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Rezensionen verfasst von
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Das Kind
Das Kind
von Sebastian Fitzek
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ist dieses Buch WIRKLICH ernst gemeint?, 17. März 2017
Rezension bezieht sich auf: Das Kind (Taschenbuch)
Ich habe mir "Das Kind" von Sebastian Fitzek vor zwei Wochen gekauft, und ich gebe ehrlich zu, dass es mein erster Fitzek war. Ich hatte zwar (verständlicherweise) schon viel von diesem Autor gehört, vor allem wegen des überschwänglichen und fast schon ins Euphorische übergehenden Lobes zu praktisch allem, was er jemals zu Papier gebracht hat, aber irgendwie hat mir trotzdem der letzte Impuls gefehlt, um zuzugreifen und eines seiner Bücher zu kaufen.

Am vorvergangenen Wochenende habe ich es endlich getan. Und gestern bin ich mit dem Lesen fertiggeworden. Seit diesem Moment bin ich - ungelogen! - völlig von der Spur und komplett irritiert. Aber dazu komme ich gleich.

Zunächst folgendes: Ich bin ein riesen Fan von Thrillern, Kriminalgeschichten und Mystery, vorzugsweise miteinander vermischt. Und ich LIEBE es, wenn Autoren nicht nur dem altbekannten Schema F eines bestimmten Genres folgen (streng nach dem Motto: ein Psychokiller muss immer ultrafies, untrabrutal und unvorstellbar gerissen sein, der Ermittler muss immer ein gebrochener Mann mit Trauma und Ticks sein... etc.) sondern die es einfach mal wagen, etwas Neues und Frisches auszuprobieren. Genau das war es, was mich beim Lesen des Klappentextes von "Das Kind" angesprochen hat: Die Idee, also der Plot der Geschichte, schien ungewöhnlich, faszinierend, verheißungsvoll und frisch. Etwas wirklich Neues.

Diese Begeisterung hielt etwa 25 Seiten lang an.

Dann verwandelte sie sich erst in Ratlosigkeit, dann in Irritation, und schließlich in Wut und maßlose Enttäuschung.

Denn... Hand auf's Herz, und bei allem Respekt für Fitzeks Erfolg, aber "Das Kind" ist DAS SCHLECHTESTE BUCH MEINES GESAMTEN LEBENS!!!!!!!!!!!!!
(Ja, die Großschreibung und die Ausrufezeichen sind Absicht.)

Ich bin schlicht FASSUNGSLOS, wie ein so lieblos dahingerotzter verbaler SCHROTT jemals auch nur in die Nähe eines Verlages kommen konnte! An diesem Buch stimmt einfach NICHTS, und ich meine wirklich: NICHTS. Die Geschichte ist komplett wirr und unlogisch, hektisch und lieblos heruntergerasselt, total langweilig und von der ersten Sekunde an vorhersehbar. Spannung? Fehlanzeige! Thrill? Fehlanzeige! Wenigstens gute Unterhaltung? Fehlanzeige! Dafür driftet das Ganze irgendwann und irgendwie und warum auch immer zum Thema Kinderschänder ab - streng nach dem Motto: Irgendwas mit Pädophilen geht immer -, um dann in einem vollkommen hahnebüchenen, stinklangweiligen "Finale" zu münden, welches jeder Beschreibung spottet, und natürlich gibt's auch noch das obligatorische "Happy End", welches dümmlicher und sinnloser kaum sein könnte.

Sprachlich wird es noch schlimmer. Da bewegt sich das Ganze irgendwo auf dem Niveau zwischen RTL2-Nachmittagsprogramm, Hauptschul-Deutschaufsatz, einer beliebigen Folge der Lindenstraße und einem klischeebeladenen 08/15-TV-Krimi der frühen Achtzigerjahre - beinahe so, als hätte man all diese Dinge in einen großen Mixer geschmissen und den Knopf gedrückt. Verbal-Konfetti! Jeder pubertierende Teenager kriegt auf seinem Smartphone und mit WhatsApp tiefsinnigere und handwerklich bessere Texte hin als Fitzek in seinem Buch. Unfassbar!!!!!!!!

Dann die Figuren, Personen und Protagonisten. Hier steigert sich das Ganze in noch unerträglichere Dimensionen. ALLE, wirklich ALLE Personen in dem Buch bleiben blutleer und dröge, man baut zu keiner Zeit auch nur die geringste Empathie auf, sie sind und bleiben einem vollkommen egal. Schlimmer noch, man hat beständig den Eindruck, dass die Figuren selbst dem Autor vollkommen egal waren, denn anders ist es nicht zu erklären, wie lieblos, oberflächlich und hektisch er jede einzelne quasi "herunterleiert": Die Hauptfigur... ist Anwalt... echter Top-Mann... hat übrigens ein schweres Trauma, totes Kind und so, echt schlimm... dann ist da der krebskranke Junge... voll knuffig und hoch intelligent und alles... und die Freundin vom Anwalt... ist Krankenschwester und so bisschen esoterisch angehaucht... muss reichen, weiter geht's... der böse Killer... ist 'n alter Opa, der die Bösewichte der Welt bestrafen will... Bingo... der leitende Kommissar... tumber Typ mit Bronchitis... ja, reicht, weiter geht's. So geht das Seite um Seite, Kapitel um Kapitel.

Ich musste mich am Ende regelrecht dazu zwingen, das Buch zu Ende zu lesen. Ich hätte niemals gedacht, dass ein Roman einem körperliche Schmerzen zufügen könnte, aber offenbar ist es doch möglich.

