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Rezensionen verfasst von
Classic Bird (Dresden)

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Raffrollo Schlaufen Gardinen Vorhänge 1er-Pack Vorhang H*B 155*120cm Sand
Raffrollo Schlaufen Gardinen Vorhänge 1er-Pack Vorhang H*B 155*120cm Sand
Wird angeboten von ThinkBay2
Preis: EUR 16,99

3.0 von 5 Sternen Hübsche Gardine - mehr kann man für diesen Preis nicht erwarten., 21. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Trotz einiger verunsichernder Rezensionen habe ich mir die Gardine in der Farbe "Sand" bestellt. Die Lieferung erfolgte zügig. Am 11. Juni bestellt, am 21. Juni geliefert. Die Lieferung war komplett und aufs erste Schauen auch fehlerfrei. Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Produkt. Entgegen mancher Schilderungen habe ich die Montage als äußerst unkompliziert, um nicht zu sagen kinderleicht, empfunden. Keine fünf Minuten, und ich hatte die Gardine in Form. Für alle Unbedarften hier noch mal der Ablauf in simplen Schritten, deren Reihenfolge aber unbedingt einzuhalten ist:
Schritt 1: Stangen in die dafür vorgesehenen Führungen oben und unten einfädeln (ist wichtig für die Stabilisierung und damit die Form der Gardine).
Schritt 2: Die vier Fäden nacheinander nehmen und durch Zusammenziehen die Gardine raffen und dabei alle vier Fäden auf gleiche Höhe bringen. Darauf achten, dass die Raffung nur am unteren Ende erfolgt und die Gardine oben schön glatt ziehen.
Schritt 3: Die beiden unteren Bindebänder nehmen und zubinden (sorgt für die horizontale Raffung unten). Beide Bänderenden zusammen durch die Plastikkugel führen, fertig.

Eine Gardine ist es übrigens wirklich, kein Rollo, wie manche Käufer hier angenommen hatten. Allerdings finde ich, dass man das auf dem Bild auch sehr gut erkennen kann. Ein Rollo hängt wohl eher selten an Gardinenschlaufen an einer Gardinenstange. Trotzdem kann die Intensität der Raffung und damit die Position der Gardine über die Bindefäden variiert werden - ist allerdings mit etwas Aufwand verbunden und nicht so leicht gemacht wie bei einem Rollo.
Qualität und Verarbeitung sind dem geringen Preis angemessen, wie ich finde. Die Nähte sind trotzdem ohne Fehl, zumindest bei mir. Die Stangen passten problemlos in die Führungstunnel.

Ein wenig weicht das gelieferte Produkt in meinem Falle leider schon vom Artikelbild ab. Der sandfarbene Stoff changiert nicht so schön wie auf dem Foto und erinnert farblich eher an Omis Nylons oder stark von Tabakrauch vergilbte Gardinen :-) Deshalb habe ich mich am Ende doch entschieden, den Artikel zurückzuschicken, und zwei Sterne abgezogen.

Trotzdem kann ich das Produkt insgesamt durchaus empfehlen, wenn man nicht gerade auf Goldkante-Qualität Wert legt. Vielleicht nicht unbedingt in dieser Farbe.


Awakening
Awakening
Preis: EUR 18,69

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jackie Evancho - Traubensaftkonzentrat im Wein klassischer Musik, 9. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Awakening (Audio CD)
Vorab möchte ich alle glühenden Fans beruhigen: Geschmack ist bekanntlich vielfältig. Und sicherlich kann man Miss Evancho keinesfalls eine für ihr Alter ausgesprochen wohlklingende Stimme absprechen, denn die hat sie, ohne Frage. Doch will man dieses Album einordnen, um seinen tatsächlichen Wert jenseits des persönlichen Gefallens zu ermitteln, wird man nicht an der Frage vorbeikommen, was es uns eigentlich erzählen will und wie es das tut.
Die meisten Menschen, die ihr Herz an die Musik und nicht an einen bestimmten Künstler verloren haben, entscheiden sich früher oder später: Tendiere ich eher zur populären Musik (Pop, Rock usw.), zur traditionell-folkloristischen (Schlager, Folk, Chanson usw.) oder zur klassischen (Belcanto, Oper, Operette, Sakralmusik usw.). Mancher kann auch unabhängig voneinander allem etwas abgewinnen. So jemand bin ich. Und doch bin ich ein Verfechter klarer Grenzen. Nun aber gibt es Künstler, die verwischen diese Grenzen bewusst - sei es aus Berechnung, etwa, weil es ein sehr spezielles und nicht massentaugliches Genre kommerziell erfolgreicher macht, oder aber aus der Erkenntnis heraus, dass es für keines der verschiedenen Genres so richtig reicht. In jene Kategorie, die klassische Musik aus Prinzip mit Pop zum sogenannten "classical-crossover" vermischt, ist Jackie Evancho zu zählen, seit sie im Alter von 10 Jahren das Rampenlicht vor allem ihrer US-amerikanischen Heimat erblickte. Und dieses musikalische Grenzgängertum spiegelt auch ihr nunmehr 6. Album wieder - eine beachtliche Zahl für einen Teenager übrigens. Musikalisches Grenzgängertum kann durchaus sehr reizvoll sein - wenn es denn glaubwürdig daherkommt und neue Wege zu weisen versteht.

