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am 25. Februar 2011
Wer hat nicht schon einmal folgende Erfahrung gemacht: man ist im Urlaub und im Rahmen des Bummels durch die Stadt XY besucht man auch die eine oder andere mehr oder weniger berühmte Kirche. Staunend geht man schweigend durch die kühlen Räume, steht fassungslos vor den riesigen Säulen, Mauern und Kapitellen und fragt sich: wie haben die das damals alles so hin bekommen?

Aber auch: was hat das alles zu bedeuten? Zu welcher Zeit gehört diese Kirche jetzt: ist das Romanik, Gotik oder Barock? Krampfhaft sucht man nach Erinnerungen an den Kunstunterricht in der Oberstufe, wenn überhaupt, und meistens verlässt man dann die Kirche zwar beeindruckt, aber genauso unwissend wie vorher.

Das vorliegende Buch des Hamburger Hauptpastors und Privatdozenten für Systematische Theologie Johann Hinrich Claussen will Jugendlichen und Erwachsenen bei diesen Fragen eine gut lesbare und verständliche Hilfestellung geben. Es geht um "die Kunst, Kirchen zu bauen und zu verstehen" und er folgt der Kirchengeschichte vom frühen Christentum bis heute.
An neun Kirchenbauten exemplifiziert er seine kirchenarchitektonische Theologiegeschichte, wie ich das nennen möchte:

* Die Hauskirche und die Anfänge des Christentums
* Die Grabeskirche zu Jerusalem und die Basilika
* Die Hagia Sophia und die Kirchen des Ostens
* Der Dom zu Speyer und die Romanik
* Die Kathedrale von Amiens und die Gotik
* Der Petersdom zu Rom und die katholische Kirche
* Die Dresdner Frauenkirche und der protestantische Kirchenbau
* Die Hauptkirche St. Nikolai zu Hamburg und der Historismus
* Die Kathedrale von Brasilia und der moderne Kirchenbau

Ein Rundgang durch die Einrichtungen einer Kirche am Ende des Buches sollte von allen, die sich in Kirchen nicht so gut auskennen, vielleicht zuerst gelesen werden.