Um es nochmals zu sagen: Ich kann wirklich nicht glauben, dass so ein schludriges Machwerk jemals seinen Weg in die Buchläden gefunden hat! So eine unterdurchschnittliche, nahezu grottige "Qualität" (hier sträubt sich die Feder) hatte ich eher bei irgendwelchen selbstverlegten Billigromanen irgendwelcher gelangweilter und talentfreier Möchtegern-Autoren erwartet, nicht aber bei einem vermeintlichen Star der Thriller-Szene, einem Bestsellerautor, einem (Zitat Klappentext) "deutschen Steven King". Noch erschreckender finde ich, dass es offenbar sehr viele Menschen gibt, die TATSÄCHLICH von Fitzeks Büchern begeistert sind. Ich meine, okay, Sendungen wie "Bauer sucht Frau" oder "Frauentausch" erfreuen sich auch höchster Beliebtheit, somit ist der Erfolg einer Sache nicht zwingend ein Zeichen für hohe Qualität und Anspruch. Aber steht es wirklich schon SO schlimm um den Literaturgeschmack der Massen? Haben Internet und Smartphone, Twitter und WhatsApp die Menschen schon so abgestumpft, dass selbst diese verbale Bankrotterklärung als große Literatur wahrgenommen wird?

Ich muss an dieser Stelle leider Denis Scheck zustimmen (obwohl ich den Mann gar nicht mag), der Fitzek in einem Kommentar im Jahre 2015 als "Nulllinie der deutschen Gegenwartsliteratur" bezeichnet hat. Das klingt hart und fies, ist aber leider gerechtfertigt.

Für mich steht jedenfalls fest: Die Bücher von Fitzek fasse ich zukünftig nicht mal mehr mit Handschuhen und Kneifzange an. Und die Kredibilität der großen Verlage sowie die Aussagekraft des Attributes "Bestseller" haben für mich noch einmal gewaltig an Bestand verloren.

Daher: Minus 10 gefühlte Sterne. Mindestens!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 31, 2017 11:06 PM MEST


Die Chemie des Todes: David Hunters 1. Fall
Die Chemie des Todes: David Hunters 1. Fall
von Simon Beckett
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Zumutung für jeden Leser!, 7. September 2016
Kurzes Vorwort, ohne zu weit abschweifen zu wollen:

Kommt es eigentlich nur mir so vor, oder ist ein Großteil der Bücher bzw. Romane, die heutzutage die Attribute "Bestseller", "Sensationserfolg" oder "Preisgekrönt" tragen und von der Presse, den Literaturkritikern und vor allem den herausgebenden Verlagen bis in den Himmel bejubelt werden, in Wirklichkeit erschreckend lausig und armselig?

Damit zu meiner eigentlichen Rezension.

Über den Inhalt von "Die Chemie des Todes" von Simon Beckett muss ich nicht mehr viel sagen, denke ich, die dürfte mittlerweile jedem bekannt sein, immerhin hat das Buch schon 10 Jahre auf dem Buckel. Ich selbst habe es anno 2008 entdeckt und gekauft, damals habe ich es aber nach gefühlten 30-40 Seiten gelangweilt aus der Hand gelegt. Es hat mich einfach nicht angesprochen. Jetzt, im Jahre des Herrn 2016, und damit 8 Jahre nach meinem ersten Kauf, habe ich, befeuert durch die Unmengen an hocheuphorischen Amazon-Rezensionen und durch die Presse, die das Ding unermüdlich lobt und bejubelt, einen zweiten Versuch gestartet, habe mir das Hörbuch gekauft und mir fest vorgenommen, es bis zum Ende durchzuhören, stets von der Hoffnung begleitet, dass das Buch tatsächlich ein Meisterwerk ist und ich ihm nur eine faire Chance geben muss.

Okay, das habe ich jetzt getan... ich habe ihm eine mehr als faire Chance gegeben... ich habe wirklich gekämpft... aber nach CD Nr. 3 (bzw. nach Kapitel 11) war endgültig Schluss!!!

Damit wird, glaube ich, schon klar, in welche Richtung meine Rezension geht.

Ich bin, was diesen Roman angeht, regelrecht schockiert: So eine lausige, abgrundtief langweilige, hanebüchen unrealistische und vor haarsträubenden 08/15-Klischees nur so platzende Geschichte habe ich wirklich nicht erwartet! So etwas wird also allen Erstes mit Preisen ausgezeichnet (z.B. mit dem "Dagger Award"), millionenfach verkauft (anno 2007 drei Wochen lang auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste) und von Literaturkritikern mit Lobhuldigungen überschüttet? Ich bin fassungslos!

Listen wir mal auf, was genau mich gestört hat:

PLATZ 1: Grauenhaft öde & langatmige Erzählweise

Simon Beckett hat zweifelsfrei einen sehr großen Wortschatz, den er professionell einsetzt, was nicht verwundert, immerhin ist er Journalist. Das Problem ist nur: Beckett verliert sich in jedem - und ich meine in wirklich JEDEM - Kapitel in so endlosen, völlig überbordenden Schwafeleien über selbst banalste Dinge, dass man regelrecht zu Tode gelangweilt wird. Ob es der Ausblick von Hunters Balkon ist oder ein Haus in dem Städtchen Manham, sei es das Zimmer, in dem sich sein Protagonist gerade befindet, oder der Wald, durch den jemand läuft, alles wird nervtötend ausgewalzt bis auch das allerkleinste Detail beschrieben und erklärt worden ist. Das ist zum Einen völlig unnötig, zum Anderen tötet es jeden aufkommenden Spannungsfunken schon im Keim ab. Die Geschichte plätschert zäh und langatmig vor sich hin wie ein Verkehrsstau auf der A1 während der Sommerferien.

