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xxRest-In-PAINxx

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The Evil Divide
The Evil Divide
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Surprise! I'm Back Again" - Mark Osegueda, "The Moth", 29. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: The Evil Divide (Audio CD)
Death Angel stehen für genau eine Sache: Bay Area Thrash vom Feinsten! Als Viertgrößter Name der San Francisco - Thrash Szene hinter Metallica, Exodus und Testament haben Death Angel in vergangenen Zeiten sehr viel zur Entwicklung der Thrash Szene beigetragen. Doch ganz im Gegensatz zur Nummer 1 aus der Bay Area sind Death Angel noch immer auf der Höhe der Zeit und liefern nach wie vor kompromisslosen Thrash. Mit "The Evil Divide" hat die Band nun Album Nummer 8 veröffentlicht. Das letzte Album "The Dream Calls For Blood" war meiner Meinung nach das Beste, was diese Jungs je rausgebracht haben (Ja, sogar besser als die ersten 3 Alben), also war die Messlatte schon mal sehr hoch gelegt für "The Evil Divide". Ob diese übersprungen wurde kann ich persönlich noch nicht ganz entscheiden. Das braucht erstmal noch etwas Zeit. Tatsache ist zumindest, dass die neue Scheibe bei mir schon mal auf Augenhöhe mit dem Vorgänger steht. Es geht hier also nur noch um Millimeter. Aber ich denke der Vorgänger hat (noch?) leicht die Nase vorn, da ich Death Angel mit "Left For Dead" und co. in der Setlist zum ersten mal live gesehen habe und da hängen dann halt Erinnerungen dran. Naja, kommen wir jetzt zu den einzelnen Songs:

1. The Moth (9,5/10) - Der inoffizielle Titeltrack und gleichzeitige Opener der Platte heizt schonmal ordentlich ein. Hart und doch Melodisch, mit genialem Refrain. Mark Osegueda zeigt, dass er am Mikrofon nichts verlernt hat und auch seine Kollegen spielen wie ein Uhrwerk und Rob Cavestany gibt mit seinen Backing Vocals dem Refrain den endgültigen Schliff. Ganz großer Thrash! Für mich auch bereits der beste Song des Albums, aber das heißt nicht, dass es nicht noch weitere Highlights auf "The Evil Divide" gäbe!

2. Cause For Alarm (8,5/10) - Ein deutlich vom Hardcore Punk inspirierter, flotter Thrash Hammer! Auch hier wieder grandiose Gesangsleistung von Herrn Osegueda. Der Mann hat's halt drauf! Hier passt einfach alles: Gesang, Schlagzeug, Gitarrensolos. Stark!

3. Lost (9/10) - Die erste Single des Albums zu der auch kürzlich ein Video veröffentlicht wurde. "Lost" stößt nachdenkliche Töne an und zeigt, dass auch melancholische Midtempo-Nummern bei Death Angel funktionieren. Definitiv Lohnenswert in die Lyrics reinzusehen! Wieder eine hervorragende Gesangsleistung, besonders der Refrain ist einfach grandios!

4. Father of Lies (8,5/10) - Weiter gehts dann wieder etwas Härter. Geile Riffs, geile Gitarrensolos! Dazu ruhige Passagen zwischendurch. Definitiv Anspieltipp!

5. Hell To Pay (8/10) - Der 5. Titel der Platte ist wieder etwas schneller, was auch an der länge von "Hell To Pay" erkennbar ist. Mit 3 Minuten und 11 Sekunden der kürzeste Song des Albums, aber kurz heißt ja nicht schlecht und auch in diesem Fall sieht man wieder: In der Kürze liegt die Würze! Es wird wieder geknüppelt bis der Arzt kommt! Geiler Song!

6. It Can't Be This (7/10) - Titel Nummer 6 wollte am Anfang nicht so recht zünden. Nach und nach wurde er aber besser! Besonders der Mittelteil hat mir dann doch recht gut gefallen. Der Refrain bleibt aber meiner Meinung nach etwas schwach.

7. Hatred United / United Hate (9/10) - Den besten Riff des Albums hat wie ich finde der 7. Song von "The Evil Divide", denn das Geholze zu beginn und während des Refrains von "Hatred United / United Hate" tritt einfach Ärsche! Ich kanns nicht anders formulieren. Dazu wieder Mark mit seiner unverkennbaren Stimme, einfach nur Geil!

8. Breakaway (8,5/10) - Und der wilde Ritt geht weiter, denn auch "Breakaway" ist Thrash wie man ihn sich wünscht! Erneut geiles Riffing, diesmal während der Strophen und auch die Gitarrensolos überzeugen wieder. Starke Nummer!

9. The Electric Cell (7,5/10) - Nicht ganz so stark ist meiner Meinung nach der vorletzte Titel auf "The Evil Divide". Gut, der Song hat seine Höhen, aber halt auch ein paar (wenige) Tiefen. Aber ok, schlecht finde ich die elektrische Zelle definitiv nicht, aber ist halt auch nicht der Überhit.

10. Let The Pieces Fall (9/10) - Den regulären Abschluss von "The Evil Divide" bildet der mit 5 Minuten und 56 Sekunden längste Song des Albums "Let The Pieces Fall"....und was für ein Abschluss! Wieder Hammer Melodien und geile Gitarrenriffs! Dazu ein Sahne-Refrain! Bleibt zu hoffen, dass es diese Nummer auch mal auf die ein oder andere Setlist der Kalifornier schafft!

11. Wasteland (7,5/10) - Einen ham' wa noch! Bei Wasteland handelt es sich erstens um einen Bonustrack, der nur in der Limited Edition enthalten ist und zweitens um ein Cover der britischen Rockband The Mission. Ich frag mich ja wer hier eigentlich singt, weil von einer Info hab ich im Booklet nix gesehen, aber ich glaube es singt Rob Cavestany. Zumindest hört es sich mehr nach Rob als nach Mark an. Ich kann auch völlig daneben liegen aber ok^^ Für ein Cover ist Death Angels Version ganz Ok, wobei ich mir bei Coverversionen wünschen würde, dass eine Band dem Titel immer auch den eigenen Stempel aufdrückt, was hier nicht so ganz der Fall ist. Aber gut ist schließlich nur ein Bonustrack.