"Awakening" tut dies so wenig, wie man das von einer 14-Jährigen erwarten kann. Ein "Erwachen", etwa des langsam zur wahren Künstlerin heranreifenden talentierten Mädchens, wie es Titel und auch Cover des Albums versprechen, sucht man darin vergeblich. Zu erwachen scheint allenfalls Evanchos Vorliebe für seichten Pop. So enthält "Awakening" denn auch vorrangig Cover-Versionen bekannter Pop- und auch Rocksongs und nur sehr wenige Klassikstücke, etwa Giulio Caccinis Ave Maria (noch ein Ave Maria!) oder Serge Rachmaninoffs "Vocalise". Deshalb ist schon mal die Einordnung in das Genre "Pop" völlig korrekt. Es ist ein Album, das vor allem niemandem wehtut. Sacht und sanft umspült Evanchos Stimme den Zuhörer - und überfordert dadurch nicht. Nette Unterhaltung, die dem Hörer weder musikalische Vorbildung noch eine Entscheidung für ein bestimmtes Genre abverlangt. Mehr aber eben auch nicht. Mir persönlich fehlt es an Profil und vor allem an Überraschungs- und Spannungsmomenten. Evanchos Stimme klingt einfach immer gleich - und ausgerechnet in den klassischen Stücken, für die sie einst als Kind als neues "Opernwunder" gefeiert wurde, treten ihre technischen und stimmlichen Grenzen deutlich zutage. Und nein, hier gibt es keinen Teenie-Bonus. Für eine Künstlerin, die mittlerweile seit fast sechs Jahren "im Geschäft" ist, zeigt Evanchos Stimme erstaunlich wenig Entwicklung. Im Gegenteil - sie hat gegenüber ihren früheren Jahren für meine Begriffe entscheidend an Expressivität und Strahlkraft verloren. Ein Stück wie "Vocalise" etwa, das von seinen wunderschönen Wechseln zwischen Crescendo (Kraft) und Minuendo (Zurückhaltung) und zauberhaften Koloraturen lebt, plätschert bei Evancho schon beinahe langweilig dahin. Es offenbart ihre technischen Schwächen und deplatziert sie förmlich für den Bereich des Belcanto, für den dieses Stück (es wurde der Koloratursopranistin Antonina Nezhdanova gewidmet) einst geschrieben wurde. Stattdessen interpretiert Evancho es beinahe als Ballade.
Schon deshalb kann ich Lobesarien der Marke "schönste Stimme", "himmlisch" und "Jahrhunderttalent", die Einordnung Evanchos in die Kategorie "Sopranistin" oder gar die visionäre Prophezeiung, sie könne einmal zu den "Größten" der Szene gehören, leider wenig abgewinnen. Solche Art Einschätzung nährt sich vor allem aus relativer Unkenntnis der Klassik-Szene, emotionalem Überschwang angesichts eines solch zuckersüßen Goldkehlchens und dem Umstand, dass Talente wie Jackie Evancho das Rampenlicht suchen, während andere (und wahrscheinlich sogar die größten) Talente im stillen Kämmerlein irgendeines Konservatoriums ehrgeizig auf ihr großes Ziel hinarbeiten.

Aber auch die Pop-Versionen des Albums kommen über einen guten Durchschnitt im Balladenbereich nicht hinaus. Das liegt eben vor allem daran, dass sich Evancho nicht für ein bestimmtes Genre entscheidet und dieses dann aber mit voller Inbrunst bedient, sondern hartnäckig beides vermischt und dadurch oft auch verwässert. Teilweise nimmt das wie bei U2s "With or without you" regelrecht ärgerliche Züge an. Das Lied - im Original von 1987 eines meiner absoluten Lieblingsstücke - hat alle Seele und Hymnik verloren, nachdem Evancho mit ihm fertig war. Das geht schon mit den fast schon beatartig arrangierten Stringpassagen zu Beginn los und endet bei den Vokalparts, die bei dieser Rockhymne genauso flach und plätschernd kommen wie bei Caccinis Ave Maria.

Jackie Evancho - schöne Stimme, aber weder Fisch noch Fleisch. Das Traubensaftkonzentrat im Wein klassischer Musik, und dennoch von hartnäckigen Fans als "vollendete Stimme" und "Opernstar" verehrt. Dabei ist ihre Stimme im Klassik-Bereich derzeit in keinster Weise konkurrenzfähig, im Pop-Bereich allenfalls ungewöhnlich, aber eben auch nicht überdurchschnittlich. Deshalb drei Sterne.


Das Geheimnis der Hebamme - Das Buch zum Film: Roman
Das Geheimnis der Hebamme - Das Buch zum Film: Roman
von Sabine Ebert
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Ansprechende und hochspannende Vorlage der gerade erschienenen Verfilmung, 25. März 2016
"Das Buch zum Film"? Der Titel, mit dem hier für die Neuauflage des ersten Bandes von Sabine Eberts Hebammen-Reihe geworben wird, ist mehr als irreführend. Denn tatsächlich hätte es heißen müssen: "Der Film zum Buch", denn der im Jahr 2006 erschienene Roman war selbstverständlich eher da und diente der soeben erschienenen Verfilmung als Vorlage.
Anders als der Film, den ich persönlich einfach nur als drittklassig und schwach empfunden habe, hat der Roman durchaus seinen Reiz - und das nicht nur für echte Sachsen. Von Beginn an zieht die in der Region Meißen des 12. Jahrhunderts angesiedelte Geschichte der 13-jährigen Waise Marthe den Leser in ihren Bann. Marthe wuchs bei einer Heilkundigen auf und verfügt über Gesichte. Früh erlernt sie die Kunst traditioneller Naturheilverfahren, doch das bringt ihr nicht nur die Dankbarkeit ihrer Patienten, sondern auch Misstrauen und offene Feindseligkeit ein. Als sie das viel zu früh geborene Kind ihres Burgherren nicht retten kann, wird sie zur Vogelfreien. An der Seite des furchtlosen Ritters Christian, der mit einem Track Siedler in Richtung Meißen zieht, findet sie Zuflucht und am Ziel ihrer Reise eine neue Heimat. Doch ihre Häscher sind nah, und auch am Hof des neuen Herren in Meißen drohen Intrigen, Tod - und immer auch die Wolllust der Männer, die mit zunehmender Intensität nach dem langsam zur Frau heranwachsenden Mädchen gieren. Hinzu kommt, dass auch im neu errichteten Christiansdorf ihr Aufblühen nicht unbemerkt bleibt. Doch Marthes Herz gehört allein Christian...