Auf jeden Fall werden Sie nach der Lektüre dieses Buches in ihrem nächsten Urlaub Kirchen anders anschauen und auch erleben können.
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am 5. August 2011
Selten vereinigen sich flüssige Lesbarkeit und Informationsgehalt auf so harmonische Weise wie im vorliegenden Buch von Johann Hinrich Claussen. Vorweg: Es ist wohl das mit Abstand beste aktuelle Buch zum Thema Kirchenpädagogik (und nicht nur dazu).
Der Autor wählt dabei einen exemplarischen Weg, indem er mehr oder weniger prominente Kirchen als Beispiele für ganze Epochen der Kirchenbaukunst (und nebenbei auch der verschiedenen großen Konfessionen) vorstellt. Die jeweiligen Gebäude mit ihren liturgischen Funktionen werden dabei mal mehr und mal weniger stark in den Vordergrund gestellt. Das Buch behandelt dementsprechend die antike Hauskirche (einziges bekanntes Beispiel Dura Europos), widmet sich dann dem monumentalen Kirchenbau der Spätantike (Grabeskirche von Jerusalem), gibt einen tiefen Einblick in die orthodoxe Frömmigkeit (herausragendes Kapitel über die Hagia Sophia), beschäftigt sich mit der Epoche der Romanik (der Dom von Speyer in einem etwas blasseren Kapitel), mit den gotischen Kathedralen (die Kathedrale von Amiens als Aufhänger), nimmt dann die Zeit der Gegenreformation in den Blick (wieder ein Höhepunkt: die Geschichte des Neubaus des Petersdoms von Rom), gelangt zum protestantischen Kirchenbau (eigentlich mit zwei Beispielen: der Frauenkirche von Dresden und Zinzendorfs Bethaus in Herrnhut), problematisiert den Kirchenbau des Historismus (Nikolaikirche von Hamburg) und gibt einen Ausblick auf den modernen bzw. zeitgenössischen Kirchenbau (Brasilia). Abgeschlossen wird das Buch mit einem kurzen, fiktiven Kirchenrundgang, bei dem die wichtigsten Ausstattungsstücke erläutert und Tipps für einen Kirchenbesuch gegeben werden.
In diesem Gang durch die unterschiedlichsten Kirchen werden zugleich sämtliche Epochen der Kirchengeschichte erstaunlich übersichtlich und verständlich behandelt, werden die Charakteristika der Kirchenausstattungen erschöpfend erläutert und kommen die Vor- und Nachteile verschiedener Frömmigkeitsstile zur Sprache. Natürlich kann und will der Autor nicht verbergen, dass er evangelischer Pastor in Hamburg ist, aber ihm gelingt es, auf einmalige Weise auch die katholischen und orthodoxen Kirchen 'zum Sprechen' zu bringen.
Ein Buch für jeden, der sich für Kirchen interessiert, ja selbst für die die es vorher vielleicht nicht getan haben. Ganz besonders aber ein Buch für all jene, die diese Gebäude in ihrer Verantwortung haben, seien es Kirchenvorstände oder Pfarrer. Der, teilweise regelrecht spannende, Schreibstil macht dieses Werk sowohl für ein Fachpublikum als auch für 'Otto-Normal-Kirchenbesucher' interessant. Bestnote!
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am 18. Februar 2011
Das perfekte Buch, wenn man etwas tiefer in die Geschichte der Kirche und ihrer Architektur eindringen möchte, ohne gleich zum Fachmann werden zu wollen. Die Geschichte des Kirchenbaus (und mit ihr natürlich auch die Kirchengeschichte an sich) wird sehr interessant und in auch für den Laien gut verständlicher Weise vorgestellt.
Empfehlenswert!
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am 6. September 2011
Beim Klappentext "Für Jugendliche und Erwachsene" sollte niemand die Nase rümpfen, denn von diesem Buch profitiert jeder, auch der kunstgeschichtlich vorgebildete Leser. Ursprünglich wollte ich darin nur das Kapitel über den Petersdom studieren, zur Vorbereitung einer Rom-Reise, doch letztlich hatte ich das ganze Werk in wenigen Tagen durch.
Claussen erweist sich, gerade weil er als Theologe Fachmann für die geistlichen Ursachen und nicht von vorneherein für die kunsthistorischen Details des Kirchenbaus ist, als Glücksfall für die narrative Vermittlung der Inhalte. Es gelingt ihm, sowohl spannend als auch logisch zu erzählen, warum welcher Stil sich wie entwickelte. Dabei berücksichtigt er stets die politischen, sozialen und theologischen Hintergründe, die zu bestimmten Kirchenbauprojekten geführt haben.
Besonders gut gefiel mir in Claussens Reflexionen, dass jeder Baustil von ihm einer sachlichen, aber engagierten kritischen Würdigung unterzogen wird. Er erstarrt nicht in Ehrfurcht vor den Gotteshäusern, sondern befragt sie nach ihrem ursprünglichen Zweck, ihren Wirkungen damals und heute und ihrer Zukunftsfähigkeit. Dies regt sehr zum eigenen Nachdenken an und erhöht die Freude am Besichtigen von Kirchen enorm.
Nun noch zum Wermutstropfen: Entschlossen, diesem Werk 5 Sterne zu erteilen, musste ich im letzten Kapitel zwei Fehler entdecken: Auf S. 256 steht, Papst Johannes Paul I. habe das Zweite Vatikanische Konzil einberufen. Das war natürlich Johannes XXIII. Schade, denn das ist schon ein gravierender Schnitzer.
Ebenso stößt es auf, wenn auf S. 259 von der "Oblate" in der katholischen Messe gesprochen wird. Mit Oblaten mache ich meine Plätzchen, in der Messe empfange ich die Hostie.
Nachdem ich nun an zwei Stellen, an denen ich mich besser auskenne, zwei solche Fehler entdeckt habe, frage ich mich natürlich, ob ich mich auf die anderen Informationen, zu denen ich kaum Hintergrundwissen habe, verlassen kann. Das trübt die Freude doch ein wenig.
Lieber Herr Claussen, falls Sie diese Rezension lesen: Schauen Sie bitte für eine Zweitauflage nochmal drüber, lassen Sie es gegenlesen, damit Ihr ansonsten sehr gelungenes Werk berechtigte Verbreitung findet.
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TOP 1000 REZENSENTam 31. Oktober 2011
Anhand einiger ausgewählter Beispiele aus der kirchlichen Baukunst erläutert Johann Hinrich Claussen die Entwicklung der Bauweisen. Parallel dazu erhält der Leser Informationen über die religiöse Geschichte. So erfährt man die jeweilige christliche Weiterentwicklung aber auch die Spaltungen in byzantinisch, katholisch oder protestantisch. Interessant in jeder Epoche ist die Aufmerksamkeit, welche die Bevölkerung der Religion, und somit den kirchlichen Bauten widmet.

Das Resultat ist ein interessantes Werk, welches für Spezialisten in Architektur oder Theologie wahrscheinlich keine neuen Aspekte vermittelt, für den historisch Interessierten, aber auch für jeden Laien, ein lesenswertes Buch ist, das zudem in einem flüssigen Schreibstil verfasst ist.
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am 28. März 2013
Für Christen und Kirchenliebhaber besonders zu empfehlen!

Claussen gelingt es, sehr fachbezogene Inhalte spannend und lebendig zu erzählen. Man erfährt bei der Lektüre nebenbei - denn das ist letztlich die entscheidende Bedingung für den Kirchenbau in den verschiedenen Epochen - Wissenswertes über Geschichte und Kultur.
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