Jeans Store Hier klicken b2s Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More Bis -50% auf Bettwaren von Traumnacht Hier klicken Fire Shop Kindle WalkingOnCars Summer Sale 16
Profil für Parsec > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Parsec
Top-Rezensenten Rang: 408
Hilfreiche Bewertungen: 5483

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Parsec
(TOP 500 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
The Martian (Movie Tie-In EXPORT): A Novel
The Martian (Movie Tie-In EXPORT): A Novel
von Andy Weir
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,58

5.0 von 5 Sternen Im wahrsten Sinne des Wortes echte "Science Fiction", 8. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
THE MARTIAN ist für mich ein perfektes Beispiel für den Begriff "Science Fiction". Das Buch geht in meinen Augen als nahezu perfekte Synthese von Science Fiction und Science Fact durch. Der Autor Andy Weir demonstriert eindrucksvoll, dass es für eine gute SF-Geschichte weder notwendigerweise Aliens, Raumschlachten noch Zeitreisen braucht, sondern eine packende Handlung und git geschilderte Protagonisten hier völlig für ein grandioses Leseerlebnis reichen.

Aber auch alle, die glauben, das "Hard SF" womöglich technisch interessant, aber staubtrocken und emotionslos ist, sollten durch THE MARTIAN eines besseren belehrt werden. Zwar kommen in diesem Buch laufend durchaus lehrreiche naturwissenschaftliche Ausführungen vor, da diese aber Teil einer sehr emotionalen und persönlichen Handlung sind lesen sie sich sehr unterhaltsam. Letztlich ist THE MARTIAN eine sehr menschliche Geschichte, und eine, welche definitiv unter die Haut geht und richtig fesselt.

Ich persönlich kann nur feststellen: THE MARTIAN ist sicherlich der wichtigste SF-Roman des letzten Jahres, und seinen weltweiten Erfolg hat sich dieses Buch definitiv verdient. Ich gehe stark davon aus, das THE MARTIAN ein zukünftiger Klassiker sein wird, welcher auch den "Test Of Time" besteht und im Gespräch bleiben wird.

Wer sich für SF interessiert sollte diesem Roman unbedingt eine Chance geben.


Lenhardts Spielejahr 1984: 50 Computer- und Videospiel-Klassiker
Lenhardts Spielejahr 1984: 50 Computer- und Videospiel-Klassiker
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der allseits beliebte "hl" is back, 8. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer Mitte der 80er einen Homecomputer besessen hat kam um den Namen Heinrich Lenhardt unmöglich herum. Die von ihm und seinen Mistreitern bei der "Happy Computer" und später der "Powerplay" verfassten Computerspiel-Rezensionen waren absolute Pflichtlektüre, welche in den damals üblichen langen Ladephasen bestens bei Laune hielt und für reichlich Gesprächsstoff in der Schule sorgte.

Schon in den Anfangszeiten fiel angesichts der Konkurrenzmagazine auf, dass die Jungs von der "Happy Computer" schlichtweg gut, fundiert und witzig schreiben konnten. Hinzu kam, dass dabei ihre Testberichte sehr kompetent und differenziert waren, den Empfehlungen dieser Redaktion konnte man definitiv Glauben schenken.

Kein Wunder also, dass der Zockergeneration von damals Lenhardt heute noch ein Begriff ist...

Die Tatsache, dass Lenhardt hier das "magische" Jahr 1984 als zeitlichen Fokus seines hier rezensierten Buches gewählt hat gefällt mir auch gut. Schließlich war dies nicht nur in seiner Wahrnehmung das Jahr, in welchem Computer wie (beispielsweise) der C64 in Deutschland zum Massenmedium wurden und zahlreiche revolutionäre Spielprinzipien erfunden wurden. Ich erinnere mich noch sehr lebhaft: es kamen innerhalb kurzer Zeit viele neue Konzepte und Ideen auf den Markt, und gerade in damals jungen Jahren konnte man gar nicht abschätzen, wann die Grenzen der Leistungsfähigkeit des C64 erreicht worden wären... zumindest ging es mir als Kind damals so.

Man muss sich einfach vor Augen führen: zwischen diversen "Space Invaders" oder "Defender" Varianten und um WELTEN komplexeren und / oder spektakuläreren Spielen wie "Elite", "The Bards Tale" oder "Uridium" lagen wenige Jahre. Computerspiele haben sich, zumindest was die Spielprinzipien angeht, beispielsweise zwischen 2005 und 2015 deutlich (!) weniger verändert, als sie es zwischen 1982 und 1985 taten. Bei all dem war 1984 das Jahr, in welchem dieser Quantensprung für Jeden deutlich wurde.

