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Rezensionen verfasst von
"stefan_waelder"

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Rock Star
Rock Star
DVD ~ Mark Wahlberg
Preis: EUR 7,49

11 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen This is Steel Dragon, 17. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Rock Star (DVD)
Rock Star basiert lose auf dem Sängerwechsel bei Judas Priest, allerdings ist die Tatsache, daß Ripper Owens von einer Coverband zum Original wechselte wahrscheinlich die einzige Gemeinsamkeit, waren doch Priest, anders als etwa im Film, mehrere Jahre ohne Sänger. Aber lassen wir das, was erwartet den Seher konkret bei Rock Star?
Eine Komödie a la Spinal Tap einmal definitiv nicht, und wenn Humor auftaucht, dann manchmal eher unfreiwilligerweise. So wird Sänger und Kirchenchormitglied Izzy (Wahlberg)auf Grund der Videoaufzeichnung eines Gigs (in Top Qualität) zweier Groupies von der angeblich größten Rockband Steel Dragon zum Casting beordert, vor ihm werkt ein Kandidat, der nicht einmal einen Ton rausbringt und dann reicht eine Strophe, um engagiert zu werden. Au!
Daß mit u.a. solchen Szenen eine genaue Studie des Musikbusiness ebenso flach fällt, liegt auf der Hand. Die Band Steel Dragon bleibt über den ganzen Film hinweg eine einzige Ansammlung von Klischees, Tiefgang in das Bandgefüge oder ihre Umgebung sucht man leider vergeblich, egal, was man mit Sex, Drugs and Rock'n'roll verbindet, es wird hier reingequetscht.
In Verbindung mit der Lovestory zwischen Izzy und Freundin Emily (Anniston) ergibt das im Grunde genommen einen 08/15-Liebesfilm, der sich allerdings von den anderen Schnulzen darin unterscheidet, daß er eben von harter und guter Rockmusik unterlegt ist und Erinnerungen an die 80er wachruft.
Also kein Meilenstein der Filmgeschichte, sondern ein ganz netter Allerweltsfilm mit gutem Soundtrack, der trotz aller Schwächen brave Unterhaltung bietet, allerdings sich auch den Vorwurf gefallen lassen muß, nicht mehr aus einem ausbaufähigen Stoff gemacht zu haben.


Delicatessen
Delicatessen
DVD ~ Dominique Pinon

28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So etwas sieht man nicht alle Tage, 1. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Delicatessen (DVD)
Ein arbeitsloser Clown, der sich beim Fleischer um einen Job als Hausmeister in einem abseits gelegenen Haus bewirbt, ein Postbote, der ein Auge auf die herzensgute wie auch kurzsichtige Tochter des Hauses geworfen hat, die aber ihrerseits Gefühle für den Neuling entwickelt, ein mit den Zahlungen an den Fleischer im Rückstand befindlicher Arbeitsloser mit strickender Schwiegermutter, eine Frau, die ständig Stimmen hört und nicht mehr nur nahe am Wahnsinn steht, ein Froschmann, zwei Brüder, die sich für den Inhalt ihrer Schachteln etwas ganz besonderes einfallen lassen, eine vegetarische Untergrundbewegung usw.
Mit solchen und anderen Gestalten hat man es in diesem Film zu tun. Klingt vielleicht schon einfach so etwas absurd, wird aber dem, was da auf der Bildfläche geschieht, nicht einmal ansatzweise gerecht, so überzogen, so skurril, so komisch wird da vorgegangen. Um Spinal Tap etwas abzuwandeln und den Humor zu beschreiben:
Wie viel schwärzer geht es noch?
Und die Antwort ist. Gar nicht. Schwärzer geht es wirklich nicht.
Wer mit Monty Python und Konsorten etwas anzufangen weiß, soll, nein darf sich dieses Werk nicht entgehen lassen, den Vergleich braucht es absolut nicht zu scheuen.


