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Rezensionen verfasst von
Lionheart

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Joyland
Joyland
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen locker-leichte Sommerlektüre, 9. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Joyland (Gebundene Ausgabe)
Stephen King bedient ja schon längst nicht mehr "nur" das Horrorgenre. Mit JOYLAND präsentiert der Erfolgsautor eine Kriminalgeschichte mit schauerlichen Elementen:

Der Student Devin Jones nimmt einen Sommerjob in einem Vergnügungspark an. In dessen Geisterbahn soll es spuken, nachdem dort Jahre zuvor ein Mädchen ermordet worden ist. Devin beginnt nach und nach mit den Ermittlungen zu dem Fall und trifft letztlich auf eine gefährliche Fährte...

King ist ja wahrlich kein Sprachmagier, komlizierte und verschachtelte Sätze, anspruchsvolle Wortwahl oder komplexe Handlungsabläufe darf man sich auch hier nicht erwarten. Vielmehr überzeugt der Autor dadurch, dass er es versteht dem Publikum immer wieder Brocken hinzuwerfen, bei denen man denkt:" Jetzt will ich wissen, wie es weitergeht." So ist JOYLAND leichte Lektüre, die sich perfekt für den Urlaub eignet. Spannung ist zwar durchaus präsent, sie hält sich aber in Grenzen und der Handlungsverlauf beschert einem wohl auch keine schlaflosen Nächte. Auch herzergreifende Momente sind in dem Buch vertreten, King versteht es das Leben des Protagonisten offen zu legen und es für die LeserInnen greifbar zu machen.
Die Auflösung der Story vollzieht sich dann sehr rasch, sie ist aber durchaus passabel konstituiert - auch wenn man nicht alles hinterfragen darf. Der eine oder andere Logikfehler fällt zwar auf, man vergibt diesen aber schnell, da das Ende der Geschichte durchaus zu versöhnen vermag und es nicht auf ein reines Happy End hinausläuft. Die letzten Seiten des Buches drücken schon nochmal ordentlich auf die Tränendrüsen des Publikums.

Fazit: JOYLAND ist sicher kein Highlight in der Laufbahn von Stephen King. Doch wer eine Kriminalgeschichte mit schauerlichen Elementen mag, der wird hier bestens bedient werden. Das Buch lässt sich flüssig lesen und ich empfand es durchaus unterhaltsam. 4 Sterne für diesen Roman!


Die neuen Fälle - Fall 05: Das steinerne Schiff
Die neuen Fälle - Fall 05: Das steinerne Schiff

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Relativ unspektakuläre Rückkehr des Erzfeindes von Sherlock Holmes, 9. Juli 2013
Die Romantruhe lässt in „Das steinerne Schiff“ Prof. Moriaty von den Toten auferstehen, womit letztlich auch die Frage geklärt wäre, zu welcher Zeit „Die neuen Fälle“ spielen (also NACH den Ereignissen bei den Reichenbach-Fällen). Aus meiner Sicht vollzieht sich die Rückkehr des Erzfeindes aber relativ unspektakulär:

Watson wird entführt und der Meisterdetektiv versucht diesen zu finden, dabei muss er sogar die Hilfe von Inspektor Lestrade in Anspruch nehmen. Der Entführer ist niemand geringerer als der tot geglaubte Prof. Moriaty…

