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Kundenrezension

Rezension aus Deutschland vom 5. August 2020
Von einem Kompendium erwarte ich zwei Dinge: zum einen soll es einem Einsteiger den Weg weisen und ihm die Grundlagen des betreffenden Themas vermitteln, zum anderen soll es aber auch als Nachschlagewerk dienen, in dem der Profi immer wieder auch Dinge nachschlagen kann. Beides ist gegeben!

Sebastian Pohl beginnt sein Werk mit der Geschichte des Pi und eng damit verbunden, auch von Linux. Sehr gut sind dabei die, zumindest im E-Book, farbigen Abbildung der einzelnen Pi-Modelle, mit denen man schnell eine vorliegende Modellvariante identifizieren kann. Es folgt eine kurze Beschreibung verschiedener Linux-Varianten nebst Anleitung, wie diese auf eine (Micro-)SD Karte zu bannen sind.

Im Crash-Kurs Linux fehlt ein Hinweis auf die, meines Erachtens sehr wichtige Information, wie von Anfang an ein Headless-Server aufgebaut werden kann. Nicht jeder hat einen zusätzlichen Monitor, Tastatur und Maus in der Bastelkiste rumliegen und gerade wenn später der Pi sowieso headless betrieben werden soll, erspart man sich unter Umständen die Anschaffung eines solchen Equipments.

Im Hinblick auf die spätere Manipulation der GPIO-Pins folgt ein Kapitel über die Programmierung des Pi. Herr Pohl hat sich dabei für die Sprache Python entschieden. Sicherlich nicht die schlechteste Wahl. Sprachkonstrukte und Datenstrukturen werden ausführlich vorgestellt und mit Beispielprogrammen vorgestellt. Etwas kurz ausgefallen ist der Abschnitt über Objektorientierte Programmierung, was aber ja auch nicht der Schwerpunkt dieses Buches ist. Der interessierte Leser sei hier auf weiterführende Literatur hingewiesen, wenn die geschriebenen Programme auch professioneller Softwarearchitektur genügen müssen.

Die ersten gut 20 Seiten des Kapitel 6 "Elektronik" verursachen etwas Bauchgrummeln bei mir. Herr Pohl versucht auf etwas über zwanzig Seiten eine wirklich vom absoluten Nullpunkt beginnende Einführung in die Elektronik. Ich zweifle daran, dass dies ausreichend ist, um einen völligen Neuling soweit zu bringen, elektronische Schaltungen oder auch nur die Beispielprojekte im Buch wirklich zu verstehen. Andererseits bin ich aber auch überzeugt davon, dass die Anzahl der Personen, die noch nie von Strom und Spannung gehört haben, dann aber einen Pi in die Hand nehmen und mit Hilfe der GPIO diverse Projekte verwirklichen wollen, recht überschaubar ist. In meinen Augen könnte man daher auf diesen Abschnitt verzichten.

In den Kapiteln 7 bis 9 werden dann Bauelemente, Sensoren und Aktoren vorgestellt und beschrieben, wie diese mit dem Pi interagieren. Auch für Profis eine recht ergiebige Stelle zum Nachschlagen, wenn eigene Projekte konzipiert werden. Ab Kapitel 10 geht es dann ins Eingemachte und es werden etliche Beispielprokete vorgestellt. Spätere Projekte greifen zum Teil auf vorher besprochene zurück und zeigen, wie verschiedene Bausteine auch miteinander kombiniert werden können. Dem eigenen Tatendrang wird hier eine solide Grundlage gelegt und man kann auch später immer wieder auf diesen Fundus zurückgreifen, um bei eigenen Projektideen das Rad nicht immer neu und selbst erfinden zu müssen.

Trotz einiger weniger kleiner Schwächen erhält das Rapberry Pi Kompendium von mir die Note: "sehr gut"!
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