Hier klicken Sale Salew Salem Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Bestseller 2016 Cloud Drive Photos Learn More Learn more HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFamily longss17

Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
61
3,5 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 10. Juli 2015
Rezension auf Svenjas BookChallenge ([...])

Vor einigen Jahren habe ich einmal Drei Wünsche frei von Lianne Moriarty gelesen, was mir sehr positiv im Gedächtnis hängen geblieben ist. Deshalb wollte ich unbedingt herausfinden, ob sich dieser gute Ersteindruck bei ihren weiteren Werken bestätigt. Leider hat mich Alles aus Liebe nicht annähernd so mitreißen können, wie erhofft.
Das Feld der Hypnotherapie finde ich ziemlich interessant. Das Buch zeigt, dass es sich hierbei nicht um Quacksalberei oder etwas Übernatürliches handelt, sondern einfach über die Kraft der Autosuggestion funktioniert. Insofern man dafür offen ist, kann die Therapie erfolgreich mentale Blockaden beheben. Gelegentlich habe ich Ellens Patienten um den tranceähnlichen Zustand beneidet, in den sie versetzt wurden. Allerdings hat mir Ellens ethisches Dilemma auch gezeigt, dass man Hypnose nicht leichtfertig einsetzen sollte.
An sich wirkte Ellen wie die ideale Frau auf mich: sie weiß, was sie will, sie weiß, wer sie ist, ist nachsichtig und freundlich, zeigt für jedermann Verständnis und sieht dazu auch noch gut aus. Das war mir zugegebenermaßen etwas zu perfekt. Erst ab dem zweiten Teil, als ihre heile Welt langsam ins Wanken gerät, hatte sie einige emotionale Ausbrüche, die ihre ansonsten gefasste Fassade durch- brachen. Meistens tat mir Ellen aber richtiggehend leid. Es ist sehr schwer, mit einem Geist/einer Erinnerung mitzuhalten, vor allem dann, wenn die Verstorbene die große Liebe des Partners war. Dementsprechend hätte Patrick ihr dasselbe Einfühlungsvermögen entgegenbringen sollen, das sie auch für ihn gezeigt hat. Das blieb aber größtenteils aus. Um ehrlich zu sein, habe ich mich die ganze Zeit gefragt, was Ellen eigentlich an Patrick findet. Auf mich hat er emotional wie ein toter Fisch gewirkt, phasenweise auch mal wie ein Elefant im Porzellanladen. Er schien sich nie wirklich darum zu scheren, was er von sich gibt bzw. wie Ellen sich dabei fühlen könnte. Ich verstehe ja, dass er einige andere Probleme hat (tote Frau, alleinerziehender Vater, Stalkerin), aber derart unsensibel muss man meiner Meinung dann trotzdem nicht sein. Erst gegen Ende taute er langsam auf und wurde mir zugänglich, allerdings war diese 180°-Wende dann doch zu plötzlich und daher etwas unglaubwürdig.
Würde es nur um Ellen und Patrick (und seine tote Frau Colleen) gehen, wäre der Roman einer wie jeder andere. Die eigentliche Würze bringt Saskia, Patricks Stalkerin. Sie spielt nicht nur eine Nebenrolle, sondern ist absolut zentral. Sie ist gewissermaßen die Erzählerin der Geschichte, indem sie als Beobachterin die Ereignisse in Ellens Leben wiedergibt und dann wiederum in der Ich-Perspektive ihr eigenes. Damit ist sie, wie es für eine Stalkerin charakteristisch ist, omni- präsent. Allerdings ist sie nicht als klassische Antagonistin angelegt. Man erfährt sehr viel über ihre Gedanken und Gefühle und ihre Sicht auf die Beziehung, die sie mit Patrick und seiner Familie hatte. Im Grunde ist sie einfach nur verzweifelt, weil sie in kurzer Abfolge alles verloren hat, was sie geliebt hat. Sie ist keineswegs bösartig oder will irgendjemandem schaden, sondern verliert einfach die Kontrolle über sich selbst. Dadurch wirkt sie zwar zeitweise psychisch gestört, gleichzeitig wird aber immer wieder betont, dass sie auch nur ein normaler Mensch ist und auch so auf ihr Umfeld wirkt. Besonders problematisch ist die Tatsache, dass sie Ellen mag, obwohl sie ihre "Konkurrentin" ist, und dieses Gefühl auf Gegenseitigkeit beruht. Deshalb konnte ich als Leserin Saskia ebenso wenig hassen, im Gegenteil konnte ich sogar sehr viel Verständnis für sie auf- bringen.

