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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
12
4,0 von 5 Sternen
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am 16. Juli 2014
zum Erstlingswerk von Sam Bowring.

Ich verzichte hier mal auf Spoiler, für alle die dieses hier lesen, bevor Sie das erste Buch gelesen haben.

Wer das erste Buch gelesen hat und dieses kaufen möchte, macht überhaupt nichts verkehrt, aber Achtung auch hier nimmt der Auto bei brutalen Szenen kein Blatt vor den Mund.

Weder schwächelt der Autor im zweiten Teil, noch kehrt Langeweile ein.

Rostigan bleibt auch nach der Enthüllung seines dunklen Geheimnisses ein Sympathieträger für den Leser.

Selbst böse Wächter, die wirklich unter den Unschuldigen wüten, z.B. Forger, bringt der Autor dem Leser nahe und durch gut geschrieben ironische Stellen, bleiben diese vor der völligen Verachtung verschont.

Man merkt der Autor möchte dem Leser begreiflich machen, das diese keine Wahl haben, durch die von Regret übertragene Fäden.

Man leidet und fiebert mit den Hauptcharakteren mit und deren Kampf gegen Reuewürmer, Seidenrachen und Mergan und Forger.

Vor allem Mergan ist dem Autor gut gelungen und dessen Verrückheit durch die lange Gefangenschaft in Regrets Grab.

Der Ursprüngliche offene Abschluss des Buches, wird durch den Epilog sehr sehr gut zu Ende gebracht.

Ich hoffe auf weitere Bücher in dieser Welt, vielleicht als Prequel, da ein Sequel aufgrund des guten Endes, nicht einfach wird.
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TOP 500 REZENSENTam 21. Juli 2014
Band 1 nötigte mir etwas Zeit ab, bevor er mich fesselte. Aber dann packten die Geschichte und die Entwicklung der Charaktere mich, trotz vorhandener Schwächen in Stil und Inhalt.
Band 2 nun – nötigte mir auch Zeit ab, allerdings fielen das Gepacktsein und das begeisterte Weiterlesen deutlich schwächer aus.

„Wächter der Lüge“ schließt die Geschichte ab. Weiterhin zeigt der Autor keine Probleme damit, lieb gewonnene Personen oder Gegebenheiten seiner Welt hinweg zu fegen, wenn ihre Zeit gekommen ist. Was um so mehr erstaunt, je dichter das Gefühl für den Hintergrund wird. Hier liegt die Stärke des vorliegenden Buches.
Leider geht Sam Bowring diese Härte bei der Ausformulierung des Endes seiner Saga völlig ab, und ohne zu viel verraten zu wollen sei gesagt, dass hier einem seichtem Happy End par excellence gefrönt wird. Auch entwickeln sich die Wächter charakterlich nicht mehr fort, eher kommen sie mir sogar einfacher konzipiert vor, als im ersten Band. Der Kampf gegen die Brutstätten der Seidenrachen und die Schlacht gegen die Entflochtenen sind so schnell geschlagen, dass man sich wundert, warum zuvor hunderte Seiten dazu geschrieben werden mussten.

Es ist schwer die Kritik in noch mehr Worte zu fassen, ohne zu viel zur Story preiszugeben. Die Enttäuschung ist nach „Der Herr der Tränen“ aber groß, auch wenn es immer noch ordentlich lesbare Fantasy ist.
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Zum Inhalt:

Der Verlust des Königs und Wächters Despirrow sitzt Rostigan, Yalenna und dem Volk schwer in den Knochen. Gleichzeitig hat sein Mörder, Forger, seine Macht übernommen und rafft eine grausame Armee zusammen, um das alte Königreich Karrak's zurück zu erobern und die Menschen zu unterdrücken.

Zur selben Zeit an einem anderen Ort spielt das Schicksal, dem aus seinem ewigwährendem Gefängnis entkommenen, Mergan eine Streitmacht in die Hände, die die Menschheit endgültig ins Verderben stürzen soll.