Zum Buch als solches: Heinrich Lenhardt schildert liebevoll 50 Computerspiel-Meilensteine aus dem Jahr 1984. Er geht dabei auf die Geschichte, den Spielablauf, die Eigenarten und mit dem Spiel verbundenen Anekdoten ein.

Hierbei merkt man sofort nach wenigen Minuten der Lektüre: der Mann schreibt immer noch einfach toll. Enorm unterhaltsam, augenzwinkernd, kenntnisreich aber nie belehrend geht es hier zur Sache, und jedem, der diese Zeit erlebt hat oder dem Retro-Fieber verfallen ist wird bei den Besprechungen manches Mal das Herz aufgehen. Viele Erinnerungen an durchgespielte Kindheits-Nachmittage waren bei mir plötzlich wieder da, und ich wunderte mich beim Lesen oftmals, wie präsent 30 Jahre alte Spiele wie „Pitstop 2“, „Bruce Lee“ und (natürlich!) „Elite“ noch im Gedächtnis sind.

Lenhardts Auswahl gefällt mir dabei genauso ausgezeichnet wie sein Schreibstil – ohne Frage ist es natürlich ein müßiges Unterfangen, einen Kanon von 50 Spielen zu erstellen, auf welchen sich JEDER einigen kann, und vermutlich hat jeder Spieler noch den einen oder anderen Titel, der seiner Meinung nach noch berücksichtigt werden sollte. Einigen kann man sich aber darauf, dass Lenhardt eine Auswahl gefunden hat, mit der sicherlich Jeder gut leben kann und die durchaus als repräsentativ gelten kann… und dabei nicht nur die Titel bespricht, die definitiv zu den zentralen Veröffentlichungen des Jahres zählen (z.B. „Summer Games“, „Elite“, und „Impossible Mission“), sondern auch mit „Traffic“, „Raid On Bungeling Bay“ und dem meiner Ansicht nach großartigen „Castles Of Dr. Creep“ einige Helden aus der zweiten Reihe in das Ihnen gebührende Rampenlicht geholt hat.
Abgerundet wird das Buch durch ein definitiv lesenswertes Interview mit David Braben, welcher sicherlich mit „Elite“ im Jahr 1984 eines der richtungsweisensten Computerspiele aller Zeiten geschaffen hat.

Alles in allem: egal ob man mit Computerspielen groß geworden ist, die 80er erlebt und geliebt hat oder dem Retrofieber verfallen ist, dieses Buch sollte ein neues Referenzwerk werden. Es bleibt nur die Hoffnung, dass sich Heinrich Lenhardt auch das nicht minder spannende Jahr 1985 noch vorknöpfen wird!


Jack the Ripper [Blu-ray]
Jack the Ripper [Blu-ray]
DVD ~ Michael Caine
Preis: EUR 6,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht unbedingt realistisch - aber grandios inszeniert und sehr spannend!, 14. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Jack the Ripper [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Taten des Rippers sind auch nach mehr als 120 Jahren immer noch im kollektiven Gedächtnis verhaftet... so sehr, das die Figur von Jack The Ripper mittlerweile viel mehr ein Mythos als alles andere ist. Verfilmt wurde der ganze Stoff natürlich auch schon mehrfach - und meiner Ansicht nach ist diese ursprünglich fürs Fernsehen gemachte BBC Produktion JACK THE RIPPER - DAS UNGEHEUER VON LONDON die beste bisherige Verfilmung.

Um es gleich klarzustellen: die hier präsentierte Lösung des Ripper-Falles glaube ich absolut nicht. Da ich mich seit vielen Jahren für den Fall interessiere kann ich auch abseits meiner persönlichen Meinung anmerken, das sich die Macher auch ansonsten einige künstlerische Freiheiten herausgenommen haben.

Aber: all das mindert meine Begeisterung für diesen Film absolut nicht - schließlich ist dies ein historischer Spielfilm und keine Dokumentation, und angesichts anderer Ripper Verfilmungen ging man im grossen und ganzen durchaus sorgfältig mit dem Stoff um. Die hier gefundene Auflösung wird in der ernsthaften Ripper-Forschung kaum für bare Münze genommen, sie funktioniert aber für einen Film ausgezeichnet - und darauf kommt es ja hier nun einmal an!

