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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
7
Aristoteles: Lehrer des Abendlandes
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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am 5. März 2013
Es ist nicht zuviel gesagt, wenn Aristoteles als der Philosoph bezeichnet wird, auf dessen Denken die gesamte abendländische Philosophie (und damit ein großer Teil des Wertekanons des Abendlandes) zurückgeführt wird.

Ein Mann, dessen Werk und Wirken aber nicht „einfach so vom Himmel gefallen ist“, sondern der in einer konkreten Zeit durch bestimmte Einflüsse geprägt wurde, die im Gesamten die Basis für seine eigenes Denken und Schaffen gelegt hat. Dies ist in bester Weise auch der Ansatzpunkt der Darstellung durch Hellmut Flashar.

Soweit, wie es der Quellenlage nach möglich ist, vollzieht Flasher den biographischen Werdegang nach. Dies funktioniert natürlich nicht in gleich lückenloser Weise, wie es Biographien „moderner“ Menschen leisten können. Wohl aber gelingt es Flashar (und dies nicht zuletzt durch seine fließende, intensive sprachliche Darstellung), in Form einer „biographischen Skizze“ das Aufwachsen als Sohn eines Arztes, die „Lehrjahre“ bei Platon und schließlich die Ausformulierung einer eigenen „Schule“ mit den geistigen Strömungen der Zeit im 4. Jahrhundert vor Christi und den einzelnen Entwicklungsschritten des Aristoteles in enge Beziehung zu setzen.

Eine „biographische Skizze“, die Flashar ebenso auf das Werk des Philosophen selbst anwendet („Das Werk und seine Überlieferung“). Ein Überlieferungsweg, auf dem im Übrigen bereits knapp die Hälfte des Gesamtwerkes verloren gegangen ist, vor allem jene Werke sind hier betroffen, die nicht mit dem Schulbetrieb zusammenhingen. Das Erhaltene an Werk allerdings scheint relativ sicher aus der Feder des Aristoteles selber zu stammen.

Nach solcherart eröffnender Einführung , welche vor allem die Person selbst dem Leser durchaus nahe zu bringen versteht, wendet sich Flashar ausgiebig (und ergiebig) den einzelnen, überlieferten Werken zu und strukturiert dieses Darstellung thematisch.

In Bezug auf die Ethik (als „Wege zum Glück), die Politik, Rhetorik, Poetik („Handeln im Drama“), Logik, Sprache und Dialektik, Metaphysik und Physik, Kosmologie, Meteorologie, Elementenlehre, Chemie, Psychologie und Biologie („der Sekretär der Natur“) stellt Flashar in stets ruhiger und souveräner Weise zunächst die Grundlagen des jeweiligen „Denkgebäudes“ vor, stellt dieses je in den Bezug der geistigen Zeitgeschichte, erläutert die Konzeption des jeweiligen menschlichen „Grundthemas“ in der Herangehensweise durch Aristoteles (mit dem sich durchziehenden Grundtenor des Aristoteles, immer und überall, „sei es auch schmerzlich“, der „Wahrheit den Vorzug zu geben“) und stellt sodann die Inhalte der einzelnen Gedankengebäude ausführlich und detailliert, zudem vor allem sehr verständlich, vor. Wobei ein Auge immer und immer wieder auf die Querverbindungen zu vorliegenden Ideen und philosophischen Ansätzen blickt, so dass jederzeit die Ergänzungen, Weiterentwicklungen, aber auch Abgrenzungen zu bereits Gedachtem und Gesagten durch Aristoteles dem Leser nachvollziehbar gemacht werden.