Es ist die Zeit gekommen, die den Krieger Rostigan vor eine schwere Wahl stellt, indem er seinem alten ich wieder die Führung überlassen muss.
Gibt es eine Rettung für die verwundete Magie oder ist die Welt dem Untergang geweiht?
Die letzte Schlacht beginnt...

Meinung:

ZITAT:
"Erinnerungen blitzten in seinem Geist auf und erstickten schnell seine Freude - Menschen, die schrien, während er vor Lachen wieherte, Klingen, die unmögliche Entfernungen überwanden, um sich in unschuldige Brüste zu bohren, Städte, die brannten, Karrak, der ihm vergnügt auf die Schulter schlug, während ein sterbender König vor ihnen auf die Knie sackte... " S.19

Nach dem Cliffhanger mit dem "Der Herr der Tränen" mich einsam zurück gelassen hat, kam nun endlich die Fortsetzung und auch gleichzeitig der Abschluss zu dieser sagenhaften Fantasy Geschichte.

Direkt anknüpfend an die erschreckende Entwicklung der Ereignisse, die bedrohlich auf den tapferen Helden Rostigan zu rollten, befasst sich auch der zweite Teil intensiv mit seinen Figuren und dem Schicksal rund um die verwundete Magie.

Pläne werden geschmiedet, Geheimnisse bewahrt, Lügen gesponnen und Intrigen geplant, die für die Welt und die Menschheit die ewige Verderbnis oder die Rettung aller Seelen bedeutet.

Die verbliebenen Wächter wurden in zwei Lager geteilt. Die einen noch grausamer, noch schrecklicher, noch mächtiger und die anderen mutig genug, um sich der alles entscheidenden Schlacht zu stellen.

Dabei bleibt sich der Autor treu und entführt den Leser mal zu Forger und Mergan, die nicht nur weiterhin abgrundtief böse sind, sondern ihre geradezu abscheulichen Machenschaften ausbauen und Nerven blank liegen lassen, um dann wieder zu Rostigan und Yalenna zu schwenken , die sich die meiste Zeit damit beschäftigen Pläne zu schmieden.

Hier gab es einige Stellen, die die Story nicht voran getrieben haben, sich wiederholende Handlungsstränge und die Übergänge von Gegenwart und Vergangenheit waren im Vorgänger übersichtlicher umgesetzt.

Trotzdem erzeugte der außergewöhnliche Schreibstil von Mr. Bowring wieder eine Atmosphäre von Pein, Verzweiflung und Hoffnung, die Rostigan's Welt zum Leben erweckte, entführte in eine magische Zeit von Fadenwirkern, Seidenrachen, Entflochtenen und todbringenden Riesenwürmern und ließ mich erst wieder nach einem spannenden Finale, dass zunächst für Beunruhigung sorgt, aber im Epilog seinen glanzvollen und abrundenden Abschluss bekommt, auftauchen.

Die Saga um den alten Helden Rostigan und seiner Bardin Tarzi endet für mich mit einem Ergebnis, dass alle offenen Fragen klärt und mich zufrieden gestellt aufseufzen lassen hat.

Dieser Held bleibt genauso unvergessen, wie auch seine Geschichte.

ZITAT:
"Ein Teil von ihm driftete an den tiefen Ort und zapfte Erinnerungen an den berechnenden und manipulativen Karrak an, einen Mann, der mit Mühelosigkeit und Selbstbewusstsein gesprochen hatte, der Königinnen überzeugt hatte, mit Königen zu kämpfen."
S. 66

Fazit:

"Wächter der Lüge" von Sam Bowring hat mich wieder in eine magische Welt entführt, der ich mich nicht mehr entziehen konnte.
Eine einzigartige Idee, Figuren mit Ecken und Kanten, die mein Herz erobern konnten und ein runder Abschluss machen dieses finale Fantasy Epos lesenswert!
Aber Achtung! Nichts für schwache Nerven, denn wer dachte, dass "Der Herr der Tränen" schon schlimm war, dem sei gesagt: Es geht noch schlimmer!
Eine empfehlenswerte zweiteilige Reihe.

