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Kundenrezension

8. Mai 2018
Vor einiger Zeit habe ich eine Kritik über Volker Maaßens Gedichtband Bitterleichte Lyrik verfasst. Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Klar, dass ich seine Anthologie QUERSCHLÄGER mit großen Erwartungen in die Hand genommen habe. Und ich bin nicht enttäuscht worden.

Ins Auge fällt zunächst die Rückseite. Da gibt es eine Ansprache: „Achtung, ‚Krimi-Liebhaber‘!“ Dann wird dem alltäglichen Krimi-Einerlei eine Abfuhr erteilt. Stattdessen werden „fesselnde und überraschende Kurzgeschichten außerhalb des Mainstreams“ versprochen. „Mainstream“, ein gewagtes, deutungsbedürftiges Wort heutzutage. Ein reiner Werbetext? Ja, ein Werbetext, durchaus, aber einer, der zutrifft.

Es handelt sich um Texte, die quer durch die Lebenswelten führen, mal dramatisch, mal lustig, mal überraschend. Eine gute Kurzweil für jede Gelegenheit: in der U-Bahn, am Strand, im Ohrensessel, im Bett zur Ablenkung vom Tagesgeschehen; und überhaupt. Ich denke, dass es nicht vermessen ist, zu behaupten, dass jeder sich in der Sammlung wiederfinden wird.

Und schon bewegen wir uns inmitten eines grundsätzlichen Problems für das Autor-Leser-Verhältnis einer Anthologie: Das Aufeinandertreffen von verschiedenen Geschichten und verschiedenen Geschmäckern und Erwartungshaltungen. Das gilt auch dann, wenn die Texte aus derselben Feder stammen und stilistisch harmonieren, wie es in Maaßens Band der Fall ist. Dem einen Leser gefallen möglicherweise sozialkritisch gefärbte Plots ganz besonders, die aber einem anderen ganz und gar nicht zusagen. Und so weiter und so fort. Mir haben die Kurzgeschichten allesamt gefallen, gleichwohl - zugegeben - mit wechselnder Intensität.

Überdies: Obwohl Volker Maaßen in „Querschläger“ dem alltäglichen Krimi eine Abfuhr erteilt, geht es bei ihm durchaus ein bisschen „kriminologisch“ zu. So in der Geschichte über Tante Edeltrude. Eine betagte, sympathische Dame, in deren Umfeld sich Unerklärliches ereignet. Diesem versucht ihre Verwandtschaft auf die Spur zu kommen … Immerhin tritt tatsächlich kein Kommissar im Gewandt unzähliger Ermittlungskopien auf, wie sie in der Krimi-Szene heute anzutreffen sind.

Und Volker Maaßen wäre nicht Volker Maaßen, wenn der Fall ein gewöhnliches Ende fände. Tante Edeltrude als meine Lieblingsgeschichte?
E i n e Lieblingsgeschichte von vielen.
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