Obgleich die Vorankündigung recht spannend klang und die Handlung durchaus durchdacht ist, hat mich diese Vertonung eher enttäuscht. Moriaty wirkt sehr präsent, agiert also nicht mehr nur aus dem Hintergrund, wie das früher der Fall war. Er hat auch dementsprechend viel Sprechrolle und präsentiert sich als Über-Bösewicht. Überhaupt wirken die Dialoge recht langatmig, die Gespräche zwischen Moriaty und Watson, Holmes und Lestrade, Moriaty und Holmes ziehen sich ziemlich in die Länge … das Hörspiel ist sehr dialoglastig, man vermisst ein wenig Rasanz. Allein die Endsequenz mit der Auflösung und dem moralisch-philosophischen Austausch der beiden Kontrahenten ist einfach zu lang (15:27 min.) und unbefriedigend. Von der ehemaligen Ebenbürtigkeit ist kaum noch etwas zu spüren, Holmes wird hier einfach als zu überlegen gezeichnet.
ACHTUNG SPOILER:
Ein Moriaty, der kapituliert, einsieht, dass er sein letztes Gefecht gegen Holmes verloren hat und sogar zugesteht, dass er in seinem Plan gewisse Punkte nicht bedacht hat, wirkt auf mich wie ein zahnloser Löwe. Dass sich der Napoleon des Verbrechens dann -nach einer Verhaftung ohne Gegenwehr- durch Suizid der Welt entzieht, erscheint mir auch zu plump, man vermisst das große Ego dieses Charakters, der zuvor ein Aufgeben nie in Betracht gezogen hatte, und sogar den eigenen Tod in Kauf genommen hätte, nur um Holmes zu vernichten. Masuth und Naumann haben aus dem dunklen Kontrahenten des Meisterdetektivs einen alternden Rentner gemacht, der am Ende wahrlich lebensmüde wirkt. Ich könnte mir vorstellen, dass man das Thema Moriaty endgültig vom Tisch haben wollte, weshalb man ihn hier noch einmal (inklusive endgültigem und unzweifelhaften Tod) präsentiert hat, um einem neuen Hauptgegner Platz zu machen. Aber auch dieser Blickpunkt lässt diese Vertonung nicht spannender erscheinen.
SPOILER ENDE

Rode und Groeger überzeugen wie üblich in ihren Rollen. An Lutz Harder als Inspektor Lestrade habe ich mich auch nach fünf neuen Fällen der Romantruhe nicht gewöhnt. Friedrich Georg Beckhaus spricht Prof. Moriaty durchaus professionell, allerdings empfand ich es als äußerst schade, dass er nicht mehr von Joachim Kerzel gesprochen wird. Moriaty kam in den Maritim-Hörspielen ja nur einmal als reale Person vor, seine Stimme ist also durchaus prägnant und bleibt dem Fan in der Erinnerung verankert.

Die musikalische Untermalung der Szenerie ist –wie bei den vorangegangenen Folgen – eher schlicht gehalten. Die Soundkulisse auszubauen scheint nicht in der Absicht des Labels zu liegen, möglicherweise, um den nostalgischen Anstrich der Reihe zu bewahren. Das ist wohl nicht jedermanns Sache. Die musikalischen Einlagen vermitteln durchaus eine eigene Stimmung, obgleich sie in Bezug auf die Maritim-Vertonungen ein wenig regrediert wirken.

Gefallen hat mir der Hinweis auf Straker und die Gesellschaft des Schreckens, obgleich ich überrascht war, dass man als HörerIn nur so nebenbei erfährt, in welcher Hierarchie dieser in der Londoner Unterwelt nun steht. Das war nach dem Fall 2 der Romantruhe ja nicht so klar ersichtlich.

Fazit: Von Andreas Masuth und Gerd Naumann hätte ich mir eine subtilere Rückkehr des Bösewichtes gewünscht. Man hätte das Wiederauftauchen durch mehrere Hinweise über verschiedene Hörspiele verstreut inszenieren können. Auch eine Doppelfolge wäre möglich gewesen. Auf diese Einzelfolge gepresst wirkt diese Rückkehr relativ unspektakulär. Bleibt zu hoffen, dass man mit dem Hörspielcharakter Straker bei künftigen Folgen feinfühliger umgeht und auch Marc Freund öfter mal die Storys schreiben lässt.
2 Sterne für dieses Hörspiel.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 19, 2013 1:58 PM MEST


