Amazon-Fashion Hier klicken Anki Bestseller 2016 Cloud Drive Photos LP2016 Learn More Mehr dazu Fire Shop Kindle AmazonMusicUnlimited GC HW16
Profil für Burgundy > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Burgundy
Top-Rezensenten Rang: 1.795.827
Hilfreiche Bewertungen: 54

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Burgundy

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Klavierkonzerte 1 Und 2
Klavierkonzerte 1 Und 2
Preis: EUR 6,99

25 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bemüht, 14. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzerte 1 Und 2 (Audio CD)
Hélène Grimaud ist bei uns in Frankreich eine Ikone. Kunststück. Sie ist in der Welt eine gefeierte Pianistin, für manche Konzerte und Einspielungen zu Recht. Jetzt legt sie die Klavierkonzerte von Brahms vor. Ich selber kenne die nur die Aufnahme des 2. Konzerts, gesendet von radioclassique. Daher habe ich bislang nur kommentiert. Da die Rezensionen und besonders die Kommentare sehr gegensätzlich und auch persönlich sind, möchte ich nun eine kleine Rezension schreiben, die sich aber im wesentlichen mit meinem Kommentar deckt. Zugleich werde ich die CD bewerten und zwar mit drei Punkten. Warum?

Es geht mir nicht darum, ob Frau Grimaud prinzipiell überbewertet ist, obwohl ich Musiker kenne, die mit etlichen hochklassigen Pianisten gespielt haben und dieser Meinung sind. Mir geht es nur um das 2. Konzert. Und hier stelle ich fest, dass Frau Grimaud bemüht ist, aber auch nicht mehr. Klanglich geben weder das Klavier noch das Orchester etwas her. Ein Kommentator hier im Forum (Kommentar auf die Rezension von Sagittarius) zitierte eine Rezension von Alan Elsner. Herr Elsner charakterisiert die Komposition absolut zutreffend, eine Mischung aus Kraft und Eleganz. Wie er dann aber darauf kommt, dass Frau Grimaud, anders als ihre Pianistenkollegen über den rein pianistischen Bereich hinausgehend, eben diesen Ausdruck versinnbildlichen soll, kann ich nicht nachvollziehen. In den kraftvollen Passagen ist sie zu kraftlos - und das ist nicht das erste Mal, dass ihr dies vorgeworfen wird (na gut, sie ist halt keine Argerich). In den zarten und eleganten Abschnitten pflügt sie sich ungelenk durch die Partitur. Das Orchester ist hier leider auf Augenhöhe mit der Pianistin - ausdruckslos, steif. Hinzu kommt, dass Frau Grimaud einfach technische Probleme hat. Sie mag sich zwar seit Jahren mit Brahms beschäftigen, aber die Leichtigkeit eines Katchen oder Arrau ist ihrem Spiel fremd. Die Technik von Brahms ist in der Tat vertrackt, nicht umsonst hat Brahms selbst ein Etüdenwerk geschrieben, um die Beschäftigung mit seiner Technik zu erleichtern, die zwischen Rhythmik, Lyrik, Kraft und Eleganz dauernd hin und her schwingt. Man kann die Punkte, wo Grimaud hier nicht an die Erfordernisse heranreicht, ganz klar festlegen (z.B. wie ich in meinem Kommentar bereits bemerkt habe, Takt 105 im letzten Satz). Der Mangel an Technik zieht dann auch den Mangel an Ausdruck nach sich. Das kann man deutlich hören.

Man muss das natürlich nicht kritisieren. Es gibt - gerade was die von mir angeführte Stelle betrifft - einen netten Briefwechsel zwischen Joachim Kaiser und Claudio Arrau um die Schwierigkeit dieser Musik und der Technik, die notwendig ist, sie zu realisieren. Claudio Arrau hat sich nicht nur in seiner Antwort auf Kaiser wahrhaft souverän und edel gezeigt. Vergleichen Sie daher einmal sein Spiel - tiefgründig, wenn notwendig kraftvoll und dabei immer elegant und gesanglich - mit dem von Frau Grimaud - monoton, ohne echte Höhen und Tiefen, eher bemüht. Dazwischen liegen Welten.

Da ich das erste Konzert nicht gehört habe, möchte ich keine Kaufempfehlung aussprechen. Ich selber werde die CD nicht kaufen, denn es gibt in der Tat schon etliche Alternativen, von denen einige zu den Höhepunkten der Brahmsinterpretation gehören. Die Aufnahme des 2. Konzerts von Hélène Grimaud gehört definitiv nicht dazu.


