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Rezensionen verfasst von
kubine

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Hama Reisestecker-Set Globetrotter (USA, China, UK u.v.m.) für Geräte mit deutschem Schutzkontaktstecker oder Eurostecker (mit Transportbeutel)
Hama Reisestecker-Set Globetrotter (USA, China, UK u.v.m.) für Geräte mit deutschem Schutzkontaktstecker oder Eurostecker (mit Transportbeutel)
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leider nicht für alle europäischen Länder geeignet, 29. Juni 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Es gab mal eine Zeit, da war Reisen vergleichsweise einfach. Man packte seinen Koffer, fuhr an den Urlaubsort und genoß die freien Tage. Das ist heute zwar auch noch so, aber eine Sache wird immer wichtiger: Ein Adapter für die Steckdose, zumindest wenn man außerhalb Deutschlands Urlaub macht. Den Smartphone, Digicam und Co. wollen auch in der schönsten Zeit des Jahres mit Strom versorgt werden. Und das ist selbst in den Ländern Europas ohne Adapter kaum möglich, vom Ausland gar nicht zu reden.

Und da man nicht immer einzelne Adapter kaufen möchte, bietet sich ein Set an. Hama hat hier ein solches zusammengestellt, bestehend aus 3 verschiedenen Steckern. Mit den unterschiedlichen Arten können eine Vielzahl von Ländern abgedeckt werden: Großbritannien, USA, Australien, China, Teile Südamerikas und Afrikas und einige andere Länder mehr. Zusätzlich gibt es einen kleinen Transportbeutel dazu.

Die Benutzung ist ganz einfach. Man wählt den entsprechenden Steckereinsatz für sein Urlaubsland und schiebt ihn einfach auf die Adaptersteckdose, dabei muss der Einsatz hörbar einrasten. Zusammengeschoben erhält man dann einen sehr stabilen Stecker – nichts wackelt oder weißt Lücken auf. Der Stecker Typ G, den man z.B. für Großbritannien benötigt, ist zusätzlich noch mit einer kleinen 13 A Sicherung ausgestattet.
Da keine Spannungstransformation stattfindet darauf achten dass nur Geräte mit einer max. Leistung von 250 Volt damit betrieben werden.

Trotz des vollmundigen Namen „Globetrotter“ sollte sich aber jeder vorab auf der Webseite des Herstellers informieren, ob für sein Urlaubsland der passende Stecker dabei ist. Denn leider sind das einige europäische (Nachbar-)Länder nicht. Italien fehlt ebenso wie die Schweiz. Dafür braucht man dann wieder eigene Adapter. Genauere Infos im Überblick bietet der Hersteller aber auf seiner Webseite: [...]

Die Kennzeichnung der einzelnen Typen ist auch auf den jeweiligen Einsätzen drauf gedruckt. Für mich etwas ungünstig. Mitbewerber haben statt der Typen, die entsprechenden Länderkennzeichen drauf, was ich persönlich besser finde. Denn die Gebrauchsanweisung, wo pro Typ eine Auflistung möglicher Einsatzorte zu finden ist, ist mit der Zeit schnell mal verlegt, die Verpackung mit den gleichen Informationen ebenso schnell entsorgt.

Auch wenn der Name „Globetrotter“, wie oben erwähnt, nicht alle gängigen Länder abdeckt, bietet diese Set doch die Möglichkeit, es in einer Vielzahl von Ländern zu verwenden. Die qualitativ hochwertige Verarbeitung ist vertrauenerweckend und verspricht Langlebigkeit. Der Urlaub kann kommen.

* Ich behalte mir vor, die Bewertung jederzeit anzupassen. *


Tintenspur: Der dritte Fall für Hugh de Singleton
Tintenspur: Der dritte Fall für Hugh de Singleton
von Mel Starr
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach den Bücherdieben, 17. Juni 2016
Oxford, 1365: Hugh de Singleton, Chirurg und Burgvogt von Bampton Castle, ist in der Stadt, um seinem Liebesglück ein wenig auf die Sprünge zu helfen und weiter um Kate Caxton zu werben. Doch bevor er dazu kommt, wird er von Magister Wyclif um Hilfe gebeten. 22 Bücher sind ihm über Nacht gestohlen worden. Der Oxforder Sheriff zeigt kein großes Interesse an dem Fall und Wyclifs letzte Hoffnung ist sein ehemaliger Schützling. Hugh ist im Zwiespalt – einerseits ist er seinem Herrn Lord Gilbert Talbot verpflichtet, andererseits bedeutet mehr Zeit in Oxford auch mehr Zeit mit Kate. Als Hugh die Erlaubnis für die Nachforschungen nach den Büchern von Lord Gilbert erhält, ist er deshalb auch mehr als nur glücklich. Begleitet von Arthur, einem Diener Talbots, macht Hugh sich wieder auf den Weg nach Oxford. Dort sieht er sich auf einmal vor ungeplante Schwierigkeiten gestellt: Ein anderer Mann macht Kate ebenfalls den Hof und die Suche nach den gestohlenen Bücher gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Als ob das noch nicht reichen würde, muss Hugh plötzlich auch um sein Leben fürchten … aber wer ist hinter ihm her und warum?

„Tintenspur“ ist der dritte Band um den ermittelnden Chirurgen Hugh de Singleton vom Mittelalterexperten Mel Starr. Der Autor hat damit eine Reihe geschaffen, die auf spannende und humorvolle Art einen Einblick ins Leben der damaligen Zeit gibt, und in England sehr beliebt ist.