Wer einmal angefangen hat, zu lesen, der wird das Buch so schnell nicht aus den Händen legen. Dazu braucht es nicht mal unbedingt ein Faible für kitschige Liebesschmachter, denn Sabine Eberts Werk lässt das mittelalterliche Meißen und ein noch wenig besiedeltes Sachsen vor dem geistigen Auge in lebhaften Farben erstehen. Ganz nebenbei erfährt man viel von Gepflogenheiten und das mühselige Leben insbesondere der Frauen jener Zeit. Der Erzählstil ist einfach und leicht verständlich gehalten - literarische Erzählkunst darf man hier also nicht erwarten. Braucht es aber auch nicht zwingend. Dafür schafft es Ebert ziemlich gut, das Tempo und damit die Spannung hochzuhalten. Und zwischen Raubzügen gegen das Dorf, politischen Verwicklungen der verschiedenen Fürstenhöfe und Königshäuser und der ständigen Gefahr, ihren Häschern in die Hände zu geraten, kämpfen Marthe und Christian gegen ihre Gefühle - in dem Wissen um die mangelnde Standesgemäßheit einer möglichen Verbindung. Aber natürlich kann der Leser mit seinen Helden hoffen, mitfühlen - und genau das ist auch das Schönste am Buch.
Allemal noch lohnenswerter wird die Lektüre des Buches angesichts der einfach nur schlechten Verfilmung, die - angefangen bei der Auswahl der Darsteller, über die Sprache bis hin zur Umsetzung der Handlung - Welten von dem entfernt ist, was Sabine Ebert an Atmosphäre, Spannung und Authentizität erzeugt.

Fazit: Zu empfehlen für jeden, der leichte, aber spannende Unterhaltung mit einer ordentlichen Prise Herzschmerz schätzt und keine große Weltliteratur erwartet.


Twentyfour Damen Parka Elbrus Warmer mit Abnehmbarem Kunstpelz, Asphalt, 36, 436434
Twentyfour Damen Parka Elbrus Warmer mit Abnehmbarem Kunstpelz, Asphalt, 36, 436434
Preis: EUR 149,02

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schick, warm und funktional, 19. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Suche nach einem ebenso wintersport- wie alltagstauglichen Winterparka ließ mich bisweilen ein wenig ratlos zurück. Schöne Teile gibt es viele. Hochwertig verarbeitet und gut gegen Wasser und Kälte isoliert, sind sie häufig doch sehr teuer. Sollen sie dazu auch noch optisch schick aussehen, landet man schnell mal im mittleren dreistelligen Eurobereich. Doch dann wurde ich bei der mir bislang völlig unbekannten norwegischen Marke Twentyfour fündig. Hier waren gleich mehrere Modelle voll nach meinem Geschmack, zwei ließ ich mir zur Auswahl kommen. Das Rennen machte schließlich die "Elbrus" in der Farbe "Asfalt" (ein leicht ins Blau-Grüne gehendes Dunkelgrau). Diese Jacke bietet mir nach erstem Eindruck alles, was ich von einem guten Winterparka erwarte.

Als Erstes muss man erwähnen, dass dieser Parka einfach mal grandios sitzt. Ich trage normal Größe 36/38 und habe ihn mir in Größe 36 bestellt. Passt wie angegossen, nicht zu weit, nicht zu eng. Die "Elbrus" geht bei 1,67 Meter Körpergröße gut über den Po und bedeckt die Oberschenkel bis fast zur Hälfte. Sie sitzt im beschriebenen Größenverhältnis eher figurbetont als lässig weit. Wer mag, kann das noch über die Taillenkordel zusätzlich betonen. Die Jacke ist sehr warm gefüttert und mit einer Membran aus Polyurethan gegen eindringende Nässe geschützt (5000 mm Wassersäule, 3000 g Atmungsaktivität). Anders als bei vielen anderen sogenannten Winterjacken hat man bei dieser hier daher auch wirklich das Gefühl, eine anzuhaben. Die ebenfalls warm gefütterte, per Zipper abnehmbare Kapuze samt abknöpfbarer Kunstfellkrempe tut ihr Übriges dazu und sieht dazu noch richtig toll aus.
Ein echtes Plus und Entscheidungskriterium war für mich zudem der extrahohe und mit kuscheligem Fleece-Futter ausgekleidete Kragen. Da kommt dann echt kein Windhauch mehr durch.

Vollends hat mich die "Elbrus" dann durch ihre unschlagbare Funktionalität überzeugt. Die beiden großen Fronttaschen (Druckknopf) tragen nicht zu dick auf, bieten aber viel Stauraum. Sie sind zudem jeweils mit einer seitlichen Einschubtasche (RV) kombiniert, in die man schön kalte Hände zum Aufwärmen verschwinden lassen kann. Zwei schräge Taschen mit RV gibt es im Brustbereich, eine weitere kleinere am linken Oberarm. Innen gibt es zudem eine fürs Smartphone mit Kabelkanal für Kopfhörer. Über Kordeln in Taille, am Kragen sowie Bund kann man sich die Jacke quasi auf den Leib regulieren. Auch die Ärmelweite kann über Klettverschlüsse an den Bündchen eingestellt werden, die zudem mit Schnee- und Windfängen aus superweichem Material kommen. Geschlossen wird die Jacke mit einem leichtgängigen RV sowie Klettverschlüssen.

Letztlich muss man selbst entscheiden, ob man mehr auf "Leistung" (also Wasser-/Winddichte) Wert legt oder auf Alltagstauglichkeit und Optik. Hier punktet die "Elbrus" klar durch Letztere. Es gibt sicherlich Jacken, die noch atmungsaktiver und wasserdichter sind. Mir persönlich hat jedoch die schlichte und doch irgendwie sehr edle Farbgebung (dunkelgrau mit lilafarbenen Details) und Aufmachung besonders gefallen. Ein gutes Argument war zudem der feminine Schnitt, der die "Elbrus" auch zu einem guten Begleiter in der City macht und auch mal zum Rock passt. Das alles bekommt man derzeit für einen wirklich umwerfend guten Preis von nur 169 Euro. Kleines Manko: An meinem Exemplar waren leider einige Nähte etwas nachlässig gearbeitet (Fadenbildung an einigen Stellen). Inwieweit die technischen Werte halten, was sie versprechen, wird hoffentlich der kommende Winter zeigen. So lange kann ich hier nur eine volle Kaufempfehlung aussprechen.

