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Beiträge von Lionheart
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Rezensionen verfasst von
Lionheart

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Gruselkabinett - Folge 92: Zimmer 13
Gruselkabinett - Folge 92: Zimmer 13
Wird angeboten von dodax-shop
Preis: EUR 6,72

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nettes Hörspiel ohne packenden Höhepunkt, 30. Oktober 2014
(Achtung SPOILER!!!)
Die allgemeine Begeisterung für dieses Hörspiel kann ich nicht nachvollziehen. Natürlich: wie immer ist die Produktion auf hohem Niveau bezüglich Geräuschkulisse, Musik und SprecherInnen. Aber nach einem gelungenen Spannungsaufbau, fällt die Spannung realtiv rasch in sich zusammen. Die missgedeuteten Schattenspiele an der Hausmauer empfand ich als gelungenes Element, das die HörerInnen zu Spekulationen verleitet. Aber einen Handlungshöhepunkt, bei dem eine Hand aus einer Tür hervorschaut, empfand ich jetzt nicht wirklich als Renner.

Diese Vertonung ist nette Kost, die bei mir aber keine langfristigen Eindruck hinterlässt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 18, 2014 9:46 AM CET


Gruselkabinett - Folge 89: Heimgekehrt
Gruselkabinett - Folge 89: Heimgekehrt
Wird angeboten von dodax-shop
Preis: EUR 5,93

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der übliche Gespenstereinheitsbrei ohne jegliche Innovation, 30. Oktober 2014
Ich war schon skeptisch, nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen hatte: schon wieder ein Spukhaus, wieder eine Geisterjäger-Geschichte! Diese stammt noch dazu von Marc Gruppe selbst. Ohne beleidigend werden zu wollen, muss ich doch sagen, dass sich das Talent des Hörspielproduzenten auf diesem Gebiet stark in Grenzen hält, wie man ebenso an den selbstverfassten Holmes-Geschichten hören kann.

"Heimgekehrt" gehört zu dem Einheitsbrei mittlerweile ausgelutschter Gespenstergeschichten. Tatsächlich mutet die Handlung wie eine versuchte Neuauflage der Europa-Gruselserie an, wobei letztere aber definitiv empfehlenswerter ist, da sie das Flair der damaligen Zeit gekonnt einfangen konnte. Mit einfachen Mitteln wurden passable Hörspiele produziert, in der kaum Langeweile aufkam und bei der auch der Humor neben der Gruselatmosphäre nicht zu kurz kam. Ob dieser immer passend platziert war, ist wohl eine Geschmacksfrage. Jedenfalls wirkt "Heimgekehrt" als eine Folge 89 des Gruselkabinetts - und zudem als neu geschriebene Story - seltsam deplatziert.

SprecherInnen und Geräuschkulisse sind natürlich auf gewohntem Niveau, weshalb man das Hörspiel auch nicht vollends schlecht bewerten kann. Das Geschrei und Gekreische hätte etwas weniger Raum einnehmen können. Solch übertriebene Hysterie scheint Marc Gruppe aber besonders zu mögen, wie man schon in "der Hexenfluch" hören konnte.
Es stellt sich die Frage, warum immer wieder solche lauwarmen Geschichtchen Eingang in das Gruselkabinett finden müssen. Der Mangel an guter Literatur kann hier nicht der Grund sein. "The Horla" oder "Die schwarze Spinne" wären hier ganz heiße Tipps. Auch jede weitere Lovecraft-Vertonung ist mir wesentlich lieber, als diese ewigen Gespensterschnitzeljagden.


Gruselkabinett 50 - Das Gespenst von Canterville
Gruselkabinett 50 - Das Gespenst von Canterville
Preis: EUR 8,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Fehlgriff in dieser Reihe, 27. September 2014
"Das Gespenst von Canterville" ist zwar ein Klassiker, man muss sich aber ernsthaft fragen warum dieser Einzug in das Gruselkabinett halten musste?