Teutobochus (Partitur 6)
Teutobochus (Partitur 6)
Preis: EUR 10,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anspruchsvolles Mysterie-Hörspiel-Vergnügen, das zum Miträtseln animiert, 9. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Teutobochus (Partitur 6) (Audio CD)
Mit der Partitur 6 begibt sich die Amadeus-Hörspiel-Reihe nun endgültig auf das Gebiet anspruchsvoller Hörspielkost. Bisher konnte man die einzelnen Folgen durchaus für sich alleine hören, abgesehen von ein paar kleineren Nebenbemerkungen konnte man dem Handlungsverlauf auch ohne große Vorkenntnisse mühelos folgen. In TEUTOBOCHUS werden nun erstmals aktiv Fäden aus den vorangegangenen Episoden aufgegriffen und geschickt verwoben. Die Handlung kann überzeugen, obgleich diesmal mit actionreichen Szenen gespart wird. Dennoch kommt in keiner Minute Langeweile auf. Vielmehr werden die HörerInnen dazu motiviert, sich selbst Gedanken zu den Geschehnissen zu machen und eigene Theorien zu den Geheimnissen rund um Amadeus und Dr. Resch zu spinnen.

Der Kontext, in den die Handlung eingebettet ist, wird nicht romantisch verklärt dargestellt – dieses Element gefällt mir besonders gut. Das Wien des 18. Jahrhunderts war weder blitz blank sauber, noch voller schön gekleideter und sauberer Menschen. Medizinische Versorgung war für das Gros der Gesellschaft kaum leistbar und das Zusammenprallen von Glaube und Wissenschaft hat das Weltbild vieler Menschen maßgeblich erschüttert und ins Wanken gebracht. All diesen Faktoren wird in diesem Hörspiel Raum gegeben.

Erwähnenswert erscheint mir weiters die Machart dieser Produktion. Der Hörplanet hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt und ist mittlerweile zu einem Garant für professionelle Vertonungen geworden – egal, ob einem die Thematik der Hörspiele geschmacklich zusagt oder nicht: lieblos heruntergespult wirkt hier definitiv nichts, Qualität steht letztlich immer vor Quantität. Dieser Umstand ist beim Hören spürbar.

Die SprecherInnen sind absolut überzeugend. Jürgen Kluckert, der bisher lediglich als Erzähler in Erscheinung getreten ist, wird hier erstmals in die Handlung eingebaut, was dem geneigten Publikum am Ende dieser Partitur 6 jede Menge Rätsel aufgibt. Mehr sei dazu an dieser Stelle nicht verraten, lediglich, dass diese Schlusssequenz Lust auf mehr AMADEUS macht, sei hier noch erwähnt…

Fazit: Wieder ein Hörspiel mit einer ganz persönlichen und individuellen Note aus dieser Mysterie-Reihe. Schon bisher lief keine Episode nach dem Schema der vorangegangenen ab, TEUTOBOCHUS kann - aus meiner Sicht – als bisheriger Höhepunkt der Serie gesehen werden. Aber Vorsicht! Freunde anspruchsvoller Hörkost sollten sich klar darüber sein, dass AMADEUS Suchtpotential hat.
5 Sterne und eine eindeutige Kaufempfehlung!


Sherlock Holmes: Die neuen Fälle - Fall 04: Die Gelbe Und Die Blaue Flamme
Sherlock Holmes: Die neuen Fälle - Fall 04: Die Gelbe Und Die Blaue Flamme
Preis: EUR 9,76

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut durchdachter Krimi, der leider nicht ohne Kommissar Zufall auskommt, 5. Juli 2013
Der 4. Fall des Sherlock Holmes, den die Romantruhe präsentiert, ist gut durchdacht und kann überzeugen:

Der Apotheker Duncan wendet sich verzweifelt an den Meisterdetektiv. Er hat bei seinen Kunden zwei Medikamentenpäckchen vertauscht. Da in einem Päckchen Arsen war, ist höchste Eile geboten den Kunden zu finden...

Was zunächst so simpel klingt stellt sich letztlich doch als komplexer heraus. Gerade hier liegt der Reiz dieser Folge. Die Handlung ist schlüssig, leider muss einmal Kommissar Zufall einspringen und helfen, das wirkt zwar ein wenig unglaubwürdig, aber da die Handlungsfäden sonst sehr durchdacht wirken, kann man darüber hinwegsehen.

