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Rezensionen verfasst von
Dany

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Die Geschichte der Bienen: Roman
Die Geschichte der Bienen: Roman
von Maja Lunde
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,00

5.0 von 5 Sternen Von Bienen und Menschen, 7. Mai 2017
3 Geschichten von Menschen und Bienen in 3 Zeiten:
Samenhändler und gescheiterter Naturforscher William möchte im Jahr 1852 einen völlig neuen Bienenstock entwerfen, auch um das Ansehen seines von ihm entfremdeten Sohn zurückzugewinnen.
Imker George, der in den USA einen generationenalten Familienbetrieb leitet und diesen gerne an seinen Sohn vererben möchte, ist 2007 von einem mysteriösen Verschwinden seiner Bienen betroffen.
Im China des Jahres 2098 arbeitet Bestäuberin Tao als „menschliche Biene“ auf der Obstplantage, denn die Bestäuberinsekten sind seit Jahrzehnten verschwunden. Eines Tages erleidet Taos Sohn Wei-Wen einen rätselhaften Kollaps.
„Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde ist kein von Fakten geprägtes Sachbuch. Die menschlichen Familien und ihre Probleme stehen im Vordergrund, vor allem Generationenprobleme, Enttäuschungen und die „Sprachlosigkeit“ innerhalb der Familien, wo die eigentlichen Gedanken verschwiegen werden.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen. Jeder Handlungsstrang wird abwechselnd in Abschnitten fortgeführt. Mit dieser Erzählweise kam ich gut zurecht.

Eher zwischen den Zeilen macht die Autorin die Bedeutung der Bienen für den Menschen deutlich. In Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind wir Menschen auf bestäubende Insekten angewiesen. Die Erde im Jahr 2098 ist ein unwirtlicher Ort, so dass klar ist, was auf dem Spiel steht.
Meiner Meinung nach ist „Die Geschichte der Bienen“ ein wichtiges und aufrüttelndes Buch, das eine unbequeme Wahrheit verdeutlicht. Es sollte von allen gelesen werden, denn für die Bienen ist es 5 vor 12.

Maja Lunde hat das derzeitige Bienensterben, die Kombination der Ursachen und die möglichen Folgen gut recherchiert, mein Wissen erweitert, mich zum recherchieren animiert und vor allem motiviert, zu handeln. Ich behalte das Buch in der Hoffnung, dass ich meinen Kindern und Enkeln nicht in 40 Jahren sagen muss, dass wir wussten, was auf uns zukommt und dass wir es nicht geschafft haben, das Ruder herumzureißen. Aufgrund der Wichtigkeit der Thematik des Buches kann ich nur fünf Sterne vergeben.
Dabei sind mir auch kleinere Ungereimtheiten oder Voraussehbarkeit egal.


Mein Kräutergarten: Wie er mir gefällt
Mein Kräutergarten: Wie er mir gefällt
von Christine Weidenweber
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

5.0 von 5 Sternen Eine Kräuterbibel, die keine Wünsche offen lässt, 11. April 2017
Ob Gartenexperte oder blutiger Anfänger, was den eigenen Kräutergarten angeht, dieses Buch lohnt sich für jeden. Allein schon die hochwertige Aufmachung mit Leineneinband, Lesebändchen und festem Papier sind ein Genuss.

„Mein Kräutergarten“ ist kein trockener Ratgeber, schon eher ein Roman über Kräuter als ein Sachbuch. Wer kurze, knappe Anleitungen sucht, ist hier fehl am Platz. Wer sich dagegen Wissen „anlesen“ will, gerne schmökert und ein rundes Gesamtpaket haben möchte, für den lohnt sich „Mein Kräutergarten - wie er mir gefällt“ auf jeden Fall.
Es gibt verschiedene Tipps zu Anbau, Aussaat, Ernte und natürlich Beschreibungen der wichtigsten Kräuter, von Bärlauch bis Zwiebel. Diese ausführlichen Pflanzen-Steckbriefe sind strukturiert in Anbau- sowie Verwendungsmöglichkeiten. Es gibt ein paar Rezepte, der Hauptaugenmerk des Buches liegt aber auf Vorstellung verschiedener Kräuter und Kräutergärten.
Dabei ist die Beschreibung verschiedener Kräutergärten, je nach Verwendungszweck für Weltenbummler, Wildkräuterliebhaber oder Gourmets, einmal eine erfrischende Neuigkeit in der Garten-Ratgeber-Welt.

