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Kundenrezensionen

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Nachdem Gaia bereits im ersten Band "Die Stadt der verschwundenen Kinder" aus den Fängen der Enklave geflohen ist, wird sie nun in "Das Land der verlorenen Träume" gerettet und findet den Ort, zu dem schon ihre Großmutter geflohen ist. Dort angekommen findet sie aber leider keine angenehmen Verhältnisse vor, man nimmt ihr zunächst einmal ihre kleine Schwester weg und verlangt von ihr sich an merkwürdige Gesetze zu halten, die für Gaia keinen Sinn machen. In Sylum herrschen nämlich die Frauen. Diese sind zwar in der Unterzahl, weswegen das Dorf auch auszusterben droht, aber Männer haben nichts zu sagen und fügen sich. Gaia kommt also vom Regen in die Traufe, denn natürlich kann sie sich mit Regeln, die ihr zuwider sind nicht anfreunden und rebelliert...

Den ersten Teil von Caragh O'Briens Geschichte um die Hebamme Gaia fand ich bereits klasse, aber der zweite Teil stellt den ersten jetzt noch einmal in den Schatten. Die Autorin schafft hier eine unglaubliche Gemeinschaft, die in sich funktioniert und sogar logisch scheint, obwohl eigentlich alles in einem rebellieren will.
Während des Lesens war ich so oft hin und her gerissen zwischen Abneigung gegen die Matrarch, die gewählte Anführerin Sylums, und Verständnis für sie und ihre Entscheidungen. Einfache schwarz/weiß Malerei gibt es in diesem Buch nicht, niemand ist einfach nur böse oder einfach gut, jede Figur wird so menschlich dargestellt wie nur irgendwie möglich und ich denke, genau das zeichnet diese Autorin auch aus. Sie entwirft einfach so authentische Figuren, man kann sich einfach jede einzelne in ihrem Handeln vorstellen, ich hatte alle Personen vor Augen, habe ihre Worte in meinem Kopf gehört. Und das schafft sie, ohne sich in zu viele Details zu verlieben, ohne dass es langatmig wird.

Ich will gar nicht allzu viel von der Handlung verraten, denn für mich war diese Fortsetzung schon eine Überraschung und anders als ich es erwartet habe. Dafür habe ich jetzt eine gute Vorstellung davon wie die Fortsetzung aussehen könnte, aber wahrscheinlich werde ich dann erneut überrascht sein. Aber ich lasse mich ja gerne überraschen, vor allem, wenn das Ergebnis wieder so absolut gut, so überzeugend sein wird wie dieser zweite Teil.
Wem der ersten Teil bereits gefallen hat, der wird diesen zweiten Band sicherlich lieben!
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Februar 2012
Meine Meinung
Der zweite Band steht dem ersten wirklich in nichts nach und knöpft ein paar Tage nach diesem an.
Nach ihrer Flucht aus ihrer alten Heimat - der Einzigen, die sie jemals kannte - macht sich Gaia mit ihrer kleinen Schwester auf den Weg ins Ungewisse. Sie hofft auf ein besseres Zuhause und einen Neuanfang. nachdem ihre Eltern für diese Sache gestorben waren und sie selbst ihr Leben riskierte ist eine Rückkehr ausgeschlossen. Die Beiden drohen zu verdursten, denn um sie herum ist nichts als Ödland. Gerade als Gaia sich mit der großen Wahrscheinlichkeit auseinander setzen muss, dass ihre Schwester diese Reise wohl nicht überleben wird, findet sie ein fremder Mann, der ihnen Hilfe anbietet.
Er nimmt sie auf einem Pferd mit in sein Dorf, Sylum genannt. Doch auch dort ist nicht alles Gold was glänzt. Denn die Bewohner von Sylum müssen sich mit eigenen Problemen auseinandersetzen und entsprechend reagieren. Denn sie sterben aus.
Ihrer Schwester zu liebe beugt sie sich zuerst den Regeln in diesem Dorf, muss jedoch mit der zeit mehr und mehr feststellen, dass hier ebenfalls großes Unrecht herrscht.
Wieder einmal versucht Gaia gegen ein System zu rebellieren.