Andreras Masuth kann mit dieser Episode weitaus mehr überzeugen, als mit dem 1. Fall "Besuche eines Gehänkten". Die humorvollen Einlagen der Protagonisten wirken in dem Hörspiel nicht deplatziert. Holmes und Watson gehen gewohnt locker miteinander um, wobei hier sehr schön zum Ausdruck gebracht wird, dass Dr. Watson keineswegs dumm ist (so zitiert er beispielsweise Cicero), dass ihm aber dafür jegliche kriminalistische Kombinationsgabe fehlt. Das gefiel mir beim Hören sehr gut, da es durchaus auch ältere Vertonungen gibt, bei denen Watson ein wenig beschränkt gezeichnet wird.

Die Sprechleistungen der Protagonisten sind üblich professionell und ein Genuss für das Publikum. Die übrigen SprecherInnen sind bemüht ihren Rollen Authentizität einzuhauchen, was einmal mehr, einmal weniger, gelingt.

Fazit: Gelungene Unterhaltung für das Ohr, 4 Sterne und eine klare Kaufempfehlung!


Gruselkabinett - Folge 77: Das Feuer von Asshurbanipal
Gruselkabinett - Folge 77: Das Feuer von Asshurbanipal
Preis: EUR 8,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abenteuergeschichte mit schauerlichen Elementen, 20. Mai 2013
Robert E. Howard ist im Gruselkabinett ja kein Neuzugang, mit "Das Feuer von Asshurbanipal" hat Titania eine weitere gelungene Vertonung dieses Autors geschaffen:

Ein Schatzjäger und sein Gefährte machen sich auf den Weg die sagenumwobene schwarze Stadt zu finden. Der Legende nach birgt diese einen gewaltigen Schatz. Doch die Gefahren der Wüste sind nicht die einzigen Hindernisse, auf die die Suchenden stoßen...

Handlungstechnisch lässt sich diese Episode 77 zwar großteils als Abenteuergeschichte klassifizieren, es werden aber nach und nach schauerliche Elemente in die Handlung hinein gewoben. Das Ergebnis ist durchaus gelungen, obgleich man sagen muss, dass in dieser Geschichte kein komplexer Handlungsaufbau vorkommt. Es handelt sich um leichte Kost, bei der man nicht viel mitdenken muss, um letztlich verschiedene Handlungsstränge verknüpfen zu können. Der Schrecken offenbart sich dann am Ende der Story. Hier lässt das Universum von H.P. Lovecraft grüßen. (ACHTUNG SPOILER:) Howard hat hier Anschluss an den Cthulhu-Mythos und das Necronomicon gesucht. Ob dies eingefleischten Lovecraft-Fans gefällt kann ich letztlich nicht beurteilen. Mir persönlich hat diese Verschränkung aber zugesagt.
Störend fand ich, dass das Wesen am Schluss so genau beschrieben wurde. Das Unbekannte kann stark an der Konstitution des Schauerlichen beteiligt sein, manchmal ist es einfach stimmungsvoller Dinge nur anzudeuten, als sie detailgenau zu beschreiben. Ich hätte mir gewunschen, dass das Publikum sich sein eigenes Bild zu dem grauenhaften Brüllen der Kreatur machen kann. (SPOILER ENDE)

Die wenigen Sprecher sind absolut spitze. Wolfgang Pampel ist natürlich der Hammer, der Mann könnte Telefonbücher vorlesen, man würde ihm immer noch gerne zuhören. Den Fans der Fernsehserie LOST wird die Stimme von Tayfun Bademsoy sofort bekannt vorkommen.

Die Geräuschkulisse ist absolut überzeugend. Einzig die Bande der Gesetzlosen, die man im Hintergrund der Halle aufschreien hört, klingt etwas zu leise, so, als stünden sie in weiter Entfernung zu den Protagonisten.