Einflüsse von Urban Gardening und altem Heilkräuterwissen, gepaart mit wunderschönen Zitaten hat die Autorin Christine Weidenweber zu einer umfassenden Kräuterbibel zusammengestellt, die auch durch ihr flottes Layout immer wieder zum Schmökern einlädt. Das Buch ist sehr übersichtlich und gut strukturiert, so dass ich trotz umfangreicher Texte immer den Überblick behielt.

Ich konnte mir viele Anregungen holen, beispielsweise über verschiedene Basilikumarten oder Wildkräuter. Ab jetzt werde ich Kräuter in verschiedenen Töpfen oder in der Kräuterspirale ziehen. Ermutigend fand ich auch, dass die Autorin immer wieder explizit zum Ausprobieren ermuntert. Fehlschläge sind kein Weltuntergang, sondern notwendig, um herauszufinden, welche Kräuter zu Person und Garten passen. Dabei gibt es nur grüne Daumen, denn „jeder Mensch trägt einen Garten in sich.“


Jenseits des Weges
Jenseits des Weges
von Sonja Yoerg
  Broschiert
Preis: EUR 15,00

3.0 von 5 Sternen Anders als erwartet, 3. Oktober 2016
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Weges (Broschiert)
Auf der Suche nach einem „richtigeren“ Leben, auf der Flucht vor falschen Entscheidungen und um alte Wunden verheilen zu lassen, möchte die 29jährige Liz auf dem John-Muir-Trail wandern, einem spektakulären Bergpfad durch die kalifornischen Sierra-Berge. Wider Erwarten begleitet sie ihr Freund Dante, der ihr zu Beginn die erwarteten Probleme bereitet. Doch nicht nur Liz und Dante sind unterwegs, auch andere Wanderer begegnen ihnen. Zwei Brüder, ein Schauspieler und ein älteres Ehepaar. Doch die Berge halten nicht nur Einsamkeit, unangenehme Wahrheiten und Selbstfindung für Liz bereit, sondern auch Gefahren für ihr Leben.

Ich lese sehr gerne Wanderberichte, die mich in Gegenden führen, die ich wahrscheinlich niemals selbst bereisen werde, so hat mich auch „Jenseits des Weges“ angesprochen. Mit Begeisterung hatte ich schon „Der große Trip“ gelesen und habe etwas ähnliches in puncto Selbstfindung für Liz erwartet.
Doch ich wurde überrascht, denn trotz zahlreicher Rückblenden und Gedanken, die Liz aufgrund ihrer Entscheidungen quälen, war dieser Aspekt nicht der einzige Inhalt des Buches. Immer mehr nahm die spannende Handlung überhand, die mich zwar gut unterhielt, aber meine Erwartungen an das Buch nicht erfüllte. Jetzt wurde geschildert, wie sich die Wanderung in einen Horrortrip verwandelte.

Alles wirkte auf mich, als hätte die Autorin Sonja Yoerg versucht, möglichst viele Handlungselemente einzubringen, so dass von allem etwas dabei ist. Dabei geht aber leider die Tiefgründigkeit verloren. Manches wirkte konstruiert, um die Spannung lange aufrecht zu erhalten. Ich hatte den Eindruck, dass Liz Dante nur Dinge erzählt, wenn die äußeren Umstände (aus der spannenden Handlung) sie dazu trieben. Innere Einsicht konnte ich bei ihr nicht finden, doch trotzdem war am Ende alles in Butter und positiv. Dies halte ich allerdings Dante zugute und nicht Liz.