Prinzipiell ist die Story sicher gut umgesetzt, wie einige RezensentInnen hier bereits angeführt haben, empfand auch ich die Kinderstimmen eher nervig, aber das mag eine Frage des Geschmacks sein. Dennoch handelt es sich hier beim besten Willen nicht um eine Gruselgeschichte. Beim Hören drängte sich mir mehrfach der Eindruck auf, dass es sich vielmehr um eine Episode von Hui Bui oder Caspar handeln könnte. Nein liebes Titania-Team. Es gibt eine ganze Reihe an spannenden Werken aus der Zeit der Schwarzen Romantik. Da versetzen einen solche Fehlgriffe dann immer wieder in Erstaunen. "Northanger Abbey", "Sleepy Hollow" oder "Das Gespenst von Canterville" stechen aus der Reihe eindeutig hervor, allerdings nicht im positiven Sinn.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 2, 2015 3:36 PM CET


Luna
Luna
Preis: EUR 13,49

53 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Faune bleiben ihrem neuen Stil treu, 5. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Luna (Audio CD)
Der Hagel an negativer Kritik war gewaltig, als Faun das letzte Album "Von den Elben" präsentierte. Die Hoffnung vieler Langzeit-Fans, dass die Gruppe nun zu ihren Wurzeln zurückfindet, wird mit diesem neuen Album wohl endgültig zunichte gemacht:

Ich habe mich bemüht möglichst unvoreingenommen in das Album hineinzuhören, es war mir ein Anliegen den neuen Songs wirklich eine Chance zu geben. Leider trifft die hier präsentierte Musik aber nicht meinen Geschmack. "Luna" reiht sich in Stil und Klang direkt hinter seinem Vorgänger ein, tritt also in die Fußstapfen von "Von den Elben". Percussion, Flöte, Dudelsack und Drehleier sind zwar in den Songs präsent, dennoch haftet den Liedern des Luna-Albums jener Schlager- bzw. Popstil an, der wohl dem Einfluss von Universal zu zuschreiben ist. Derweil ließ das Cover auf eine Kehrtwende hoffen. Posierten die Faune zuvor noch wie die Avengers auf "Von den Elben", wirkt das Luna-Titelbild wieder wesentlich unaufdringlicher, besinnlicher und mystischer. Die Songs aber wirken zu glatt, sie sind durch die Bank durchgestylt. Konnte man sich bei älteren Liedern wie "Hymn to Pan" oder "Rihannon" noch der Illusion hingeben, die Faune musizierend in der nordischen Wildnis vor dem inneren Auge zu sehen, kann man sich bei diesem Album des Eindrucks eines hochmodernen High-Tech-Aufnahmestudios nicht erwehren. Und gerade hier liegt für mich der feine Unterschied. Der Zauber, der den älteren Alben anhaftet, trasportiert eben auch eine Form der Illusion. Mag sein, dass der eine oder andere Song musikalisch nicht einwandfrei gewesen ist - ich kann dies als Laie nicht beurteilen. Aber letztlich war das auch nicht wichtig. Die persönliche Note, das gewisse Etwas, den Zauber der Illusion ... wie auch immer man es nennen möchte, es scheint den Faunen abhanden gekommen zu sein. Ob hier Knebelverträge mit Universal im Hintergrund stehen oder die Gruppe wirklich hinter ihrem neuen Stil steht, vermag ich nicht zu sagen. Der Erfolg und die Bekanntheit sei den KünstlerInnen in jedem Fall gegönnt. Vom finanziellen Standpunkt aus kann ich die Faune also durchaus verstehen. Als Hörer, der die alten Alben immer noch leidenschaftlich gerne genießt, muss ich aber leider auch dieses Mal wieder meine Enttäuschung zum Ausdruck bringen.

Schade finde ich auch, dass die Lieder mit der deutschen Sprache überladen sind. Auch die sprachliche Abwechslung war stets ein reizvolles Element in den Songs der Band. Diese wird hier deutlich ausgespart. Texte in Altnordisch oder Mittelhochdeutsch verlangen aber vermutlich einen anderen Zeitaufwand, der sich - wie ich annehme - mit dem Zeitdruck nicht vereinbaren lässt, den Universal seinen Kommerzbands auferlegt. War "Eden" noch ein Projekt, an dem die Gruppe mehrere Jahre gearbeitet hat, wirkt "Luna" wie eine schnell aufgenommene Zwischendurch-Cd. Was den Liedern fehlt ist eine Seele.

