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Beiträge von Edmund Sackbauer
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Rezensionen verfasst von
Edmund Sackbauer

Anzeigen:  
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The Accidental Time Machine
The Accidental Time Machine
von Joe Haldeman
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitreisen einmal anders, 23. September 2009
Rezension bezieht sich auf: The Accidental Time Machine (Taschenbuch)
Matt Fuller ist ein wenig erfolgreicher Assistent am MIT, als er durch Zufall eine Zeitmaschine baut. Wenn er auf den Knopf eines Kalibrators drückt, wird er in die Zukunft teleportiert. Leider funktioniert das Gerät nicht rückwärts. Jede Zeitreise führt in jedoch ein längeres Stück in die Zukunft. Während ihn die ersten Reisen nur Minuten nach vorne versetzen, teleportieren ihn weitere Versuche bereits Tage, Jahre und später sogar Jahrtausende in die Zukunft. Diese hat sich natürlich deutlich verändert.

Joe Haldeman ist ein toller Roman gelungen, der das Thema Zeitreisen einmal aus einem etwas neuen Blickwinkel beleuchtet. Glücklicherweise hält sich der Autor nicht mit spekulativen wissenschaftlichen Erklärungen auf, sondern begleitet seinen Helden durch ständig neue Situationen. Auch die Auflösung ist logisch und befriedigend.
Das Buch ist flüssig zu lesen und auch in der englischen Originalfassung leicht verständlich.

Fazit: Ein rundum gelungener Roman. Klare Kaufempfehlung.


The Associate: A Novel
The Associate: A Novel
von John Grisham
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,49

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwacher Roman von Grisham, 23. September 2009
Rezension bezieht sich auf: The Associate: A Novel (Taschenbuch)
Das Buch handelt von dem jungen Anwalt McAvoy, der als einer der besten seines Jahrganges von einer Eliteuniversität abgeht. Obwohl er zahlreiche Angebote renommierter Kanzleien hat, will er eigentlich einen schlecht bezahlten Posten in einer kleinen Kanzlei annehmen. Dazu kommt es aber nicht, da er von einem mysteriösen Erpresser dazu genötigt wird bei der größten Kanzlei New Yorks anzuheuern. Er soll sich dort in einen wichtigen Fall einschleusen, in dem es um militärische Geheimnisse und Milliarden geht. Basis der Erpressung ist eine exzessive Party in seiner Studentenzeit und eine Vergewaltigung. McAvoy akzeptiert also das Angebot der großen Kanzlei und arbeitet dort unter menschenunwürdigen Bedingungen, um die Erpressung los zu werden.

Die Story hätte Potential gehabt, ist sie doch ist eine abgewandelte Version von "die Firma". Leider hat Grisham seit damals offenbar die Lust am Schreiben verloren. Dass die Geschichte teilweise grobe Logikfehler hat und extrem vorhersehbar ist wäre noch zu verschmerzen gewesen. Welcher Anwalt der bei Sinnen ist, würde sich durch eine obskure Erpressung in ein wirkliches Verbrechen treiben lassen und dem Erpresser dadurch noch mehr Handhabe geben? Es mutet nach einem billigen Horrorfilm an, wo man beim Zusehen denkt: "der kann doch nicht so dämlich sein und tatsächlich in das Haus des Mörders gehen in dem bereits 10 seiner Freunde verschwunden sind, anstatt um Hilfe zu telefonieren". Auch dass das Erpressungsmotiv für europäische Leser ganz und gar an den Haaren herbei gezogen ist, könnte man noch verzeihen. Eine junge Frau, die es bereits mit der gesamten männlichen Belegschaft der Universität getrieben hat und zum wiederholten Mal mit dem "Vergewaltiger" freiwillig beischläft ist plötzlich der Meinung sie sei vergewaltigt worden, nur weil sie mitten im Akt aufgrund massiver Alkoholisierung wegepennt ist? Und der Erpresste war nicht einmal der "Vergewaltiger" sondern ein ebenfalls schlafender Partygast? Ich habe schon solidere Erpressungsmotive gehört. Was mich wirklich wütend gemacht hat ist das lieblose Ende. Die Story hat gerade einen ganz ordentlichen Lauf, plötzlich ist sie zu Ende. Handlungsstränge die lange aufgebaut wurden, werden mit einem Federstrich abgewürgt und der Leser bleibt ratlos zurück: Hatte Grisham bereits Abgabetermin und musste sein Buch daher kurzfristig abbrechen? Oder hatte er einfach keine Lust mehr? Selten habe ich einen unbefriedigenderen Abschluss eines Buches gelesen.
Nicht alles am Buch ist schlecht. Vor allem die Schilderung des Lebens von Junganwälten in renommierten Großkanzleien der USA ist gelungen. Sie ist offensichtlich Grishams Abrechnung mit diesem Berufsstand und man merkt, dass ihm dieses Thema ein Anliegen ist. Auch der Erzählstil passt. Der Autor hat nicht ohne Grund zahlreiche Bestseller gelandet.