An jedem verdammten Sonntag (Special Edition, Director's Cut, 2 DVDs)
An jedem verdammten Sonntag (Special Edition, Director's Cut, 2 DVDs)
DVD ~ Al Pacino
Wird angeboten von SchwanHM
Preis: EUR 24,85

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teilweise genial, aber nicht durchgehend, 27. Februar 2003
Alternder Startrainer, alternder Quarterback, aufstrebender Quarterback, machtbessene Klubbesitzerin. Klingt so nicht unbedingt nach einem unverzichbaren Stück Filmgeschichte, aber Oilver Stone & co machen einiges daraus, daß es eben doch mehr wird. So verdienen sich etwa Kamera und Schnitt eindeutig Bestnoten, in bisher keinem Film wurden die Sportszenen sowie das ganze Drumherum wie Spielerbesprechungen, Fernsehberichterstattung usw so realisitsch umgesetzt, da stört es keine Sekunde lang, daß sich Stone diesen Aspekten sehr ausführlich widmet.
Auch schauspielerische Kritik ist wenig bis gar nicht angebracht, Al Pacino als gezichneter Coach, der mit seinem Leben nicht mehr ganz Schritt halten kann, Dennis Quaid als Altstar mit karrierebedrohender Verletzung, James Woods als Teamarzt, der seinen Job nicht mit allen Ethikregeln in Einklang bringen will; Jamie Foxx und LL Cool J als Leistungsträger auf dem Spielfeld wirken auch überzeugend, lediglich Cameron Diaz mag bei mir nicht so ganz glaubwürdig rüberzukommen.
Wenn dann auch noch die Spannungen und Gegensätze innerhalb eines Teams gut gezeigt werden, die Extras auf der DVD (entfallene Szenen, Adiokommentar, Videos, Doku) ebenfalls zufriedenstellen, warum keine 5 Sterne? Ganz einfach, auch Oliver Stone kann sich nicht ganz davon lösen, teilweise billige Klischees einzustreuen und manchmal die Handlung zu unrealistisch werden zu lassen, wo doch genau die Realitätsnähe dem Film die Prise Außergewöhnliches geben sollte. Und dann gibt es noch das Ende, das an dieser Stelle natürlich nicht verraten wird, aber bei mir einfach einen negativen Beigeschmack hinterläßt, auch wenn es nicht (das sei verraten) so dick aufgetragen wird, wie es Regisseure getan hätten.


Handful Of Rain
Handful Of Rain

5.0 von 5 Sternen Was für ein Comeback, 27. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Handful Of Rain (Audio CD)
Das erste Savatagealbum nach dem Unfalltod von Criss Oliva ist in Wahrheit eine Soloalbum des eigentlich aus Savatage bereits ausgestiegenen John Oliva, der mit Ausnahme der Lead Gitarren (Alex Skolnick) und der Vocals (Zakk Stevens) das Album selbst einspielte. Und um es kurz zu machen, das Resultat hat es in sich. Auch wenn Handful of rain auf mich (im Gegensatz zu den anderen Savatage-Werken) nicht wie ein durchgängiges, in sich geschlossenes Album wirkt, sondern eher wie eine Aneinanderreihung einzelner Songs, die Qualität läßt sich nicht leugnen. Der Opener Taunting Cobras ist einer der härtesten Savatagetracks seit Gründungszeiten, der Titeltrack eine Kombination aus akkustischen und wuchtigen Gitarren, während Songs wie Watching you fall, Symetry oder Stare into the sun die mit Edge of Thorns eingeschlagene Bombastrichtung weiterführen. Abgeschlossen wird das Album mit Alone you breathe, einer siebeneinhalminütigen Hommage and Criss Oliva, das einen mit jedem Hören beinahe die Tränen in die Augen treibt.
Und, übrigens, auch ein Lied namens Chance befindet sich auf dem Album, vermutlich der ultimative Savatage-Song. Wer mit einem Beispiel diese Band kennenlernen will, sollte sich dieses Miniepos zu Gemüte führen, intelligente Lyrics, komplexes Songwriting, Orchestereinsatz, mehrstimmiger kontrapunktierter Gesang, exzellente Musiker, Top-Produktion. Das ist Savatage.


Slave to the Grind
Slave to the Grind
Preis: EUR 6,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen No fillers, just killers, 27. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Slave to the Grind (Audio CD)
Youth gone wild und vor allem die beiden Balladen 18 & life und I Remember you machten Skid Row und vor allem ihren Sänger Sebastian Bach Ende der 80er zu Shooting Stars der Hardrockszene. Oder sagen wir besser, ihr Debüt verkaufte sich prächtig und sie zierten zig Poster und Magazincover, die Rockfans gingen eher auf Distanz. Poser, Balladenband, im Fahrwasser von GnR, Hair Metal usw.
Und obwohl sich Slave to the grind ebenso an den Mann bringen ließ und auf #1 der Billboardcharts einstieg, ein Sicherheitsalbum mit einigen Radiosingles und reichlich Füllstoff sieht anders aus. Monkey Business und der Titeltrack geben gleich die Marschrichtung vor, die da lautet, härter, schneller, aggressiver als der Erstling, vor allem Drummer Rob Affuso läßt sich dabei nicht zwei Mal bitten und steigert sich gewaltig. Die Songs reichen von beinahe Speed (Slave to the grind) zu Punk (Riot Act), sind großartig produziert und haben auch über zehn Jahre nach ihrem Entstehen nichts an ihrer dreckigen Wirkung eingebüßt. Auch die drei Balladen (Quicksand Jesus, I a darkened room und Wasted time) schielen keine Sekunde lang Richtung Teeniemarkt, sondern beweisen lediglich das umfassende Songwritertalent von v.a. Snake Sabo und Rachel Bolan. Da auch Sebastian Bach stimmlich ordentlich zulegen konnte und sich die Seele aus dem Bauch singt (eher schreit), bleibt nur festzuhalten, daß Slave to the grind als eines der besten Hardrockalben der 90er angesehen werden kann. Sollte man eigentlich haben.


