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Beiträge von Kirsten
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Rezensionen verfasst von
Kirsten

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Schlüssel
Schlüssel
von Sara Elfgren
  Gebundene Ausgabe
Wird angeboten von büchertisch888//Bitte Anmerkungen links beachten!
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Lesenswerter Abschluss einer Reihe, die sich aus dem Einheitsbrei hervorhebt., 8. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Schlüssel (Gebundene Ausgabe)
A C H T U N G ! Enthält eventuell Spoiler zu den Vorgängern der Reihe "Engelsfors"
Ihr sucht noch ein Weihnachtsgeschenk für jemanden, der gerne realistische Fantasy im Jugendbuchstil liest, Harry Potter mochte und etwas ähnliches lesen will? Vielleicht seid ihr dann hier nicht ganz falsch beraten. Als ich anfing die Trilogie zu lesen, wurden die Bücher gerne mit denen von J.K.Rowling verglichen, doch passt dieser Vergleich oder hinkt er doch etwas?
Also für mich handelt es sich bei dieser Trilogie um eine wirklich lesenswerte Reihe, die das viele Papier (jedes Buch für sich ist recht dick und bietet immer über 500 Seiten Lesespaß) wert ist. Ähnlichkeiten zu Harry Potter bestehen insofern, als dass es um jugendliche Hexen geht, die auserwählt sind, das Böse zu bekämpfen. Viel mehr Gemeinsamkeiten sehe ich allerdings nicht. Dafür ist diese Geschichte viel zu eigenständig.
Wie auch in den zwei anderen Bänden geht es nicht nur darum, dass die sieben Hexen, von denen wie wir wissen ja nicht mehr alle leben, die Welt retten müssen, sondern auch die Probleme des Alltags eines pubertierenden Menschen spielen eine große, aber nicht übertriebene Rolle. Das den Autoren dieser Aspekt wichtig war, wurde ja bereits in den anderen Bänden deutlich und wird auch hier im Nachwort nochmal hervorgehoben. Im Buch gelingt es sehr gut, diese schwierige Phase einzufangen und mit den magischen, fantastischen Elementen zu verbinden.
Der Spannungsbogen ist weitesgehend sehr gut gelungen und es wird einem auf den 900 Seiten nicht langweilig. Im Gegenteil, nach der letzten Seite ist man wirklich traurig, die lieb gewonnen Helden zu verlassen. Zum Ende hin kippt das Ganze etwas. Allerdings ist das meine persönliche Einschätzung. Mir hat gegen Ende ein wenig das gewisse Etwas gefehlt. Die Geschichte ist zwar abgeschlossen, dennoch wird sie auf eine Weise offen gelassen, die irgendwie etwas unausgegoren wirkte. Jedoch ist dies kein großes Manko.
Wann sollte man das Buch nicht lesen? Ich denke, wer wirklich eine fesselnde, magische Parallelwelt wie die in Harry Potter sucht, ist hier weniger gut beraten. Es geht hier mehr darum, was wäre, wenn du und ich in unserem ganz normalen Alltag in der Lage wären (eingeschränkt) Magie zu wirken. Welche Konsequenzen hätte dies und was passiert, wenn man plötzlich gegen Dämonen kämpfen muss. Diese stehen den Helden aber an sich nie wirklich gegenüber, sondern es geht viel eher auch um Charakterstärke, Freundschaft, Macht und Liebe. Eben Themen, die einen (nicht nur während des Erwachsenwerdens) beschäftigen. Wer nach einer gelungenen Erzählung über diese Themen abseits des üblichen Contemporary-Genres sucht, ist hier goldrichtig.
FAZIT
Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht und ich muss sagen, dass ich es schade finde, jetzt Abschied nehmen zu müssen. Fangt mit der Reihe an, wenn ihr viel Zeit zum Lesen habt, damit ihr nicht so oft unterbrechen müsst. Wer die ersten beiden Bände mochte, wir auch den Abschluss mögen, denke ich. Allerdings ist das Buch allein, etwas schwächer, als seine Vorgänger aber nichtsdestotrotz lesenswert!


So lebe ich jetzt
So lebe ich jetzt
von Meg Rosoff
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Sehr eigen, aber dennoch wirklich gut!, 20. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: So lebe ich jetzt (Taschenbuch)
Dieses Buch ist auf eine sehr eigene Weise anders, als andere Bücher, nimmt einen aber schnell gefangen, wenn man erst enmal in der Geschichte angekommen ist. Dazu muss man sich allerdings auf das Buch einlassen, denn es hebt sich doch irgendwie vom Mainstream ab.

