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am 6. Oktober 2012
Ihr wollt eine aufregende Geschichte? Vielleicht etwas Grauenerregendes das euch an einen Schauerroman des vergangenen 20. Jahrhunderts erinnert? Ich hätte da was ganz Spezielles für euch. In diesem Buch mit dem wunderschönen Umschlagbild, das unterschwellig an ein Jugendbuch erinnert, habe ich einen spannenden Abenteuerroman gefunden der vom Leben und den Abenteuern von Jaffy Brown erzählt. Zu Beginn reizvoll geschriebene Passagen die das vergangene London von anno 1857 aufleben lassen und vom alltäglichen Leben der ärmlichen Bewohner des Stadtteils Bermondsay berichten. Der legendäre und beinahe unmenschliche Mief den verkrusteter Dreck und labbriger Modder verbreiten und den Leser die Nase rümpfen und manchen sogar die Augen tränen lassen folgen Abschnitte vollendeter Schönheit wenn es um die Beschreibung exotischer Tiere geht um dann von schrecklichen Szenen abgelöst zu werden dass sich mir sämtliche Nackenhaare gesträubt und mich dazu gebracht haben, über die Grenzen die ein Mensch körperlich und geistig erleiden kann, nachzudenken.

Ein bengalischer Tiger entkommt auf dem Transport seinem Käfig und streunt durch London. Ein kleiner Dreikäsehoch namens Jaffy fühlt sich magisch von diesem ebenso gefährlichen wie anmutigen Geschöpf angezogen und tätschelt ihm die Nase als wäre es eine kleine Miezekatze. Als der Tiger den Jungen umwirft und im Maul davon trägt wird er in letzter Sekunde durch einen Sprung von Mr Jamrach auf den Rücken des Tigers gerettet. Der erfolgreiche Importeur und Händler von wilden Tieren jeglicher Art stellt Jaffy, dessen furchtlose Tat natürlich DAS Tagesgespräch war, ein und er kümmert sich fortan um das Wohl der aus fernen Ländern stammenden Tiere. Mit fünfzehn Jahren heuert Jaffy auf einem Walfänger an dessen Kapitän nebst dem Walfang den Auftrag hat einem reichen Londoner einen lebendigen Drachen heimzubringen. Die lange Seereise findet ihr Ziel an der Indonesischen Küste auf einer der kleinen Sunada-Insel auf dem die Drachen leben sollen. Es gelingt der Crew tatsächlich einen wahrhaft riesigen Komodowaran zu fangen ! Aber von nun ändert sich alles. Die Stimmung kippt und der Aberglaube, der den Seefahrer seit jeher eigen ist, hält in übermässigen Masse Einzug auf dem Schiff...

Der Roman wurde für den Man Booker Preis nominiert und das es ein spezielles Buch merkt man beim lesen. Der erste Abschnitt strotz nur so von Adjektiven und Beschreibungen und nach drei Seiten hatte mich die Autorin mit ihrem Stil am Haken. Ein stimmungsvolles, wenn auch eher stinkendes Ambiente breitet sich aus und die Geschichte vom kleinen Jaffy liest sich flüssig herunter. Mit der Heuer auf dem Schiff ändert sich die Grundstimmung des Romans. Er wird zunehmend düsterer und mit dem Erlegen des ersten Wals wird es erstmals blutig und eklig. Mit dem Ankern vor den Inseln Indonesien verschärft sich dieses zwiespältige Gefühl und schlägt definitiv in eine finstre Atmosphäre um. Der Roman ist nun alles andere als Vergnüglich zu lesen und schlägt mir auf den Magen. Der Stil der Autorin ändert sich mit und trägt zu dieser schwer verdaulichen Stimmung bei. Ich lese zügig und will gewisse Szenen nicht bewusst wahrnehmen, doch ich nehme sie auf dumpfe und geradezu lethargische Art auf. Meine Gedanken strömen in alle Richtungen wie das Wasser im Meer. Eingeklemmt zwischen einem wahnsinnigen Gott und einer erbarmungslosen Natur habe Zeit zum Nachdenken. Das Verstehen der Geschichte steigt und fällt wie die Wellen und um meine Ohren pfeift der gnadenlose Atem der Welt...
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am 14. Januar 2018
Das Buch ist etwas besonderes- wirklich lesenswert. Ich hatte direkt drei Exemplare gebraucht gekauft um sie als Beigabe zu Weihnachten dazu zu geben. Leider waren alle drei nicht in dem Zustand, dass ich sie so hätte weitergeben wollen. Obwohl sie als „fast wie neu“ klassifiziert wurden. Knicke im Cover, Seiten vergilbt - hmm - da hatte ich mir was Besseres vorgestellt und auch schon viel bessere, gebrauchte Ware bekommen.
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am 31. Mai 2015
Das Buch ist in sehr gutem Zustand bei mir in der angegeben Zeit angekommen. Für weitere Interessenten ein ganz außerordentliches Buch, das mein Bücherregal nicht mehr verlassen wird!
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am 16. Februar 2013
Eine wunderbare Geschichte, die sehr nahe geht und nicht mehr loslässt. Carol Birch schreibt sehr lebendig, bildhaft, so als wäre man mittendrin in diesem wunderbaren Abenteuer. Ein Lesegenuß.
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am 27. April 2013
Habe dieses Buch verschlungen und war fasziniert von der Handlung und Schreibweise. Würde dieses Buch jeder Zeit verschenken oder weiter empfehlen.
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am 11. November 2012
Der Atem der Welt: RomanEine fesselnde,spannende Der Atem der Welt: Romanund fantasiereiche Abenteuergeschichte,die einen trüben Novembertag vergessen läßt.
Ein Buch für Alt und Jung.Ein schönes weihnachtsgeschenk.
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am 30. Januar 2013
Angesichts der Unzahl hier bereits vorhandener wortgewaltiger Rezensionen nehme ich mal an, Sie, verehrter Leser, wissen bereits, dass "Der Atem der Welt" die Geschichte von zwei englischen Jungs aus dem London der 1850er Jahre ist, die zum Abenteuer ihres Lebens auf dem Walfänger "Lysander" aufbrechen, dessen Mannschaft den Auftrag hat einen leibhaftigen Drachen zu fangen. Dann wissen Sie vermutlich auch, dass sie eben jener Auftrag bis zum Pazifischen Ozean führt, wo die Dinge eine sehr, sehr üble, alptraumhafte Wendung nehmen.