Die Charaktere in diesem Buch sind mir besonders aufgefallen. Es ist wirklich von allem etwas dabei. zwischendurch hatte ich sogar das Gefühl, dass Gaia neben ihnen manchmal etwas blass wirkt. Allgemein hat die Gute wirklich nachgelassen.. obwohl es verständlich ist, bei all den schrecklichen Dingen die sie erlebt hat. Aber eben.. wo ist unsre wirklich starke und mutige Gaia hin? Zwischendurch verliert sie sich einfach selbst.. und enttäuscht damit nicht nur den Leser.
Doch sie fängt sich wieder und beginnt zu kämpfen, als sie auf eine alt bekannte Person trifft. Wer das ist? Na, das wird nicht verraten.

Einzig ein Punkt führte dazu, dass es bei mir nicht für die volle Punktzahl gereicht hat.
Wie im Klappentext schon steht ".. einer neuen, zarten Liebe". Ich finde so was oft schrecklich, jedenfalls wenn ich den Verehrer aus Band 1 mochte, was hier der Fall war.
Zwischendurch findet man sich nicht nur in einer Dreiecks- .. nein, sogar in einer Vierecksbeziehung wieder. Oder zumindest bei einer sich androhenden Vierecksbeziehung. Als sich das anbahnte wäre ich erstmal fast durchgedreht. Wenigstens erkennt Gaia selbst aber auch, dass da etwas nicht ganz richtig läuft, lenkt sehr bald ein und sieht dann auch wieder klarer. Dadurch wendet sie das Ganze zum Großteil ab. Am Ende weiß sie auch, wo ihr Herz hingehört und steht sehr ehrlich dazu. Das hat mir gut gefallen und mich in diesem Punkt so weit auch besänftigt.

Fazit
Viel mehr bleibt zu dem Buch nicht zu sagen, außer: lesen! Denn weitere Beschreibungen werden der Spannung und der Geschichte so wie so nicht gerecht.
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am 10. Juli 2016
Hierbei handelt es sich um den zweiten Band einer Trilogie. 

Worum es geht : 
Sei stark und mutig, Gaia!

Die sechzehnjährige Gaia Stone, eine junge Hebamme, muss aus ihrer Heimat fliehen, mit nichts als den Kleidern am Leib und ihrer neugeborenen Schwester im Arm. Alles wurde ihr genommen – sind doch ihre Eltern ermordet und die Liebe ihres Lebens verhaftet worden, und die zerstörte Welt, in der sie lebt, straft unbarmherzig jede Schwäche. Als ein Fremder sie mitten im Ödland vor dem Verdursten bewahrt, scheint sie zunächst gerettet. Doch das Dorf des Fremden nimmt Gaia erst die Schwester und dann auch noch die Freiheit. Verzweifelt und entmutigt gibt sie beinahe auf. Schließlich besinnt sich Gaia jedoch darauf, dass vor allem anderen das Leben zählt – und sie stellt sich ihrem Schicksal, ihrer Verantwortung für ihre Schwester und einer neuen, zarten Liebe …

Cover : 
Sehr schön, genauso gehalten wie von Band 1 und 3.

Meine Meinung : 
Ich war begeistert vom ersten Band und gespannt wie es mit Gaia weitergeht, doch leider wurde ich etwas enttäuscht. Die Handlung hätte nach Band 1 vorbei sein können. Ich habe das Gefühl, dass man auf jeden Fall eine Trilogie daraus machen wollte, wofür aber gar nicht mehr so viel Geschichte war.Kurioserweise gibt es diesmal auch so viele Männer die in sie verliebt sind. Das war für meinen Geschmack nicht passend. 

Bewertung : 3 Sterne - kann man lesen, muss man aber nicht. 
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am 29. März 2012
Buchgestaltung

Auf dem deutschen Cover wiederholt sich das Motiv des ersten Bandes spiegelverkehrt und in anderer Farbe. Ich fand es schon bei Band 1 sehr schön, hätte mir aber gewünscht, das die Motive der Folgebände etwas anders ausgesehen hätten. Unterschiedliche Cover bei einer Buchreihe finde ich persönlich immer einfallsreicher!

Der deutsche Titel passt allerdings sehr viel besser zum Buch, wie ich finde. Prized ist zwar mal wieder so ein Titel, der sehr viel beschreibt und der Geschichte gerecht wird, aber das Land der verlorenen Träume drückt die Hoffnungslosigkeit besser aus.Das englische Cover hat einen tollen Bezug zum Buch und sieht auch noch gut aus.