Dreh-und Angelpunkt des Romans ist die Suche nach den gestohlenen Büchern. In einer Zeit, als Bücher sehr kostbar waren, ist der Verlust von einem Buch schon eine Katastrophe. 22 gestohlene Bücher sind da schon ein kleiner Weltuntergang. Das merkt man Magister Wyclif auch an. Er, der sonst immer ein offenes Ohr hat, interessiert sich nur noch für den Fortschritt der Suche. Für alles andere hat er keinen Sinn. Er kann sich auch nicht vorstellen, dass einer der Studenten dahintersteckt oder jemand anderes.

Hugh hat es auch nicht viel leichter. Obwohl er seinem Freund helfen will, ist er nur halbherzig dabei. Seine Gedanken sind meistens bei Kate. Er lässt sich leicht ablenken, zumal alle Spuren, die er verfolgt, auch keine wirklichen Aufschlüsse bringen. Richtig knifflig wird es für ihn, als eines der gestohlenen Bücher in Oxford zum Kauf angeboten wird. Der Verkäufer scheint kein Dieb zu sein und wird bald ermordet aufgefunden. Dazu kommt noch, dass Hugh immer wieder in (Lebens-)Gefahr gerät, aus der er sich meist nur mit Mühe und mit Hilfe seiner Freunde befreien kann. Vielleicht hat auch eine höhere Instanz dabei ihre Hände im Spiel, so ganz sicher ist sich Hugh dabei aber nie.

Der Autor spielt hier ein meisterliches Katz-und Maus-Spiel – nicht nur mit seinem Protagonisten, sondern auch mit dem Leser. Am Anfang scheint alles klar, doch je mehr die Handlung voranschreitet, desto mehr verwirren sich die Fäden. Als Leser hat man Vermutungen, die man dann ein paar Seiten weiter wieder über Bord werfen kann. Der Diebstahl und die Überfälle scheinen 2 verschiedene Paar Schuhe zu sein. Oder hängt das eine mit dem anderem zusammen? Das wird erst kurz vor Ende klar.

Bis dahin fliegt man förmlich durch die Seiten. Der Spannungsaufbau ist Mel Starr hervorragend gelungen, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Dabei hat der Autor auch sehr gut recherchiert und lässt die weltberühmte Universitätsstadt im 14. Jahrhundert vor den Augen des Lesers auferstehen. Ein kleiner Stadtplan soll dabei helfen, sich zurecht zu finden, alte Straßennamen werden am Schluss den jetzigen Bezeichnungen zugeordnet. So ergibt sich auch für Kenner der Stadt ein neues Bild von Oxford.

Neben der guten Recherche, dem tollen Spannungsaufbau und der bildhaften Charakterisierung der Protagonisten kommt aber auch der Humor nicht zu kurz. Ob slapstickartig eingebaute Szenen oder Hughs Versuchs, Gottes Wille zu interpretieren – oft hat man ein Lächeln auf dem Gesicht.

Es ist zwar der 3. Band der Reihe, man kann das Buch aber auch ohne Kenntnisse der Vorgänger lesen. Zwar werden hier und da vergangene Fälle erwähnt, das tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch. Wer gerne (historische) Krimis liest und noch auf der Suche nach einer leichten Sommerlektüre dieses Genre ist, kann hier guten Gewissens zugreifen. Und Fans der Reihe dürfen sich auch schon auf Band 4 freuen, der im August 2016 erscheinen soll.


Was ich euch nicht erzählte: Roman
Was ich euch nicht erzählte: Roman
von Celeste Ng
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein bewegendes Debüt, 7. Juni 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Middlewood, Ohio, 1977: Eigentlich sollte es ein ganz normaler Tag im Leben der Familie Lee werden. Eigentlich. Aber die 16-jährige Lydia, das Lieblingskind ihrer Eltern, erscheint nicht zum Frühstück. Ihr Bett ist unberührt. Schnell wird herumtelefoniert - mit der Schule, mit vermeintlichen Freunden. Doch keiner hat Lydia gesehen oder weiß, wo sie sein könnte. Die Polizei geht davon aus, dass sie ausgerissen ist. Nach ein paar Tagen dann die Gewissheit: Lydia ist tot, ertrunken im nahegelegenen See. Während die Familie weiter nach einem Schuldigen sucht, hakt die Polizei es als Selbstmord ab. Doch kann es wirklich so einfach sein?

In ihrem Debütroman geht Celeste Ng dieser Frage auf den Grund. Im Vordergrund steht dabei nicht, herauszufinden, was wirklich passierte, sondern die Frage zu beantworten, wie es dazu kommen konnte. Die Autorin schaut dabei hinter die Familienfassade und schafft ein bewegendes, psychologisches Werk, dass von einer zeitlosen Aktualität ist.

Der Schwerpunkt des Romans beleuchtet dabei das Thema, wodurch wir, unser Leben und das nachfolgender Generationen geprägt wird. James, Lydias Vater, ist der Sohn chinesischer Einwanderer, Marilyn, Lydias Mutter, ist Amerikanerin. 1958 heiraten sie - ein Schritt, der zur damaligen Zeit viel Mut erforderte. Ein Schritt, aus Liebe getan, setzt etwas in Bewegung, was 20 Jahre später dramatische Folgen haben wird.

"Weil ihre Mutter sich sehnlichst gewünscht hatte, aus der Menge herauszuragen, und weil ihr Vater sich sehnlichst gewünscht hatte, ein Teil der Menge zu sein. Beides war nicht möglich gewesen."