Tolle Schauspieler, tolle Kullissen, eine sehr dichte Stimmung, jede Menge Spannung - all das zeichnet JACK THE RIPPER - DAS UNGEHEUER VON LONDON aus... egal welcher Theorie um die Identität des Rippers man persönlich glauben schenkt. Vermutlich ist die "Wahrheit" hinter Jack The Ripper (um den sich ja hunderte von Theorien ranken, manche zumimdest in sich plausibel, viele nicht) nicht so interessant wie die Auflösung dieses Filmes.

Insgesamt: ein wirklich toller Film, der mich ein ums andere Mal begeistert hat - wer sich für den Ripper oder historische Dramen allgemein interessiert kommt um diesen Film.nur schwer herum.


Paper Gods (Deluxe Version)
Paper Gods (Deluxe Version)
Preis: EUR 10,49

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Irgendwas fehlt mir..., 11. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Paper Gods (Deluxe Version) (MP3-Download)
DURAN DURAN sind seit 35 Jahren ein ziemliches Chamäleon - wirklich einordnen ließ sich diese Band eigentlich nie, oft genug änderte man den Stil ziemlich drastisch. Das bedeutet sicherlich auch, dass vermutlich jeder Fan unter den Alben dieser Band so seine oder ihre Favoriten hat, und vermutlich jeder Fan auch ein paar Alben hat, zu welchen er oder sie einfach gar keinen Zugang findet.

Ich muss sagen: PAPER GODS setzt sich bei mir irgendwie zwischen alle Stühle. Ich finde es beileibe nicht so nervig wie z.B. "Red Carpet Massacre", aber einen zukünftigen Höhepunkt in der Diskographie von DURAN DURAN vermag ich auch nicht zu hören. Der Vorgänger "All You Need Is Now" gefiel mir zumindest auf Anhieb deutlich besser, PAPER GODS hat zwar seine starken Momente, wirkt aber eben auch an anderen Stellen nichtsagend und etwas uninspiriert.

Ich gewinne beim Hören einfach das Gefühl, dass diese Band zwar aus guten Musikern und Songwritern besteht, aber sich nicht so ganz auf ihre Stärken besonnen hat. Damit meine ich, dass PAPER GODS stilistisch einfach nicht die Vielfalt hat, welche die meiner Ansicht nach besten DURAN DURAN Alben auszeichneten. Die Stärke dieser Band war ja immer, dass sie sehr unterschiedliche Stile miteinander verschmelzen konnte, von New Wave über Funk, Synth Pop bis ziemlich hartem Rock war ja alles dabei. Vielleicht fehlt Andy Taylor an der Gitarre, der Sound ist jedenfalls sehr elektronisch... wodurch das Album allerdings nicht notwendigerweise modern klingt. Auch finde ich Simon Le Bons Gesang etwas komisch abgemischt und einfach nicht so gut wie er andernorts klingt - schließlich ist er in meinen Augen einer der besten Pop-Sänger aller Zeiten mit einer enormen Bandbreite.

Keine Frage: "schlecht" finde ich PAPER GODS nicht - aber es wirkt ein bisschen so wie das Cover, nette Elemente, aber im Gesamteindruck einfach nicht gerade umwerfend und ein bisschen nichtssagend.

DURAN DURAN können es, so haben sie es auch mit dem Vorgänger bewiesen, schlichtweg deutlich besser.


Under the Red Cloud
Under the Red Cloud
Preis: EUR 12,49

5.0 von 5 Sternen Einfach nur noch der Wahnsinn!, 7. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Under the Red Cloud (Audio CD)
Ich mag AMORPHIS seitdem ich 1996 erstmals "Tales From The Thousand Lakes" hörte - und ich finde, dass diese Band noch nie ein wirklich schwaches Album veröffentlicht hat. Sicherlich gefiel mir das eine Album besser als das andere und sicherlich finde ich "Tales..." immer noch unerreicht (was aber auch im historischen Kontext zu sehen ist), aber der Name AMORPHIS stand immer für Qualität, und seitdem Tomi Joutsen Sänger ist hat die Band nochmals gewaltig Fahrt aufgenommen.