Ich habe Kritiken gelesen, die genau diesen Aspekt gelobt haben. Beckett würde, so die Behauptung, die Sache "ruhig und bedächtig" angehen und seinen Figuren dadurch "besondere Tiefe und Authentizität" verleihen. Ganz ehrlich: Das ist Quatsch!!! Die Figuren des Buches bleiben komplett farblos und eindimensional - was andere Rezensenten hier auch schon bemängelt haben -, und das liegt vor allem an...

PLATZ 2: Stereotypen & Klischees im Überfluss

"Die Chemie des Todes" ist so haarsträubend vollgestopft mit Stereotypen und Klischees, dass selbst eine Folge "CSI: Miami" dagegen wie ein professionell recherchierter Tatsachenbericht wirkt. Hier eine Auswahl:

- Der ermittelnde Polizist ist ein dauerschlechtgelaunter, mürrischer Typ "von der alten Schule", was in diesem Kontext natürlich heißt, dass er erst mal nur auf seine Ermittlungsmethoden von anno Vor-dem-Krieg vertraut. Und natürlich hat er auch ein Laster! Dankbarerweise hat Beckett auf das Kettenraucher-Klischee verzichtet, dafür lutscht der Beamte immerwährend Minzbonbons, was bei jeder sich bietenden Gelegenheit ausführlich beschrieben werden muss.

- Die Leute von der Spurensicherung sind ebenfalls mürrisch, wortkarg und natürlich arrogant, und sie scheinen den Intelligenzquotienten von Schlagsahne und die Berufserfahrung eines zehnjährigen Sonderschülers zu haben, denn Becketts Hauptfigur findet kurzerhand Beweise und Spuren am Tatort, die selbstverständlich jedem anderen Ermittler entgangen sind, obwohl es dafür überhaupt keinen nachvollziehbaren Grund gibt (außer grobe Schlamperei).

- Der Pfarrer des Städtchens ist natürlich ein verhärmter, stocksteifer alter Mann mit knotigen Händen, emotionslosen Gesichtszügen und einer Baritonstimme, und natürlich ist er ein verkappter Fanatiker, der die Geschehnisse rund um die gefundene erste Leiche dazu nutzt, um gegen die "Sündhaftigkeit der Welt" zu wettern und sich vor den Kameras der Presse damit zu profilieren.

- Die Gerichtsmedizinerin (oder sollte das nur eine Assistentin sein?) ist eine völlig unerfahrene junge Frau Anfang zwanzig, die scheinbar weniger Ahnung von professioneller Leichenschau hat als ich von Altgriechisch, und natürlich bestaunt sie die Arbeit von Becketts Hauptfigur David Hunter atemlos und bewundernd und kommentiert diese mit Bemerkungen wie "Cool!". Dabei sind Hunters Feststellungen so trivial wie naheliegend, und man fragt sich beispielsweise, wieso vorher noch keiner der beteiligten Experten auf die Idee gekommen ist, nach Einkerbungen an den Knochen der Leiche zu suchen, die einen Rückschluss auf die Tatwaffe geben könnten.

- Die herrische Mutter mit ihrem volljährigen und geistig zurückgebliebenen Sohn darf natürlich auch nicht fehlen.

- Und dann ist da noch besagter David Hunter, der "Held" der ganzen Geschichte: Natürlich ist er der "Beste seines Fachs im ganzen Land", und natürlich hat er ein schweres psychisches Trauma erlitten, und natürlich hat dieses Trauma mit einer toten Frau (nämlich seiner eigenen) und einem toten Kind (dito) zu tun, und natürlich hat ihn das innerlich zerbrochen, und natürlich hat er deswegen Albträume und rennt vor neuen Beziehungen davon, aber natürlich helfen ihm die Ereignisse rund um die Polizeiermittlungen in Manham, über sich selbst hinauszuwachsen. Wem das irgendwie bekannt vorkommt: Genau! Das ist das typische 08/15-Klischee eines gebrochenen Helden à la Hollywood der Neunzigerjahre. John Rambo lässt herzlich grüßen!

In Becketts Roman folgt jede, wirklich jede Figur einem ebenso altbackenen wie langweiligen und dadurch extrem nervtötenden Klischeemuster, wodurch sie völlig blutleer und seelenlos bleibt und keinerlei Identifikationsmöglichkeit bietet, ja noch nicht einmal Sympathie oder Antipathie erzeugt. Das allein wäre schon schlimm genug, aber dann sind da noch...

PLATZ 3: Logikfehler & Ungereimtheiten

Auch davon strotzt der Roman in einer Fülle, dass ich es kaum fassen konnte. Eine kleine Auswahl davon:

- Der Killer, der in der Gegend sein Unwesen treibt, kann seelenruhig unzählige Fallen errichten - sowohl Fangschlingen aus Draht als auch Gruben mit Holzspeeren darin, was für sich schon wie aus einem Indiana Jones-Film geklaut wirkt -, ohne dass er dabei von irgendjemandem beobachtet wird. Und die Leute fangen praktischerweise erst dann damit an, in diese Fallen zu treten und sich daran zu verletzen, als das zweite Opfer von dem Killer entführt worden ist und die Polizei mit einer großangelegten Suchaktion begonnen hat, also passend zum Handlungsstrang. Noch unrealistischer geht es wohl kaum!

