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Kundenrezension

TOP 500 REZENSENTam 9. April 2018
Vorweg schicken möchte ich, dass ich die vorangegangenen drei Bücher nicht gelesen habe. Wobei das dritte Buch ("Magic Cleaning: Wie Sie sich von Ballast befreien und glücklich werden") lediglich aus Auszügen aus dem ersten Buch ("Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert") bestand. Ich hatte zwischen dem ersten und dem vorliegenden, dickeren Buch geschwankt. Und mich für das Letztere entschieden. Nach etwas Internetrecherche kam ich darauf, dass es im Wesentlichen die gleichen Inhalte wie das erste Buch vermitteln würde, aber etwas ausführlicher sei. Die Autorin selbst rät in im vorliegenden (vierten) Buch zum ersten Buch, wenn man sich noch nicht völlig entschlossen zum Aufräumen entschieden habe. Aufgrund dessen, dass ich die anderen Bücher nicht gelesen habe, sind mir selbst keine Vergleiche möglich.

Das Buch setzt sich aus drei Teilen zusammen. Zunächst kommt eine etwas umfangreichere Einführung in die Methode. Es folgt eine Enzyklopädie, in welcher das richtige Aufräumen der verschiedenen Bereiche und der Sachen darin beschrieben wird. Das Buch endet einem es abschließenden Teil.

Ich muss zugeben, dass ich mich in vielerlei Hinsicht nicht an die Ratschläge von Frau Kondo (oder wie sie auch genannt wird "Frau KonMari") gehalten habe. So habe ich etwa nicht nacheinander Kleidung, Bücher, Kleinkram und zuletzt Erinnerungsstücke in genau der Reihenfolge abgehandelt. Genauso habe ich nicht alles komplett ausgeräumt und auf einen Haufen geworfen, um dann in einem Aufwasch zu entscheiden, was weg kommt, was bleiben darf usw.. Sondern ich habe viel mehr mal hier und mal da angesetzt und etwas bewegt. Meiner Meinung nach wäre das Gesamtergebnis jedoch weitaus besser gewesen, wenn ich mich genau an die Empfehlungen der Autorin gehalten hätte. Wenngleich ich bei einem Vergleich zwischen dem vorigen und nachherigen Bild, das mein Zimmer bot, innerhalb kurzer Zeit viel erreicht habe. Leider habe ich keine Vorher-nachher-Bilder geschossen oder die Berge dessen abfotografiert, was alles mein Zimmer verließ.

Was auf mich jedoch übersprang, war die grundlegende Einstellung der Verfasserin. Deren Radikalität beim Wegwerfen und deren Liebe bei der Gestaltung des Wohnraums. So konnte ich einiges an Kleidung und Büchern wegbringen. Vieles an Papierkram wegwerfen. Und mich selbst von einigen Erinnerungsstücken gut trennen. Das, was blieb, habe ich weitaus liebevoller in Gestalt und Reihenfolge gebracht, als es vorher der Fall war. So habe ich etwas zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren nochmals meine Socken gefaltet und das sehr ordentlich. Oder mein Kleiderschrank sieht jetzt so aus, dass eine wahre Augenweid ist. Nachdem ich ihn entsprechend der Anregungen von Marie Kondo gestaltet habe. Es ist nicht so, dass ich mich dank des Buchs zum Aufräumen aufraffen konnte. Vielmehr hatte ich plötzlich das tiefgreifende Bedürfnis und den von innen heraus stammenden Antrieb, mein Zimmer in Ordnung zu bringen. Ich hatte eine Freude an diesem Tun, die mir früher noch nie eigen war.

Durch die in Blaustufen gehaltenen Abbildungen ist das Werk auch sehr angenehm fürs Auge geworden. An manchen Stellen dienen die Bilder lediglich dem Zweck, den Text nochmals in liebevollerer Gestalt zu vermitteln. An den meisten Orten im Buch transportieren die Bilder jedoch sogar in einer Weise, die mit Text gar nicht möglich wäre. So etwa bei den bebilderten Anleitungen, wie man die Kleidung zu falten habe. Hier kann ich empfehlen, dies nicht vorschnell abzutun oder zu denken, man sei mit seiner bisherigen Art des Faltens zufrieden. Das glaubte ich nämlich auch. Bis ich den Ratschlägen der Verfasserin folgte und feststellen musste, dass es unter ästhetischen Gesichtspunkten wirklich besser aussah. Früher waren meine T-Shirts etwa liegend aufeinander gestapelt und bildeten einen schiefen Turm. Jetzt sind sie (der Autorin gefolgt) zu kleinen Päckchen geformt worden. Und bilden durch in Reihen aufeinander gestapelt eine wirklich schönen Anblick.

Frau Kondo schreibt den materiellen Dingen eine Seele und Gefühle zu. So solle man Dinge etwa nicht monatelang in einer Tüte liegen lassen und erst im Laufe der Zeit entscheiden, ob man sie wegwerfe oder nicht. Weil man bedenken solle, wie diese Gegenstände sich dabei fühlten. Man muss den Blick dieser Beseeltheit der Dinge nicht teilen und er macht auch nur einen sehr unwesentlichen Teil des Buchs aus. In manchen Bereichen macht diese Sicht auch Sinn. Wenn ich das nächste Mal mein Elternhaus besuchen werde, werde ich mich z. B. aller Wahrscheinlichkeit nach von meinen Stofftieren aus der Kindheit trennen können. Von der Autorin wird hier vorgeschlagen, vorher deren Gesicht zu bedecken. Und sie zum Abschied mit Reis zu bestreuen, um ihre Geister mit auf den Weg zu schicken.

Der letzte Teile rundet das Buch sehr schön ab. Er erinnert daran, dass es auch ein Leben jenseits des Aufräumens gibt. Das man sich nicht allzu strikt an die Vorgaben halten muss und manche Menschen auch damit glücklich sind, dass ihr Räume sehr viel Material beherbergen. Auch wird daran erinnert, dass soziale Erfahrungen und die Erinnerungen daran letztlich wichtiger sind als die Dinge, die den Kontext bilden, in welchem sich diese abspielen.

Für den Moment bin ich mit dem durch das Buch erreichten Ergebnis zufrieden. Und werde mal schauen, wie es mir langfristig nach dem Entfernen vieler Dinge aus meinem Leben geht. Auf lange Sicht hin werde ich mir jedoch auch die anderen Bücher von Marie Kondo vornehmen. Und dann versuchen, mich enger an ihre Leitlinien zu halten. Wobei ich sagen kann, dass das vorliegende Buch allein grundsätzlich reicht und man kein Vorwissen aus den anderen Büchern braucht.
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