Idee: 4/5
Charakterdarstellung: 4/5
Schreibstil: 4/5
Tiefgang: 4/5
Spannung: 3/5

Gesamtbewertung:
4 von 5

©Katies fantastisch dystopische Bücherwelt

Die Bücher:
Band 1-"Der Herr der Tränen"
Band 2-"Wächter der Lüge"
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am 4. Dezember 2014
Sam Bowring ist eine der positiven Überraschungen des Jahres geglückt. Seine Geschichte um die Wächter ragt zwar nicht heraus und wird voraussichtlich auch nicht eines Tages als Klassiker bezeichnet werden. Doch da Bowring auch gar nicht versucht, seine Bücher größer zu machen als sie sind, kann man sie als gute Unterhaltung genießen. Dazu trägt Bowrings Sinn für Humor, der an vielen Stellen in „Wächter der Lüge“ deutlich wird, zusätzlich bei. Der Weltenentwurf ist außerdem nicht überladen, das Magiesystem nicht zu kompliziert und die Zahl der Figuren überschaubar.
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am 22. August 2014
„Wächter der Lüge“ von Sam Bowring ist der letzte Teil seiner Fanatsy-Diologie.
Rostigan und die Welt stehen vor 3 großen Bedrohungen. Die Wunde muss geschlossen werden doch dazu müsse alle Wächter versammelt werden. Mergan gibt sich als Regret aus und sammelt eine gnadenlose Armee. Forger sammelt ebenfalls Männer um die Welt zu erobern.
Rostigan ist weiter bemüht seine Vergangenheit als Wächter Karrak nicht bekannt werden zu lassen und seine Gaben weiter nicht benutzen zu müssen. Doch irgendwer muss Forger aufhalten. Da die beiden einmal gute Freunde waren, muss sich Rostigan überlegen was ihm mehr bedeutet. Vor allem muss er Tarzi belügen, auch wenn er sie liebt.
Forgers verdrehter Verstand wächst mit jeder Gabe die er erhält und er wird noch gemeiner. Mit Menschen umgehen und reden, ist nicht ganz sein Ding. Er foltert lieber und weidet sich am Schmerz seiner Opfer.
Die Charaktere gewinnen weiter an Tiefe und müssen sich neuen Erfahrungen in den Weg stellen. Wobei Forger sich zu leicht besänftigen lässt, auch wenn er Zweifel hat. Er spielt das Spiel mit ohne groß zu knurren.
Die Auswirkungen der Wunde in der Großen Magie werden immer schlimmer. Krieg steht bevor. Die Welt steht vor einer Katastrophe und genau dies kommt auch rüber. Schade ist nur, dass es nicht mehr ganz so viele unerwartete Momente gibt wie im ersten Teil. Das Tempo wird dadurch langsamer und etwas an Spannung geht verloren.
Doch ist der Leser wie gebannt. Schaffen es Rostigan und Yalenna Forger und Mergan aufzuhalten? Wird die wunde geschlossen werden können?
Das Cover zeigt hier etwas mehr Hoffnung als das vom ersten Teil. Ein Mensch der scheinbar versucht die Wunde zu heilen. Ein Himmelskörper der am Horizont Licht spendend und helle Farben unterstreichen dies.