Meinung

Die Stadt der verschwunden Kinder war eines DER Highlights des letzten Jahres für mich. Da fragt man sich als Leser natürlich: wie soll die Autorin es schaffen, das zu übertreffen? Viele schaffen es nicht. Folgebände sacken ab oder ruinieren sogar den Vorgänger und schaffen große, große Enttäuschung. Caragh O'Brien sorgt durchaus dafür, dass das Niveau des ersten Teils erhalten bleibt, dennoch hat dem zweiten Teil das gewisse Etwas gefehlt'

Kaum mehr als zwei Wochen sind vergangen, nachdem Gaia geflohen ist, zusammen mit ihrer Schwester Maya hat sie eine Reise durchs Ödland angetreten ' auf der Suche nach dem Ort, den ihre Mutter ihr in ihren letzten Worten als Zuflucht genannt hat. Doch die Reise ist schwer und lebensbedohlich und Gaia schafft es nicht alleine durchzuhalten. Da taucht ein Fremder wie aus dem Nichts aus und hilf ihr und ihrer Schwester zu der Stadt zu gelangen, die das Ziel ihrer Reise ist. Dort angekommen muss Gaia aber schnell feststellen, das hier kein Frieden auf sie wartet, sondern nur eine neue Form einer Enklave, voller Machtmissbrauch und Unterdrückung ' nur dieses Mal findet sie sich auf einer anderen Seite wieder.

Der Schreibstil der Autorin bleibt auch hier wieder wunderbar lebendig und eindringlich. Man kann sich bestens in Gaia hinein versetzten und spürt ihre Ängste und Sorgen, um sich selbst und ihre Schwester. Genau wie sie, bangt man mit, freut sich, als sie endlich den Ort der Sicherheit erreicht hat, nur, um erneut vor den Kopf gestoßen zu werden. Die Geschichte baut direkt zu Beginn sehr viel Spannung auf und sofort findet man sich im Geschehen wieder. Die Idee der Stadt inmitten eines Ödland und all ihren Geheimnissen und Regel fand ich sehr gelungen. Als Leser findet man sich an einem Ort wieder, den man wie Gaia erst einmal verstehen muss und das fällt nicht leicht. Man ist geschockt und verärgert über die Zustände und das Leserherz schlägt eindeutig für Gaia als sie dem System dort den Kampf ansagt.

Neu eingeführte Charaktere konnten mich auch überzeugen, da sie alle authentisch dargestellt waren und sympathische oder interessante Charakterzüge hatten. Auch 'die Bösen' sind genauso tiefgründig wie im ersten Band und so verfolgt man Dialoge und Wendungen stets gespannt und erwartungsvoll mit.

Ab der Mitte des Buches nimmt all das aber leider etwas ab. Die Autorin hat aus Leon einen ganz anderen Charakter gemacht. Man zweifelt genau wie Gaia daran, ob man ihn jemals richtig gekannt hat. Er verhält sich unmöglich und die Magie zwischen ihm und Gaia ist wie weggeblasen! Das fand ich wirklich schade! Zwar war der Konflikt in den Ansätzen sehr gut erklärt, aber die meiste Zeit war einfach sehr unklar, warum Leon sich nun so gegensätzlich verhält, was mich sehr verwirrte. Zudem ändert auch Gaia im Verlauf der Story sich um 180°! Aus der starken, mutigen Frau, die zuvor noch rebellierte wird eine Person, die sich lieber verkriecht und den Regeln des Stadtoberhaupts folgt. Natürlich konnte ich nachvollziehen, das Gaia nur ihre Schwester schützen wollte, aber es war schade zu sehen, wie ein Charakter so schnell an Farbe verlieren kann. Zum Glück ändert sich das zum Ende des Buches wieder etwas. Dort erkennt man nämlich, dass Leon und Gaia ihren Kampfgeist zurück erlangen!

