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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
84
4,4 von 5 Sternen
Das geheime Prinzip der Liebe (Literatur-Literatur)
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 6. März 2012
Zum Inhalt

Camille ist eine alleinstehende Frau Mitte 30. Gerade ist ihre Mutter gestorben und sie fühlt sich ziemlich allein. Zwischen den ganzen Beileidskarten flattert ihr dann aber eines Tages ungewöhnliche Post ins Haus. Zuerst hält sie die offensichtliche Beschreibung eines Liebesgeschichte vor Beginn des Zweiten Weltkriegs für ein unverlangt eingesendetes Manuskript, denn sie ist ja Lektorin. Obwohl sie zuerst gar nicht angetan von dieser Herangehensweise ist, wird sie doch immer neugieriger und wartet bald förmlich auf die Dienstage, an denen sie den nächsten Teil der Geschichte erhält und erfährt wie es mit Louis und Annie damals weitergegangen ist.

Meine Meinung:

Ein wunderbares Buch. Eine gelungene Mischung aus Liebestragödie, Kriminalroman und Familiengeschichte. Ganz am Anfang hatte ich etwas Probleme, die verschiedenen Perspektiven zuzuordnen, aber nachdem das einmal klar war, las sich das Buch wie von selbst. Zu Beginn denkt man relativ bald, man hätte die Lösung des Rätsel bereits herausgefunden, aber das ist mitnichten so. Der Leser wird immer wieder auf falsche Fährten gelockt und dann die ganze Geschichte doch wieder völlig herumgedreht.

Menschliche Abgründe tun sich hier auf, persönliches Drama vor dem Hintergrund der aufziehenden geschichtlichen Katastrophe des Zweiten Weltkrieges.

Das alles in einer sehr schönen Sprache, einerseits französisch-poetisch, an vielen Stellen aber auch sehr direkt und klar.

Für mich ein absolut bemerkenswertes Debut - diese Autorin werde ich auf jeden Fall im Blick behalten!
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am 22. Juni 2017
Den Roman 'Das geheime Prinzip der Liebe' legt man nicht mehr so schnell aus der Hand. Nicht, wegen der allmählich sich aufbauenden Spannung, auch nicht wegen der ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die er erzählt. Hélène Grémillon hat mit ihrem ersten Roman eine ganz besondere Familiengeschichte geschrieben, verschachtelt und mit unerwarteten Wendungen und Perspektivwechseln. Der Roman hat mich als Leserin in einer Weise ins Geschehen gezogen, die ich nur als tief berührend beschreiben kann. Die Geschichte macht nachdenklich und geht auch nach der letzten Seite nicht mehr so schnell aus dem Kopf. Für mich ein Stück Literatur.
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TOP 500 REZENSENTam 19. März 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Inhalt:
Nach dem Tod ihrer Mutter erhält Camille - neben all den anderen Kondolenzschreiben - einen handgeschriebenen Brief von einem gewissen Louis. Sie glaubt an ein Versehen, denn sie kennt weder den Absender, noch die im Brief erwähnte Annie. Doch dann folgen weitere Briefe, und Camille vermutet, dass es sich um einen Roman handelt, der ihr - einer Verlegerin - auf diesem Wege zugeschickt wird. Nach und nach muss sie jedoch akzeptieren, dass es sich um eine Geschichte handelt, die eng mit ihrem eigenen Leben verbunden ist und die ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart und ihre Zukunft ändern wird.

Mein Eindruck:
'Das geheime Prinzip der Liebe' ist ein spannender Roman, der durch die Zeitsprünge abwechslungsreich und durch die einfache Sprache schnell und flüssig lesbar ist. Bisweilen empfand ich den Roman sprachlich als zu flapsig, einige Phrasen als zu unbeholfen, beinahe sinnfrei (z.B. 'er hatte immer noch einen Akzent, den man mit dem Messer schneiden konnte').

Was der Autorin hervorragend gelungen ist, ist die Beschreibung von Stimmungen und Emotionen. Von der ersten Seite an wird man als Leser regelrecht in ihre Geschichte gezogen, ist gefesselt und hat kaum eine Möglichkeit, sich von den Figuren und den Umständen zu distanzieren. So war ich nach der Lektüre - trotz der bisweilen unrealistisch anmutenden Ereignisse - bewegt und berührt.