Der Klappentext kann einen hierbei auf eine falsche Fährte locken. Erwartet habe ich einen eher romantischen Roman in dem eine Liebesgeschichte im Vordergrund steht. Man bekommt aber tatsächlich eher einen Roman in dem in klarer, nüchterner, aber nicht unschönen Sprache ein moderner Krieg beschrieben wird. Die Art und Weise wie hier über essentielle Fragen des Lebens berichtet wird, hat mir sehr gut gefallen.

Erzählt wird alles aus Daisys Sicht. Sie wählt hierfür ihre ganz eigenen Worte, bricht Sätze ab und springt auch immer mal wieder in ihren Ausführungen. All das gibt einem das Gefühl, ihr wirkich zuzuhören, wie sie ihre Geschichte erzählt. Gleichzeitig wird so auch viel Spannung aufgebaut. Durch die Art wie sie erzählt und durch den Abschnitt von dem sie berichtet, hat man wirklich das Gefühl, eine Momentaufnahme aus einem Leben geschildert zu bekommen. Alles, was Daisy berichtet läuft darauf hinaus, zu erklären, wie sie jetzt lebt und wie es dazu kam. Die Geschichte hat mich dabei wirklich beeindruckt und gefangen genommen.

Die Figuren sind alle eher exentrisch, ohne dabei übertrieben oder unecht zu wirken. Man schließt sie ins Herz, obwohl sie durch Daisys Filter beschrieben werden und man sich nie ganz sicher ist, ob sie wirklich vorurteilsfrei erzählt. Allerdings wirken sie durch diese Beschreibung auch sehr realistisch und wie aus dem Leben gegriffen.

FAZIT:
Ein Buch, mit kleinen Ecken und Kanten, das aber in sich einfach gut und daher sehr lesenswert ist. Mir viel es zunächst schwer, mich in die Geschichte einzufinden. Weiß man aber ersteinmal worum es geht und hat sich an die etwas launische Erzählerin gewöhnt, hat dieses Buch eine wunderbar eigene Art zu erzählen, Fragen aufzuwerfen und zum Nachdenken anzuregen. Alle, die gerne mal ein eher individuelles Jugendbuch lesen wollen und nicht nach einer reinen Liebesgeschichte suchen, sind hier bestens beraten.


Nevermore
Nevermore
von Kelly Creagh
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen Manche Träume werden Wirklichkeit, 20. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Nevermore (Taschenbuch)
Eine blonde Cheerleaderin und ein mysteriöser Emotyp - klingt nach Klischee und war lange ein Grund für mich dem Buch eher wenig Beachtung zu schenken. Viele positive Meinungen ließen mich dann aber doch unschlüssig werden und schließlich landete es auf meiner Leseliste. Was soll ich sagen, meine Gefühle zu diesem Buch sind sehr ambivalent.
Ich mochte die Idee hinter der Geschichte, die Charaktere, den Schreibstil und die Atmosphäre. Dennoch habe ich mich sehr schwer getan, dieses Buch durchzulesen. Für mich ist der Funke einfach nicht richtig übergesprungen. Da das aber auch an meinem momentan stressigen Alltag liegen kann, versuche ich mich mal an einer möglichst neutralen Rezension zu diesem Buch.

In "Nevermore" wird das Rad nicht neu erfunden. Viele Elemente sind seit langem in vielen Jugendbüchern zu finden. Anfangs wirkt auch Isobel wie die typische zickige, blonde, allseits beliebte Cheerleaderin, die sich für nichts als ihren Freund, ihre Clique und das Cheerleaden interessiert. Doch schnell merkt man, das noch mehr in ihr steckt. Insbesondere die Szenen in ihrer Familie haben mir gut gefallen. Doch auch die Art, wie sie ihre Freunde sieht, Dinge hinterfragt und sich im Laufe der Geschichte entwickelt sprechen für sie.
Varen ist ebenfalls ein sehr interessanter Charakter. So ganz wird er für mich den Touch nicht los, einer dieser typischen mysteriösen Tpen zu sein. Dennoch kann er überzeugen, da auch er sehr menschliche Züge trägt, die ihn real und echt erscheinen lassen.