Der Plot ist abwechslungsreich und vor allem einfallsreich. Auch, wenn es einige etwas langatmige Stellen gibt, so wird man sehr gut unterhalten. Auch in diesem Band gibt es wieder einen Code zu knacken und ein großes Geheimnis zu lüften und ich war echt überrascht wie gut die Autorin es wieder geschafft hat, den Leser zum mitdenken anzuregen! Gefühle, Spannung und kleine Schocker sind eine gelungene Mischung. Innere Konflikte stehen ebenfalls stark im Vordergrund und das vertiefen von Beziehungen und die Frage nach richtig oder falsch. Es ist erschreckend zu sehen, wie schnell Macht die Menschen verändert und was guter Glaube alles Boshaftes bewirken kann. Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel!

Das Ende des Buches hat deutlich einen Höhepunkt, der mir gut gefallen hat. Trotzdem stellt sich mir die Frage: was nun? Nach der Enklave und dem Ödland'wohin soll die Reise führen? Wieder zurück in die Enklave? Gibt es überhaupt einen Ort, der so etwas wie Normalität bewahrt hat'? Ich bin sehr gespannt auf den Abschluss der Reihe!

Fazit

Meiner Meinung nach ist das Land der verlorenen Träume eine gute Fortsetzung, die mit einer tollen Geschichte und viel Emotionen überzeugen kann. Leider schwächelt das Buch an vielen Stellen, was besonders an dem Werdegang der Charaktere liegt.

Wer Band 1 mochte wird auch hier nicht enttäuscht werden. Man sollte jedoch die Erwartungen etwas herunter schrauben, denn Band 1 ist um längen besser in so ziemlich jedem Element der Geschichte ;P
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am 23. März 2012
Es fällt mir schwer die 3 Sterne zu erklären, ohne zuviel von der Geschichte selbst zu verraten.
Eigentlich hätte ich auch eher 3 1/2 Sterne vergeben, aber das ist nicht möglich.
Gaia gelangt halbtot in dem toten Wald an, den sie gesucht hat, von den Bewohnern selbst wird er "Sylum" genannt.
Hier herrschen eigene Regeln und Gesetze, auf Grund eines Geheimnisses, das im Buch noch geklärt wird, kommen kaum noch Mädchen zur Welt. Deshalb werden Frauen wie Halb-Göttinnen verehrt, sie haben hier das Sagen.
Gaia kann damit aber nicht umgehen und versucht, die Gesetze zu ändern.

So weit, so gut. Leider ziehen sich durch die Geschichte einige starke Logikprobleme, und wenn man bedenkt, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Buch eigentlich nur 2 Wochen (zum Schluss zirka 6 Monate) liegen, verändern sich die Hauptcharaktere doch schon enorm.
Gaia, welche sich im ersten Buch noch ihrer Narbe wegen geschämt hat, scheint diese im zweiten gar nicht mehr wahrzunehmen, genausowenig wie all die Männer, die sich auf einmal um sie reißen.
Die Verbindung zu Leon scheint sie auch ganz schnell zu vergessen, dabei war sie im ersten Buch noch Feuer und Flamme für ihn. Nun gut, das kann man vielleicht auf ihr Alter hinausschieben, als Teenager weiß man nicht immer, wen man nur wirlich liebt.

Was die Logikprobleme anbelangt kann ich nicht zu sehr ins Detail gehen, ansonsten würde ich die Geschichte verraten.
Aber es ist erstaunlich, wie schnell Gaia im Dorf von (fast) allen akzeptiert wird, obwohl sie doch komplett andere Ansichten hat als alle anderen.

Alles in allem eine solide Geschichte, die auf dem ersten Buch aufbaut, es kann aber die Spannung und die Handlung des ersten Buches nicht erreichen.
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am 19. August 2012
Ich habe das Buch gestern zur Hand genommen und fast in einem Rutsch durchgelesen. Es ist sehr spannend geschrieben und ich konnte es fast nicht aus der Hand legen weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Zur Geschichte selbst muss ich ja nichts weiter erzählen. Band 1 hat mich ebenfalls sehr gefesselt und auch den 2. Band jetzt fand ich gut, aber eben nicht soo gut. Manche Wendungen des Buches kann ich einfach nicht ganz so gut nachvollziehen - ähnlich wie andere Vorredner. Das "gute" Ende kam mir irgendwie zu plötzlich und friedlich und ich fragte mich: "Das war es jetzt? Ging aber schnell." Dennoch ist die Geschichte gut, der Schreibstil flüssig und spannend und daher vergebe ich auch 4 Sterne. Ich bin schon gespannt, wie es weiter gehen wird und hoffe das es bis zum Erscheinen des 3. Bandes nicht so lange dauert.