FAZIT:
Dass ich auch dieses Album eher negativ bewerten muss, tut mir eigentlich leid. Die KünstlerInnen identifizieren sich sicherlich auch mit diesem Werk. Dass man sich die zahlreichen negativen Kritiken des letzten Albums aber offensichtlich nicht so sehr zu Herzen genommen hat, dass man eine Kehrtwende zu DEM alten Faun-Stil geschafft hat, verwundert mich durchaus ein wenig. Für Menschen, die massentaugliche, hochpolierte und durchgestylte Lieder mit einem Hauch von Heidentum und Mittelalter mögen, ist Luna durchaus empfehlenswert. Wer beim Hören seiner Musik auf der Suche nach Tiefe, starkem Ausdruck oder sogar Transzendenz ist, der wird hier vermutlich eher enttäuscht werden. Man kann die Musik so nebenbei hören - mehr aber auch schon nicht.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 3, 2014 8:57 PM MEST


Die Hermetische Tradition: Von der alchemistischen Umwandlung der Metalle und des Menschen in Gold - Entschlüsselung einer Symbolsprache
Die Hermetische Tradition: Von der alchemistischen Umwandlung der Metalle und des Menschen in Gold - Entschlüsselung einer Symbolsprache
von Julius Evola
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Standardwerk der Alchemie, 7. August 2014
Julius Evola hat mit "Die Hermetische Tradition" ein Standardwerk der Alchemie geschaffen, das alleine schon durch seine Ausführlichkeit überzeugt:

Im 1. Teil des Buches wird auf die komplexe alchemistische Symbolik eingegangen. Evola ist bemüht diese anschaulich zu erklären und verschiedene Zugänge zu dieser zu eröffnen. Dabei muss gesagt werden, dass den LeserInnen ein großes Repertoire an Mythenwissen abverlangt wird. Auch fundierte Kenntnisse des astrologischen Urprinzipiensystems und den damit verbundenen Analogieketten des senkrechten Weltbildes sind notwendig, um diese Lektüre wahrlich genießen und erfassen zu können.
Im 2. Teil geht der Autor auf die "Königliche Kunst" ein und schafft so eine Überleitung zur Praxis. Auch hier entlädt sich die Komplexität einer pansophisch ausgerichteten Alchemie in ihrer ganzen Bandbreite. Man muss somit einfach offen sagen, dass dies keine leichte Lektüre für Zwischendurch ist. EinsteigerInnen in die Hermetischen Philosophie werden mit diesem Buch somit sicher überfordert sein. Wer sich über viele Jahre aber bereits mit Hermetik befasst und auch bereit ist, das Lesen dieses Werkes als Studium zu betrachten, der wird hier eine Fülle an Anregungen, Hinweisen und Erkenntnissen finden. Ein wahrer Hermetischer Schatz, wie er in der Fülle der Esoterik-Trend-Bücher der Gegenwart nur noch selten zu finden ist. Und natürlich sind die hier angeführten Inhalte auch nicht allein mit der Kopflastigkeit eines akademischen Wissenschaftlers zu verstehen - wie eben auch in anderen spirituellen Systemen. Manche Texte wollen nicht allein vom Verstand erfasst werden. Julius Evolas Werk kann sicherlich zu dieser Art von Schriften gezählt werden.

Leider gilt dieses Buch als vergriffen. In verschiedensten Online-Antiquariaten werden unerhörte Summen dafür verlangt. Da die Alchemie sowie generell die Hermetische Philosophie (als ganzes System) in der Regel kein Thema ist, das die Masse bewegt und interessiert, wird wohl auch leider nicht mit einer Neuauflage des Ansata-Verlages zu rechnen sein.

Fazit:
Wer das Studium der hermetischen Disziplinen ernsthaft betreibt, dem sei dieses Werk wärmstens empfohlen, so man Mittel und Wege findet, Zugang zu einem Exemplar zu finden!


Sherlock Holmes : Die neuen Fälle - Fall 11 : Im Kalten Nebel Der Themse
Sherlock Holmes : Die neuen Fälle - Fall 11 : Im Kalten Nebel Der Themse
Preis: EUR 9,76

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Passabler Fall mit schlechten Sprechleistungen, 31. Juli 2014
Da die neuen Fälle des Meisterdetektivs sehr oft unlogisch und recht unschlüssig sind, muss man diese Folge loben. Dass der Täter am Ende dann eine Person ist, die sich nicht so ganz zu dem Bild fügen möchte, das die HörerInnen von dem Charakter haben, kann einerseits ein genialer Schachzug des Autors sein, andererseits mag man dahinter auch jene Unstimmigkeit sehen, die sich bei den Fällen der Romantruhe nur allzu oft einschleicht. Wozu man aber auch immer tendiert, all dies wirkte auf mich noch verdaulich. Dies trifft allerdings nicht mehr auf so manche Sprechleistungen zu:

