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Rezensionen verfasst von
Zeilenleben "denlia"

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Am Rande der Schatten: Roman - [Die Schatten-Trilogie 2] (Schatten-Trilogie (Night Angel), Band 2)
Am Rande der Schatten: Roman - [Die Schatten-Trilogie 2] (Schatten-Trilogie (Night Angel), Band 2)
von Brent Weeks
  Broschiert
Preis: EUR 15,00

5.0 von 5 Sternen Im Auftrag des Königs, 22. August 2016
Meine Meinung

Nach den Ereignissen und schmerzhaften Verlusten im ersten Teil der Nachtengel Trilogie möchte sich Kylar als Assassine zur Ruhe setzen und kehrt seiner Heimatstadt den Rücken. Jedoch hat ihm sein Lehrer Durzo Blint den Ka'kari vermacht. Dies ist ein magisches Artefakt, dass nicht nur besondere Kräfte verleiht, sondern den Besitzer auch unsterblich macht. Obwohl Kylar dem Töten entsagen möchte, gerät er immer wieder in Situationen, in denen ihm nichts anderes übrig bleibt. Er beginnt damit ein Doppelleben zu führen und verheimlicht seine nächtlichen Streifzüge vor seiner Liebsten und seiner Ziehtochter. Als er jedoch erfährt, dass sein bester Freund und rechtmäßiger König die brutale Machtergreifung des Gottkönigs überlebt hat wird er wieder zum Nachtengel, um ihn zu befreien.

"Am Rande der Schatten" ist ein fantastischer zweiter Teil der Nachtengel Trilogie von Brent Weeks. Dieser Autor schafft es nicht nur dreidimensionale Charaktere zu erschaffen, sondern er kreiert auch Situationen, Dialoge und eine Welt, die ich nicht so schnell wieder vergessen kann. Kylar hat als Charakter seine Ecken und Kanten. Er ist ein bisschen zu eingenommen von sich selbst, was seine Fähigkeiten als Assassine angeht. In anderen Lebensbereichen zeigt er sich aber dann wieder unsicher und reagiert altersentsprechend. Er muss seine neuen Fähigkeiten erst einmal beherrschen lernen und wir als Leser merken am Ende des zweiten Teils, dass er dabei noch viel Luft nach oben hat. Kylar ist nicht perfekt und gerade das macht ihn so unglaublich echt. Er ist ein absolut loyaler Charakter und seine Treue gehört in aller erster Linie seinem König. Sein eigenes Glück stellt er dafür weit hinten an.

Wer jetzt aber meint die Nachtengel Reihe würde sich einzig und allein mit Kylars Werdegang beschäftigen der irrt. Es gibt noch jede Menge andere Charaktere, die im Laufe der Geschichte eine immer wichtigere Rolle spielen. Vi ist ebenfalls eine Assassine und zudem auch noch die einzig weibliche. Ist sie im ersten Teil und auch über weite Strecken des zweiten Teils nicht gerade eine Sympathieträgerin, so macht sie im Laufe der Geschichte eine unglaubliche Wendung durch. Wir erleben das Geschehen aus ihrer Sicht, erfahren ein bisschen davon was ihr widerfahren ist und plötzlich mag man sie. Erstaunlicherweise schafft es Brent Weeks jeden Charakter so interessant, die Geschichte immer konstant fesseln zu gestalten, dass ich über jede der Nebenfiguren gleich gerne gelesen habe.

Sein Schreibstil ist eindringlich, bildhaft und rasant. Dabei ist sicherlich zu erwähnen, dass dieses Buch über einige sehr brutale und eklige Szenen verfügt. Dabei weidet sich der Autor nicht an den Beschreibungen von Gewalttaten, es ist vielmehr so, dass diese zu dieser Welt dazugehören. Nicht nur, dass Kylar unser Protagonist ein Teil der Unterwelt ist, seit der Machtergreifung des Gottkönigs wird auch der Göttin der Gewalt Khalidor gehuldigt.

Fazit

Was für ein Buch, was für Charaktere, was für eine Welt! War ich im ersten Teil der Nachtengel Trilogie noch vorsichtig mit meiner Begeisterung hat mich Brent Weeks mit seinem zweiten Teil komplett überzeugt. Ich habe selten ein so fesselndes High Fantasy Epos gelesen, das gleichzeitig so authentisch wirkt. Natürlich gibt es auch Magie, Götter und den ganzen anderen Kram in dieser Welt. Es sind jedoch die Charaktere, die diese Geschichte tragen und sie zu etwas Einzigartigen werden lassen.

Ich kann diesem Buch wirklich nur 5 Sterne geben. Es ist fantastisch. Lest es.


