find Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Mehr dazu Hier Klicken Storyteller Unlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17
Profil für fremdweltler > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von fremdweltler
Top-Rezensenten Rang: 4.199.226
Hilfreiche Bewertungen: 96

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
fremdweltler
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3
pixel
Blessed and  Cursed
Blessed and Cursed
Preis: EUR 14,73

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervoll, 9. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Blessed and Cursed (Audio CD)
Nach ewiger Verschiebungen ist es nun endlich da, "A Fragile Hope" hat einen Nachfolger, und was für einen. Devil Sold His Soul, für mich sowieso wohl die beste Nachwuchs-Band in Sachen atmosphärischem Hardcore, lieferten mit ihrem Debut-Album ein dunkles, hoffnungslos depressives Meisterwerk ab, das nun endlich eine Fortsetzung findet.

"Blessed & Cursed" setzt nicht wirklich da an wo "A Fragile Hope" aufgehört hat, sondern punktet durch Weiterentwicklung und einigen Überraschungen die man so nicht erwartet hätte. Der Opener "Tides" hat einen leichten Isis bzw. Cult Of Luna Touch, gerade wegen der Keyboards und kommt mit seiner kurzen Spiellänge dennoch absolut episch und rührend zugleich daher, mit "Drowning/Sinking" kommt dann die Überraschung von der ich geschrieben habe, zunächst ein typischer DSHS Songs, matschige Riffs, Ed's typisches Geschrei, eine beruhigende Unterbrechung um dann den melodischen Part des Songs einzuleiten, und am Ende dann das unerwartete: Gang Shouts! Jedoch keine typisch geschrienen, sondern melodisch gesungene, hätte ich persönlich nicht erwartet. "Callous Heart" klingt auch noch ein wenig nach den "alten" DSHS, wenn auch metallischer als vorher. Ein weiterer ungewöhnlicher Track ist wohl "The Disappointment" der schon fast von den Architects sein könnte, wären da nicht immer noch die typischen DSHS Unterbrechungen von schnell und heftig auf Instrumental und leise und natürlich die atmosphärisch-depressiven Parts. Auch "A Foreboding Sky" überrascht, in der ersten Hälfte klingt alles nach einer Pianoballade, nach ca. 4 Minuten verwandelt sich das ganze dann in eine Sludge-Nummer ersten Güte. Der Rausschmeißer "Truth Has Come" ist hingegen wieder eher ein typischer Screamo Track, der stellenweise an Bands wie Circle Takes The Square erinnert, dennoch schaffen die Mannen es immer ihren typischen Stil oben draufzusetzen, interessant wäre mal ein Cover aus einer ganz anderen Musikrichtung. Einziges Minus ist "Crane Lake", hier wurde das Intro und das Outro ganz weggeschnitten, wer die Originalversion kennt dem wird wahrlich genau dies fehlen.

Was die Produktion angeht, es ist nicht mehr so rau und trocken wie noch das Debut, es klingt glatter, dadurch verlieren die Songs an ihrer Düsterniss, bekommen aber gleichzeitig einen ganz anderen Anstrich der auch gut steht. Insgesamt klingt es verträumter als der Vorgänger, zugleich aber auch nach wie vor depressiv mit einem Schimmer von Hoffnung.
Wer also auf genau solche Mucke steht, der dürfte DSHS lieben, meiner Meinung nach (auch wenn mir das schon klar war, seit dem Tag das ich es erfuhr) liefern die Briten hiermit das vorläufige Album des Jahres in Sachen Metal/Hardcore ab, und die Konkurrenz dürfte es wahrlich schwer haben!

Empfehlenswert für Fans von Cult Of Luna, Isis, Between The Screams, Burst oder Neurosis.