Die Eltern müssen ihre eigenen Zukunftsträume und -hoffnungen begraben. Umso mehr projizieren sie diese auf ihre Kinder. Vor allem auf Lydia. Vom Aussehen her kommt sie mehr nach ihrer Mutter, was in ihrem Vater die Hoffnung nährt, dass wenigstens sie "dazu gehört". Und ihre Mutter tut alles, damit Lydia den Weg einschlägt, der ihr verwehrt blieb. Beide erkennen nicht, dass sie ihre Tochter zu etwas machen wollen, was sie nicht ist und sie dadurch erst recht zur Außenseiterin wird. Darüber hinaus schenken sie ihren anderen beiden Kinder kaum Beachtung, die sich nach der Aufmerksamkeit ihrer Eltern sehnen. Und so ist es kein Wunder, dass alle Familienmitglieder Geheimnisse voreinander haben und jeder auf seine eigene Weise rebelliert.

Celeste Ng baut ihre Geschichte langsam aber intensiv auf. Erst auf den letzten Seiten erfährt der Leser, was wirklich mit Lydia geschehen ist. Gemäß dem Motto "Der Weg ist das Ziel"erzählt sie Lydias Geschichte aus dem Blickwinkel der verschiedenen Familienmitglieder. Sie wechselt aber nicht nur die Perspektive, sondern wandert auch durch unterschiedliche Zeitstränge.Dabei geht sie keineswegs linear vor. Das verlangt vom Leser auch volle Aufmerksamkeit, zumal es ein paar Stellen gibt, die nicht so ganz in die Chronologie zu passen scheinen. Gespickt wird das ganze mit den kleineren Geheimnissen, die wohldosiert gelüftet werden. So entblättert sich nach und nach die ganze Geschichte, wird das Drama, dass sich heimlich und leise, für alle nicht wahrnehmbar, aber unaufhaltsam entwickelt, vor den Augen des Lesers sichtbar.

Darüber hinaus regt der Roman zum Nachdenken an, ohne den berühmten Fingerzeig. Celeste Ng schreibt nicht vor, was richtig oder falsch ist. Das findet man zwischen den Zeilen in ihrem Buch. Es ist traurig und zugleich aufrüttelnd. Ein Buch, das den Leser noch lange beschäftigt.


Lenor Unstoppables Bliss Wäscheparfüm, 3er Pack (3 x 275 g)
Lenor Unstoppables Bliss Wäscheparfüm, 3er Pack (3 x 275 g)
Preis: EUR 19,35

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zu teuer bei umweltschädigender unbefriedigender Leistung, 3. Mai 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wer wünscht sich keine duftende Wäsche? Bettwäsche, in der man duftbetört sanft einschlummert, Handtücher, die Gäste mit ihrem Duft begeistern, Textilien, die Frische verströmen? Alles kein Problem, glaubt man der Werbung. Die Realität ist meist ernüchternder. Das konnte Procter und Gamble aber nicht davon abhalten, ein neues Produkt der Lenor-Range hinzuzufügen. Lenor Unstoppables Wäscheparfüm heißt das neue Produkt, das aufgrund seiner zugegeben witzigen TV-Werbung die Leute zum Kauf verleiten soll.

Ich hätte es mir sicher auch gekauft, hatte aber das Glück, das Produkt testen zu dürfen. Und ich war sehr gespannt, meine Erwartungen gemäß der Werbung hoch. Diese wurden leider nicht erfüllt.

Lenor Unstoppables kommt in einer handlichen Dose daher. Der Deckel dient als Messkappe, wobei bei der Anleitung keine genaue Dosierung angegeben ist (richtet sich nach individueller Duftintensität, Wäscheart und Wäschemenge), die empfohlene Dosierung ist eine halbe Kappe (18g), das kann man aber auf bis zu 3 Kappen ausdehnen. Liest man sich dann die weiteren Angaben auf der Verpackung durch kommt erst mal ein Schock: Das ganze ist schädlich für Wasserorganismen mit langfristiger!!! Wirkung. Zudem ist der Behälter der Problemabfallentsorgung zuzuführen. Inhalt verstehe ich ja, Behälter mit Inhalt auch, aber der leere Behälter? Trotz Grünen Punkt auf der Verpackung? Das ist ein bisschen widersprüchlich. Ganz gesundheitlich unbedenklich ist das ganze auch nicht, aber das sind die wenigsten Reinigungs- und Waschmittel.

Aber gut, getestet musste es ja trotzdem werden. Also alle ökologischen Bedenken über Bord geschmissen, und wie die Wäscheexpertin aus der Werbung eine entsprechende Menge (etwa 1 1/2 Kappen) der kleinen Perlen in die Waschmaschine gegeben. Wäsche drauf, Programm eingestellt und die Maschine ihren Dienst tun lassen. Auf einen zusätzlichen Weichspüler habe ich dabei verzichtet. Nach Beendigung des Waschgangs die Wäsche in Ermangelung eines Trockners wie gewohnt aufgehangen. Und ja, der Duft war mit dem eines herkömmlichen Weichspülers vergleichbar ' blumig-frisch und sehr angenehm. Allerdings je trockener die Wäsche wurde, desto mehr verflüchtigte sich der Duft. Oberteile, die ich bügeln muss trockne ich gerne auf einen Kleiderbügel, die, wenn sie trocken sind, dann ins Schlafzimmer zum Bügeln gehängt werden. Normalerweise hängt dann noch ein leichter Duft im Raum, hier hingegen nichts. Wie war das mit dem langanhaltenden Frischduft? Bei meiner Dosierung nicht wirklich vorhanden. Es seit denn man steckt seine Nase ganz tief in die Wäsche ' dann kann man noch Spuren wahrnehmen. Eine höhere Dosierung wählen? Das war für mich keine Option und sollte auch nicht nötig sein. Zudem dürfte es für zahlende Kunden auf Dauer ein teures Vergnügen werden ' die Preisgestaltung empfinde ich als unverschämt. Zumal jeder Weichspüler in Punkto Duft mehr drauf hat.