Fazit: Mit "The Evil Divide" haben Death Angel ein meiner Meinung nach sehr gutes Album veröffentlicht. Klar kommt es immer drauf an, ob die Platte den eigenen Erwartungen entspricht. Meine Erwartungen waren nach der letzten Platte und der Vorabveröffentlichung von "The Moth" relativ hoch, aber ich bin voll und ganz zufrieden! An der Produktionsqualität hab ich auch nix auszusetzen. Die Platte klingt zwar relativ Roh, aber doch Druckvoll, modern und nicht überproduziert. Da gab es schon deutlich schlechteres (*hust St. Anger hust). Vor allem unterm Kopfhörer ist "The Evil Divide" ein Klanggenuss! Achja und ich hab mir natürlich auch die anderen Rezensionen durchgelesen, weshalb ich nicht so ganz die Kritik an Mark Oseguedas Gesang nachvollziehen kann. Wer "Geschrei" im Thrash Metal nicht mag, hat sich irgendwie ins falsche Genre verirrt. Gut, es gibt auch Bands die andere Gesangsstile im Thrash Metal vertreten, z.B. Metallica, Megadeth, Annihilator oder Sodom, aber ich mein kommt schon: Slayer, Overkill, Kreator, Exodus,.... Außerdem hat Mark eine sehr gute Stimme, auch wenn er gerade screamt, die auch einen hohen wiedererkennungswert besitzt. Emotionen müssen halt raus! Ich finde, dass Death Angel seit 2008 4 sehr starke Alben rausgebracht haben. Songs wie "Buried Alive", "Left For Dead", "Fallen", "Claws in So Deep" und zukünftig auch "The Moth" gehören für mich in jede Setlist!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 20, 2016 10:25 AM MEST


Ghostlights
Ghostlights
Preis: EUR 22,79

48 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Geistern, Rosen und der Liebe, 29. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Ghostlights (Audio CD)
Tobi is back! 3 Jahre ist es her, dass uns Herr Sammet das letzte Mal mit einem Avantasia-Album beglückte. Seit dem Wacken-Auftritt 2014 blieb es relativ ruhig um das Metaloper-Projekt des Hessen. Dafür kümmerte sich Mister Pausenlos in der Zwischenzeit mal wieder um Edguy mit einem relativ guten, wenn auch nicht wirklich Ernsthaften 'Space Police'-Album. Leider schaffte es Edguy bisher nicht 'Hellfire Club' zu toppen, aber das ist auch extrem schwer. Auf Seiten von Avantasia ist für mich bisher kein Album erschienen, dass keine 5 Sterne verdient hätte, außer vielleicht 'Angels Of Babylon', was für mich das schwächste Avantasia-Album ist. Mein Lieblingsalbum bisher ist ganz klar 'The Scarecrow' vor allem aufgrund des gleichnamigen Titelsongs und wegen 'Twisted Mind'. Diese Zwei Songs sind für mich noch immer der Inbegriff von Avantasia. Die gehören einfach auf jede Setlist!
Nun also im Jahre 2016 angekommen erscheint, am selben Tag an dem auch das neue Dream Theater-Album das Licht der Welt erblickt, mit 'Ghostlights' die nunmehr 7. Avantasia-Platte. Ich habe mir die Earbook-Version direkt bei Nuclear-Blast vorbestellt und sie kam bereits gestern Vormittag bei mir an. Qualitativ macht die ordentlich was her und ist aufgrund des Inhalts auch die ca. 40€ wert. Nun also zum neuen Material:

1.Mistery of A Blood Red Rose (7,5/10): Der Opener ist gleichzeitig auch die erste Single des Albums und der Song, mit dem Avantasia nach Stockholm zu Eurovision Songcontest will. Ohrwurm-Potenzial ist definitiv vorhanden! Ein eher gemächlicher Einstieg in die kommenden 75 Minuten, trotzdem typisch Avantasia. Der einzige der neuen Songs, bei dem Tobi ganz alleine Singt (vom Background-Gesang mal abgesehen). Übrigens hört sich hier Tobis Stimme teilweise nicht so ganz nach Tobi an, was aber auch mal zeigt, wie Variationsreich der gute Herr aus Fulda klingen kann.

2.Let The Storm Descend Upon You (9,5/10): Das erste richtige Highlight folgt dann an zweiter Stelle mit dem obligatorischen Longplayer. Hier sind neben Tobi gleich mal 3 Gastsänger an Bord mit Jorn Lande, Ronnie Atkins und Robert Mason. Tolle Gesangsleistung von allen 4 Sängern. Der Song ist vielschichtig mit düsteren, epischen Passagen, tollem Gitarrensolo und ruhigeren Parts, eben genau was man von einem Avantasia-12 Minüter erwartet.

3.The Haunting (9,5/10): Titel Nummer 3 ist dann gleichmal das nächste Highlight, was besonders an Twisted Sister-Frontmann Dee Snider liegt. Was der Glam-Metal Sänger hier abliefert ist einfach der Hammer! Der Liedtitel passt einfach perfekt zur Grundstimmung: Düster & Gespenstisch! 'Death Is Just A Feeling' und 'Master Of Toys' lassen grüßen!

4.Seduction Of Decay (10/10): 7 Minuten und 18 Sekunden durchgehend grandioser Metal! Harte, stampfende Riffs und ein epischer Refrain, der wirklich zum Genießen ist! Für mich auch der Beste Song der Platte! Ex-Queensryche Sänger Geoff Tate wechselt sich mit Tobi ab und gibt dem Song eine tolle Farbe! Die ruhigeren Orientalisch-Angehauchten Passagen fügen sich gut ins Gesamtbild ein. Spitze!

5.Ghostlights (8/10): Die Kiske-Nummer darf auf einem Avantasia-Album natürlich auch nicht fehlen! Natürlich gibt es hier flotten Power Metal zu hören! Der Ex-Helloween-Sänger ist mal wieder in Hochform. 'HOCH' trifft es ganz gut, denn sowohl Michael Kiske, als auch Tobias Sammet holen hier alles aus ihren Stimmen raus. Kurz vor Schluss macht Jorn Lande auch noch ein wenig mit.

6.Draconian Love (6,5/10): Als ich den Titel dieses Songs zum ersten Mal gelesen hab, dachte ich es würde sich um die Nummer mit Sharon den Adel handeln. Tja, falsch gedacht, hier singt Herbie! Also nicht der Käfer, sondern Herbie Langhans von Sinbreed. Positiv: Der Refrain ist gut, naja, zumindest den Part den Tobi singt. Ich mag die Stimme von Herbie in diesem Fall einfach nicht. Statt einen auf Goth zu machen hätte er einfach so singen sollen wie bei Sinbreed, dort hört er sich nämlich echt gut an! Ich hab eigentlich nix gegen Gothic Metal, bin schließlich auch Fan von Paradise Lost, aber Avantasia + Gothic Metal passt irgendwie nicht so.... Dazu kommt noch der dämliche Text über'..'drastische Liebe'? Was zum?..... Das 'Hey, Hey, Hey' von Herbie geht einem auch auf den Nerv'. Soll wohl generell irgendwie nach HIM klingen, aber mich haut's nicht vom Hocker. Musikalisch auch jetzt nicht gerade die Topnummer. Naja, für mich der schwächste Song des Albums, tut mir Leid Tobi, aber damit werde ich nicht so ganz warm'.

7.Master Of The Pendulum (9,5/10): Ganz anders Titel Nummer 7. Als rießiger Nightwish- und Tarot-Fan hat es mich echt extrem gefreut, dass Marco Hietala einen Gastbeitrag zu 'Ghostlights' beisteuert. Ich vermute der Titel dieses Songs ist bereits eine Anlehnung an das Nightwish-Album 'Dark Passion Play' demnach wurde der Song von vornherein für den Finnen geschrieben, anstatt zuerst einen Song zu schreiben und dann einen Sänger auszuwählen. Wobei die Verknüpfung mit 'The Watchmakers Dream' von 'The Mistery Of Time' ebenfalls vorhanden ist, schließlich übernimmt Marco Hietala hier die Rolle des Uhrmachers. Musikalisch wird aber zu 100% die Nightwish-Keule ausgepackt. Zusammen mit 'Seduction Of Decay' das härteste Stück Schwermetall auf dem Album. Gesanglich Top! Musikalisch Top! Was will man mehr?