More Malice
More Malice
Preis: EUR 9,73

3.0 von 5 Sternen Das was drauf ist, wäre 5 Sterne wert..., 26. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: More Malice (Audio CD)
So, kurze Zeit nach dem Release seines letzten Albums ist Snoopy wohl eingefallen das er nicht alle Songs und Ideen verwertet hat, und so muss ein weiterer Release her. Die Veröffentlichungspolitik um diese Scheibe ist leider völlig in die Hose gegangen, für den Preis eines leicht überteuerten regulären Albums bekommt man hier nämlich nicht all zu viel. Acht Songs, darunter 2 Remixe und ein bereits bekannter Song, um genau zu sein, desweiteren waren einige der restlichen Songs schon eine Zeit im Internet hörbar. Die beiliegende DVD dagegen bietet da schon mehr, rein von der Umsetzung zumindest. Malice 'N Wonderland als Kurzfilm umgesetzt, nicht vergleichbar mit einem Blockbuster aber sehr gut gemacht und sehenswert.
Nun aber zur Musik, eröffnet wird das gewaltige Spektakel mit einem Remix der Single "I Wanna Rock" auf der jetzt Jay-Z zusätzlich seinen Senf gibt, insgesamt recht gut, vielleicht sogar besser als das Original aber leider wohl etwas in die Länge gezogen, es gibt zu viel langes Instrumental in dem nichts passiert außer ein bisschen herumgealbert. Besser wird's beim Solotrack "Protocol", der zeigt Snoop nämlich mal wieder in Höchstform, so wie wir ihn Mitte der 90er kennen gelernt haben, aggressives Rapping und ein wenig G-Funk-Einschlag. "So Gangsta" mit Butch Cassidy ist eben wieder einer diesen typischen Classic Tracks, ein lockerer G-Funk Beat und relaxte Atmosphäre, erinnert stark an die Zeit als Snoop noch verstärkt mit Dre gearbeitet hat. "House Shoes" dagegen kommt für mich eher so rüber, als ob man versucht einen krampfhaft old-schooligen Track zu machen und wirkt eher langweilig und ausgelutscht. Aus der Reihe tanzt "That Tree" dann aber völlig, wohl der "melodischste" Track der Scheibe, Kid Cudi gibt den Song seinen typischen Stil dazu und das hört sich richtig frisch und originell an, für mich der beste Track der Scheibe, ohne dabei in poppige oder kommerzielle Gefilde abzurutschen. "You're Gonna Luv Me" kommt wieder ruhiger daher und klingt total entspannt, Old-School trifft auf Moderne könnte man sagen. Der Remix von "Pronto" ist dann wohl der Pop-Song, Auto-Tune-Refrain von Soulja Boy und einen Beat der stark an Beyoncé und Lady Gagas "Video Phone" erinnert, kann man anhören, besser als der Mainstream-Standard, muss man aber nicht zwingen.

Feststeht, die Songs sind durch die Band gut bis sehr gut, leider ist diese EP mit DVD einfach zu teuer, für das was man geboten kommt. Entweder einen niedrigeren Preis oder gleich ein Re-Release vom letzten Album mit diesen Songs und DVD als Bonus, da hätte so manch einer wohl mehr davon gehabt. 4,5 Sterne für die Musik, 4 für den Film, 1,5 für die Veröffentlichungspolitik. Machen faire 3 Sterne.


Cosmology
Cosmology
Wird angeboten von westworld-
Preis: EUR 16,87

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Episch, 26. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Cosmology (Audio CD)
Rolo Tomassi, eine Band die mir bisher nur vom Namen etwas sagte, so konnte ich ganz ohne Erwartungen an die Scheibe rangehen. Nun, die ersten Songs ließen mich noch etwas allein da stehen, ich wusste nicht so recht was ich davon halten soll. Perfekt koordiniertes Chaos oder einfach nur Lärm, aber wir wollen mal nicht so sein, es wird ja schließlich als Mathcore deklariert. Und ja, ab der zweiten Hälfte wird man dann mehr und mehr verblüfft. Das einzige Wort was mir da noch im Kopf rumging war "epic", und das ist die Scheibe. Ganz großes Kino. Während in der ersten Hälfte noch ordentlich geprügelt wird, wird die zweite Hälfte etwas melancholischer, vor allem die letzten vier Songs, in denen dann auch Eva's cleane Vocals zum Einsatz kommen, die so bittersüß klingen das man meint man ist Alice im Wunderland. Die Songs bauen sich zunächst wild und chaotisch auf, bis sie sich dann zu einem wunderschönen romantischen Raketenkonzert zum Ende neigen. Der Rausschmeisser stellt dann den krönenden Abschluss eines abartig bestialen Albums dar, knapp 8-Minuten purer Wahnsinn, im Sinne von Schönheit, denn hier geht es recht ruhig zu, nahezu schon klassisch psychedelisch, die klare Stimme von Sängerin Eva befördert einen nämlich direkt in eine Traumwelt voller Glühwürmchen und Elfen, wenn ich das mal so ausdrücken darf.
Wer auf wahnsinnigen aber genialen Screamo steht, der kann hier absolut nichts falsch machen, für Fans von Converge, Graf Orlock und The Number Twelve Looks Like You absolut empfehlenswert.