Mein Fazit: Wer den 1. Band schon klasse fand, der wird den 2. Band sicherlich auch gut finden - wenn auch sicherlich nicht so überragend wie Teil 1. Außerdem kann ich die Reihe auch für Leser jenseits der 30 empfehlen. Sogar meine Mutter fand Band 1 toll und sie ist schon über 50 Jahre alt.
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am 11. April 2012
Worum geht es:

Nachdem Leon sich für Gaia und Maya aufgeopfert hat, gelingt ihnen den letzten Wunsch ihrer Mutter umzusetzen: Sie fliehen in den toten Wald, mitten durch das Ödland. Doch die Reise ist weitaus beschwerlicher als angenommen, und Maya, Gaias neugeborene Schwester wird vielleicht nicht überleben, vielleicht nicht einmal nachdem sie von Peter gerettet wurden. Peter, einer der übermäßig vielen heiratsfähigen jungen Männer von Sylum, bringt Gaia zur Matriarch.

Nur wenig später begeht Gaia in den Augen der Einwohner Sylums und besonders nach Ansicht von Fräulein Olivia einen folgeschweren Fehler, und wird zur Strafe ins Mutterhaus gesperrt. Da muss sie nun so lange verharren, ehe sie bereit ist sich den Gesetzen der Stadt zu beugen. Sie hält eisern ihren Wiederstand, bis sie herausfindet, wer noch in Sylum gelandet ist...

Meine Meinung:

Seit dem Lesen der letzen Seite sind schon einige Tage vergangen. Eigentlich Zeit genug, um sich über eine Bewertung klar zu werden, aber das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Das einzige was ich mit Sicherheit weiß, ist dass dieser zweite Band mir nicht ganz so gut gefallen hat, wie "Die Stadt der verschwundenen Kinder." Der Version einer Dystopie aus dem ersten Band, ist nun nämlich einer ganz anderen dystopischen Gesellschaft gewichen, und irgendwie tat ich mich schwer damit quasi zwei im Prinzip völlig verschiedene Geschichten mit den gleichen Charakteren zu lesen.

Zum einen ist mir Gaia ziemlich suspekt geworden. War sie im ersten Band noch eine junge Frau, die für ihre Prinzipien einsteht, ist sie nun zu einer Person geworden, die die Regeln einer anderen Gesellschaft mehr oder weniger akzeptiert und sich von diesen brechen ließ. Aber dadurch hatte sie offensichtlich sehr viel Zeit, JEDEM Mann der auch nur zwei, drei nette Worte für sie übrig hatte, sofort zu verfallen. Es reichte schon, dass man sie höflich behandelte, und schon war Gaia sich ihrer Gefühle unsicher. So entwickelt sich aus der Liebesgeschichte im ersten Band hier jetzt eine Vierecks-Beziehung, ohne das sie richtig weiß wer nun warum der richtige für sie ist.

Außerdem sind meiner Meinung nach einige Handlungen nicht richtig zu Ende gedacht, und werden im Laufe des Buches nicht richtig weiter verfolgt. Ich könnte jetzt nicht einmal konkret sagen, was, aber es blieb nach dem Lesen irgendwie das Gefühl zurück "wie? Und das wars jetzt? Nanu?!". Es war halt eben so ganz anders als der erste Band.

Trotzdem fand ich die Geschichte sehr spannend. Ich liebe Dystopien, und das Problem mit dem die Einwohner von Sylum zu kämpfen haben, ist eben sehr real: Die Menschen sterben aus, weil immer weniger Mädchen geboren werden, ohne das die Menschen wissen wieso. Die Entwicklung in dieser Stadt seit Gaia dort ist, ist wirklich rasant und sehr spannend. Und generell finde ich es unglaublich faszinierend, dieses ganze System zu beobachten, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass es mehr geklärt wird, warum nun die Frauen in diesem Ort die Herrschenden sind, wieso keiner dafür sorgt, dass es genug ärztliche Versorgung gibt, und wieso jeder Gaias Großmutter für verrückt hielt, anstatt sie zu unterstützen.