Zwischenfazit nach drei Monaten im Gebrauch (14. März 2016):
Die Jacke hat den Winter super überstanden, und ich bin immer noch hochzufrieden mit meinem Kauf. Das Material ist sehr stabil und widerstandsfähig, die Isolierfunktion ist in alle Richtungen (Wärme, Nässe, Wind) sehr gut. Bislang auch noch keinerlei Verschleißerscheinungen oder Passformverlust trotz täglichen Tragens. Einziges Manko, das ich entdeckt habe: Der Reißverschluss ist doch ein wenig tückisch. Wenn man nicht aufpasst, klemmt es den Jackenstoff mit ein und verhakt sich dann, was dann ganz schön lästig ist.


Teva Dalea eVent W`s 8837 Damen Sportschuhe - Outdoor
Teva Dalea eVent W`s 8837 Damen Sportschuhe - Outdoor

2.0 von 5 Sternen Leider nicht zu empfehlen., 6. Dezember 2015
Eigentlich sind diese Schuhe wirklich sehr hübsch anzuschauen und laufen sich auch sehr bequem - wenn denn die Größe nicht so unglaublich klein ausfallen würde. Leider merkt man das meistens erst auf der ersten längeren Wanderung (so war's bei mir), und dann kann man die gebrauchten Schuhe natürlich nicht mehr umtauschen. Ich trage normalerweise Größe 38 und hatte mir den Schuh auch in derselben bestellt. Beim Anprobieren in der Wohnung merkte ich schon, dass der Schuh ziemlich eng sitzt, dachte aber, das muss vielleicht so sein wegen des Haltes, und dass sich der Schuh sehr wahrscheinlich beim Tragen ohnehin noch etwas weiten würde. Aber als wir dann zur ersten Trekking-Tour aufbrachen und sich die Füße beim stundenlangen Laufen etwas ausdehnten, wurde der Trip zur Qual, und das änderte sich auch bei weiterem Tragen nicht.
Ein Plus ist definitiv, dass die Schuhe Wasser sehr gut abhalten, man behält also auch bei morastigerem Untergrund oder im Sommergewitter vergleichsweise trockene Füße.

Aber! Was mich am meisten am Teva Dalea enttäuscht hat, ist die Qualität. Ich habe 80 Euro dafür bezahlt (nicht bei Amazon gekauft), und bereits nach einem halben Jahr Tragen löste sich rechts vorne die Gummikappe ab. Wasserdicht ist der rechte Schuh damit nicht mehr. Ich finde, bei solch einem Preis darf das einfach nicht sein. Ich möchte jedenfalls nicht alle halben Jahre 80 Euro für ein neues Paar Trekkingschuhe ausgeben müssen. Absolutes Ausschlusskriterium, das dafür sorgt, dass ich mich für diesen Schuh definitiv nicht mehr entscheiden werde.


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Preis: EUR 10,99

12 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entweder ein verdammt gutes Placebo, oder aber... verdammt wirksames Vitamin., 5. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Anzeichen waren eigentlich schon zu Beginn des Jahres ziemlich deutlich - wenn ich damals schon um die wichtige Funktion von Vitamin D3 im Körper gewusst hätte. Anders als die Jahre zuvor kam ich ungewohnt schwächlich und ohne Saft und Kraft aus dem Winter, war ständig krank und fühlte mich insgesamt auch ziemlich down. Dazu kam, dass in meinem Job ganz besonders viel Stress anstand und ich kaum an die frische Luft kam. Die Infekte kamen in immer kürzeren Abständen und ich hatte zunehmend das Gefühl, mich davon überhaupt nicht mehr richtig zu erholen. Zumal ich natürlich, vergrippt wie ich war, trotzdem stets arbeiten ging. Am Ende stand der Kollaps, nach dem ich mich wochenlang kaum rühren konnte, so schlecht ging es mir. Da mein Hausarzt kaum was unternahm und alles auf Überlastung schob, informierte ich mich - und kam auf Vitamin D3. Ich startete den Versuch mit dem obigen Produkt in Kombination mit Vitamin K2 (wie es ja empfohlen wird), dazu Zink und Magnesium (in Dosen, wie sie medizinisch empfohlen werden). Anfangs tat sich kaum was, im Gegenteil: Ich hatte sogar das Gefühl, als ginge es noch bisschen mehr bergab und kam daher schon ins Zweifeln. Aber jetzt, nach drei Wochen, ist der Effekt wirklich unglaublich. Ich fühle mich viel fitter, kann endlich wieder Sport machen und spüre, wie die alte Belastbarkeit langsam wieder zurückkehrt.

Kann sein, dass der Effekt auch mehr durch die Erholung eingetreten ist, die ich mir jetzt gönne. Aber der zeitliche Zusammenfall der Verbesserung meines Gesundheitszustandes mit der Einnahme der Vitamin-Präparate wäre dann schon ein ziemlicher Zufall. Ich denke, dass insbesondere Vitamin D3 hier eine ziemlich führende Rolle gespielt hat. Hellhörig war ich dahingehend vor allem deshalb geworden, als ich las, dass Menschen mit schwerem Vitamin-D-Mangel paradoxerweise Sonneneinstrahlung schlecht vertragen - und mir war zuletzt im Sommer häufig schlecht geworden, sobald ich in der Sonne stand, selbst dann, wenn es gar nicht heiß war.

Die Pillen sind klein und dadurch sehr gut zu schlucken. Ich habe sie in der hohen Dosierung von 5600 Einheiten pro Tag über zwei Wochen lang täglich genommen, seit einer Woche nur noch alle zwei Tage. Auf Dauer empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung maximal 1/7 dieser Menge als Tagesdosis, und ich habe vor, die zugeführte Menge auch schrittweise auf diesen Wert herabzuregulieren.

