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am 31. Dezember 2017
Das Buch ist lesenswert - Tierschutz und Tierethik aus philosophischer Sicht. Es regt zum Nachdenken über die eigenen Einstellungen und das eigene Verhalten an. An manchen Stellen geht die Autorin mir etwas zu weit - Tierversuche sind ein komplexes Thema, es reicht nicht, nur dagegen zu sein. Und "artgerecht" sowie "Freiheit" sind Schlagworte, die diskussionswürdig wären. Insgesamt aber empfehlenswert.
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am 10. Dezember 2014
ist man bereits Vegetarier (aus verschiedenen Gründen) oder eben nicht. Dieses Buch hätte mich wohl nicht dazu gebracht, einer zu werden. Aber es hat mich bestärkt, auf diesem Weg - noch achtsamer als bisher - weiterzugehen. Danke.
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VINE-PRODUKTTESTERam 6. März 2014
Hilal Sezgin möchte uns mit ihrem Buch, wie sich beim Lesen bald herausstellt, zu einer veganen Lebensweise bekehren. Für eine solche Lebensweise führt sie allerdings gute, nämlich ethische Gründe an, die sie in ihrem Buch entwickelt und immer wieder mit Fakten anreichert, wie der Mensch mit Tieren, insbesondere auch mit seinen sogenannten Nutztieren in heutiger Zeit, mit dem besonderen Fokus auf industriellen Gesellschaften, so umgeht. In einem ersten Kapitel entwickelt die Autorin zunächst einmal allgemeine, grundsätzliche Thesen für eine Tierethik, indem sie z. B. darauf hinweist, dass Moral da anfängt, wo die Interessen anderer meine Handlungen mitformen, und dass alle Ichs, unsere eigenen und die der anderen gleichrangig sind: Ob Mensch oder Tier, jeder ist für sie ein Zentrum bewusster Wahrnehmung, das eigene Wünsche, Interessen und Empfindungen besitzt. Mensch und auch Tier erscheinen so als Wesen, die nicht primär existieren um anderen zum Nutzen zu sein, sondern ein Recht darauf haben, eigenen Interessen zu folgen. Moralisch verantwortlich für sie sind zwar nur wir Menschen, weil wir darum wissen uns so oder anders anderen gegenüber verhalten zu können, Tiere haben für sie aber dennoch ein Recht moralisch von uns berücksichtigt zu werden, insofern es sich dabei um Tiere handelt, die bewusste Empfindungen haben - das sind also nicht alle Tiere (das gilt jetzt aber natürlich auch für kleine menschliche Kinder, Demente oder geistig Verwirrte). Für die Autorin gibt es nun grundsätzlich keinen Grund, warum ein so empfindungsfähiges Wesen wertvoller sein soll als ein anderes. Wir haben, so die Autorin, nun die moralische Pflicht, in das Leben anderer nicht grob, nach Lust und Laune und schädigend einzugreifen. So ergeben sich Rechte für jedes einzelne Individuum, die nicht einfach auf eine Gesamtspezies hochgerechnet werden dürfen. Dann mutet die Autorin sukzessiv dem Leser in den folgenden Kapiteln sozusagen immer mehr zu: Dürfen wir Tiere quälen (Thema Tierversuche) - die begründete Antwort der Autorin wird hier ein kategorisches Nein sein -, dürfen wir Tiere töten (z. B. zum Verzehr oder um Bekleidung herzustellen) – wieder ein klares Nein der Autorin -, ja dürfen wir dann „wenigsten“ Tiere nutzen (z. B. Milchproduktion), aber auch hier letztlich ein erneutes, ethisch begründetes Nein der Autorin: Tiere haben hier ihrer Meinung nach einfach nicht die Chance zu einem dauerhaften Wohlergehen, eine Chance zu einem hinreichend erfüllten Leben (sie beschreibt hier z. B. die herzzerreißende Szene, wie ein Kalb in der Milchwirtschaft von seiner Mutter getrennt werden muss und noch tagelang verzweifelt nach dieser schreit, von der es dauerhaft getrennt bleiben wird). Nach diesen „Zumutungen“ macht sie sich schließlich in einem letzten Kapitel noch Gedanken darüber, wie ein gutes Zusammenleben von Mensch und Tier ihrer Meinung nach auszusehen hätte. Und wie bereits angedeutet, all diese Überlegungen haben bei ihr schließlich dazu geführt, dass sie selbst vegan lebt.

