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Beiträge von Christoph Brandl
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Rezensionen verfasst von
Christoph Brandl "sadpoet"
(REAL NAME)   

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Days to Come/Ltd Edition
Days to Come/Ltd Edition

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tragischer Irrtum, 4. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Days to Come/Ltd Edition (Audio CD)
Bonobo (aka Simon Green) besitzt eine vielen Soundtüftlern unserer Tage fehlende Eigenschaft: Gehör! Seine Beats haben Fantasie, wirken niemals monoton. Die Melodien sind komplex und doch eingängig, ungewöhnliche Instrumentierung gibt den Klangstrukturen die richtige Würze. Bereits auf "Animal Magic" vermochten anbetungswürdige Tracks wie "Terrapin" oder "The Plug" den Hörer in einen Zustand relaxter Ekstase zu versetzen. Auch das Nachfolgealbum "Dial M for Monkey" bot entzückend entspannte Downtempo-Dubs wie "Noctuary" oder "Nothing Owed", an denen man sich nicht satt hören konnte. 2005 war die Welt noch in Ordnung. Die auf CD gepressten Live Sessions überzeugten einmal mehr. Somit war die Erwartungshaltung des durchschnittlichen Bonobo-Fans sicherlich nicht gering. Das vorliegende "Days to Come" kann selbige nur teilweise erfüllen.

"Days to Come" hätte zweifelsohne das Potential an die magischen Momente der Vorgängeralben Bonobos anzuknüpfen. Ein tragischer Irrtum freilich läßt die Platte zum Mittelmaß verkommen. Eine Sängerin namens Bajka dürfte sich wohl ins falsche Plattenstudio verirrt haben und beschallt nun die Hälfte der Tracks mit undefinierbarem Gesang. Solcherlei Verunstaltung erfreut den Puristen nicht - und Herrn Green war vermutlich auch ein wenig mulmig zumute. Denn hinter der Bezeichnung Limited Edition verbirgt sich eine zweite CD, welche hauptsächlich Instrumentalversionen beinhaltet. Dies tröstet über das Gesäusel auf CD 1 hinweg und macht eine Kaufempfehlung vertretbar. Jenen, die mit dem Werk Bonobos nicht vertraut sind, sei jedoch zum Einstieg das genialere "Animal Magic" ans Ohr gelegt.

Anspieltips: "Recurring" (bereits von den Live Sessions bekannt), "The Fever" und "Days to Come" (aber instrumental!!!).
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 3, 2012 12:58 PM MEST


American V: A Hundred Highways
American V: A Hundred Highways
Preis: EUR 7,52

22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leben um zu sterben, 17. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: American V: A Hundred Highways (Audio CD)
Ob der 5. Teil nun mit den Vorgängeralben qualitativ mithalten kann, diese Frage stellt sich nicht. Der manchmal angeprangerte Ausverkauf der Hinterlassenschaft ist ebenfalls lächerlich. Hätte man dieses letzte Zeugnis von Johnny Cash in irgendeinem Keller verstauben lassen sollen? "A Hundred Highways" schafft das Unglaubliche. Es offenbart das Dahinsiechen, die letzten Gedanken und Gefühle eines alten Mannes, der den Tod nicht als Übel sondern als Beginn einer Transzendenz akzeptiert. In der - manchmal kritisierten - brüchigen Stimme liegt so viel Ausdruck, wird jede Zeile als Botschaft forciert. Cash klingt nie verbittert, niemals ängstlich. Er ahnt sein Ende und lebt ihm entgegen, gedankenvoll und mit sich im Reinen. Was mehr kann ein würdiger Abschluß sein? Zu den Songs sei vermerkt, daß "God's Gonna Cut You Down" einer richtiger Ohrwurm ist, "If You Could Read My Mind" unglaublich fragil und poetisch hervorragt. Es ist kein schwaches Album, welches man aus gewissen Gründen mögen muß, es ist eine ganz großartige CD. Wenn solche Platten unter dem Begriff Abverkauf laufen - Was für ein Hohn etwas so zu bezeichnen, wenn Cash dafür seine letzten Energien geopfert hat! -, dann sollte man dringend weitersuchen, ob nicht noch der eine oder andere verschollene Titel zu finden ist. Johnny Cash hat sehr viel zu sagen, noch viele Emotionen zu wecken.


Greatest Hits - Why try harder (CD+DVD)
Greatest Hits - Why try harder (CD+DVD)
Wird angeboten von Austropop
Preis: EUR 11,98

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abzocke? Au contraire!, 28. Juni 2006
Fatboy Slim hat trotz seines zuletzt schwächeren Palookaville einen Stammplatz im Olymp der Musikgötter. Da Herr Cook keinesfalls zu den schnöden Abkassierer seiner Zunft gehört und kein Best-Of-Album zwecks Reanimierung der eigene Brieftasche unter die Leute bringt, konnte man sich doch einen gewissen Bonus erwarten. Why Try Harder bietet nicht nur seine besten Tracks, vielmehr wurden auch seine überaus genialen Musikvideos als Bonus-DVD beigelegt. Mit "Right Here, Right Now" und "Weapon of Choice" hat er sicher auch in diesem Genre Meilensteine markiert. Vor allem die Kooperation mit Regie-Genie Spike Jonze (Being John Malkovich) bei "Praise You" und besagtem "Weapon of Choice" muß erwähnt werden. Insgesamt ist dieser Augen- und Ohrenschmaus ein Pflichtkauf für jeden Fatboy-Slim-Freak und für solch bis dato ignorante Zeitgenossen, die es dringendst werden sollten.