Die Handlung ist eine gelungene Mischung aus Highschoolalltag und paranormaler Fantasy. Die Idee rund um das Poe-Universium und ihre Umsetzung sind sehr gut gelungen. Als Leser ahnt man immer ein wenig, wie die Dinge zusamenhängen. Wirklich klar sieht man aber erst zum Ende hin und selbst dann bleiben noch genug Fragen offen, um die Fortsetzung spannend erscheinen zu lassen. Zu lesen ist das alles dank eines sehr angenehmen Schreibstils auch wirklich gut.

Ein paar Logiklücken gab es für mich dann allerdings doch, so dass ich das Buch nicht bedenkenlos mit der Höchstpunktzahl bewerten kann. Dazu kommt, dass es mich einfach nicht so seh in seinen Bann gezogen hat, wie ein wirklich tolles Buch das normalerweise tut. Wirklich Kritik habe ich zwar nicht, aber die Geschichte war dann auch nicht so phänomenal gut, dass ich einfach nicht anders konnte, als weiterzulesen. Daher gibt es nur gut gemeinte 4 Punkte.

FAZIT:
Wer gerne paranormale Ubanfantasy liest, eine düstere Atmosphäre gepaart mit Highschoolalltagsszenen sucht und Wert auf interessante und vielseitige Charaktere legt, ist mit diesem Buch gut beraten. Nicht alles ist logisch vollkommen schlüssig, aber alles in allem findet man hier ein sehr interessantes und zum Teil bizarres Buch, das zum Teil für faszinierendes Kopfkino sorgt!


The Death Cure (Maze Runner, Book Three) (The Maze Runner Series, Band 3)
The Death Cure (Maze Runner, Book Three) (The Maze Runner Series, Band 3)
von James Dashner
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber es bleibt hinter den Erwartungen zurück., 24. April 2013
„The Maze Runner“ und „The Scorch Trials“ sind spannende Bücher, die aber vor allem viele Fragen aufwerfen. Umso mehr freut man sich als Leser auf den abschließenden Teil der Trilogie, in dem viele der offenen Fragen aufgelöst werden sollen.

Zunächst einmal knüpft dieses Buch bezüglich der Ungewissheit an seine Vorgänger an. Wieder wird das Geschehen aus Thomas‘ Sicht geschildert und erst wenn er Antworten erhält, erhält auch der Leser diese. Die Handlung ist dadurch wieder konstant spannend und man weiß nie so recht, was einen erwartet. Genauso ist man am Rätseln, wer wirklich gute und wer eher böse Absichten verfolgt. Insbesondere die Organisation WICKED bleibt in dieser Hinsicht noch länger Zeit weiter im Zwielicht.

Was mir an diesem Buch vor allem nicht so gut gefallen hat, war die Art und Weise auf die zum Beispiel Thomas handelt. Er fällt einige Entscheidungen, die ich schlicht nicht richtig nachvollziehen kann. Insbesondere eine essentielle scheint nur auf diese Art getroffen zu werden, um den Spannungsbogen der Handlung hochzuhalten. Hieraus folgt allerdings auch ein eher ernüchterndes Ende. Fragen werden ehrlich gesagt kaum beantwortet und die Auflösung selbst fand ich recht platt. Der Abschluss der Geschichte wirkt ziemlich gewollt und ein wenig so, als wäre dem Autor nichts Besseres eingefallen.
Schade drum. Nach zwei Bänden mit mehr Fragen als Antworten, hätte man meiner Meinung nach, etwas mehr aus diesem Abschlussband machen können und müssen.

FAZIT:
Für mich nicht wirklich das erwartete Ende. Vieles bleibt ungewiss und der Vorstellungskraft des Lesers überlassen. Das Ende wirkt eher konstruiert und konnte mich nicht vom Hocker reißen. An Spannung und auch an brutalen Szenen fehlt es auch in diesem Buch nicht. Mich konnte das alles aber nicht mehr so recht begeistern, da die Charaktere und ihre Entwicklung einen für mich etwas zweifelhaften Weg einschlagen.


Vier Beutel Asche: Roman
Vier Beutel Asche: Roman
von Boris Koch
  Gebundene Ausgabe

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "Was würdest du für einen Freund tun?", 14. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Vier Beutel Asche: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hmm - das war ein Gedanke, den ich beim Lesen dieses Buches oft hatte. Für mich klang dieser Roman wirklich interessant. Der frühe Tod eines Jugendlichen und Trauer die damit bei den Zurückgebliebenen einhergeht, kombiniert mit einem Roadtrip und einer eher unkonventionellen Idee bieten eigentlich alles, was ein gutes Jugendbuch so braucht. Beim Lesen kamen mir dann jedoch immer häufiger Fragen dazu, ob dieses Buch eventuell nur eine sehr begrenzte Zielgruppe anspricht bzw. ob ich vielleicht einfach nicht zur Zielgruppe gehöre. Um es klar zu sagen: Mir hat das Buch so gut wie gar nicht gefallen.