Kiss & Tell
Kiss & Tell
Preis: EUR 7,79

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als der übliche Teenie-Standard, 26. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Kiss & Tell (Audio CD)
So langsam wird mir das hier ein wenig unheimlich. Diese jungen Disney-Stars scheinen sich größtenteils in eine Richtung zu entwickeln die man tatsächlich ernst nehmen sollte, nachdem Demi Lovato mit ihren beiden Album schon guten Geschmack bewiesen hat, zieht Selena Gomez mit ihrer Band auch nach. Musikalisch wird dennoch eingängige Kost geboten, schließlich will man die bisherige Zielgruppe nicht verlieren, aber möglichst eine weitere dazu gewinnen. Also, am besten am aktuellen amerikanischen Standard orientieren, und dem Teeniepop ein wenig Teeniepunk-/-rock dazugießen.
Das klingt natürlich nicht so groß wie Pink Floyd oder sonst wer, aber es klingt wahrlich besser als die üblichen DSDS's und Konsorten. Musikalisch selbstverständlich relativ anspruchslos, textlich gibt's sicher auch besseres, was jedoch überzeugt ist das Gesamtbild, die Musik, und die klingt tatsächlich gut. Melodiöse Pop-Rock Songs, zusammengeschustert aus einem Mix von Pop, Pop Punk, Electro, Indie und Emo-Pop, nichts neues aber auch nichts belangloses. Songs wie "I Promise You" bieten relaxte Tage im Sommergarten, "Naturally" ladet doch tatsächlich zum Tanz ein und der Titeltrack bietet Raum zum abrocken. Auch die Balladen überzeugen, Selena erweist sich als ganz gute Sängerin, wahrscheinlich besser als ihr Schauspiel, und geht die Sache scheinbar ganz locker an. Im Gegensatz zu Kollegin Miley Cyrus klingt ihre Stimme, sowohl als auch ihre Songs etwas reifer und bei weitem nicht so nervig. Die Produktion entspricht dem heutigen Standard und klingt zeitgemäß. Ob das Musik für die Ewigkeit ist, darüber lässt sich streiten, jedoch ist es zumindest Musik für eine gewisse Zeitspanne, man kann sich das durchaus öfter als einmal anhören, und der Ohrwurmfaktor ist bei nahezu jedem Liedel vorhanden, allen voran der aktuellen Single "Naturally".
Empfehlenswert ist die Scheibe für Fans von den üblichen Disney-Stars, so wie den Anhängern solcher Bands wie All Time Low, You Me At Six, Paramore oder We The Kings und Metro Station. Vier Sterne für ein nicht ganz ausgereiftes Album, das aber durchaus zu überzeugen weiss.


To Our Forefathers
To Our Forefathers
Preis: EUR 19,25

4.0 von 5 Sternen Sehr erfrischend!, 24. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: To Our Forefathers (Audio CD)
Eher niedere Erwartungen waren es, die ich vor dem Einlegen dieses Silberlings hatte, kannte ich doch diverse ältere Songs und das Jackson-Cover "Dirty Diana", welche nicht unbedingt durch Kreativität oder Eigenständigkeit glänzten. Na gut, groß enttäuscht werden konnte ich von daher sowieso nicht, überrascht wurde ich dagegen. Im Web als die Post-Hardcore Newcomer, für Fans von Agraceful, Confide und Misery Signals angeprießen, kann man ja theoretisch nichts falsch machen, aber die Tatsache das ich schon Material kannte ließ mich dies keineswegs glauben. Im Nachhinein lagen die Verfasser dieses Vergleichs noch nicht mal so falsch, mit Post-Hardcore jedoch haushoch. Was I Am Abomination servieren ist astreiner Rock bis Metal progressiven Ursprungs in moderner Form, gespickt mit viel Pop-Melodien und teils kitschigen Vocals. Eine wohl dosierte Mischung aus der technischen Musik von Misery Signals, den melodischen Guitar-Lines etwa von Iron Maiden und szenetypischen Emo/Post-HC Vocals a la Burden Of A Day, allerdings ohne Screams und Shouts, bis auf eine winzige Ausnahme in einem Song. Musikalisch am ehesten vergleichbar mit The Color Morale, nur eben mit dem Unterschied das hier mehr auf Melodie gesetzt wird, und daran können auch frickelnde Gitarren und Soli nichts ändern. Im Prinzip kann man alle Songs hervorheben, aber vor allem überzeugen tut "Cataclysm", das wohl der schnellste aber eingängigste Liedchen auf dem Album ist. Insgesamt bewegen sich die Lieder aber eher im Mid-Tempo Bereich.
Wer also gerne progressive und zu gleich moderne Musik hört, darf ruhig mal ein Ohr riskieren. Auch wenn I Am Abomination fast nur clean singen, kann ich sie Fans von Misery Signals, For The Fallen Dreams, The Color Morale und The Ghost Inside gerne empfehlen.


The Family Jewels
The Family Jewels
Preis: EUR 6,49

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I'm obsessed with the mess..., 21. April 2010
Rezension bezieht sich auf: The Family Jewels (Audio CD)
Nachdem ich "Hollywood" zum ersten mal im Radio hörte, bekam ich dieses nette Melodielein einfach nicht mehr aus dem Kopf, regelrecht süchtig wurde ich danach, und immernoch bin ich es. Gleich besorgte ich mir das dazugehörige Album, leider im Moment nur aus UK möglich, und noch erstaunter war ich. Die gute Marina hat eine Art an sich in die man sich verliebt ohne das man sie mal gesehen hat. Besonders ihr Gesang, oft wechselt sie zwischen sehr tief und dann wieder sehr hoch, dazu noch ihr Akzent der sich anhört wie wenn ein Osteuropäer den britischen Akzent spricht. Musikalisch bietet sie leider nichts neues, es ähnelt vieles der gerade präsenten Indietronic-Pop Welle, dennoch macht es Spaß und klingt gut. Der Reiz wird erhöht, da sich Marina's Musik nicht unbedingt nach den ersten Durchläufen entfaltet, bis auf die Single und ein paar andere Songs klingt zunächst alles sehr progressiv, wächst aber stetig mit jedem erneuten Durchgang. Wenn man sich erstmal reingefunden hat, bekommt man qualitative Pop-Musik die sich erfolgreich aus dem Haufen von belanglosen Casting- und Konservenacts befreien kann, und auf so vielen Ebenen neu klingt, obwohl es eben nichts wirklich neues ist, man hat die Elemente so kombiniert nur noch nicht gehört, das erschlägt einem am Anfang doch ein bisschen. Empfehlen kann ich das so ziemlich jeden der offen für jede Art von Musik ist, es bleibt aber Geschmacksache, wem "Hollywood" gut gefällt, der macht mit dem Album nichts falsch!


The Listening
The Listening
Preis: EUR 21,46

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da listent man gerne, 28. März 2010
Rezension bezieht sich auf: The Listening (Audio CD)
Nach ihrer überaus hörenswerten selbstbetitelten EP kommt die Kanadierin Lights nach knapp 2 Jahren endlich mit ihrem Debut "The Listening" daher. Neben neu aufgenommenen Versionen von "Ice", "Drive My Soul", "February Air" und "The Last Thing On Your Mind" gibt es auch neun ganz neue Songs, und da hat sich musikalisch so einiges getan. Schon der Eröffnungstrack bewegt sich sehr im Chill-Out/Easy Listening Bereich, Lights' dünnes Stimmchen gibt dem Song zudem noch eine beruhigte Stimmung, perfekt um einfach nur zu entspannen. Es wird weiter neues erkundet, mit "River" bewegt man sich sogar leicht in Rock-Gefilden, ein Depeche Mode Einfluss sehr hörbar. Mit "Second Go" wirds dann auch richtig poppig, klingt gut, passt aber irgendwie nicht zu ihrer Stimme, die ja doch eher ruhig und gechillt wirkt. Insgesamt bietet die Scheibe eigentlich eine gute Grundlage dafür, wenn man mal einfache Begleitmusik braucht, die weder nervend wirkt, noch langweilig ist.


Gloomy Lights
Gloomy Lights
Preis: EUR 15,81

5.0 von 5 Sternen Die Erben von Hellhammer, 21. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Gloomy Lights (Audio CD)
Nach 6 Jahren kommt nun auch das Debut der drei Japanerinnen von Gallhammer als Reissue auf den weltweiten Markt. Die Erstauflagen sind streng limitiert und mittlerweile wohl auch ausverkauft, so war es nur eine Frage der Zeit bis Peaceville mit dem Re-Release des, ehemals auf Bestial Burst und Goatsucker erschienenem, Full-Length Debut rausrückt. Als spezielle Neuerung gibts zwei Bonustracks und ein üppigeres Booklet-Artwork, was die Erstauflage keineswegs besaß, das alles kommt im schön designten Digi-Book.

Nun aber zum Sound, aufgenommen wurde die Scheibe im Jahre 2003, die eigentliche Tracklist umfasst 8 Songs. Die Einleitung des Albums kommt äußerst finster und schleppend daher, mehr als die Hälfte des Openers besteht nämlich aus dunklen Gitarren- und Basslinien, worauf Sängerin Vivian, ein ebenso gruseliges, Stimmgemisch aus depressivem Gesang und angsteinflößendem atmen setzt, was gleich mal eine Atmosphäre wie in einem asiatischen Gruselfilm rüberbringt, bis der Übergang zum doomigen, schlammigen Ende kommt. "Cruxifixion" kommt im Gegensatz, eher punkig daher, ein schnelles, wildes Liedchen bei dem man ordentlich die Nackenmuskeln spielen lassen kann, während "Tomurai" wieder sehr träge und düster ist. Ein waschechtes Old-School-Hardcore Liedchen ist mit "Beyond The Hate Red" ebenfalls vertreten, das doch tatsächlich beim ersten mal schon einen Ohrwurm hinterlässt. So unterschiedlich die Songs auch sind, alle haben dennoch etwas gemeinsam, sie haben einen räudigen Black Metal Sound der frühen 90er Jahre, Melodien die meist aus dem Hardcore entspringen und Rhythmen die sich im Doom Metal ansiedeln. So ist es auch kein Wunder, das Sängerin Vivian als Haupteinflüsse Gallhammer's Bands wie Celtic Frost, Amebix und Burzum nennt, und siehe da besser kann man es kaum beschreiben. Dennoch sollte man nicht meinen Gallhammer seien einfach schlichte Kopien, sie sind viel mehr ein Tribut an solche Bands wie Hellhammer, was sich wohl auch schon aus dem Namen ableiten lässt, genauer gesagt die Erben von Hellhammer.

Sicher mögen die Songs von Gallhammer äußert einfach gestrickt sein, jedoch punkten Gallhammer viel mehr mit Abwechslung durch Einbindung unterschiedlichster Musikstile wie Black Metal, Doom Metal, Post-Rock, Crustcore, Punk, Sludge und klassischem Hardcore, aber auch durch einen rauhen, ungeschönten Sound, den man heute nur noch relativ selten findet. Klassischer, bzw. reiner Black Metal ist das sicher nicht, dürfte aber hauptsächlich Fans von Black Metal begeistern, aber auch Fans des Crust/Grindcore dürften Gefallen an der Scheibe finden. Wer jetzt interessiert ist, aber mehr auf Melodien und Eingängigkeit setzt, dem sei das Nachfolgewerk "Ill Innocence" ans Herz gelegt, was ebenfalls sehr rauh klingt, aber doch mehr melodische Stücke enthält.


Desolation of Eden
Desolation of Eden
Preis: EUR 15,10

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für ein Debut ok, auch wenn die EP besser war, 28. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Desolation of Eden (Audio CD)
Mit ihrer EP ließen sie 2008 die Herzen aller Deathcore-Fans höher schlagen. Brutalität traf auf Technik und Melodie, umhüllt von einer fetten Produktion, metzelte die EP alles weg was sonst gerade angesagt war. Anno 2010 hat sich bei Chelsea Grin immernoch nichts verändert.

Das Debut weiss zwar schon irgendwie zu überzeugen, jedoch kommt es ein paar Jahre zu spät, denn viel Spielereien oder Schnick-Schnack gibt es hier nicht. Die Songs bestehen aus einfachen Riffs, Pig-Squeals und vielen Breakdowns, hin und wieder wird mal sowas wie ein Gitarrensolo angetäuscht, jedoch wird das dann meistens von einem Breakdown oder Bree bree übertönt. Beim Titeltrack funktioniert das noch, aber auf Dauer wirds dann langsam aber sicher boring. Wenngleich schnelle Nummern wie "False Sense of Sanity" durchaus überzeugen. Sobald die Songs aber länger und langsamer werden kann man's vergessen. Die Songs die die 4-Minuten-Grenze überschreiten wären um einiges besser, wenn sie nur halb so lang wären, man müsste einfach nur die stinknormalen unspektakulären Breakdowns wegmachen, denn Chelsea Grin setzen diese viel zu oft und vor allem fast immer fehl am Platze ein. Jedoch gibt es Lichtblicke, "The Human Condition" zum Beispiel, mit einem schönen Solo als Einleitung (im Hintergrund mal wieder chugga chugga) kommt trotz Breaks ganz frisch daher. Dennoch ist Chelsea Grin mit diesem Album irgendwie doch etwas geglückt, im Gegensatz zu anderen Deathcore-Debuts im Moment, man will nicht gleich nach den ersten Songs ausschalten, und mit der Zeit freundet man sich an. Dennoch ich hätte mehr erwartet, gerade in Zeiten von Bands wie All Shall Perish oder Veil Of Maya, denn 08/15-Deathcore wird langsam langweilig.

Wer auf Deathcore ohne Accessoires und mit viel Breakdowns steht, wird mit der Scheibe Spass haben, ganz sicher. Wer etwas anspruchsvolles erwartet greift auf was anderes zurück. 3 Sterne für ein ganz gutes, aber ausbaufähiges Album, das sich mit seiner ständigen Breakdown-Präsenz ins eigene Fleisch schneidet. Gerade am Instrumental-Stück "Elysium" sieht man zu was die Band im Stande ist, man kann nur hoffen das sie dies für zweite Album nutzen.


Enemy of the World
Enemy of the World
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 14,26

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Als ob Agnostic Front Blink 182 nacheifern würden..., 28. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Enemy of the World (Audio CD)
Four Year Strong, hier zu Lande eher relativ unbekannt, zu Unrecht, wie ich finde, denn die Musik der Mannen ist eigentlich voll im Trend. Davon aber abgesehen, bleibt ein musikalischer Erguss der wahrlich nicht anspruchsvoll ist, aber außerordentlich Spaß und Gute Laune bringt. Die Männer mit den Bärten gründen sich bereits 2001 und liefern ihrem Publikum einen Mix aus Pop-Punk mit gelegentlichen Breakdowns im toughen Hardcore-Sound. An sich nichts neues, Four Year Strong bleiben dabei aber traditionell und versinken nicht in weichgespülten Emo-Pop Melodien, wie ähnliche Vertreter a la We The Kings oder All Time Low. Zunächst erweckt die neue Scheibe den Eindruck, die Jungs seien ein Stück härter als sonst, bei weiterem Hören stellt man jedoch fest, das eigentlich alles beim alten ist. Punk-Rock-Melodien im Stile von MxPx, verpackt in typischem Tough-Guy HC Sound. Weiterhin nicht schlimm, denn die Scheibe rockt hart und bringt den Sommer im Skatepark zurück. Nach Balladen kann man nach wie vor lange suchen, die Songs bewegen sich alle im schnellen Bereich und machen keine Kompromisse, alles geht ordentlich vorwärts und dürfte so ziemlich jeden MTV-Punk und auch jeden offenen Hardcore-Fan begeistern. Fans von Set Your Goals und A Day To Remember können absolut nichts falsch machen! Vier Sterne da es nun mal kein Meisterwerk ist!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 5, 2010 2:15 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3