The Blues Brothers / Blues Brothers 2000 [UK Import]
The Blues Brothers / Blues Brothers 2000 [UK Import]
DVD ~ John Belushi
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 4,55

27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hui und pfui im Doppelpack, 8. Januar 2003
Zwei Filme, wie sie unterschiedlicher eigentlich nicht sein können, obwohl der eine fast eine idente Kopie des anderen darstellt, auch in gewisser Weise eine reife Leistung.
Die erste DVD auf diesem Paket beinhaltet den 80er-Film, angereichert um etwas Bonusmaterial, alles in allem präsentiert sich das Ergebnis um etwa eine Viertelstunde länger als das Original. Manchmal handelt nur um einige Dialogfetzen, die ursprünglich der Schere zum Opfer fielen, dann wieder um ganze Szenen, die John Landis ursprünglich weggelassen hat, warum auch immer, vermutlich durfte der Film die zwei Stunden Grenze nicht so sehr überschreiten wie es es jetzt mit 142min tut. Wer den Film nicht in und auswendig kennt, spürt die neuen Szenen sehr einfach auf: einfach den Film auf Deutsch (und damit leider mono, statt 5.1 in Englisch) anschauen und auf die nicht nachsynchronisierten Teile warten. Wobei man darauf sicher liebend gerne verzichten hätte können, auch wenn man meistens beim Original bleiben wird, die deutsche Synchronisation ist an und für sich nicht schlecht, mit den Englischwortfetzen zwischendrin kann man von unbeschwertem Filmgenuß kaum sprechen.
Dafür kommt speziell die Musik im 5.1 sehr kraftvoll aus den Boxen, das macht wieder einiges wett.
Zum zweiten Film, Blues Brothers 2000. Naja, am besten wäre es, wenig Worte darüber zu verlieren. Was Akroyd da geritten hat, bleibt wohl sein Geheimnis. Ohne seinen verstorbenen Bruder will Elwood Blues die Band wieder reformieren, was vom Schema her ziemlich gleich abläuft wie schwache 20 Jahre zuvor, um mit einem neuen Sänger, einem ihm aufs Auge gedrückten Waisen und einem zum Blues zu bekehrenden schwarzen 'Halbbruder' einen Bandwettbewerb zu gewinnen. Zwar war die Grundstory beim ersten Teil auch nicht ein Genieblitz, aber wenigstens hatte alles einen Unerhaltungswert, diesmal versprüht alles einen Charme eines Klassentreffens der Pensionisten aus. Eine groß angelegte Reunionsfeier. Und weil man eben doch nicht alles vom ersten Teil abkupfern kann, gibt es als so ziemlich einzige Variante statt der Illinios Nazis nun die bösen Russen. Und der eigentlich wortkarge Elwood hält, obwohl fast zwanzig Jahre im Knast, Vorträge über Internet und die russische Seele, wußte aber nicht einmal, daß sein Bruder verstorben war, naja. Ach ja, zu Bruch geht natürlich auch einiges, diesmal erwischt es u.a. eine Stripbar. Und mehr Autos werden zu Schrott gefahren, in der vielleicht langweiligsten Szene der Filmgeschichte. Die Cops in Verfolgung, dann kracht es, und schon donnert von hinten einer rein, dann noch einer, dann noch einer, dann noch einer,.... Das geht rund eine Minute so, von einem Unterhaltungswert wie der Zerstörung des Einkaufszentrums im ersten Film keine Spur. Einzig positiv ist zu vermerken, daß die Musikuntermalung und vor allem der Bandwettbewerb kaum Wünsche offen läßt, da tummeln sich von B.B. King, Jimmie Vaughan, Isaac Hayes bis Eric Clapton fast alle, die man erwarten kann.
Fazit, BB würde, trotz des schweren Fauxpas mit der deutschen Spur, gerade noch 5 Sterne bekommen, zumal die Extras wie Making Of und Produktionsnotizen in Ordnung sind, BB 2000 eigentlich nur einen, aus musikalischen Gründen wird das aber wieder nach oben korrigiert, in Summe also irgendwo zwischen 3 und 4 Sternen. Sollte die Doppel-DVD günstig im Angebot sein, kann man trotz des schwachen zweiten Teils zuschlagen, ansonsten sollte man sich wirklich stark den ersten Teil sowie den Soundtrack für BB 2000 überlegen.