Mein Problem mit diesem Buch lag vor allem in den für mich sehr unsympathischen Protagonisten begraben. Jan als Hauptfigur mochte ich leider an keiner Stelle des Romans. Er ist über den Tod seines besten Freundes extrem wütend und sucht einen Schuldigen. Soweit kann ich dies auch nachvollziehen. Dennoch ging mir seine ständige Aggressivität und seine blinde Wut nach kurzer Zeit einfach auf die Nerven. Er benimmt sich nicht wie ein wütender siebzehnjähriger, sondern wie ein pubertierender zwölfjähriger. Vielleicht hätte ich ihm dieses Verhalten sogar noch abkaufen können (obwohl ich in diesem Buch gemerkt habe, dass mich ein so unreifes Verhalten, egal wie authentisch es sein mag, in einem Buch nicht besonders anspricht), wären da nicht auf der anderen Seite extrem philosophische Gedanken gewesen. Einen unpassenderen Kontrast hätte man kaum wählen können.

Die anderen Charaktere des Buches benehmen sich auch eher klischeehaft jugendlich. Vernunft habe ich in ihrem Verhalten kaum entdeckt. Allerdings führen sie ab und an, wie gesagt wirklich sehr hochtrabende Diskussionen über das Leben und den Tod. Diese konnte ich ihnen aber nicht abkaufen, da ihr Verhalten und die Art und Weise, wie sie sich gaben einfach gar nichts von diesen reifen Gedanken erahnen lies. Daher wirkten die Parts des Romans, die den Leser nachdenklich stimmen konnten, sehr gewollt, unnatürlich und für mich daher nicht ansprechend.

Anerkennen muss man, das der Autor es geschafft hat ein sehr reales Bild von Jugendlichen zu zeichnen. Die Wut, Aggression, das teilweise kindische und überhebliche Verhalten wirkt echt und man sieht die vier lebhaft vor sich. Dafür, dass ich sie nicht mochte, kann der Autor wenig.

Des Weiteren bleibt zu sagen, dass den letzten Ausschlag für mein großes Missfallen die Handlungsarmut war. Viele Szenen des Romans wirken überflüssig. In ihnen entwickeln sich weder die Charaktere weiter, noch sorgen sie wirklich für Spannung. Der einzig spannende Aspekt ist die Auflösung zum Schluss. Diese wird aber eher nervtötend immer wieder aufgeschoben, so dass mir nicht nur schnell klar wurde, das diese eine Frage, wohl der Dreh- und Angelpunkt sein würde, sondern auch, dass es noch gut 300, 200,100, 50... Seiten dauern würde, bis in dieser Beziehung Tacheles geredet würde.

FAZIT:
Für mich ging der Schuss in diesem Buch nach hinten los. Statt eines Romans in dem die Verarbeitung des Todes mit der Thematik des Erwachsenwerdens geschickt kombiniert werden, liest man hier ein eher langweiliges Buch mit recht unsympatischen Charakteren. Zumindest, wenn dies nicht das erste Buch ist, das man zum Thema liest, sollte man lieber die Finger davon lassen. Für jüngere Leser, die sich eventuell noch eher mit Jan und Co. identifizieren können, mag der Roman aber durchaus mehr Potenzial für interessante Lesestunden haben. Für mich bleibt es bei einem Hmm... Da wäre deutlich mehr drin gewesen!
Ich gehöre definitiv nicht zur Zielgruppe...


White Horse: Roman
White Horse: Roman
von Alex Adams
  Broschiert

5.0 von 5 Sternen "Ich lege Wert darauf, ein Mensch zu bleiben." S.32, 3. April 2013
Rezension bezieht sich auf: White Horse: Roman (Broschiert)
„White Horse“ ist ein Buch, an das ich keine großen Erwartungen hatte. Zu groß ist die Flut an dystopischer Literatur in der letzten Zeit für mich gewesen, so dass meist mit eher geringer Erwartung zu Lesen beginne und hoffe, ein gutes Buch zu finden. So geschehen bei „White Horse“.