Ich hatte mir wirklich mehr versprochen. Aber vielleicht hätte P&G auch von den Erfahrungen seiner Konkurrenten lernen sollen. Vor ein paar Jahren gab es aus dem Hause Henkel ein ähnliches Produkt. Das verschwand aber sehr schnell wieder vom Markt. Ich fürchte, das wird auch mit den Unstoppables passieren.


Ein Fehler mit Vergangenheit: Ein Oxford-Krimi
Ein Fehler mit Vergangenheit: Ein Oxford-Krimi
von Katharina M. Mylius
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unfall oder Mord?, 7. April 2016
Bei einem Poloturnier kommt es zu einem tödlichen Unfall. Graham Spencer, Sohn eines Industriellen, bricht sich das Genick. Heidi Green war dabei und Aussagen von Freunden Grahams lassen sie stutzig werden. Von einem Drohbrief ist die Rede und auch Grahams Verhalten während des Spiels deuten darauf hin, dass bei dem Unfall nachgeholfen wurde. Aber von wem und vor allem warum? Heidi und ihr Kollege Frederick Collins beginnen zu ermitteln. Die Spur führt sie in die Vergangenheit und auch in Heidis engsten Familienkreis...

„Ein Fehler mit Vergangenheit“ ist der 3. Band um die sympathischen Ermittler Heidi Green und Frederick Collins. Katharina M. Mylius nimmt den Leser dabei mit in die Oxforder High Society, in dem man den Schein wahren und Skandale vermeiden möchte.

Dabei bleibt sie ihren Stil treu. Eine überschaubare Menge an Verdächtigen, die alle kleine und größere Geheimnisse haben – Agatha Christie lässt grüßen. Manche Geheimnisse sind für geübte Krimileser relativ schnell klar, andere lassen den Leser wie auch die Ermittler im Dunkeln tappen. Sehr gekonnt werden falsche Fährten gelegt, so dass man ziemlich lange mit ermitteln kann, auch wenn manche Fährte leider schnell im Sande verläuft. Das ist vielleicht auch der Ermittlungsdauer im Buch geschuldet. Heidi hat nur wenige Tage, um den Fall zu lösen. Das bringt natürlich Spannung rein, aber manche falsche Spur hätte auch etwas besser ausgebaut werden können.

Allerdings bleiben auch Fragen offen. Heidis Bruder rückt immer stärker in den Focus und ich frage mich, ob Heidi dann so ohne weiteres weiter ermitteln dürfte. Auch Grahams Verhalten in der Vergangenheit und in der Gegenwart, die schließlich zu seinem Tod führten, konnte ich nicht nachvollziehen. Ich kann zwar seine Reaktion in der Vergangenheit noch halbwegs verstehen, aber nicht die, aus meiner Sicht nicht vorhandenen, Gründe eines gereiften Mannes. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse förmlich und sind durchaus auch plausibel, aber teilweise wirkt es dann ein wenig zu konstruiert.

Für diese kleinen Schwachstellen entschädigt aber das Setting des Romans. Ich kenne Oxford und die Umgebung ziemlich gut und die Autorin hat ein gutes Händchen, diese tolle Stadt und deren Atmosphäre den Leser näherzubringen. Kleine britische Eigenarten werden an den passenden Stellen mit eingebaut und hier und da blitzt auch der britische Humor mit durch. Katharina M. Mylius schafft es auch, das Privatleben der Ermittler zu beleuchten, ohne dadurch die eigentliche Kriminalhandlung zu überdecken. Gepaart mit einem sehr angenehmen Schreibstil und den oben erwähnten Geheimnissen, ergibt sich ein Cosy-Krimi, durch den man einfach nur fliegt. Eine Karte und nähere Erläuterungen zum Polospiel und den Örtlichkeiten runden den Roman ab.

Wer einen soliden britischen Krimi, bei dem man auch miträtseln kann, sucht, ist hier trotz der Schwachstellen genau richtig. Und vielleicht gibt es ja bald auch einen 4. Band um das sympathische Ermittlerduo. Den würde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen.


Der falsche Prophet
Der falsche Prophet
von Roman Rausch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Heiliger oder Scharlatan?, 23. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Der falsche Prophet (Taschenbuch)
Taubertal 1476: Der junge Hans Behem, ein Musikant und Schafhirte, genießt sein sorgenfreies Leben. Während die Bauern durch einen kalten Winter, eine schlechte Ernte und den Abgaben an die Lehnsherren und die Kirche, hungern und verzweifeln, sind seine Gedanken nur bei seiner schwangeren Liebschaft Elsbeth. Als sie stirbt, ist Hans außer sich. Er will es den Mächtigen heimzahlen. Und so behauptet er, Maria, die Mutter Gottes, wäre ihm erschienen und er soll gegen die Ungerechtigkeit predigen. Die Menschen glauben ihm, kommen von weit her, um den fränkischen Messias zu hören. Bald glaubt Hans selbst, wirklich der Auserwählte der Gottesmutter zu sein und seine Predigten werden immer radikaler. „Schlagt die Pfaffen tot“ wird zum Schlachtruf, den die Bischöfe aus Mainz und Würzburg nicht länger ignorieren können...