Jenseits des Protokolls
Jenseits des Protokolls
Preis: EUR 15,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich weiss nicht, ob ich 20 Wörter zum Produkt zusammenbekomme,, 16. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Protokolls (Kindle Edition)
ich bin erschrocken über das niedrige Niveau dieser Veröffentlichung, von der ich allerdings nur die Promoseite in Amazon gelesen habe - was wohl schon genügt. Immerhin handelt es sich um eine ehemalige Co-Repräsentantin der BRD. Das Kind für die gefühlsduselnde Einleitung zu missbrauchen, banale Emotionen breitzutreten, dazu ein wirklich schlechter Schreibstil: Um Gottes Willen, wer hat BW beraten? Gut, Geld stinkt nicht. Aber musste das sein? Jetzt sind es doch mehr als 20 Worte geworden. Ich bin erschrocken.


Händel: Suiten Nr. 2, 3, 5 / Scarlatti: Sonaten K27, 29, 202, 212, 247, 491 & 537
Händel: Suiten Nr. 2, 3, 5 / Scarlatti: Sonaten K27, 29, 202, 212, 247, 491 & 537
Preis: EUR 6,79

2 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The "virtuoso" blacksmith?, 7. August 2012
Ich habe nur die "Grobschmied"-Variationen gehört und kann mir daher kein Urteil zum Gesamtprodukt anmassen, aber die Interpretation der Variationen ist doch sehr enttäuschend. Es soll ja ein "harmonious blacksmith" sein, kein simples Durchrasen des Stücks. Unmotivierte Accelerandi bereits vom Thema zur ersten Variation hin, auch innerhalb der Variationen. Kein sauberes Herausarbeiten der Themen, keine dem Zeitalter entsprechende Darstellung der Verzierungen. In den drei letzten Variationen artet das Spiel zur Raserei aus, die letzte Variation ist ein einziges Geprassel. Wenn Perrahia zeigen möchte, dass er über eine gute Technik verfügt - hier ist jedenfalls nicht der Platz dafür. Händel war sicherlich ein Virtuose, aber nicht im heutigen Sinne. Und so sollte man das Stück wenigstens ein bisschen im "Händelschen" Geiste spielen, nicht wie eine Post-Alkan-Explosion. Dafür haut dann Perrahia im Schlusstakt gewaltig die Bremse rein. Man verzeihe den saloppen Ausdruck, aber genauso salopp spielt Perrahia diesen völlig verkorksten Händel. Schade.
Da ich den Rest der CD nicht kenne, möchte ich dem Künstler aber auch nicht unrecht tun: Daher immerhin noch drei Sterne.


Das Wohltemperierte Clavichord
Das Wohltemperierte Clavichord
Preis: EUR 32,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassig!, 22. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Wohltemperierte Clavichord (Audio CD)
Endlich mal einer, der die Musik Bachs nicht zu Tode hetzt, der keine romantischen Mätzchen aus dem Notentext macht, kein Tastenlöwe oder zumindest keiner, der das zeigen müsste. Vielleicht liegt das am Künstler, der wohltuend "hinter dem Werk zurücktritt", wie das lobredend immer wieder auch von den Stars des Metiers behauptet wird und ebenso regelmässig einfach nicht stimmt. Vielleicht liegt es aber auch am Instrument: kein die Tiefe ergründen wollendes, von geschulten Virtuosenhänden traktiertes Klavier, dass sich Schnörkel und Phrasierungslinien gefallen lassen muss, wo der Komponist sie offensichtlich vergessen hat, kein rauschendes Cembalo, das den Rausch des Klangs auf den Rausch der Geschwindigkeit überträgt. Keine bombastische Orgel, die die zarten Strukturen entweder mit Klangmasse zuspachtelt oder monoton erstarren lässt. Und, wenn der Interpret ganz grossartig ist, dann fliegen die Finger nur so dahin, wie dann konsequenter Weise auch die Töne im Echo der Kathedralen verfliegen. Stattdessen: ein Klavichord, kaum zu vernehmen, das ideale Instrument, wenn man noch nach Mitternacht ein wenig Musik im Mietshaus machen möchte: schon der nächste Raum vernimmt kaum noch den Ton. Aber dafür: welche Präzision, welche Klarheit, welcher Gesang! Hier muss keine Linie, kein Thema extra vernehmlich herausgehoben werden, der Verlauf ergibt sich aus der Struktur der Musik, die behutsam vom Instrument unterstützt wird! Kein Pedal verwischt etwas oder gibt vor, grössere Bögen zu spannen, als sie unbedingt sein müssen! Und man kann sich das Mitsingen beim Spiel à la Gould verkneifen - das Instrument versteht sich von ganz allein viel besser auf das Singen! Übrigens erzählt Herr Tuma im Beiheft, dass einmal ein Take wiederholt werden musste, allein weil ihm der Magen knurrte. Soviel Demut vor dem Werk und vor dem Komponisten (den jeder lobt - aber hört ihn auch jeder richtig trotz aller gelehrter, historisierender Aufführungspraxis?) wäre den hochmögenden Virtuosen und tiefschürfenden Interpreten an Klavier, Cembalo und Orgel usw. auch einmal anzuraten. Dann würde das wohltemperierte Klavier auch auf diesen Instrumenten vielleicht wirklich "wohl" klingen. Eventuell ein kleiner Abstrich: bei ganz langsamen Sätzen wird dem Klavichord auch mal die Luft dünn. Hier könnte ein fast ebenso verkanntes Instrument Abhilfe schaffen: das Akkordeon. Musikalische Verflechtungen durch ausgehaltene Töne kämen überzeugender her, Dissonanzen die sich bei Durchgängen ergeben, dramatischer. Hübsche Beispiele für derartige Einsatzmöglichkeiten gibt es bereits. Zuletzt noch zurück zu Herrn Tuma: Bekannt ist er ja, aber leider nicht bekannt genug. Bitte, mehr noch, Herr Tuma, Bach hat ja noch so viele schöne Dinge geschrieben, die Ihres Klavichordes bedürfen, damit sie so erklingen, wie sie klingen möchten!