Auch die passende musikalische Untermalung leistet ihren Beitrag zur Atmosphäre. Auffallend war hier, dass das Hörspiel mit Tönen endet, die man sonst nur in Titania-Vertonungen zu einer Lovecraft-Vorlage zu hören bekommt - etwa bei "Pickmans Modell".

Das Cover ist ein Eyecatcher und wirklich gelungen. Als HörerIn hat man das Bild unweigerlich im Kopf, sobald der Handlungsverlauf die Tempelszene erreicht hat.

Fazit: Eine gelungene Abenteuergeschichte mit schauerlichen Elementen, die man sich nach einiger Zeit sicher wieder einmal anhören kann. 4 Stern und meine Kaufempfehlung.


Gruselkabinett - Folge 76: Das Teufelsloch
Gruselkabinett - Folge 76: Das Teufelsloch
Preis: EUR 8,00

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Titel ist sicherlich das gruseligste Element an der ganzen Story, 20. Mai 2013
Die Folge 76 des Gruselkabinetts ist ein gut inszeniertes Hörspiel, bei dem die schauerlichen Elemente allerdings recht kurz kommen:

Zwei junge Männer bemühen sich um die Gunst eines Mädchens, schließlich wird um die Liebste gelost. Dieser unglückliche Beginn überschattet die nachfolgenden Ereignisse mehr und mehr...

Im Zentrum der Handlung steht eine Liebesgeschichte in Dreierkonstellation. Dass dabei mindestens eine Person auf der Strecke bleiben muss, ist den ZuhörerInnen schon am Beginn des Hörspiels klar. Allmählich treten immer mehr tragische Elemente in den Vordergrund, schauerliche Elemente kommen zwar vor, sie entfalten aber nach der langen Einführung in die Liebestragödie keine packende Wirkung mehr. So muss ich sagen, dass wohl der Titel der Geschichte mehr Gruselerwartung verspricht, als das Publikum dann letztlich erwartet.
Natürlich lässt sich auch das Wirken böser Mächte in dieser Handlung auf eine subtile Ebene hinein interpretieren. Was treibt den jungen Eric zu den verwerflichen Gedanken und Taten? Wie kommt ein ursprünglich gutherziger Mann vom rechten Weg ab? An welcher Stelle der Geschichte verlässt ihn seine Aufrichtigkeit? Auf diesem Weg kann sicherlich noch lange über die Geschichte philosophiert werden. Ein greifbarer Gruselfaktor wird sich aber dennoch nicht auftun. Vielmehr lässt sich über Tugenden, christliche Werte und Scheinheiligkeit -etwa in der materialistischen Einstellung der "gottesfürchtigen" Mutter- nachsinnen. Der Unterhaltungsfaktor, den man sich beim Gruselkabinett erwartet, bleibt dennoch großteils eher auf der Strecke.

Die SprecherInnen sind sehr gut. Horst Naumann ist als Erzähler wirklich spitze, seine Stimme führt die HörerInnen professionell durch die Geschichte. Aber auch das restliche Team verdient Lob. Jacqueline Belle kann in ihrer Rolle besonders überzeugen.
Auch die Geräuschkulisse ist üblich überzeugend. Das Kreischen der Möwen, die Gischt der Fontäne beim Teufelsloch, die Geräusche des Unwetters in der Nacht ... hier stimmt einfach alles.

Das Cover ist ansprechend gestaltet, weckt Neugierde und nimmt der Geschichte auch nichts vorweg.