Unterm Strich ist das Buch eine Enttäuschung. Wer Grisham lesen will, sollte zu seinen früheren Romanen greifen.


Der Anwalt
Der Anwalt
von John Grisham
  Audio CD
Wird angeboten von buchrausch--ihre_buchhandlung
Preis: EUR 19,95

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwacher Roman von Grisham, 23. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Anwalt (Audio CD)
Das Buch handelt von dem jungen Anwalt McAvoy, der als einer der besten seines Jahrganges von einer Eliteuniversität abgeht. Obwohl er zahlreiche Angebote renommierter Kanzleien hat, will er eigentlich einen schlecht bezahlten Posten in einer kleinen Kanzlei annehmen. Dazu kommt es aber nicht, da er von einem mysteriösen Erpresser dazu genötigt wird bei der größten Kanzlei New Yorks anzuheuern. Er soll sich dort in einen wichtigen Fall einschleusen, in dem es um militärische Geheimnisse und Milliarden geht. Basis der Erpressung ist eine exzessive Party in seiner Studentenzeit und eine Vergewaltigung. McAvoy akzeptiert also das Angebot der großen Kanzlei und arbeitet dort unter menschenunwürdigen Bedingungen, um die Erpressung los zu werden.

Die Story hätte Potential gehabt, ist sie doch ist eine abgewandelte Version von "die Firma". Leider hat Grisham seit damals offenbar die Lust am Schreiben verloren. Dass die Geschichte teilweise grobe Logikfehler hat und extrem vorhersehbar ist wäre noch zu verschmerzen gewesen. Welcher Anwalt der bei Sinnen ist, würde sich durch eine obskure Erpressung in ein wirkliches Verbrechen treiben lassen und dem Erpresser dadurch noch mehr Handhabe geben? Es mutet nach einem billigen Horrorfilm an, wo man beim Zusehen denkt: "der kann doch nicht so dämlich sein und tatsächlich in das Haus des Mörders gehen in dem bereits 10 seiner Freunde verschwunden sind, anstatt um Hilfe zu telefonieren". Auch dass das Erpressungsmotiv für europäische Leser ganz und gar an den Haaren herbei gezogen ist, könnte man noch verzeihen. Eine junge Frau, die es bereits mit der gesamten männlichen Belegschaft der Universität getrieben hat und zum wiederholten Mal mit dem "Vergewaltiger" freiwillig beischläft ist plötzlich der Meinung sie sei vergewaltigt worden, nur weil sie mitten im Akt aufgrund massiver Alkoholisierung wegepennt ist? Und der Erpresste war nicht einmal der "Vergewaltiger" sondern ein ebenfalls schlafender Partygast? Ich habe schon solidere Erpressungsmotive gehört. Was mich wirklich wütend gemacht hat ist das lieblose Ende. Die Story hat gerade einen ganz ordentlichen Lauf, plötzlich ist sie zu Ende. Handlungsstränge die lange aufgebaut wurden, werden mit einem Federstrich abgewürgt und der Leser bleibt ratlos zurück: Hatte Grisham bereits Abgabetermin und musste sein Buch daher kurzfristig abbrechen? Oder hatte er einfach keine Lust mehr? Selten habe ich einen unbefriedigenderen Abschluss eines Buches gelesen.
Nicht alles am Buch ist schlecht. Vor allem die Schilderung des Lebens von Junganwälten in renommierten Großkanzleien der USA ist gelungen. Sie ist offensichtlich Grishams Abrechnung mit diesem Berufsstand und man merkt, dass ihm dieses Thema ein Anliegen ist. Auch der Erzählstil passt. Der Autor hat nicht ohne Grund zahlreiche Bestseller gelandet.

Unterm Strich ist das Buch eine Enttäuschung. Wer Grisham lesen will, sollte zu seinen früheren Romanen greifen.