Nach der Vorrede: was AMORPHIS mit UNDER THE RED CLOUD vorlegen hat meiner Ansicht nach Potential, zu ihren allerbesten Werken zu gehören... ich muss sagen, dass ich trotz der durchgehend hohen Qualität dieser Band wirklich schwerst beeindruckt bin, wieviel Ideen, Power, Leidenschaft und Können UNDER THE RED CLOUD beeinhaltet!

Man kommt sich fast doof vor es so auszudrücken, aber nach circa 10fachen Hören finde ich keinerlei Schwachpunkt, ganz im Gegenteil, AMORPHIS machen alles richtig und veröffentlichen ein Album, wie nur sie es schreiben und einspielen können. Unverkennbar AMORPHIS, dennoch originell und frisch klingend.

Beim ersten Durchlauf wird schon klar: UNDER THE RED CLOUD ist im Tempo eher flott unterwegs, die Songs sind eingängig, tolle Melodien und immer wieder originelle Parts - und natürlich bieten AMORPHIS stilistisch wieder ihre ganz eigene Mischung aus lupenreinem Metal, Rock, Prog, Folk und mitunter wieder orientalischen Harmonien. Das Album wirkt aber dennoch homogen und schlüssig, UNDER THE RED CLOUD macht im Autoradio genauso viel Spass wie im Wohnzimmer mit Kopfhörern... und gerade die Melodien und die Refrains gehen erbarmungslos ins Ohr, ohne das das neue Material platt und oberflächlich wirken würde.

AMORPHIS wollen es definitiv nochmal wissen - und liefern ein Album ab, welches wirklich rundrum begeistert. Mich würde es nicht wundern, wenn UNDER THE RED CLOUD ein zukünftiger Fan-Favorit werden sollte... eines ihrer schlüssigsten, stärksten und dynamischten Alben haben sie hiermit definitiv vorgelegt!


Cast In Steel
Cast In Steel
Preis: EUR 4,99

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gutes Comeback-Album - allerdings fehlt mir noch das letzte Quentchen, 5. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cast In Steel (Audio CD)
Es dürfte weitestgehend Einigkeit darüber herrschen, dass A-HA viel mehr als eine Teeniepop-Band ist, welche mit "Take On Me" 1985 einen der größten Hits der 80er geschrieben hat - denn in den 25 bis 30 Jahren (je nachdem wie man rechnet, CAST IN STEEL ist ja ein Comebackalbum) ihres Bestehens hat sich diese Band stets innerhalb ihres Stiles neu erfunden und kreative Grenzen überschritten. Hierbei hat A-HA auch oft genug Erwartungen über den Haufen geworfen und den Hörer überrascht. Sicherlich kann man darüber diskutieren, ob jede Stilvariation nun gelungen war, aber dies liegt auch in der Natur der Sache.

Dies vorangeschickt muss ich feststellen, dass sich CAST IN STEEL durch zweierlei auszeichnet - einerseits bietet es schöne, verträumte und eingängige Songs, welche sofort nach A-HA klingen... andererseits fehlt es für mich nach den ersten Durchläufen ein wenig an Innovation, es klingt alles ziemlich homogen ohne große Ausreißer und einfach sehr nach altbekannten A-HA. Mich beschlich beim Hören teilweise das Gefühl, manche Songs bereits zu kennen, ein bisschen mehr Pfiff hätte das neue Material ohne Wenn und Aber vertragen. Irgendwie vermisse ich bislang so ein bisschen die markanten Höhepunkte, das Album ist auf hohem Niveau etwas gleichförmig.

CAST IN STEEL klingt dennoch durch und durch solide und kann überzeugen, aber irgendwie fehlt bislang noch so "das gewisse Etwas".
Wenn man bösartig sein wollte könnte man CAST IN STEEL als ein "Auf Nummer Sicher" getrimmtes Album bezeichnen. Soweit will ich nun nicht gehen - Fakt ist aber bislang, dass mir trotz aller unbestreitbaren Qualität noch die wirklich großen, mutigen oder markanten Momente fehlen. Ich kann allerdings keinesfalls ausschließen, dass sich dieses Album auch noch entwickeln wird, diese Rezension gibt ja auch nur den Eindruck nach den ersten Durchläufen wieder.

