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Rezensionen verfasst von
Havauka (Regensburg, Germany)

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Neujahrskonzert in Wien 1996
Neujahrskonzert in Wien 1996
Wird angeboten von jazzfred1975
Preis: EUR 17,87

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bis auf wenige Ausnahmen sehr fetzig, 8. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Neujahrskonzert in Wien 1996 (Audio CD)
Die Wiener Philharmoniker sind mein Lieblingsorchester, schon allein deshalb, weil sie die Musik der Johann-Strauß-Dynastie so schön spielen wie kein anderes Orchester auf der Welt. Ich habe oft den Eindruck, daß diese Musik extra für dieses Orchester mit seinem wunderbaren Bläserklang geschrieben und arrangiert worden ist.

Dies sind meine Gedanken, wenn ich das Neujahrskonzert von 1996 unter Lorin Maazel höre. Mit Wucht und Schmiß drücken die Wiener Bläser dem "Wiener Bürger" von C.M.Ziehrer ihren Stempel auf, die Waldmeister-Ouvertüre und die Phönix-Schwingen sind für mich die Entdeckung dieses Konzerts, die Höhepunkte bilden die Furioso-Polka und die Ouvertüre "Die Göttin der Vernunft", in denen sowohl der Dirigent Lorin Maazel als auch die Wiener Philharmoniker ihr klangliches und vor allen Dingen virtuoses Können unter Beweis stellen.

Etwas enttäuschend ist für mich die Darbietung des Lagunenwalzers geraten. Hier hätte Maazel mehr Rubato und stärkere Piano- und Forteunterschiede ins Spiel bringen können. Es plätschert alles sehr langweilig dahin. (Zum Vergleich: Ouvertüre zu "Eine Nacht in Venedig" im Neujahrskonzert 2001 unter der feurigen Leitung von Harnoncourt). Auch die Naßwalderin ist sehr langweilig langsam geraten. Es wäre Herrn Maazel garantiert kein Zacken aus der Krone gebrochen, wenn er den Geigensolopart einem Wiener Philharmoniker überlassen hätte und sich als Orchesterleiter auf die Einhaltung eines angemessenen Tempos beschränkt hätte.

Insgesamt aber ist das Neujahrskonzert von 1996 eine schöne Sache und eine Empfehlung für alldiejenigen Strauß-Fans, die es gerne schmissig und zünftig haben.


Macbeth (Ga)
Macbeth (Ga)
Wird angeboten von London Lane Deutschland
Preis: EUR 61,41

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packend, 18. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Macbeth (Ga) (Audio CD)
Die Einspielung des "Macbeth" von Giuseppe Verdi unter der Leitung von Giuseppe Sinopoli ist für mich ein weiterer Beleg dafür, warum dieser Dirigent neben Herbert von Karajan der wichtigste Anwalt in Sachen Verdi ist. Mal mit geballter Wucht, mal mit zartem Kantileneton, variable in allen erdenklichen orchestralen Farben, ideenreich in der Behandlung des Hexenchors, dazu ein idealer Begleiter bei Stellen, wo die Sänger ihre Töne nur hauchen, zeigt Sinopoli, daß er Verdi im Blut hat, er inhaliert Verdi förmlich, er spielt Verdi so, wie Verdi gespielt werden muß.

Die Sängerbesetzung ist hervorragend. Renato Bruson hat genau die Stimmfarbe, die zu der Figur des Macbeth mit seiner Mischung aus übertriebenem Zorn und hintergründiger Verzweiflung paßt, ein idealer Macbeth. Mara Zampieri besitzt alle musikalischen Qualitäten, die eine ambivalente Lady Macbeth benötigt, mal scharfzüngig und hart in der Deklamation, dann wiederum zarthauchend wie z.B. in ihrem Wahnmonolog. Robert Lloyd als Banco hat eine schöne und mitreißende Stimme und beweist, wie schon in der Rigoletto-Einspielung, warum er das Vertrauen Sinopolis genießt. Neil Shicoff hat mit der Figur des Macduff nur eine kleine Rolle, diese aber füllt er mit Leidenschaft, mit einer wunderschönen makellosen Stimme und mit der charakterlichen Intensität eines gekränkten Gentleman-Ritters aus.

Fazit: Tolle Musik, tolles Orchester, klasse Sänger und ein genialer Dirigent, kurzum eine packende Aufnahme.