Die Beschreibungen der Landschaft waren okay, aber gespickt mit Namen und Ortsbezeichnungen, die mir nichts sagten. Ich habe eine Kartenskizze des JMT und der erwähnten Berge und Seen schmerzlich vermisst, weil ich den Weg der Wanderer auch gern visuell verfolgt hätte.

Zunächst war mir Protagonistin Liz sympathisch, im Laufe der Handlung verschoben sich meine Sympathien aber immer mehr zu ihrem Freund Dante, da ich mit Liz nicht warm wurde. Sie schwelgt gerne in Selbstmitleid und hat eine pessimistische Sicht auf viele Dinge, die sich im Nachhinein nicht bewahrheitet. Natürlich kann man ihren Charakter durch Erlebnisse ihrer Kindheit erklären, mir blieb sie dennoch fremd.

"Jenseits des Weges" ist als Thriller ganz passabel, als versprochenes Wander- und Selbstfindungs-Buch erfüllt es meine Erwartungen aber nicht.


The Girls
The Girls
von Emma Cline
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,88

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen It was the summer of '69..., 2. August 2016
Rezension bezieht sich auf: The Girls (Taschenbuch)
In the hot, dusty and seemingly endless summer of 1969, fourteen-year-old Evie Boyd is confused, insecure and desperate for love and attention. Her parents divorced, her father distant and her mother only concerned about herself, her only friend Connie has abandoned her, Evie seeks contact with the girls that live on a ranch in the hills.
Girls who share everything and don't care about anyone's opinion, so different from Evie. Girls who follow and worship their leader Russell. Soon, Evie is sucked into the group, not knowing that this summer will alter her life forever.

„The Girls“ is not a plot-driven book, rather a character study about Evie, told in beautiful prose. The events are loosely based on the Manson family and the subsequent murders. But these take up only a small part of the story. The focus lies on Evie, how lonely she feels in the beginning and how she gets sucked into the cult. The mysterious Suzanne becomes a motherlike figure for her but also kind of her love interest.
Alternating to the events in 1969, we meet adult Evie, a traumatized and frightened person, trapped in the events of that summer and share her view of her younger self.

I found the prose of Emma Cline beautiful and with much detail to spike vivid and sunsparkling images in my head.
While I sympathized with the adult Evie, I couldn't relate to young Evie at all. I understood her, but I didn't like her and so I didn't care much what happened to her in the hands of Russell and the others.
All other characters remained distant and mysterious, even Suzanne. That was the most negative aspect of the book for me aside from the fact that I found it so obvious where this was leading from the start and there were no plot twists at all.
The pace of the book matches a long and hazy summer until the end which felt a bit rushed, but that's okay. The kind of open ending matched the story perfectly.


The Wander Society
The Wander Society
von Keri Smith
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,49

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neues auf altbekannten Wegen entdecken, 25. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: The Wander Society (Gebundene Ausgabe)
Runter vom Sofa, rausgehen und Neues in seiner Umgebung entdecken, ein Bewusstsein für die Natur oder das Viertel in dem man lebt entwickeln, weg vom unreflektierten Konsum und selber kreativ werden, das möchte die „Wander Society“ anregen. Der englische Begriff „wander“ hat nämlich weniger mit dem deutschen „wandern“ zu tun, sondern umfasst auch ein (zielloses) Umherstreifen. Es geht um Ungebundenheit und das zufällige Entdecken.
Der „Wander Society“, einer geheimen Gesellschaft aus Freidenkern und Naturliebhabern ist Autorin Keri Smith angeblich durch Randnotizen in einer alten Ausgabe der „Grashalme“ von Walt Whitman auf die Spur gekommen. In diesem Buch hat sie ihre Erkenntnisse zusammengetragen.