Erzählt wird das Endzeitszenario aus der Sicht von Zoe – eine gleichzeitig kluge und taffe Protagonistin. Dazu werden dem Leser zwei Erzählzeiten geboten: Das Jetzt in dem die Welt bereits vom White Horse Virus befallen ist und das Damals in dem das Virus erst kurz vor seiner Verbreitung stand. Durch die Wechsel von Rückblenden und aktuellem Geschehen wird dabei konstant eine Spannung aufgebaut, die darauf basiert, dass sich der Leser fragt, wie es zu dieser katastrophalen Entwicklung kommen konnte. Gleichzeitig besitzt man durch die Passagen in der Gegenwart schon genug Kenntnisse, über die Auswirkungen, dass man die Zusammenhänge in den Rückblenden problemlos versteht. Der Autorin ist hier eine wirklich gute Mischung gelungen, die einen wirklich in das Geschehen eintauchen lässt.

Obwohl die Handlung durch und durch realistisch und nachvollziehbar dargelegt wird, ist es der Autorin doch gelungen, einen ich nenne ihn mal mythologischen Aspekt einzubeziehen, indem sie klare Bezüge zur Büchse der Pandora und zu dem vier Reitern der Apokalypse herstellt. In diesem Roman werden beide neu interpretiert und geschickt auf unsere Zeit angewandt.

Die Handlung selbst gestaltet sich durch die zwei Zeitebenen zum einen aus Zoes Alltag als Putzfrau in einem Pharmakonzern, als Schwester, Freundin, Tochter und schließlich auch als Überlebende in einer sterbenden Welt, zum anderen als Reisende auf einer Suche, deren Ziel dem Leser relativ lange verborgen bleibt. Ohne das Zoe hierbei übermenschlich mutig oder waghalsig ist, ist sie dennoch zielstrebig und geht ihren Weg mit klarem Blick. Man folgt ihr daher sehr gerne durch den Roman.

Fazit:
Besonders lesenswert macht diesen Roman meiner Ansicht nach die gelungene Komposition aus authentischen Figuren, frischer Grundidee, mitreißendem Schreibstil mit gutem Timing, Aufbau der Handlung und der konstant hohe Spannungsbogen. Die Geschichte wirkt weder verwässert noch übermäßig brutal. Zartbesaitete Menschen sollten sich den Kauf des Buches aber dennoch zweimal überlegen, da es mehrfach gewalttätige Szenen gibt.
Ein Endzeitroman in dem es nicht nur um den Überlebenskampf sondern auch darum geht, seine Menschlichkeit zu waren. Getragen wird diese Botschaft durch eine selbstbewusste Protagonistin und eine nachvollziehbare Handlung. In knappen, eingängigen Sätzen wird von dieser Postapokalypse berichtet und man fühlt sich so als Leser schnell mittendrin. Die düstere Endzeitstimmung wird in diesem kurzweiligen Roman sehr glaubwürdig vermittelt und sollte jeden zum Lesen bewegen, der mal wieder eine richtig gute Dystopie lesen will!


Der Nachtzirkus (11 CDs)
Der Nachtzirkus (11 CDs)
von Erin Morgenstern
  Audio CD

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine gelungene Atmosphäre macht noch kein gutes Buch!, 10. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Nachtzirkus (11 CDs) (Audio CD)
Bevor ich zu diesem Hörbuch griff hatte ich mich schon durch etliche Rezensionen gelesen, die ein sehr konträres Bild über den Inhalt dieses Buches zeichneten. "Der Nachtzirkus" ist eins jener Bücher, die stark polarisieren. Entweder man mag es wirklich gern, oder man kann kaum etwas damit anfangen. Insbesondere die oft fehlende Handlung wurde oft angemerkt, so dass ich mich insbesondere deshalb dafür entschied zu lauschen, statt zu lesen, da mich handlungsarme Bücher beim Lesen oft langweilen.

So weit, so gut. Matthias Brandt ist ein hervorragender Leser und hat nicht nur eine angenehme Stimme, sondern schafft es auch die ganz besondere Atmosphäre dieser Geschichte zu vermitteln. Auch die Tatsache, dass das Buch nicht gekürzt wurde und man gute 14 Stunden etwas zu hören hat gefällt mir an sich sehr gut, da gekürzte Bücher oftmals einfach etwas kurz geraten.