Im Gesamten legt Hellmut Flashar eine umfassende, wohl strukturierte, sehr verständliche und fundierte Gesamtdarstelljung von Person und Werk des wichtigsten klassischen, abendländischen Philosophen vor. Ein Werk, an dem Grundlagen vieler „moderner“ Werte und Haltungen abzulesen und nachzuvollziehen sind. Eine Tendenz, die durch die ebenso fundierte und ausführliche „Geschichte der Rezeption“ als Abschluss dieses Werkes nachhaltig noch verankert wird.
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TOP 1000 REZENSENTam 27. April 2013
Man muss sehen, dass Flashar kein Philosoph, sondern Philologe ist. Entsprechend legt er den Schwerpunkt auf die Struktur des Werkes von Aristoteles. Die philosophischen Analysen sind nicht so tiefgehend, selbst Christoph Rapp kann in seinem Junius-Taschenbuch tiefer einsteigen. Ganz hervorragend ist die Schilderung des Lebens von Aristoteles, 53 Seiten gegenüber 2 Taschenbuchseiten bei Rapp oder 4 Seiten bei Wolfgang Welsch (Der Philosoph, Wilhelm-Fink Verlag 2012). Flashar gelingt es, auf das Gesamtwerk von Aristoteles einzugehen, selbst die verschollenen Schriften finden Erwähnung. Natürlich sind weite Teile der Lehre veraltet, vor allem Kosmologie, Chemie, Meterologie usw. Rapp geht erst gar nicht auf diese Bereiche ein, und ich habe sie bei Flashar dann auch schnell überblättert. Vollständigkeit muss also nicht unbedingt ein Vorteil sein. Vielleicht liest man am besten zwei Einführungen parallel. Die für mich beste und kompletteste Einführung ist das Aristoteles-Handbuch von Rapp und Corcilius aus dem Metzler -Verlag, dort finden sich auch Beiträge von Flashar, leider ist das Werk aber auch vergleichsweise teuer.
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am 31. Oktober 2013
Um die ersten Details zum Leben und Wirken von Aristoteles zu erfahren, finde ich dieses Buch passend. Es werden Schriftauszüge von Aristoteles behandelt und erklärt.
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am 9. Februar 2015
Hellmut Flashar ist als jahrzehntelanger Herausgeber des deutschen Aristoteles ein Verfasser von unbestreitbarer Autorität, sein Buch ist umfassend und informiert. Und doch bin ich mit dem Buch nicht zufrieden. Das liegt zum einen an der Gattung: Seit einigen Jahren veröffentlicht der Beck-Verlag statt der früheren Sachbücher zur Antike mit Vorliebe fast nur noch Biographien. So gibt es dann auch zu Aristophanes und Sophokles solche Titel, und nun auch zu Aristoteles. Verfasser ist hier – wie auch bei fast allen anderen Bänden – ein höchst kompetenter und angesehener (meist auch etwas älterer) Experte. Aber Aristoteles ist – wie Aristophanes und Sophokles, aber anders als Perikles oder Demosthenes – nicht die Person, über die sich eine Biographie schreiben lässt. Früher gab es im Gefolge Gundolfs noch Versuche, sogenannte Gestaltmonographien zu schreiben und die „innere Form“ zu ergründen, und damit ließ sich dann auch über Hippokrates oder Poseidonios schreiben. Aber seit dieses Modell außer Gebrauch geraten ist, haben die Altphilologen keinen Ersatz gefunden, und schreiben jetzt Überblicksdarstellungen, in denen auf einen kurzen biographischen Abriss eine Folge von Einzelreferaten der erhaltenen Werke und am Schluss ein kurzer Abschnitt zur Rezeption steht.