Fazit: Abgesehen von "Dracula" hat es kaum ein anderes Werk von Bram Stoker zu Weltberühmtheit gebracht. "Das Haus des Richters" gefiel mir persönlich innerhalb der Gruselkabinett-Reihe zwar recht gut, "Das Teufelsloch" fällt hier aber deutlich schwächer aus. Ein gut produziertes Hörspiel, das allerdings mit Gruselelementen geizt und so meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat. 3 Sterne für diese Episode 76.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 14, 2013 9:36 PM MEST


Die Trauer der Zigeuner (25) (CD+Dvd)
Die Trauer der Zigeuner (25) (CD+Dvd)
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gut durchdachter Kriminalfall, 6. Mai 2013
Für Fans der Serie ist dieser Fall ein MUSS: hier wird Lady Bedforts erster Fall präsentiert.
Die Episode setzt sich aus einer Rahmenhandlung und einer erzählten Geschichte zusammen. Der Fall ist gut durchdacht, Spannung wird langsam aufgebaut und durch die Rätsel und Prophezeiungen des alten Zigeuners steigert sich diese von Minute zu Minute.
Atmosphärisch besonders beeindruckend emfpand ich die Sequenz, in der die Eingeschlossenen im Haus ohne Strom ausharren müssen.
Dass sich die Auflösung dann in der Gegenwart außerhalb des Rückblicks vollzieht, war dann schon sehr vorhersehbar und wirkt ein wenig unrealistisch. Ich hätte mir hier eher ein offenes Ende gewunschen, bei dem sich die HörerInnen in der eigenen Vorstellung eine Auflösung zusammen basteln müssen. Man hätte hier sicherlich den einen oder anderen Vorschlag präsentieren können, dass der Verwandte des alten Zigeuners dann aber plötzlich doch noch so redselig wird und alle Geheimnisse offenbart, erschien mir schon seltsam.

Fazit: Eine unterhaltsames Krimihörspiel, dass man sicherlich auch öfters hören kann. 4 Sterne und eine klare Kaufempfehlung von mir!


Samiel (Partitur 5)
Samiel (Partitur 5)
Preis: EUR 10,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, überraschend und mitreißend: so soll ein Hörspiel dieses Genres sein!, 27. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Samiel (Partitur 5) (Audio CD)
Mit "Samiel" präsentiert das Label Hörplanet die Partitur 5 der Amadeus - Reihe:

Der Ort des Geschehens ist diesmal der Lainzer Tiergarten bei Wien. Mozart wird vom Kaiser höchstpersönlich dorthin eingeladen, in seiner Begleitung befindet sich wie immer der Wundarzt Resch. Kaum dort eingetroffen überschlagen sich die Ereignisse. Die Spuren eines alten schwarzmagischen Rituals, ein Toter im Wald, ein geheimnisvoller Maskierter ... all diese Faktoren werden zu einem stimmigen Gesamtbild gewoben. Rasante unsd ruhigere Passagen wechseln sich gekonnt ab, Langeweile kommt während des Hörens in keiner Minute auf. Obgleich die Atmosphäre, die das Hörspiel erzeugt, weniger düster ist, als in der Vorgängerfolge, vermag auch diese Vertonung vollends zu überzeugen.
Der eigentliche Schluss bietet einen Verweis auf die Partitur 2 und regt das geneigte Publikum zum Rätselraten um die mysteriöse Identität des Maskierten an.
Gefallen hat mir weiters die Inszenierung von Mozarts Talent "die Welt zu hören". Musik kann ja eine ganz eigenen Zauber vermitteln, den Musiker hier als sensiblen - um nicht zu sagen sensitiven - Mittler zu sehen, der die (vielleicht transzendetale) Sphäre des Künstlers mit der irdischen Welt verbindet, erscheint mir nicht zu weit hergeholt. So hat der geniale Musikus eventuell auch eine eigene Art die Welt wahrzunehmen.

Die SprecherInnen sind - wie immer - spitze. Chris Murray kann als Kaiser Joseph II auf der ganzen Linie überzeugen. Die aristokratische Arroganz, die in seiner Stimme mitschwingt, lässt diesen Charakter besonders authentisch wirken.