In "Der Nachtzirkus" wird hauptsächlich mit Bildern gearbeitet die durch verschiedene Metaphern oder vergleiche im Kopf des Lesers erzeugt werden. Auch die ausführlichen Beschreibungen tragen dazu bei, dass man fortlaufend ein sehr genaues Bild vom Zirkus und seinen Bewohnern vor sich hat. Erin Morgenstern schafft es eine wirklich wie verzaubert wirkend Atmosphäre zu schaffen, die schon filmreif zu nennen ist.

Die Geschichte selbst wirkt ja schon vom Klappentext her nicht unbedingt tiefgründig, besitzt aber dennoch genug Potenzial für eine spannende, romantische und verzauberte Handlung. Leider wird dieses Potenzial so gut wie gar nicht genutzt. Über das gesamte Buch hinaus wirkt die Handlung nur wie das notwendige Übel, welches ein Buch braucht und welches es deshalb auch hier gibt. Vielmehr scheint Frau Morgensterns Ziel gewesen zu sein, das Bild, das sie vom Nachtzirkus im Kopf hatte, literarisch umzusetzen. Dies ist auch gelungen, denn eine detaillierte Vorstellung vom Zirkus habe ich nach der Lektüre, eine Verbindung zu den Figuren nicht.

Mir fehlte eindeutig der Spannungsbogen und eine glaubhafte Charakterzeichnung der Figuren. Zwar sind die verschiedenen Charaktere durchaus interessant, wirkten aber nie so lebendig auf mich, dass ich sie wirklich wahrgenommen habe. Zudem wartet man eben ständig darauf, dass wirklich etwas passiert. Stattdessen plätschert die Geschichte über die Jahre so dahin und selbst der so genannte Höhepunkt ist eher eine weitere flache Wendung. Aus diesen Gründen fiel es mir schließlich zunehmend schwerer konzentriert zuzuhören und die Geschichte zu genießen. Als das Hörbuch zu Ende war habe ich dann sogar regelrecht aufgeatmet.

Fazit:
Über ein Buch muss man sich meist eine eigene Meinung bilden, ich würde dieses Buch allerdings nicht wirklich weiterempfehlen. Vielleicht könnte es durch seine Bildgewalt und Atmosphäre als Film mehr punkten. Als Hörbuch wird es spätestens nach der Hälfte anstrengend und zunehmend uninteressanter. Eine tolle Idee, mit einer für mich zu einseitigen Umsetzung.


Ein dunkler Wille: Das Schicksal der Brüder Frankenstein
Ein dunkler Wille: Das Schicksal der Brüder Frankenstein
von Kenneth Oppel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

4.0 von 5 Sternen Soll man die Toten wirklich ruhen lassen?, 1. März 2013
Optisch passt Band zwei vom Titelmotiv sehr gut zu seinem Vorgänger. Die Farbe des Covers gefällt mir zwar sehr gut, ist aber ganz anders als das kühle Weiß von 'Düsteres Verlangen'. Dafür spielt es auf den Inhalt des Buches an, was wieder sehr gelungen ist. Als Titelmotiv wird wieder ein Rorschachtestgewählt, in dem man einiges Erkennen kann. Insbesondere die Schmetterlingsform gefällt mir hier gut, da sie wirklich viel mit dem Inhalt des Buches gemein hat.

Nach den Ereignissen aus Band eins sollte man meinen die drei Hauptfiguren hätten ein wenig dazugelernt und würden die Toten ruhen lassen - doch falsch gedacht. Nach wie vor ist Victor von der Idee besessen, seinen Bruder ins Leben zurückzuholen. Doch auch seine Freunde Henry und Elizabeth lassen sich nicht lange bitten und schon ist man wieder mitten drin im Geschehen.

In 'Ein dunkler Wille' ist alles ein wenig düsterer geworden und auch die Charaktere sind bedingt durch die Ereignisse der Vergangenheit weniger unschuldig und wirken reifer. Zum Teil ist es schwer, die Figuren zu mögen. Man kann ihre Handlungen zwar nachvollziehen, doch weisen sie zum Teil recht unsympathische Charaktereigenschaften auf, die ein wenig abschreckend wirken. Durch eine straffe Erzählweise wird dieser Mangel aber nicht allzu groß.

Allgemein kann man sagen, dass das Tempo in diesem Buch höher ist und vieles Schlag auf Schlag geschieht. Das hält die Spannung recht gut hoch, manchmal hätte ich mir aber durchaus auch einen etwas ruhigeren Erzählstil gewünscht.