Insgesamt kann ich das Präparat nur empfehlen, gerade jetzt im Winter, bei unerklärlicher körperlicher Schwäche und wenn man weiß, dass man in den Sommermonaten wenig Gelegenheit hatte, die Vitamin-D-Speicher aufzuladen. Im Winter ist die Bildung von Vitamin D, die sonst ausschließlich über die Aufnahme von UVB-Strahlen durch die Haut erfolgt, nicht möglich. Das Vitamin erfüllt aber mehrere wichtige Funktionen im Körper. Allerdings halte ich wenig von dem Vitamin- und Mineralstoff-Wahn, der bisweilen durch das Internet geistert und bei dem sich teilweise mit Dosen von 20000 und 100000 Einheiten pro Tag überboten wird, die über längere Zeiträume eingenommen werden. Ich halte das für völlig übertrieben und der Gesundheit wenig zuträglich. Auch wenn es den Betroffenen damit über einen gewissen Zeitraum hinweg gut geht - es gibt keinerlei verlässliche Studien, die mögliche langfristige Folgen einer permanenten Überdosierung untersucht hätten. Hier gilt es wirklich, ein gesundes Mittelmaß zu finden, das bewirkt, dass ein normaler Vitamin-D-Spiegel im Blut erreicht wird.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 2, 2016 7:54 AM MEST


Meditation
Meditation
Preis: EUR 9,39

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerreicht. 71 Minuten, die unter die Haut gehen., 3. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Meditation (MP3-Download)
Elina Garanca ist ein, wenn nicht DAS Juwel unter den Sopranistinnen unserer Zeit. Keine andere schafft es wie sie, Gefühl in Worte zu kleiden und in Gesang zu übersetzen. Die 2014 erschienenen "Meditation(en)" der mittlerweile 39-jährigen Lettin setzen ein weiteres musikalisches Glanzlicht in der Veröffentlichungshistorie der Ausnahmekünstlerin. Nichts hat Garanca hier dem Zufall überlassen. Die Liedauswahl ist schier phänomenal zu nennen und unterhält über eine Stunde lang vortrefflich. Als Spezialistin für sakrale Liedkunst hatte sich Garanca neben ihren vorzüglichen Carmen-Darbietungen ja schon länger einen Namen gemacht. "Meditation" hält zu meiner großen Freude gleich mehrere dieser hymnischen Stücke parat, darunter drei "Ave Marias" (Caccini, Gomez, Mascagni).
Begleitet von der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken und dem Lettischen Radio Chor, dirigiert von ihrem Ehemann Karel Mark Chichon, gibt Garanca mehr als nur eine Kostprobe ihres Könnens. Mal weich wie Samt, mal kraftvoll und leidenschaftlich wie ein Orkan, kommt die gesamte Reichweite ihrer Stimme zu voller Entfaltung, fließen die Töne in den Zuhörer hinein. Ein absoluter Hochgenuss. Wer nicht gerade zu den absoluten Opernspezialisten zählt, wird auf diesem Album zudem auch erfrischend andere, bislang unbekannte Stücke zu hören bekommen, die zu unvergesslichen Lieblingsliedern werden. Mir persönlich ging es mit dem längsten Stück des Albums so, dem "Miserere Mei, Deus", die unglaubliche Wandlungsfähigkeit und Vielseitigkeit von Garancas Stimme abermals unter Beweis stellt. Ebenfalls eine echte Perle dieses Albums: das Dievaines des vermutlich eher echten Insidern bekannten lettischen Komponisten Ugis Praulins - ein Stück, das sich nach einem zu Herzen gehenden Beginn zu einem wahrhaftigen Taumel an Kraft und Lebensfreude aufschwingt. Unbeschreiblich.

Ich habe mir das MP3-Album gekauft und bereue es keine Sekunde. Die akustische Qualität der Dateien ist (für das Ohr eines Laien) absolut in Ordnung. Ein großartiges Stück Musik von einer unvergleichlichen Künstlerin, die es wie keine andere versteht, mich zu berühren. Zu meinem (musikalischen) Glück fehlt mir allein noch, sie einmal live zu erleben.


arena Athena 80680 Damen Badeschuhe, black/turquoise, 39
arena Athena 80680 Damen Badeschuhe, black/turquoise, 39
Preis: EUR 21,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr leicht, modisch und praktisch., 1. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Badepantolette von Arena kann ich nur wärmstens weiterempfehlen. Bei Amazon habe ich in einer Rabattaktion zugeschlagen - und erstand diesen Schuh in Blau/schwarz für nur 14 Euro. Ein absoluter Top-Preis für solch ein Produkt, denn die Arena "Athena" lässt wirklich kaum Wünsche in Sachen Tragekomfort und Zweckmäßigkeit offen. Am Fuß sitzt die Sandale total bequem, es läuft sich darin auch sehr gut. Die Sohle ist absolut rutschfest. Im Fußbett befinden sich zudem mehrere kleine Löcher - das sorgt für optimalen Abfluss von Dusch- oder Schwitzwasser, sodass auch im Schuh selbst ein guter Halt besteht. Das Kunststoffmaterial ist sehr angenehm und geschmeidig auf der Haut und bringt ein sehr geringes Eigengewicht mit, sodass man kaum spürt, dass man Badeschuhe an den Füßen hat.

Ich hatte mir die Pantolette fürs Fitnessstudio (Duschen/Sauna) sowie für einen Kuraufenthalt (Schwimmbad) gekauft und bin zunächst mal super zufrieden. Die Größe fällt ungefähr eine halbe Nummer kleiner aus. Ich selbst trage normalerweise Gr. 38/38,5 und habe 39 bestellt. Das passt ausgezeichnet. In der Breite sollte man keine zu ausladenden Füße haben, sonst könnte es etwas eng werden. Dann eventuell lieber noch eine Nummer größer bestellen. Die häufig hier gelesene Kritik, dass man in den Schlappen angeblich Blasen bekomme, kann ich offen gestanden nicht nachvollziehen. Dass es sich bei diesem Produkt nicht etwa um bequeme Sandalen für den nächsten Stadt- oder Strandbummel oder um Wanderschuhe handelt, dürfte eigentlich klar sein. Diese Pantoletten sind für den (meist zeitlich enger begrenzten) Sauna- oder Schwimmhallenbesuch gedacht, nicht für stundenlange Spaziergänge oder tagelanges "Power-Saunieren". Hier steht also die Zweckmäßigkeit im Vordergrund, nicht die Bequemlichkeit. Aber dafür finde ich die Schuhe persönlich schon verdammt bequem.
Die ebenfalls häufig geäußerte Kritik, der Schuh stinke "bestialisch" nach Chemie kann ich genauso wenig bestätigen. Bei meinem Exemplar muss man sich schon sehr konzentrieren, um überhaupt einen leichten Geruch wahrzunehmen, den ich persönlich als absolut verträglich erachte. Gut möglich, dass das von Produkt zu Produkt unterschiedlich ausfällt.