Die Person Hans Behem hat es wirklich gegeben, doch heute ist sie an der ehemaligen Wirkungsstätte fast vergessen. Roman Rausch setzt dem „Pfeiffenhans“ mit seinem neuen Roman ein Denkmal und holt ihn aus dem Dunkel der Geschichte wieder an Licht.

Hans, jung, naiv und gutgläubig, gerät durch Zufall in die Mühlen der Politik der damaligen Zeit. Eigentlich ist er nur eine Schachfigur in einem Spiel, bei dem es um Macht und Einfluss geht. Die Folgen sind dramatisch. Aus Rache, vor allem an der Kirche, denkt er sich mit ein paar Helfern eine Scharade aus, die bald schon eine Eigendynamik entwickelt. Er spricht das aus, was viele Leute denken. Die Leute hören ihm, dem Taugenichts, zu, kommen um ihn zu sehen, sich von ihm segnen und heilen zu lassen. Er wird gefeiert wie ein Popstar. Was als gut durchdachtes Schauspiel angefangen hat, nimmt immer mehr Konturen an, die Reden wider der Obrigkeit werden immer radikaler – und Hans immer größenwahnsinniger. Er verprellt seine Mitstreiter, fühlt sich unantastbar.

Mit der Person des Hans Behem bin ich nicht richtig warm geworden. Er macht eine große Wandlung durch – in kürzester Zeit. Das beruht auf realen Gegebenheiten, entspringt nicht der Fantasie des Autors, aber ich kann seine Handlungen, seine Obsessionen, nicht immer nachvollziehen.Auch unter Beachtung der auslösenden Faktoren – wahrscheinlich bin ich dazu in der falschen Zeit geboren.

Die Nebenfiguren sind da schon interessanter. Der Dorfpfarrer, ein Begarde, der Hans' Mentor war, und eine Magd unterstützen Hans. Jeder verfolgt dabei auch seine eigenen Ziele. Darüber zerbricht das Quartett, was letztendlich mit zum Untergang von Hans führt. Allerdings kommt mir ihr Schicksal, mit Ausnahme der fiktiven Magd Magdalena, etwas zu kurz. Auch über die Gefühlswelt des Pfarrers und des Begarden erfährt man relativ wenig. Das mag an den historischen Überlieferungen liegen und dem Spagat, den ein Autor vollziehen muss, ohne die realen Geschehnisse zu verwässern. Man erfährt zwar zum Schluss noch ein wenig darüber, trotzdem bleiben Fragen offen.

Höchst interessant fand ich dagegen die damaligen Lebensumstände, die der Autor gekonnt vermittelt. Nicht nur die, der armen Bevölkerung, auch des Adels und des Klerus. Badehäuser und Badeorgien scheinen damals in Mode gewesen zu sein – etwas, was ich in dem Ausmaß in Deutschland so nicht vermutet hätte. So etwas brachte ich bisher nur mit dem alten Rom in Verbindung, nicht wirklich mit dem Leben in Deutschland im 15. Jahrhundert. Auch die sehr komplexe politische Situation wird verständlich geschildert. Gerangel um Zuständigkeiten und Kompetenzen, die Angst der Obrigkeit vor einem Flächenbrand (der ein paar Jahre später trotzdem ausbrach) und der Ruf nach Gerechtigkeit - Themen, die auch heute aktueller denn je sind.

Roman Rausch hat daraus eine faszinierende und auch spannende Geschichte gemacht. Zwar sind einige Szenen, die durchaus Parallelen zum echten Messias aufweisen, für meinen Geschmack etwas zu übertrieben, und weitere kleinere Kritikpunkte (siehe oben) vorhanden, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Wer ein Stück vergessener deutscher Geschichte erleben möchte, ist hier genau richtig und wird sicher Freude am Lesen haben.


Sturm im Paradies: Roman.
Sturm im Paradies: Roman.
von Elisabeth Büchle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine emotionale Achterbahnfahrt, 28. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Sturm im Paradies: Roman. (Gebundene Ausgabe)
Sie kam aus dem Nichts. Ohne Vorwarnung. Eine Welle ungeahnten Ausmaßes. Die Menschen, die an Stränden der Andamanensee am 2. Weihnachtsfeiertag 2004 Erholung suchten, hatten fast keine Chance. An die 230 000 Menschen fanden an diesem Tag den Tod, unzählige wurden schwer verletzt. Bilder aus dem Katastrophengebiet gingen vor 11 Jahren tagelang um die Welt. Trotzdem blieben sie für die meisten Menschen abstrakt. Man konnte und wollte sich den Ausmaß an Leid und Elend, den das Seebeben hervorgerufen hatte, nicht vorstellen. Der neue Roman von Elisabeth Büchle gibt dem Schrecken ein Gesicht und nimmt den Leser mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt.

Als Rebecca Siebeck in ihrem Beruf als Sanitäterin der Luftrettung dem reichen Amerikaner Marty Jason das Leben rettete, konnte sie nicht ahnen, welche schicksalshaften Folgen das Ganze haben wird. Als Dank ladet Marty sie und die Notärztin, die ebenfalls an der Rettung beteiligt war, erst zu einem Barbecue und dann zu seiner Hochzeit, die am 1. Weihnachtsfeiertag in Khao Lak stattfinden soll, ein. Nicht ohne Hintergedanken, hat er doch bemerkt, dass sein bester Freund Lukas Becker sich in Rebecca verguckt hat. Nach einigem Zögern nimmt Rebecca die Einladung an und reist nach Thailand. Sie lernt ein Paradies kennen und Landschaft und Leute sorgen dafür, dass sie ihre Alltagssorgen langsam vergisst. Auch ihre Zurückhaltung Männern gegenüber fängt an zu bröckeln und zwischen ihr und Lukas entwickelt sich eine zarte Romanze. Doch dann schlägt die Natur gnadenlos zu...