Retrospective
Retrospective

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ohne Pathos, still erlitten, 25. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Retrospective (Audio CD)
Eine melancholisch-traurige Grundstimmung umgibt das Werk der Red House Painters. Unspektakulär vorgetragener, alternativer Folk-Rock schafft den Rahmen für Mark Kozeleks oftmals tiefsinnige, düstere Texte. Die mit "Retrospective" vorliegende Werkschau gibt einen guten Einblick in das Schaffen der Band bis zu deren Transformation zu Sun Kil Moon. Mastermind Kozelek und Kollegen haben unvergleichliche Perlen geschaffen, die sich jedoch oft erst nach mehrmaligem Hören erschließen. Zum Einstieg seien "Mistress", "Medicine Bottle" oder auch "Japanese to English" empfohlen. Wer intimes kammermusikalische Ambiente ohne großen Pathos liebt wird bei den Red House Painters fündig. Langsamer Folk, still erlitten.


Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens: Kolumnen
Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens: Kolumnen
von Sarah Kuttner
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schmunzelpotential mit Achillesferse, 23. Mai 2006
Im Fernsehdeutschland dieser Tage bedarf es keines überirdisch-intellektuellen Charmes um als messianische Lichtgestalt inmitten zahlloser Kretins hervorzustechen. Kuttner gehört zu den wenigen Hoffnungsträgern. Eloquent steuert sie ihren Senf zu aktuellen Themen bei. Dabei tappt sie selten in das Fettnäpfchen Banalitäten irgendeine Form von Tiefe verleihen zu wollen. Das macht das Buch zu einer federleichten Lektüre mit großem Schmunzelpotential. Diese Stärke ist jedoch auch gleichzeitig Achillesferse. Die Themen sind allzu zeitgeistig, eine Aneinanderreihung von zelebriertem Lifestyle. Klingeltöne, Bikinistreifen, Flip-Flops werden von Kuttner bestens kommentiert, in manchen Passagen sogar demaskiert. Ernstere Themen (Politik, Religion, Fußball) freilich werden en passant mit einem nonchalanten Bonmot abgetan, wirkliche Satire findet nicht statt. Was jedoch will man von einer Lichtgestalt anderes erwarten, als eben nicht bloß das allzu Offensichtliche durch den Kakao zu ziehen, vielmehr auch existenzielleren Dingen ein humorvolles Wertesystem entgegenzustellen. Nichtsdestotrotz ein vielversprechender Anfang.


The Rhythm of the Saints
The Rhythm of the Saints
Wird angeboten von HitsvilleUK & more
Preis: EUR 16,92

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne Holzhammer, 2. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: The Rhythm of the Saints (Audio CD)
Gerade eben, da meine Anfang der Neunziger gekaufte, durch das dauernde Abspielen lädierte CD ins Nirvana versunken ist und eine Neubestellung das Gebot der Stunde scheint, muß ich meinen Senf zu dieser Platte dazugeben. Rhythm of the Saints ist ein zeitloses Meisterwerk, das die perfekte Symbiose zwischen Weltmusik und Pop liefert. Der Clou ist, daß es nicht gekünstelt wirkt, keine "Seht-her-ich-bin-kreativ-und-grenzgängerisch"-Attitüde mit dem Holzhammer auf den Hörer eindrischt, die dem Käufer aufdringlich die künstlerische Bedeutung dieses Crossovers ans Ohr legt. Simon, der meiner Meinung nach solo immer langweilig klang, vermochte mit dem Vörgängeralbum Graceland und besagtem Rhythm of the Saints Meilensteine zu setzen. Eingängige Percussion ist der Schlüssel zu nachdenklich-träumerischen, auch textlich überzeugenden Songs. Besonders empfohlen seien The Obvious Child und The Coast. Schade bloß, daß nach jener Platte Simons genialer Output wieder auf den normalen Belanglosigkeitslevel zurückfiel. Diese CD freilich muss man kennen, haben, hören!


Der Scheinheilige
Der Scheinheilige
von Paul Burke
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schema-F-Hollywood-Happy-End, 25. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Scheinheilige (Taschenbuch)
Der Scheinheilige ist ein äußerst liebenswürdiger, flott geschriebener Roman, der als leichte Lektüre sehr empfehlenswert ist. Schade nur, daß Burke mit Fortdauer der Biss fehlt. Die mitunter höchst amüsante Handlung verflacht gegen Schluß zum Schema-F-Hollywood-Happy-End. Insgesamt hätte die Idee durchaus das Zeug dazu gehabt ein wenig tiefschürfender vorgetragen zu werden. Ein Priester, der nicht an Gott glaubt, muß die Motivation für seinen Beruf aus anderen Quellen beziehen. Dies wird fast völlig ausgeklammert und macht den "Helden" mitunter ein wenig unglaubhaft. Trotz kleiner Makel eine absolute Lese-Empfehlung für einen relaxten Feierabend.