Rigoletto
Rigoletto
Wird angeboten von mario-mariani
Preis: EUR 39,50

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sagenhaft spannend, 17. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Rigoletto (Audio CD)
Mit Sicherheit hat die Solti-Aufnahme aus dem Jahre 1963 mit Robert Merrill, Anna Moffo und Alfredo Kraus die für dieses Werk geeigneteren Sänger. Allerdings besitzt diese Einspielung einen für mich wesentlichen Schwachpunkt, und das ist das äußerst farblose Dirigat von Georg Solti.
Ganz anders diese Aufnahme. Giuseppe Sinopoli beherrscht diese Musik wie kein anderer. Er atmet mit den Sängern, er atmet mit der Musik.

Schon die Overtüre ist unglaublich spannend. Ungeheuer die Wucht, die aus dem Crescendo der Pauken auf das gesamte Orchester ausgeht.

Ergreifend, ja fast erschütternd, wie Sinopoli Edita Gruberova in Gildas Lied "Gualtier Maldé; Caro nome" zu Ende des ersten Aktes begleitet. Das ständig mitatmende Orchester überträgt hier eine Art Live-Atmosphäre. Man fühlt spürbar, daß eine ahnungslose Gilda träumt, ohne das drohende Unheil zu erkennen.

Bemerkenswert die ausgefeilte Gestaltung der Nebenrollen von Brigitte Fassbänder (Maddalena) und Robert Lloyd (Scarafucile). Der Dialog der beiden zu Anfang des Mord-Terzetts im vierten Akt steigert sich zu derartiger Intensität, daß der d-moll-Orchesterknall zu Beginn des "Se pria ch'abbia il mezzo la notte" wie ein vorweggenommener Messerstich wirkt. Phantastisch!


Verdi: Macbeth (Gesamtaufnahme) [BOX SET]
Verdi: Macbeth (Gesamtaufnahme) [BOX SET]
Wird angeboten von London Lane Deutschland
Preis: EUR 178,39

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verdissimo, 17. Oktober 2008
Die Einspielung des "Macbeth" von Giuseppe Verdi unter der Leitung von Giuseppe Sinopoli ist für mich ein weiterer Beleg dafür, warum dieser Dirigent neben Herbert von Karajan der wichtigste Anwalt in Sachen Verdi ist. Mal mit geballter Wucht, mal mit zartem Kantileneton, variable in allen erdenklichen orchestralen Farben, ideenreich in der Behandlung des Hexenchors, dazu ein idealer Begleiter bei Stellen, wo die Sänger ihre Töne nur hauchen, zeigt Sinopoli, daß er Verdi im Blut hat, er inhaliert Verdi förmlich, er spielt Verdi so, wie Verdi gespielt werden muß.

Die Sängerbesetzung ist hervorragend. Renato Bruson hat genau die Stimmfarbe, die zu der Figur des Macbeth mit seiner Mischung aus übertriebenem Zorn und hintergründiger Verzweiflung paßt, ein idealer Macbeth. Mara Zampieri besitzt alle musikalischen Qualitäten, die eine ambivalente Lady Macbeth benötigt, mal scharfzüngig und hart in der Deklamation, dann wiederum zarthauchend wie z.B. in ihrem Wahnmonolog. Robert Lloyd als Banco hat eine schöne und mitreißende Stimme und beweist, wie schon in der Rigoletto-Einspielung, warum er das Vertrauen Sinopolis genießt. Neil Shicoff hat mit der Figur des Macduff nur eine kleine Rolle, diese aber füllt er mit Leidenschaft, mit einer wunderschönen makellosen Stimme und mit der charakterlichen Intensität eines gekränkten Gentleman-Ritters aus.

Fazit: Tolle Musik, tolles Orchester, klasse Sänger und ein genialer Dirigent, kurzum eine packende Aufnahme.


Suppé: Boccaccio (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1974)
Suppé: Boccaccio (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1974)
Wird angeboten von Bessere_Musik ( 12-24 Tage Lieferzeit aus Kalifornien)
Preis: EUR 33,09

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fetzige Edel-Operette, 6. September 2008
Für mich ist es ein echtes Rätsel, warum die Opern-Operette "Boccaccio" von Franz von Suppé mit ihrer feurigen Ouvertüre, ihrem spritzigen Eingangschor, ihrem grandiosen Finale am Ende des ersten Aktes, ihrem noch grandioserem Finale am Ende des zweiten Aktes und ihren zahlreichen Arien- und Ensemble-Hits kaum bekannt ist.