Trotzdem ist Alles aus Liebe eines dieser Bücher, bei denen man sich die ganze Zeit fragt, worauf die Handlung hinausläuft. Es ist kein klassischer Liebesroman, da die Heldin der Geschichte nicht nach einigen Wirrungen am Ende ihren Traumprinzen für sich gewinnt, denn der ist ja (zumindest ihrer Meinung nach) von Anfang an da. Vielmehr geht es um zwei Frauen, die die Liebe zu einem Mann teilen, die sich aber auf zwei völlig unterschiedlichen Ebenen abspielt. Trotzdem zieht sich der Roman etwas in die Länge. Es gab exakt einen Schockmoment im ganzen Geschehen, das sich ansonsten von kleineren zu größeren Krisen hangelt. Dadurch konnte sich keine dauerhafte Spannung aufbauen, sodass ich versucht war, das Buch einfach wegzulegen. Das ist schade, da die Story an sich ziemlich außergewöhnlich war
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 6. März 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Der vierte Roman von Liana Moriaty ist mein erstes Buch dieser Autorin und hat mich aufgrund des spannenden Klappentextes angesprochen. Es handelt von der Hypnosetherapeutin Ellen, die übers Internet einen verwitweten Mann Patrick (nicht wie in der Artikelbeschreibung Nathan) kennen lernt und sich in diesen verliebt. Die Beziehung scheint mit dem 8-jährigen Sohn Jake und einer Stalkerin nicht einfach zu sein.

Gerade diese etwas andere Handlung hat viel Spannung versprochen. Leider hat die Autorin es nicht ganz geschafft dem Ganzen eine gewisse Tiefe mitzugeben. Vieles wird nur angedeutet oder einfach zu banal und einfach dargestellt. Hier wäre mehr Realismus sicher von Nöten gewesen. Auch die Hypnosetherapeutin und die esoterischen Anwandlungen liegen mir nicht, so dass ich mir manchmal ein leichtes Kopfschütteln über das Handeln der Protagonisten nicht verkneifen konnte.

Leider treten am Anfang und in der Mitte immer wieder ein paar Längen auf, bevor gegen Ende, das Buch wirklich hält was es verspricht und sogar rasant und spannend wird.
Dafür hat mir der leichte und unkomplizierte Schreibstil sehr gefallen. Auch die Art und Weise die beiden Hauptprotagonistinnen Ellen und Saskia (die Stalkerin)darzustellen ist durchaus kreativ. So lernt man beide Sichtweisen kennen und gerade Saskia als Ich-Erzählung ist sehr gelungen. Es bringt einem Saskia und ihrer Gedankenwelt und ihrer Art der Liebe näher.