- Obwohl Hunter ein Bewohner von Manham ist (von wo, nach einhelliger Meinung, der Täter kommen muss... warum auch immer), obwohl er das erste Mordopfer persönlich gekannt hat und sich durchgehend verdächtig verhält, weiht ihn der ermittelnde Polizist kurzerhand in die Ermittlungen ein und lässt ihn - komplett ohne nennenswerte Aufsicht - an der Leiche "herumdoktern" und nach Spuren am Tatort suchen, und das aus keinem anderen Grund als der Tatsache, dass Hunter früher mal ein "Experte" auf dem Gebiet der forensischen Anthropologie war. Hier und da wird zwar kurz erwähnt, dass der ermittelnde Polizist ihn verhört oder dass er ihn auch "unter den Verdächtigen" sieht, aber natürlich nur kurz, ganz kurz, denn immerhin ist er ja der Held der Geschichte. Was für ein Stuss!

- Kurz vor der Entführung seines zweiten Opfers bindet der Killer eine Ente mit Draht an einem großen Stein mitten in dem Wald fest, in dem das Opfer täglich joggen geht (auch das sieht natürlich niemand). Und natürlich hält das Tier so lange still und bleibt regungslos, bis das Opfer von dessen Tod überzeugt ist und unmittelbar davor steht, worauf es im Stil eines billigen Teenie-Horrorfilms genau zum richtigen Zeitpunkt die Augen aufreißt und herumflattert, worauf das Opfer bis ins Mark hinein erschrickt. Natürlich rennt das Opfer nach diesem Erlebnis wieder den Weg zurück in den Wald, den es gekommen ist, tritt dabei aber praktischerweise direkt in die vom Killer ausgelegte Falle am Boden, die komischerweise auf dem Hinweg noch nicht da war. Oder war sie es doch? Wieso ist das Opfer dann nicht sofort hineingetreten? Und wozu überhaupt veranstaltet der Killer das ganze Gedöns mit der Ente? Noch liebloser, kindischer, sinnloser und abstruser kann man "Schockmomente" wohl kaum in einen Roman prügeln!

So geht es weiter und weiter und weiter...

PLATZ 4: In Sachen Forensik wird kaum etwas Interessantes oder Neues geboten

Als eines der wichtigsten Kaufargumente für den Roman wird immer wieder gerne betont, dass Beckett auf der berühmt-berüchtigten "Body Farm" in Knoxville (Tennessee) war und für den Roman mit echten Ermittlern zusammengearbeitet hat. Das ist natürlich schön für ihn, aber dafür bietet "Chemie des Todes" erschreckend wenig Interessantes oder gar Neues in Punkto Forensik. Um es mal so zu sagen: Wer sich eine Handvoll Folgen "Autopsie - Mysteriöse Todesfälle" oder "Dr. G - Beruf Gerichtsmedizinerin" im Fernsehen ansieht, oder eben irgendeine der anderen, seit weit über 10 Jahren gesendeten TV-Serien zu diesem Thema, der weiß mindestens ebenso viel über Forensik und forensische Anthropologie wie in diesem Roman zu finden ist, wenn nicht sogar mehr. Sogar ein paar Folgen "Bones" (also die Serie) reichen schon aus, um mehr zu wissen als Beckett bzw. sein Alter Ego David Hunter. Außerdem reicht es nicht, ein paar reelle Fakten zur forensischen Anthropologie einzustreuen, wenn die restliche Geschichte drumherum einfach nur hanebüchener Blödsinn ist.

Damit komme ich zu meinem Fazit:

"Die Chemie des Todes" ist einer der langweiligsten und langatmigsten Romane meines ganzen Lebens, und mit großem Vorsprung ist es der unrealistischste und klischeehafteste! Mit einem Thriller hat er nichts, absolut gar nichts gemeinsam, trotz aller Versuche des Autors, die Handlung mit ein bisschen Schock, Blut und Ekel "aufzupeppen". Die Geschichte "thrillt" in etwa so sehr wie der Skatabend der Seniorengruppe von Oma Gertrude. Das allein wäre schon schlimm genug, würde wenigstens die Bezeichnung "Kriminalroman" darauf zutreffen, aber auch da fällt es mir schwer, ihn als solchen zu sehen, denn praktisch jeder dieser unerträglichen "CSI: Irgendwo"-Ableger im TV bietet bessere Unterhaltung in Sachen Krimimalgeschichte als dieses Buch.

Dem Autor mache ich persönlich keinen Vorwurf, er hat einen Roman geschrieben, der nun mal seinem Geschmack und seinen erzählerischen Fähigkeiten entspricht. Von den Verlagen hingegen fühle ich mich aber (und man verzeihe mir meine Wortwahl) komplett verar***t! Wie, um alles in der Welt, kann man so einen billigen Schrott wie "Chemie des Todes" allen Ernstes als Hit verkaufen? Überhaupt scheint es - und damit schließt sich der Kreis zu meinem Vorwort - mittlerweile eine ungeschriebene Regel zu sein, dass jedes Buch, welches von einem Verlag auf die Menschheit losgelassen wird, als "ganz große Literatur" und als "Bestseller" angepriesen wird, selbst wenn es qualitativ unterste Schublade ist. Das hat für mich den Beigeschmack der selbsterfüllenden Prophezeiung: Man betont nur lange und oft genug, dass etwas erfolgreich ist, macht damit die Menschen neugierig, die es dann kaufen, und anschließend ist dieses Etwas tatsächlich erfolgreich. Nur... mit Qualität oder guter Unterhaltung hat das NICHTS zu tun! Und bei den Lesern erzeugt das Frust und Ärger. Genau das ist bei mir mittlerweile der Fall!

Von daher: Rein für die sprachliche Leistung (quasi als anerkennende Verbeugung) würde ich "Chemie des Todes" gerne 2 Sterne geben, aber ich kann mich dazu einfach nicht durchringen. Es ist mir letztlich nur einen einzigen wert.