In der Referenz-Einspielung von 1974 sind das Orchester und der hervorragende Chor der Bayerischen Staatsoper unter Willi Boskovsky die absoluten Hauptakteure. Mit viel Schwung und feurigem Elan peitscht sich der Chor durch den großartigen wuchtigen Eingangschor und durch die zahlreichen wunderbaren Ensemblesätze. Das Orchester spielt mit ungeheurer Musizierlust und mit sehr sehr viel Spielwitz.

Bei der sehr großen Sängerzahl, die alle mit sehr viel Spaß und hohem Engagement dabei sind, fällt es schwer, einige hervorzuheben. Hermann Preys luftiges Vibrato in seiner Interpretation als Boccaccio ist reine Geschmacksache, unumstritten stark aber ist sein Auftritt in der Teufelsmaskenszene am Ende des zweiten Akts. Witzige musikalische Einlagen haben Friedrich Lenz als Lambertuccio und Walter Berry als Leonetto.

Fazit: diese Einspielung ist ein absolutes Muß, erweitert den musikalischen Horizont und bereichert den CD-Schrank um einen echten Klassik-Knüller.


Ungarische Rhapsodien
Ungarische Rhapsodien
Wird angeboten von Medien-Vertrieb Neunkirchen
Preis: EUR 2,79

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein echter Juwel und Geheimtipp, 22. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Ungarische Rhapsodien (Audio CD)
Auch wenn die Tastenstars Tamás Vásáry, Anatol Ugorski, Jewgeni Kissin und Andor Foldes mit jeweils einem Stück vertreten sind, so bildet den Kern dieser Liszt-CD die Interpretation der fünf berühmtesten Rhapsodien durch den brasilianischen Pianisten Roberto Szidon. Warum die DGG ausgerechnet diesen eher unbekannten Pianisten ausgewählt hatte, liegt für mich mittlerweile auf der Hand: es gibt kaum einen anderen Pianisten, der diese Rhapsodien so schön spielt wie Szidon. Mit dem Einsatz eher sparsamen Padalspiels (und nicht mit der sonst üblichen Tomatensoße) sorgt er für eine Klarheit und Transparenz des Klangs, die die Genialität der Stücke offenlegt. Mit einem äußerst ausgfeilten musikalischen Konzept und mit einer preußischen Strenge zieht er konsequent die Fäden bis zum Ende der Stücke und verfällt dabei nicht in virtuoses Brimborum.

Für Liszt-Fans ist diese CD ein echter Geheimtipp und für diejenigen, die in die Klaviermusik von Liszt hineinfinden möchten, ein echter Start.


Les Contes D'Hoffmann
Les Contes D'Hoffmann
Preis: EUR 28,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Plädoyer für das Torso in kraftvoller Einspielung, 31. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Les Contes D'Hoffmann (Audio CD)
Zur musikalischen Interpretation:
Die Einspielung von "Hoffmanns Erzählungen" unter Richard Bonynge halte ich persönlich für DIE Referenzaufnahme. Hierbei spielt der Dirigent eine große Rolle. Kraftvoll energisch begleitet er die Bösewichter in Gestalt des starken Gabriel Bacquier, überaus einfühlsam und mit sehr klug einsetzendem Rubato begleitet er die Hoffmannschen Frauen in Gestalt von Joan Sutherland, die zwar manchmal nicht sauber intoniert, aber mit sehr viel Musikalität und hohem Einsatz und Risiko ihre Rollen meistert. Bonynge ist aber nicht nur Begleiter, er arbeitet mit den Linien der Musik und überzeugt durch hohe Musikalität, auch wenn dies auf dem ersten Blick aufgrund der bisweilen schnellen Tempi nicht erkennbar ist. Placido Domingo meistert die Rolle des Hoffmann souverän und zeigt damit eindrucksvoll, warum er über Jahrzehnte die Nummer Eins in Sachen Hoffmann war.

Zur Fassung von Bonynge:
Auch wenn die Barcarole ihren Ursprung in einem anderen Bühnenwerk hat und die Spiegelarie angeblich nicht von Offenbach komponiert wurde, gehören beide Stücke in diese Oper. Was den Rest angeht, da bin ich absoluter Purist. D.h. alle kompositorischen Ergänzungen und Erweiterungen von Choudens und/oder Oeser halte ich für überflüssig. Damit behält die Oper zwar ihren unvollendeten Charakter und gleicht eher einem Opernquerschnitt anstelle einem kompletten Werk. Allerdings benötigt dieser musikalische Zaubertrank, bestehend aus einer hochkonzentrierten Mischung aus Fantasie, Originalität, Urigkeit, Witz, Ideen- und Einfallsreichtum, Kompaktheit und Strenge ("In der Kürze liegt die Würze."), keine zusätzliche Verwässerung. Insofern macht die Fassung von Bonynge, die genau diesen Ansatz verfolgt, Sinn und wird von mir in jeder Hinsicht bevorzugt.

