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Kundenrezension

TOP 1000 REZENSENT
28. April 2018
Louis Leterrier (am ehesten bekannt für die ersten beiden „Transporter“-Filme) führte 2008 Regie beim Remake von „Der unglaubliche Hulk“. Im gleichen Jahr startete Marvels Cinematic Universe mit dem ersten „Iron Man“-Film, doch der Hulk hatte 2003 bereits seinen ersten filmischen Auftritt in Ang Lee's Verfilmung, die jedoch weit hinter den Erwartungen der Fans zurück blieb. Nun sollte der große, grüne Gigant zu den Avengers dazu treten, doch benötigte erstmal einen soliden Neustart.
Und dieser ist recht gut geglückt, auch wenn viele Kritiken für den Film nicht sonderlich positiv ausfielen. Auch ich selber war nicht sehr beeindruckt beim ersten Sehen des Films, welches jetzt schon fast zehn Jahre her ist! Doch nun muss ich sagen, dass mir „Der unglaubliche Hulk“ deutlich besser gefallen hat!

Bruce Banner hat durch einen Strahlenunfall die Fähigkeit sich in ein gigantisches, schier unbesiegbares Monster zu verwandeln, wann immer er sich zu sehr aufregt. Doch diese Gabe ist eher ein Fluch für ihn, da er nicht nur unzählige Tote zu verbuchen hat, er verletzte seine geliebte Betty damals fast tödlich. Nun soll die grüne Gefahr verschwinden, damit Banner wieder eine Chance auf ein echtes Leben hat. Doch dieses Unterfangen ist schwer, denn weder scheint es ein Heilmittel zu geben, noch wird er ohne Schwierigkeiten wieder zurück in seine Heimat einkehren dürfen, denn Betty's Vater ist Lieutenant General Ross, der Banner um jeden Preis fangen will.

Am Drehbuch war auch Edward Norton, der Hauptdarsteller beteiligt und führte sogar bei manchen Szenen Regie. Und das Endergebnis ist nicht schlecht. Mir gefällt vor allem die erste Hälfte des Films, da überraschend wenige Dialoge zu hören sind. Der Film verzichtet auf viele unnötige Erklärungen über Banner und seine Vergangenheit, sondern zeigt es hauptsächlich durch seine Emotionen, seine Handlungen und Gesichtszüge. Das finde ich klasse und macht Banner deutlich menschlicher, als noch in Lee's Verfilmung von 2003. Der Film baut zudem eine gute Spannung auf und bietet eine interessante Thematik, da Banner seine Macht loswerden will, statt sie zum Guten zu nutzen, wie in fast jedem anderen Superheldenfilm. Und das kommt sehr gut rüber und macht den Film an manchen Stellen echt stark, zum Beispiel wenn Bruce und Betty versuchen miteinander zu schlafen, aber es nicht können wegen der Gefahr.

Auch der Antagonist ist nicht schlecht, denn er ist das genaue Gegenteil von Banner: Er will kämpfen und zwar immer mehr und ohne Rücksicht auf Verluste. Kein facettenreicher Bösewicht, vor allem am Ende des Films, aber ein guter Gegensatz zu Banner.

Jedoch ist „Der unglaubliche Hulk“ nicht fehlerfrei: Die Story wird im Verlauf zunehmend schwächer durch unnötige Witzchen und Scherze, die besonders durch den überdrehten Mr. Blue passieren. Auch hakt die Erzählweise manchmal, es gibt grobe Logiklücken und gerade am Ende finde ich den Film sehr schwammig und nicht mutig genug.

Doch was dem Film an Mut fehlt, macht er mit soliden Schauspielern wett: Edward Norton hat mir zu Beginn nicht sehr gefallen, doch er passt sehr gut in die Rolle. Liv Tyler überzeugt ebenfalls, genauso wie William Hurt und Tim Roth als Bösewicht Blonsky bzw. Abomination.

Auch optisch ist der Film gut gelungen. Die Effekte sind zwar über die Jahre deutlich gealtert und Hulk selber sieht nicht immer sehr plastisch aus, aber die Action ist rasant, spektakulär und bietet coole Momente für jeden Comic-Fan (ebenso wie einige tolle Cameo-Auftritte!).

Musikalisch komponierte Craig Armstrong einen schönen, passenden Score zum grünen Geschehen.

Ein Wort noch zur ungeschnittenen Fassung: Es ist natürlich schön, dass wir die uncut Version bekommen haben, doch so krass ist der Film dann doch nicht. Die FSK-16-Freigabe ist jedoch nicht ganz unbegründet, was diesen Film zum einzigen Marvel-Film ab 16 macht (zumindest im MCU).

Fazit: „Der unglaubliche Hulk“ ist kein perfekter Film, besonders nicht im Marvel-Universum, doch er ist deutlich besser, als ich erwartet hatte. Die Figuren stehen im Zentrum und nicht die Action, die aber somit viel intensiver wirkt. Und bis auf ein paar Schwächen, die der Film aufweist, hat mich der neue (mittlerweile ja schon wieder alte) Hulk doch überzeugt!
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