8.Isle Of Evermore (7/10): Anders als zunächst gedacht ist 'Isle Of Evermore' und nicht 'Draconian Love' der Titel mit Sharon den Adel von Within Temptation als Gastsängerin. Doch der Song ist weder Metal oder eine Ballade noch eine Rocknummer. Eher ein Popsong. Gesanglich ganz gut, aber da gab es schon bessere Avantasia-Songs mit Sharon.

9.Babylon Vampyres (8,5/10): Hier battelt sich Tobi wieder mit Robert Mason von Warrant. Auch Gitarrentechnisch wird hier gebattlet. Mit Bruce Kulick (Ex-Kiss) hat man auch einen Gastgitarristen an Bord. Es wird nicht gekleckert, sondern geklotzt! Starke Nummer!

10.Lucifer (9/10): Gesungen von Tobi und Jorn Lande überzieht dieses Stück Kunst den Hörer mit Gänsehaut! Anfangs eine Ballade wird der Song zur 2. Hälfte zum Midtempo-Brecher, der die Lande-Fans frohlocken lässt! Gesanglich sowieso auf aller höchstem Niveau!

11.Unchain The Light (9/10): Eine Rockige Nummer mit Tobi (natürlich) sowie Ronnie Atkins und Michael Kiske als Gastsänger, die beiden gehören ja irgendwie zum Standartinventar von Avantasia, aber sie sind halt auch einfach soooo gut! Der Song ist bis zur letzten Sekunde packend und reißt einen förmlich mit!

12.A Restless Heart And Obsidian Skies(9/10): Es wird wieder etwas ruhiger mit Bob Catley, der für mich maßgeblich am besten Song des letzten Albums 'The Great Mistery' beteiligt war. Dementsprechend hatte ich hohe Erwartungen an Bob's Auftritt auf 'Ghostlights' und ich wurde nicht enttäuscht! Der Magnum-Sänger hat einfach eine wundervolle Stimme und der Song passt mal wieder wie angegossen zu ihm. Amanda Sommerville hört man dann auch mal raus und ist sehr zufrieden, als der Song langsam ausklingt.

13.Wake Up To The Moon (8,5/10): Der Bonustrack zum Schluss noch mal mit den wichtigsten Gastsänger: Ronnie Atkins, Jorn Lande, Michael Kiske, Robert Mason und Bob Catley. Tobi hält sich etwas zurück und überlässt seinen Gästen größtenteils das Feld. Ein würdiges Ende für ein wahnsinnig gutes Album!

Fazit: Avantasia haben mit 'Ghostlights' ein Meisterwerk geschaffen. Definitiv das Beste Album seit 2008! Ich freue mich schon Avantasia in 2 Monaten Live zu sehen. Das wird ein FEST!
Kommentar Kommentare (15) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 21, 2016 12:27 PM CET


Stigma
Stigma
Preis: EUR 7,92

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Cyber Metal, 1. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Stigma (MP3-Download)
Neurotech ist ein Ein-Mann-Projekt des slowenischen Produzenten und Komponisten Wulf. "Stigma" ist das mittlerweile 3. Album des sympatischen Ljubljaners, nachdem 2011 "Antagonist" und 2014 "Infra Versus Ultra" erschienen. Darüber hinaus hat Neurotech bereits viele kleinere Veröffentlichungen gemacht. Darunter 3 EP's, die anschließend als "The Decipher Volumes" (2013) zusammengefasst wurden und theoretisch das 4. Album Bilden. Dazu gesellen sich 2 Weitere EP's:"Transhuman" (2008), das Debut von Neurotech, und "Blue Screen Planet" (2011). Um die Diskographie zu komplettieren wären da noch "The Elysian Symphony" (2013) und "The Halcyon Symphony" (2014) zu nennen, die jeweils eine Länge von um die 15 Minuten aufweisen und komplette Instrumentals sind.

Stitistisch hat sich die Musik von Neurotech stark verändert. "Transhuman", "Blue Screen Planet" und "Antagonist" klangen noch roh und brachial. Was vor allem daran lag, dass Wulf hier noch gutturalen Gesang verwendete und sich ein wenig wie Mikael Stanne von Dark Tranquillity anhörte. Auch bei "The Decipher Volumes" war noch gutturaler Gesang vorhanden, aber hier wurde schon deutlich mit der Veröffentlichung der 2. und 3. Decipher EP in welche Richtung Neurotech steuerte: Weg von Death-Metal anleihen hin zu atmosphärisch-spacigem Zukunfts Metal mit verzerrtem Clean Gesang (Bei EP Nr. 2 ist sogar weibliche Gesangsunterstützung vorhanden). "The Elysian Symphony" verdeutlichte diese Stiländerung endgültig und "Infra Versus Ultra" zeigte, dass dieser Stil auch in kompakte 4-7 Minuten Songs passte. "The Halcyon Symphony" war dann schlussendlich nur nochmals die Bestätigung, dass vom Weltall träumen wunderbar mit Musik funktioniert.

Nun im Jahre 2015 scheint sich Neurotech wieder etwas weiter zu bewegen. Dazu aber später mehr. Jetzt aber erstmal zu den neuen Songs:

1. Stigma (8/10)
Der Titeltrack ist ein Instrumental, das als Intro dient. Der Song baut sich langsam auf und zieht einen mit wunderschönen klängen sofort in seinen Bann.

2. Fear The Fear (8,5/10)
Ich glaube das ist bei mir das erste Mal, dass das Intro länger als der erste richtige Song auf einem Album ist. Aber Gut, hier gilt wohl der Satz in der Kürze liegt die Würze, denn der mit gerade einmal 3:34 min kürzeste Song des Albums braucht keine 5 min um zu überzeugen. Alte und neue Elemente sind hier geschickt kombiniert worden. Harte Gitarrenriffs und Ohrwurmrefrains treffen auf Weltraummusik. Starker Auftakt!

3. Of Adversity (8,5/10)
Ähnlich Stark fällt auch Titel Numero 3 aus. Weniger Hart, dafür wieder mehr auf Atmosphäre ausgelegt. Hätte vom Stil her bereits auf "Infra Versus Ultra" platz gefunden. Tolle Nummer!

4. Built To Last (7,5/10)
Die erste Überraschung auf "Stigma" ist der 4. Song der Platte. Hier überwiegen Techno-Elemente, die Gitarren sind dezent, aber immernoch vorhanden. Gefällt mir eigentlich ganz gut, obwohl ich ein wenig mehr Gitarreneinsatz jetzt nicht schlecht gefunden hätte.

5. A Graceful Light (9,5/10)
Der 5. Song des Albums ist für mich definitiv eines der ganz großen Highlights in der noch recht jungen Geschichte von Neurotech. Besonders dieser Refrain ist einfach der pure Wahnsinn. Ein Song wirklich zum Dahinschmelzen und zum Träumen. Auch erinnert er mich etwas an die Schwedische Industrial Metal Band Deathstars, besonders an die Songs "Cyanide" und "Motherzone". Nur hier halt eben als Ballade. Ein Wort: Klasse!