Fazit:
Ein absolutes Muß für alle Hoffmann-Fans und besonders für all diejenigen, die das Besondere an dieser Fantasy-Oper, diesem Fantasmo sowohl in textlicher wie auch in musikalischer Hinsicht, noch nicht entdeckt haben.


Schostakowitsch: Lady Macbeth von Mzensk (Gesamtaufnahme Paris 1992)
Schostakowitsch: Lady Macbeth von Mzensk (Gesamtaufnahme Paris 1992)
Wird angeboten von mario-mariani
Preis: EUR 29,72

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Referenzaufnahmen, 10. Mai 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bei "Lady Macbeth" fallen mir zwei Einspielungen ein: Mstislaw Rostropowitsch (EMI 1979) und Myung Wung-Chung (DG 1993).

Die Aufnahmetechnik:
Die DG-Aufnahme hat den Nachteil, daß die Lautstärke-Balance derart unterschiedlich ist, daß man bei den lauten Stellen den CD-Player leiser und bei den leisen Stellen lauter stellen muß. Die Klangbalance bei EMI ist wesentlich ausgewogener. Dadurch ist an vielen Stellen die Musik transparenter und man bekommt viel mehr von der Vielfalt der klanglichen Feinheiten der fantastischen Orchesterpartitur mit. Das fällt besonders im Pilzverzehr-Monolog des Boris im zweiten Akt sowie in den beiden kammermusikalischen Arien der Katharina im vierten Akt auf. Ergebnis: Punktsieg für die EMI-Aufnahme.

Die Dirigenten:
Rostropowitsch (EMI) ist sehr genau in der tonalen und musikalischen Ausarbeitung. Es macht Spaß, ihm gerade bei den spannenden langsamen und leisen Stellen zuzuhören, die er auskostet bis zum Letzten, ohne dabei die große Form zu verlieren. Wung-Chung (DG) dirigiert gelegentlich etwas hastig über die tonal schwierigen Passagen hinweg, findet aber meistens die passende Stimmung und den richtigen Ton. An einigen furiosen Stellen dirigiert er fetzig schnell, was der Musik insgesamt auch gut tut. Ergebnis: Leichter Punktsieg für die EMI-Aufnahme.

Die Sänger:
Insgesamt gebe ich den Sängern der DG-Aufnahme den Vorzug. Ganz eindeutig ist der Verzug bei der Person des Boris. Aage Haugland (DG) ist der ideale Boris, stimmgewaltig, herrisch, mürrisch, jähzornig, grausam und brutal. Er bringt es fertig, das Orchester niederzubrüllen, und verleiht somit jedem seiner Auftritte seine eigene Note. Dimiter Petkov (EMI) ist dazu nicht annähernd in der Lage. Seine Stimme ist nicht kräftig genug, er kämpft mit den stimmlichen Anforderungen dieser Partie, und deshalb wirken seine Wutausbrüche oft nicht autentisch. Auch beim Sergej hat Sergej Larin (DG) für mich eine schönere Stimme als Nicolai Gedda (EMI), auch wenn Letzterer vieles mit seiner hervorragenden Gesangstechnik und artikulativen Fähigkeit ausgleicht. Insgesamt ist die Stimme von Larin aber vielseitiger, manchmal sehr schön, manchmal brutal ausfallend, so wie es sein muß. Sowohl Galina Wischnewskaja (EMI) als auch Maria Ewing (DG) überzeugen mich als Katharina. Die erste überzeugt durch eine reife und große, die zweite durch eine klare und schöne Stimme, aber auch durch einen nasalen Unterton, der den falschen Charakter der Protagonistin untermauert. Ergebnis: Leichter Punktsieg für die DG-Aufnahme.

Welche von beiden Aufnahmen sollte man besitzen? Ich habe beide und empfehle beide.