Als "Gegengewicht" kann ich übrigens jedem Thriller- bzw. Krimifreund folgende Bücher/Romane/Thriller empfehlen, die mir persönlich sehr gut gefallen haben und die aus meiner Sicht um Kilometerlängen besser sind als "Chemie des Todes":

- "Das Maya-Ritual" (Patrick Dunne)
https://www.amazon.de/Das-Maya-Ritual-Thriller-Patrick-Dunne/dp/3442382645/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1479927316&sr=1-1&keywords=das+maya-ritual

- "Grosse Brüder" (Marco Born-Miljak)
https://www.amazon.de/GROSSE-BR%C3%9CDER-Thriller-Marco-Born-Miljak-ebook/dp/B013COL19Y/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1479927508&sr=1-2&keywords=grosse+br%C3%BCder+thriller

- "Tödliches Geheimnis" (Bärbel Junker)
https://www.amazon.de/T%C3%B6dliches-Geheimnis-B%C3%A4rbel-Junker-ebook/dp/B01MRDYDRT/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1479927981&sr=1-1&keywords=t%C3%B6dliches+geheimnis

- "Das Flehen der Engel" (Mark Franley)
https://www.amazon.de/Flehen-Engel-Psychothriller-Mark-Franley-ebook/dp/B01MG3S4I7/ref=sr_1_3?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1479927833&sr=1-3

Und noch ein abschließender, dringlicher Appell an die Verlagshäuser dieser Welt: Hört BITTE und ENDLICH damit auf, uns Leserinnen und Leser für dumm zu verkaufen!

In diesem Sinne.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 7, 2017 5:44 PM MEST


Java Performance: The Definitive Guide: Getting the Most Out of Your Code
Java Performance: The Definitive Guide: Getting the Most Out of Your Code
Preis: EUR 23,24

5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für alle, die sich ernsthaft mit Java-Performance beschäftigen, 29. Juli 2016
Dies ist das erste Java-Buch in meiner fast zwanzigjährigen Entwicklerkarriere, welches ich von der allerersten bis zur allerletzten Seite durchgelesen habe und welches mich regelrecht "geflashed" hat, wie man so schön sagt. Wer sich mit dem Thema "Java Performance" ernsthaft (und ich meine WIRKLICH ernsthaft) auseinandersetzen möchte, der kommt an diesem Werk nicht vorbei! Der Autor Scott Oaks, der seit 1987 bei Sun/ORACLE arbeitet, ist seit 2001 schwerpunktmäßig mit dem Thema Performance betraut, und das merkt man.

Ein großer Schwerpunkt liegt hierbei auf den Themen "Heap", "GC", sowie den diversen Möglichkeiten, diese beiden bzw. die JVM an sich zu konfigurieren. Das wurde hier zwar wegen seiner Ausführlichkeit bemängelt, und es stimmt tatsächlich, dass Oaks auf diese Themen sehr viel Zeit und Papier verwendet hat. Ich für meinen Teil fand es aber dennoch enorm aufschlußreich und interessant, denn es lässt einen besser vestehen, was für eine "Magic" bei Java eigentlich im Hintergrund geschieht und warum bspw. das Thema "Speichersparen" selbst heute noch, selbst bei Java mit seinem Managed Memory, immer noch eine große Rolle spielt. Java Threading und Synchronisation werden ebenfalls (wenn auch deutlich knapper) abgehandelt, es gibt eine Übersicht über die JPA, den JIT-Compiler der Hotspot-Engine und über diverse Tools und Programme, die man zur Performanceanalyse von Java-Applikationen verwenden kann (die waren mir allerdings schon bekannt, bzw. es hatte viel mit dem kostenpflichtigen, ab Java 8 verfügbaren "Java Flight Recorder" zu tun und war deshalb eher uninteressant für mich).

Alles ist sehr gut und flüssig geschrieben, mit realitätsnahen und gut nachvollziehbaren Beispielen. Was meiner Meinung nach aber den größten Reiz ausmacht, ist, dass man jeder Seite den Umstand anmerkt, dass hier nicht nur irgendein Entwickler ein paar Online-Tutorials und halbgares Wissen zusammengetragen hat, sondern dass hier jemand "direkt an der Quelle" sitzt und sein professionelles, langjähriges Fachwissen weitergibt. Bei mir jedenfalls hat "Java Performance" einen Ehrenplatz in meiner Büchersammlung bekommen, und ich kann es jedem an dem Thema interessierten Entwickler empfehlen - auch (oder gerade!) in Zeiten von Java 8.

Mein Fazit daher: 5 (begeisterte) Sterne!


Kein Titel verfügbar

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Qualität, absolut nichts zu beanstanden, 6. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir die Molke zur Linderung meines Sodbrennens (alias: Saures Aufstoßen) gekauft, da Trinkmolke ein guter Säurebinder ist. Und ich muss sagen: ich bin mit der aurelia-Molke zu 100% zufrieden! Das Pulver ist von sehr guter Qualität, absolut sauber und fein, und die daraus zubereitete Molke schmeckt gut und hilft exzellent. Die Verpackung ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig (muss es unbedingt Plastik sein?), andererseits kippe ich das Pulver grundsätzlich in eine Tupperdose um, also entsteht mir dadurch kein wirklicher Nachteil.