Mein Resümee:
Ein aufwühlender Roman mit Frankreich-Flair und großen Emotionen, ohne schwülstig oder kitschig zu sein.
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TOP 500 REZENSENTam 16. März 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Das geheime Prinzip der Liebe ist ein Buch, das bei mir viele Gedankengänge und Gefühle los getreten hat, die von Verständnislosigkeit, Mitleid und Fassungslosigkeit alle Nuancen durchspielten.

Eine der Protagonisten dieses Buches ist Camille, die nach dem Tod ihrer Mutter, unter den Beleidsschreiben den Brief eines unbekannten Verfassers findet.Zuerst denkt sie an ein Versehen, als dann aber jeden Dienstag neue Briefe des Unbekannten eintreffen, verfolgt sie die Geschichte von Elisabeth und Anni und Louis. Anni und Louis kennen sich seit ihrer Jugend und Louis ist hoffnungslos in Anni verliebt.Als sie ein Paar werden ist er überglücklich. Anni versucht sich als Malerin und wird von Elisabeth als Gönnerin unterstützt.Als Anni erfährt, dass Elisabeth keine Kinder bekommen kann, obwohl sie sich ein solches sehnlichst wünscht, macht sie ihr den Vorschlag, dieses für sie aus zutragen.Und von da an nimmt die Geschichte ihren Lauf,den ich hier natürlich nicht verrate.

Die Geschichte der Protagonisten wird auf verschiedenen Zeitebenen erzählt und jeder der involvierten Personen erzählt seine Geschichte aus seiner Sicht.Louis,Annie, Elisabeth und auch von Camille erfahren wir etwas.

Der Schreibstil der Autorin ist mitreißend und die Thematik des Buches wird bei vielen Lesern sicherlich kontroverse Gefühle in Gang setzten , so wie bei mir.Ich konnte das Buch jedenfalls nicht mehr aus der Hand legen und habe es innerhalb kurzer Zeit verschlungen.Die Autorin hat das Buch geschickt aufgebaut und durch den angenehmen Schreibstil zu einem Highlight in diesem Lesejahr gemacht.
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am 2. April 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Nach dem Tod ihrer Mutter erhält Camille viele Kondolenzschreiben. Unter all den Briefen ist auch ein Brief, der anders
ist. Er stammt von einem Louis, enthält aber sonst keinen Absender. Der Brief erzählt eine Geschichte. Er berichtet von
der Liebe zwischen Louis und Annie im zweiten Weltkrieg. Zunächst denkt Camille, es handele sich um eine Verwechselung,
und der Brief sei nicht für sie bestimmt. Doch dann erhält sie weitere Briefe, in denen Louis die Geschichte fortsetzt.
Er erzählt davon, wie Annie Madame M kennenlernt und ein Kind zur Welt bringt. Jeden Dienstag kommt wieder ein Brief,
den Camille inzwischen mit Spannung erwartet. Doch allmählich hat sie den Verdacht, dass diese Briefe etwas mit ihr selbst
zu tun haben könnten und beginnt Nachforschungen anzustellen.

Dieser Roman ist spannend und bewegend zugleich. In einer wunderschönen Sprache erzählt die Autorin die tragische
Geschichte von Annie. Dabei wechseln die Kapitel immer wieder zwischen dem Leben von Camille und den Briefen. So erlebt
der Leser, wie Camille nach und nach das Geheimnis der Vergangenheit entschlüsselt, und trifft auf eine Geschichte voller
Liebe, Eifersucht, Rache und Hass. Dabei ist der Roman so fesselnd geschrieben, dass man das Buch kaum aus der Hand
legen möchte.
Leider tritt Camille im Laufe des Buches immer mehr in den Hintergrund und es geht fast nur noch um Annie und Madame M.
So wird am Schluss die ganze Geschichte auch noch aus der Sicht von Madame M geschildert. Das führt dazu, dass man
als Leser wirklich alle Beteiligten gut verstehen kann, da jeder auf seine Weise zugleich Opfer und Täter ist. Das Ende
kommt dann etwas zu schnell und wirkt sehr konstruiert. Ich hätte mir hier gewünscht, noch mehr über Camille zu erfahren,
und wie sie mit dem Geheimnis umgeht. Leider bleiben am Ende viele Fragen offen.