Zu den Ereignissen selbst kann man kaum etwas sagen, ohne zu spoilern. Daher nur soviel: Es ist wieder sehr düster und zum Teil deutlich unheimlicher. Es gab mehrere Szenen in denen mein Herz wirklich mal einen Zacken zugelegt hat. Die Geschichte selbst gefiel mir auch sehr gut, wobei ich die Idee, über die Jugendjahre von Victor Frankenstein zu schreiben, eh sehr interessant finde. Leider wird zum Ende hin wenig erklärt und einige Fragen bleiben offen. Ich hätte erwartet, dass einige Ereignisse aus "Düsteres Verlangen" noch einmal näher beleuchtet werden und auch dass die Geschehnisse am Ende dieses Buchs etwas detaillierter reflektiert worden wären. Dem ist nicht so, was ich recht schade finde, da die Reihe mit diesem Band abgeschlossen ist.

Dennoch ist auch dieses Buch atmosphärisch wieder dicht geschrieben und unterhält den Leser sehr gut mit einer möglichen Vorgeschichte von Frankenstein.

FAZIT:
Man macht sicher nichts falsch, wenn man Band eins mochte, auch Band zwei zu lesen. Deutlich düsterer und schauriger geht es mit einer interessanten Geschichte weiter. Kenneth Oppel schafft es dabei gekonnt, verschiedene Aspekte wie Liebe, Freundschaft, Ehrgeiz, Machtstreben und Eifersucht zu einer spannenden Jugendgeschichte zu verpacken. Schade, dass der Leser am Ende nicht mehr viel erfährt. So wirkt das Ende etwas überhastet. Aber dennoch eine wirklich lohnenswerte Lektüre!


Starters: 6 CDs
Starters: 6 CDs
von Lissa Price
  Audio CD

4.0 von 5 Sternen Vermiete deinen Körper, 14. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Starters: 6 CDs (Audio CD)
[3,5 Punkte]
In „Starters“ besteht die Gesellschaft nur noch aus Enders (sehr alten Menschen) und Starters (sehr jungen Menschen). Die Altersgruppe, welche zwischen diesen beiden liegt, also die Elterngeneration wurde von einer vernichtenden Seuche dahingerafft, da das helfende Medikament zunächst nur an die Alten und Kinder verteilt wurde. So leben nur noch Menschen unter 20 oder über 70. Gleichzeitig ist die Lebenserwartung auf gut 200 Jahre gestiegen.

In dieser Welt lebt Callie, die zu den vielen Jugendlichen ohne Eltern und Großeltern gehört, was sie zu einem Leben auf der Straße verdammt. An sich hat die herrschende Schicht der Alten beschlossen diese Kinder in Heimen unterzubringen. Doch da die Jugendlichen wissen, dass sie dort Zwangsarbeit verrichten müssen, versuchen sie, sich von der Regierung unentdeckt auf der Straße und in leer stehenden Gebäuden durchzuschlagen.

Die Not dieser vollkommen verwaisten Kinder wollen einige korrupte Unternehmen gerne für sich ausnutzen. So beispielsweise Prime Destinations – eine Firma, die es Enders ermöglicht einen jungen Körper zu mieten und für einige Zeit in und mit diesem zu leben, um noch einmal die volle Spannweite jugendlicher Energie nutzen zu können. Durch die hohe Geldsumme, die man als Starter hierfür bekommt, fühlt sich auch Callie angezogen, die sich um ihren kranken kleinen Bruder Tyler sorgt. Die Haupthandlung beginnt, nachdem Callie sich in ihrem Körper wiederfindet, obwohl das Mietsverhältnis noch gar nicht abgelaufen ist.

Es folgt ein sehr wendungsreicher Roman, der insbesondere dadurch Spannung aufbaut, dass er nicht vorhersehbar ist. Man erlebt die Welt aus Callies Blickwinkel. Immer wieder übernimmt ihre Mieterin ihren Körper und immer wieder ‚wacht‘ Callie plötzlich auf und stellt erschreckt fest, was ihre Mieterin mit ihrem Körper vorhat. Doch auch die Gespräche mit anderen Mietern machen schnell klar, dass das scheinbar saubere Geschäft mit den gemieteten Körpern in Wahrheit sehr dubios ist. So schafft es der Roman ein sehr gesellschaftskritisches Bild zu zeichnen, in dem eine Generation die andere nahezu vollkommen unterdrückt und ihr Handeln in keiner Weise als falsch empfinden. Dieser Weltentwurf konnte mich dank seiner guten Umsetzung wirklich überzeugen.