Sommer in St. Ives: Roman
Sommer in St. Ives: Roman
von Anne Sanders
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Familiensaga trifft Liebesroman, 4. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Sommer in St. Ives: Roman (Broschiert)
Meine Meinung

Lola fliegt mit ihren beiden Geschwistern und ihren beiden Eltern nach Cornwall. Dort hat Lolas Großmutter die gesamte Familie für sechs Wochen in ein Ferienhaus eingeladen. Lolas Opa ist vor ziemlich genau einem Jahr verstorben und die Familie ist darauf eingerichtet Elvira in ihrer Trauerzeit beizustehen. Es stellt sich jedoch heraus, dass Elvira die Familie nicht als Beistand in ihrer Trauer eingeladen hat. Sie möchte nämlich ihre große Jugendliebe heiraten, was natürlich für eine ungeheure Empörung auf seiten ihrer Familie sorgt. In all dem Chaos lernt Lola dann noch einen netten Mann kennen mit dem sie eine Sommerromanze beginnt.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Es werden Ausschnitte aus Elviras Leben erzählt, so dass man am Ende des Buch nachvollziehen kann, warum ihr Leben bisher so war wie es war. In der Gegenwart erleben wir die Geschichte aus Lolas Perspektive, die eine sehr sympathische Erzählerin abgibt. Sie ist etwas träumerisch und tollpatschig und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren. In ihrer Familie scheint sie sich nicht so richtig wohlzufühlen. Es wird beim Lesen des Buches schnell deutlich, dass es sich bei den Lessings weniger um einen Familienverbund als vielmehr um eine Gruppe von Einzelkämpfern handelt. Mutter und Vater haben sich nicht mehr viel zu sagen und auch die Geschwister verstehen sich höchstens mittelprächtig miteinander.

Niemand in dieser Familie ist so richtig begeistert von der Aussicht sechs Wochen in Cornwall zu verbringen. Als Elvira jedoch ihre große Bombe platzen lässt, kommen ein paar Ereignisse in Gang, die jedes einzelne Familienmitglied auf Dauer verändern.

Mir hat die Geschichte gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist recht humorvoll und besonders das Einstreuen von etwas Umgangssprache hat das Buch um einiges aufgelockert. Anne Sanders nimmt uns mit zu einem Sommer in St. Ives und schildert den Ort so bildhaft, dass ich nach dem Lesen das Gefühl hatte, schon dort gewesen zu sein. Dabei vermischt sie in ihrem Roman Elemente der "geheimnissvollen Familiengeschichte" mit einem klassischen Chick-Lit Roman. Schön ist, dass das Buch bei diesem Buch niemals ins Kitschige abdriftet.

Ich konnte Elviras Entscheidungen und Lebenswege zwar gut nachvollziehen, allerdings blieben die Gründe für ihre Entscheidungen für mich etwas schwach. Hier fehlte mir etwas die Tiefgründigkeit. So ganz glaubhaft war der Charakter der Elvira in diesen Aspekten nicht für mich. Ihre Liebesgeschichte konnte mich leider emotional nicht mitreißen und ich habe diese "große Liebe" einfach nicht gespürt.

Fazit

Sommer in St. Ives ist ein unterhaltsames Sommerbuch, dass durch seine Kurzweiligkeit und seinen Humor besticht. Lola hat mir als Protagonistin gut gefallen, während ihre Großmutter Elvira doch etwas blass für mich blieb. Ich konnte mir jedoch St. Ives, dank der bildhaften Sprache der Autorin gut vorstellen und habe die salzige Seeluft fast schon erschnuppert. Insgesamt hat mir "Sommer in St. Ives" recht gut gefallen und ich gebe dem Buch dreieinhalb Sterne.


London Road - Geheime Leidenschaft (Deutsche Ausgabe) (Edinburgh Love Stories, Band 2)
London Road - Geheime Leidenschaft (Deutsche Ausgabe) (Edinburgh Love Stories, Band 2)
von Samantha Young
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Liebe vs. Sicherheit, 1. August 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meine Meinung

Joanna lebt mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder in einer kleinen Wohnung in der London Road. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und vegetiert in ihrem Zimmer eigentlich nur so vor sich hin. Joanna kümmert sich um ihren jüngeren Bruder Cole und traut sich nicht ihre Mutter zu verlassen, da sie Sorge hat, dass Cole ihr dann weggenommen wird. Um ihre Familie zu finanzieren hat Jo zwei Jobs. Da dies aber nicht ausreicht, hat sie sich zudem darauf verlegt sich reiche Männer zu angeln und sich deren Bedürfnissen anzupassen. Als sie scheinbar mit dem Lottomillionär Malcom das große Los gezogen hat, lernt sie Cam kennen und ihre Welt gerät aus den Fugen. Sie freunden sich an und Cam erhält Einblicke in Jos Welt, die ihren Partnern meist verwehrt bleiben. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen, jedoch stecken sie beide gerade in Beziehungen.

Zunächst muss ich sagen, dass man die "Edinburgh Love Stories" von Samantha Young am besten in der richtigen Reihenfolge lesen sollte. Die Bücher sind zwar in sich abgeschlossen, aber wir treffen in "London Road" die Protagonisten aus dem ersten Band "Dublin Street" wieder.