Der Doktor und das liebe Vieh - Die schönsten Weihnachtsspecials
Der Doktor und das liebe Vieh - Die schönsten Weihnachtsspecials
DVD ~ Christopher Timothy
Preis: EUR 7,49

10 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Süsser die Kassen nie klingeln..., 22. November 2009
Gott sei Dank kommt jetzt rechtzeitig zu Weihnachten eine DVD mit den beiden Weihnachtsstaffeln von 83 und 85 auch in der deutschen Fassung heraus. Wenn man bedenkt, dass die Serie stückweise bereits seit 2008 erschienen ist und die letzte Staffel immerhin schon im September 2009 herausgebracht wurde, da ist man dann doch froh, dass diese lange verschollenen synchronisierten Fassungen wieder aufgetaucht sind. Ganz schön hinterhältig von den Dingern, dass sie sich nicht mehr auf die letzten DVDs bannen lassen wollten. Aber jetzt sind sie ja da, und ein wunderschönes Weihnachten kann beginnen. Dies übrigens ohne jede Ironie, denn viele, die des Englischen und seiner Dialekte um Darrowby herum nicht mächtig sind, haben die deutsche Synchronisierung der Folgen auf den bisherigen Ausgaben vermisst. Nun endlich die Freude, leider eine, die extra bezahlt werden muss - aber es ist ja Weihnachten! Ho, Ho, Ho.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 11, 2009 9:21 AM CET


Ole Guapa
Ole Guapa
Preis: EUR 13,13

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lieben Sie Malando im Original? Wenn ja, dann bitte diese CD nicht kaufen, denn..., 22. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Ole Guapa (Audio CD)
...das ist nicht der Malando, der Tangokönig aus den 50er und 60er Jahren. Diese Aufnahmen - für die auf dem Cover nicht mal ein Urheber (Künstler) genannt wird, sind eine, leider auch noch schlechte und uninspirierte Aufbereitung von Titeln, die das berühmte Originalorchester einst gespielt hat. Eine Instrumentierung, die bei Malando gar nicht üblich war, eine Unausgewogenheit der einzelnen Instrumente, das Akkordeon bzw. der Akkordeonist leider auch nicht in der Form Malandos, nein, das kann man eigentlich nicht einmal Tangomusik nennen, so seicht klingt das alles. Leider kann man in die CD vor dem Kauf auch nicht reinhören. Das Produkt scheint aus der niederländischen Musikszene zu stammen, Malando ist es jedenfalls nicht. Schade, denn der Tangokönig mit dem einzigartig ausgewogenen Sound, der wirklich argentinischen und auch klassichen Tango vom Feinsten spielte, wäre eine Original-Neuauflage wert.


Der Zukunft vertrauen. Ein Jahreszyklus in deutschen Haiku
Der Zukunft vertrauen. Ein Jahreszyklus in deutschen Haiku

5.0 von 5 Sternen Deutsche Haikus in ihrer schönsten Form, 6. August 2009
Günther Klinge ist einer der Wegbereiter des Haiku in Deutschland. Seine in deutscher Sprache geschriebenen Haiku zeugen vom tiefen Verständnis der japanischen Urform, aber mehr noch des Geistes dieser Dichtkunst. Daher wird er auch in Japan gelesen, und das ist in diesem traditionsbewussten Land eine hohe Ehre.

Der vorliegende Band, leider nicht mehr editiert, zeigt exemplarisch, wie man sich als Anderssprachiger der Haiku - Form so nähert, dass ihre Regeln nicht nur starr erfüllt werden und die traditionellen Formeln nicht antiquitiert zum Ausdruck gebracht werden, sondern dass vielmehr, unter flexibler Berücksichtigung der Form, ein dem Dichter eigener Ausdruck zum Vorschein kommt, der sich auch mit modernem Welterleben verträgt. Diese Gedichte berühren.

Die kontemplative Atmosphäre der japanischen Gedichtform und ihre Naturverbundenheit in deutscher Sprache eingefangen zu haben und damit der deutschen Sprache eine weitere Facette hinzugefügt zu haben, ist das Verdienst von Günther Klinge. Der Zukunft vertrauen. Ein Jahreszyklus in deutschen Haiku


Seite: 1