Nicolai Tegeler wirkt in seiner Rolle zunächst recht authentisch, wirft sich dann bei der Auflösung so sehr ins Zeug, dass ich hier leider von absolutem Overacting sprechen muss. Diese Szene ist fast schon peinlich.
Den absoluten Tiefpunkt bildet allerdings Anja Jacobsen. Was bitte ist denn hier passiert? Jeder Laie, den man von der Straße hereinholt, hätte den Text besser sprechen können. Ich halte mit derart direkter Kritik in der Regel hinterm Berg, aber diese Sprechleistung ist einfach absolut grottig. Was hat man sich dabei nur gedacht? Dieses laufende Überbetonen einzelner Vokale wirkt einfach nur nervig.
Die Sprecherin von Maureen Lambert wirkt zwar bemüht, leider empfand ich viele Passagen aber auch stark abgelesen.

So bleibt leider auch nach dem Hören des 11. Falls ein bitterer Beigeschmack zurück. 3 Sterne bekommt diese Vertonung von mir.


Sherlock Holmes - Die Neuen Fälle - Fall 12 : Der verhängnisvolle Schlüssel
Sherlock Holmes - Die Neuen Fälle - Fall 12 : Der verhängnisvolle Schlüssel
Preis: EUR 9,76

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Kriminalfall mit Unstimmigkeiten, 30. Juli 2014
Über das Sprecherteam Rode & Groeger als Holmes und Watson muss man natürlich nicht viel schreiben. Wer diese Hörspiel-Reihe und/oder die Maritim-Vorläufer kennt, wird von den Sprechleistungen der Protagonisten zumeist überzeugt sein. Aber die beiden genannten Herren alleine machen noch keinen guten Kriminalfall aus, wie auch "Der verhängnisvolle Schlüssel" zeigt:

So gibt es auch dieses Mal wieder Unstimmigkeiten, die das Hörvergnügen trüben. ACHTUNG SPOILER:
Watson wird beinahe in Atemnot nach nur wenigen Minuten aus seinem Gefängnis befreit, dennoch kommt man erst Stunden später auf die Idee, dass das Opfer im Tresor ersticken wird? Hätte man die Szene mit Watson ausgespart, wäre dieser Umstand glaubwürdiger, so aber muss man an den Fähigkeiten des Meisterdetektivs wieder einmal Zweifel anmelden - wie leider so häufig bei den neuen Fällen. Bizarr erscheint das Ganze dann noch, da der Schurke freundlicher- aber auch seltsamerweise DEN entscheidenden Hinweis gibt, indem er auf die hermetische Abschottung verweist. Aber auch dieser Hinweis wird stundenlang übersehen.
Dass das Opfer dann in seinem Kerker eingeschlafen ist und offensichtlich selbst nicht bemerkt hat, dass es sich in einer tödlichen Falle befand, erschien mir auch seltsam. Der Tresor müsste schon riesig gewesen sein, wenn sich nicht spätestens nach einer halben Stunde bemerkbar gemacht hätte, dass der Sauerstoff hier knapp wird.

Was ist nur los bei der Romantruhe? Die Fälle werden immer unschlüssiger, so manches Thema ist an den Haaren herbei gezogen und Holmes wird immer häufiger unaufmerksam gezeichnet, was so gar nicht zu dem Charakter passen will. Einmal übersieht er, dass Fliegenschwärme wohl auf eine Leiche verweisen, er lässt sich zunehmend von den Tätern täuschen, dann überhört er wieder eindeutige Tipps, die ihm mitterweile die Verbrecher schon freiwillig zur Verfügung stellen. Die berüchtigte Kombinationsgabe ist wohl der Taubheit - manchmal vermutet man dahinter schon Dummheit - gewichen.