Alles in allem: wer A-HA mag macht mit CAST IN STEEL wirklich nichts falsch, das Album ist definitiv gelungen. Ein echtes Meisterstück zum Comeback nach der Pause, was sich wohl jeder Fan insgeheim gewünscht hat, vermag ich aber noch nicht zu erkennen. Von mir gibts (knappe) 4 Sterne, eben eine Bewertung mit "Noch gut". Auch wenn ich das Album soweit mag werde ich das Gefühl nicht los, das hier mehr drin gewesen wäre und nach 5 Jahren Pause auch etwas mehr hätte kommen sollen.


Drachenväter: Die Interviews
Drachenväter: Die Interviews
von Tom Hillenbrand
  Broschiert
Preis: EUR 15,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit entsprechendem Fachwissen sehr lesenswert, 5. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drachenväter: Die Interviews (Broschiert)
Seitdem 1984 kommerzielle Rollenspiele im grossen Stil in Deutschland populär wurden hat sich hierzulande eine breite Fankultur gebildet, welche diesem Hobby treu geblieben ist und natürlich auch zahllose neue Impulse einbrachte - genau deswegen ist ein Werk wie Konrad Lischkas Drachenväter auch so besonders wertvoll, denn es zeigt, wie all das seinen Anfang nahm. Gerade diese Anfangsphase ist hochspannend, denn was einige Spielbegeisterte Ende der 70er / Anfang der 80er mit viel Enthusiasmus und DIY-Attitüde lostraten hat bis heute Auswirkungen auf ein Hobby, welches viele andere Kunstformen (zb Musik, Film und -logisch- Computerspiele) seinerseits beeinflusst hat und beeinflusst.

Das hier vorliegende DRACHENVÄTER - DIE INTERVIEWS ist sozusagen der "Bonusteil" von Drachenväter. Hier werden einige der wirklich grossen Namen der Rollenspielgeschichte (zb Steve Jackson, Monte Cook, Werner Fuchs, Richard Garriott) zum Gespräch gebeten, und es ist spannend zu lesen, wie die Interviewpartner ihre Anfänge, ihren Beitrag zum Spielehobby und ihre Einstellungen schildern. Die Interviews sind definitiv lebendig und dynamisch geführte Gespräche, und da sie in der Originalsprache wiedergegeben werden geht auch durch etwaige Übersetzungen nichts verloren. Auch gibt Konrad Lischka die Gespräche sehr wörtlich wieder, was zb das Interview mit Werner Fuchs etwas anstrengend zu lesen macht, aber eben auch sehr plastisch schildert.

Ohne Frage: solides und mitunter gutes Fachwissen über die Rollenspielszene, ihre Geschichte, die wichtigsten Namen und die Eckpunkte ist natürlich Voraussetzung, um ein Buch wie DRACHENVÄTER - DIE INTERVIEWS wirklich zu genießen. Viele Expositionen gibt es im Buch nicht. Es kann aber durchaus erwartet werden, das man sich einem solchen Buch ohnehin nur nähert, wenn man dieses Wissen in Etwa mitbringt.

Alles in allem: das Projekt Drachenväter ist ohnehin spannend - und dieses Buch liefert eine tolle Ergänzung dazu ab.


The Book of Souls
The Book of Souls
Preis: EUR 7,90

12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend - und 100% Maiden, 4. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Book of Souls (Audio CD)
Im Prinzip ist es nicht wirklich fair und sinnvoll, ein komplexes Album wie THE BOOK OF SOULS nach den ersten vier Durchläufen und am ersten Tag zu bewerten. Andererseits: wie sicherlich viele, viele andere Fans weltweit habe ich mich lange auf dieses Album gefreut, und die Erwartungshaltung war (wie immer bei Maiden) sehr groß... da möchte man sich auch zwangsläufig zu diesem neuen Werk mitteilen und zumindest seine ersten Eindrüke schildern.

Klar ist: ein zweites "Powerslave" oder meinetwegen "Piece Of Mind" kann und darf man von IRON MAIDEN anno 2015 nicht erwarten - und wer sich THE BOOK OF SOULS mit der Haltung nähert, das IRON MAIDEN wieder im Stil ihrer ersten 7 Alben klingen, dürfte sicherlich nicht so wirklich auf seine Kosten kommen. Andererseits wäre diese Haltung auch völlig illusorisch, es ist ja ganz offensichtlich, dass sich IRON MAIDEN stetig entwickelt haben. Sicherlich hat wohl jeder Fan seine eigene Meinung, wie die ganzen Entwicklungen im Maiden-Kosmos über all die Jahrzehnte im Einzelnen zu beurteilen sind, aber stehen geblieben sind IRON MAIDEN eigentlich nie.