Erstmals findet man bei "Samiel" das neue Cd-Cover der Reihe, der Hörplanet empfand es als notwendig das ursprünglich Bild zu ändern. Mit dieser Änderung hat man meinen Geschmack jedenfalls nicht getroffen. Die neue comicartige Abbildung wirkt auf mich billig und wenig ansprechend. Natürlich rechtfertigt das aber keinen Punkteabzug, der Fokus meiner Aufmerksamkeit liegt auf der Story, Machart, SprecherInnen, etc. Da die Vertonung ansonsten überzeugt, kann man somit über ein Cover, das einem nicht gefällt, hinwegsehen.

Fazit: Obgleich jede einzelne Episode auf ihre eigene Art überzeugt und es kein einheitliches Schema gibt, nach dem jede Folge dieser Reihe heruntergespult wird, gibt es bisher keine Partitur, die ich nicht als gelungen bezeichnen würde. Teil 3 und 4 gefielen mir bislang zwar am besten, aber auch "Samiel" kann man als spannendes Hörvergnügen bezeichnen, dass durchaus noch öfters angehört werden wird. Allmählich bemerke ich an mir selbst, dass die Serie Suchtpotential in sich birgt. 5 Sterne und somit eine klare Kaufempfehlung von mir!


Gruselkabinett - Folge 74: Die Macht der Dunkelheit
Gruselkabinett - Folge 74: Die Macht der Dunkelheit
Preis: EUR 9,79

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnde Geschichte, die auf unterschiedlichen Ebenen spielt und wirkt, 20. April 2013
Mit "Die Macht der Dunkelheit" präsentiert das Label Titania Medien die 74. Episode des Gruselkabinetts. Und diese kann überzeugen:

Das Künstlerpaar Laura und Jack bricht seine Zelte in der Großstadt ab, um auf dem Land ein neues Leben zu beginnen. In einem malerischen Dorf erwerben sie ein Haus, auf dessen Anwesen sich auch ein altes Kirchengemäuer befindet. Dieses wird von den abergläubischen BewohnerInnen der Gegend gemieden. Letztlich steckt aber natürlich mehr dahinter, als bloßer Aberglaube...

Handlungstechnisch muss man bei dieser Folge gut aufpassen. Hier wird eine Geschichte in der Geschichte präsentiert, bei der es auch noch Zeitsprünge gibt. Dies klingt zunächst aber komplizierter, als es eigentlich ist. Das Hören ist durchaus ein Genuss, obwohl die Geschichte relativ langsam anläuft und Spannung zunächst nicht absehbar ist.
Schon zu Beginn wird anfänglich leichter Schauer durch die Legende der beiden Toten verbreitet. Die Schriftstellerin Laura liest dann in der ersten Hälfte des Hörspiels eine ihrer Geschichten vor. Dies kann nachträglich betrachtet ein wenig überflüssig wirken, es könnte sich der Eindruck aufdrängen, dass diese Sequenz nur dem Strecken der Vertonung dient. Letztlich kann diese Verschränkung der Handlungsebenen natürlich auch als bewusst gesetzte falsche Fährte interpretiert werden, die die geneigten HörerInnen zunächst im Unklaren lassen soll, worum es in der Geschichte jetzt eigentlich geht. Auch diese Sichtweise hat sicherlich etwas für sich.
Die zweite Hälfte dieser Folge gewinnt dann rasch an Fahrt und das Ende vermag das Publikum durchaus zu versöhnen. Schauerliche Elemente, die zu Beginn der Laufzeit eingeführt wurden, entladen hier nun ihre ganze Wirksamkeit und sie vermögen es die HörerInnen mitzureißen. Eine düstere Vorahnung beschleicht nicht nur die Protagonistin, auch die/der HörerIn wird von dieser ergriffen, je mehr sich der Handlungsverlauf dem Ende zuneigt. Hier wird Gänsehaut auf höchstem Niveau geboten, man kann in den letzten Szenen nicht anders, als mit dem Protagonisten mitzufiebern.

SprecherInnen, Geräuschkulisse und musikalische Untermalung tun ihr übriges, um das Publikum auf eine Reise zu den Orten des Geschehens mitzunehmen. Das Ergebnis ist eine starke Atmosphäre, besonders die Szenen im Nebel empfand ich sehr packend.