Mir gefällt die Idee, der „Wander Society“ sehr gut, ebenso wie die Gestaltung des Buches. Jedoch denke ich, dass die Autorin Keri Smith diese Gesellschaft durch ihr Buch erst ins Leben gerufen hat, da ein solches Massenmedium eher einer Untergrundgruppe widerspricht.
Die Verknüpfung von Natur- und Umgebungserkundung, Selbstfindung, Kreativität und Freiheitsdenken ist mal gut, mal weniger gut gelungen. Einiges finde ich als Naturliebhabern schlicht überflüssig und eher für Menschen, die sich von ihrer Umgebung entfremdet haben, sinnvoll. Mit anderen Aussagen stimme ich wiederum völlig überein und kann mich darin wiederfinden.
Insofern habe ich die Einleitung nicht als zu lang empfunden, aber das Herzstück des Buches sind eindeutig die „Assignments“, praktische Ideen, die einem Neues auf vermeintlich ausgetretenen Pfaden zeigen sollen und durch diesen Perspektivenwechsel innere Kreativität und Ausgeglichenheit anregen sollen.

Bei aller Ungebundenheit sollen die „Wander Society“-Mitglieder doch möglichst viel ihrer Streifzüge dokumentieren (schriftlich durch Fotos, Videos) und dies dann am besten Gleichgesinnten bei Instagram zeigen. Inwiefern dies dem Prinzip des „Wandering“ und Geheimen widerspricht, muss jeder selbst entscheiden. Weniger ist aber bekanntlich mehr. Die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland auf hinterlassene Zeichen eines anderen TWS-Mitglieds zu stoßen, halte ich für gering, daher bietet das Netz vielleicht andere Möglichkeiten zum Austausch.

Die praktischen Ideen, die ich bisher ausprobiert habe, sowie die Aussagen der Autorin sind aber definitiv inspirierend für mich, so dass ich das Büchlein noch oft zur Hand nehmen und auf Entdeckungstour gehen werde.


Der Trick
Der Trick
von Emanuel Bergmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eien Geschichte, die mich verzaubert hat, 12. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Trick (Gebundene Ausgabe)
Prag in den 20er Jahren: Mosche Goldenhirsch, unglücklicher Rabbinersohn, läuft von zu Hause weg, um sich dem Zauberzirkus des Halbmondmanns anzuschließen. Er ist verliebt in Ariana, die persische Prinzessin und Assistentin des Halbmondmanns.

Los Angeles heute: Der elfjährige Max entdeckt eine alte Schallplatte seines Vaters auf der der „Große Zabbatini“ einen Liebeszauber vollführt. Wie geschaffen, um Max' Eltern, die sich gerade frisch getrennt haben, wieder zusammenzubringen. Doch die Schallplatte hängt genau an besagter Stelle und so möchte Max den „Großen Zabbatini“ unbedingt ausfindig machen.
Zwei auf den ersten Blick unterschiedliche Handlungsstränge vereint Emanuel Bergmann in seinem Debütroman „Der Trick“ auf großartige Weise.
Abwechselnd werden Mosches und Max' Geschichten erzählt, beide einzigartig und doch mit Parallelen. Schließlich vereinigen sich die Perspektiven auf kuriose Weise bis hin zum harmonischen, schönen und gänzlich kitsch-freiem Ende.
Durch seinen frischen, ausdrucksvollen Erzählstil nimmt der Autor den Leser mit durch die unterschiedlichsten Themen: Freundschaft, Liebe, Verrat, Angst, den Zirkus und den Holocaust.
Selten hat ein einziges Buch bei mir so viele Emotionen angesprochen, ein positives Wechselbad der Gefühle.
Bei der Charakterisierung der Personen ist Emanuel Bergmann meiner Meinung nach nicht alles ganz rund gelungen. In einer Szene ist Max überhaupt nicht seinem Alter und Entwicklungsstand dargestellt. Dies wird auch einfach so stehengelassen und unzureichend geklärt, was ich etwas schade fand.
Bei manchen anderen Charakteren kam ich nicht immer ganz hinter ihre Handlungsmotive, weil sie mir etwas zu oberflächlich gezeichnet waren, wie z.B. die Eltern von Max. Da sie aber Nebencharaktere sind, kann ich darüber hinwegsehen
Der Charakter des Mosche ist für mich dagegen am besten dargestellt. Man muss ihn nicht immer mögen, kann ihn aber verstehen.
Fazit: Ich habe diese stimmungsvolle Geschichte sehr genossen, sie hat mich einfach verzaubert und in positiver Stimmung zurückgelassen. Sehr empfehlenswert!