Elisabeth Büchles Markenzeichen sind Romane, die auf wahren Begebenheiten beruhen und auch mit ihrem neuen Roman beweist sie, dass sie eine Meisterin des Erzählens ist. Ihre Figuren sind fiktiv, der Tsunami war es nicht. Als Leser ist man den Protagonisten im Wissen um das, was passieren wird voraus, und genau damit spielt die Autorin. Dadurch schafft sie einen sehr spannenden Roman, der einen mitreißt und aufgrund der Thematik noch lange nachhallt.

Der Tsunami kam aus dem Nichts, war nicht vorhersehbar und niemanden konnte die Schuld dafür in die Schuhe geschoben werden. Die Darstellung der Naturgewalt ist so spürbar beschrieben, dass man meint, man sei selbst mittendrin. Man kämpft mit den Protagonisten ums Überleben, spürt die Angst vor einer weiteren Welle selbst und hat Tränen in den Augen beim Lesen – bis zur letzten Seite. Nicht nur aus Trauer um liebgewonnene Charaktere, auch durch so manche Wunder, kleine wie große, die es inmitten des Chaos auch gab.

Hervorragend charakterisierte Figuren, mit denen man sich identifizieren kann, eine spannende Geschichte, präzise Beschreibungen der Handlungsorte und sehr gut recherchierte Ereignisse – das erwartet man bei Elisabeth Büchle fast zwangsläufig. Aber hier setzt sie nochmal etwas obendrauf. Die eigentlich in der Theorie recht trockenen, physikalischen Abläufe der Plattentektonik werden so anschaulich, und dabei leicht und locker, dargestellt, dass man als Leser auch noch etwas lernt, ohne dass das ganze langweilig wird. An den richtigen Stellen gekonnt eingebaut, sind diese kleinen Absätze wirklich ein Lesehighlight.

Zum Ende hin gab es zwar eine Kleinigkeit, die mich etwas gestört hat (genauer möchte ich an der Stelle darauf nicht eingehen, da es etwas von der Geschichte offenbart), da sie in meinen Augen für die Handlung nicht notwendig war und der Roman diese besondere Dramatik eigentlich nicht brauchte. Trotzdem vergebe ich sehr gerne und aus tiefster Überzeugung 5 Sterne und bin gespannt, mit welchem Thema Elisabeth Büchle die Leser als nächstes überrascht.


Gillette Fusion Rasierklingen, 8 Stück, briefkastenfähige Verpackung
Gillette Fusion Rasierklingen, 8 Stück, briefkastenfähige Verpackung
Wird angeboten von Woldoshop GmbH
Preis: EUR 26,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teure Qualitätsklingen, 10. Februar 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Rasierer von Gilette gehören für meinen Mann von je her zur Grundausstattung. Nachdem er jahrelang Mach3-Klingen benutzte und diese beim Nachkauf gerade nicht erhältlich waren, legte er sich gleich einen neuen Rasierer zu. (Bei der Preispolitik hinsichtlich Ersatzklingen rentiert sich das eigentlich nach absehbarer Zeit immer, ist aber ökologisch gesehen nicht verantwortbar). Es wurde der Fusion und bis jetzt ist der Herr des Hauses sehr zufrieden damit.

Mit empfindlicher, sensibler Haut und je nach Tagesform gelingt die tägliche Rasur mal mehr, mal weniger gut. Kleinere Verletzungen kommen da schon mal vor. Diese sind mit den Fusion-Klingen aber deutlich zurückgegangen. Insofern ist der Rasiervorgang wirklich schonender als mit den Vorgänger-Klingen, woran auch der Präzisionstrümmer nicht ganz unschuldig sein dürfte. Zumindest unterhalb der Nase gibt es jetzt kaum noch Verletzungen. Der integrierte Lubrastrip erhöht die Gleitfähigkeit und dient gleichzeitig als Indikator, wann man die Klinge wechseln sollte.

Geliefert wird das ganze in einer briefkastenfähigen, flachen Amazon-Karton-Verpackung. Darin sind 2 Spender mit 4 Klingen und einer Beilage. Auf etwaige Plastik-Umverpackungen wird verzichtet, was der Umwelt zu Gute kommt.

Zwar kann man das Rad sprich die Rasierklingen nicht neu erfinden, aber kleine Verbesserungen sind doch hin und wieder machbar, wie der Fusion beweist. Einzig die doch recht hohen Kosten für Ersatzklingen lassen uns als Konsumenten immer etwas grummeln, aber daran wird sich wohl nie etwas ändern.


Spreewaldgrab: Kriminalroman (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner, Band 1)
Spreewaldgrab: Kriminalroman (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner, Band 1)
von Christiane Dieckerhoff
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Holpriger Neustart, 22. Januar 2016
Polizistin Klaudia Wagner will ihr altes Leben hinter sich lassen. Nach der Trennung von ihrem Ex verlässt sie das Ruhrgebiet und lässt sich in den Spreewald versetzen. Doch so ruhig und idyllisch, wie sie es sich vorgestellt hat, wird es nicht. Sie muss sich nicht nur an ihr neues Umfeld und an die Kollegen erst gewöhnen, sondern wird auch gleich mit dem ersten Mordfall konfrontiert. Ein Berliner Unternehmer wird in seinem Wochenendhaus im Spreewald ermordet aufgefunden. Bei den Nachforschungen stößt die Polizei auf ein mumifiziertes Skelett und eine wichtige Zeugin ist wie vom Erdboden verschwunden. Je mehr Klaudia nachforscht, desto tiefer wird sie in den Fall hineingezogen, bis sie sich plötzlich selbst im Fadenkreuz wiederfindet...