Jo als Charakter hat mir gut gefallen. Sie ist eine junge Frau, die versucht Verantwortung zu übernehmen und sich selbst dabei vergisst. Sie hatte eine harte Kindheit, an der sie als junge Erwachsene noch stark zu knabbern hat. Sie ist davon überzeugt nicht besonders viel auf den Kasten zu haben und sieht ihre Schönheit daher als ihr einziges Kapital an. Sie sucht sich reiche Männer und versucht dann jedes Mal genauso zu sein, wie ihr Partner sie haben möchte. Sie ordnet ihre eigenen Wünsche den Ziel unter ihrem Bruder eine bessere Zukunft bieten zu können. Dabei merkt man, dass sie kein Luxusweib ist, sondern einfach versucht ihr Leben irgendwie zu meistern.

Irgendwann spaziert dann Cam in ihr Leben. Er und Jo geraten ziemlich heftig aneinander. Letztendlich freunden sich die beiden jedoch an und Cam fängt an Jo Selbstbewusstsein aufzupolieren. Cam war als männlicher Protagonist nicht mein Fall. Er war mir zu machohaft und zu gönnerhaft, so dass ich ihn leider nicht mochte. Trotzdem hat mir die wechselseitige Anziehung zwischen ihm und Jo gut gefallen.

Samantha Young hat sicher nicht das Rad des Liebesromans neu erfunden. Ihr flüssiger Schreibstil machte London Road jedoch zu einem echten Vergnügen für mich. Natürlich fehlen auch in diesem Buch die erotischen Szenen nicht. Sie sind gut geschrieben, wenn auch manchmal etwas übertrieben geschildert. Das Buch war spannend und die Autorin hat einige Aspekte des Lebens junger Erwachsener gut einarbeiten können.

Fazit

Samantha Young kann definitiv gute, spannende und flüssig zu lesende Bücher schreiben. Ich konnte mich gut in die Geschichte fallen lassen und der Unterhaltungsfaktor war recht hoch. Natürlich darf man von diesem Buch keine übermäßige Tiefgründigkeit erwarten und doch haben mich einige Szenen schon sehr berührt. So hat mir z.B. die Freundschaft zwischen der Protagonistin des ersten Bandes Joss und Jo gut gefallen. Ich mochte Cam nicht, aber Männer sind ja bekanntlich Geschmackssache.

Alles in allem hat mir London Road ein paar vergnügliche Stunden beschert und ich habe dem Buch vier Sternen gegeben.


Fünf am Meer
Fünf am Meer
von Emma Sternberg
  Audio CD
Preis: EUR 12,49

4.0 von 5 Sternen Ein Haus und fünf alte Leutchen, 22. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Fünf am Meer (Audio CD)
Meine Meinung

Linn macht eines Tages früher Feierabend und erwischt ihren Freund auf dem gemeinsamen Sofa mit einer anderen Frau. Sie ist verwirrt und weiß gar nicht wo ihr der Kopf steht. In dem ganzen Durcheinander klingelt es an der Tür und Mr. Cunningham steht vor der Tür. Er ist ein Erbenermittler aus Amerika und eröffnet ihr, dass sie von einer verstorbenen Großtante ein Haus in den Hamptons geerbt hat. Da sie sich sowieso gerade neu sortieren muss, fliegt sie gleich zu ihrem neuen Haus um es zu begutachten. Das Anwesen ist jedoch nicht unbewohnt. Darin wohnen fünf liebenswerte Senioren, die aus der ehemaligen Pension eine Altersresidenz für sie gemacht haben. Linn fühlt sich in dieser Gemeinschaft und in diesem Haus sehr wohl. Sie hat jedoch keine andere Wahl als das Haus zu verkaufen, weil sie die Erbschaftssteuer von ein paar Millionen Dollar bezahlen muss. Nebenbei erfährt sie aus mehr aus dem Leben ihrer Tante und der anderen Senioren.

Linn ist ein sehr sympathischer Charakter. Sie ist ein bisschen schusselig und steckt ihre Nase gerne in Bücher. Sie selbst hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich, da sie als Kind in einigen Pflegefamilien leben musste. Sie hat ihr Herz am richtigen Fleck, scheint aber noch nicht so richtig erwachsen geworden zu sein. Sie ist ganz und gar nicht damit einverstanden das Haus verkaufen zu müssen. Das macht sie natürlich sehr sympathisch. Ich mochte die Senioren ebenfalls sehr gerne und habe richtig mitgefiebert ob sie jetzt ausziehen müssen oder nicht.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr bedacht. Die Sätze scheinen aufeinander abgestimmt zu sein und fügen sich zusammen, wie die Perlen an einer Kette. Dabei wirkt die Erzählweise nicht kitschig oder überladen. Durch den Schreibstil wird die Stimmung und das Gefühl des Buches wunderbar vermittelt. Ich konnte mir das "Sea Whisper Inn" hervorragend vorstellen und habe mich auch dort heimisch gefühlt.