Was? Wäre? Wenn?: Roman
Was? Wäre? Wenn?: Roman
von Wiebke Lorenz
  Taschenbuch

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Altes Thema, toll umgesetzt, 26. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Was? Wäre? Wenn?: Roman (Taschenbuch)
Was? Wäre? Wenn? handelt von der jungen Frau Charly, die ihr Leben überhaupt nicht im Griff hat. Sie säuft, verschläft die längste Zeit des Tages und jobbt in der Nacht in einer Bar, wo sie mit weiteren verkrachten Existenzen ihre Zeit verbringt. Ihr Leben ist eine Aneinanderreihung unzähliger peinlicher Eskapaden. Nachdem ein Klassentreffen den neuen Tiefpunkt markiert hat, erhält sie die Gelegenheit die peinlichsten Momente ihres Lebens ungeschehen zu machen. Sie greift zu und befindet sich plötzlich in einer anderen Realität, die sich für sie gänzlich anders entwickelt hat. Sie ist schlank, erfolgreich und lebt in einer Beziehung. Endlich! Ein Traum ist wahr geworden ... oder auch nicht?

Wiebke Lorenz greift ein Thema auf, das bereits unzählige Male in Buch und Film verarbeitet wurde. Ihr ist dabei ein Roman geglückt, der zutiefst sympathisch und herzerwärmend ist. Die Figuren sind glaubwürdig und obwohl es eine Frauengeschichte ist, können sich auch Männer mit Charly identifizieren. Ich habe das Buch durch Zufall beim Schmökern hier gefunden und es an einem Urlaubstag ausgelesen. Die Autorin werde ich mir merken.

Fazit: Ein liebenswerter Roman, flott erzählt. Klare Kaufempfehlung!


Das kleine Ein-Mal-Eins singend lernen
Das kleine Ein-Mal-Eins singend lernen
Preis: EUR 9,49

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1x1 singend lernen, 26. August 2009
Die CD ist ideal, um das langweilige Auswendiglernen des kleinen 1x1 etwas lustiger zu gestalten. Für die Kinder ist es Musiklernen, für die Erwachsenen eine grandiose Erleichterung. Die Musik gefällt den meisten Kindern und meine haben gleich versucht mitzusingen. Je einfacher die Melodie, desto besser gelingt das.
Nach oftmaligem Hören der CD bleibt in jedem Fall etwas hängen und das Lernen der Malreihen klappt deutlich schneller.


Der ewige Krieg: Roman
Der ewige Krieg: Roman
von Joe Haldeman
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefgründiger SF-Roman über Sinnlosigkeit von Krieg, 26. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Der ewige Krieg: Roman (Taschenbuch)
Der ewige Krieg spielt in einer Zukunft, in der die Menschheit den außerirdischen Tauriern den Krieg erklärt hat. Die Hauptperson des Romans ist William Mandella, der als Rekrut zuerst durch die Grundausbildung muss um danach auf verschiedenen Schlachtfeldern zu kämpfen. Die Reise zu diesen Schlachtfeldern erfolgt in Lichtgeschwindigkeit, weshalb für die Reisenden nur kurze Zeit vergeht, während für die auf der Erde Zurückgebliebenen viele Jahre ins Land gezogen sind. Bereits nach kurzer Zeit (für den Helden) erkennt er die Erde bei seiner Rückkehr nicht wieder. In den Schlachten die er zu schlagen hat sterben mehr und mehr seiner Kameraden, bis der Krieg endlich zu Ende ist und er in eine völlig veränderte Heimat zurückkehren kann.

Der ewige Krieg ist ein spannender Kriegsroman, der schonungslos die Sinnlosigkeit des Krieges darstellt. Niemand weiss eigentlich warum die Kämpfe begonnen haben und warum sie geführt werden. Bei jeder neuen Rückkehr haben sich die Soldaten weiter von ihrer alten Heimat entfremdet. Sie werden als fremdartig zurückgewiesen und fühlen sich eigentlich nur mehr bei ihren Kameraden wohl. Das Buch ist vor allem eine Parabel auf den Vietnamkrieg und die persönlichen Erlebnisse des Autors dort. Sinnloses Sterben, Entmenschlichung und das Unverständnis mit dem die Soldaten zu Hause empfangen wurden, arbeitet Haldeman im mehrfach ausgezeichneten Werk auf.

Fazit: Toller SCIFI Roman mit einer Botschaft. Sehr empfehlenswert!


Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis
Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis
von Klaus Werner-Lobo
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konkret und leidenschaftlich, 26. August 2009
Nach dem Schwarzbuch Markenfirmen ist Klaus Werner-Lobo der nächste große Wurf gelungen.