Herrin des Nordens: Historischer Roman
Herrin des Nordens: Historischer Roman
von Martha Sophie Marcus
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Facettenreiche Darstellung des Endes der Wikingerzeit, 7. März 2016
Im Jahr 1044 ist Haithabu die wichtigste Handelsstadt zwischen Nord- und Ostsee. Kaufmannstochter Ingunn lernt von ihrem Vater das Geschäft, denn weitere Kinder hat er nicht und zwischen Norwegen und Dänemark herrscht Krieg um die Königswürde. In diesen unsicheren Zeiten versuchen zwei Brüder ebenfalls ihr Glück zu machen: Torge kämpft in England und Jon wird bald zu einem wichtigen Vertrauten des dänischen Königs Sven. Jons und Ingunns Wege kreuzen sich immer wieder, beide werden Zeugen des Endes der Wikingerära, des Untergangs von Haithabu und des stets erstarkenden Christentums.

Auf etwas über 700 Seiten entführt die Autorin Martha Sophie Marcus den Leser in die Wikingerzeit. Im 11. Jahrhundert gehörten die Raubzüge der Vergangenheit an, der Handel blühte, Königreiche bildeten sich und eine neue Religion hielt Einzug. Diese Zeit des Umbruchs hat die Autorin sehr gut recherchiert und facettenreich dargestellt. Politik, Kriegsführung, Wirtschaft und Religion, Bräuche, Alltagsleben und nicht zuletzt eine authentisch dargestellte Liebesgeschichte ergeben ein umfassendes Bild eines Volkes und einer Zeit, die leider im Geschichtsunterricht nur tangiert wird.

Mit Ingunn Sigmundsdottir steht ein starker Charakter im Zentrum der Handlung. Als wohlhabende Bürgerin kann sie sich durchsetzen und führt ihr Geschäft mit sicherer Hand. Aber vor allem in Zeiten der Not weiß sie sich zu helfen und vergisst dabei auch andere Menschen nicht.
Jon Larsson ist ein sehr besonnener und gerechter Mensch, der sich gut mit Inunn ergänzt. Als er ein Kind war, wurde seiner Familie von einer anderen Sippe großes Unrecht angetan, wofür er seit langer Zeit Vergeltung plant.
Dieser Handlungsstrang sorgte neben den politischen Ereignissen zusätzlich für eine persönliche Note. Die Liebesgeschichte zwischen Ingunn und Jon wirkt sehr authentisch und zeigt, dass Vertrauen und Achtung für eine Beziehung wichtiger sind als Oberflächlichkeiten. Mir als Leser sind die beiden und ihre Familie und Freunde beim Lesen sehr ans Herz gewachsen.
Als dritter Charakter anzusehen ist die Stadt Haithabu, die eigentliche „Herrin des Nordens“. Warum und wie sie schließlich untergeht erlebt man in typischer Manier eines historischen Romans mit den Charakteren mit.

Fazit: Ein unterhaltsamer, gut recherchierter und daher authentischer Roman, der lebendiger wirkt als eine Geschichtsstunde und mein Wissen über die Wikingerzeit erweitert hat.