Einzig Linns schnelle Verarbeitung ihrer Beziehung und die unfassbare Aneinanderreihung von Unwahrscheinlichkeiten haben mich etwas gestört. Linn kommt kaum in den Hamptons an und hat den Grund aus dem sie geflohen ist, fast schon vergessen. Es dauert auch gar nicht lange, bis sie wieder Interesse an einem Mann zeigt. Mir ging das zu schnell. Außerdem steckt dieses Buch voller unglaublicher Zufälle, die mit ihrer geballten Kraft schon etwas unglaubwürdig wirken.

Britta Steffenhagen liest "Fünf am Meer" wieder einmal absolut fantastisch. Sie hat eine unglaublich lebendige Stimme und haucht jedem der Charaktere Leben ein. Jeder Charakter wird einzigartig gelesen und somit kommt ein bisschen das Gefühl auf einem Hörspiel zu lauschen.

Fazit

"Fünf am Meer" von Emma Sternberg ist eine leichte Geschichte für den Sommer. Sie besticht durch liebenswürdige Charaktere und den wunderbaren Schreibstil der Autorin. Das Buch ist leicht wie eine Sommerbrise und hat mich am Schluss mit einem wehmütigen Seufzen auf den Lippen zurück gelassen. Insgesamt habe ich dem Buch vier Sterne gegeben.


Als unsere Herzen fliegen lernten: Roman
Als unsere Herzen fliegen lernten: Roman
von Iona Grey
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebe durch die Zeiten, 7. Juli 2016
Meine Meinung

"Als unsere Herzen fliegen lernten" spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart begleiten wir Jess wie sie vor ihrem gewalttätigen Freund flieht. Sie findet Unterschlupf in einem alten, verlassenen Haus. Sie hat kaum Geld in der Tasche und besitzt nur die Dinge, die sie am Leib trägt. Schließlich trifft sie auf Will. Er ist ein gescheiterter Geschichtsstudent, der jetzt als Erbenermittler arbeitet. Er trifft Jess mehrfach und findet sie schließlich schwer krank in dem verlassenen Haus. Dabei findet er noch sehr viele alte Briefe in denen sie gelesen hat. Diese Briefe erzählen von einer großen Liebe im zweiten Weltkrieg.

In der Vergangenheit befinden wir uns genau dort: Im zweiten Weltkrieg. Stella ist als Waise aufgewachsen und heiratet den ersten Mann, der ihr über den Weg läuft. Es stellt sich aber schnell heraus, dass ihr romantischen Vorstellungen der Ehe nicht in Erfüllung gehen. Ihr Mann flieht vor ihr, in dem er sich freiwillig an die Front meldet. Sie bleibt alleine zurück und lässt sich schließlich von ihrer Freundin Nancy unter deren Fittiche nehmen.

Letztendlich lernt Stella dann den amerikanischen Soldaten Dan kennen. Dan erweist sich als liebevoller, ehrlicher und aufrichtiger Mensch. Stella verliebt sich in ihn und sieht durch die Liebe auch einige Dinge nun klarer. Dan möchte sich eine gemeinsame Zukunft mit Stella aufbauen., Er weiß jedoch nie ob er die nächste Mission überleben wird. Schon im Prolog wird deutlich, dass Stella und Dan kein gemeinsames Happy-End haben, da der im Sterben liegende fast neunzigjährige Dan nach seiner Stella sucht.

"Als unsere Herzen fliegen lernten" erzählt eine Liebesgeschichte wie sie schwieriger nicht sein könnte. Nicht nur der Krieg auch Stellas Ehe sind Hindernisse für die beiden Liebenden. Dabei hält Stella noch sehr lange an ihrer Ehe fest. Für mich war es schon sehr früh klar, dass irgendetwas mit Charles nicht stimmt. Kein frisch verheirateter Mann, würde sich so benehmen wie er. Stella ist allerdings naiv und weiß nicht, wie sie mit Charles umgehen soll. Die Beziehung mit Dan ist dann eine Offenbarung. Stella findet immer mehr zu sich selbst. Die Liebe zwischen den beiden wird nur in wenigen Szenen gelebt, da sie sich selten sehen. Allerdings erfahren wir vieles über die Tiefe ihrer Gefühle aus ihren Briefen. Ich habe richtig mit den beiden mit gefiebert. Natürlich weiß man nach dem Lesen des Prologs bereits, dass die Geschichte zwischen den beiden kein gutes Ende genommen hat. Trotzdem habe ich immer gehofft, dass es doch noch anders kommen würde. Stella und Dan sind mir sehr während des Lesens sehr ans Herz gewachsen. Ich konnte mir kaum ein Ereignis vorstellen, dass die Beiden voneinander zu trennen vermochte.

Die Liebesgeschichte in der Gegenwart bleibt die Liebesgeschichte zwischen und Jess und Will irgendwie blass. Beides sind irgendwie kaputte Charaktere, die für einander die passenden Ersatzteile zu haben scheinen. Trotzdem kam bei den beiden für mich nie das "Stella und Dan" Gefühl auf. Ich konnte insbesondere keinen Bezug zu Will aufbauen. Sein Charakter blieb für mich irgendwie schwammig und unscharf.

