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Ratgeber Heimwerken

Amazon Ratgeber dezentrale Warmwasserbereitung/Durchlauferhitzer und Kleinspeicher


Schritt 1Bosch

Ob beim Waschen, Duschen, Baden, Putzen oder Kochen: Die Warmwasserversorgung ist heutzutage so selbstverständlich wie elektrisches Licht. Allerdings sind die Kosten für die Warmwasserbereitung deutlich höher als die Beleuchtung und nach der Heizung stellen diese den größten Verbrauchsposten im Haushalt dar. Gerade deshalb ist die Wahl der optimalen Wasserbereitung entscheidend.

Welche Arten der Warmwasserversorgung sind sinnvoll? Wo liegen die Unterschiede? Welche Geräte für welchen Einsatzzweck? Und wie kann man am besten sparen? Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Fachbegriffe und gibt Tipps zur Kosteneinsparung.


1. Unterschied zentrale/dezentrale Trinkwassererwärmung

Bei der zentralen Trinkwassererwärmung erfolgt die Wassererwärmung für alle Zapfstellen im Haus über eine einzige Warmwassererzeugungseinheit. Neben Kaltwasserleitungen sind dabei auch Rohre für die Warmwasserverteilung nötig. Um das warme Wasser ohne große Wasserverschwendung durch Anlaufverluste zeitnah nach Zapfbeginn in der gewünschten Temperatur bereitzustellen, ist zusätzlich die Installation eines Zirkulationsnetzes erforderlich. Neben den Verteilverlusten fallen somit auch Zirkulationsverluste an.



Dezentrale Trinkwassererwärmung lohnt sich

Bei der dezentralen Trinkwassererwärmung durch elektronische Durchlauferhitzer wird an jeder Zapfstelle ein abgestimmtes Gerät installiert. Das benötigte Wasser wird erst unmittelbar an der Zapfstelle erwärmt. Es entfallen damit lange Rohrleitungen. Die Geräte sind in unterschiedlichen Leistungen verfügbar und werden bedarfsgerecht ausgewählt.

Zusätzlich ist es möglich, Durchlauferhitzer mit einer Solarthermie-Anlage zu koppeln, um einen Teil des Wassers über die Sonneneinstrahlung zu erwärmen. Der Durchlauferhitzer muss dann – falls notwendig – das bereits vorgewärmte Wasser nur noch auf Wunschtemperatur erhöhen.



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2. Offene/geschlossene Warmwassergeräte

Offene Geräte sind zur verbrauchsnahen Versorgung einer Zapfstelle gedacht (z.B. Waschtisch, Spüle) und stehen nicht unter Wasserleitungsdruck. Über eine spezielle offene Armatur, erkennbar an den drei Anschlussrohren, ist der Behälter stets mit der Außenluft verbunden. Wird warmes Wasser entnommen, öffnet das Warmwasserventil den Kaltwasserzulauf zum Gerät. Das kalte Wasser drückt das leichtere heiße Wasser zur Zapfstelle.



Offene Geräte

Offene Geräte sind zur verbrauchsnahen Versorgung einer einzigen Zapfstelle konzipiert (z.B. Waschtisch, Spüle).


Geschlossene Geräte sind zur Versorgung von mehreren nahe beieinanderliegenden Zapfstellen gedacht (z. B. Bad mit Waschtisch, Dusche und Badewanne). In ihnen herrscht der Wasserleitungsdruck, die Entnahmestelle ist nach dem Speicher angeordnet. Das warme Wasser wird vom Wasserleitungsdruck zur Entnahmestelle gedrückt. Z.B. benötigen Warmwasserwandspeicher eine Sicherheitsventilkombination, die das Ausdehnungswasser in einen separaten Abfluss führt und das Gerät vor Überdruck schützt. Geschlossene Geräte können mit allen handelsüblichen Druckarmaturen betrieben werden.


Geschlossene Geräte sind zur Versorgung von mehreren nahe beieinanderliegenden Zapfstellen gedacht (Dusche, Badewanne).