Für Sophokles (ebenfalls von Flashar) funktioniert das noch recht gut. Bei Aristoteles scheint das aber nicht gelingen zu können. Dem Buch fehlt eine These, die das Ganze verbindet, stattdessen gibt es ausführliche, aber nicht in die Tiefe gehende Inhaltsangaben mit angehängten Bemerkungen. Als Ersatz für eine Fragestellung dient weitgehend das Schlagwort vom Empiriker Aristoteles (man vergleiche den letzten Satz des Buches), der spekulative Aristoteles wird eher nebenbei und mit salvierenden Bemerkungen präsentiert. Dagegen stechen dann gelegentlich einige pathetische Bermekungen ab, die noch an die Rhetorik der 50er Jahre und an Flashars Vorgänger Ernst Grumach erinnern. Zumindest für die Ökonomie einer monographischen Darstellungen wäre der umgekehrte Zugang sicher hilfreicher gewesen (wie das gehen könnte, kann man an Hegels Aristoteles-Darstellung ersehen, die anders als viele andere Ausführungen seiner philosophigeschichtlichen Vorlesungen noch heute außerordentlich aufschlussreich ist). Die Arbeiten Arbogast Schmitts und seiner Schule zeigen, dass es auch heute möglich sein sollte, einen weniger stark historisierenden Zugang zu Aristoteles zu vertreten.

Dem Zweck, den dieses Buch allenfalls erfüllt – einen Überblick über das ganze Werk zu geben –, dienen die langen Lexikonartikel von Ingemar Düring im Supplement der Realenzyklopädie von Pauly & Wissowa oder von Flashar selbst im Neuen Überweg weit besser. Sie sind noch umfassender, stärker problemorientiert und geben einen tieferen Einblick in die Forschungsdiskussion, um den man bei eingehenderer Beschäftigung mit Aristoteles einfach nicht herumkommt; wenn man es nicht so genau wissen will, überliest man eben einige Abschnitte. Als umfasssende Monographien gibt es die 500-600 Seiten dicken Bücher von Düring und von Guthrie, das erste eher an der deutschen Forschung orientiert, das zweite an der englischsprachigen. Für Einführungszwecke stehen eine ganze Reihe von Taschenbüchern bereit – und anders als bei Platon gibt es bei Aristoteles so etwas wie völlig unbrauchbare Arbeiten über ihn kaum.

Für Flashars Biographie scheint mir das Publikum zu fehlen, das diese Darstellung wirklich benötigt und sinnvoll gebrauchen kann. Besonders auffallend war mir, dass es ihm kaum gelingt, überzeugende aktualisierende Bezüge herzustellen – obwohl daran in der Gegenwart kein Mangel besteht. In der analytischen Ontologie ist die Substanzmetaphysik wiedererstanden, die Teleologie wird in naturalismuskritischen Arbeiten häufig zum Vergleich (und nicht nur zu ihrem Nachteil) bemüht, und in der Ethik gibt es eine sehr lebendige Diskussion um die Tugendethik. Bei Flashar werden eher Bezüge zur Ritterschule von Münster, zu Heisenberg und C.F.v.Weizsäcker sowie zu Jacques Monod hergestellt – alle aus den 1950er Jahren. An einigen wenigen Stellen (etwa bei den Äußerungen zur Rezeption der aristotelischen Psychologie im Hellenismus) schien mir eine nicht ganz aktuelle Kenntnis des Forschungsstandes vorzuliegen, aber es mag sein, dass Flashar sich nur missverständlich ausdrückt oder ich ihn missverstanden habe.
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TOP 500 REZENSENTam 5. August 2013
Noch heute, mehr als 2300 Jahre nach seinem Tod, weist der Philosoph Aristoteles einen höheren Bekanntheitsgrad als so manches Mitglied des derzeitigen Regierungskabinetts auf. Denker des Abendlandes, Schüler von Platon, Lehrer und Erzieher Alexanders des Großen; der Name Aristoteles hat schon immer die Phantasie der Menschen animiert. Doch was genau waren die Eckpfeiler seines Denkens? Wieso hat sein Name die Jahrhunderte überlebt und ist nicht dem Vergessen anheim gefallen wie so viele seiner Zeitgenossen oder Nachfolger? Hat Aristoteles uns in der heutigen digitalisierten und ultrabeschleunigten Welt noch etwas zu sagen? Der 2013 erschienene Darstellung "Aristoteles – Lehrer des Abendlandes" des Philologen Hellmut Flashar gelingt es sehr überzeugend, den interessierten Laien in die Gedankenwelt des Aristoteles mitzunehmen und sich oben gestellten Fragen anzunähern.