Nachdem ich den ersten Teil gelesen habe, kam ich auch gut in diesen Teil hinein. Schade fand ich einfach, dass es weniger überraschende Momente gab. Ansonsten ist sich Sam Bowring in seinem Schreibstil treu geblieben.
Deswegen gibt es von mir 4 ½ von 5 Wölfen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. September 2014
Mit Der Herr der Tränen hat Sam Bowring einen wirklich schönen ersten Band einer Fantasy-Geschichte ersonnen, die sich sehr leicht und einfach lesen ließ und mir dabei sehr viel Freude bereitet hat. Einstmals gab es einen Mann, der konnte mit Hilfe der Fäden Magie wirken, doch er machte sich daran die Fäden der Großen Magie zu verändern. Dies machte ihn nicht nur mächtig, sondern auch böse, da die Welt diese Veränderungen nicht vertrug und Naturkatastrophen die Folge waren und sich am Himmel eine große, schwärende Wunde auftat. Die größten Fadenwirker dieser Zeit machte sich auf, um diesen Herr der Tränen zu besiegen. Als er endlich vom Angesicht der Welt verschwunden war, mussten sie jedoch schnell feststellen, dass er nicht vollständig verschwinden konnte. Manche Fäden, die er in sich selbst verwoben hat, konnten nicht entfliehen und suchten sich neue Wirte in den Wächtern, doch nicht jeder von ihnen konnte mit den dadurch erlangten mächtigen Fähigkeiten umgehen und wurden seinerseits böse. Doch es gelang auch sie zu besiegen. Die Große Magie kam zwar zur Ruhe, doch geheilt wurde die Wunde nie zur Gänze und nun tauchen schon wieder diese seltsamen Naturphänomene auf. Schnell wurde klar: Die Wächter sind zurückgekehrt.
Die Geschichte wird in diesem Buch nahtlos fortgesetzt: Die übrigen Wächter finden einen Weg, wie die Wunde zu heilen wäre und machen sich nun daran dies zu tun. Allerdings hat sich einer von ihnen vor den Entflochtenen als Regret ausgegeben und führt nun deren Armee an. Es kommt zum entscheidenen Finale.
Es gibt zu Beginn keinerlei zusammenfassende Elemente in diesem Buch und so war ich einzig auf meine Erinnerung angewiesen um die alten Zusammenhänge wieder herzustellen. Dies ist mir leider nicht so gut gelungen. So wusste ich z.B. nicht mehr um den Verbleib der hier nun fehlenden Wächter. Der einzige Punkt, der mir am Vorgänger missfallen hat, war der, dass das Buch nicht wirklich abgeschlossen war, da es ja hier weitergeht. Der Rest war dort wie hier geschickt gestrickt und interessant geschrieben. Aber ich habe aufgrund der Pause nicht mehr wirklich gut in diese Geschichte hienein finden können und da dieses Buch zudem noch sehr stark vom ersten Band abhängig ist und für sich genommen an elementaren Elementen wie Charakteraufbau und Spannungsbogen fehlen, da das erste Buch im Grunde einfach weiter geht, ist es irgendwie nicht so prickelnd. Das Lesen war nun mehr so, als hätte ich eine halbe Stunde vor Filmende den Fernseher ausgeschaltet und ein halbes Jahr später an der selben Stelle wieder eingeschaltet. Das war sehr schade, denn der erste Teil hat mir doch so gut gefallen.
Für mich wäre es besser gewesen, wären beide Teile in einem Buch erschienen, so dass ich sie hätte an einem Stück lesen können. Da die Schrift hier durchaus groß ist, hätte man gut und gern ein Buch mit 600 Seiten daraus machen können. Dies wäre dann mit Spannungsbogen, Charakterentwicklung UND Finale. Oder die beiden Bücher hätten noch dichter nacheinander veröffentlich werden müssen. So war dieses Buch für mich eher langweilig und mühselig, dabei hat mir der erste Teil richtig gut gefallen.