Die Sprache ist natürlich darauf ausgelegt Gefühle zu erzeugen. Die in dem Buch abgedruckten Briefe sind fast schon poetisch. Natürlich kann man das Ganze auch als Kitsch abtun. Aber gerade diese bildhafte, poetische Sprache passt sehr gut zu Dan und Stella. Sie Sprache unterstreicht die Gefühle, die beide füreinander hegen und hat mir beim Lesen das Herz gewärmt. Das Ende ist Buch ist wie erwartet - und doch ganz anders. Es hat mich traurig hinterlassen. Gleichzeitig glomm aber auch ein Funke Hoffnung in meinem Herzen.

Fazit

"Als unsere Herzen fliegen lernten" hat mich durch die Liebesgeschichte zwischen Stella und Dan begeistern können. Ihre Geschichte ist wirklich hingebungsvoll erzählt und gut in den Rahmen des zweiten Weltkrieges eingebettet. Die restlichen Charaktere in dem Buch blieben seltsam flach. Ich konnte keinen guten Bezug zu Jess und Will aufbauen. Bei ihrer Geschichte zog auch die romantische Sprache nicht bei mir und konnte kein echtes Gefühl erzeugen. Die beiden schienen mir Lückenfüller zu sein, damit man die Vergangenheit irgendwie mit der Gegenwart verknüpfen konnte.

Insgesamt gebe ich dem Buch vier Sterne. Stellas und Dans Geschichte wird mir noch einige Zeit im Kopf und im Herzen bleiben.


Racheengel: Black Dagger 13 - Roman
Racheengel: Black Dagger 13 - Roman
von J. R. Ward
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5.0 von 5 Sternen Neue Paare und alte Bekannte, 5. Juli 2016
Meine Meinung

Rehvenge ist uns aus den vorherigen Black Dagger Bänden bereits bekannt. Er ist ein knallharter Dorgenbaron und Clubbesitzer und zu einer Hälfte Vampir zur anderen Hälfte jedoch Sympath. Aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten und ihrer absoluten Boshaftigkeit leben die Sympathen in der Vampirgesellschaft in der Verbannung. Rehvenge hält die Umstände seiner Geburt geheim und spritzt sich von Tag zu Tag eine höhere Dosis Dopamin, um seine Sympathenseite unter Kontrolle zu halten. Um sich seine übliche Ration Dopamin zu holen, muss er in eine Klinik für Vampire. Dort trifft er auf Ehlena, die er als schön und rein empfindet.

Sich selbst bringt Rehv eigentlich nur Hass entgegen. Er hasst sich dafür ein Produkt einer Vergewaltigung zu sein und fühlt sich durch den Deal mit seiner Halbschwester stark beschmutzt. Er muss ihr einmal im Monat zu Willen sein. Dabei verläuft der Akt sehr brutal und lebensgefährlich für ihn. In seinem Selbsthass ist er davon überzeugt eine Frau wie Ehlena nicht zu verdienen, fühlt sich von ihr aber auch unwiderstehlich angezogen.

Ehlena ihrerseits weiß nichts von Rehvs eigentlichen Wesen, fühlt sich aber trotz seiner brutalen Ausstrahlung stark von ihm angezogen. Dabei ist sie alles Andere als ein schwacher Charakter. Sie steht mit beiden Beinen im Leben und sorgt für sich und ihren schizophrenen Vater. Ehlena hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Hinter der vermutlich zarten Blume, steckt eine stahlharte Persönlichkeit. Zwischen Rehv und Ehlena knistert es gewaltig. Allerdings wird die Luft für Rehv und sein Geheimnis immer dünner. Er sieht keine Zukunft für sich und Ehlena.

Dabei schreibt J.R. Ward wieder in Umgangssprache mit einem gewissen Anteil von Fäkalausdrücken. Aber ganz ehrlich: Höfliches Geplauder würde wohl auch kaum zu einer knallharten, lederbekleideten Vampirbruderschaft passen. Sie legt in "Racheengel" ein hohes Erzähltempo an, so dass die Seiten nur so dahin fliegen und ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Erfreulicherweise treffen wir in "Racheengel" einige andere bekannte Paare aus den vorherigen Büchern kennen. So bekommt man z.B. mit wie es bei Wrath und Beth nach ihrem Happy End weitergeht und auch die Geschichte zwischen Xhex und John wieder weiter vorangetrieben. Die Erzählperspektiven wechseln immer wieder. Da mich aber alle Geschichten mitreißen konnten, war ich in jedem Kapitel auch wieder mitten drin statt nur dabei.

Natürlich gibt es auch wieder einige Kapitel in dem Buch, die aus Sicht der Feinde der Bruderschaft, der Lesser geschrieben wird. Nach den Ereignissen in den letzten Teilen, richtet sich der Fokus ganz auf Omegas Sohn, der die Rolle des Erzählers einnimmt. Dabei ist er keineswegs ein "sympathischer Feind". Ich habe mir beim Lesen ständig gewünscht, dass jemand von der Bruderschaft um die Ecke kommt und ihn endlich zu Staub zermahlt.