6. Brighten (8,5/10)
Eine weitere Überraschung gibt es mit "Brighten". Denn auch hier halten sich die Gitarren etwas zurück, allerdings bin ich mittlerweile sogar der Meinung, dass das Teil auch gut ohne Gitarren funktioniert hätte. Und das als eingefleischter Metalhead zu sagen, der Normalerweise überhaupt nichts mit Techno anfangen kann ist schon seltsam. Aber das zeigt, wie Variationsreich Neurotech eben sein kann.

7. Through Hardships (10/10)
Da ist er, der Beste Song des Albums und darüber hinaus für mich der 3. Beste Neurotech Song nach "We Are The Last" ("Antagonist") und "Damage Is Done" ("The Decipher Volumes"). Diesen Song in Worte zu fassen ist schwer, er kombiniert erneut das Beste, was Neurotech ausmacht: Geile Riffs, epische Melodien, ein hervorragender Refrain und was man vielleicht auch mal erwähnen sollte: Sehr gute Texte, die perfekt zur Musik passen und mehr als das typische Standartenglisch umfassen.

8. To Theta State (7,5/10)
Wulf bezeichnet diesen Song selbst als seinen Favoriten auf der Platte, was zeigt, dass er nicht unbedingt der typische Metalhead ist, denn diese 11:25 Minuten sind rein Instrumental und vor allem völlig ohne Gitarreneinsatz. Prinzipiell habe ich weder etwas gegen ein reines Instrumental oder fehlender Gitarreneinsatz, aber ich hätte den Song besser gefunden, wenn entweder Gesang oder E-Gitarren vorhanden wären oder die 3. Möglichkeit: Wenn er nicht so lang wäre, denn allzu häufig höre ich mir "To Theta State" nicht an. Bei einer Länge von 11:25 muss ein Song eben auch motivieren um ihn öfters anzuhören. Der letzte Song der Platte ist nichts desto trotz gut und das ein oder andere mal höre ich ihn mir auch an, aber halt nunmal nicht so häufig wie die anderen 7.

Fazit: "Stigma" ist für mich nach "Antagonist" das Zweitbeste Album von Neurotech, was vor allem an "Through Hardships" und "A Graceful Light" liegt. Was die Zukunft von Neurotech angeht bin ich optimistisch. Wulf hat zwar in einem Interview angekündigt, dass das nächste Album komplett ohne E-Gitarren auskommen wird, aber "Brighten" hat mir gezeigt, dass das nicht unbedingt etwas schlechtes sein muss auch wenn ich es immernoch etwas skeptisch sehe. Dennoch lass ich mich gerne positiv überraschen.


Endless Forms Most Beautiful
Endless Forms Most Beautiful
Preis: EUR 19,99

27 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "For small creatures such as we the vastness is bearable only through love" - Carl Sagan, 27. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Endless Forms Most Beautiful (Audio CD)
Selten gab es in der Geschichte einer Band so eine Vorgeschichte beginnend mit dem "Rauswurf" von Anette über den zunächst mal nur übergangsweisen Ersatz namens Floor Jansen, eine Grandiose Live-DVD der Wacken-Show 2013, dann die Festanstellung von Floor und Troy. Letztes Jahr gab es dann noch ein wirklich atemberaubendes "The Life and Times of Scrooge", bei dem es Mastermind Tuomas Holopainen geschafft hat ein wundervolles Album zu erschaffen völlig ohne Metal. Die Vorgeschichte von "Endless forms Most Beautiful" gestaltete sich schwierig, angefangen mit der Nachricht, dass Jukka diesmal nicht an der Schießbude sitzt, sondern wegen Insomnie pausieren muss. Stattdessen übernahm ein guter Freund der Band den Platz am Schlagzeug. Dabei handelt es sich um niemand geringeren als Kai Hahto, Drummer bei Wintersun und bei der in meinen Augen besten Doom-Metal Band der Welt Swallow The Sun. Kurz bevor die Single "Élan" veröffentlicht werden sollte stellte irgend ein Idiot die Single ins Internet und dann kam der S***storm, weil Nightwish eine Person mittels Facebook-Profil genannt hat. Meine Meinung: Nightwish hatten das Recht dazu! Wer so einen Mist baut und Musik ins Internet stellt schadet nicht nur dem Plattenlabel, sondern auch der Band. Schlimmer wurde es noch, als einige Deppen das ganze Album geleakt hatten..... Ich sage es jetzt mal so deutlich: Wer sich die Leaks runtergeladen hat ist es in meinen Augen nicht würdig als freund egal welcher art von Musik bezeichnet zu werden! Musik ist eine form von Kunst und Illegale Downloads sind Diebstahl! Egal ob es ja "nur" die Single war oder das Album. Durch das Dowloaden eines solchen leaks unterstützt man nur die Internetpiraterie. Ich verachte Menschen, die so etwas tun!

Naja, genug aufgeregt. Kommen wir wieder zum Thema zurück. 4 Jahre sind seit dem letzten Album meiner Lieblingsband vergangen. "Imaginaerum" war für mich das beste Nightwish Album bisher. Kurze Info: Ich bin NIGHTWISH-Fan und nicht ANETTE- oder TARJA- oder FLOOR-Fan. Mir ist es relativ egal, wer singt. Ich finde alle 3 Sängerinnen auf ihre musikalische Art Erstklassig. Nur menschlich ist Tarja eine hochnäsige Zicke und ist zurecht gefeuert worden...... Es geht nicht darum, was für den Fan das Beste ist, sondern was für die Band das Beste ist. Zurück zu "Imaginaerum" - Auf dem 2011er Werk gab es für mich keinen einzigen Song, der mir nicht gefallen hat. Das gleiche gilt sowohl für "Once" (2004) als auch für "Century Child" (2002). "Endless Forms Most Beautiful" schafft dies ebenfalls. Alle 11 Tracks auf dem Album sind grandiose Meisterwerke! Ich habe die Earbook Deluxe Version mit goldener 10" Vinyl Scheibe bei Nuclear Blast gekauft und die 40 € sind es mir definitiv wert!

1. Shudder Before the Beautiful (8,5/10): "The deepest solace lies in understanding, this ancient unseen stream, a shudder before the beautiful" sagt Richard Dawkins zu Beginn des 6 1/2 minuten langen Openers. Dann beginnt der wilde Ritt und Nightwish zünden ein wahres Feuerwerk! Floor singt noch etwas zurückhaltend und Marco hört man nur im Hintergrund. Dennoch klasse Song, der das Album würdig eröffnet! Der Break ist einfach der Wahnsinn! Meiner Meinung nach sogar besser als DER Opener schlecht hin: "Dark Chest of Wonders" vom "Once"-Album.

2. Weak Fantasy (9,5/10): Es geht aber noch besser! Etwas orientalisch angehaucht mit einem Refrain zum dahinschmelzen und dann setzt Marcos Solo-Gesang ein mit würdiger musikalischer Untermalung. Klasse!

3. Élan (8/10): Ja, die 1. Single ist ein Fall für den Geschmackssensor. Ich kann nachvollziehen, wenn man den Song nicht mag. Aber ich bin der Meinung, das der Song wirklich sehr gut ist, trotz Radiotauglichkeit. Die Melodie ist beruhigend und ein wenig Beruhigung kann nach solchen 2 Granaten zu Beginn nicht schaden. Es gibt dem Album einfach Abwechsung! Nightwish stehen halt auch für fröhliche, ruhige Lieder und nicht nur für totalen metallischen Bombast.