Fazit: Insgesamt ein Roman der mich nicht wirklich überzeugt hat, aber schön mal nebenbei zu lesen ist. Leider nicht mehr, dazu ist er zu oberflächlich.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Eine Hypnotherapeutin kennt sich mit der menschlichen Psyche aus. Das ist ein klarer Vorteil in Liebesdingen. Meint jedenfalls die Hypnotherapeutin Ellen.
So ganz scheint das aber nicht zu klappen, denn ihre bisherigen Beziehungen waren weit davon entfernt, perfekt zu sein. Aber jetzt, mit Mitte Dreißig, scheint Ellen endlich den Richtigen gefunden zu haben. Patrick ist Vermessungsingenieur, ein Witwer mit einem 8jährigen Sohn.
Leider wird die Beziehung doch nicht so einfach, wie Ellen gehofft hatte. Denn Patrick wird von seiner Ex-Freundin Saskia gestalkt. Und er hat den Tod seiner Frau Colleen immer noch nicht verwunden.
Bei aller Professionalität - wird Ellen es schaffen, gegen Patricks Vergangenheit anzukommen?
Liebesromane sind eigentlich nicht mein Genre, aber ich wurde positiv überrascht. Diesen Roman fand ich richtig fesselnd.
Er ist geschickt aufgebaut, denn neben dem in der dritten Person erzähltem Handlungsstrang über Ellen kommt auch Saskia zu Wort, in der ersten Person. Und das führt dazu, dass sie mir sympathisch wurde, trotz ihres kranken Verhaltens. Je mehr ich von ihr gelesen habe, desto mehr konnte ich nachvollziehen und sogar verstehen, wie sie in dieses Verhalten hineingetrieben wurde.
Auch Ellen ist ein interessanter Charakter, allein schon wegen ihres Berufes. Im Laufe des Buches werden einige ihrer Fälle beschrieben, und ich fand ihren Behandlungsansatz spannend. Vor allem hat mir gefallen, dass sie gemerkt hat, dass Saskia nicht bösartig ist, dass sie unter anderen Umständen sogar Freundinnen hätten werden können.
Dieses Buch bietet eine spannende Innenansicht eines komplizierten Beziehungsgeflechts. Trotz einiger Längen kann ich diesen Roman, der sich sehr schnell liest, empfehlen.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ellen ist frisch verliebt. Mit ihrem neuen Schwarm Patrick schwebt sie auf Wolke 7 und auch der achtjährige Sohn Jack stellt kein Problem dar. Doch dann eröffnet ihr Patrick ein Geheimnis. Er hat eine Stalkerin - Saskia. Aber nicht nur Saskia verfolgt Patrick, auch seine längst verstorbene Ehefrau Colleen.

Die Geschichte wird vor allem aus der Sicht der beiden Frauen Ellen und Saskia erzählt. Ellen, eine eher ruhige gebildete Frau, versucht Patrick über den Tod seiner geliebten Ehefrau Colleen hinwegzuhelfen. Aber auch Saskia in der Form der Ich-Erzählerin bietet Einblicke in eine Gefühlswelt – ihrer eigenen.

Leider bin ich weder mit den Protagonisten, noch mit der Geschichte selbst wirklich warm geworden. Diverse Längen oder Passagen, in denen Saskia ihren Gedanken nachhing, waren für mich eher ermüdend. Auch verschiedene Handlungsweisen oder Reaktionen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, so dass ich mich eher durch das Buch gequält habe, anstatt es zu genießen.

Trotzdem mag ich die Arbeit und Recherche der Autorin zur Thematik Stalker anerkennen und auch der Schreibstil wirkt sich positiv aus. Dieser ist flüssig, eingängig und gut zu lesen. Die Aufmachung des Buches finde ich ebenfalls erwähnenswert. Denn zu Beginn eines jeden Kapitels hat die Autorin ein Zitat gestellt. Als Quellen dienten dabei z.B. Hypnosebücher, Buddistische Weisheiten oder Reden.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 9. März 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
'Eine Sekunde lang flammte aberwitzige, frohlockende Hoffnung in mir auf. Er verlässt sie, dachte ich. Er ist wieder da. [...] Das Warten hat sich gelohnt.'

Inhalt:
Die 35-jährige Ellen, selbständige Hypnotherapeutin, lernt über eine Online-Dating-Seite den alleinerziehenden Vater und Witwer Patrick Scott kennen und verliebt sich in ihn. Beim vierten Treffen gesteht er ihr, dass er seit fast drei Jahren von seiner Ex-Freundin Saskia gestalkt wird. Was für Ellen anfangs wie ein aufregendes Abenteuer klingt, wird bald zur Belastung: Saskia schreibt Briefe, Emails, folgt ihnen in den Urlaub, dringt in ihr Haus ein.

Mein Eindruck:
'Alles aus Liebe' ist ein Buch, um das ich in einer Buchhandlung einen großen Bogen gemacht hätte. Sowohl den Titel als auch das Cover finde ich absolut schrecklich, und die Aufmachung ließ mich einen platten Frauenroman vermuten. Ich habe das Buch lediglich aufgrund des spannend klingenden Klappentextes gelesen und wurde sehr überrascht. 'Alles aus Liebe' ist ein wirklich fesselndes Buch mit Protagonisten, die einem nach und nach ans Herz wachsen, mit einem extrem spannenden Thema und sprachlich beileibe nicht so anspruchslos, wie man es aufgrund des Titels und des Einbands erwarten würde.