Was mich fertig macht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen: Roman
Was mich fertig macht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen: Roman
von Michel Birbaek
  Taschenbuch

37 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Roman für Deckhengste, 3. April 2006
Das Beste an dem Roman ist sein Titel. Da wird doch Tiefgang suggeriert. Das Malheur jedoch nimmt seinen Lauf, wenn man das Buch aufschlägt. Nicht etwa, weil Birbaek des Formulierens nicht mächtig wäre, sondern vielmehr schockiert den Leser die bisweilen hanebücherne Story. Sex, Drugs and Rock 'n' Roll werden hier arg strapaziert, Platitüden gewälzt und der "Held" zur Antithese des vernunftbegabten Menschen erwählt. Die Protagonisten zeichnen sich durch ständige Paarungsbereitschaft aus, die bisweilen mit Liebe und/oder Alkohol einhergeht. Jeder Leser, der nicht selbst als Deckhengst der Stadt fungiert, kann bei soviel Promiskuität schnell mal ermüden. Die am Ende en passant gezogene Lehre frei nach dem Motto - Sex ist geil, Liebe aber schöner - darf nicht fehlen, schließlich soll sich das Buch ja verkaufen, da bedarf es natürlich einer nicht allzu subversiven Message. Die musikschwangeren Passagen sind noch besser gelungen, obwohl es auch hier so klingt, als lese man das Tagebuch einer Teenage-Band. Drogenparties und Erektionen, ab und an philosophische Anwandlungen (Nazis sind humorlos, Yuppies böse, Carpe diem, usw.), und ein Mord, der dem Helden die nötige Läuterung gibt, all das macht das Buch kurzweilig, mehr auch nicht. Schade! Birbaek scheint nicht unbegabt, überzeugen kann der Roman jedoch nicht.


The Trinity Session
The Trinity Session
Preis: EUR 5,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerreicht, 24. März 2006
Rezension bezieht sich auf: The Trinity Session (Audio CD)
Kaum eine Band vermochte mich über die Jahre hinweg mehr zu enttäuschen als die kanadische Folk-Band Cowboy Junkies. Vor über zehn Jahren erspähte ich nächtens auf MTV einen Videoclip und von da an wurde jedes Cowboy-Junkies-Album gekauft und erlauscht. Nichtsdestotrotz bleibt nach dem miserablen Early 21st Century Blues (2005) die Erkenntnis, daß die Band nie wieder so "schön" klingen wird wie auf der Trinity Session. Die perfekte Symbiose aus erstklassigen, oft eigenwillig interpretierten Cover-Versionen (I'm So Lonesome I Could Cry; Sweet Jane) und grandiosen Eigenkompositionen (To Love Is To Bury; Misguided Angel) blieb unerreicht. Jedes Nachfolgealbum beinhaltete trotz mancher Geniestreich jede Menge Lückenfüller. The Caution Horses von 1990 durfte noch mit wenigen Abstrichen als gelungen gelten, doch danach verirrten sich bestenfalls ein bis zwei wundervolle Songs unter zahllose Blindgänger. Margo Timmins vermochte sich auf Trinity Session in feinen Nuancen - wehmütig distanziert - auszudrücken, der zynische Beigeschmack späterer Songs ('Cause Cheap Is How I Feel; Something More Besides You) fehlte. Für die atmosphärische Entfaltung des Sounds sorgte der Ort der Aufnahme: die Church of the Holy Trinity in Toronto. Die Summe aller perfekten Komponenten ergab ein unerreichtes Meisterstück. Unter all den Perlen ragte Blue Moon Revisited heraus. Liebhaber von Folk-Balladen können sich dieses Album bedenkenlos kaufen, mehr noch, sie müssen es sogar!


Having
Having
Wird angeboten von dodax-shop
Preis: EUR 8,71

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pathologische Selbstzerfleischung, 19. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Having (Audio CD)
Trespassers William mauserten sich bereits mit dem Vorgängeralbum Different Stars zu einem veritablen Geheimtip. Auch Having bietet träumerisch-spröden Folk-Rock, wie man ihn seit dem Ende von Mazzy Star nicht mehr gehört hat. Having will sich allerdings erlauscht wissen, die Songs sind weniger eingängig, die Texte schwer verdaulich. Sängerin Anna-Lynne Williams, auch fürs Songwriting verantwortlich, scheint in Liebesangelegenheiten doch der Selbstzerfleischung das Wort zu reden. Zeilen wie "no one can punish me like i do" oder etwa "my eyes are not afraid to cry their way through all you say" sind besorgniserregend. "when i say sometimes i'd want you dead so no one else can have you when it ends" setzt dem Liebesschmerz noch das Sahnehäubchen an Traurigkeit auf. Liebe und Verlust klangen niemals pathologischer. Insgesamt ein grandioses Album, das abermals den Nischengeschmack befriedigt und einen etwaigen Durchbruch in den Mainstream aufschiebt. Kaufen!


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