4. Yours is an Empty Hope (9,5/10): Den gibts dann mit Titel Numero 4. Einer der härtesten Nightwish Songs aller Zeiten. Erinnert stark an "Romanticide" und "Dead Gardens", beide vom 2004er Werk "Once". Ein Wort: GEIL!

5. Our Decades in the Sun (8,5/10): Die einzige Ballade des Albums ist wundervoll, besonders wenn man sich den Text mal durchliest. Der Song ist eine Würdigung an die Eltern der Bandmitglieder und steckt voller Emotionen, die man auch spürt! Gesanglich eine Meisterleistung von Floor!

6. My Walden (8/10): Die Obligatorische "Troy lässt die Sau raus" - Nummer ähnlich wie "Last of the Wilds" ("Dark Passion Play", 2007) oder "I Want my Tears Back" ("Imaginaerum", 2011). Aber diesmal sogar mit Gesang des Engländers. Er macht seinen Job echt gut! Der Song ist die Ohrwurm-Nummer auf dem Album. Macht gute Laune!

7. Endless Forms Most Beautiful (9/10): Der Titeltrack schreddert erstmal ordentlich los und macht Spaß. Der Refrain ist wieder ziemlich nah an einem Ohrwurm dran. Der Break ist etwas ungewöhnlich aber noch auf einer normalen Ungewöhnlichkeits-Skala im Vergleich zu "Scaretale" von "Imaginaerum". Mehr davon!

8. Edema Ruh (8,5/10): Der ursprünglich als 1. Single geplante Song passt wieder in die Nische Radiotauglich, ist aber härter als Élan. Auch hier kommt ein Ohrwurm-Gefühl zum Vorschein, wenngleich nicht so stark wie bei "My Walden" oder "Endless Forms Most Beautiful". Floor singt wieder Engelsgleich und wird von Marco unterstützt.

9. Alpenglow (8,5/10): Das Alpenglühen ist ein klassischer melodiöser Nightwish-Song der ein Kind von "Escapist" ("Made In Hong Kong", 2009) und "Sagan" ("Élan"-Single, 2015) ein könnte. Da man beide genannten Songs als Gelegenheits Nightwish-Fan nicht unbedingt in der Musiksammlung hat sicherlich eine Bereicherung. Für "Die Hard Nightwish-Fans" (dazu zähle ich mich), aber auch nicht schlecht, da der Song trotzdem toll ist!

10. The Eyes of Sharbat Gula (9,5/10): Es wird nochmals Emotional. Zwar keine Ballade im klassischen Sinne, da dafür der Gesang fehlt. Gut, Gesang ist vorhanden, aber im Hintergrund und auch nur "ooooohho" und "aaaahhaaa" Gesang. Emotionaler Höhepunkt der jüngeren Nightwish-Geschichte, finde ich persönlich ähnlich traurig wie "Sleeping Sun" (Oceanborn,1998) , da das Thema einfach sehr ernst ist: Kinder im Krieg. Dafür Sinnbildlich das Afghanische mädchen Sharbat Gula, zu sehen auf einem Foto von National Geograhic. Zudem Troys Höhepunkt in seiner noch jungen Nightwish-Historie, denn hier darf der sympathische Brite wieder Singen, aber wie gesagt keinen Text.

11. The Greatest Show on Earth (10/10): Das Grande Finale in Überlänge. Einer der Besten Songs aller Zeiten! Symbolisiert wird in 24 min das entstehen unserer Erde wie wir sie heute kennen. Beginnend mit dem Feuerklumpen auf dem Meteoriten niedergehen. Die Menschheit noch schlafend. Im 2. Teil erwacht dann das Leben und der Song zeigt, dass es sich auch wirklich um einen Nightwish-Song handelt, denn auch Nightwish erwacht nach den Worten Richard Dawkins zum leben. Es werden keine Kompromisse gemacht und ordentlich in die Gitarren reingehauen. Nach einem kleinen zwischenspiel mit Tieren, die zu hören kommt dann Marcos zu einem seiner seltenen Einsätze, der den Song gleich noch 10 mal geiler macht. Generell ist Marco relativ selten richtig zu hören, eigentlich Schade, da er einer der Besten Sänger der Welt ist. Dzu muss man aber erwähnen, dass Marco viele Teile des Albums selbst geschrieben hat also wohl bewusst auf häufigen Gesangseinsatz verzichtet hat. Aber sei's drum Marco durfte in der Vergangenheit oft genug ran und mit Troy gibt es schließlich auch einen hervorragenden Sänger, der seinen Platz braucht. Auch der Mensch hat dann in "The Greatest Show on Earth" seinen Auftritt im Zeitstrahl der Erde. Zum Ende des Songs wird dann direkt auf den Planeten eingegangen sei es das Glück des Menschen diesen Planeten eines Tages verlassen zu dürfen ("We are going to die and that makes us the lucky ones"), oder der Klimaschutz der jeden Menschen betrifft. Das Meer und seine Bewohner bringen den Song dann langsam zu einem Ende.

Mit "Endless Forms Most Beautiful" haben es Nightwish meiner Meinung nach geschafft eines der Besten Alben der Bandgeschichte aufzunehmen. Ich weiß noch nicht, auf welchem Platz ich dieses Album letztendlich einordnen werde, ob es jetzt besser ist als "Imaginaerum", als "Once", als "Century Child" oder eben nicht. Das wird sich irgendwann noch zeigen. Besser als die anderen 4 Alben ist es aber, wie ich finde. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, die Band dieses Jahr 2 mal live erleben zu können. Zunächst im August auf dem Summer Breeze in Dinkelsbühl und dann im Dezember in der Schleyerhalle in Stuttgart.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 1, 2015 3:17 PM MEST


War Eternal
War Eternal
Preis: EUR 8,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überragend, 8. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: War Eternal (Audio CD)
War Eternal ist einfach das Beste, was diese Schweden je geschaffen haben. Jeder Song auf dieser Platte sitzt! Meine Lieblingstracks sind das brutale Titelstück "War Eternal", "As The Pages Burn", das melodische "You Will Know My Name" und das übermächtige, erhabene "Avalanche". Konnte mich vor ein paar Tagen auch noch mal Live auf der Kreator-Arch Enemy-Sodom-Vader - Tour von der Truppe überzeugen und es war einfach der Hammer. Alissa schafft es auch alte Hits wie "My Apocalypse" geiler als jemals zuvor klingen zu lassen! Ok, ich fand Angela nie wirklich schlecht, aber Alissa ist einfach eine Nummer besser. Also gebt sie euch mal Live! (Und was wäre dafür besser geeignet als die aktuelle Tour? :) Oder aber zum With Full Force kommen sie nächstes Jahr auch, so als kleiner Tipp am Rande)


Heroes - Earbook
Heroes - Earbook
Preis: EUR 40,92

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Helden des Power-Metals!, 18. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Heroes - Earbook (Audio CD)
Die schwedische Artillerie ist zurück und trifft genau ins Schwarze! Die Band um Sänger Joakim Brodén hat mit "Heroes" abermals ein gelungenes Album am Start.