„Spreewaldgrab“ aus der Feder von Christiane Dieckerhoff, die schon mehrere Romane geschrieben hat, ist der Auftakt einer Reihe um die Polizistin Klaudia Wagner. Eingebettet in den idyllischen Spreewald, wo man kaum Kapitalverbrechen vermuten würde, passt er in die Kategorie Regionalkrimi. So richtig überzeugen konnte er mich aber leider nicht.

Der Klappentext lässt auf eine spannende Handlung hoffen. Allerdings ist der Mordfall nur das Grundgerüst für die Handlung. Die Ermittlungen verlaufen ziemlich linear, eine Erkenntnis führt zur nächsten. Falsche Fährten werden nur halbherzig gelegt und verlaufen recht schnell im märkischen Sand. Die etwas holprige Aufklärung kommt aber erst relativ am Ende. Auch der Fall des mumifizierten Skeletts, dass bei den Ermittlungen zum Mordfall zufällig entdeckt wird, verläuft genauso geradlinig. Skelett geborgen und zur Gerichtsmedizin geschickt, Zahnabdruck genommen, der natürlich ein paar Besonderheiten aufweist, Zahnärzte kontaktiert und schwupps ist die Identität klar. Wenn Polizeiarbeit doch so einfach wäre!

Mehr Raum als die Ermittlungen nimmt das Privatleben von Klaudia Wagner und ihren Kollegen ein. Sie leidet nach der Trennung von ihrem Ex nach einem Hörsturz an einem Tinnitus, will aber ihre gesundheitliche Situation vor den Kollegen verbergen. Sie sieht sich als toughe Polizistin, die die Dinge gerne selber in die Hand nimmt. Das bringt ihr bei ihrem Vorgesetzten aber keine Lobeshymnen ein. Noch dazu hat sie es mit einem mysteriösen Stalker zu tun, der ihr jeden Morgen eine Rose unter den Scheibenwischer ihres Autos legt, einem Kollegen, der scheinbar mehr will und einem Kollegen der derbe und anzügliche Sprüche reißt. Da sie bei einem anderen Kollegen zur Untermiete wohnt, wird sie auch in dessen Privatleben mit hineingezogen. Als ob das noch nicht reichen würde, gibt es auch noch einen vietnamesischen Kollegen, der auch ein paar private Probleme hat. Auch wenn es sich hierbei um den 1. Teil einer Reihe handelt, bei dem die Personen erst mal eingeführt werden, lag der Fokus verstärkt auf dem Privatleben des Kollegiums vom Polizeirevier. Da manche Hintergründe nur angeschnitten wurden, kann man davon ausgehen, dass es in den Folgebänden ebenso weitergeht. Das mag realistisch sein, aber in Kriminalromanen sollte der Fokus eher auf den Fällen und den Ermittlungen liegen.Diese kamen mir hier persönlich viel zu kurz und lösten sich quasi nebenbei.

Spannung kam nur durch eingeschobene Kapitel auf, die von einer Frau handeln, die irgendwo eingesperrt in der Dunkelheit gefangen gehalten wird, und nichts mehr weiß, nicht mal wie sie heißt. Diese Kapitel sind beklemmend beschrieben und sorgen hier und da schon mal für eine Gänsehaut. Man kann sie nicht so recht einordnen, aber das wird am Schluss überzeugend aufgeklärt.
Dagegen bietet die Frage nach dem mysteriösen Stalker von Klaudia kaum eine Überraschung. Mir war es relativ schnell klar, wer dahinter steckt. Das Motiv dafür ist einleuchtend und überzeugt ebenso.

Auch wenn die Motive der Taten nachvollziehbar sind, war mir der Schluss ein bisschen zu übertrieben. Die Autorin hat versucht, die Frage nach dem „Wie geht es jetzt mit dem und dem weiter?“ mit einzubauen und dafür verdient sie eigentlich ein großes Lob. Aber trotzdem war es ein bisschen too much, was sie einigen Nebenfiguren zumutete. Und für mich logisch auch nicht nachvollziehbar.

Ob das Setting des Romans so glücklich gewählt wurde, da bin ich mir auch nicht so sicher. Meine Familie stammt aus dem Spreewald, daher kenne ich die Gegend recht gut. Zwar wird alles recht genau beschrieben, trotzdem hat es bei mir keine Bilder ausgelöst. Ich weiß nicht genau, voran das lag, vielleicht waren in der Hinsicht meine Erwartungen einfach zu hoch. Abgesehen davon, dass ein paar Ortsnamen der Umgebung, wichtige Handlungsschauplätze und natürlich die Spree, die mit ihren Verästelungen diesem Teil Deutschlands ihren Namen gab, erwähnt wurden, hätte es genauso gut überall spielen können. Da reicht es auch nicht, wenn man ihr und da die handelnden Personen im Dialekt, mit dem ich mich nicht identifizieren konnte, sprechen lässt und ein paar sorbische Wörter mit einstreut. Kleinigkeiten, alltägliche Dinge, zum Beispiel die kulinarische Seite, würden aus diesem Krimi einen echten Regionalkrimi machen, Lokalkolorit vermitteln und ein Heimatgefühl hervorrufen. Doch statt Zander mit Gurkengemüse, Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl oder die leckeren Plinse mit Apfelmus, lässt die Autorin ihre Protagonistin jeden Tag zum Döner greifen, während ihr fitnessbewußter vietnamesischer Kollege ebenso tagtäglich Frühlingsrollen auf dem Revier verteilt.