Man kann zu Recht sagen, dass das Buch dem Leser einiges abverlangt. Exotische Kulturen, Kneipenschlägereien, romantische Abenteuer, Säbelrasseln, überhaupt und generell 0815-Sex- und Gewalt, klassische Zutaten der Seefahrerbücher männlicher Autoren, vermissen wir hier samt und sonders. Statt Breite gibt es Tiefe zu haben, eine überschaubare Anzahl von Ereignissen wird von der Autorin mit größter Intensität beschrieben (z.B. S. 305/306: "Der Tod war nah. Saß neben mir. Es tat offenbar weh, falls man nach den anderen gehen konnte. Und wenn sie, warum nicht ich? Wie kam man da hin? Ich meine, in den Tod, wo immer das wilde Ding dich auch fallen ließ: dich, mit stockendem Atem, erstaunt. Werde ich fallen oder sanft treiben? Wann würde der Augenblick kommen, in dem ich Bescheid wüsste? Was würde ich hören? Was sehen? Den Himmel, dunkel oder hell [...]. Würde ich schwer oder leicht gehen?")

Das kann wie im zitierten Fall exzellent gelingen und in Verbindung mit den geschilderten Ereignissen zu einer fesselnden, verstörenden Reise ins Herz der Finsternis werden, führte bei mir aber ebenso zu Eindrücken wie "Die Geschichte geht nicht voran" oder "Ja, wir haben es langsam kapiert" oder "Jetzt ist mal genug mit dem Sterben". Und dies macht "Atem der Welt" zu einem Buch, das ich manchmal mit mehr Respekt vor der literarischen Leistung als mit echter Freude daran gelesen habe. Daher reicht es hier lediglich für eine "gemischte Empfehlung" für einen guten, mich nur teilweise begeisternden Roman.
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am 19. Januar 2013
Da ich persönlich nichts von ellenlangen Rezensionen halte, die durch ihre gekünstelte Ausdrucksweise doch nur die vermeintlich Sprachbegabtheit des Rezensenten darstellen sollen, halte ich meine Bewertung des Buches in Stichworten fest:
-interessante Abenteuergeschichte
-insgesamt zu langatmig
-starke Adaption von "Moby Dick" und "Schiffbruch mit Tiger"
-Zusammenhang zwischen titelgebender Geschichte und Inhalt schwer nachzuvollziehen.
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TOP 1000 REZENSENTam 15. Dezember 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Von der britischen Schriftstellerin Carol Birch hatte ich noch nie zuvor gehört, obwohl sie in über 20 Jahren bereits elf Romane geschrieben hat.
Aber ein Mitte des 19. Jahrhunderts spielendes Seefahrerabenteuer, das hatte mich angesprochen und das ebenso schöne wie ungewöhnliche Umschlagbild mit dem Tiger tat sein übriges...

Die Geschichte beginnt in den Londoner Slums, wo der achtjährige Jaffy Mitte des 19. Jahrhunderts in ärmlichen Verhältnissen aufwächst.
Als er eines Tages beim Ausbruch eines Tigers Charles Jamrach, einen Importeur wilder Tiere, kennenlernt, nimmt dieser ihn unter seine Fittiche und heuert Jaffy als Tierpfleger an.
Ein neues, abenteuerliches Leben beginnt für Jaffy, in dem er einiges von der Welt sieht, das harte Leben auf See kennenlernt, sich mit seinem neugewonnenen Freund Tim auf die Suche nach einem "Drachen" für einen Kunden Jamrachs macht und vieles mehr...