Fazit

"Racheengel" hat mich wieder von der ersten Seite an gepackt und in die Welt der "Black Dagger" katapultiert. Im dreizehnten Teil sind mir viele der Charaktere sehr ans Herz gewachsen und insbesondere Rehv ist wohl ein sehr tragischer Charakter. Der Spannungbogen ist Konstant hoch und die Autorin, ließ mich nicht mal ein Kapitel Luft holen. Mich hat dieser Band der Reihe wieder in seinen vollkommen in seinen Bann gezogen und ich gebe diesem Buch die vollen fünf Sterne.


Saving Phoenix Die Macht der Seelen 2: Roman
Saving Phoenix Die Macht der Seelen 2: Roman
von Joss Stirling
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

4.0 von 5 Sternen Gesucht und gefunden, 5. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meine Meinung

Nachdem wir in "Finding Sky" die Benedicts und ihre ungewöhnlichen Gaben schon kennenlernen durften, beschäftigt sich jetzt der zweite Teil der "Macht der Seelen" Reihe mit dem zweitjüngsten Bruder Yves. Yves wird bei einem London Aufenthalt bestohlen, in dem Phoenix, die ebenfalls eine Savant ist, ihre Gaben bei ihm anwendet. Nur leider funktionieren diese bei Yves nicht so gut und er verbrennt mittels seiner Fähigkeit das vermeintliche Diebesgut. Phoenix wird jedoch dazu gezwungen ihn noch einmal zu bestehen. Sie ist Mitglied einer "Savant-Sekte" in der, der Herrscher seine "Untertanen" für sich arbeiten lässt. Yves erkennt jedoch in Phoenix seinen Seelenspiegel und seine Familie eilt herbei und Phoenix aus den Fängen der "Gemeinschaft" zu befreien.

Nun gut, seien wir einmal ehrlich. Das Buch ist nicht viel anders aufgebaut als der erste Teil. Ein Benedict Sohn findet seinen Seelenspiegel und muss ihn irgendwie retten. Auch wenn das Buch in seiner Struktur sehr den ersten Teil gleicht, hat mir genau das jedoch gefallen. Ich konnte mich entspannt in die Geschichte fallen lassen. Ich habe es genossen die Benedicts wiederzulesen und mir hat insbesondere "Xav" einer der älteren Brüder mit seinen lustigen Sprüchen viel Freude gemacht. Die Handlung im zweiten Teil hat mir dann auch noch einen Tick besser gefallen als im ersten Teil. Die Bedrohung durch die "Gemeinschaft" war ständig spürbar und ich war gespannt darauf, wie sich die Geschichte auflösen würde.

Phoenix war mir als Protagonistin auch sympathisch, auch wenn ihre Grunddaten sich sehr mit Sky, der Protagonistin im ersten Teil glichen. Dabei wurde aber bei dem ersten Treffen von Sky und Phoenix schon deutlich, dass sie sich beide charakterlich unterscheiden. Phoenix ist deutlich introvertierter als Sky. Yves blieb mir in diesem Buch etwas zu blass. Hatte er sich charakterlich noch im ersten Teil deutlich von seinem jüngeren Bruder Zed abgehoben, war es nun ab und an so, als wäre Yves von Zeds Charakter besessen.

Der Schreibstil ist natürlich jugendgerecht gehalten und das Buch lässt sich locker weglesen. Wir erfahren auch etwas mehr über die Hintergründe der Savant Welt, was der Geschichte dann doch etwas mehr Tiefe verleiht.

Fazit

Mich hat "Saving Phoenix" von Joss Stirling gut unterhalten. Sie hat mit diesem Band nicht gerade das Rad neu erfunden, mir aber dafür ein paar locker, leichte Lesestunden beschert. Die Unterschiede der einzelnen Charaktere hätten für meinen Geschmack noch etwas deutlicher zutage treten können. Insgesamt gebe ich dem Buch vier Sterne!


River: Roman
River: Roman
von Donna Milner
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Kleine Ursache aber große Wirkung, 23. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: River: Roman (Taschenbuch)
Meine Meinung

In "River" von Donna Milner begleiten wir Natalie und ihre Familie in ihrem Alltag. Sie und ihre drei Brüder haben nicht viel an materiellen Werten, dafür aber ein liebevolles Elternhaus und eine gute Beziehung zueinander. Eines Tages erscheint River unvermittelt auf der Farm. Er ist aus den Vereinigten Staaten geflohen, da er als sogenannter Hippie sich nicht am Vietnamkrieg beteiligen möchte. In Kanada findet er nicht nur einen Anstellung auf der Milchfarm von Natalies Vater, sondern wird auch bei Teil der Familie.