Der Roman liest sich sehr flüssig, und obwohl die Protagonisten zum Teil etwas stereotyp geraten sind, kann man ihre Gefühle und Gedanken, ihre Ängste und ihre Hoffnungen oft gut nachvollziehen und sich in ihre Sorgen und ihr Glücklichsein hineinversetzen.

Mein Resümee:
Ein spannender und unterhaltsamer Schmöker!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 25. Februar 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Wer hinter dem etwas seichten Titel einen ebensolchen Roman erwartet, liegt nicht wirklich richtig. Auch die "Kurzbeschreibung" trifft den Kern des Romans meiner Meinung nach nicht.

Ellen, die Hypnotherapeutin ist Mitte 30 und lernt via Internet den alleinerziehenden Wittwer Patrick kennen und lieben. Es sieht alles nach Zuckerguss-Geschichte aus, wären da nicht die zwei anderen Frauen, die Patrick "im Schlepptau" mit sich führt. Zum einen die Erinnerung an seine verstorbene Ehefrau Colleen, zum anderen Saskia, die Ex-Freundin. Letztere ist fast ständig präsent. Persönlich, durch Textnachrichten, Geschenke und Briefe. Saskia ist Patricks Stalkerin und somit sein ganz persönlicher Albtraum.
Was Ellen anfangs äußerst spannend findet, quält Patrick. Dennoch zögert er, juristische Schritte einzuleiten. Doch mehr und mehr rückt auch Ellen in den Focus von Saskias Interesse.

Interessant an dem Roman fand ich besonders die beiden weiblichen Hauptpersonen.
Die "gute" Ellen, moralisch, ethisch und nett. Ihr Beruf ist ihre Berufung, sie hat ein schönes Haus am Strand, das voller liebevollen Erinnerungen steckt. Eine freundliche, nette Frau, bei der man gerne mal im Relaxsessel sitzen würde um auf das Meer zu schauen.
Saskia hat nichts dergleichen. Sie lebt in einem lieblos (fast anonym) eingerichteten Haus, ist zwar beruflich erfolgreich, hat aber überhaupt keine sozialen Kontakte. Sie "spürt" sich nur, wenn sie in der Nähe der 3 Personen (Patick, dessen Sohn Jack und Ellen) ist. Seit Patrick realiv aprupt die Beziehung zu ihr beendete, fiel sie zuerst in eine Art Schockstarre, dannach beginnt sie Patrick "nachzustellen". Sie kann nicht aktzeptieren, dass sie nicht, besser nie mehr seine Freundin und Jacks Mutter ist.
Saskia spielt ihr das Ausmaß ihres Handeln herunter, relativiert und rechtfertigt es vor sich. Allerdings hat sie lichte Momente, wo sie sich ihrer Handlung zumindest teilweise bewusst ist. Sie ist regelrecht bessesen davon. Zudem hat sie eine verschobene Selbstwahrnehmung, fühlt sich unattraktiv, nicht liebenswert und nimmt auch ihre Umgebung so wahr.

Der Roman gibt Einblicke in das Thema stalking, und die Folgen für Opfer und Täter.

Auch wenn der Roman m.M. nach gut 100 Seiten zu lang, kein literarisches Juwel ist und manchmal ins Banale abgleitet, hat er ich mich nicht gelangweilt. Es ist kein schwarz-weiß Roman und beleuchtet die einzelnen Charaktere aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Zudem entbehrt er nicht einem gewissen Humor. Auch dass (nur) Sakias Part aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, finde ich reizvoll. Dennoch ist die Handlung keine trockene erzählte Problemgeschichte. Manchmal hat "Alles aus Liebe" Kriminal-Roman-artige Momente.
Kritikpunkte sind die in die Länge gezogene Handlung und manchmal ein gewisser Pathos.
Ich gebe ganz knappe 4 Sterne.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 9. April 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Gerade als sich Ellen in Patrick verliebt hat, kommt das böse Erwachen: Er wird von seiner Exfreundin gestalkt und das auf eine sehr belastende Art. Die feinfühlige Ellen, die eine Hypnosepraxis betreibt, kann das aber zunächst nicht erschüttern … ganz im Gegenteil, sie findet die ganze Geschichte sogar spannend. Ihr macht viel mehr die verstorbene Frau von Patrick zu schaffen. Und irgendwann stösst auch Ellen an ihre Grenzen.