Das Buch behandelt in den ersten Kapiteln die Aufteilung des Reichtums der Welt. Wenig überraschend wird dargelegt, welch kleiner Teil der Menschheit den überwiegenden Teil des Kaptitals besitzt. Der Autor zeigt danach auf, welche Rolle Konzerne spielen und wie wenig sie zum Allgemeinwohl beitragen. Werner-Lobo spürt krumme Geschäftspraktiken auf und bringt konkrete Beispiele. Dieser Teil des Buches endet mit konkreten Forderungen an die Politik und mit Anregungen, was Menschen tun können um die Welt zu verändern. Den Abschluss des Buches bilden Firmenporträts von Weltkonzernen, nach dem Vorbild des Schwarzbuches.

Klaus Werner-Lobo ist ein linker Populist im besten Sinne des Wortes. Ein deutscher Michael Moore in jungen Jahren, vielleicht ein wenig intellektueller, der Mißstände kompromisslos aufzeigt und sprachgewaltig Lösungen einfordert. Die eigentlich trockene Materie wird so aufbereitet, dass sie angenehm und spannend zu lesen ist. Er bedient sich dabei einer bildhaften Sprache, die auch für Kinder leicht zu verstehen ist. Die angeführten Beispiele sind mit Quellenangaben versehen und dadurch sehr glaubwürdig. Der Autor hält sich dabei nicht mit Detaildiskussionen auf, sondern zeichnet einen Blick auf das große Bild. Er lamentiert auch nicht über die grausame Welt, sondern schlägt sehr konkrete Handlungsalternativen für den Einzelnen auf. Das ist meiner Meinung nach die größte Leistung des Buches.

Fazit: "Uns gehört die Welt" ist fundierte Kaptitalismus- und Globalisierungskritik, die jeder gelesen haben sollte der sich für diese Materie interessiert.


Drachenläufer: Roman
Drachenläufer: Roman
von Khaled Hosseini
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Stück Weltliteratur, 17. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drachenläufer: Roman (Taschenbuch)
Die Geschichte handelt von zwei ungleichen Jungen, die in Kabul gemeinsam aufwachsen. Amir stammt aus begütertem Haus, ist aber nicht besonders mutig - in Afghanistan ein Grund sich zu schämen. Der gleichaltrige Hassan lebt mit seinem Vater, der als Dienstbote bei Amirs Vater arbeitet, in einer kleinen Hütte nebenan. Er kann zwar weder lesen noch schreiben, ist seinem Freund Amir aber treu ergeben und verteidigt ihn unter hohem Risiko gegen stärkere Jungs. Aus Eifersucht begeht Amir einen unglaublichen Treuebruch an seinem Freund, der ihn sein ganzes Leben lang verfolgen wird.

Der Drachenläufer ist eine großartige Geschichte über das Afghanistan der letzten Jahrzehnte. Man erfährt Hintergründe über den Weg, der das Land ins Chaos gestürzt hat. Nach der Lektüre dieses Romans sind die Menschen in Afghanistan nicht mehr wilde Bergbewohner, die jedem Eroberer das Leben zur Hölle machen. Auf spannende Weise wird man an die fremde Kultur herangeführt. Auch wenn der Autor die Vergangenheit manchmal in sehr verklärtem Licht erzählt, lässt sich etwas von der Lebensweise erahnen, die vor Krieg und Zerstörung vorherrschte.

Ein interessanter Aspekt des Buches ist die Schilderung des Flüchtlings-Schicksals von Amir und dessen Vater. Einem Mann, der in seiner Heimat ein hochangesehenes Mitglied der Gesellschaft war und der plötzlich in der Fremde gezwungen ist niedrige Arbeiten zu verrichten und das auch tut. Der es als Schande empfindet, von Almosen leben zu müssen. Man versteht plötzlich ein wenig bessern, warum Menschen die weit von zu Hause leben müssen sich dennoch an ihre Traditionen klammern, die ein Teil ihrer Identität sind.

Vor allem aber ist der Roman eine Parabel auf Treue, Freundschaft, Eifersucht und Verrat. Er ist die Geschichte von Kain und Abel in die heutige Zeit transferiert. Der Held der Geschichte reift vom verwöhnten Jungen, der um die Gunst seines Vaters buhlen muss und dafür seinen Freund brutal hintergeht zum Mann der versucht die schändliche Tat zu sühnen und dabei beträchtliche Risken eingeht. Dabei gleitet die Geschichte nie ins Kitschige ab, sondern bleibt zu jeder Zeit authentisch.

Khaled Hosseini hat einen Roman geschaffen, der es zurecht in Bestsellerlisten geschafft hat und zu den besten Büchern gehört, die ich gelesen habe. Ein Stück Weltliteratur, das Einblick in eine fremde Kultur liefert und trotzdem die uneingeschränkte Identifizierung mit dem Helden ermöglicht.