Stilistisch kann und sollte man THE BOOK OF SOULS am ehesten natürlich mit den beiden Vorgängern "A Matter Of Life And Death" und "The Final Frontier" vergleichen - und hier fällt insgesamt auf, dass IRON MAIDEN mit diesem Album zwar den etwas ausufernden, progressiven Stil beibehalten haben, aber wieder zurück zu mehr Eingängigkeit gefunden haben. Wenn ich auch "A Matter Of Life And Death" und "The Final Frontier" fraglos gut fand fehlte mir bei so manchen Stücken ein wenig der rote Faden, die Dynamik und der Aufbau, der IRON MAIDEN auch bei früheren komplexeren Werken nie abhanden gekommen ist. THE BOOK OF SOULS geht wieder mehr ins Ohr, und erschließt sich bei den ersten Durchläufen mehr. Ich bin mir sicher, dass dieses Album auch noch wachsen wird.

Nach den ersten Durchläufen muss ich gleich mehrere echte potentielle Highlights ausmachen. "Empire Of The Clouds" ist ohne Frage ein echtes Breitwand-Stück, welches verdammt unter die Haut geht, und vermutlich einer der besten überlangen Maiden-Epen seit "Rime Of The Ancient Mariner". Ob man diesem unkaputtbaren Klassiker jemals das Wasser reichen kann möchte ich stark bezweifeln, aber das schmälert den monumentalen Eindruck, den "Empire Of The Clouds" hinterlässt, kein Stück. Großartig!

Auch der Opener "If Eternity Should Fail" kann auf ganzer Linie und auf Anhieb überzeugen, "The Book Of Souls" und "Tears Of A Clown" sorgten bei mir für Gänsehaut - und mit "Death Or Glory" oder "Speed Of Light" gibt es auch Tracks, welche live bestimmt erstklassig funktionieren.
Was mir aber ganz besonders auffiel: THE BOOK OF SOULS scheint bislang keine echten Ausfälle zu haben - sicherlich zündet der ein oder andere Song eher (wie gesagt: diese Rezension schreibe ich am Tag des Release dieses Albums), das gesamte neue Material ist aber qualitativ hochwertig, klasse komponiert und gespielt... und das Bruce Dickinson wie ein Gott singt muss kaum betont werden.
Beeindruckend ist auch: sicherlich klingen IRON MAIDEN (zwangsläufig) anders als in den 80ern - aber gerade die neuen Songs auf THE BOOK OF SOULS klingen sehr nach Maiden, wie eben eine Band, welche in den 30 Jahre nach "Powerslave" nicht stehen blieb, ihren Trademarks aber treu bleiben konnte. Das können nicht viele Bands mit einem solchen Repertoire wie IRON MAIDEN von sich behaupten.

Schön auch die Aufmachung des Albums (IRON MAIDEN haben wieder zu ansprechender Optik zurückgefunden, ein Fakt, der nicht verschwiegen werden darf) und die Lyrics, welche angenehm frei von mittlerweile totgerittenen Klischees sind.

Alles in allem: sicherlich ist es (bei allem Enthusiasmus) heute absolut unmöglich zu beurteilen, welchen Stellenwert THE BOOK OF SOULS im Maiden-Backkatalog eines fernen Tages mal einnehmen wird und wie sich das Album auf Dauer schlägt. Das kann nur der berühmte "Test Of Time" zeigen.
AAAABER: überzeugt und begeistert hat mich das neue Material auf ganzer Linie, und es gefällt mir nach den ersten Durchläufen merklich besser als die beiden Vorgänger, welche ich zwar "gut" fand, denen aber für mich das letzte Quentchen fehlte.

Insofern gebe ich gerne 5 Sterne - THE BOOK OF SOULS hat an seinem ersten Tag einen grandiosen Start hingelegt!