Nachdem 2012 ein Ausflug ins 17. Jahrhundert stattfand kehren Sabaton mit ihrem neuen Werk wieder zurück in das 20. Jahrhundert, zurück zum 2. Weltkrieg. Erzählt wird von Personen, die besondere Taten vollbrachten oder einzigartige Geschichten erlebten. "Heroes" gefällt mir aber nicht nur wegen den guten Texten, meinetwegen hätten sie ruhig auch weiter Schwedische Geschichte thematisieren können. Was ich besser als beim Vorgänger "Carolus Rex" finde ist schlicht und einfach die Musik an sich. Ich will jetzt hier auf keinen Fall das letzte Album schlechtreden. Es hatte einige Starke Songs! "The Lion From the North", "Gott mit Uns", "Carolus Rex" und "Poltova". So heißen meine Lieblingssongs vom 2012er Album. Aber der Rest des Albums ist irgendwie in meinen Augen, oder wohl eher in meinen Ohren, nur Durchschnittskost. Dazu ist aber zu sagen, dass die 4 genannten Songs das Niveau der CD für mich so extrem gehoben haben, dass sich "Carolus Rex" mindestens 4 wenn nicht vielleicht auch 5 Sterne von mir verdient hat, auch aus dem Grund, weil es als Bonus das komplette Album auch noch auf schwedisch gab. Mein bisheriges Lieblingsalbum von Sabaton ist aber das 2010er Album "Coat of Arms" gefolgt von "The Art of War". "Heroes" wird sich von nun an genau zwischen diese beiden Alben schieben. Ok, Kommen wir direkt zum neuen Material:

1. Night Witches: Besser kann ein Sabaton-Album nicht starten! Die Chöre am Anfang schaffen es bereits Gänsehaut zu erzeugen. Was folgt ist ein starker Power Metal Song, der zu keiner Sekunde langweilig wird mit einem Sabaton-Typischen, hymnischen Refrain. Klasse! (9/10)
2. No Bullets Fly: Ein Song, der nicht wie der Opener düster und wuchtig daherkommt, sondern eher ein "Gute Laune-Rocker" ist. Handelt es sich schließlich im Text um einen Deutschen, der in seinem Jagdflieger die beschädigte britische B17 ziehen lässt und für seine Gnade gegenüber dem Feind Landesverrat riskiert. Musikalisch ähnlich wie "Gott mit Uns" oder "Into the Fire". Macht nichts Falsch! (8/10)
3. Smoking Snakes: Auch nicht schlecht, aber irgendwie doch ein "Aces in Exile" Nr.2, aber andererseits auch nicht. Ich weiß nicht so recht ob der Song bei mir noch zünden wird. Der Break zumindest ist sehr gut! (7/10)
4. Inmate 4859: Ganz anders der Song an 4. Stelle. Hat sofort gezündet! Einer der besten Sabaton-Songs aller Zeiten! Seltsam, dass die besten Sabaton-Songs fast immer von Polen handeln^^ Witold Pilecki, der freiwillig nach Ausschwitz ging um den Alliierten über die Gräueltaten der Nazis zu berichten und es sogar geschafft hat 1943 zu fliehen. Ein würdiger Song für einen wahren Helden! (10/10)
5. To Hell and Back: Der bereits vorab als Single veröffentlichte Song für den auch vor kurzem ein Video veröffentlicht wurde. Muss man eigentlich nicht viel drüber sagen. Die Melodie geht sofort ins Ohr, ist also der Ohrwurm des Albums und vermutlich auch deswegen als Single ausgewählt worden. Rätt så bra! (8,5/10)
6. The Ballad of Bull: Der perfekte Song zum Feuerzeug rauskramen, auch wenn der Song gar nicht so melancholisch ist wie der Name einen Vermuten lässt. Auf jeden Fall mal was anderes, Abwechslung soll ja schließlich auch sein! (8/10)
7. Resist an Bite: Das zweite Highlight auf dem Album! Wurde auch schon vorab veröffentlicht als Lyric-Video. Der Belgische Widerstand gegen die Wehrmacht ist musikalisch wirklich grandios umgesetzt! Der Joakim Brodén-Chor ist hier wieder dran um den Song zu einer Hymne zu machen. Der Break ist meiner Meinung nach der beste Sabaton-Break EVER! (9,5/10)
8. Soldier of 3 Armies: Lauri Törni, der während des 2. Weltkriegs als finnischer und deutscher Soldat gegen die Russen kämpfte und nach dem Krieg in die USA auswanderte und als US-Soldat im Vietnamkrieg starb. Musikalisch ein guter Song, der aber Zeit braucht, bis man ihn überhaupt richtig wahrnimmt, denn er klingt im ersten Moment nach 10 Sabaton Songs auf einmal, also scheint erstmal austauschbar zu sein. Mittlerweile will ich ihn nicht missen müssen! (8,5/10)
9. Far From the Fame: Eine Überraschung? Nein, aber das will der 9. Song des Albums auch nicht sein. Da gab es schon genug andere Überraschungen auf dem Album. Was den Song von vergangenen Heldentaten abhebt ist wie so oft der Refrain, der aber trotzdem nach "Gab es schon mal" klingt. Dennoch ein solider Song. (7,5/10)
10. Hearts of Iron: Den Endpunkt des regulären Albums bildet "Hearts of Iron". Der Song handelt von Walther Wenck, General der 12. Armee der Wehrmacht, der den Befehl Hitlers erhielt Berlin bis zum letzten Mann zu verteidigen, diesen aber nicht ausführte. Stattdessen errichtete er einen Fluchtkorridor und ermöglichte so 250.000 Berlinern die Flucht aus der Stadt.
Die Musikalische Umsetzung bleibt sofort nach dem 1. mal Hören im Kopf, was nicht zuletzt einer gewissen Melodie geschuldet ist, die hier als Gitarrensolo zum Einsatz kommt und die jeder kennt :) (8,5/10)
11. 7734: Der erste Bonustrack weiß auch zu gefallen. Die Zahl 7734 bedeutet so viel wie "Hell". Kurz zur Herkunft: Tippt man diese Zahlen in den Taschenrechner (oder ein anderes Gerät) ein und dreht das Ganze um 180° kommt "Hell" raus. Der Song an sich handelt aber natürlich nicht von bösen Taschenrechnern, die die Weltherrschaft an sich reissen wollen^^ Wovon der Song in wirklichkeit handelt weiß ich beim besten Willen aber auch nicht, denn zu den Bonustracks gibt es weder Erklärungen noch Lyrics im Digipack. Schade...aber der Song ist trotzdem gut! (8,5/10)
12. Man of War: Der 2. Bonustrack ist ganz in Ordnung, aber nix besonderes. Hier braucht man keine Erklärung wie zuvor bei "7734", denn der Titel sagt bereits alles, worum es in dem Song geht. Eine abschließende Würdigung an die Helden des Krieges. (7,5/10)

Fazit: "Heroes" ist ganau das, was Fans erwartet haben. Risiken werden im Grunde keine Eingegangen, denn ändert man zu sehr die Richtung maulen Fans rum. Wenn man zu wenig ändert maulen sie auch rum. Der Mittelweg ist hier die Lösung. Wer bisher mit Sabaton nix anfangen konnte sollte auch nicht zugreifen. Wer Sabaton-Fan ist MUSS zugreifen!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 20, 2014 10:23 PM MEST