Ich bin mir aber fast sicher, dass sich das alles noch in einem unfassbar spannenden Finale klären wird, und ich bin jetzt schon extrem heiß auf den dritten Band!
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am 6. März 2012
Mit Spannung erwartete ich den zweiten Teil der Reihe, nachdem mich der erste Die Stadt der verschwundenen Kinder: Roman sehr gefesselt und auch berührt hat. Der zweite setzt quasi nahtlos am ersten an. Und ist wieder ausgesprochen gut gelungen.

Es liest sich nicht nur sprachlich sehr flüssig und angenehm, bildhaft und gefühlvoll, sondern auch von der Geschichte her. Ab und zu schleppte sich die Story zwar etwas dahin, aber im überwiegenden Teil war sie spannend, bewegend und lies mich mitfiebern, mitleiden und hoffen. Ab etwa der Hälfte konnte ich mich dann wirklich nicht mehr dem Zauber entziehen und habe bis spät in der Nacht an Caragh O'Brien Lippen gehangen.

Auch aus diesem Band kann der Leser wieder deutlich mehr rausholen, als "nur" eine kleine Liebesgeschichte. Im Grunde regt Caragh O'Brien den Leser zum Nachdenken und Hinterfragen an. Nicht nur der Welt, die sie da schildert, sondern viel mehr unserer Welt, unseren Maßstäben und unserer Moral. Was ist richtig und wer oder was bestimmt das? Das schöne ist jedoch, dass sie es einem nicht aufzwingt. Wer einfach nur eine nette Geschichte für zwischendurch sucht, wird genauso glücklich mit diesem Buch sein, wie der, der gerne über den Tellerrand schaut.

Besonders gut gefallen haben mir die Charaktere. Sie sind unheimlich gut skizziert und fassettenreich. Nicht nur die Hauptdarsteller, sondern auch viele andere Figuren. Es ist immer wieder eine Freude, wie greifbar und ausgereift sie sind. Gaia selbst muss in diesem Teil sehr viele Charakterproben durchstehen, wird regelrecht gebeutelt und die inneren Kämpfe - was ist richtig, was falsch, wie weit darf man nachgeben, ab wann ist es Selbstaufgabe oder -verleugnung, was ist wirklich wichtig... Diese Zerrissenheit und die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit ist soooo nachfühlbar geschildert, dass ich sie am eigenen Leib spüren konnte. Teilweise fand ich es jedoch schon fast erdrückend und hungerte nach einem Hoffnungsschimmer wie nach einem Brotkrumen.

Die Entwicklung der Geschichte ist erfreulicher Weise wieder großteils uneinsehbar, mit vielen überraschenden und teils völlig ungeahnte Wendungen.

Auf genauere Details zur Story möchte ich nicht eingehen.
Schließlich geht es in einer Rezi nicht darum, was passiert, sondern wie das Leserlebnis war, ob es einen packen, berühren, fesseln konnte. Ob der Funke übergesprungen ist.
Das alles trifft hier absolut zu!!! Den Stern Abzug gibt es lediglich für die etwas schleppenderen Teile der Geschichte und weil sie mir phasenweise wie gesagt zu trostlos war. Für einen kleinen Lichtstrahl zwischendurch wäre ich oft wirklich dankbar gewesen.

Alles andere mit dem ich euch dienen könnte, nimmt meiner Ansicht nach nur unnötig die Spannung und überraschende Wendungen raus und schmälert das Lesevergnügen erheblich, was ich persönlich äußerst schade finde. Natürlich gibt es Bücher, da lässt es sich nicht vermeiden, etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern. Aber bei dem Großteil - und auch diesem hier - ist es völlig unnötig. Wer zumindest bisschen was wissen möchte, dem dürfte die Kurzbeschreibung in Amazon mehr als reichen um ein Gefühl zu bekommen und Lust auf mehr zu machen.

Eines jedoch möchte ich noch erwähnen:
Es ist nicht ratsam, diesen Teil unabhängig vom ersten zu lesen. Dafür baut die Geschichte zu sehr aufeinander auf. Klar werden die wichtigen Punkte wiederholt, aber ohne das Hintergrundwissen aus dem ersten Band hätte ich sehr vieles nicht wirklich verstanden. Also wenn euch dieses Buch anspricht, dann lest erst mal den ersten Die Stadt der verschwundenen Kinder: Roman. Ihr werdet es sicher nicht bereuen.