UP THE IRONS!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 5, 2015 12:17 PM MEST


Bad Magic
Bad Magic
Preis: EUR 6,19

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lemmy & Co. zeigen einmal mehr, wie ROCK N ROLL geht, 29. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bad Magic (MP3-Download)
Über Lemmy Kilmister und MOTÖRHEAD noch lange Worte zu verlieren ist sicherlich komplett unnötig - denn wenn es einen Künstler gibt, welcher mit seinem Leben den Begriff ROCK N ROLL auf den Punkt bringt ist dies sicherlich die in Kürze 70 (!) Jahre alt werdende Legende... und das Lemmy trotz seines nicht mehr ganz jugendlichen Alters und seiner in den vergangenen Jahren zu genüge in der Presse zu lesenden gesundheitlichen Problemen noch immer voll im Saft steht, wenn es um MOTÖRHEAD geht, beweist BAD MAGIC eindeutig.

Klar: musikalisches Neuland betreten MOTÖRHEAD auch mit BAD MAGIC nicht... aber das würde sicherlich auch keiner ernsthaft erwarten. Stattdessen liefern die drei Halunken wieder echten, harten und treibenden Rock N Roll, ohne Kompromisse und Trendanbiederungen. MOTÖRHEAD funktionieren nach völlig eigenen Regeln, was auch den vollkommen unnachahmlichem Charme dieses Trios ausmacht.

Im direkten Vergleich zum (sehr guten) Vorgänger "Aftershock" wirkt BAD MAGIC etwas aggressiver und härter, geht aber gleichzeitig sofort ins Ohr und die Beine, MOTÖRHEAD bleiben sich stilistisch absolut treu und ziehen unbeeindruckt ihr Ding durch. BAD MAGIC rockt ohne Ende, dennoch kann dieses Album aber gleichzeitig mit der wirklich ergreifenden Ballade "Till The End" sowie dem erstaunlich originell klingenden Rolling Stones Cover "Sympathy For The Devil" zwei stilistisch etwas aus dem Rahmen fallende Nummern aufweisen, welche aber vollkommen in den MOTÖRHEAD-Kosmos passen.

Insofern darf man es kurz machen: wer MOTÖRHEAD liebt wird auch mit BAD MAGIC voll auf seine Kosten kommen. Lemmy, Phil und und Mikey sind eine Bank und liefern ein Album ab, wie nur sie es hinkriegen - und angesichts all der Sorgen, welche man sich um Lemmy in den letzten Jahren machen musste, zeigt Mr. Kilmister, dass er ein Armdrücken mit dem Sensenmann noch jederzeit locker gewinnt.

BAD MAGIC zeigt also einmal mehr, wo der Hammer hängt - Fans können hier nichts, aber auch gar nichts, falsch machen.


Jupiter Ascending
Jupiter Ascending
DVD ~ Mila Kunis
Preis: EUR 6,49

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Grandiose Optik, dilletantische Handlung, 29. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Jupiter Ascending (DVD)
Ich mache es angesichts der zahlreichen Rezensionen hier kurz: JUPITER ASCENDING kann ohen Frage optisch sehr beeindrucken, leidet aber an seiner unfokussierten, wirren, gerne mal platten und mitunter einfach reichlich unlogischen Story.

Ohne Frage hat der Film eine Menge gute Ansätze und auch spannende Ideen, aber das Endresultat wirkt schlichtweg unausgegoren und mitunter ganz einfach schlecht erzählt - und manche Wendungen und Motivationen muss man sich als Zuschauer eher zusammenreimen. Ich hatte das Gefühl, dass sich entweder die Macher unklar sind, für welche Zielgruppe sie den Film erstellen wollten oder aber, dass dieser Film mehrfach massiv umgeschrieben wurde, es wirkt alles einfach sehr inkohärent und unschlüssig.

Dabei kann man es nicht oft genug wiederholen - aus der Idee von JUPITER ASCENDING ließe sich viel mehr rausholen, und auch die visuellen Seite dieses Filmes beeindruckt auf ganzer Linie.
Nur: was bringt das, wenn man das Gefühl hat, dass die Macher selbst nicht so recht wussten, was sie für eine Art von Geschichte sie erzählen wollen? Die Stimmung von JUPITER ASCENDING wechselt mitunter rapide, die (unlogische) Story entwickelt sich nicht wirklich, und es fehlt dem Film einfach an einem roten Faden und an Schlüssigkeit.

Alles in allem: optisch kann der Film auf ganzer Linie beeindrucken - aber die leider sehr dilletantisch inszenierte und schlecht erzählte Handlung macht hiervon viel zu Nichte. Wer JUPITER ASCENDING auslässt verpasst nicht allzu viel.

Schade - hier wäre viel mehr drin gewesen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 29, 2015 4:01 PM MEST


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20