Über die Langlebigkeit kann ich derzeit natürlich noch keine Aussagen treffen. Ich werde aber diesbezüglich nach etwa 6 bis zwölf Monaten hier einen Nachtrag vornehmen.
Bis dahin zunächst 5 Sterne und volle Kaufempfehlung von mir.


Merry Christmas
Merry Christmas
Preis: EUR 15,99

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ansprechende Liedauswahl - aber das Können bleibt leider doch etwas hinter dem Anspruch zurück., 21. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Merry Christmas (Audio CD)
Mit "Merry Christmas" legt Klassik-Prinzessin Amira Willighagen aus den Niederlanden bereits ihr zweites Album vor. Nach dem Debüt "Amira" von 2014, mit dem die damals knapp Zehnjährige nach ihrem Talentshow-Sieg vom Dezember 2013 mit Gold durchstartete, wirkt der Zweitling deutlich gereifter - sowohl stimmlich als auch, was die Songauswahl betrifft. Letztere ist durchweg als wirklich gelungen zu loben: Herrschten auf dem Erstling noch vorrangig leichtere Kost in Gestalt häufig interpretierter und beinahe schon abgegriffener Arien wie "O Mio Babbino Caro" oder "Nella Fantasia" vor, wechseln sich auf "Merry Christmas" Perlen klassischer Musik wie "Ave Verum Corpus" (Mozart), "Panis Angelicus" (Cesar Franck) oder "Nulla in Mundo Pax (sincere)" (Vivaldi) mit selten zu Ehren gelangenden Stücken wie dem wunderschönen "Bist du bei mir" von Gottfried Stölzel oder Pietro Mascagnis "Sancta Maria" sowie internationalen Weihnachtsklassikern ("O Holy Night", Silent Night") ab. Diese durchaus anspruchsvolle Mischung überraschte, und sie macht "Merry Christmas" zu einer Platte, die zumindest vom Hörgefühl her tatsächlich gut in die besinnliche Jahreszeit passt. Dazu kommt, dass die Instrumentalisierung der Stücke durchweg ansprechend realisiert wurde. Die Tonqualität ist auch sehr gut. Volle fünf Sterne gibt es deshalb für Liedauswahl und Arrangement von mir.

Bei allem Lob kommt nun aber das große Aber. So schön die Liedauswahl aufs Hören auch ist - sie hat auch ihre Tücken. So sind mir persönlich zu viele Stücke dabei, in denen es um Tod und Abschied geht - dabei ist Weihnachten ja eigentlich das Fest einer Geburt, also neuen Lebens. Und gerade solche schwermütiges Liedgut wie die Requiems oder Ave Verum Corpus möchte ich zudem eigentlich nicht aus dem Munde eines elfjährigen Kindes hören. Bestes Beispiel: der Stölzel. Text: "Bist du bei mir, geh' ich mit Freuden zum Sterben und zu meiner Ruh'. Ach, wie vergnügt wär so mein Ende, es drückten deine lieben Hände mir die getreuen Augen zu!". Man nenne mich altmodisch - aber ich wüsste einfach Besseres, über das Kinder singen könnten, als über das Sterben und "ihr Ende".

Allzu oft überfordert zudem die anspruchsvolle Literatur die Fähigkeiten Willighagens spürbar. Und das ist auch der Grund, warum es keine fünf Sterne mehr von mir gibt, so wie noch beim Debüt. Hat man einer Neunjährigen den einen oder anderen Wackler oder Defizite in Ausdruck und Aussprache noch augenzwinkernd verziehen und das tatsächlich enorme Talent des Kindes gepriesen, sind die Vorschusslorbeeren nun schlicht und ergreifend aufgebraucht. Dass sich diese Auffassung nun zunehmend auch im Laien-Publikum durchsetzt, zeigen die Verkaufswerte des Albums. Während das Debüt 'Amira' im vergangenen Jahr mit dem Sensationsgeheische der Talentshow direkt von null auf eins in den holländischen Albumcharts schoss, landete der Zweitling gerade mal auf Platz 69 und fiel schon in der zweiten Woche wieder komplett aus den Top 100 heraus. In Deutschland schafften es weder das Debüt noch der Nachfolger überhaupt in die Top 100 und damit zu nennenswerter Beachtung.

Zweifellos ist Amira Willighagen knapp zwei Jahre später für ihr Alter immer noch ein großes Talent, das vielversprechende stimmliche Ansätze mitbringt. Dabei bleibt es dann aber vorerst auch. Hier wird dann doch sehr deutlich, dass die Opernbühnen dieser Welt nicht umsonst von wahrhaftigen Persönlichkeiten bevölkert werden. Um etwa eine Arie wie "Panis Angelicus" so zu singen, dass sie eben nicht wie ein Kinderlied klingt, sondern wie die ergreifende Hymne, als die sie von Cesar Franck einst konzipiert wurde, braucht es Reife - sowohl stimmlich als auch persönlich. Es macht einen großen Unterschied, ob ich ein Lied in wenigen Wochen vor der Studioaufnahme auswendig lerne, oder ob ich in der Lage bin, mich voll und ganz darauf einzulassen, hineinzudenken und -zufühlen. Wenn ich an "Panis Angelicus" denke, dann habe ich Elisabeth Schwarzkopf oder - jüngeren Datums - Elina Garanca im Ohr. Und dagegen muss Amira Willighagens zwar durchaus hübsch anzuhörende, aber eben doch sehr glanzlose Version einfach verblassen.