Das Buch ist auf zwei verschiedenen Zeitebenen geschrieben. Wir begleiten Natalie durch ihre Jugend und lernen sie auch als erwachsen Frau kennen, die durch die Ereignisse eben jener Zeit schwer gezeichnet ist. Natalie hat sich als Erwachsene völlig von ihrer Familie abgesondert und muss nun in ihre Heimatstadt zurückkehren, da ihre Mutter im Sterben liegt. Dieses Ereignis wühlt natürlich einiges in ihr auf und sie reist in Gedanken zurück in ihre Vergangenheit. Dabei ist es im ersten Teil des Buch überhaupt nicht nachvollziehbar, warum dieses Familie auseinander gebrochen ist. Die einzelnen Familienmitglieder arbeiten hart, sind einander aber auch liebevoll zugetan. Natürlich gibt es auch Schwierigkeiten wie in jeder Familie, doch trotzdem scheint es einen ungewöhnlichen Zusammenhalt zwischen den einzelnen Mitgliedern zu geben.

Auch River wird herzlich in die Familie aufgenommen und Natalie verliebt sich in ihn. Dabei wird deutlich, dass es sich um eine Schwärmerei eines jungen Mädchens handelt, die sich in den ersten passablen Mann verliebt, der ihr in ihrem Dorf über den Weg läuft. River verhält sich immer angemessen ihr gegenüber und sieht in ihr eine kleine Schwester. Letztendlich kommt es zu einem Ereignis, dass alle weiteren Geschehnisse ins Rollen bringt. Innerhalb kürzester Zeit ist nichts mehr so, wie es vorher war und Natalie verwandelt sich vom sorglosen jungen Mädchen, zu einer von Schuldgefühlen zerfressenen Frau.

Am Ende des Buch wird der Kreis zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschlossen. Donna Milner schreibt recht nüchtern und verliert sich nicht in pathetischen Wortfindereien. Sie bringt die Dinge mit wenigen Worten auf den Punkt und beschreibt die Menschen und Situationen schnörkellos, aber dafür umso eindringlicher. Gerade wegen dieser Sprache, dieser Distanz, bekommt man einen sehr guten Eindruck von Natalie, ihren Gedanken und ihrer Kindheit und Jugend auf der Milchfarm. Sie ist an den Geschehnissen damals zerbrochen und hat für sich niemals einen Weg gefunden, das Ganze zu verarbeiten. Sie hat sich von ihrer Familie abgesondert. Am Ende des Buches stellt sie fest, dass das eigentliche Problem an ihrer Vergangenheit war, dass sie mit niemanden gesprochen hat.

Fazit

Insgesamt hat mir River von Donna Milner mit seiner unaufgeregten Schreibweise und dem Erzählstil sehr gut gefallen. Wir erleben in der Gegenwart eine auseinander gebrochene Familie, die sich uns in der Vergangenheit als Einheit präsentiert. Wir wissen, dass etwas Unaussprechliches geschehen sein muss, dass einen tiefen Keil in diese Familie getrieben hat. Genau dieses "Etwas" ließ mich an den Seiten kleben, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es soweit kommen konnte. Letztendlich hat die Autorin eigentlich nur ein Steinchen in einen See geworfen, das dann aber eine Sturmflut verursacht hat. Die Kettenreaktion der Ereignisse war erstaunlich und doch nachvollziehbar für mich zu lesen. Nach dem Ende des Buches konnte ich Natalies Reaktion "alle Schotten dichtzumachen" sehr gut nachvollziehen.

Mich hat "River" berührt und gleichzeitig auch gut unterhalten. Die Geschichte ging mir unter die Haut und ich werde wohl noch lange an sie denken müssen. Insgesamt gebe ich dem Buch viereinhalb Sterne!


Love on Air. Verliebt in London: Roman
Love on Air. Verliebt in London: Roman
Preis: EUR 3,99

3.0 von 5 Sternen Verliebt in eine Stadt, 15. Juni 2016
Meine Meinung

Sarina hat ihren vermeintlichen Traumann gefunden. Woher sie das weiß? Sie hat eine Liste mit allen Eigenschaften ihres Traumannes entworfen als sie ein Kind war und hat daher eine genau umrissene Vorstellung. In Leo hat sie nun den Mann gefunden, auf den sie ihr bisheriges Leben gewartet hat. Doch leider verschwindet er am Morgen nach der ersten gemeinsamen Nacht nach London. Sarina weiß nicht viel mehr, als dass er dort ein Praktikum bei einem Radiosender machen möchte und reist ihm mit diesen spärlichen Informationen hinterher. In London angekommen trifft sie auf die Finnin Päivi, die nach ihrem Vater sucht und sie freunden sich an. Die beiden kommen dann in einer WG unter und Sarina kann einen ihren Mitbewohner - Nathan - nicht ausstehen.

"Love on air - Verliebt in London" von Dorothea Stiller ist ein kurzweiliger und unterhaltsamer Roman, der einem vor allen Dingen die Liebe zu der Stadt näher bringt. London ist wirklich als eine liebens- und lebenswerte Stadt beschrieben und wer schon einmal vor Ort war, fühlt sich durch das Lesen dieses Buch gleich wieder dorthin versetzt. Ich habe beim Lesen einige Ecken entdecken können, die ich mir bei meinem nächsten London Besuch unbedingt anschauen möchte.