The Quantum Enigma [Earbook]
The Quantum Enigma [Earbook]
Preis: EUR 39,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brachiale Kreuzfahrt über die Meere des Symphonic Metals, 3. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Quantum Enigma [Earbook] (Audio CD)
Da ist es also, das neue Album der Niederländer. Seit dem letzten Werk "Requiem For The Indifferent" meldeten sich Epica zwischenzeitlich mit einer Live-DVD und einem Album von Mark Jansens Side-Project Mayan zurück. "Antagonise" war der Name dieses Albums, erschien vor ein paar Monaten und war wie ich finde ein Bärenstarkes Album. Mit "The Quantum Enigma" gehört Mark Jansen für mich nun endgültig zur Kategorie Metal-Gott neben Personen wie Tuomas Holopainen (Nightwish), Marco Hietala (Nightwish, Tarot) ,Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) und den ganzen anderen Ozzys, Lemmys und Rob Halfords da draußen. In der Kategorie Metal-Göttin war Simone für mich schon seit ich Epica zum ersten mal gehört habe die Spitzenreiterin. Da können Tarja, Floor und co. noch so gut singen. An diese Stimme reichen sie meiner Meinung nach nicht heran.
Nichts desto trotz war ich erstmal skeptisch, ob Epica je wieder ein Album in der Größenordung von "Design Your Universe" veröffentlichen könnten, denn dieses Album war für mich beinahe Perfekt mit Titeln wie "Resign to Surrender", "Our Destiny", "Kingdom of Heaven", "Tides of Time" und "Design Your Universe". Dann kam die Ankündigung von "The Quantum Enigma" vor ein paar Monaten und ich glaubte nicht, was ich dort las. "Kingdom of Heaven Part II"???!!! Nach dem zwar guten aber nicht überragenden Vorgängeralbum "Requiem For The Indifferent" war diese Nachricht ungefähr so ähnlich wie wenn Mötley Crüe ihren Rückzug vom Rückzug bekannt geben würden. Dann kam mit "The Essence of Silence" schließlich die erste Hörprobe und ich war begeistert. Auch der 2. veröffentlichte Track "Unchain Utopia" war einfach genial und gefiel mir sogar noch ein bisschen mehr.

Da ich Instrumental-Tracks liebe habe ich mich dazu durchgerungen die 40€ für das Earbook auszugeben in der Hoffnung, dass der Rest des Albums mit den vorab veröffentlichten Songs mithalten kann. Tja und was soll ich sagen? Das Album ist die 40€ absolut wert.

Track by Track:
1. Originem: Das Typische Epica-Intro darf natürlich auch hier nicht fehlen. Ein guter Einstig auf jeden Fall, aber wenn ich es mit den anderen Intros vergleiche hat es keine Chance gegen "Indigo" von "The Divine Conspiracy". Dennoch ein gutes Intro, dass eben diesen zweck erfüllt ein Intro zu sein. (8/10)
2. The Second Stone: Beim ersten mal hören hat mich der Opener schon umgehauen. Bei jedem neuen Hören wird er einfach immer geiler. Ein Facettenreicher Song, der gleich mal zeigt wie Metal Anno 2014 klingen muss! (9/10)
3. The Essence of Silence: Wie oben erwähnt der erste veröffentlichte Song des Albums, deshalb schon recht gut bekannt. Als erstes legt hier Mark los mit seinen Grunts. Generell fällt auf, dass Mark im Vergleich zum Vorgänger wieder öfter ans Mikro darf. Sehr Schön! Auch Simone ist hier wahrlich auf Hochtouren und zeigt, was in ihrer Engelsstimme drin steckt. (8/10)
4. Victims of Contingency: Der kürzeste Song des Albums braucht sich nicht zu verstecken. Harte Gitarrenriffs und Blastbeats machen ihn zu einem wahren Brett. Im Kontrast dazu ist der Refrain wiederum ein wenig ruhiger und symphonischer gehalten. Stark! (8,5/10)
5. Sense Without Sanity - The Impervious Code: Gemächlich fängt der erste Longplayer des Albums an und schraubt das Tempo im Vergleich zum vorherigen Song gewaltig runter. Zu eine Wahren Perle entwickelt er sich nach 3 1/2 Minuten während des Breaks. Definitiv eines der absoluten Highlights auf dem Album! (9,5/10)
6. Unchain Utopia: Der zurecht als Single ausgewählte Song wird von Simone und dem Chor vorgetragen. Einmal mehr zeigt Simone, was in ihr steckt. Wow! (8,5/10)
7. The Fifth Guardian - Interlude: Ein wunderschönes asiatisch angehauchtes Interlude, welches mich an Chthonic und an Soundtracks diverser Animefilme und -Serien erinnert. Einfach zum Träumen! (9/10)
8. Chemical Insomnia: Wieder ein etwas härterer Song mit einem Grandiosen Refrain bei dem Simone ihre absolute Leistungsgrenze erreicht. Einfach pure Gänsehaut! (9/10)
9. Reverence - Living in the Heart: Und es geht einfach noch besser weiter! Ein toller, groovender-Riff, der durchaus auch von Machine-Head oder Prong hätte stammen können, eine Melodie während den Stropen, die ihres Gleichen sucht, ein Refrain, der ebenfalls einzigartig ist und dann noch ein Gitarre-Keyboard Solo alla Deep Purple, nur schneller. (9,5/10)
10. Omen - The Ghoulish Malady: Beginnt wie eine Ballade und ist insgesamt auch der zugänglichste Song des Albums. Könnte durchaus eine Single werden. (8,5/10)
11. Canvas of Life: Die erste echte Ballade des Albums (und für Käufer der normalen CD Version auch die einzige). Gefällt mir eigentlich ganz gut, aber an Songs wie "Tides of Time" oder "Feint" kommt das Stück nicht ganz heran. Gut diese Zwei Songs sind eigentlich unschlagbar, wenn es um Balladen geht, aber dennoch ist "Canvas of Life" ganz ordentlich und schlägt "Delirium" vom letzten Album mühelos. (8,5/10)
12. Natural Corruption: Der Song prägt sich beim ersten mal hören irgendwie nicht ein. Bei mehreren Durchläufen entfaltet er dafür umso mehr seine Wirkung! An dieser Stelle möchte ich auch mal die Lyrics loben. Selten einen so guten Text gelesen, der den Nagel aber sowas von auf den Kopf trifft! (8,5/10)
13. The Quantum Enigma - Kingdom of Heaven Part II: Den Regulären Abschluss bildet der Titeltrack, der wie oben erwäht ebenfalls den 2. Teil von Kingdom of Heaven bildet. Erinnert auch sofort an das Meisterwerk aus dem Jahre 2009. im Vergleich zu den anderen >9min Longplayern von Epica würde ich ihn zwischen "Design Your Universe" und "The Devine Conspiracy" einstufen. An den ersten Teil von "Kingdom of Heaven" reicht er nicht heran, aber ein würdiger 2. Teil ist der Song trotzdem. (9/10)
Kommen wir nun zum Bonustrack-Chaos:
14. Dreamscape: Diese Ballade ist der Bonustrack, der von mir gekauften Earbook-Version. Eigentlich eine tolle Ballade, die ich nicht missen wollen würde, wenn, ja, wenn.... (8/10)
15. In All Conscience:.....der Bonustrack der Digipack-Version nicht so viel besser wäre. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum dieser Song nicht regulärer Teil des Albums wurde. Der Beste Bonustrack aller Zeiten fehlt leider auf meiner CD.... Zum Glück war jemand so Freundlich den Song auf Youtube hochzuladen ohne dass die Qualität groß darunter leiden musste. Heruntergeladen klingt er immernoch fast so gut wie die Songs auf der CD. Trotzdem hätte ich den Song gerne auf der CD gehabt, schließlich zahle ich für das Earbook auch doppelt so viel. (9,5/10)
16. Mirage of Verity: Der Japanische Bonustrack, ebenfalls über Youtube gefunden, kommt auch sehr stark daher, wird er doch zu großen Teilen von Mark gesungen. (8,5/10)

