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Kundenrezension

19. Mai 2017
Tereza Vanek fesselt ihre Leser mit einem Roman, der uns teilweise in das Zarenreich um 1900 führt.

Sarah Walter, eine verhinderte Modeschöpferin, hat wenig Glück in ihren Beziehungen. Als gerade die mit Rainer in die Brüche geht, kommt ihr der Hilferuf und die Einladung ihrer Großtante Rosalie recht.
Daniel, Sarahs Cousin, hat Rosalie den Familienschmuck gestohlen. Um die Schmuckstücke wieder zu beschaffen, stöbern Rosalie und Sarah auf dem Dachboden nach Anhaltspunkten. Dabei entdecken sie Erbstücke der Vorfahrin Antonia Walter, die seinerzeit als Gouvernante nach St. Petersburg ging.
Bei näherer Betrachtung des Nachlasses, finden sie ein von Antonia verfasstes Buch über diese Zeit. Außerdem scheint Antonia eine verbotene Liebe erlebt zu haben, zumal auch der Vater ihres Kindes nicht bekannt ist.

Sarah heftet sich auf die Spuren des Schmuckes und Antonias. Sie reist nach Russland und hat eine Vielzahl von Abenteuern zu bestehen, die sie letztlich zu sich selbst finden lassen.

Meine Meinung:

Die beiden Handlungsstränge sind wunderbar verknüpft. Beim historischen Teil sind die Jahreszahlen angegeben, sodass sich auch historisch nicht so versierte Leser gut zurechtfinden.
Die Zustände in zaristischen Russland sind penibel recherchiert. Gut gelungen sind die Darstellungen der unterschiedlichen Gesellschaftsschichten: hier die reiche, in Luxus schwelgende Minderheit der Aristokraten und dort die große Masse der Menschen, die in tiefster Armut und Leibeigenschaft leben. Einzelne Bestrebungen, wie von Lydia, das Los der armen Bevölkerung durch Bildung zu verbessern, sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Gleich zu Beginn wird Spannung aufgebaut, die bis zum Schluss beinahe konstant anhält.

Die Dialoge haben mir besonders gut gefallen. Hier vermittelt das fast schon babylonische Sprachgewirr zwischen deutsch, englisch, französisch und russisch einen authentischen Eindruck.

Die Charaktere haben Ecken und Kanten. Man kann sie lieben und hassen, mit ihnen mitfiebern.

Die losen Enden sind schön verknüpft, trotzdem wäre Platz für eine Fortsetzung.

Fazit:

Ein toller Roman, der vor allem durch den penibel recherchierten historisch Teil besticht. Gerne vergebe ich fünf Fabergé-Eier.
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