Das war mein erster Roman über Stalking und das ging mir ganz schön unter die Haut. Auf der einen Seite die sanfte Ellen, die alles wegmeditiert und eine sehr positive Lebenseinstellung hat. Und auf der anderen Seite die sehr anhängliche Saskia, die ihre Liebe verloren hat und wie unter Zwang an dem Leben ihres Ex teilhaben möchte. Ihre Verzweiflung, ihre Unfähigkeit, sich ein eigenes Leben aufzubauen … das war schon sehr heftig.

Das Buch ist in zwei Stränge unterteilt, Saskia erzählt in der Ich-Form und so lerne ich ihre kranke Seele sehr gut kennen. Ich finde ihr Verhalten schlimm, aber sie tut mir unendlich Leid. Ellen ist da in einer besseren Position. Sie hat keine Angst vor Saskia, im Gegenteil, sie ist auf makabre Weise fasziniert von der Stalkerin.

Die Gefühle von beiden Frauen werden sehr gut vermittelt und obwohl der Strang von Ellen in der 3. Person erzählt wird, kommt sie mir näher als Saskia.

Leider hat das Buch zwischendurch immer wieder Längen, Passagen, die ich einfach nicht so interessant fand. Saskias verquere Gedanken waren teilweise doch sehr anstrengend und ließen mich oftmals den Kopf schütteln. Auch Ellens Seelenleben konnte ich nicht immer nachvollziehen. Dazu kamen dann noch weitere Themen wie die Eifersucht auf die verstorbene Exfrau und Muter-Tochter-Probleme. Dadurch wirkte die Geschichte für mich etwas überladen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und jedem Kapitel sind interessante Zitate hauptsächlich aus dem Bereich Hypnose vorangestellt. Trotz der Kritikpunkte vergebe ich knappe 4 Sterne, weil das Buch alles in allem sehr aufschlussreich und ansprechend war.

Fazit: Ein sehr interessantes Buch nicht nur zum Thema Stalking mit kleinen Schwächen.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. November 2012
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ellen ist Hypnose-Therapeutin und gerade frisch verliebt in Patrick. Sie glaubt, in ihm endlich den Richtigen
gefunden zu haben. Patrick ist Witwer und hat einen Sohn. Ellen und Patrick lieben sich sehr, und doch gibt
es schon bald Probleme. Patrick hat eine Stalkerin, seine Ex-Freundin Saskia. Diese drängt sich immer mehr
in das Leben der beiden. Und auch Patricks verstorbene Ehefrau Colleen wirft immer wieder Schatten auf die
neue Beziehung.

Die Geschichte wird abwechselnd aus mehreren Perspektiven erzählt. Saskia ist die Ich-Erzählerin, von Ellen wird
in der dritten Person berichtet. Das ist am Anfang etwas verwirrend. Obwohl eigentlich Ellen die Hauptperson
des Buchs ist, kann man durch die Erzählweise viel mehr mit Saskia mitfühlen.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und lässt sich gut lesen. Die Geschichte wird sehr schön erzählt und
die Autorin verarbeitet in ihrem Roman ein interessantes Thema. Es geht nicht nur um Stalking, sondern auch
darum, wie man als Frau gegen die die früheren Beziehungen eines Mannes ankämpfen muss. Leider wird die
Geschichte zwischendurch auch mal ein bisschen langatmig, und man hätte die fast 500 Seiten auch gut
ein wenig kürzen können.

Insgesamt ist dies ein schöner Liebesroman, den man durchaus weiterempfehlen kann.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ellen ist Mitte dreissig, als sie nach mehreren gescheiterten Beziehungen über das Internet
auf Patrick trifft. Zwischen beiden entwickelt sich eine Beziehung.
Patrick ist Witwer und Vater eines 8jährigen Jungen. Somit schlüpft Ellen nicht nur in die
Rolle einer Lebenspartnerin sondern auch in die als Stiefmutter.
So manches Mal wird Patricks verstorbene Ex-Frau zu ihrer Rivalin. Doch diese ist nicht die
einzige Frau, die Ellens Leben und ihre Zukunftspläne erschweren.