Alive 3
Alive 3

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alive?, 10. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Alive 3 (Audio CD)
Lange hat es gedauert, bis endlich der dritte Teil der Alive-Sammlung herauskam, hat sich das Warten dafür denn wenigstens gelohnt? Naja, so ganz glücklich kann man ja eigentlich nicht damit sein. Faßte Alive die ersten drei und Alive 2 die nächsten drei Alben zusammen (+ der Studioseite) so geht man auf Alive 3 einen Kompromißweg, zwar werden hauptsächlich Stücke der Phase ab Dynasty geboten, aber eben auch einige Klassiker. Das Spositive daran, Eric Singer ist ein weitaus besserer Drummer als Peter Criss und sein Schlaugzeug auf etwa Detroit Rock City haucht dem Song neue Kraft ein. Wie auch generell zu sagen ist, daß der Sound sehr klar ist, eigentlich schon zu klar, womit wir bei den negativen Punkten landen. Im Studio ist man sicher mehr als einmal über die Songs drübergegangen und das Publikum wurde auch gar etwas extrem hineingeschnitten. Tiefpunkt des Ganzen, eine Aufnahme von I was made for loving you während des Soundchecks, die sich ruck zuck in eine Liveaufnahme verwandelt, so schnell geht das. Und weil wir gerade bei der Songauswahl sind, vielleicht hätte es mehr Sinn gemacht, wirklich ausschließlich auf Songs zurückzugreifen, die nicht auf Alive 1 oder 2 schon vertreten waren und diesen dritten Teil somit zu einer wirklich perfekten Ergänzung zu machen, denn auch wenn KISS in den 80ern etwas abgebaut haben, Songs wie War Machine, Tears are falling, All hell's breaking loose usw hätte man ruhig draufpacken können, damit alle Epochen der Kisstory auch live einigermaßen abgedeckt sind und das bald folgende Alive 4 den Schlußstrich ziehen kann, auf dem dann ein Best of Set den Ruhestand einläuten kann. Dann wäre Alive 3 auch eine gute Ergänzung gewesen, so ist es nur denjenigen zu empfehlen, die wirklich nur die Grobzüge von KISS in der maskenlosen Zeit kennen lernen wollen und die dann eine Mixtur aus Live- und Studioaufnahme nicht zurückschreckt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 24, 2013 10:11 AM MEST


Euphoria
Euphoria

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jetzt sind auch sie back to the roots, 24. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Euphoria (Audio CD)
Zigfach-Platin-Rockband verläßt die Pfade bishherigen Erfolgs, um sich nicht zu wiederholen, neues Terrain zu erkundschaften, und letztendlich doch nur zu Erkenntnis zu kommen, wieder das zu spielen, wofür man berühmt wurde. Keine neue Story, sondern bei den meisten Acts festzustellen, die sich mehr als 5 Jahre halten konnten. Auch Mötley Crüe versuchten ja, sich mit New Tattoo 10 Jahre zurück zu teleportieren, bei Metallica würden es sich viele wünschen, daß sie wieder Mitte der 80er landen und Def Lappard haben es eben auch getan, das sehr starke Slang konnte bei weitem nicht an Pyromania und Hysteria anknüpfen, was die Absätze betrifft, also ist man endlich wieder back to the roots. Euphoria klingt, mit Ausnahme vielleicht von All night und Paper sun, so, als würde es kurz nach Hysteria entstanden sein. Natürlich, das ist nicht das Schlimmste, das Songwriting wird deswegen ja qualitiativ nicht schelchter, NUR: irgendwie hat man das Gefühl, die 'neuen' Songs allesamt nach dem ersten Mal hören schon zu kennen, beinahe Nostalgiegefühle tauchen auf. Würden die Leps behaupten, Euphoria würde aus den Sessions von Pyromania und Hysteria über geblieben sein, kaum jemand hätte einen Grund zu zweifeln.
Wer mit Retro active und Slang nicht zufrieden war, der wird mit Euphoria seine Freude haben, wer allerdings gehofft hat, die Band würde den in den letzten Jahren eingeschlagenen (erfolgloseren) Weg weiter gehen, der sollte es sich überlegen, ob er für einen Abklatsch bekannter Alben etwas übrig hat. Denn besser als ein Original wird eine Kopie auch dann nicht, wenn sie mit einem Jahrzehnt Verspätung kommt.