Die geheime Liebe der Charlotte Brontë: Roman
Die geheime Liebe der Charlotte Brontë: Roman
von Jolien Janzing
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Große Gefühle aber wenig Substanz, 31. Januar 2016
Die junge Gouvernante und angehende Schriftstellerin Charlotte Brontë träumt davon, eine Schule zu errichten. Um ihre Französisch-Kenntnisse aufzubessern, begeben sie sich nach Brüssel ins Pensionat Heger. Trotz des großen Kulturschocks bemüht sich Charlotte bemüht, die Stadt zu erkunden und erhält viel Hilfe von ihrem Lehrer Constantin Heger, dem Mann der Leiterin des Pensionats. Je mehr Wochen und Monate vergehen, desto intensiver werden Charlottes Gefühle für „Monsieur“. Hin und her gerissen steht sie zwischen ihren Gefühlen und einer Liebe, die nicht sein darf und die letztendlich unerwidert bleiben wird. Dennoch wird diese Erfahrung ihre größte schriftstellerische Inspiration darstellen.
Zu Beginn war ich sehr überrascht, dass Jolien Janzing ein heutzutage ungewöhnliches stilistisches Mittel verwendet: den Erzähler, der dem Leser Dinge zeigt, bevor die Charaktere dazu kommen. Die Autorin nähert sich damit den Autoren im 19. Jahrhundert an, was mir ausgezeichnet gefiel. Leider verliert sich die Erzählerperspektive mit zunehmender Dauer der Handlung.
Nach diesem ungewöhnlichen Einstieg lernt der Leser nicht nur die Brontë-Schwestern kennen, sondern auch die junge Arcadie Claret, deren Mutter ihre Schönheit ausnutzen möchte, um gesellschaftlich aufzusteigen. Arcadie soll nämlich die Mätresse des belgischen Königs Leopold werden. Diese Nebenhandlung wechselt sich immer wieder mit der Haupthandlung ab, so dass man den Eindruck gewinnt, dass diese Handlungsstränge sich letztlich zu einem einzigen fügen werden. Dies geschieht aber enttäuschenderweise nicht und man fragt sich, ob Janzing nicht nur Seiten füllen wollte.

Die Handlung um Charlotte Brontë wird recht gut aufgebaut, was den Unterschied zwischen dem protestantischen England und dem mondänen Brüssel betrifft. Immer wieder werden Details und kulturelle Unterschiede der damaligen Zeit eingebracht. Dies gefiel mir gut. Dies gefiel mir gut. Überhaupt nicht nachvollziehen konnte ich aber, was Charlotte an Constantin Heger so gefiel, dass sie sich auf das heftigste in ihn verliebte.
Jolien Janzing schreibt sehr poetisch und gefühlvoll. Sie hat den inneren Konflikt von Charlotte vortrefflich dargestellt. Leider fehlt es aber an der zugrundeliegenden Handlung, eines roten Fadens als Substanz. Es gibt plötzliche Zeitsprünge und Reaktionen bzw. Motivationen der Charaktere, die man nicht nachvollziehen kann (s.o.).
Meiner Meinung nach hätte die Autorin ruhig etwas mehr ihre dichterische Freiheit nutzen können, um ihren Roman lebhafter zu gestalten. So blieb ich als Leser sehr distanziert zur Protagonistin. Auch die Handlung um den flämischen Arbeiter Emile, dem man als Leser 3-4mal kurz begegnet, der aber im Klappentext als Heiratsoption für Charlotte Brontë genannt wird, hätte die Autorin ruhig mehr ausschmücken können.
„Die geheime Liebe der Charlotte Brontë“ beginnt äußerst vielversprechend, kann aber letztlich keinen strukturierten Handlungsaufbau aufweisen. Auch die Charaktere bleiben blass und distanziert. Ich nehme als Leser in etwa so viel mit, als wenn ich einen Wikipedia-Artikel über Charlotte Brontë lese. Dank durchaus positiver Aspekte wie der poetischen Wortwahl vergebe ich drei Sterne.


Frostseelen
Frostseelen
von Natalie Speer
  Broschiert
Preis: EUR 15,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende und kreative Fantasy made in Germany, 6. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: Frostseelen (Broschiert)
Thea lebt im Land Athosia und ist eine Brennerin, sie beherrscht das Feuer. Nach der Abschlußprüung an der Akademie meldet sie sich sofort als Soldatin, denn Athosia ist im Krieg mit den Nørlanden. Die Nørländer glauben im Gegensatz zur Republik nicht nur an Magie, sie sind angeblich auch verantwortlich für eine Seuche, die bereits an der Grenze zwischen beiden Ländern wütet. Zusammen mit anderen Rekruten der Akademie wird Thea in den eisigen Norden geschickt und kommt dort nicht nur der Wahrheit um die „Frostseelen“, sondern auch ihrer eigenen Herkunft näher.