Fazit:
Prinzipiell beginnt dieser Fall ganz amüsant, bis zu der Szene, in der das Opfer eingesperrt wird, habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Ab dann wird es leider nur noch seltsam. Daher nur 2 Sterne für diese Episode.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 24, 2017 12:00 AM CET


Der Rote Löwe: Roman
Der Rote Löwe: Roman
von Mária Szepes
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einweihungsroman nach hermetischer Tradition, 29. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Rote Löwe: Roman (Taschenbuch)
"Der rote Löwe" weckt schon nach dem Klappentext sowie dem Vorwort hohe Erwartungen. Dennoch bleiben bei mir nach dem Lesen gemischte Gefühle zurück:

Wer in der Hermetischen Philosophie bewandert ist, wird rasch erkennen, dass die Autorin eindeutig fundiertes Gedankengut in ihrem Roman eingebaut hat. Dies wird nicht allein durch die Fachterminologie ersichtlich, die hier immer wieder eingebaut wurde. Auch zahlreiche Erkenntnisse und Zusammenhänge, die nicht allein durch das Studium von Büchern zu erreichen sind, wirken innerhalb des Textes und geben dieser fiktiven Geschichte den hermetischen Touch, den man sich von einem Werk rund um das Leben eines Alchimisten erwartet. Ich könnte mir vorstellen, dass es für spirituelle EinsteigerInnen und/oder Laien nicht ganz einfach ist, eine Vielzahl von Informationen zu verstehen. Begriffe wie Materia Prima, Adept, Astral-/Mentalebene oder Homunkulus werden beispielsweise nicht eindeutig erklärt, deren Kenntnis wird vorausgesetzt.

ACHTUNG SPOILER:
Prinzipiell erscheint die Binnenhandlung als gelungen und über weite Teile spannend. Die Spannung kann nicht über den ganzen Handlungsfaden aufrecht erhalten werden, das Buch hat somit durchaus Längen, durch die man sich durchbeißen muss. Dennoch wirkt der Werde- und Entwicklungsprozess des Protagonisten schlüssig, Höhen und Tiefen seines Weges werden anschaulich und nachvollziehbar dargestellt. Licht und Schatten gehören hier untrennbar zusammen, LeserInnen, die eine Licht- und Liebesstory erwarten, in der nur Weißmalerei betrieben wird, sollten lieber die Finger von dem Buch lassen. Hier wird - ganz im Sinne der Hermetik - Polarität dargestellt.
Wozu sich die Autorin für die Rahmenhandlung entschieden hat, die allerdings nur den Eingang des Buches bildet, bleibt unverständlich. Dass dieser Faden am Ende des Werkes nicht mehr aufgegriffen wird, lässt die LeserInnen möglicherweise ein wenig ratlos zurück, es wirkt fast so, als würde hier etwas fehlen. Das Buch wird somit durch die Binnenerzählung beendet, die die Erlösung des Protagonisten und seinen Aufstieg auf eine höhere Ebene der Existenz schildert, gleichzeitig aber auch eher verwaschene und seltsam anmutende Prophezeiungen über einen Messias beinhaltet, die auch eher unpassend wirken. Was hier die Absicht der Autorin war, lässt sich wohl nur vermuten.
SPOILER ENDE

Fazit:
Der Roman ist durchaus unterhaltsam, enthält sicherlich viele Weisheiten der westlichen Mysterientradition und ist damit auf jeden Fall empfehlenswert. Es gibt - nach meinem Geschmack und derzeitigem Verständnis - aber durchaus Unstimmigkeiten und Längen. 3,5 Sterne gäbe es daher von mir. Ich habe mich großteils aber gut unterhalten gefühlt, daher vergebe ich hier 4 Sterne.


Fabula Obscura 02-Haus Moreau
Fabula Obscura 02-Haus Moreau
Wird angeboten von moneypoint Kassel
Preis: EUR 6,49

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen atmosphärisch starke Vertonung, 30. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Fabula Obscura 02-Haus Moreau (Audio CD)
Dass das Rad hier nicht neu erfunden wird, sei gleich zu Beginn gesagt. Klassische Schauerelemente fügen sich in einen klassischen Rahmen ein. Allerdings muss dies kein Nachteil sein, wer bereit ist sich auf "Haus Moreau" einzulassen, wird sicherlich durch die starke Atmosphäre des Hörspiel überzeugt werden.