Geschickt vermischt Carol Birch in "Der Atem der Welt" Fiktion und historisch Belegtes, denn Charles Jamrach gab es wirklich und auch der fulminante Beginn mit dem Ausbruch eines Tigers hat sich tatsächlich zugetragen, wovon noch heute eine Statue an den London Docks zeugt.
Die Schiffbruchgeschichte, die einen recht großen Teil des Romanes einnimmt, basiert wiederum auf dem Untergang des Walfängers Essex, der auch Herman Melville zu seinem Klassiker "Moby Dick" inspirierte, und der Geschichte seiner Überlebenden.

Ein Seefahrerabenteuer hatte ich erwartet und bin da auch nicht enttäuscht worden, aber "Der Atem der Welt" bietet darüber hinaus noch viel mehr, nämlich eine Reise nicht nur an exotische Schauplätze, sondern auch in menschliche Abgründe, die sich auftun, als die Protagonisten Schiffbruch erleiden und sich die Frage stellt, wie weit man für sein Überleben zu gehen bereit ist...
Dabei schafft es Birch, einen tatsächlich an die beschriebenen Handlungsschauplätze zu entführen;
sowohl die Londoner Slums des 19. Jahrhunderts als auch das harte Leben auf See zu dieser Zeit, die exotischen Schauplätze wie die Pitcairn-Inseln, wo auch die Meuterer der Bounty an Land gingen, und die beklemmende Situation im Rettungsboot werden so plastisch geschildert, daß man sich tatsächlich mittendrin wähnen könnte.
Birchs Stil ist dabei einerseits sehr fantasievoll und bildhaft, andererseits aber auch überraschend deftig und unverblümt;
fast schon poetisch anmutende Schilderungen wechseln sich mit drastischen Beschreibungen von Dreck, Armut und Tod ab, die teilweise nichts für allzu sensible Gemüter sein dürften.
Für einen Abenteuerroman ist "Der Atem der Welt" dabei ungewöhnlich vielschichtig;
sowohl das Seefahrerabenteuer als solches als auch die Frage nach der Vertretbarkeit von Wildtierfang gäben jeweils schon alleine genug Stoff für einen eigenen Roman ab, ganz zu schweigen von der Frage, wie weit der menschliche Überlebenswille in Extremsituationen gehen kann und darf und wie man später mit dem, was man für sein eigenes Überleben zu tun bereit war, umzugehen schafft.

Fazit: Ein faszinierender Abenteuerroman, der einen für eine Weile abtauchen lässt in eine Zeit voller Entbehrungen, aber auch voller Abenteuer, manchmal in seiner Drastischkeit beinahe schon abstoßend, aber dennoch fesselnd, dazu hervorragend geschrieben - eine absolute Empfehlung!
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. Oktober 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Carol Birch stand mit diesem Roman auf der Shortlist des Man Booker Prize 2011, dem wichtigsten britischen Literaturpreis. Vollauf berechtigt, darf ich nach der fast atemlosen Lektüre feststellen. Birch versteht ihr Handwerk, ist es doch schon ihr elfter Roman, von denen bisher aber erst vier in Deutschland erschienen sind. Den Blick zurück warf sie schon in ihren letzten beiden Romanen „The Naming of Eliza Quinn“ (2005) und „Scapegallows“ (2007). Auch in „Der Atem der Welt“ geht sie mehr als hundert Jahre zurück. Sie greift Melvilles Moby Dick Thema rund um das authentische Schicksal des Untergangs des Walfängers Essex auf. Das Schicksal der jungen Crew, der jüngste an Bord war 14 Jahre alt, hat sie berührt. Auch Mr. Jamrachs Londoner Tiermenagerie ist ebenso historisch belegt, wie der Ausbruch eines Tigers aus dieser Menagerie. Aus der Begegnung eines achtjährigen Jungen, der den Tiger gestreichelt haben soll, entwirft Birch die Handlungsmuster ihres überbordenden Abenteuerromans.

Der kleine Jaffy wird nach dieser Begegnung, einer Art Wiedergeburt, Tierpfleger bei Jamrach, lernt dort Tim kennen, mit dem er sieben Jahre später eine Weltreise auf einem Walfänger antritt. Die Geschichte der Freundschaft und Rivalität im Kampf um Vaterfiguren ist eingebettet in die Brutalitäten des Alltags, die völlig ohne Beschönigung dem Leser dargeboten werden. Sie ist eingebunden in einen dramatischen Überlebenskampf.

Sprachlich äußerst dicht, atemlos, schonungslos und brutal geschrieben. Wer sich darauf einlässt, wird das Buch nicht aus der Hand legen.
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