Die deutsche Autorin Natalie Speer hat bisher unter einem Pseudonym einige fantastische Romane veröffentlicht, war mir aber bisher völlig unbekannt. Also ging ich ohne Erwartung an „Frostseelen“ heran, außer dass der Inhalt sehr interessant klang. Meine Erwartungen wurden in jeder Hinsicht erfüllt oder sogar übertroffen.

Der Schreibstil ist eingängig, strukturiert und ausdrucksstark, ohne gezwungen oder übertrieben zu wirken. Das hat mich überzeugt und dazu beigetragen, dass ich die erschaffene Welt rund um Thea genießen konnte.
Diese Welt war kreativ, logisch und mit viel Liebe zum Detail aufgebaut. Mit unterschiedlichen Gegensätzen hat die Autorin wirksam gespielt, was einen großen Reiz der Handlung ausmacht.

Die Charaktere sind interessant, gegensätzlich und halten die eine oder andere Überraschung bereit. Durch ihre Mehrdimensionalität wirken sie authentisch und waren mir sympathisch.

Die Handlung ist straff und folgt einem außerordentlich hohen Spannungsbogen. Es gab keine langwierigen Beschreibungen und die Geschichte blieb stets fesselnd. Auch das bereitete mir großen Spaß beim Lesen. Man wird als Leser sehr dazu animiert, mitzurätseln und nach verborgenen Hinweisen auf des Rätsels Lösung zu achten. Einige Überraschungen und Wendungen brachten Antworten und warfen wiederum neue Fragen auf.

Die Handlung ist so konzipiert, dass man „Frostseelen“ als Einzelband lesen kann. Ich freue mich aber auf weitere Abenteuer aus Athosia und den Nørlanden, so schade war es, das Buch zuklappen zu müssen. Absolute Leseempfehlung!


myboshi Häkel-Street-Style - DIY - einfach selbst häkeln: Boshis, Schals, Taschen, Accessoires
myboshi Häkel-Street-Style - DIY - einfach selbst häkeln: Boshis, Schals, Taschen, Accessoires
von Thomas Jaenisch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen Neue, trendige Häkel-Ideen von My Boshi, 14. Oktober 2015
Im neuesten Anleitungs-Buch des My Boshi-Teams „Häkeln Street Style“ wird gezeigt, wie man selbst gehäkelten Acessoires den Staub des Altbackenen gründlich austreibt.

Auf 180 schön bebilderten Seiten werden nicht nur Mützen sondern auch Loopschals, Westen, Stirnbänder und Taschen präsentiert. Das Reizvolle für geübte Häkler sind dabei vor allem die aufwendigeren Maschenmuster, die über die üblichen Runden aus Halben Stäbchen hinausgehen. Für mich als Wiedereinsteigerin ins Häkeln stellte sich dies aber als knifflig heraus. Ich habe mir zusätzlich Youtube-Videos angeschaut, da ich die Zeichnungen und Beschreibungen nicht immer gleich eindeutig fand. Daher vergebe ich vier von fünf Sternen.
So ist mir die Mütze „Arao“ von der Form her misslungen, obwohl mir die von hinten eingestochenen halben Stäbchen gut von der Hand gingen und ich Original My Boshi-Wolle verwendet habe. Bei der Mütze „Akishima“ sah das Ganze dann besser aus.
Zusätzlich zu den Häkelanleitungen gibt es noch Styling-Tips für ein komplettes Outfit passend zum Häkelacessoir.

Freunde des Boho- und Vintage-Stils sowie Häkler, die nach etwas anspruchsvolleren und zugleich peppigen Mustern suchen, kommen mit „My Boshi Street Style“ voll auf ihre Kosten.

Für mich ist das Buch jedenfalls eine willkommene Fundgrube, die ich weiterhin nutzen werde, um meine „Häkelskills“ zu verbessern und warme, hübsche Acessoires für de ganze Famillie selbst zu machen. Denn eins ist sicher: Häkeln macht Spaß und mit den My Boshi-Anleitungen gleich doppelt so viel!


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