Doch dies soll keineswegs ein Verriss werden. Angesichts ihres Alters ist die Leistung Willighagens immer noch außergewöhnlich zu nennen. Im Gegensatz zu manchen ihrer Live-Darbietungen ist auf "Merry Christmas" zudem deutlich das Bemühen zu erkennen, die im letzten Jahr verstärkt zutage getretenen Defizite in Sachen Atemtechnik und Stimmsicherheit gerade in den sehr hohen und sehr tiefen Tonlagen zu minimieren. Dennoch bringt die Stückauswahl die junge Künstlerin an ihre (derzeitigen) Grenzen. Insbesondere in den Koloraturen (schnell aufeinanderfolgende Tonlagenwechsel), die häufig alles andere als sauber gesungen werden, werden ihre Schwächen offenbar. Besonders deutlich wird das in "Nulla in Mundo Pax (sincere)". Auch fehlt es Willighagen noch immer an der Fähigkeit, die jeweiligen Stimmungslagen der Stücke zu transportieren. Hier ragt vor allem Vavilovs "Ave Maria" negativ heraus, das viel zu schnell und ohne jede Regung durchgesungen wird, Willighagen zudem in den Höhen überfordert. Ebenfalls eher enttäuschend: ausgerechnet der Weihnachtsklassiker schlechtin, "Silent Night". Hier hat man das Gefühl, dass der Interpretin die Bedeutung des Anlasses (Geburt des Heiland) entweder überhaupt nicht bewusst ist oder sie es aber nicht versteht, die damit für die Christenheit verbundene Gefühlswelt entsprechend in Gesang zu übersetzen. So hart es klingt - aber jede Version des Dresdner Kreuzchores würde ich mir lieber anhören.

Jetzt mag mancher sagen: Mein Gott, es ist halt noch ein Kind - mit Engelsstimme, die halt noch wachsen muss. Dem kann man jedoch ohne Weiteres entgegenhalten: Wenn das Kind dem gewählten Repertoire offensichtlich noch nicht gewachsen ist, muss man etwas am Repertoire ändern - so allerliebst beides für sich auch ist. Genau an diesem Verständnis fehlt es dem Umfeld Willighagens aber offenbar. CD-Verkäufe und bezahlte Auftritte scheinen da wichtiger als diesem anspruchsvollen Repertoire und vor allem dem stetig wachsenden Auftrittspensum angepasster Gesangsunterricht. So wurde Willighagen lediglich im Zuge der Studioaufnahmen zum Album von einer professionellen Gesangslehrerin betreut, die auf klassischen Gesang spezialisiert ist - im Auftrag der Plattenfirma, die offenbar auf Nummer sicher gehen wollte. Sonst erhält die Elfjährige nach wie vor lediglich Unterstützung von einer Kinderchorleiterin, die bereits die Studioaufnahmen zu ihrem ersten Album begleitete.

Und so hat man bei Willighagen ständig das Gefühl, als säße ein Traktorist am Steuer eines kostbaren Ferrari - sie weiß all ihr Potenzial ganz einfach noch immer nicht auszuschöpfen, weil ihr dazu das technische Rüstzeug, vor allem aber auch die Ausstrahlung fehlt. Eine schöne Stimme allein reicht eben nicht aus, man muss sie auch steuern und kontrollieren können. Und genau das erfordert jahrelanges Training. Drei Sterne gibt es von mir daher nur für die gesangliche Umsetzung der Stücke, ebenso viele für Ausdruck und Gefühl.
Es sind Defizite, die man ehrlicherweise anerkennen und würdigen muss, wenn man die darbgebotenen Stücke mit den Darbietungen der etablierten Klassikgrößen vergleicht. Wer sie leugnet, tut Amira Willighagen keinen Gefallen, sondern bedient stattdessen eigene Eitelkeiten. Und an diesem Vergleich wird sie auch in Zukunft nicht vorbeikommen: Wer sich mit dieser Art Repertoire in die Öffentlichkeit begibt, muss ihm standhalten können.

Dennoch tut die junge Künstlerin auf "Merry Christmas" ihr Möglichstes und liefert am Ende auch ein durchaus schön anzuhörendes Werk ab, das für Entzücken unterm Weihnachtsbaum sorgen wird. Wer besonders schöne Kinderstimmen mag, wird hier glücklich werden. Nur von einer Vorstellung muss man sich wohl definitiv verabschieden: Amira Willighagen sei der kommende Opernstar oder gar schon die neue Maria Callas oder Anna Netrebko. Wer sich nicht sicher ist, ob er die CD kaufen möchte - auf Spotify (dort kann man sich z.B. über seinen facebook-Account ganz leicht anmelden) kann man sich das gesamte Album kostenfrei anhören und dann seine Entscheidung treffen, ob sich der Kauf lohnt.


Weissensee - Die 3. Staffel [2 DVDs]
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DVD ~ Florian Lukas
Preis: EUR 11,97

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nach bewährtem Muster eilig zu Ende erzählt., 5. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Weissensee - Die 3. Staffel [2 DVDs] (DVD)
Da hat sie nun doch noch ihr Happy-End im siebten Wende-Himmel bekommen, die Saga um die so ungleichen Familien Kupfer und Hausmann. In drei Doppelfolgen stürmt der seit zwei Jahren verwaiste DDR-Volkspolizist Martin Kupfer nach dem Fall der Berliner Mauer an der Seite der West-Journalistin Katia zunächst in die völlig perplexe Familie seiner vor neun Jahren von der Stasi nach der Geburt für tot erklärten und anschließend zur Adoption frei gegebenen Tochter Anna und schließlich auch überraschend schnell in deren Herz. Ganz ehrlich: Als ich nach nur 270 Minuten beide Hand in Hand und einträchtig in den (jetzt mal etwas zynisch herbeigesponnenen) Sonnenaufgang vor der Wiedervereinigung spazieren sah, da dachte ich: Nein, oder? Das kann's doch jetzt nicht einfach gewesen sein? Das war's aber, Friedemann Fromm meint das ganz ernst.