Das Cover vermittelt einen ersten Eindruck von der bedrohlichen Stimmung, die in der alten Kirche herrscht. Es ist ein Blickfang, der jedoch nichts von dem Geheimnis der beiden Toten preisgibt. Ein sehr gelungenes und ansprechendes Titelbild.

Fazit:
Diese unheimliche Geschichte überzeugt auf der ganzen Linie. Wer eine Abwechslung zu den üblichen Vampir- oder Gespenstergeschichten sucht, dem sei das Zugreifen hier bedenkenlos empfohlen. Die für mich passende Bewertung wäre 4,5 Sterne. Da ich mich aber durchaus gut unterhalten gefühlt habe und die Vertonung - wie bei Titania nicht anders zu erwarten - sehr professionell ist, vergebe ich 5 Sterne für diese Episode.


Gruselkabinett - Folge 75: Weiß
Gruselkabinett - Folge 75: Weiß
Preis: EUR 8,00

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geheimnis um die Farbe "Weiß", 19. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Gruselkabinett - Folge 75: Weiß (Audio CD)
Folge 75 ist zwar einer bestimmten Farbe gewidmet, das Hörspiel ist aber alles andere als farblos oder eintönig (folgende Ausführungen können SPOILER enthalten):

Ein junger Arzt wird auf einen Fall aufmerksam, der im höchsten Maße sonderbar anmutet. Mehrere Personen scheinen auf einem Anwesen zu wohnen, dass gänzlich in weiß gehalten ist. Angeblich leidet dort jemand an einer Krankheit, die an die Farbe gebunden ist....

Diese Geschichte beginnt schon höchst rätselhaft. Geheimnisse bleiben präsent, steigern sich noch während des Handlungsverlaufes und werden letztlich in einem schrecklichen Ende aufgelöst. Das Publikum fiebert mit dem Protagonisten mit und man ist selbst hin- und hergerissen, da es bis zum Schluss keine Sicherheit gibt, wer hier von welchem Wahnsinn befallen ist. Titania setzt mit dieser Geschichte zur Abwechslung einmal nicht auf übernatürliche Elemente, das ist durchaus eine willkommene Abwechslung innerhalb dieser Hörspielreihe. Mary Fortune war als Autorin im Gruselkabinett bisher noch nicht vertreten. Mit "Weiß" wurde eine wunderbare Geschichte gewählt, die ihren Platz in dieser Reihe durchaus verdient. Die unvorhersehbaren Elemente machen diese Vertonung zu einem absoluten Hörgenuss. Wie bereits in einer vorangegangenen Rezension angemerkt, erinnern einige Sequenzen des Hörspiels an die Episode "Der Untergang des Hauses Usher". Dennoch steht "Weiß" keineswegs im Schatten von E.A. Poes Werk. Vielmehr ist diese Nummer 75 eine weitere eher unbekannte Perle, die die MacherInnen von Titania hier aus dem Meer der schwarzen Romantik gehoben haben.

SprecherInnen und Geräuschkulisse sind wie immer im höchsten Maße professionell. Die HörerInnen werden atmosphärisch unweigerlich mitgerissen, hier wirkt alles überzeugend.

Das Cover ist durchaus ansprechend, allerdings konnte ich die hier veranschaulichte Szene innerhalb der Vertonung nicht ausmachen. Blanche wirkt hier überrascht oder sogar schockiert. Dies war sie aber zu keinem Moment in der Vertonung. Diese Reaktion hätte man noch in die Szene hinein interpretieren können, in der sie die roten Rosen erblickt. Der Mann, der das Zimmer betritt, hat diese aber nicht in der Hand (bzw. hinter seinem Rücken versteckt).

Fazit:
Eine ungewöhnliche Story voller Geheimnisse, subtiler Schauerelemente und letztlich blankem Entsetzen. Wem der Sinn nach einem ungewöhnlichen Hörspiel innerhalb dieses Genres steht, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Meine Kaufempfehlung mit vollen 5 Sternen!


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