Das Buch besteht aus insgesamt 13 Kapiteln. Nach den einführenden Abschnitten, welche einen Abriss der Biografie des Philosophen sowie der Überlieferung seines Werkes bieten, beschäftigen sich die übrigen Kapitel mit den verschiedenen Themenfeldern von Aristoteles Denken (z.B. Ethik, Rhetorik, Physik, Metaphysik und Psychologie). Der wohl am meisten verbreitete Teil seiner Philosophie ist die aristotelische Ethik, welche darauf beruht, dass nur der glücklich sein könne, welcher die vier Kardinaltugenden (Tapferkeit, Gerechtigkeit, Besonnenheit, Frömmigkeit) beherzige (vgl. S. 69f.). Man sieht, dass die Frage nach dem Wesen des Glücks und dem glücklichen Leben auch schon diskutiert worden ist, bevor Hunderte von Ratgebern mit ihrer "Glücksformel" den Markt überschwemmt und der nach Sinn gierende Bevölkerungsmasse das Geld aus der Tasche gezogen haben.

Als aktueller denn je erweist sich Aristoteles Metaphysik, die sich mit den Göttern und der Frage nach dem Wesen des Bösen auseinandersetzt. Noch heute scheinen viele Menschen daran zu glauben, dass das Böse eine dunkle vom Himmel gefallene (oder aus den Untiefen des Erdkerns heraufsteigende) Macht sei, die uns Menschen regelmäßig heimsuche. Schon für Aristoteles, so Flashar, war "[d]as Böse in der Welt [...] keine metaphysische Kategorie, kein 'Schicksal', das unabänderlich hereinbrechen würde; es ist allein an menschliches Handeln gebunden" (225). Ebenso wenig, wie es das „Böse“ an sich gibt, gibt es für Aristoteles auch keinen Gott der Idee entsprechend, wie sie heute noch vor allem von den drei Monotheismen propagiert wird: "Der Gott des Aristoteles ist [...] keine Person, sondern ein Denkmodell, er ist kein Weltschöpfer, keine Macht des Schicksals; er ist ohne Materie. Obwohl sein Wesen reine Wirklichkeit ist, kümmert er sich um die Welt nicht, wie er auch seinerseits unbeeinflussbar ist, man kann keine Gebete an ihn richten" (230). Würden sich die religiösen Fundamentalisten jedweder Coleur dieses Gottesbild zu eigen machen, wäre dieser Planet wohl ein etwas friedvollerer Ort. Wer sprengt sich wohl voller Überzeugung für ein Denkmodell, welches sich einen Dreck um die Menschen kümmert und sämtliche Gebete geflissentlich ignoriert, in die Luft?

Fazit: Von den Originaltexten ausgehend gelingt Flashar ein flüssig zu lesender Einblick in diese so weit verzweigte Gedankenwelt. Dabei weist der Philologe auch immer wieder auf Schwierigkeiten und Unklarheiten bei der Übersetzung hin.Viele Begriffe aus dem Altgriechischen tragen so viele Implikationen in sich, dass sie ohne Bedeutungsverlust kaum ins Deutsche zu übertragen sind.
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am 9. April 2014
Flashar stellt zunächst das bewegte Leben des Philosphen dar, dann das Werk, geordnet nach Themenbereichen von der Ethik bis zu den biologischen Schriften. Besonders die Einordnung in die platonische Akademie ist ausgezeichnet gelungen. Aber auch das politische Leben der Zeit wird lebendig. An einigen Stellen wird etwas gewaltsam versucht, die Aktualität des Aristoteles für unsere Zeit nachzuweisen (C. F. v. Weizsäcker, Orwell und andere Namen). Anmerkungen und Literaturhinweise ermöglichen ein Weiterstudium bei tieferem Interesse; auch wer dem nicht nachgehen will, ist mit diesem sehr verständlich geschriebenen Buch bestens versorgt.