Das ganze Buch ist ein wunderbarer, spannender, bewegender und fesselnder Roman, mit einer sehr tragischen Geschichte.
Dabei ist das Buch immer tiefgründig und wird nie oberflächlich. Einzig das Ende konnte mich nicht überzeugen.
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am 26. März 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Für Louis bricht eine Welt zusammen als er seine Kinder- und Jugendliebe Annie nach drei Jahren wiedertrifft. Beide sind Anfang 20 und Louis macht sich wieder Hoffnungen, ist wie verzaubert, sie hatten sich viel zu erzählen - doch plötzlich ist Annie verschwunden.

Louis hat Annie's Geschichte aufgeschrieben und in Form von Briefen wird der Leser an die vor mehr als 30 Jahren geschehenen Ereignisse herangeführt. Die junge Anni trifft die vernehme Madame M, eine unnatürliche Freundschaft entwickelt sich zwischen den beiden Frauen. Madame M ist eine sehr verzweifelte Frau, die trotz aller Bemühungen kinderlos bleibt - kann Annie ihr das ersehnte Kind gebären? Von der Autorin wird sehr feinfühlig beschrieben, wie sich diese beiden Frauen während der Schwangerschaft verändern.

Ein sehr schönes Frauenbuch, mit überraschendem Ende. Bitte mehr davon, Frau Gremillon!
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. März 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Der Roman erzählt die Geschichte von Camille, einer Verlegerin in Paris im Jahre 1975. Gerade ist ihre Mutter bei einem Autounfall gestorben, was sie sehr traurig macht, denn sie hatte ein sehr inniges Verhältnis zu ihr. Außerdem ist Camille schwanger und diese Zeit hätte sie natürlich gerne mit ihrer geliebten Maman geteilt.

Zwischen den vielen Kondolenzschreiben, die Camille erhält ' und grösstenteils nicht einmal durchliest ' findet sich ein Brief, der sich von den anderen direkt abhebt. Es ist ein langer Brief, ohne Anrede und unterzeichnet von einem gewissen Louis, einem Mann den Camille überhaupt nicht kennt.

Er erzählt ihr seine Lebensgeschichte, beginnend in frühester Kindheit, wie er im kleinen Ort N. das Mädchen Annie kennenlernt, die ihn in seinem Herzen sein gesamtes weiteres Leben begleiten soll. Camille ist gleichzeitig gefesselt, verwirrt und sehr neugierig was es mit dem Schreiben auf sich hat. Hat dies einer ihrer Autoren geschrieben um sich einen Scherz zu erlauben? Oder ist es die Anfrage für einen neuen Roman von jemandem, der sich nur durch eine ausgefallene Art und Weise, sein Manuskript einzureichen, Erfolg verspricht?

Im Abstand von eingen Wochen kommen immer neue Briefe von Louis und erzählen seine Lebens- und Liebesgeschichte zu Annie weiter. Schreibt wie Annie sich entschieden hat, für ihre Gönnerin Madame M. ein Kind für sie auszutragen, da sie selber unfruchtbar ist. Soviel hat Madame M. für Annie getan, ihre Malerei unterstützt und Annie selber will sowieso nie eigene Kinder. Er erzählt, wie Annie mit ihr nach Paris geht, seine grosse Liebe im Laufe der folgenden Kriegsjahre aus den Augen verliert und plötzlich wiederfindet.

Camille ertappt sich dabei, dass sie mittlerweile auf die Briefe des geheimnisvollen Louis wartet, weil sie wissen muss wie die Geschichte um Annie und ihn weitergeht. Ausserdem beschleicht sie eine Ahnung, dass sie selbst vielleicht ein Teil dieser vielen beschriebenen Seiten ist '.

***

Ich lese ja generell Romane quer durch alle Genres und daher auch immer mal wieder gerne eine schöne Liebesgeschichte, wenn sie denn nicht trieft vor lauter gespielter Emotionen '

Bei diesem Roman hat mich zuallererst das Cover angesprochen, daher kann ich dann gleich mit dem Erscheinungsbild des Buches anfangen. Das Cover ist schwarz-weiss und nur durch den dunkelroten Regenschirm farbig aufgelockert. Das Kopfsteinpflaster, die Schuhe der alten Zeit und die nicht erkennbaren Personen unter dem Schirm: das hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen und mich die Inhaltsangabe lesen lassen.
Die hat mich dann letztendlich überzeugt und meine Neugier war komplett geweckt, sodass ich das Buch bestellt habe.