Revenge
Revenge
Wird angeboten von cd-schlagwein
Preis: EUR 6,35

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste 'Maskenlose', 20. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Revenge (Audio CD)
Revenge heißt deswegen so, weil sich die Band an sich selber rächen wollte, da sie in den Jahren zuvor etwas den Biss vermissen ließen. Sagt zumindest Paul Stanley. Und auch wenn man bei KISS immer etwas vorsichtig sein muß, da kann schon was Wahres dran sein, klangen KISS in den 80ern doch nicht viel anders als eine 08/15 Rockband, die gerne ins Radio kommen würde. Und Gene $immons schien sowieso nur noch hobbymäßig den Baß zu zupfen, wenn er gerade einmal nicht in Hollywood herumwerkte.
Was auch immer die Band dazu bewegt hat, sich zur Abwechslung einmal wieder zu steigern, es hat genutzt. Unholy zeigt gleich zu Beginn, daß Gene endlich wieder grandiose Songs am Start hat, was sich mit Though shalt not oder Domino bestätigen soll und auch Paul Stanley hatte fruchtbare Songwritertage, zu hören etwa an der Ballade Every time I look at you oder I just wanna. Kommerzieller Erfolg war der Song God gave rock&roll to you II, geschrieben von Russ Ballard, den ja vor allem Urgitarrist Ace Frehley schon des öfteren gecovert hatte (New York Groove oder Do ya), wie übrigens auch Rainbow mit Since you been gone.
Der neue Drummer Eric Singer, der dem verstorbenen Eric Carr nachfolgte, erledigt seinen Job sehr gut und auch Bruce Kulick schlägt sich nicht schlecht, allerdings wird (vermutlich nicht nur für mich) Ace Frehley immer DER Gitarrist bleiben.
Schlußstrich, Revenge ist das beste KISS-Album der Zeit nach Criss und Frehley, vielleicht sogar der ganzen Post-Alive 2 Zeit, und auch eines der härtesten. Die Überbleibsel der Revenge-Zeit sind auf dem sehr interessanten, aber untypischen Carnival of souls zu hören, welches etwas in die Grungerichtung tendiert. Danach ging es nur noch in die Reunionsphase, das außer Psycho Circus nur mehr diverse Best of, von denen aber reichlich, zu bieten hatte.


Ram It Down
Ram It Down
Preis: EUR 5,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht gerade ihr Meisterwerk, 5. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Ram It Down (Audio CD)
Wahrscheinlich wird Ram it down lediglich als das Album zwischen dem teilweise gehaßten Turbo und dem großteils vergötterten Painkiller in die Musikgeschichte eingehen. Das liegt einerseits natürlich an diesen beiden so konträren Alben, andererseits aber auch an der Tatsache, daß Ram it down eher wenig Außergewöhnliches vorzuweisen hat und sich somit wenig im Gedächtnis festsetzt. Blood red skies ist wahrscheinlich die einzig wirklich positive Ausnahme, der Rest ist zwar nicht so schlecht, aber wenn die Band anno 2002 sogar Turbo lover im Liveset hat, aber nichts von diesem Album, dann kann man sich schon seinen Teil denken. Musikalisch versuchte man einfach, etwas härter zu Werke zu gehen als auf Turbo, siehe Titelsong, Heavy Metal oder Come and get it, und textlich, naja, da schien Rob Halford wenig motiviert zu sein.
Auch wenn Ram it down möglicherweise nötig war, um Painkiller zu ermöglichen, gemeinsam mit Point of entry ist es wahrscheinlich das schlechteste Priest-Werk der 80er, ja sogar Turbo war besser, trotz der ganzen Synthis. Und mit Painkiller kann Ram it down sowieso nicht mithalten, was unter anderem auch daran liegt, daß Scott Travis Dave Holland hinterm Schlagzeug ablöste und damit auch der wenig kraftvolle Drumsound ad acta gelegt wurde.
Fazit, wer alles von Priest hat, dem wird auch Ram it down ein wenig Freude bereiten, wer sich einen Überblick über ihr Schaffen machen will, hat genügend bessere Alben zur Auswahl.


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