Sarina als Protagonistin des Buches war nicht gerade einfach für mich. Man könnte sie optimistisch nennen, da sie Leo einfach so nachreist. Zwar kommen immer wieder ihre Zweifel zur Geltung, ob Leo sie wirklich mag, da er ja so sang- und klanglos einfach verschwunden ist - und doch konnte ich ihre Handlungen und Gedanken nicht immer nachvollziehen. Sie schien mir ihr eigenes Glück von ihrem Traummann abhängig zu machen, so als ob sie ohne den perfekten Partner nur halb so viel wert wäre. Ich war dann recht erfreut, dass die Autorin ihrer Protagonistin während der doch recht kurzen 247 Seiten etwas Entwicklung zugesteht, auch wenn der Anstoß dafür leider schon wieder ein Mann war.

Der Schreibstil der Autorin ist solide. Manche Dialoge wirkten auf mich noch etwas aufgesetzt und gestelzt, jedoch ließ sich das Buch angenehm schnell weg lesen. Man darf von einem solch kurzen Werk natürlich keine großartige Tiefgründig erwarten, aber trotzdem haben mich die Szenen gut unterhalten. Das Buch besticht nicht durch eine eine neuartige Story, aber es ist luftig leicht und lässt sich wunderbar als Sommerlektüre auf dem Balkon lesen.

Fazit

Wer eine leichte Lektüre für einen sonnigen Nachmittag auf dem Balkon oder für einen verregneten Tag auf der Couch sucht, wird mit "Love on air - Verliebt in London" von Dorothea Stiller glücklich werden. Das Buch lässt sich locker, leicht lesen und ist trotz altbekannten Handlungsablauf trotzdem durch einige lustige Szenen unterhaltsam. Die Beschreibungen von London und dem Charme dieser Stadt sind sehr gut gelungen. Ich gebe dem Buch drei Sterne und spreche eine Empfehlung für alle aus, die leichte Frauenlektüre für zwischendurch gerne mögen.


Dem Tod auf der Spur
Dem Tod auf der Spur
von Michael Tsokos
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Tod im echten Leben, 8. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Dem Tod auf der Spur (Taschenbuch)
Prof. Michael Tsokos leitet das rechtsmedizinische Institut in Berlin. In "dem Tod auf der Spur" dürfen wir ihm als Laien bei seinem Arbeitsalltag über die Schulter schauen. Dabei sollte man sich vor der Lektüre dieses Buch im Klaren darüber sein, dass es sich um ein Sachbuch handelt und nicht um einen Krimi a la CSI irgendwas. Michael Tsokos nimmt uns mit an seinen Arbeitsplatz und stellt uns einige von seinen Fällen vor. Dabei geht es natürlich immer um den Tod, genauer gesagt um die Ursache die diesen herbeigeführt haben. Offensichtliche Tathergänge stellen sich so bei näherer Betrachtung doch als falsch heraus und man bekommt einen guten Eindruck über die Präzision und Fachkenntnis, die in diesem Beruf vonnöten ist.

Michael Tsokos schreibt dabei sachlich fundiert und doch sind seine Schilderungen bildlich genug, dass man als Leser alles gut nachvollziehen kann. Da hier auch einige Vorgänge bei der Obduktion beschrieben werden, sollte man diesem Thema gegenüber offen sein. Allerdings wird hier nichts dramatisiert oder besonders blutig in Szene gesetzt, sondern der Autor beschreibt ganz einfach seine alltägliche Arbeitsweise. Für mich als Laien war das absolut interessant zu lesen, da man aus Krimis oder Thrillern doch eher oberflächliche Schilderungen gewöhnt ist. Hier und da hätte ich doch gerne ein bisschen mehr Variationen in den geschilderten Fällen gehabt, da z.B. der "Tod durch Enthauptung" schon ziemlich oft vorkam.

Die Aufteilung des Buches hat mir gut gefallen. Michael Tsokos beschreibt zwölf Fälle, die mehr oder weniger unterschiedlich sind. Mehrfach geht es um Suizid und ich war wirklich erstaunt, dass die selbst verschuldeten Todesfälle einen so großen Anteil seiner Arbeit ausmachen. Durch die Unterteilung des Buches ist es möglich, es immer wieder nach einem Fall zur Seite zu legen und dann wieder problemlos in den nächsten Fall einzusteigen, wenn man alles verdaut hat. Manche Fälle werden mir wohl längerfristig nicht mehr aus dem Kopf gehen. Insbesondere der Fall "Jessica", die von ihren Eltern so stark vernachlässigt wurde, bis sie schließlich gestorben ist, hat mich tief berührt. Ich kann es mir kaum vorstellen wie schrecklich es sein muss, ein solches Kind auf dem Obduktionstisch zu haben und ziehe wirklich den Hut vor der professionellen Distanz der Rechtsmediziner.

Fazit

"Dem Tod auf der Spur" ist ein wirklich gelungenes Buch für alle Menschen, die einen Einblick in die Arbeit eines Rechtsmediziners bekommen möchte. Dabei schreibt Michael Tsokos sachlich und doch war er mir während seiner Erzählung unglaublich sympathisch. Insgesamt bewerte ich das Buch mit dreieinhalb Sternen.

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