Die Autorin hat eine ruhige, schöne Stimmung geschaffen, auch wenn die Umstände der Handlung oft auch sehr dramatisch waren. Der Schreibstil ist sehr angenehm und hat mich überzeugt. Sie hat die Gefühle ihrer Protagonisten erstaunlich gut in Worte fassen können. Hier meine ich nicht nur die Liebe, die natürlich auch eine grosse Rolle spielt, auch schlechte Gefühle und Eigenschaften wie Hass, Rachsucht, Wahnvorstellungen und extreme Verlustängste hat sie in ihrer Figur Madame M. fantastisch ausgearbeitet. Die Hintergründe für deren teilweise hinterlistiges, bösartiges Handeln und Lügen waren so verständlich und überzeugend, dass der Leser all dies sehr gut nachvollziehen konnte.

Die Handlung beginnt im Jahre 1975 nach dem Tod von Camilles Mutter. Die Passagen der Briefe von Louis bilden eigene Kapitel, die uns zurück in die Vergangenheit bringen. Hier spielt sich viel in dem kleinen malerischen Ort N. ab und da diese Kapitel sich wie Louis' eigene Berichte lesen, hatte ich das Gefühl in einem Tagebuch zu stöbern und fühlte mich in die damalige Zeit zurückversetzt.

Im letzten Drittel des Romans wird die Geschichte noch einmal erzählt, aber aus der Sicht einer anderen Person. Eigentlich ein einfaches Prinzip: Jede Geschichte hat zwei Seiten und das war absolut interessant umgesetzt.

Natürlich war das Ende oder die Lösung von Anfang an absehbar, doch die Autorin hat zum Schluß noch eine kleines Highligt eingebaut, das ihr gelungen war. Ich hatte es vermutet und es gefiel mir gut.

Was noch erwähnenswert ist: Die Haupthandlung der Jetztzeit um Camille ist komplett kursiv und die Passagen von Louis' Briefen und Berichten dann in normaler Schrift gedruckt. Anfangs fand es etwas gewöhnungsbedürftig, sind doch sonst eher die Rückblenden dann schriftbildlich vom restlichen Text abgehoben, doch nachher ging es gut.

Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für eine ruhige Liebesgeschichte, die sich nicht auf eine Handlungszeit bezieht und Einblicke in das Gute und Böse der Menschen gibt. Eine angenehme Leseatmosphäre und eine Handlung in die man sich fallenlassen kann. Mir hat das Buch gefallen und ich werde gewiß weiteres von der Autorin lesen, wenn mir nach ruhiger Stimmung ist.

© Buchwelten 2012
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VINE-PRODUKTTESTERam 2. März 2012
"Die Liebe ist ein geheimnisvolles Prinzip, ihr Ende noch viel mehr. Man weiß vielleicht, warum man liebt, aber niemals, warum man nicht mehr liebt."
Lektorin Camille ist Mitte Dreissig, als ihr Leben vom Tod ihrer Mutter kräftig erschüttert wird. Sie kann den Alltag vor Trauer kaum mehr bewältigen und organisiert mit Mühe und Not die Beerdigung und den darauf folgenden notwendigen Bürokratiekram. Inmitten aller Kondolenzpost erreicht sie ein anonymer Brief, indem von der Liebesgeschichte zwischen Louis und Annie berichtet wird. Erst hält sie ihn für eine Verwechslung, bald trifft jedoch eine Fortsetzung ein und jeden darauf folgenden Dienstag erhält sie wieder einen Brief - erwartet sie schon recht bald sehnlichst. Doch je mehr Informationen sie erhält, desto mehr beschleicht sie ein seltsames Gefühl: haben die wachsende Liebesgeschichte und die Erzählungen über das tragische Erlebnisse von Annie vielleicht etwas mit ihrem eigenen Leben zu tun? Sie beginnt die schriftlichen Puzzleteile zusammenzusetzen....

Manchmal meint man ja als Leser, dass nur französische Autoren so wunderbar über die Liebe schreiben können. Auch die Debütautorin Hélène Grémillon zieht einen ab der ersten Seite in ihren Bann und gerade durch den Wechsel des Lebens der Pariserin Camille aus dem Jahr 1975 mit den Briefen aus den 50er Jahren kann man das Buch vor Spannung kaum mehr aus der Hand legen. Grémillon beschreibt mit zarten Worten und harten Schicksalen die verschiedenen Formen der Liebe und wie weit sie einen treiben kann. Unter dem Deckmantel des stärksten aller Gefühle wird hier gefleht und gebetet, hinterrücks betrogen und belogen und man kann als Leser nur tatenlos und ergriffen weiterlesen. Ein wahrer Schatz ist dieses Buch - welches man am liebsten nie beenden möchte. Wer Anna Gavalda und Alex Capus mag, der wird in Hélène Grémillon eine würdige Nachfolgerin finden!
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. Juli 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Nach dem Tod ihrer Mutter erhält Camille neben den üblichen Kondolenzbriefen auch einen dicken Umschlag. Er beginnt die Geschichte einer jungen Frau im 2. Weltkrieg zu erzählen und zieht die trauernde Verlegerin (und uns Leser) in seinen Bann.
Jede Woche folgt ein weiteres Kapitel ohne Absender.