Eins muss man Christiane Dieckerhoff allerdings zu Gute halten: Sie kann wunderbar schreiben. Auch wenn die Story eher so ruhig daher dümpelt wie der Spreewald, schafft sie es, eine subtile Spannung aufzubauen. Als Leser möchte man dadurch schon erfahren, wie es weitergeht, ob sich nicht doch noch hier und da eine überraschende Wendung auftut. Das einzige, was den Lesefluss etwas einbremst, ist das vermutlich übereilte Lektorat. Gerade im 1/3 häufen sich nicht nur grammatikalische Fehler, auch der Satzbau mutet hin und wieder etwas komisch an. Da sollten die Verantwortlichen nochmal drüber schauen.

Auch wenn „Spreewaldgrab“ mich nicht wirklich überzeugen konnte, bin ich durchaus gewillt, einem 2. Band auch noch eine Chance zu geben. Dann aber bitte mit mehr Fokus auf die Polizeiarbeit und weniger Privatproblemen.


Cloer 9870 Elektrischer Vakuum Weinflaschenverschluss
Cloer 9870 Elektrischer Vakuum Weinflaschenverschluss
Preis: EUR 24,20

2.0 von 5 Sternen Gadget mit Schwächen, 16. Januar 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wer nur gelegentlich mal ein Glas Wein trinkt kennt das Problem: Die angefangene Flasche steht dann womöglich längere Zeit herum, und es setzen chemische Prozesse ein, die dafür sorgen, dass der Wein ungenießbar wird. Bestenfalls kann man ihn noch als Rotweinessig verwenden, in den meisten Fällen landet er im Ausguss.

Abhilfe soll jetzt der elektrische Vakuum-Verschluss bieten, der die Luft in der Flasche absaugt und dadurch das ganze länger haltbar machen soll. Vakuum-Pumpen sind nichts neues, dieser hier behält es aber automatisch im Auge und pumpt selbstständig nach, sobald es nachlässt. Eigentlich eine tolle Sache, aber es gibt auch Schwächen.

Da es sich um einen elektrischen Weinverschluss handelt, werden natürlich für den Betrieb Batterien benötigt, in dem Fall 2 AAA. Diese liegen nicht bei, was etwas verwundern mag. Zumal diese Größe sicher auch nicht bei jedem zu den Dingen gehört, die man immer zu Hause hat. Akkus sind laut Gebrauchsanweisung nicht verwendbar, da hier die Spannung zu gering ist.

Die Inbetriebnahme des Verschlusses erfolgt nach dem Einsetzen relativ problemlos. Den Verschluss gerade von oben mittig auf die Flasche setzen, so dass der integrierte Gummistöpsel genau in den Flaschenhals gleitet. So fest wie möglich runter drücken, dann startet das Absaugen und ein runder Kreis erscheint. Ich habe den Verschluss noch ca. 5 Sekunden gedrückt gehalten und erst dann losgelassen. Eine Fehlermeldung oder ähnliches hatte ich nicht. Das Vakuum baut sich langsam auf und es hängt natürlich davon ab, wiewiel Inhalt noch in der Flasche ist. Insgesamt müssen 4 Kreise erscheinen, dann ist das nötige Vakuum erreicht. Allerdings geschieht der ganze Vorgang auf einem ziemlichen lauten Geräuschpegelniveau und das über einen relativ langen Zeitraum.

Der Verschluss verfügt außerdem über einen Tageszähler und eine Temperaturanzeige. Der Tageszähler zeigt die Tage an, die der Wein schon unter Verschluss, also offen ist. Diese funktioniert auch gut, ganz im Gegensatz zur Temperaturanzeige. Sie soll die Temperatur des Weins anzeigen, was selbst für den Laien unglaubwürdig klingt, da der Verschluss keinen Kontakt mit dem Wein hat, um irgendwas zu messen, es sei denn man kippt die Flasche, was aber wohl nicht Sinn und Zweck des Ganzen sein soll. Bestenfalls wird die Temperatur des Flaschenhalses oder die Umgebungstemperatur gemessen. Und das mit Werten jenseits jeglicher Toleranzgrenzen. In unserem Wohnzimmer herrscht im Winter eine Temperatur von 22 Grad Celsius Der Wein wird im Schlafzimmer bei 18 Grad Celsius gelagert. Flasche aus dem Schlafzimmer geholt, geöffnet, die benötigte Menge entnommen, Verschluss drauf gesetzt ' laut Anzeige hatte das Ganze dann eine Temperatur von 27,6 Grad Celsius. Ein wenig stehen lassen (außer Reichweite irgendwelcher Wärmequellen wie Kerzen oder Lampen) und die Temperatur auf der Anzeige kletterte, bis sie irgendwann 28,9 Grad Celsius erreichte. Somit ist diese Funktion vollkommen überflüssig, weil irrelevant und falsch.

Als Fazit kann man sagen, der Verschluss tut was er soll, nämlich ein Vakuum aufbauen, Dadurch bleibt der Wein länger genießbar. Die Temperaturanzeige kann man getrost ignorieren, da sie komplett falsche Werte liefert. Es hat zwar 2 Preise gewonnen (Produkt des Jahres 2012 und einen für Innovation und Bedienkomfort), versagt aber scheinbar im Alltagstest, wie andere Rezensionen zeigen. Insofern muss jeder selbst entscheiden, ob es ein Must-Have ist, oder ob ein normaler Verschluss auch ausreicht. Ich jedenfalls habe mir ein bisschen mehr davon versprochen.


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