Mein Fazit daher: 5 Sterne, immer gerne wieder!


tolino tab 8
tolino tab 8

4.0 von 5 Sternen Wirklich sehr passables und gutes Tablet, nur die Kamera und die Lautsprecher schwächeln, 16. August 2015
Rezension bezieht sich auf: tolino tab 8 (Personal Computers)
Als ich mir vor etwa einem halben Jahr (endlich mal) ein Tablet zulegen wollte, da hatte ich ein Apple, ein Samsung und eben das Tolino zur Auswahl. Entschieden habe ich mich zu guter Letzt für das Tolino, und bereue es bis heute nicht. Das Tablet ist - vor allem gemessen an dem DEUTLICH niedrigeren Preis als die Konkurrenz - wirklich ein Schnäppchen, und leistungstecnhnisch kann es LOCKER mit Apple & Samsung mithalten, wenngleich es ein paar Abstriche gibt.

POSITIV:

+ Einwandfreie Touch-Sensibilität, wirklich TOP
+ Android-Betriebssystem
+ Sehr gute, hochwertige und saubere Grafikdarstellung, keine Schatten, keine Phantombilder, keine Störpixel
+ Guter und schneller Prozessor, kein Geruckel o.ä., selbst bei intensiverer Nutzung
+ Micro-USB-Slot für eine entsprechende Erweiterungskarte
+ Anschluss für externe Audio-Boxen.
+ Die Unterseite des Tablets ist gummiert, d.h. kaum Rutschgefahr und es liegt sehr gut und angenehm in der Hand.
+ Vom Gewicht her angenehm leicht, absolut okay.
+ Lautstärke ist extern per Kippschalter verstellbar
+ Schnelle bzw. kurze Ladezeit und gute Akkuleistung. Zum Vollaufladen braucht das Tablet ca. 1 - 1,5 h, dann hält es gut und gerne 6 h im Dauereinsatz.
+ Integrierte Reader-App für eBooks & Co.
+ Keine Hitzeentwicklung o.ä.

NEGATIV:

+ Die Oberfläche hätte noch etwas besser entspiegelt werden sollen. Bei hellem Umgebungslicht (z.B. außen) muss man teilweise schon genau hinschauen bzw. erkennt nur schwer die Details.
+ Die Lautsprecher sind leider sehr schwachbrüstig, selbst bei voller Lautstärke. Allerdings hat man, wie oben erwähnt, die Möglichkeit, externe Lautsprecher anzuschließen, was uns schon so manche Party versüßt hat.
+ Die Kamera ist leider auch nicht der Knaller, eigentlich sogar das größte Manko. Von der Qualität her erinnert sie mich an meine alte 3 Megapixel-Handycam: sehr verrauscht, vor allem bei mittleren und schlechten Lichtverhältnissen. Zum Videochatten reicht es sicherlich, zum Fotografieren aber ungeeignet. Auch schade: es gibt nur eine Kamera auf der Vorderseite, nicht aber auf der Rückseite. Das macht das Fotografieren noch unmöglicher. Wirklich sehr, sehr schade!
+ Die Bildschirm-Helligkeit kann nur per Android-Einstellungen reguliert werden. Hier hätte ich mir auch Kippschalter wie bei der Lautstärke gewünscht.

Mein Fazit also: ein in sich schönes, tolles und qualitativ gutes Gerät, welches zu einem unschlagbaren Preis eine ansehnliche Technik mitbringt, das allerdings bei Audio und Kamera seine Schwächen hat. Vorbehaltlos empfehlenswert für jeden Internetsurfer und eBook-Leser, eher nicht zu empfehlen für Leute, die mit dem Tablet fotografieren wollen.


Totenbild: Thriller
Totenbild: Thriller
von Patrick Dunne
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bisher das schwächste Dunne-Buch, welches ich gelesen habe..., 15. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Totenbild: Thriller (Taschenbuch)
Ich bin ein riesiger Fan von Patrick Dunne. Für mich zählt er zu den besten und spannendsten Autoren unserer Zeit, er ist einfach ein begnadet guter Geschichtenerzähler. Und auch wenn seine jüngeren Werke wie bspw. "Die Pestglocke" nicht mehr an Klassiker wie "Die Keltennadel" oder "Keltengrab" herangekommen sind, finde ich die Geschichten dennoch immer toll geschrieben, spannend bis zur letzten Seite, und die jeweils finalen Kapitel überraschen mit unerwarteten Wendungen und einer beeindruckend realistischen Erklärung zu sehr geheimnisvollen und mystischen Rätseln. Dementsprechend war ich auf "Totenbild" sehr gespannt.

Kurz zur Geschichte (ohne zuviel zu verraten): Jane Wayde - jene Heldin, die bereits in Dunnes Erstlingswerk "Die Keltennadel" im Rampenlicht gestanden hatte - kehrt nach einer dreijährigen Babypause an ihren früheren Arbeitsplatz, einen lokalen Radiosender, zurück. Dort ruft während einer täglichen Live-Sendung plötzlich mehrmals eine mysteriöse Frau Namens "Dervla" an und behauptet, sie könne zuküftige Ereignisse vorhersehen, ganz konkret: Katastrophen und Todesfälle. Der zuständige Moderator Dave Miller ist mehr als skeptisch. Doch zunehmend erweisen sich Dervlas Prophezeiungen als richtig. Schließlich scheinen sich die vorausgesagten Katastrophen immer mehr auf den Radiosender und seine Mitarbeiter zu beziehen - bis Janes Chefin schließlich bei einem furchtbaren Verkehrsunfall ums Leben kommt und zwei geheimnisvolle Männer aus Amerika auftauchen, die Jane scheinbar verfolgen.

Das klingt wie ein typisches Dunne-Buch mit allen bekannten (und von mir heißgeliebten) Elementen.