Ich mag den Schreibstil und war auch zunächst recht begeistert von der Mischung aus Lebensgeschichten und Krimi.
Je weiter die verworrene und tragische Geschichte sich entwickelt, um so mehr musste ich mich quälen.
Über viele Seiten steht das Unglück der Hauptfiguren im Vordergrund.
Interessant der Wechsel der Perspektive, da mal die eine, dann die andere Person ihre/seine Geschichte berichtet.
Dies beleuchtet einzelne Aspekte und lässt sie uns nochmal anders verstehen.
Einiges bleibt bis zum unerwarteten Ende unklar und löst sich auch dann nicht in Wohlgefallen auf, da ein fader und bitterer Beigeschmack bleibt.
Schade, denn es begann vielversprechend.

Den Buchtitel habe ich bis zum Schluss nicht verstanden. Was hat der mit dem Buch zu tun?
Er klingt wie ein Sachbuch oder eine romantische Liebesgeschichte.
Das Titelbild kann ich auch im Nachhinein nicht in Zusammenhang mit der Geschichte bringen.

FAZIT: Eigentlich nette Idee, eigentlich netter Aufbau, aber mir doch zu verworren und tragisch.
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am 10. Juni 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Als ich das Buch in die Hände bekam, hatte ich mich auf das Lesen gefreut. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Doch zunächst wurde ich enttäuscht.
Die Verlegerin Camille erhält einen Brief, dessen Lektüre sie etwas verwirrt. Es folgen weitere Briefe desselben Absenders. In den Briefen wird eine Geschichte erzählt. Camille denkt, eine Autorin oder ein Autor hätten sich eine ganz raffinierte Bewerbung ihres Manuskriptes einfallen lassen. In der Geschichte ist von einem Louis und von einer Louise die Rede. Doch je mehr Camille von diesen Briefen liest, umso mehr wird sie das Gefühl nicht los, dass die Briefe etwas mit ihr zu tun haben. Sie schwankt immer wieder zwischen 'eingereichtem Manuskript' und 'Familiengeschichte'. Leider dauert dieses Schwanken tatsächlich ganze einhundertfünfzig Seiten lang. Von Tempo und Spannung keine Spur. Natürlich bleibt die Frage offen, ob der Verlegerin hier ihre eigene Entstehungsgeschichte erzählt wird. Doch diese frühzeitig gestellt Frage trägt die vielen Seiten nur schwer und so mancher Leser würde längst aufgehört haben zu lesen. Bei mir war es eher die Rezension einer Kollegin, die mich weiterlesen ließ. Und ich muss gestehen, dass sich das Durchhalten gelohnt hat. Wird dieser erste Teil immer aus zwei Perspektiven erzählt, so kommt im zweiten Teil eine dritte Perspektive, eine weitere Erzählerin, hinzu. Alles bis dahin Erzählte wird nun aus anderer Sicht erneut dargestellt. Lücken, die zwar vorhanden waren, aber wegen fehlender Spannung nicht interessierten, werden nun gestopft. Das Bild wird klarer. Die Geschichte nimmt Fahrt auf. Man könnte meinen, dass es sich bei dem zweiten Teil um das eigentliche Buch Hélène Grémillons handelt und die Seiten zuvor nur auf Drängen des Lektorats hineingebracht wurden, um mehr Volumen hineinzubringen. Erst auf den letzten zehn Seiten kehrt die Erzählung wieder zur Verlegerin und dem Briefeschreiber zurück, wo die Geschichte erneut eine überraschende Wendung erfährt.
Alles in allem eine sanfte und anrührende Liebesgeschichte, die leider etwas langatmig wirkt. Wer den langen Vorlauf allerdings nicht durchhält verpasst aber die dramatische Spannung und das überraschende Ende.
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