Ich warte auf jeden Fall schon voller Freude auf den dritten Teil. Denn so wie es am Ende ausgeht, lässt es schon sehr auf eine äußerst spannende und ereignisreiche Fortsetzung hoffen. Natürlich mit einer gehörigen Portion Herz :)
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Zitate:
"Sie holte tief Luft. Eine tintenschwarze Welle türmte sich über ihr auf, löschte die Sterne aus und brach dann über Gaia herein."
(S. 103)

"Die Matrarch hatte eine bedrohliche, explosive Situation nicht nur entschärft, sondern in einen Augenblick der Schönheit verwandelt, wie immer sie das auch geschafft hatte."
(S. 217)

Inhalt:
Gaia ist die Flucht gelungen. Mit ihrer kleinen Schwester Maya, die noch ein Säugling ist, hat sie es ins Ödland geschafft. Maya besteht nur noch aus Haut und Knochen. Gaia erkennt, dass die Situation beinahe ausweglos erscheint. Und Leon, der es offensichtlich nicht geschafft hat, der Enklave zu entkommen, bestimmt zusehends Gaias Gedanken.
In letzter Sekunde werden Gaia und ihre Schwester von Chardo Peter gefunden. Er bringt beide nach Sylum, einer Gemeinschaft, in der ein deutlicher Männerüberschuss herrscht und deshalb die Frauen das Sagen haben. Nur so kann hier die Ordnung erhalten werden. Hier trifft Gaia auf Lady Olivia, der Matrarch von Sylum. Die Matrarch bestimmt, dass Maya neue Eltern bekommen wird, weil Gaia durch ihre Flucht durch das Ödland ein zu großes Risiko für einen Säugling eingegangen ist. Gaia ist verzweifelt. Ihr neues Zuhause wird vorerst das Mutterhaus in Sylum.

Gaia fühlt sich einsam in Sylum. Leon und ihre Schwester fehlen ihr. Von keinem der beiden weiß sie, wo sie sich befinden. Sie beginnt, sich in ihr Schicksal zu fügen.

Bei einem Spaziergang hört sie plötzlich Schreie und findet sich plötzlich mitten in einer Entbindung wieder. Josephine, eine Libbie, eine "Ausgestoßene", bekommt ihr Kind. Mit ihren Kenntnissen als Hebamme meistert Gaia die Entbindung erfolgreich. Und tatsächlich... Das erste Mal seit Jahren wird ein Mädchen in Sylum geboren! Die Kleine erhält den Namen Junie...

Die Matrarch bestimmt daraufhin Gaia zur neuen Hebamme von Sylum. Wenig später wird sie von der Schwellenkrankheit gepackt. Wer die Krankheit hatte, kann Sylum nie wieder verlassen. Und jeder, der längere Zeit in Sylum verbringt, bekommt sie.
Nachdem es Gaia wieder besser geht, erfährt sie durch Zufall, wo sich ihre Schwester Maya befindet. Sie muss sie unbedingt sehen. Auf dem Weg zu Maya kommt sie am Gefängnis vorbei. Die Krims, die Gefangenen, haben gerade Hofgang. Plötzlich stockt ihr der Atem. Sie erkennt ihn unter den Gefangenen sofort: Leon!

Meinung:
Nachdem ich bereits den ersten Teil, "Die Stadt der verschwundenen Kinder", als sehr lesenswert empfunden habe, war ich sehr gespannt auf "Das Land der verlorenen Träume".
Die Autorin ist sich in ihrer Erzählweise wirklich treu geblieben. Auch in diesem Band fand ich Spannung gemischt mit vorstellbaren Charakteren und einer entsprechenden Dosis Lovestory. Und das alles wie gewohnt gut verpackt.

Gaia ist im zweiten Teil der Trilogie um einiges gereift. Sie ist deutlich erwachsener geworden und weiß um die Konsequenzen ihres Handelns. Ein kleiner Rückfall in die Zeit der Naivität während ihres Lebens in Warfthon konnte mich nicht erschüttern, weiter gespannt die Seiten umzuschlagen - zu gut durchdacht ist diese Geschichte mit der aus unserer Sicht unvorstellbaren Gesellschaft in Sylum, in der die Frauen herrschen, weil es zu viele Männer gibt. Die Männer müssen mehr oder weniger darum bemüht sein, einer Frau dermaßen zu imponieren, dass diese um die Hand eines Mannes anhält. Bei einem Verhältnis von 9 zu 1 für die Männer ist dies ein durchaus vorstellbares Szenario...