Um so verblüffter war ich als ich "Totenbild" schließlich durchgelesen hatte. Denn, um es mit einem Satz zu sagen: das Buch ist meiner Meinung nach höchstens ein Schatten dessen, was Patrick Dunne und seine Romane ausmacht! Und das hat leider viele Gründe.

Zunächst fehlt es allen Protagonisten (sogar den elementaren Hauptfiguren wie Jane, Dervla und Dave Miller) an jeglicher Tiefe. Die Figuren werden völlig lieblos und hektisch ins Geschehen eingebracht und man erfährt kaum etwas über sie, das es einem ermöglichen würde echte Empathie zu entwickeln. Alle Beteiligten bleiben erschreckend farb- und konturlos. Dann der Erzählstil. Schon den ersten Kapiteln fehlt es an echter Liebe zum Detail und einem gewissenhaften Erzählstrang. Innerhalb weniger Seiten taucht Jane auf (kurze Erwähnung), dann ruft Dervla an (ebenso kurz erwähnt), die Katastrophen beginnen und erste Todesfälle häufen sich (kurz erwähnt)... und so weiter. Alles wirkt furchtbar hektisch und oberflächlich, und als Leser rattert man ebenso hektisch über die Seiten und Kapitel hinweg und vermisst dabei die bereits erwähnte Tiefe. Schließlich noch die Geschichte per se. Dunne hat es zwar erneut geschafft, eine gewisse Spannung - oder nennen wir es eher Neugier - bis zum letzten Kapitel aufrecht zu erhalten und die eine oder andere falsche Fährte für den Leser auszulegen, doch scheint er sich diesmal irgendwie nicht für eine Kerngeschichte entschieden haben zu können. Unzählige Dinge, die in dem Buch erwähnt werden, haben entweder kaum etwas oder schlicht nichts mit dem Finale zu tun. Irgendwie schwankt die Handlung in alle möglichen Richtungen, ohne dass das irgendeinen größeren Sinn macht. Da ist bspw. von einer gemeimnisvollen amerikanischen Organisation die Rede, die Dervla in ihre Hände bekommen möchte - von der erfährt man später kaum noch etwas. Dann kommt die Sekte "Keepers of the Seventh Seal" aus Dunnes Erstlingswerk "Keltennadel" wieder ins Spiel, die bildet einen etwas stabileren roten Faden, auch bis zum Schluß. Dann aber gibt es auch noch eine Kindesentführung, die irgendwie nur sehr krude aufgelöst wird, und das Thema Pädophilie wird - obwohl es rein gar nichts zu der Geschichte beiträgt - ebenfalls angeschnitten.

Und dann kommt das finale Kapitel! Wer sich hier eine Auflösung des Rätels rund um Dervla und allem anderen erhofft, der wird leider bitter enttäuscht, denn das Ende ist nahezu völlig offen und die Geschichte nach der letzten Seite des Buches alles andere als fertig erzählt. Ich möchte hier nicht zuviel verraten, aber man hat am Ende das Gefühl, dass hier jemand die letzten, die eigentlichen 5 oder 10 finalen Kapitel schlicht weggeschnitten hat. Ich habe das nicht nur als enttäuschend und unbefriedigend empfunden sondern auch als sehr verwirrend. Irgendwie sucht man vergeblich den Hinweis "Fortsetzung folgt" - und selbst dann wäre es frustrierend, denn da hat man als Leser dem Ende des Buches entgegengefiebert, um schließlich ebenso wenig zu wissen wie am Anfang des Buches.

Alles in allem muss ich also leider sagen, dass "Totenbild" ein sehr mißglücktes Dunne-Buch ist, welches nicht einmal annähernd das Talent des Autors widerspiegelt. Es ist - keine Frage - immer noch gut und süffig geschrieben, in einem sauberen, leicht zu lesenden und rhetorisch gekonnten Stil, der Inhalt ist aber leider Mittelmaß. Alles viel, viel zu oberflächlich, unzusammenhängend, hektisch und lieblos. Wirklich schade.

Daher: 2 Sterne von mir (für den erwähnt guten Schreibstil).


Lowpricelighter dry (III)
Lowpricelighter dry (III)

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2.0 von 5 Sternen Kein Vergleich zu Teil 1 + 2... leider sehr öde., 29. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Lowpricelighter dry (III) (Taschenbuch)
Als ehemaliger Christ (und mittlerweile überzeugter Atheist) habe ich Teil 1 und 2 des Lowpricelighters mit Hingabe gelesen und wahre Tränen gelacht. Klaus Fischer hat die vielen, vielen Schrulligkeiten, Sonderheiten, Widersprüche und überzogenen Wunschvorstellungen der modernen, sogenannten "bibeltreuen" Christen einfach perfekt in Worte gefasst. Mit bissigem, aber niemals wirklich verletzendem Humor, einer großen Prise augenzwinkerndem Sarkasmus und liebevoll gestalteter Figuren hat er ein echtes Meisterwerk geschaffen, welches der Christenheit einen dringend notwendigen Spiegel vorgehalten hat.

Leider ist der dritte Teil aus meiner Sicht ein totaler Flop geworden. Der Humor hat seine Direktheit und seine Spitzen komplett eingebüßt und wirkt einfach nur verkrampft und erzwungen. Ich konnte mich beim besten Willen nicht des Eindrucks erwehren als habe Klaus Fischer in diesem 3. Teil eine Art "Buße" für seine vorangegangenen Werke leisten wollen. Denn über weite Strecken hinweg liest es sich eher wie ein Loblied auf den konservativ-christlichen Glauben und auf die vermeintlich schönen Seiten christlicher Gemeinden. Dem kann ich leider beim besten Willen nichts mehr abgewinnen.