Callies Charakter besitzt eine gute Mischung als Selbstbewusstsein, Emotionalität und Unsicherheit, die sie nicht zu einer typischen Kick-Ass Heldin werden lässt, sondern zu einer Jugendlichen, der man abkauft, dass sie ihre Eltern verloren hat und damit umgehen muss, gleichzeitig aber auf der Straße gelernt hat, was es heißt überleben zu müssen. Ein wenig Kritik muss man in diesem Zusammenhang allerdings am Schreibstil äußern. Dieser ist sehr einfach gehalten und lässt Callie damit oft nicht besonders erwachsen wirken.

Auch sonst kommt der Roman mit einer recht schnörkellosen Sprache und sehr einfachen Sätzen daher. Zum Zuhören war dies ganz angenehm, macht es aber teils auch schwer richtig in die Geschichte einzutauchen. Auch die teils sehr wörtlichen aus dem Englischen ins Deutsche stießen mir negativ auf. Hier wäre etwas mehr Sorgfalt wünschenswert gewesen.

FAZIT:
„Starters“ bietet ein spannendes Hörerlebnis, welches einem eine innovative und sehr wendungsreiche Dystopie näher bringt, die auch Gesellschaftskritik äußert. Wer großen Wert auf Sprache und Stil legt, wird hier wohl eher enttäuscht, doch insbesondere handlungsliebende Leser kommen hier voll auf ihre Kosten.


Wie es Gott gefällt: Roman
Wie es Gott gefällt: Roman
von Niccolò Ammaniti
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Gottes Wille..., 14. Februar 2013
Niccolò Ammanitis preisgekröntes Buch entführt den Leser in eine der untersten sozialen Schichten Italiens und das wortwörtlich. Anfangs war ich regelrecht abgeschreckt von der derben Sprache und den schon vulgär daherkommenden Schilderungen. Es dauert auch gute 150 Seiten, bis man das Buch soweit gelesen hat, dass es einen packt, nicht mehr loslässt und man versteht, warum es so beginnt, wie es beginnt. Vorher liest man sich allerdings mit zunehmenden Stirnrunzeln durch die Seiten und fragt sich, warum dieses Buch Preise gewonnen hat.

Im Roman wird zwischen der Sicht mehrerer Personen gesprungen. So gibt es die drei Freunde, Rino Zena, Danilo Aprea und Quattro Formaggi, Rinos Sohn Christiano, den Sozialarbeiter Beppe Trecca und Christianos Mitschülerin Fabiana. Ihr aller Schicksal ist in einer ganz bestimmten Nacht auf sehr verwickelte Weise miteinander verwoben.
Dem Autor gelingt es mit diesen Figuren sehr gut, diese soziale Schicht abzubilden, ohne sie zu beschönigen oder abzuwerten. Er stellt sie lediglich dar.

Die Figuren sind sehr lebendig, wenngleich kaum liebenswert. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven, kann man die verschiedenen Motive der Charakter gut nachvollziehen und sich halbwegs in sie hineinversetzen. Dadurch, dass es sich allerdings um raue Gesellen handelt, fällt es schwer sich vollkommen mit ihnen zu identifizieren. Dennoch baut die Geschichte insbesondere ab dem Mittelteil einen solchen Sog auf, dass man regelrecht mitfiebert und sich fragt, wie es weitergehen wird.

Der Roman ist aus drei Teilen aufgebaut: Davor, die Nacht und Danach, wobei sich in der Nacht die Ereignisse zuspitzen. Die einzelnen Geschichten der Figuren greifen hier immer wieder ineinander und besitzen gleichzeitig jede einen eigenen Spannungsbogen. Die Verbindung dieser Geschichten und ihre Abstimmung ist hervorragend umgesetzt. Erzählen kann der Autor, das merkt man. Auch die Verbindung der verschiedenen Handlungstränge über Gott (wie im Buchtitel zu erahnen) , wirkte nicht kitschig oder übertrieben sondern gibt dem Buch noch einen sehr interessanten Aspekt, der an sich wenig mit Religion an sich zu tun hat.

Fazit:
Ein wirklich berührendes Buch, dessen Anfang jedoch durch vulgäre Sprache erst mal abschreckt. Dennoch bietet sich ein stimmiges Gesamtbild mit einer faszinierenden Erzählung und einer gnadenlosen Darstellung der niedrigeren sozialen Schicht. Jeder, der Lust auf ein ungewöhnliches und immer spannender werdendes Buch hat, sollte hier nicht zweimal überlegen.


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