Sylum selbst liegt am Rande des Sumpfes. Niemand kann sich erklären, weshalb sich die Bewohner nicht weiter als wenige Kilometer von hier entfernen können. Wer es trotzdem wagt, dem droht der sichere Tod. Keiner hat es in den letzten Jahren geschafft, dem Ort zu entkommen. Zu den vielen Menschen, die es dennoch erfolglos versucht haben, gehört auch Gaias Großmutter, die damals aus Warfthon in den Toten Wald - Sylum - geflohen ist...

Gaia hat plötzlich einige Verehrer. Neben Chardo Peter hat auch dessen Bruder, Chardo Will, ein Auge auf sie geworfen. Doch als Leon auftaucht, ändert sich alles für Gaia. Ihre neue Welt gerät ins Wanken. Sie kann sich nicht sicher entscheiden.

Frau O'Brien hat einmal mehr meinen Geschmack getroffen. Ein allwissender Erzähler hat mir in der Vergangenheitsform neben der Ausgestaltung des Plots auch alle Charaktere glaubhaft nähergebracht. Kleinere Unebenheiten und Disharmonien störten meinen Lesefluss nur unwesentlich. Die Seiten flogen nur so dahin und ich hoffte, dass ich dem Buch noch einige Kapitel anfügen könnte.

Die Protagonisten selbst sind sehr gut beschrieben und glaubhaft dargestellt. Über Gaias Entwicklung habe ich ja schon etwas weiter oben berichtet. Aber in diesem Buch sind auch noch einige andere, sehr interessante Charaktere, beschrieben.

Chardo Peter, aufgewachsen in Sylum, ist einerseits bodenständig, andererseits aber auch abenteuerlustig. Peter war mir von Anfang an sympathisch. Er hat Gaia sozusagen im Ödland gerettet und macht sich nun Hoffnung. Aber hat diese Liebe tatsächlich eine Chance?

Bei Chardo Will entdeckt Gaia Gemeinsamkeiten, welche sie bisher noch bei niemanden entdeckt hat. Will ist intelligent und zurückhaltend. Er fordert Gaia nicht auf, auf seine Seite zu kommen und sich für ihn zu entscheiden. Nur einmal überschreitet er diese Grenze kurz und tritt sogleich den Rückzug an...

Insgesamt konnte mich die Geschichte fesseln und mir wurde einen entsprechender Lesegenuss bereitet. Kleinere Längen und Unstimmigkeiten konnten diesen jedoch durch die fast durchweg permanente Spannung zwischen den Seiten nicht bremsen.

Urteil:
"Das Land der verlorenen Träume" ist eine stimmige, gut durchdachte Geschichte, die mich teilweise durch die Seiten rasen lies. Der Plot war so gut durchdacht, dass ich an dieser Stelle sehr, sehr gute 4 Bücher vergebe.

Eine Empfehlung für alle, die logisch aufgebaute Welten, gemischt mit Spannung mögen und einem gut ausgewogenen Anteil an Liebe nicht abgeneigt sind.
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TOP 1000 REZENSENTam 20. November 2012
Hm... leider konnte mich Band 2 nicht so begeistern, wie es der erste Teil getan hatte.
Für mich bleiben die Charaktere flach, ihre Handlungen ein wenig emotionslos und undurchschaubar und die Handlung ist auch recht illusorisch und von kindlicher Naivität geprägt.
So wirklich toll war das nicht. Die ganze Welt in der Gaia lebt bleibt mir fern, ich fühlte mich nicht, wie im ersten Band in die Geschichte hineingezogen, fand auch die Regeln nach denen die Gesellschaft in Sylum lebte nicht durchdacht und den Umbruch letztlich einfach nicht glaubwürdig.
Trotzdem war es eine unterhaltsame Lektüre, die aber irgendwie den Beigeschmack einer Vorgeschichte für den 3. Teil hat und wenig eigenständig wirkt.
Leider.
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