Schade.

Von daher: 2 Sterne (wegen des insgesamt guten Schreibstils).
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 1, 2017 12:52 PM CET


Portal 2
Portal 2

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4.0 von 5 Sternen Grafik TOP, Spielspaß eher mau..., 29. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Portal 2 (Computerspiel)
Da ich vom ersten Teil der Portal-Reihe (trotz der, im Vergleich zu anderen Spielen, sehr kurzen Gesamtspielzeit) regelrecht begeistert war, habe ich mir umgehend den zweiten Teil für PC/Steam zugelegt. Und ich muss leider sagen, dass ich eher ernüchtert bin. Dazu gleich mehr.

Zunächst zur Installation:

War bei mir auf meinem Intel i7 PC mit 64-Bit Windows 7 und 6 GB RAM kein Problem. Natürlich muss man, wie einige Rezensenten korrekt angemerkt haben, bei Steam den Update-Download abwarten, der viel Bandbreite erfordert, da er gefühlt astronomisch viele Daten über die Leitung schaufelt. Wenn das aber mal geschehen ist, dann funktioniert alles wunderbar. Abstürze habe ich bis heute keine gehabt.

Dann zum Spiel selbst:

Im Vergleich zu Portal 1 weist der zweite Teil eine in vielen Bereichen deutlich schönere und detailverliebtere Grafik auf, hier haben die Macher richtig viel Arbeit investiert, das kann man deutlich sehen. Außerdem gibt es eine ganze Palette neuer, teils kniffliger Rätsel, zusätzlicher Gimmicks und sehr großer Level. Das ist zunächst mal prima, fand ich den ersten Teil doch streckenweise zu leicht und zu trivial. Leider jedoch gibt es zwischen den einzelnen Testkammern teilweise endlos wirkende Animations- und Erklärsequenzen, in denen bspw. der Roborter "Wheatley", der einen ab einem bestimmten Punkt begleitet und immer wieder mal auftaucht, regelrecht zutextet. Das beginnt schnell zu ermüden. Auch sind manche Wege einfach zu lang. So verbraucht man viel Zeit nicht etwa beim Spielen oder beim Lösen von Rätseln sondern in diesen "Füllsequenzen". Auch ändert sich der Schwierigkeitsgrad zwischen den einzelnen Kammern sehr stark, wobei es hier eigentlich nur "sehr schwer" und "sehr leicht" gibt. Manche Rätsel könnte selbst ein Kleinkind lösen, man ist in gut 1 bis 2 Minuten damit fertig, bei anderen Räumen erfordert es schon eine gehörige Menge an Hirnschmalz, viel Zeit und Fingerspitzengefühl, um der Lösung auch nur ansatzweise auf die Spur zu kommen. Eine etwas größere Varianz und ein langsames sich Steigern der Schwierigkeit wäre meiner Meinung nach deutlich besser und spannender gewesen.

Unter dem Strich wirkt Portal 2 daher auch auf mich wie eine extrem hochgepushte Version des ersten Teils, bei der die Macher leider sehr viel mehr Wert auf die optische Erscheinung gelegt haben als auf den puren Rätsel- und Spielspaß. Das Game ist sicherlich kein Flop und sein Geld wert, aber es wirkt leider viel unausgegorener als der erste Teil.

Daher das Fazit: 3 Sterne für den Spielspaß, 4 Sterne für das Spiel insgesamt.


Das Photoshop-Buch für digitale Fotografie: Aktuell zu Photoshop CS5 (Galileo Design)
Das Photoshop-Buch für digitale Fotografie: Aktuell zu Photoshop CS5 (Galileo Design)
von Maike Jarsetz
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Für den schnellen, professionellen Einstieg ideal!, 25. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch ist genau das, was ich (sehr lange) gesucht habe: ein ebenso schneller wie professioneller Einsteig in Photoshop CS5, ganz ohne Schnörkel und Schwafeleien. Ich bin es einfach leid mich durch Bücher quälen zu müssen, die in endlosen prosaischen Ausführungen über ein Programm schwafeln, um nur zwischendurch mal das eine oder andere praktische Beispiel zu sehen. Deswegen war ich auch von der ersten Seite an von Frau Jarsetz Buch begeistert. Die Autorin hält sich nicht lange mit (meiner Meinung nach unwichtigen) Detailinformationen auf sondern erklärt die Funktionen von Photoshop Schnitt für Schritt anhand ganz konkreter Beispiele. Zu jedem Thema wird jeweils ein Bild präsentiert, welches auf die eine oder andere Weise bearbeitet werden soll, dann folgt eine Schritt für Schritt-Erklärung, wie diese Bearbeitung erfolgen kann. Perfekt! So macht lernen (und Retouchieren) einfach Spaß.


Kein Titel verfügbar

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stabil, massiv und schön - nur der letzte Tick zur Perfektion fehlt, 25. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir den Spazierstock als skurriles Accessoire zu meinem Hochzeits-Outfit gekauft. Und ich kann nur sagen: ich bin insgesamt sehr zufrieden damit! Der Stock ist massiv, stabil und schön. Die schwarze Lackierung ist sauber und glatt, der Knauf glänzt sehr schön und liegt gut in der Hand. Insgesamt macht der Stock einen durch und durch qualitativ hohen Eindruck. Einzig die Tatsache, dass der Knauf etwas wackelt - wenn auch nur ganz leicht - trübt das sonst gute Gesamtbild. Die Hochzeitsfeier hat er dennoch 1A bestanden.

Gerne würde ich hier 4,5 Sterne vergeben, aber das geht ja leider nicht. Dann eben 4.


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