Fazit: Eines der besten Bücher der letzten Jahre. Klare Kaufempfehlung!


Tiertage: Roman
Tiertage: Roman
von Henning Ahrens
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perle deutscher Literatur, 17. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Tiertage: Roman (Taschenbuch)
Ich habe das Buch durch Zufall entdeckt und habe es an einem Wochenende verschlungen.

Tiertage spielt in einem Dorf der deutschen Provinz. Die handelnden Personen sind unterschiedliche Charaktere von der Geschäftsfrau, die aufs Land geflüchtet ist und von ihren Kindern nie angerufen wird, bis zum verheirateten Maler morbider Stillleben-Bilder , der sich gerne an eine frustrierte Hausfrau heranmachen würde, aber irgendwie doch nicht wagt. Was diese handelnden Personen bewegt, wie sie sich fühlen und warum sie sich oft selbst im Weg stehen, ist der Kern des Buches. Dabei hebt der Autor aber nie den Zeigefinger und vermeidet erfreulicherweise Schwarz-Weiß Schemata.

Was Tiertage einzigartig macht - und dieser stilistische Kunstgriff ist wirklich gelungen - ist das Einflechten eines Handlungsstranges der in der Tierwelt des Dorfes spielt. Darin spielen ein Hase, der sich gerne außerehelich mit einer jungen Häsin vergnügen würde und ein befreundeter Reiher die Hauptrollen. Dieser zweite Handlungsstrang entwickelt sich parallel zum ersten und ergänzt diesen in kongenialer Weise. Was man dem Autor besonders zugute halten muss ist, dass das Buch dabei nie ins Lächerliche abgleitet sondern eine erfrischende Leichtigkeit gewinnt. Da sich die beiden Handlungen parallel entwickeln, fungieren die Tiere als "Alter Egos" der Menschen.

Fazit: Großartiger Roman, der schwere Themen leichfüßig präsentiert. Sehr empfehlenswert!


Die Feinde des Imperators -: Ein Krimi aus dem Alten Rom - SPQR
Die Feinde des Imperators -: Ein Krimi aus dem Alten Rom - SPQR
von John Maddox Roberts
  Taschenbuch

14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Liebloser Aufguss, 17. August 2009
Der 13. Band der SPQR Reihe ist der bisher schwächste.

Vordergründig geht es um den Mord an einem Astronomen, der an einer umfassenden Kalenderreform für Cäsar mitgearbeitet hat. Es folgen weitere Morde und im Hintergrund braut sich eine Verschwörung gegen Cäsar zusammen. Der Held der Serie, Decius Caecilius Metellus muss im Auftrag des Imperators diese Morde aufklären. Seine Ermittlungen drohen in politische Ränkespiele bis in höchste Kreise verstrickt zu werden.

"Die Feinde des Imperators" ist eindeutig das schlechteste Buch der Serie. Man hat das Gefühl, dass der Autor lustlos einen Roman hingeschludert hat, um die erfolgreiche Franchise weiter zu melken. Der Reiz der SPQR Romane lag bisher in spannenden Einblicken ins Leben der Menschen im antiken Rom. Auch wenn die vordergründigen Kriminalgeschichten einfach gestrickt waren, faszinierte die Darstellung alltäglicher Abläufe und Sitten sowie politischer Zusammenhänge. Diesmal ist die Story nicht nur banal. Die notwendige Auflösung am Ende ist richtiggehend an den Haaren herbeigezogen. Es werden zahlreiche Nebenfiguren eingeführt, die aber kaum Tiefgang gewinnen können und bald wieder verschwinden. Im Gegensatz zu älteren Folgen bietet dieses Buch so gut wie keine interessanten Einblicke ins antike Rom.

Der Widerwillen mit dem der Autor hier am Werk war, atmet aus jeder Seite. Seit dem letzten Band beispielsweise ist in der Story sehr viel Zeit vergangen. Kaum jedoch wird ein Wort darüber verloren, was sich für den Helden seither ereignet hat. Warum er sein aktuelles Amt bekleidet und welche politischen Wendungen sich ergeben haben. Selbst der beiläufige Sarkasmus, der in den ersten Bänden noch charmant war, ist im Band 13 nur mehr abgedroschen. Der Autor sollte sich langsam wirklich etwas Neues einfallen lassen. Wenn Roberts keine Freude mehr daran hat die Serie weiter zu entwickeln, sollte er sie entweder zu Ende bringen oder andere Autoren für sich schreiben lassen. Er sollte seinen Lesern keinen nicht noch einen müden Aufguss zumuten.

Fazit: Selbst Fans der Serie können dieses Buch getrost auslassen.


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