Fazit: Mit Der Herr der Tränen hat Sam Bowring einen sehr unterhaltsamen ersten Teil eines Zweiteilers geschrieben, der in diesem Band Wächter der Lüge im Grunde gut fortgesetzt wird. Doch man sollte mit dem Lesen zwischen den beiden Teilen nicht so viel Zeit verstreichen lassen, denn im Grunde sind sie eins uns sollten auch als solches gelesen werden. So hatte ich keine Freude an diesem Buch, was aber nichts über die Qualität aussagt, denn die Geschichte ist originell, gut durchdacht und auch wirklich gut schrieben. Vielleicht lese ich sie beide noch einmal – aber dann an einem Stück.
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am 29. November 2015
Der Kampf der Wächter geht weiter. Nachdem sowohl Braston als auch Despirrow getötet wurden, lichten sich die Reihen der mächtigen Magier und die vorhandenen Kräfte konzentrieren sich auf immer weniger Person. Während Forger weiterhin dem Bösen frönt, kämpfen Rostigan und die Priesterin Yalenna auf der Seite des Guten. Doch ihnen stellt sich ein unvorhergesehenes Problem: Die jahrhundertelange Gefangenschaft im Grab Regrets hat den ehemaligen Wächter Mergan wahnsinnig werden lassen. Er behauptet der wiedergeborene Regret zu sein und zieht so dessen Schöpfungen, die Entflochtenen, auf seine Seite - angestachelt von ihm wollen sie nun die Städte der Menschen erobern. Unterdessen hat der Wächter Salarkis zufällig eine unglaubliche Entdeckung gemacht, welche den Riss in der Magie, der durch Regrets Tun verursacht wurde, wieder schließen könnte. Dch für Salarkis wird es schwierig seine einstigen Gefährten über seine Erkenntnis zu berichten - und noch schwierig wird es vermutlich werden, alle von ihnen davon zu überzeugen, ihre Kräfte wieder herzugeben...

Eine gute Fortsetzung des ersten Teils und ein sinnvoller Abschluss der Geschichte. Mich hat ein wenig die lange Beschreibung der Schlacht gestört - und das sich alle bisherigen Probleme dann doch sehr einfach lösen ließen, war auch etwas ungeschickt im Plot konstruiert. Aber alles in allem habe ich mich von dem Buch recht gut unterhalten gefühlt und am Ende gibt es auch noch eine kleine überraschende Wendung, die ich hier aber nicht näher beschreibe, um nicht zu spoilern.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Juli 2014
ACHTUNG: es handelt sich hier um den zweiten Band einer Dilogie! Meiner Meinung nach kann man diesen Band nicht lesen, ohne den ersten gelesen zu haben.

Leider muss ich sagen, dass ich mich durch das erste Drittel geradezu durchgequält habe. Der Leser wird direkt wieder mitten in die Geschichte geschmissen, mit all ihren verwickelten Wendungen und ihren zwiespältigen Charakteren. Das könnte ja eigentlich ein spannender Einstieg sein, aber ich war hauptsächlich verwirrt. Wer war das nochmal? Moment, wieso...? Was...? Die vielen Details haben mir den ersten Band nicht wieder in Erinnerung gerufen, sondern mich eher überfordert. Bei der komplexen Handlung und der schieren Masse an Charakteren wäre ich sehr dankbar gewesen für ein knackiges, gradliniges "Was bisher geschah"!

Aber: die vom Autor erdachte Welt ist immer noch dicht, komplex und gut durchdacht. Es dauerte ~120 Seiten, bis ich wirklich wieder in sie eintauchen konnte, aber dann war ich auch aufs Neue begeistert! Der Leser bekommt hier so viel aufregend Neues und Eigenes geboten, ein Feuerwerk der originellen Einfälle - definitiv keine Fantasy-Massenware.

Die Charaktere erschienen mir im ersten Drittel weniger glaubhaft, weniger vielschichtig als im ersten Band. Aber danach erblühten sie nach und nach zu neuem Leben, und mir fiel wieder ein, wie beeindruckt ich von ihnen in "Herr der Tränen" gewesen war. Da ist immer noch dieser reizvolle Kontrast zwischen Gut und Böse - zwischen der wahren, menschlichen Natur der Wächter und ihrem von Regrets Magie korrumpierten Selbst. Kann man einen Menschen wirklich böse nennen, der im Prinzip nichts dafür kann, dass er böse ist? Ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem Wille und Vorsatz nicht mehr zählen, sondern nur noch das Ergebnis? Auch die Entflochtenen spiegeln dieses Motiv wieder: abstoßende, tragische Gestalten - von Regrets Magie ihrer Menschlichkeit beraubt.