ACHTUNG SPOILER:
Schon der Beginn gestaltet sich rasant und gibt einen Vorgeschmack auf die kommenden Ereignisse. Der Handlungsverlauf ist dabei etappenweise durchaus vorhersehbar, dennoch ist es dem Label Rubikon gelungen Spannung aufzubauen und diese bis zum Schluss auf einem hohen Niveau zu halten. Ob bzw. wer die Nächte in dem alten Haus überleben wird, bleibt lange Zeit offen. Einige Elemente hat man - wie auf dem Cover angedeutet - von Lovecraft entlehnt. "Das Buch der unaussprechlichen Kulte" erinnert ebenso an ihn, wie die Erwähung von Arkham oder der Miskatonic University. Auch andere Dimensionen mit uralten Göttern wurden in den Verlauf eingebaut.
Der Parapsychologe wirkt für meinen Geschmack recht hilflos. Dieses Phänomen tritt in der Literatur und bei Vertonungen besonders gerne auf - wie mir vermehrt auffällt. Sogenannte Geisterjäger glänzen oft mit Naivität, Passivität und/oder lassen es an Professionalität fehlen. Auf dieses Element hätte man verzichten können - jedenfalls nach meinem Geschmack.
SPOILER ENDE

Die SprecherInnen können durch die Bank überzeugen. Wolfgang Rüter führt als Erzähler gekonnt durch die Handlung. Auch die Geräuschkulisse wirkt durchgehend professionell und lässt im Kopf einen Film zur Handlung ablaufen.

Fazit: Trotz mangelnder Originalität besticht diese Episode 2 der Reihe durch eine packende Atmosphäre. Eine solche zu kreieren und in Szene zu setzen ist durchaus eine Kunst. Neben Titanias "Gruselkabinett" und der Reihe "Amadeus" des Labels Hörplanet, ist die Serie Fabula Obscura derzeit ein weiteres Highlight auf dem weiten Hörspielhimmel. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. 5 Sterne und meine Kaufempfehlung!


Sukkubus (Partitur 8)
Sukkubus (Partitur 8)
Preis: EUR 8,45

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Episode 8 der Amadeus-Reihe: ein freizügiges und spannendes Hörerlebnis, 15. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Sukkubus (Partitur 8) (Audio CD)
Amadeus gilt wohl als die derzeit innovativste Hörspielserie auf dem Markt. Episode 8 präsentiert sich auf gewohnt hohem Unterhaltungsniveau und konnte mich auch dieses Mal zur Gänze überzeugen! Damit muss man dem Label Hörplanet wahrlich ein Lob aussprechen. Selbst nach 8 erschienen Folgen weist die Reihe bisher keinen einzigen Flop auf.

Nachdem Amadeus und Justus nun endlich ein wenig zur Ruhe kommen, bahnen sich bereits neue Unruhen an, denen sich die beiden Protagonisten in "Sukkubus" stellen müssen. Eine unheimliche Mordserie erschüttert Wien. Resch wird von Kommissar Abel hinzugezogen und schon befindet sich das Ermittlerduo erneut in einem spannenden Fall.

Wer das Cover betrachtet kann bereits erahnen, dass sich diese Partitur sehr freizügig präsentiert. Die Umsetzung des hier behandelten Themas ist auf der ganzen Linie gelungen. Die Verstrickungen der letzten Partituren treten bei dieser Folge 8 ein wenig in den Hintergrund, einzig das geheimnisvolle Buch wird mehrfach erwähnt, dass sich seit der Partitur 2 im Besitz von Resch und Mozart befindet. Man darf gespannt sein, welche Inhalte die Übersetzung Franziskas offenbaren wird. Letztlich präsentiert "Sukkubus" aber einen in sich geschlossenen Fall, den man durchaus für sich alleine stehend genießen kann. Theoretisch könnte man auch mit dieser Partitur erst in die Serie einsteigen. Das Nachhören der anderen Folgen wird sich aber dennoch kaum vermeiden lassen. Zumal man nach diesem Hörspiel ohnehin Lust auf mehr hat, dem dürfte man sich kaum entziehen können. Andererseits werden die offenen Handlungsstränge der letzten Episoden sicher bald wieder von Relevanz werden. Wer hier den Durchblick haben möchte, sollte die anderen Partituren im Kopf haben.

Die Dialoge sind wie gewohnt humorvoll und geistreich. Sämtliche SprecherInnen überzeugen in ihren Rollen. Auch die Soundkulisse kann sich hören lassen! Wegen dem "3 D-Sound" empfehle ich unbedingt Kopfhören beim Genießen dieser Vertonung!

Fazit: Wieder ein großartiges Hörvergnügen aus dem Hause Hörplanet. Amadeus ist innovativ, voller Humor, spannend und geistreich. Ich hoffe auf noch viele weitere Folgen in dieser Qualtität. 5 Sterne und meine uneingeschränkte Kaufempfehlung.


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