Dmitri Schostakowitsch: Lady Macbeth von Mzensk (Gesamtaufnahme)
Dmitri Schostakowitsch: Lady Macbeth von Mzensk (Gesamtaufnahme)
Wird angeboten von musikdrehscheibe
Preis: EUR 79,90

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Referenzaufnahmen, 10. Mai 2008
Bei "Lady Macbeth" fallen mir zwei Einspielungen ein: Mstislaw Rostropowitsch (EMI 1979) und Myung Wung-Chung (DG 1993).

Die Aufnahmetechnik:
Die DG-Aufnahme hat den Nachteil, daß die Lautstärke-Balance derart unterschiedlich ist, daß man bei den lauten Stellen den CD-Player leiser und bei den leisen Stellen lauter stellen muß. Die Klangbalance bei EMI ist wesentlich ausgewogener. Dadurch ist an vielen Stellen die Musik transparenter und man bekommt viel mehr von der Vielfalt der klanglichen Feinheiten der fantastischen Orchesterpartitur mit. Das fällt besonders im Pilzverzehr-Monolog des Boris im zweiten Akt sowie in den beiden kammermusikalischen Arien der Katharina im vierten Akt auf. Ergebnis: Punktsieg für die EMI-Aufnahme.

Die Dirigenten:
Rostropowitsch (EMI) ist sehr genau in der tonalen und musikalischen Ausarbeitung. Es macht Spaß, ihm gerade bei den spannenden langsamen und leisen Stellen zuzuhören, die er auskostet bis zum Letzten, ohne dabei die große Form zu verlieren. Wung-Chung (DG) dirigiert gelegentlich etwas hastig über die tonal schwierigen Passagen hinweg, findet aber meistens die passende Stimmung und den richtigen Ton. An einigen furiosen Stellen dirigiert er fetzig schnell, was der Musik insgesamt auch gut tut. Ergebnis: Leichter Punktsieg für die EMI-Aufnahme.

Die Sänger:
Insgesamt gebe ich den Sängern der DG-Aufnahme den Vorzug. Ganz eindeutig ist der Verzug bei der Person des Boris. Aage Haugland (DG) ist der ideale Boris, stimmgewaltig, herrisch, mürrisch, jähzornig, grausam und brutal. Er bringt es fertig, das Orchester niederzubrüllen, und verleiht somit jedem seiner Auftritte seine eigene Note. Dimiter Petkov (EMI) ist dazu nicht annähernd in der Lage. Seine Stimme ist nicht kräftig genug, er kämpft mit den stimmlichen Anforderungen dieser Partie, und deshalb wirken seine Wutausbrüche oft nicht autentisch. Auch beim Sergej hat Sergej Larin (DG) für mich eine schönere Stimme als Nicolai Gedda (EMI), auch wenn Letzterer vieles mit seiner hervorragenden Gesangstechnik und artikulativen Fähigkeit ausgleicht. Insgesamt ist die Stimme von Larin aber vielseitiger, manchmal sehr schön, manchmal brutal ausfallend, so wie es sein muß. Sowohl Galina Wischnewskaja (EMI) als auch Maria Ewing (DG) überzeugen mich als Katharina. Die erste überzeugt durch eine reife und große, die zweite durch eine klare und schöne Stimme, aber auch durch einen nasalen Unterton, der den falschen Charakter der Protagonistin untermauert. Ergebnis: Leichter Punktsieg für die DG-Aufnahme.

Welche von beiden Aufnahmen sollte man besitzen? Ich habe beide und empfehle beide.


Verdi: Nabucco (Querschnitt)
Verdi: Nabucco (Querschnitt)
Preis: EUR 15,99

19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der besten Verdi-Einspielungen aller Zeiten (10 Sterne), 29. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Nabucco (Querschnitt) (Audio CD)
Trotz des großen Aufgebots an Sängerstars heißt der absolute Star dieser Aufnahme Giuseppe Sinopoli. Es ist absolut faszinierend, mit welchem Ideenreichtum er die verschiedensten Orchesterfarben erzeugt. Er begleitet die Sänger konzentriert und auf höchstem musikalischen Niveau, achtet auf eine sehr ausgefeilte Orchesterbegleitung, versäumt es aber nicht, in den stürmischen Passagen dieser wunderbaren Partitur Chor und Orchester wuchtig schmetternd und peitschend anzufeuern. Diese Aufnahme ist von Anfang bis Ende hochgradig spannend, beendet mit einem Schlag den Dornröschenschlaf dieser lange vernachlässigten Oper und macht sie zu einem Erlebnis der allerersten Klasse.


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