Obwohl es ein paar Charaktere gibt, die zarte Bande knüpfen, steht die Romantik nie wirklich im Vordergrund. Dazu passiert einfach zuviel: die Helden sind mit tausend Dingen beschäftigt, die Welt ist grausam und zerrissen... Aber durch diese zarten Bande zeigt sich die menschliche Natur von Helden, die hart darum kämpfen müssen, ihre menschliche Seite nicht zu verlieren.

Besonders Rostigan macht im Laufe des Buches eine unerwartete Entwicklung durch... Eine gruselige Entwicklung, bei der es mir manchmal kalt den Rücken runterlief. Als Leser bekommt man einen beunruhigenden Eindruck davon, wie er als Karrak, der Herr der Lügen, gewesen sein muss: dominant, durchtrieben, charismatisch, unerbittlich. Sehr gut gefiel mir, dass wir hier endlich mehr über die Hintergründe des Ganzen erfahren.

Je mehr die Charaktere im Laufe des Buches wieder an Dimension gewannen, desto flüssiger und spannender wurde die Geschichte für mich, und desto mehr zog auch das Tempo an! Das Ende hat mich dann keineswegs enttäuscht. Ich fand es passend, und meiner Meinung nach ist dem Autor die perfekte Mischung gelungen: befriedigend, aber glaubwürdig. Manches geht gut aus, manches nicht.

Der Schreibstil schwingt sich in meinen Augen nur selten zur gleichen Brillanz empor wie im ersten Buch. Besonders im ersten Drittel war er für mich sperrig und schleppend, und danach fand ich ihn gut lesbar, aber wenig aufregend.

Wenn die verschiedenen Arten von Humor Süßigkeiten wären, dann wäre Sam Bowrings böser, schwarzer Humor Lakritze - die bittere Sorte für Erwachsene. Mir gefällt dieser Humor prinzipiell sehr gut, und er sorgt in spannenden oder grausamen Szenen für etwas Auflockerung. Nur manchmal war er mir etwas zu bemüht!

Leider muss ich auch einen meiner Kritikpunkte zum ersten Band wiederholen: die gelegentlich grundlose (und eklige!) Gewalt. Sie erfüllt meiner Meinung nach oft keinen wahren Zweck außer dem, einen Charakter abgrundtief böse erscheinen zu lassen - und aus eigentlich komplexen Charakteren werden dadurch überzogene, eindimensionale Bösewichte.

Fazit:
Ich würde gerne sagen: wer den ersten Band mochte, wird den zweiten Band lieben - aber das ist leider nur eingeschränkt wahr. Das erste Drittel zog sich für mich wie Kaugummi, aber dann wurde es zunehmend spannend, die Charaktere gewannen deutlich an Leben, und mir fiel wieder ein, dass Sam Bowring vor allem eines ist: originell und auf gute Art und Weise unbequem. Meiner Meinung nach lohnt es sich, bis zum Ende durchzuhalten!
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am 2. Februar 2015
Rostigan, ein alternder Schwertkämpfer, befindet sich auf der Reise mit seiner Gefährtin. Seine Reise dauerte aber schon zu lange und er selbst hat sich noch nicht gefunden. Und jetzt ist es zu spät, da die alten Fadenwirker wieder auftauchen und er sich auf die Begegnung vorbereiten muss. Eine nette verworrene Geschichte, die sich nach und nach auflöst.
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am 12. November 2015
und lustig zugleich. spannend und nicht zu schwer. das buch las sich beflügelt und an einem stück. tolles ende. habe die geschichte und die charaktere genossen.
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