ein Mann um die 70 mit langer weißer Lockenmähne. Bei dessen Essay "Why Anything? Why This?" aus dem Jahre 1998 drehte sich für Holt wohl der Schlüssel im Schloss, sodass er Parfits Erklärung, dargestellt in Kapitel 12, noch ein Briefliches Zwischenspiel mit eigenen ergänzenden Gedanken in Form eines Briefes an Parfit anfügte. Ausgangspunkt für Parfit ist nicht die Warum-Frage, sondern die Wie-Frage: wie ist die Welt und wie könnte sie sein? Er sieht unsere Welt als lokale Ausprägung zusammen existierender Welten, die zusammen eine kosmische Möglichkeit ergeben. Diese kosmischen Möglichkeiten bewegen sich zwischen den Extremen der Null-Welt (Nichts) und der Alle-Welten-Möglichkeit, d.h. alle möglichen lokalen Welten existieren, wie es z.B. der verstorbene David Lewis annahm. Eine kosmische Möglichkeit wäre auch, dass genau nur unsere Welt existiert. Wir wissen es nicht, wir wissen nur: zu einer dieser kosmischen Möglichkeiten ist es gekommen und es ist nicht die Null-Welt. Wenn man aber ein paar Annahmen macht, nämlich dass man sich mit brute facts nicht zufrieden gibt und zirkuläre Erklärungen ausschließt, kann man zu einer plausiblen Hypothese kommen.

Noch eine Anmerkung zum deutschen Titel Gibt es Alles oder Nichts? Der Originaltitel lautet: Why Does the World Exist? Auch nach dem Lesen des Kapitels über Parfit bleibt der deutsche Titel sinnlos. Er benennt zwei der kosmischen Möglichkeiten Parfits, als seien es Alternativen und nicht Extreme, von denen auch noch das eine (Nichts) gar nicht in Frage kommt. Vielleicht sollte man das Betiteln von Übersetzungen den Übersetzern oder Lektoren überlassen und nicht den Marketing-Leuten.

Dieses Buch beweist, dass Philosophie Spaß machen und unterhalten kann. Ich empfehle es jedem, der sich für die großen Fragen im Dunstkreis von Philosophie, Religion und Kosmologie interessiert und sich gerne in Fragen über „Gott und die Welt“ verliert, wie man es als Heranwachsender gerne tut. Vorwissen ist nicht erforderlich, der Erkenntnisgewinn ist groß, viele Anregungen zu weiterer Lektüre gewährleistet.
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am 20. Mai 2016
Titel und Untertitel treffen den Inhalt exakt. Das ist wirklich eine Detektivgeschichte. Anregend, da kommen die grauen Zellen in Bewegung. Unglaublich, dass mit diesem spröden Thema so ein spannendes Buch geschrieben werden konnte.
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Dem amerikanischen Autor Jim Holt gelang 2012 mit „Why does the world exist? An existential Detective Story“ ein Sachbuch-Bestseller in den USA. Nun liegt das Buch in der deutschen Übersetzung vor.

Auf der Suche nach einer befriedigenden Antwort auf die grundlegendste aller Fragen „Gibt es alles oder nichts?“, also letztlich der Frage nach dem Grund und dem Sinn der eigenen Existenz, spannt Jim Holt einen weiten Bogen. Die Thesen und Erkenntnisse bekannter Philosophen (Leibniz, Heidegger, Aristoteles, Wittgenstein, Kant, Descartes …) und Physiker (Galilei, Newton, Einstein, Hawking, Penrose …) werden im Buch ausführlich erläutert, bewertet, abgewogen und zum Teil auch wieder verworfen.

Mich hat es anfangs etwas befremdet, wie intensiv man sich mit vermeintlichen Banalitäten wie z.B. dem mathematischen Begriff des Nichts (Null, leere Menge) auseinandersetzen kann. Doch je weiter ich mich auf Jim Holts Gedankenspielereien eingelassen habe, umso mehr hat mich die Thematik auch in ihren Details fasziniert und in ihren Bann gezogen. Eine Hürde waren für mich zunächst einige Fachbegriffe. Hat man aber nachgeschlagen, was beispielsweise unter „ontologisch“, „kontingent“ (Adj.) oder einer „Entität“ zu verstehen ist, so erschließen sich einem die weiteren Ausführungen des Autors ohne größere Probleme. Nur ab und zu musste ich einige (Ab-)Sätze zweimal lesen, um den Gedankengängen Holts noch folgen zu können …

Das Buch liest sich insgesamt flüssig und angenehm abwechslungsreich. Ich fand es trotz der abstrakten Thematik höchst unterhaltsam, teils sogar humorvoll und zu keiner Zeit langweilig. Ein entsprechender Bezug und ein grundlegendes Interesse für philosophische Fragen sollten beim Leser natürlich vorhanden sein. Wer sich nicht sicher ist, ob er mit dem Thema bzw. dem Stil des Autors etwas anfangen kann, kann ja durch Klick auf das oben abgebildete Buchcover mal einen unverbindlichen „Blick ins Buch“ werfen. Es sind die Inhaltsübersicht samt Prolog sowie die ersten beiden Kapitel abrufbar.

Eine schlüssige Antwort auf die von ihm aufgeworfene Frage bleibt auch Jim Holt am Ende zwangsläufig schuldig. Doch die 400 Seiten bis dahin empfand ich durchaus als persönlich bereichernd, einfach mal über den Tellerrand des Alltags, in dessen Hektik solch existentielle Fragen weder Platz noch Zeit haben, hinauszuschauen und die wohl in jedem Menschen verankerte Suche nach dem Sinn des eigenen Seins neu zu beleben und möglicherweise aus anderen Perspektiven zu betrachten.

Ich kann das Buch nur jedem Interessierten ans Herz legen. Klare Leseempfehlung!
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am 17. August 2015
Wer aus erzieherischer oder kirchlicher Vorbildung noch freie Gedankengänge hat, der ist bestens mit Jim Holt bedient. Aauch schon Adam Riese wusste, dass die Null - auch das Nichts - mehr ist. Uns auf dem Weg in die Zivilisation nicht nur den Weg geebnet hat. Ohne Nichts oder die Null an der richtigen Stelle - keine Rechnung; auch keine Philosophie.
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