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Kundenrezension

am 21. Januar 2016
Das Cover dieses "Schicksalsromans" (lt. Autor) it schon eine Kunstform und wirklich sehr schön für das Auge des Betrachters, auch passt es zum wesentlichen Kernereignis des Romans, der 2015 als TB im Verlag neun9zig erschienen ist.

"Ein Leben zwischen Licht und Schatten

Robert Brandt, Fotograf und künstlerisch begabt, ist Ende Fünfzig und steht mitten im Leben. In einem idyllischen Ferienort betreibt er eine kleine Galerie und vermietet in seinem Haus am Meer Gästezimmer. Doch Roberts Leben war nicht immer so unbeschwert. Geheimnisse ranken sich um ein fast vier Jahrzehnte zurückliegendes Ereignis und lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. Eines Morgens klopft Felia an seine Tür. Mit ihrem alternativen Aussehen, ihrer dazu unpassend erscheinenden Verschlossenheit und den traurigen Augen bringt die junge Frau Roberts geordnetes Leben von einem Moment auf den anderen durcheinander. Als Felia dann auch noch auf ein ungewöhnliches Aquarell stößt, bricht die Vergangenheit erneut über Robert herein.... " (Quelle: Buchrückentext)

Meine Meinung:

Der Ich-Erzähler und Hauptprotagonist Robert lebt am Meer, wo er sich als Endfünfziger einen Lebenstraum gemeinsam mit seiner Frau verwirklichen konnte und vermietet in seinem Haus ein Zimmer. Als die Saison fast zu Ende ist, steht ein 'besonderer Gast', der einige Tage bleiben wird, vor der Tür und Robert nimmt Felia, eine junge, verletzliche Frau, in seinem Haus auf... Sein recht sorgenfreies Leben als Künstler und Galerist wird von einer schmerzhaften Begebenheit aus der Vergangenheit getrübt und auf den Wunsch Felia's erzählt er nach Jahrzehnten die wahre Geschichte...

Die nun folgende Handlung des Romans beinhaltet die Biografie von Robert, seine Entwicklung und Loslösung vom Elternhaus, erste Liebesbeziehungen, wobei die erste auf tragische Weise endet und Robert seither Schuldgefühle plagen, die ihn bis zum Romanende begleiten sollen...

Auf dieses für ihn verständlicherweise sehr traumatische Ereignis in seinem Leben und den erlittenen Verlust geht der Autor immer wieder ein und er zieht sich auch durch die folgende Liebesbeziehung, die zu Anfang sehr glücklich verläuft und dennoch später zeitweise zu einer persönlichen und räumlichen Trennung führt; das "Ungeklärte" verfolgt Robert auch in die Großstadt...

Stilistisch ist der Roman sehr flüssig zu lesen und gerade zu Beginn in einer romantisch-blumigen, poetisch-verträumten und mit großer Emotionalität verbrämter Sprache gehalten; die Charaktere sind facettenreich dargestellt und es mangelt anfangs auch nicht an Tiefe und Authentizität. Einiges jedoch war für mich als Leser in der zweiten Hälfte des Romans nicht nachvollziehbar oder logisch und begann leider, mich etwas zu stören: Warum kam der recht intelligente Robert (Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre in Deutschland) nicht auf die Idee, eine Therapie zu machen, statt sich jahrzehntelang mit Schuldgefühlen zu plagen, die mit dem erlittenen Trauma einhergehen? Umso logischer wäre dies gewesen, da die Mutter Ärztin von Beruf ist...
Hier (wie auch in der Haltung der Eltern von Robert) wirkt alles etwas konstruiert auf mich - vieles hätte verhindert werden können, wenn Ehrlichkeit, Offenheit und positive soziale Beziehungen innerhalb der Familie von Robert vorhanden gewesen wären.... Hier werden teils Klischees bedient (Ruf und Karriere vor der Wahrheit etc.) und für mich war (obgleich es nicht unrealistisch ist, dass in Familien bestimmte Wahrheiten verschwiegen werden) dieser Schicksalsroman weder spannend noch entspannend, ab der zweiten Romanhälfte eher etwas fade, klischeehaft und langweilig.

Fazit:

Positiv fand ich "Rubine im Schnee" in sprachlicher Hinsicht. Hier überzeugt der Autor durch seinen Schreibstil, der große Sensibilität und emotionale Tiefe besitzt. Es geht um Lebensthemen wie 'verliebt sein' oder 'Verlust'; jedoch hat mich der Verlauf der Romanhandlung leider nicht überzeugen können, das Ende bzw. die 'Auflösung' war fast etwas vorhersehbar - und evtl. zu erahnen. Von mir gibt es daher 3 Sterne und 76° auf der (100) Werteskala. Bei durchdachterem Handlungsverlauf traue ich Thomas Staufenbiel jedoch durchaus eine Steigerung zu!
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4,8 von 5 Sternen
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