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3. Elektronische vs. hydraulische Durchlauferhitzer

Hydraulisch gesteuerte Durchlauferhitzer arbeiten in Abhängigkeit von der Wasser-Durchflussmenge. Das Wasser wird um eine bestimmte Temperaturdifferenz erwärmt und anschließend durch Beimischen von Kaltwasser, dessen Temperatur jahreszeitlich und ortsabhängig variiert, wieder auf die Wunschtemperatur abgekühlt. Nachteil: Bei Wasserdruckschwankungen zum Beispiel kommt es zwangsläufig zu unangenehmen Temperaturschwankungen.



Elektronische Durchlauferhitzer erfassen die Durchflussmenge, die Zulauf- und die gewünschte Warmwassertemperatur. Dabei werden der Soll- und der Ist-Zustand ständig verglichen und bei Bedarf Durchflussmenge und Heizleistung elektronisch angepasst. Die Warmwassertemperatur kann dabei stufenlos vorgewählt werden. Gegenüber hydraulischen Geräten besitzen elektronische Durchlauferhitzer einen besseren Wirkungsgrad und bieten wesentlich mehr Komfort. Die Energieeinsparung beträgt bis zu 25 Prozent.



4. Kleindurchlauferhitzer

Wenn es darum geht, kleine, abseits liegende Zapfstellen (z.B. Handwaschbecken im Gäste-WC) energiesparend und mit geringstem Aufwand mit Warmwasser zu versorgen, dann sind Klein-Durchlauferhitzer die richtige Entscheidung. Es kann je nach Einsatzzweck zwischen offener oder geschlossener Betriebsweise gewählt werden.



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5. Wichtige Kriterien bei der Auswahl eins Durchlauferhitzers

Häufig stellt sich die Frage: Welches Gerät benötige ich für welchen Einsatzzweck? Sollen mehrere Anschlüsse gleichzeitig versorgt werden, muss ein Durchlauferhitzer mit einer höheren Leistung angeschafft werden. Um in einer Wohnung oder einem Haus mehrere Anschlussstellen ausreichend mit Warmwasser zu versorgen, sollte ein Durchlauferhitzer mit einer Leistung zwischen 18 und 27 kW zum Einsatz kommen. Bei kleineren Zapfstellen wie z.B. einem Gäste-WC ist ein Kleindurchlauferhitzer mit einer Leistung von 3,5 bis 6,5 kW ausreichend.


6. Ist ein Durchlauferhitzer oder ein Kleinspeicher die richtige Wahl?

Beide Gerätevarianten versorgen nahegelegene Zapfstellen mit warmem Wasser. Beim Durchlauferhitzer wird das Wasser erst dann erwärmt, wenn es wirklich benötigt wird. Wenn es darum geht mehrere Zapfstellen gleichzeitig an unterschiedlichen Stellen mit warmem Wasser zu versorgen, sollten mehrere Durchlauferhitzer installiert werden. Sollten höhere Temperaturen bis 85 °C benötigt werden (z.B. in der Küche), ist der Einsatz eines Kleinspeichers sinnvoller.


7. Kleinspeicher

Kleinspeicher bieten die Möglichkeit, an einer 230-Volt-Steckdose größere Wassermengen bis fünf Liter pro Minute zu Zapfen. Haupteinsatzzweck ist meist die Küchenspüle oder ein Waschtisch bzw. ein Handwaschbecken. Die Geräte temperieren i.d.R. eine Wassermenge von 5 Litern in dem Bereich von ca. 35 °C bis 85 °C. Für den elektrischen Anschluss ist lediglich eine Steckdose erforderlich. Die Temperaturwahlbegrenzung auf 45°C / 55 °C bzw. 65 °C d bietet für jeden Anwendungsfall bei optimalem Warmwasser-Komfort zusätzliche Sicherheit und Energieeinsparpotenzial.

8. Einsatzbereiche
Nachfolgende Übersicht hilft bei der Orientierung, welches Gerät, für welchen Einsatzweck geeignet ist. Je nach Leistung wird z.B. für die Dusche ein Durchlauferhitzer mit 18, 21 oder 24 kW eingesetzt. Für das Handwaschbecken im Gäste-WC ist ein Kleindurchlauferhitzer mit einer Leistung von 3,5 kW i.d.R. ausreichend.

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9. Auswahl der richtigen Armatur – druckfest/drucklos

Bei der druckfesten Armatur gibt es ein Anschlussrohr für den Kaltwasser- und eines für den Warmwasseranschluss. D.h. an ein druckfestes Warmwassergerät darf nur eine druckfeste Armatur angeschlossen werden.


Eine Niederdruck-Armatur für drucklose Geräte besteht aus drei Anschlussrohren. Der erste Schlauch wird vom Wasserzulauf gespeist. Der zweite geht von der Armatur in das Untertischgerät, welches das kalte Wasser erwärmt und von dort über den dritten Schlauch zurück zur Armatur fördert. I.d.R. werden drucklose Geräte (z.B. Kleindurchlauferhitzer) bei Einzelzapfstellen wie einem Handwaschbecken im Gäste-WC installiert.


10. Energiespar-/Gesundheitstipps

Grundsätzlich ist die Warmwasserbereitung mit Durchlauferhitzern wirtschaftlich und energieeffizient, da das Wasser nur dann erwärmt wird, wenn man es benötigt wird. Da die Zuleitungen zum Zapfhahn so kurz sind, entfallen praktisch auch die Leitungsverluste. Bei den elektronischen Durchlauferhitzern der Gerätevarianten 18/21/24 kW können pro Jahr Energiekosten von bis zu 140 EUR im Vergleich zu einem hydraulischen Gerät eingespart werden.


Keine Chance für Legionellen

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) schreibt seit dem 1. November 2011 eine jährliche Untersuchungspflicht für alle Trinkwasserspeicher vor, deren Volumen größer als 400 Liter ist. Gleiches gilt für alle Trinkwasserleitungen (vom Speicher bis zur Zapfstelle), deren Volumen mehr als drei Liter beträgt. Der Betreiber bzw. Inhaber der Anlage ist für die Prüfung verantwortlich. Durch diese Maßnahme trägt der Gesetzgeber dem Gesundheitsschutz vor Legionellen Rechnung. Beim Einsatz von Durchlauferhitzern zur Warmwasserbereitung entfällt diese Pflicht und der Betreiber spart damit Aufwand und Kosten.


11. Tipps zum Wassersparen

Wasser wird im Alltag oftmals unnötig verbraucht. Aus Bequemlichkeit wird das Wasser beim Zähneputzen oder Rasieren einfach laufen gelassen. Hier sollte der Hahn nur geöffnet werden, wenn Wasser tatsächlich benötigt wird. Beim Handabwasch ist es effektiver das Becken erst voll laufen zu lassen anstatt bei fließendem Wasser das Geschirr zu waschen. Anstelle eines Vollbades, bei dem schnell bis zu 180 Liter Wasser verbraucht werden, sollte man sich überlegen ob nicht eine kurze Dusche auch ausreichend ist.


Einige Warmwassergeräte haben technische Bauteile integriert die automatisch beim Wassersparen helfen. So kann bei Geräten mit LC-Display und angezeigter Wassertemperatur gradgenau gezapft werden. Dies verhindert unnötiges Wassermischen bis zur Wunschtemperatur und spart damit unnötigen Wasserverbrauch ein. Solargeeignete Durchlauferhitzer nutzen den Zufluss von bereits vorgewärmtem Wasser aus der Solaranlage. Das vorgewärmte Wasser muss dann nur noch auf die gewünschte Temperatur gebracht werden.



Dieser Ratgeber wurde mit freundlicher Unterstützung der AEG Haustechnik erstellt.