Vieles, was dazwischen an Handlung abläuft, kann man getrost als nebensächlich bezeichnen. So nebensächlich, dass ich - und das konnte ich als Fan der Serie selbst kaum glauben - zwischendurch immer mal wieder aus der Sendung ausstieg und nebenher anderes erledigte. "Nebensächlich" nicht, weil die Themen hinter der Handlung als solche belanglos oder nicht wichtig wären, sondern weil sie zum großen Teil schon hundertfach erzählt und besprochen wurden. Es macht Staffel 3 über Strecken vorhersehbar und leidenschaftslos. Martins Vater Hans, der Stasi-General, wird immer mehr zum Freiheitskämpfer, der die Gefahr einer blutigen Revolte kommen sieht und für Besonnenheit nach der Maueröffnung plädiert. Bruder Falk vertuscht den Stasi-Mord am Freund seiner Ex-Frau Vera, dem oppositionellen Pfarrer Martin. Sängerin Dunja Hausmann kann sich derweil in der Bürgerrechtsbewegung voll entfalten - aber nicht, ohne abermals Opfer einer Intrige von Stasi-Falk zu werden. Der schlachtet ihre einst erzwungene Spitzeltätigkeit in der Westpresse aus und lässt wirklich keine Schurkigkeit aus, um einen Keil zwischen die Bürgerrechtler zu treiben. All das wird durchaus nett und atmosphärisch erzählt, wie man es aus den beiden ersten Staffeln gewohnt war. Und es gibt sie natürlich auch, die kleinen Höhepunkte, die nicht verschwiegen werden sollten. Besonders hervorzuheben: die chaotischen Zustände hinter den Kulissen von MfI und Politbüro nach der legendären Volkskammer-Rede Schabowskis, die alles ins Rollen brachte. Die mal ausgemalt zu bekommen, das war doch wirklich interessant - und eine gern genommene Abwechslung zwischen Phasen immer wieder aufkommender Ernüchterung.

Eines unterscheidet die dritte Staffel ganz gewaltig von den beiden Vorgängern: Die Luft ist buchstäblich raus. Den Filmemachern gelingt es nicht, glaubhaft dort anzusetzen, wo die zweite Staffel endet. Stattdessen müssen - zwingend zwischen 25. Jahrestag des Mauerfalls und 25. Jahrestag der Wiedervereinigung! - eben jene Themen im Fokus stehen. Warum bloß? Fragt sich da einigermaßen enttäuscht der geneigte und von so viel Tiefgang der vorigen Staffeln verwöhnte Zuschauer. Wie viel interessanter wäre es gewesen, im DDR-Alltag der Familien zu verbleiben! Die Suche nach Anna - für viele tatsächlich Betroffene eine Lebensaufgabe! - geht quasi im Zeitraffer innerhalb weniger Wochen über die Bühne. Da kommt eine kleine unbekannte Journalistin aus dem Westen, drückt ein paar Knöpfe, ist ein paarmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort und - zack! - schon ist das Kind gefunden und noch schneller wieder mit dem Papa vereint - den es wohlgemerkt gar nicht kennt, aber trotzdem förmlich über Nacht in sein Herz schließt.
Auch die neue Liebe Martins zu Katia, die sich zwischen all dem Wende-Trubel auch noch entspinnt, wird leidenschaftslos erzählt, bleibt oberflächlich. Dass diese ebenso lässig wie unterkühlt daherkommende Frau, die anfangs auf einen One-night-Stand aus war, sich in wenigen Monaten in einen Mann verliebt, der sie erst mal in die Suche nach seinem verschollenen Kind hineinzieht, und am Ende dieses Kind sogar adoptieren will - man tut sich schwer damit, es ihr abzunehmen. Diese ganze Episode, die zudem um Aufmerksamkeit buhlen muss mit den erwähnten Wende-Szenarien, wirkt auf den Betrachter absolut unglaubwürdig und inszeniert.

Das Wende-Thema nimmt einen großen Teil der Sendezeit ein. Und was am meisten nervte: Seine Abhandlung geht großteils mit den altbekannten, schon bis zum Erbrechen wiederholten Original-Filmdokumenten vom Mauerfall einher. Und so wird aus Weissensee am Ende das, wovon sich das Werk anfangs eigentlich so wohltuend abhob: ein ziemlich durchschnittlicher, klassischer Wende-Schinken. Nicht so kitschig wie und immerhin noch einfallsreicher als viele andere - aber eben dennoch eine Familiensaga, die vom aufopfernden Freiheitskampf, vom sich im Todeskampf windenden Staat erzählt und am Ende salbungsvoll gen Mauerfall und Wiedervereinigung blickt. Warum nicht einfach mal andere Bilder? Z.B. von den Hunderttausenden, die am Tag danach in ihren Trabis nach Berlin strömten und die die Autobahnen einseitig zum Kollabieren brachten. Oder die Bilder der Kinder jener, die in Nacht- und Nebelaktionen damals ihre Sachen packten, um in den Westen zu verschwinden - und ihre Kleinen als unnötigen Ballast einfach zurückließen.

Im Grunde wird die dritte Staffel durch die Vielzahl der Hochzeiten, auf denen sie gleichzeitig tanzen will, irreparabel beschädigt. Nichts wird wirklich vertieft, stattdessen wird alles irgendie hastig zu einem Ende gebracht. Das war in den ersten beiden, weitaus ergebnisoffener erzählten Staffeln anders. Hier war man mitten drin im Alltag der Menschen, kein Ereignis warf da schon drohend und drängend seine Schatten voraus. So komisch das klingen mag: Aber wenn schon von vorn herein feststeht, dass am Ende die Wende stehen muss, dann beschneidet das den Regisseur in seinen erzählerischen Möglichkeiten und es drängt die alltäglichen Konflikte und Ängste zugunsten der politischen Botschaft an den Rand. Genau das ist leider hier passiert. Sehr schade eigentlich. Ich hätte mir mehr Tiefgang erhofft und ein weitaus ergebnisoffeneres Ende, das Raum für eine weitere Fortsetzung gelassen hätte. Bleibt zu hoffen, dass Friedemann Fromm sich nicht noch breitschlagen lassen möge, eine vierte Staffel vor dem Hintergrund der Währungsunion, eine fünfte zur Wiedervereinigung... usw. abzudrehen. Dann wäre der Ausverkauf von "Weissensee" wirklich perfekt.


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