Mich hat dieser Roman wirklich gefesselt. Die Protagonistin ist Hypnotherapeutin und ihre
beruflichen Fähigkeiten fand ich total interssant.
Die Autorin setzt sich in ihrem Roman ausserdem mit dem Thema Stalking auseinander.
Ein Thema, welches mir einige Male Gänsehaut bereitet hat, andererseits aber aus Sicht
der Betroffenen auf eine Art sehr nachvollziehbar erzählt wird.

Ein Charakter, mit dem ich jedoch nicht warm wurde, war der von Patrick.
Er blieb blass und ich empfand ihn als Mann unheimlich charakterschwach.

Alles in allem ein toller Roman, der ohne grossen Spannungsbogen auskommt. Da es sich
jedoch um einen "Roman" handelt, habe ich auch keineswegs mit Spannungs- oder gar
Thrillerelementen gerechnet.
Das Cover lässt einen seichten Liebesroman erwarten, was der Leser jedoch bekommt ist eine
Geschichte mit einer grossen und mehr als interessanten Einsicht in die menschliche Psyche.

Ich kann diesen Roman absolut weiterempfehlen!!!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Februar 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Es stimmt schon, den perfekten Mann gibt es nicht. Ellens neuer Freund zum Beispiel wird von seiner Exfreundin gestalkt, hat ein Kind und hängt noch sehr an seiner verstorbenen Ehefrau.
Ellen findet das aber erst mal sehr interessant und sie hat auch Verständnis, nicht nur für ihren Freund Patrick, sondern auch für seine Stalkerin.
Soweit, so gut. Das ist die Handlung in „Alles aus Liebe“ und Liane Moriaty wählt eine interessante Erzählweise. Der Roman wird nämlich abwechselnd aus der Sicht Ellens und aus der Sicht der Stalkerin erzählt. Besonders die Abschnitte aus Saskias, der Stalkerins, Sicht, sind bemerkenswert, denn würde man nur ihre Sicht der Dinge kennen, man würde sie ganz lange für eine vernünftige Person halten, die aus guten Gründen so handelt, wie sie es eben tut.
Tatsächlich kam sie mir streckenweise weitaus abgeklärter vor als Ellen.
Die findet so eine Stalkerin eher spannend. Sie kann die auch voll toll verstehen.
Selbst als ihr klar wird, dass Saskia sich schon in ihr Leben geschlichen hat, dass sie ihr folgt und nachspioniert, ist sie noch ganz die verständnisvolle Therapeutin. Sie findet alles und jeden ok, falleri und fallera. So beginnt ein nicht ganz so lustiger Reigen.
Ellen will Saskia verstehen, Saskia will Patrick und was Patrick will, kann eigentlich niemand sagen, der kommt nämlich nur selten vor.
Überhaupt, was will Ellen mit dem? Er ist angenehm, freundlich, aber liebt er sie? Liebt sie ihn? Wenn ja, warum vergleicht sie ihn ständig mit seinem Vorgänger? Und welche Rolle spielt seine verstorbene Frau?
„Alles aus Liebe“ ist angenehm geschrieben, ohne große Höhen und Tiefen. Aber ich hatte nicht den Eindruck, dass Liane Moriaty sich vorher wirklich mit den Themen Stalking und Beziehungen beschäftigt hatte, von dem Beruf Hypnotherapie mal ganz zu schweigen.
In ihrem Roman sind alle irgendwie in Ordnung, auch wenn sie den falschen Weg einschlagen.
Und geht mal wirklich irgendwas in Ellens Leben schief, so gibt es an jeder Ecke nette Menschen, die ihr gerne helfen. Ihr Karmakonto muss wirklich überlaufen.
Vielleser können einen Blick in dieses Buch werfen, aber wer ein spannendes Buch oder eben einen Liebesroman lesen will, kann beruhigt weiter suchen. Hier wird er nicht fündig.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden