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Rezensionen verfasst von
Nachtwindhund "nachtwindhund" (Harz)

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Philips FC7070/01 Nass-Trocken-Staubsauger AquaTrio (immer Frischwasser, geeignet für alle Hartböden) silber
Philips FC7070/01 Nass-Trocken-Staubsauger AquaTrio (immer Frischwasser, geeignet für alle Hartböden) silber

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sporthallentauglich, in Küche und Bad schwächelnd, 12. September 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der Aquatrio ist ein stattliches gewichtiges Gerät, formschön, einfach zusammenzustecken und zu bedienen, der Bedienungsanleitung bedarf es kaum. Wasser- und Abwassertank lassen sich geschwind einsetzen und herausnehmen, die Einrastung zur Stabilisierung mittels einer Fußtaste einfach zu betätigen.
Die Putzleistung beeindruckt aber nur mäßig - Staub und Haare stellen kein Problem dar, doch eingetrocknete Flecke von Saft und dergleichen müssen mehrfach überrollt werden, hartnäckige Flecken von eingetrockneter Marmelade verschwinden gar nicht und müssen von Hand beseitigt werden. Erfreulich ist das sofortige Trocknen der gereinigten Flächen - dadurch lassen sich auch verschüttete Flüssigkeiten oder eine kleine Überschwemmung rasch beseitigen.

Die Wendigkeit des Pilipsgerätes läßt leider zu wünschen übrig, seine große Schwäche aber sind vor allem die nicht erreichbaren Rand- und Eckenbereiche, die sich in einer eckenreichen Küche oder einem ebensolchen Bade schnell summieren. Ausgerechnet die Stellen, in denen sich vor allem der Schmutz ansiedelt, werden nicht erfaßt und müssen nachgeputzt werden. Somit mag das Gerät sich für großflächige Räume gut eignen - die Reinigungskräfte von Sporthallen und Konferenzhallen können aufjubeln - für den privaten Nutzer ist eine solche Anschaffung nur dann sinnvoll, wenn große Räumen mit weiten Flächen gepflegt werden sollen.


AEG Dampfbügelstation PERFECT DBS 2300 / Edelstahl Bügelsohle / Schnellaufheizend / Anti-Kalk-System / 2300 Watt / rot-weiß
AEG Dampfbügelstation PERFECT DBS 2300 / Edelstahl Bügelsohle / Schnellaufheizend / Anti-Kalk-System / 2300 Watt / rot-weiß

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leichtfüßiger, aber trödelnder Hans Dampf, 12. September 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Zehn Punkte von zehn für guten Stil, aber ein paar Millionen Miese für Trödelei - ganz so drastisch, wie Douglas Adams es formulieren würde, ist AEGs Dampfbügelgerät nicht abzuwerten, aber es geht in die Richtung.

Die elegante Linienführung, die leichte Bedienbarkeit und das schmucke Rot-Weiß machen einen guten ersten Eindruck. Das Bügeleisen selbst ist angenehm, aber nicht übertrieben leichtgewichtig und gleitet gut über die Stoffe. Wie versprochen heizt das Gerät sehr rasch auf - die viel umworbene Hauptsache aber, das Dampfmachen, fällt dem kleinen Helfer schwer. Beim ersten Versuch stutzte ich, als nach minutenlangem Pressen der Dampftaste nichts geschah - das funktioniert wohl nur beim Einregeln der höchsten Heizstufe. Auch dann dauert es ein Weilchen, ehe der weiße Nebel heiß und schal aus dem Eisen tritt, wobei das Gerät ein stattlich angestrengtes Brummen von sich gibt.
Im Gegenzug zur Trödelei dampft es noch ein ganzes Weilchen nach. Das Glätteergebnis ist zudem nicht berauschend - eher schlechter als bei meinem alten Dampfbügeleisen.

Fazit: nicht sonderlich überzeugend.


Grundig HS 6780 Ionen-Volumenhaube (600 Watt)
Grundig HS 6780 Ionen-Volumenhaube (600 Watt)
Preis: EUR 35,39

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unter die Haube gekommen, 5. September 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Volumenhaube wirkt im Arbeitszustande in der Tat sehr voluminös, nimmt aber sonst nur wenig Platz ein. Das Gerät ist freundlich leicht - statt der angegebenen 921 Gramm hab ich 635 Gramm gewogen, einschließlich Kabel, das Gebläse wiegt nur etwa 350 g - unkompliziert aufzusetzen und zu bedienen. Übrigens ist das Kabel mit 3 Metern ebenfalls großzügig bemessen und gestattet einigen Auslauf beim Trocknen.
Die erste Wärmestufe empfinde ich bereits als recht warm, die zweite als deutlich zu heiß, aber sie mag ihren Sinn bei Damen mit sissihaft kiloschwerer Haarpracht haben. Man kann im Verlauf sogar auf die Kühlstufe herunterschalten, da die Restwärme ein Weilchen anhält. Als leise würde ich das Arbeitsgeräusch nicht bezeichnen - es hält sich im Rahmen des Erwartbaren - unangenehm laut ist es nicht.
Das Trocknen gelingt flugs, von dem Volumenergebnis bin ich allerdings nur mäßig beeindruckt.

Das Gerät kommt in einer angenehm cremefarbenen wasserabweisenden Tasche mit Henkel - deren von außen erstaunende Stabilität entpuppt sich aber beim Hineinschaun als einem Kartoneinsatz geschuldet.


Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie
Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie
von Thomas Karow
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellenter Pharmaschinken, 28. August 2012
Seit Jahren ist der Karow/Lang der Mediziner liebster Pharmawälzer, und das aus gutem Grund. Sein geballtes Stichwortwissen in "vorlesungsorientierter Darstellung" ruft oft den Vergleich mit dem "Herold" der Inneren hervor. Als ich mir im Jahr 2000 meinen ersten roten Begleiter zulegte, sah die damalige achte Auflage in strengem Schwarzweißtext dem internistischen Flaggschiff tatsächlich recht ähnlich und wirkte schon mit 740 Seiten recht stattlich. In seinem minimalistischen Bild wirkte er entmutigend übervoll, ganz ähnlich wie der damalige "Herold". Mittlerweile ist das Buch um mehr als weitere 500 Seiten angeschwollen - kann man da noch von Übersichtlichkeit reden?

Man kann! Ein einfaches farbkodiertes System gliedert nun Text und Tabellen, so daß man in Sekundenschnelle das Gesuchte findet. Der durchgehende Text ist schwarz geblieben, doch Überschriften und Tabellen werden blau oder grün abgehoben, Merksätze auf rotem Grund, Medikamentenprofile in violetten Tabellen. Jedem Kapitel gehen die biochemischen bzw. wenn nötig auch die pathophysiologischen Grundlagen noch einmal konzentriert voran und sind mit einfachen schematischen Zeichnungen illustriert. Das ist, zugegeben, eine ganze Menge Seiten extra - sie lassen sich aber beim Lernen oder Wiederholen leicht überblättern, wenn Eile Not tut.
Weiterhin versteckt sich sehr viel Detailwissen aus der Inneren im Buch - beispielsweise werden die Glomeronephritiden geballt vorgestellt. Aufgrund des auffälligen Textbildes - bei den GN sind es Tabellen, als Spezialwissen grün unterlegt - kann man diesen Teil aber leicht überspringen. Oder sich zu Gemüte führen, wenn man eine gedrängte Darstellung für notwendig hält.

Die Gliederung folgt im übrigen natürlich den klassischen Fachgebieten: Kardio, Pulmo, Gastro usw. usf. bis hin zum Kapitel Blutprodukte, das ganz am Ende der Darstellung zu finden ist. Erwähnenswert sind noch das Kapitel über pharmakologische Grundlagen wie Kinetik und Dynamik, Arzneiverordnungen und ein ausführliches Literaturverzeichnis, dieses allerdings in Miniaturschrift.

Am Rand sind die für die früheren 1. und 2.Staatsexamina bzw. für das jetzige Hammerexamen wichtigen Bereiche durch orangene Balken gekennzeichnet. Der Karow/Lang eignet sich aber auch trefflich zur Vorbereitung für die Facharztprüfung Innere respektive Allgemeinmedizin!

Eine kleine sonst häufige Hilfe fehlt dem Wälzer leider: man findet keine Farbbalken auf dem Seitenschnitt, um flugs das richtige Fachgebiet aufzufinden. Praktisch ist nun jedoch der flexible gummierte Umschlag, der ein paar vertropfte aromatische Heißgetränke weniger übel nimmt als sein kartonierter Vorgänger.

In der Praxis werden die meisten häufiger mit der Roten Liste oder dem hauseigenen Arzneimittelprogramm umgehen, man kann jedoch auch den Karow/Lang bemühn und sich anhand der violetten Listen rasch ein Bild von Wirkprofil, Dosierung, Nebenwirkungen und Kontraindikationen einzelner Medikamente machen.

Mag sein, daß manche Lernende schwarzweiße Ausgaben vorziehen, weil sie ihre Texte selbst anstreichen möchten - für mich ist der farbige Pharmaschinken ganz nah am Optimum. Wer gern optisch unterstützt lernt, ist mit dem neuen K/L sicher gut beraten!


Introducing Shakespeare: A Graphic Guide
Introducing Shakespeare: A Graphic Guide
von Nick Groom
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,49

4.0 von 5 Sternen Excellent summery. You have to like the drawings, though., 14. August 2012
The hard facts about Shakespeares life cover less than 50 pages in a a small illustrated book - so you can find here all the biographical essentials about Will the Bard. The rest is about how the world wants to see him - starting with the early legend about Shakespeare as a poacher. It tells us which composers used his plots to create operas and musicals, how Freud analyzed Hamlet, how actors ban the curse of Macbeth, why both Tories and Marxists like his works and what the differences between Oliviers and Branaghs Henry V are.
There are only minor mistakes - e.g. the Bard didn't publish his sonnets himself.

Of course does a graphic guide contain a lot of illustrations. Pieros drawings are witty and masterly - but they're less cartoons than bizarre caricatures. Hands resemble talons, legs look like sticks, feet are missing completely, and the female faces are outright hideous. Have a look inside the book and judge yourself. If you like the pics, you'll probably like the book.


Quentin Durward
Quentin Durward
von Walter Scott
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Romanzen und Realien im Frankreich Ludwigs XI., 14. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Quentin Durward (Gebundene Ausgabe)
Das dramatische 15. Jahrhundert eignet sich durchaus als Hintergrund für romantisch verklärende Literatur und damit für Walther Scotts helmschimmernde und bannerflatternde Ritterromane, mag auch der Höhepunkt des Rittertums zu dieser Zeit schon lange überschritten gewesen sein. Den Helden Quentin Durward, einen schottischen Jüngling edlen Geblüts, verschlägt es allerdings aus seiner heimatlichen Heide in das recht prosaische Frankreich Ludwigs XI., einen der verschlagensten Monarchen seiner Zeit, der auch im Roman eine bedeutende Rolle spielt. Die Charakterisierung des intriganten, doch manchmal wundersam großzügigen Königs, der mal kühl rechnend, mal abergläubisch furchtsam handelt, ist eine der bedeutendsten Leistungen des Romans und dürfte der geschichtlichen Person recht nahe kommen. Wiewohl Scott ihn "almost an incarnation of the devil himself" nannte, ist er doch hier ein irgendwie sympathischer Bösewicht, den man nicht recht verabscheuen kann. Auch einige andere historische Gestalten wie sein Barbier Olivier le Daim und sein Profoß Tristan l'Hermite sind recht wohl geraten, und der die ausgehenden 1460er Jahre prägende große Konflikt des sich mühsam wieder konsolidierenden Frankreichs und des mit Macht zur unabhängigkeit strebenden Burgund kommt gut zur Geltung. Die politischen Ereignisse werden allerdings etwa gerafft, tatsächlich spielten sie sich in einem etwas längeren Zeitraum ab.

VORSICHT - KLEINER SPOILER.

Der jugendliche Held macht gleich zu Beginn zufällig die Bekanntschaft des Königs, gewinnt sein Wohlwollen und wird bereits nach kurzer Zeit mit einer geheimen Mission beauftragt: er soll eine schöne Gräfin, deren Verwandte und ihre Dienerin nach Lüttich begleiten, um sie einerseits weiterhin dem Zugriff ihres Lehnsherrn Karl dem Kühnen von Burgund zu entziehen, andererseits die dem König politisch unbequemen Damen loszuwerden.
Mit dieser Mission wird die bereits am Anfang sich entwickelnde romantische Liebesgeschichte weitergeführt, leider ohne daß sie so recht glaubwürdig werden kann. Quentins Angebetete Isabelle bleibt ein blasses Romangeschöpf, das nicht viel spricht, dafür gern der Ohnmacht nahe ist, wie man es von zarten Edelfräuleins erwartet. Der junge Schotte hat allerhand zu tun, trotz dieser langweiligen Liebschaft ein blutvoller Protagonist zu bleiben. Daß ihm dies gelingt, liegt an den politischen Wirren, in die er gerät und denen er mit Umsicht und Entschlossenheit begegnen muß, um zu guter letzt, wen überrascht's, seine schöne Gräfin zugesprochen zu bekommen.

Wie Isabelle so sind auch einige andere Gestalten recht schablonenhaft geschildert. Merkwürdig ist die Figur des Reiseführers, der Zigeuner Hayraddin. Ein unruhiger Mensch, der sich den Mächtigen für ihre Ränke zur Verfügung stellt, dabei umtriebig bis zur Waghalsigkeit handelt, doch mehrfach einen stoischen Atheismus bekundet. Seine Motive bleiben dunkel, und seine Quentin Durward gegenüber bekundete Treue rätselhaft, denn der begegnet ihm stets mit nicht unbegründetem Mißtrauen.

SPOILERENDE.

Die Übersetzung von Oelckers und Bearbeitung von Krenn ist nicht stets geglückt. Schon die Eindeutschung der meisten Namen scheint unnötig - warum zum Beispiel muß aus Quentins Onkel Ludovic Lesley ein Ludwig Lesly werden? Quentin und Hayraddin teilen dieses Schicksal wohl nur deshalb nicht, weil deutsch klingende Äquivalente fehlten. Und warum werden in Flandern wohnhafte Flamen zu Flamländern, welcher Name eigentlich nur für das Brabanter Kaltblut gedacht ist?

Illustriert ist das Buch mit Federzeichnungen vom großartigen Gerhard Goßmann, der die Ritteromantik so gut wiederzugeben vermag wie die Schrecken des mittelalterlichen Krieges. Um die edlen Rittergestalten und Isabellens Wohlgestalt auszubalancieren, zeigt er den König verschlagen in die Ferne blinzelnd, den Barbier Oliver verhuscht, den ungeschlachten Wüterich Wilhelm rasend und alle Prälaten überaus wohlgenährt, so daß manchmal die Grenze zur Karikatur fast erreicht ist - trifft damit aber genau die Scottschen Charaktere.

In der Zusammenschau ein meist unterhaltsamer und trotz seiner übergroßen Verehrung für ein verklärtes Rittertum historisch interessanter Roman mit vortrefflichen Illustrationen.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 29, 2012 11:26 PM CET


Melitta E 965-101 silber Kaffeevollautomat Caffeo Gourmet -Aromaeinstellung, Profi Milchschaumquirl
Melitta E 965-101 silber Kaffeevollautomat Caffeo Gourmet -Aromaeinstellung, Profi Milchschaumquirl
Preis: EUR 568,89

21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Oberlader mit Bohnen und Pulver, aber ohne Blei, 8. August 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wem nicht des Tages dreimal edler Coffee credenzt wird oder gar mit trübseligem Filterkaffee vorliebnehmen muß, wird leicht unleidlich, so berichtet schon Bachs Kaffeekantate. Das aber muß nicht sein: Melittens Vollautomat verhülft in aller Schnelle zum herkömmlichen Bohnengebräu wie zum italienisch feinen Espresso, und die ominöse Nummer One-O-One in der Typenbezeichnung will nichts Schlechtes besagen.

Äußerlich steht das Gerät freilich einem stahlglänzenden Konkurrenten von Bezzera nach; die mattsilbernen und lackschwarzen Kunststoffteile sind zwar ordentlich zusammengefügt, wirken aber doch kratz- und stoßempfindlicher als blankes Metall (aus dem nur die Heiz- und die Abstellfläche bestehen). Insonderheit wirken der Deckel des Wasserreservoirs und dessen Henkel, aber auch die schwenkbare Aufschäumdüse etwas fragil. Letztere ist allerdings weitgehend in einer Nische auf der linken Seite versenkbar. Sie kann um die Ecke des Gerätes geschwenkt und höhenverstellt werden. Allerdings empfiehlt sich der Stabilität wegen, das Schäumen nicht auf der Stellfläche vorzunehmen, sondern links der Maschine - bei 27,4 cm Gerätebreite findet sich dort sicher noch etwas Raum. In der Tiefe benötigt der Kaffeekasten immerhin einen knappen halben Meter Platz.

Das Bedienfeld ist angenehm übersichtlich gehalten: ein Netzschalter, zwei Drehregler - der linke zum Aufschäumen oder zur Heißwasserwahl, der rechte, neudeutsch Rotary Switch geheißen, fürs Menü, dazwischen vier nebeneinanderliegende Tasten für 1) Dampf/Heißwasser 2)Espresso 3) Café crème 4) Kaffeestärke.

Ist der Automat einmal initialisiert, die Sprache gewählt und die interne Uhr gestellt, so ist die Bedienung denkbar einfach. Zuvörderst Wassertank und mindestens einen der beiden Bohnenbehälter befüllen, den gewünschten wählt man durch Herumlegen eines einfachen Kipphebels. Der Klarsichtdeckel gibt den Blick auf die Bohnen frei, was schon ein erster aesthetischer Genuß ist. Bei der Wahl der jeweils anderen Sorte sollte man eingedenk sein, daß sich noch Bohnen im Schacht befinden, die nächste und womöglich noch die übernächste Tasse sind also leider noch erste Wahl bzw. eine etwas ungewollte Melange. Das sollte sich allerdings verschmerzen lassen.

Nach dem Einschalten wird man auf dem Anzeigefeld begrüßt, der Apparat heizt in einer Viertelminute auf. Sodann kann man die Stärke einstellen - von sehr mild bis sehr stark in 5 Stufen; wählt man nicht, bleibt die letzte Einstellung erhalten - dann die gewünschte Zubereitung durch eine der beiden danebenliegenden Tasten wählen - Espresso oder Café créme.
Ist die Wahl getätigt, kann man noch die Füllmenge regulieren, von spärlichen 30 ml bis Pottgröße 220 ml - dann legt der Apparat los, und in Minutenschnelle hat man sein Kaffeegetränk der Wahl bereitet. Wer vom schnellen Start überrumpelt wird, kann auch während des Brühvorgangs noch das Volumen ändern, der Vorgang stoppt dann kurz.
Raffinierterweise läßt sich die Höhe des Auslaufs um 5cm verstellen - geeignet vom Espressotäßchen bis zum 13cm-Glas für einen Latte macchiato.

Wer grad keine Bohnen zur Hand hat und auf sein koffeinhaltiges Heißgetränk nicht verzichten möchte, kann über einen den Bohnenfächern vorgelagerten Schacht die Maschine auch mit Kaffeepulver befüllen - ein Füll-Löffel liegt im Welcome-Pack anbei. Das Gerät wählt automatisch den Schacht. Hierbei ist zu beachten, daß sich hierbei die Stärke nicht im Menü steuern läßt, sondern nur durch das Volumen. Mehr als einen Löffel darf man nämlich nicht einfüllen - die Brüheinheit verträgt halt nicht mehr.

Aufschäumen und -wärmen von Milch ist ebenfalls einfach: zunächst muß die Taste zum Aufheizen betätigt werden - nach 15 Sekunden ist es soweit und man kann nach Gusto Schaum schlagen. Die Tasse sollte nur zu einem Drittel gefüllt sein: der rührige Quirl arbeitet mit Verve! Ist der Quirl abgezogen, kann man auch heißes Wasser beziehen - den Tropfen Milch für die 5-o'clock-Tasse muß man selbst hinzufügen.

Die Einstellungen scheinen recht überschaubar, doch läßt sich nach Wahl der richtigen - und richtig gerösteten - Sorte das Bohnengetränk nun leicht durch Zugabe von etwas Milch, Rahm und Zucker weit variieren - ob nun zum klassisch italienischen Cappuccino, zum biederen österreichischen Einspänner, zum rassigen hispanischen Cortado und vielem andern mehr; der Zusatz kleiner Quanten geistiger Getränke schließlich weitet die Möglichkeiten nahezu ins Unermeßliche.

Da bei jedem Ausschalten reichlich - sehr reichlich - gespült wird, ist häufiges Füllen des Wassertanks und Leeren der Abtropfschale notwendig - ich stell allerdings beim zu erwartenden Spülen lieber ein leeres Gefäß drunter, denn sonst muß man die Schale alle Nasenlang ausgießen. Der Tresterbehälter für die Bohnenüberstände hingegen kann mit seinem stattlichen Fassungsvermögen von einem reichlichen halben Liter seltener geleert werden.
Neben dem Spül- gibt es auch noch ein Reinigungs- und ein Entkalkungsprogramm, auszuwählen über das Menü.

Ein Wermutstropfen fällt in den recht vollen Becher der Freude: der werksmäßig eher grob eingestellte Mahlgrad kann nur auf der schlecht erreichbaren Rückseite und nur bei aktivem Mahlwerk verändert werden. Keinesfalls sollte man vergessen, diese Möglichkeit auszuschöpfen, wenn trotz kräftiger Sorte und höchster eingestellter Aromastärke das Ergebnis nur mäßig ausfällt. Bei mir befand sich der Hebel auf der zweitgröbsten von 4 Stufen...

Ökobonus: das Gerät entspricht der Energieeffizienzklasse A. Einen Energiesparmodus gibt's obendrein. Als weitere handfeste Dreingaben liegen ein Fläschchen Entkalkungsmittel, ein Wasserfilter, ein Reinigungs-Tab und der erwähnte Kaffeelöffel anbei. Für den Notfall, bei dem nicht nur das Gerät zu Schaden kam, sondern auch die Bedienungsanleitung abhanden, sind die Hotline-Nummern auf der Unterseite des Wassertankdeckels zu finden!

Insgesamt ein solides Gerät für die blitzschnelle Bereitung der anregenden schwarzflüssigen Köstlichkeiten.


Preussische Festlieder - Geistliche Lieder aus der gleichnamigen Sammlung
Preussische Festlieder - Geistliche Lieder aus der gleichnamigen Sammlung
Preis: EUR 18,68

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Königsberger Motetten, 6. August 2012
Wofern man Preußen mit festlicher Musik verbindet, denkt man eher an die Flötenkonzerte von Quantz oder die seines Dienstherren Friedrichs II., an Graun oder den Hamburgischen Bach - also an instrumentale Musik des 18.Jahrhunderts, zumeist entstanden am Berliner Hof oder in Sanssouci. Die preußischen Festlieder aber entstanden ein Jahrhundert zuvor im fernen Königsberg und als geistliche Gesänge für die lutherischen Gemeinden. Sie stammen vom Hofcapellmeister Johannes Stobaeus bzw. dessen Lehrer Johannes Eccard und kamen in zwei Teilen 1642 in Elbing und 1644 in Königsberg zum Druck - also zu einer Zeit, da noch der Dreißigjährige Krieg in Deutschland wütete. Doch ist davon in den geistlichen Lobgesängen nichts zu verspüren.
Texte und Kompositionen atmen zumeist ruhige Freudigkeit: "O Freud über Freud", "Freu dich, du werte Christenheit", "Freut euch, ihr Christen alle" - in einer noch deutlich an den Stil von Palestrina und di Lasso erinnernden Manier. Ganz richtig war Eccard auch in den späten 1570er Jahren Schüler di Lassos in München.
Nur "Mein Sünd mich kränkt", das sich auch durch seine komplizierte Polyphonie von den liedhafteren Gesängen abhebt, beginnt schwermütiger, um sich dann doch in eine getröstete Lebendigkeit aufzuschwingen.

Die Lieder fanden großenteils Eingang in nord- und mitteldeutsche Gesangbücher, aus denen sie später aber verschwanden - nur das weihnachtliche "Übers Gebirg Maria geht" ist heute noch bekannt. Ein Drittel der 15 Titel sind daher sogar Welterstaufnahmen.
Die beiden preußischen Tonmeister, später von der Romantik gefeiert, dann wieder weitgehend vergessen, erreichen in ihren geistlichen Liedern zwar nicht ganz die strahlende Festlichkeit wie Schütz und Schein zur selben Zeit in ihren Motetten, doch eine Innigkeit, die sie auch heutzutage noch hörenswert machen.

Das Vocal Concert Dresden unter Peter Kopp trägt die Motetten ruhig und sauber vor, begleitet von Orgel, Laute, Pommer, Schalmei, Dulzinett und anderm Instrumentarium, das nie Gefahr läuft, die Melodiestimmen zu verdrängen.
Sehr erfeulicherweise ist das Begleitheft nicht nur mit einer Einführung zu Musik, Komponisten und Aufführenden versehen, sondern auch mit den kompletten Liedtexten - einschließlich einer englischen Übersetzung.


Bedside, Bathtub & Armchair Companion to Shakespeare (Bedside, Bathtub & Armchair Companions)
Bedside, Bathtub & Armchair Companion to Shakespeare (Bedside, Bathtub & Armchair Companions)
von Dick Riley
  Taschenbuch
Preis: EUR 49,09

5.0 von 5 Sternen Eyn kurtzweyllig Lesen von Will Shakespeare, 5. August 2012
Die Handbuchreihe für Bettstatt, Badewanne und Ohrensessel von Riley und McAllister hat sich der leichtfüßigen Darstellung namhafter Autoren bzw. ihrer papiernen Helden verschrieben. Wie der Name nahelegt, ist die Sekundärliteratur zum Planschen und Fläzen für entspannte Mußestunden gedacht und solchermaßen unterhaltsam geschrieben, deswegen aber keineswegs unseriös.

Was aber schreibt man über einen der berühmtesten Dichter der Weltliteratur, über den einerseits schon Tausende von Werken verfaßt worden sind, andererseits trotz langer und intensiver Forschung wenig mehr sicher belegt ist, als daß er geboren wurde, schrieb und starb? Die Autoren haben dafür ein bewährtes Konzept: in essayartigen Skizzen schildern sie neben den bekannten Daten das Umfeld des Dichters; sie beschreiben das Elizabethanische Zeitalter, insbesondere sein Theaterwesen, seine Mode, das London des ausgehenden 16.Jahrhunderts, sie analysieren - in aller gebotenen Kürze - Shakespeares Sprache und diskutieren natürlich auch das leidige Thema der fraglichen Autorschaft, die ihm seit etwa 150 Jahren immer wieder streitig gemacht wird. Daß der Barde niederträchtigerweise Hochadlige als Ghostwriter beschäftigt haben soll, wie zuletzt vom investigativen Filmjournalisten Emmerich dargestellt, kann von ihnen nicht wasserdicht widerlegt werden, doch weisen sie daraufhin, daß die de-Vere-These wie die unzähligen anderen letztlich mehr Fragen aufwirft, als sie zu lösen.

Zwischen die Essays sind Zusammenfassungen von 36 seiner Dramen eingestreut, mutmaßliche Quellen werden angegeben, Merkwürdigkeiten und Fehler aufgedeckt und schließlich jeweils bedeutende Aufführungen und Verfilmungen genannt. Den seine Stücke darstellenden wie auch den von ihm inspirierten Filmen sind zwei weitere kurze Kapitel gewidmet, wenn auch nur die wichtigsten genannt werden. Unter den Abbildungen finden sich daher nicht nur Laurence Olivier und Ken Brannagh als zwei der berühmtesten Darsteller, sondern auch Joseph Fiennes und Gwynneth Paltrow aus der geistreichen Komödie "Shakespeare in love".
Zu guter letzt aber wird noch Shakespeares feinsten Beleidigungen, seinen bekanntesten Zitaten und den wichtigsten Wortneuschöpfungen ein kleiner Platz eingeräumt, und zwar buchstäblich bis zur letzten Seite, die in meinem Exemplar die Zahl 288 trägt - im Gegensatz zur obigen Angabe von 304 Seiten. Daher sucht man ein Register oder ein Literaturverzeichnis in diesem Buch vergeblich. Da das Buch sich aber so kurzweilig lesen läßt und nicht den Anspruch strengster Wissenschaftlichkeit erhebt, sei ihm das nachgesehen.

All das ist mit oft zeitgenössischen, manchmal später entstandenen Illustrationen, mit Szenenphotos und Vignetten bebildert - stimmigerweis in Schwarz und Weiß.

Wem danach ist, der kann also nun füglich Will in der Wanne genießen oder den Barden mit ins Bett nehmen.


Remington MB4010 Bartschneider Horizon
Remington MB4010 Bartschneider Horizon

4.0 von 5 Sternen Hüte dich vor den Bartlosen..., 2. August 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
...heißt es im rumänischen Märchen vom Weißen Mohren, und auch alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren wollen, müssen Männern mit Bärten sein. Um nun die Manneszier zwar gedeihen, doch nicht verwildern zu lassen, ward der Barttrimmer erfunden.

Der Remington Horizon gehört zu den zuverlässigen, doch nicht eben umweltfreundlichen Exemplaren. Mit seinem relativ schlanken Korpus liegt er gut in der Hand. Sechs Trimmstufen reichen von 0,4 bis 16,5 mm, das dürfte den üblichen Trimmbedarf abdecken. Der Trimmkopf läßt sich leicht auf die längere Stufe vorschieben, die entgegengesetzte Bewegung wird durch eine Einrastung verhindert, so daß versehentlich zu kurz geratene Schnitte nicht vorkommen sollten. Durch eine Taste auf der Daumenseite wird die Arretierung gelöst.

Die Messer, die man nicht notwendigerweise chirurgisch häte nennen müssen, um ihre Zuverlässigkeit zu betonen, verrichten ihr Werk, wie es sich gehört - das Betriebsgeräusch, wie bereits verschiedentlich angemerkt, ist vernehmlich.
Reisegerät hin, Hausgebrauch her, ein Netzbetrieb sollte zu einem Bartschneider gehören wie der Bart zum Propheten - leider sah die Firma Remington das nicht so. Umweltbewußtsein sieht anders aus, und schließlich können einem auch die Batterien mal ausgehn.
Insgesamt ein ordentliches Gerät, aber im Hinblick auf die vielen geräuschärmeren netztauglichen Alternativen nicht die erste Wahl.


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