Das Buch von Hilal Sezgin gehört zu den Büchern, die die Welt ein Stück weit besser machen. Auch wenn es ihr wohl kaum gelingen wird, alle ihre Leser von einer ethisch begründeten veganen Lebensweise zu überzeugen, so sensibilisiert sie uns auf jeden Fall dafür unser Verhalten Tieren gegenüber vertieft zu reflektieren, auch indem sie z. B. knallhart auf das mehrere hundertmillionenfache Töten pro Jahr von Tieren allein in Deutschland für unseren Fleischkonsum hinweist, zumeist ein kalt industriell organisiertes und durchgeführtes Töten. Da kann einem schon der Appetit auf ein Schnitzel vergehen. Engagiert lässt sie hinter die Fassade unserer humanen Gesellschaft blicken, wo nackte, brutale Gewalt an Tieren gang und gäbe ist, zumeist schamhaft vor der Öffentlichkeit verborgen. Ihre ethische Argumentation ist dabei durchaus anspruchsvoll und dennoch bleibt ihr Buch dabei sehr gut lesbar, ist alles andere als klinisch-wissenschaftlich kalt und steril, sondern durchweg getragen von der Liebe zu Mensch und Tier, dabei aber nie fanatisch. Ihre Thesen unterlegt sie immer wieder mit anschaulichen Beispielen, die immer wieder auch ihren eigenen Erfahrungen entsprechen, führt sie doch selbst einen kleinen Gnadenhof in der Lüneburger Heide.

Hut ab!
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am 22. Mai 2017
Gibt einen unterhaltsamen Überblick über den aktuellen Stand der Tierethik ( -Debatte) die autirin ist überraschenderweise wirklich nicht besonders parteeisch, das ist erfreulich
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am 4. April 2014
Wenngleich auch nicht ausdrücklich so erwähnt, so kann man doch erkennen, dass man die Schilderungen durchaus auch als Empfinden aus Sicht der Tiere interpretieren kann. Nach dem Lesen der ersten Seiten habe ich eine Übereinstimmung mit genau meinen Überlegungen entdeckt, die für viele Menschen keine Rolle spielen oder einfach ein ganz ungewohntes und daher unbekanntes Herangehen an die Gefühle der Tiere erfordert. Teilweise habe ich fast meine eigenen Worte wiedergefunden z. B. bei der Schilderung, dass einer Kuh (Mutter) wenige Tage nach der Geburt das Kalb (Kind) weggenommen wird und der Trennungsschmerz durch lautes Schreien noch tagelang zum Ausdruck gebracht wird. Ich glaube es wäre viel einfacher, die Religion über Bord zu werfen und nicht immer mit dem Totschlagargument "das sind Tiere - das kann man mit Menschen nicht vergleichen" jegliche Diskussion und auch Chance zur geistigen sowie seelischen Weiterentwicklung abzuwürgen. Warum geht man nicht einfach davon aus, dass jedes Lebewesen dieselben oder zumindest ähnliche Empfindungen hat und ändert seine Meinung erst wenn das Gegenteil zweifelsfrei bewiesen ist, anstatt wie in der Wissenschaft üblich, den anderen Lebewesen Null Gefühle zuzugestehen und erst nach und nach mit jedem Beweis ein Stück mehr Gefühl zuzusprechen? Diese verkehrte Betrachtungsweise führt zu der Gleichgültigkeit gegenüber der Grausamkeit mit der wir unsere Mitgeschöpfe behandeln. Ein Vergleich in einem Filmbericht, der wieder eine neue, aber korrekte Betrachtungsweise ins Spiel bringt war folgender: wenn aus menschlicher Sicht Intelligenz und "Überlegenheit" das Unterscheidungsmerkmal zwischen Mensch und Tier ist, dann stellt sich wirklich die Frage, warum wir keine medizinischen Versuche und sonstige Tests an behinderten Menschen (geistig und/oder körperlich) durchführen? Vielen Menschen kommt alleine der Gedanke daran einem Tabubruch gleich und sie fühlen sich nicht nur unangenehm berührt, sondern sind sogar schockiert - nur des Gedankens wegen! Rein sachlich und nüchtern betrachtet, stimmt dieser Vergleich allerdings und sollte uns allen zu denken geben, ob wir uns weiterhin so verhalten wollen. Ich jedenfalls habe mir seit Anfang 2013 den Fleischkonsum abgewöhnt und bereue es nicht. Die traurigen Tieraugen, die mich aus den Viehtransportern anschauen, verstören mich aber nach wie vor. Denn ich weiß, es sind die letzten Augenblicke, die diesen Tieren noch verbleiben.
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am 8. Mai 2014
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. In ihm stecken sehr viele, gut nachvollziehbare kluge Gedankengänge.

Die schrecklichen Bilder von Schlachthöfen und Massentierhaltung kennt jeder, aber viele verdrängen es. Bei dem Fleischkonsum der heute vorherrscht könnte man gar nicht wirklich artgerecht halten, man bräuchte einen zweiten Planeten dazu. Auch Bioprodukte bieten den Tieren noch zu wenig. Ein Schwein hat etwas mehr Platz, aber viel ist das noch lange nicht.

Da ich mich schon länger vegetarisch ernähre hat dies bei mir keinen "Aha-Effekt" ausgelöst. Das Thema Tierversuche jedoch umso mehr. Ich habe selbst noch etwas im Internet recherschiert. Ich (und ich denke vielen geht es ähnlich) wußte gar nicht, dass noch so viele Tierversuche durchgeführt werden und dass es richtige Firmen gibt, die Reihenweise genmanipulierte Versuchstiere herstellen. Das Thema ist irgendwie nie so ganz an mich herangekommen. Ich dachte, dass diese bestimmt nur für "ernsthafte" medizische Forschung verwendet werdem und habe tatsächlich auf der einen Seite ein paar einzelne Mäuse, auf der anderen Seite ein krebskrankes Kind gesehen (ungefähr das Beispiel, welches auch angeführt wird) und dass es dann wohl irgendwie noch gut zu heißen ist, auch wenn es nicht schön ist. Die gute Argumentation im Buch hat mich diesen Standpunkt gründlich durchdenken lassen.

Abschließend wurde die Hoffnung geäußert, dass es irgendwann ein ganz anderes Miteinander mit Tieren gibt. So gibt es nicht nur Nutztiere, domestizierte Tiere und Wildtiere irgendwo, sondern auch jetzt schon Tiere, die zwar wild sind, aber mitten unter uns leben und die wir jeden Tag sehen können(zum Beispiel Vögel und Kaninchen)
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 29. März 2014
ich bin KEIN Vegetarier, meine Frau ist Veganerin und überzeugte Tierschützerin: wir diskutieren viel über "Rechte von Tieren" und das Buch von Hilal Sezgin ist eine hervorragende Zusammenstellung, was aus philosophischer und wissenschaftlicher Sicht zum Thema heute gesagt werden kann.

Ich bin mir nach dem Lesen relativ sicher, dass in 100 Jahren die meisten Menschen nicht mehr verstehen, wie wir mit den Tieren in Massenzucht etc. umgehen, so wie wir heute nicht mehr verstehen, dass vor 200 Jahren Menschen in Sklavenhaltung gezwungen wurden.

gibt es einen fairen Umgang, der das Essen / Nutzen von Tieren einschließt? Aus meiner Sicht ja, aber das muss jeder für sich selber entscheiden.

Jedenfalls sollte sich jeder der Diskussion stellen, jeder sollte zumindest wissen, was sein Fleischkonsum (Lederkonsum, Gummibärchen, Eiernudeln etc.) als Grundlage hat und wer danach als "educated decision" immer noch Fleisch isst etc. macht es dann mit einem anderen Bewusstsein als vorher.

Sehr gutes Buch, gut recherchiert, sehr gut geschrieben: 7 von 5 Sternen
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am 8. August 2014
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung ans Leben und ein Plädoyer für Tiere! Diese Frau ist einfach sensationell direkt und baut ihre Thesen unglaublich logisch und leicht verständlich auf. Mir als Studentin der Philosophie gefallen ihre philosophischen Gedankengänge. Sie gibt denen eine Stimme, die keine haben. Würde dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Ein Appell an jeden einzelnen von uns das Leid der Tiere zu mindern. Klasse, bewundernswerte Frau!!!
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am 3. Juli 2014
Im Gesamtüberblick ist das ein Werk, welches m.E. 5 Sterne verdient. Hilal Sezgin beschreibt ausführlich die verschieden Definitionen, was ist artgerecht aus Sicht verschiedenester Betrachtungsweisen, ebenso kommt nimmt das Thema Recht auf Freiheit der Tiere und deren Definition sehr breiten Raum ein, kommen verschiedenste Interpretationen aus der Tierrechtsszene zur Sprache, sie versucht deren Definitionen sorgsam zu analysieren und letztendlich finden wir in diesem Buch eine ausführliche Beschreibung der tierethischen Definition.
Das alles ist gut beschrieben, sorgfältig analysiert. Aber unabhängig von diesen Beschreibungen und Gewichtung Hilal Sezgin wird zum Schluss als Fazit ihrer Analyse sehr deutlich und klar in ihrer Ansicht: keine Massentierhaltung, kein Halten von Tieren aus komerziellen Gründen, keine Tierversuche, bz. sehr sehr eingeschränkt, keine Jagd, keine Tierdarbietungen im Zirkus. Das alles ist unmissverständlich und aus ethischer sicht begründet.
Dafür Danke, Hilal Sezgin
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am 29. Oktober 2014
Wer bisher glaubte, dass man sich mit teuren tierischen Bioprodukten von der Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe freikaufen kann, dem sei dieses sachliche und gut recherchierte Buch ans Herz gelegt. Es führt - so man sich ganz und gar auf diese Thematik einlassen kann - zu der unumstößlichen Entscheidung, ganz auf tierische Produkte zu verzichten, also vegan zu leben. Der Verzehr von Milchprodukten, Eiern etc. stellt ebenso eine Mißachtung der Natur und der Bedürfnisse unserer Mitgeschöpfe dar, wie der Fleischkonsum.
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