Nur ein paar kleine Anregungen für die nächste Auflage:

Einmal wird der Mars mit dem Mond verwechselt (273). Statt „Zahl muß“ es S. 257 „Zeit“ heißen. Und die Sternschnuppen und Meteore gehören tatsächlich der sublunaren Welt an (282); auch ist die Erklärung durch Reibungshitze nicht verkehrt (283). Wenn der elfjährige Aristoteles beim Erscheinen des Kometen 373/372 nicht in Athen war, kann, ja muß er ihn doch anderswo beobachtet haben.
Die Commentaria in Aristotelem Graeca erschienen nicht in 15 Jahren, sondern 25 oder sogar 27 (353).

Druckfehler: duch (273), einschließenden (statt einschließende 245), als dem (als den 251), Damakus (354 und Register), bildetet (bildete 355), Chartre (362), intergriert (368)
Pirmin Steckelen- Weithofer heißt eigentlich Stekeler-Weithofer. (402)
Die reformierte Rechtschreibung führt zu Trennungen, die der Verfasser eigentlich nich billigen kann: Sy-eches, Sys-tem.
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am 3. März 2013
"Ohne Freunde möchte niemand leben, auch wenn er die übrigen Güter alle zusammen besässe: gerade auch den reichen Leuten und denen, die Amt und Herrschaft haben, tun Freunde bekanntlich ganz besonders not. Denn wozu ist solcher Wohlstand nütze, wenn die Möglichkeit des Wohltuns genommen ist, das doch vor allem und in seiner preiswürdigsten Form dem Freunde gegenüber sich entfaltet?"

Diese Worte, die aktuell klingen und in die heutige Zeit passen, stammen von einem Philosophen, der vor über 2000 Jahren lebte. Aristoteles prägte mit seinem Denken die geistige Entwicklung des Abendlandes nachhaltig. Sein Name ist bis heute bekannt, seine Philosophie wird noch immer zitiert und hat in vielen Bereichen noch immer Geltung, ist noch aktuell in ihren Inhalten.

Über Aristoteles ist viel geschrieben worden, Bücher über diesen griechischen Philosophen füllen ganze Regale. Das vorliegende von Hellmut Flashar ist nicht einfach eines mehr, sondern es sticht heraus durch seine umfassende und verständliche Darstellung des Lebens wie des Werkes von Aristoteles. Aus verschiedenen Quellen rekonstruiert Flashar Aristoteles’ Biographie, legt dabei auch die Tücken der Quellen offen. Er beleuchtet nicht nur die Familie des Philosophen, sondern zeichnet auch ein Bild der Stadt, der politischen Umstände zu seiner Zeit sowie der Einflüsse, die sein Denken prägten.

Leider ging ein Teil von Aristoteles Werk verloren. Die noch erhaltenen Werke setzen sich aus Lehrschriften zusammen, welche aus dem Unterricht Aristoteles’ hervorgegangen sind. Flashar widmet den einzelnen Gebieten des umfassenden Werks von Aristoteles je ein Kapitel und behandelt so in verständlicher Art und doch fundiert sämtliche Themen mit einer Einleitung, der Zusammenfassung und Darlegung der wichtigsten Punkte sowie Hintergründe und Ausblicke.

Den Abschluss dieses umfassenden Werkes bildet ein Kapitel über die Rezeption Aristoteles’ in der griechischen, arabischen, lateinischen Tradition sowie in der Neuzeit. Flashar beweist in diesem Buch sein grosses Wissen über diesen herausragenden Philosophen sowie seine Fähigkeit, den nicht immer einfachen Stoff verständlich und lesbar zu vermitteln.

Fazit
Informativ, fundiert, umfassend – ein grosser Philosoph und sein Werk werden hier mit viel Liebe und Wissen porträtiert. Sehr empfehlenswert.
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