Die Bonustrack-Politik gibt dem Album noch einen leicht faden Beigeschmack, da man die Melodien von "In All Conscience" und "Mirage of Verity" bereits in den Studiodokumentationen hören konnte und man sich nicht ohne Grund fragt wohin diese Melodien verschwunden sind. Zu den I-Tunes und Vinyl Bonustracks kann ich nichts sagen, weil ich sie noch nicht gehört habe...

Na gut, genug aufgeren, schließlich hat das Earbook 2 weitere CD's die das Fehlen von "In All Conscience" und den anderen Bonustracks wenigstens erträglicher machen.

Akoustik CD: Die 4 Akoustik-Songs sind allesamt gut umgesetzt. "Canvas of Life" gefällt mir hier am Besten, da es einfach am besten für eine Akoustik-Version geeignet ist. Bei "Natural Corruption" muss man sich erst mal an den Nordsee bzw. Frankreich -Stil gewöhnen.

Schließlich für mich der eigentliche Grund für den Kauf des Earbooks: Die Instrumental-CD.
Also im Grunde das, was unabsichtlich bei "Serenade of Self-Desruction" vom letzten Album verzapft wurde. Es wurde einfach Simones und Marks gesang weggelassen, was es einem ermöglicht genauer auf die einzelnen Instrumente zu hören.

Abschließend noch einige Worte zum Earbook an sich. Es handelt sich dabei doch tatsächlich um ein Buch, ist aber im Grunde nur eine hochwertigere Version des Booklets. Aber dennoch, die enthaltenen Bilder sind schön, das Papier ist hochwertiger Karton und man merkt, dass das auch in der Produktion Geld gekostet hat. Einziges Problem: Es passt wohl in die Wenigsten CD-Regale. Wer Schallplatten hat, sollte das Earbook dort Aufbewahren. Der Rest: Ab ins Bücherregal :)

Fazit: Neben "Design Your Universe" ist "The Quantum Enigma" definitiv das beste Album aus dem Hause Epica, wenn nicht das Beste. So weit wie einer meiner Vorredner würde ich aber nicht gehen und es als das Beste Metal Album aller Zeiten bezeichnen. Da gibt es noch eine Menge anderer Kandidaten bei mir, z.B. in jüngerer Zeit "Imaginaerum" von Nightwish, "New Moon" von Swallow The Sun, "Helvetios" von Eluveitie, oder eben "Design Your Universe" von Epica. Generell kann man diese Frage eigentlich nie beantworten, welches denn das Beste Metal Album ist, denn das muss jeder für sich selbst entscheiden.


The Human Contradiction (Limited Mediabook + Bonus-CD)
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Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 21,93

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmal Delain zum Headbangen bitte, 4. April 2014
Da ist es nun also, das 4. Album der Niederländer um Ex-Within Temptation Keyboarder Martijn Westerholt.
Was Delain von anderen Symphonic-Metal Bands unterscheidet ist zum einen natürlich Charlotte Wessels unverwechselbare Stimme und zum anderen ist es das Songwriting. Delain kann man wohl als die eingängigste Symphonic Metal Band bezeichnen, denn die Songs sind meist nach dem klassischen Song-Aufbau Intro-Strophe-Bridge-Refrain-Strophe-Bridge-Refrain-Break-Refrain-Outro aufgebaut. So sind die meisten Songs im Bereich der 3-5 Minuten angesiedelt, während bei Epica, Nightwish, Avantasia und co. nicht selten die 10 Minuten Marke geknackt wird. Aber Delain sind eine der wenigen Bands im Symphonic-Metal, die epische, lange Stampfer gar nicht nötig haben. Man könnte sagen Delain ist Symphonic-Metal Fast Food. Schmeckt gut und macht satt. Es muss ja auch nicht immer das 4 Gänge Menü vom Franzosen sein. Folglich sind die meisten Songs auch Flotte Rocker oder Midtempo Nummern ohne groß mit Chören und langen Intros inszeniert zu werden. Stilistisch bewegen sich Delain auf gewohntem Terrain irgendwo zwischen den beiden letzten Alben "April Rain" und "We are the Others". Wer Delain bisher mochte wird auch das neue Album mögen oder vielleicht auch lieben ;)
Nun aber zum neuen Material:

1. Here Come the Vultures: Beginnt mit einem ruhigen Intro, und geht dann in einen mörderischen Riff über, der gleich mal zeigt, wohin die Reise geht. Achja und mit 6:05 min sogar der längste Delain Song aller Zeiten! Starker Auftakt! (9/10)
2. Your Body is a Battleground: Schon vorab veröffentlicht als Lyric-Video (=>Ansehen, falls noch nicht gemacht!). Auch dieser Song weiß zu überzeugen, auch wenn man bei dem Text erstmal ein wenig Eingewöhnungszeit braucht. Als Gastsänger ist Marco Hietala an Bord und seine Gesangsleistung kann so oder so nicht enttäuschen auch wenn er mir für meinen Geschmack ein bisschen zu hoch singt, aber gut^^ Auch Charlotte ist hier auf Hochtouren: "One for your heart, for your head. One for every monster UNDER YOUR BED!" (8,5/10)
3. Stardust: Der eingängigste Song des Albums wurde auch gleich als erste Single ausgewählt (=> auch hier: Youtube - ANGUCKEN!) Rockt ordentlich und macht Laune. Das Schlagzeug bohrt sich hier förmlich in den Schädel :) (8/10)
4. My Masquerade: Und wieder ein toller Track. Diesmal mit einem leichten Ohrwurmfaktor und einem wirklich guten Break. Nicht schlecht! (8/10)
5. Tell Me, Mechanist: Zunächst ein kurzes Intro, dann schreddern die Gitarren im "Mother Machine"-Stil. Ein weiterer guter Song mit George Oosthoek, bekannt als ehemaliges Mitglied der mittlerweile aufgelösten Death- und Gothic Metal Band Orphanage, der ein paar Growls beisteuert. (8,5/10)
6. Sing to Me: Der aus meiner Sicht beste Song des Albums. Hart - Härter - Delain! Ein Brett mit epischem Refrain UND Marco Hietala! Wahnsinn!!!! (10/10)
7. Army of Dolls: Verschnaufpausen gibt es hier keine! Weiter geht's mit einem Song, der definitiv ein weiteres Highlight auf Delain Konzerten sein wird. Auch hier wird wieder alles reingefeuert was an Munition zur Verfügung steht. Der Break ist einfach der pure Wahnsinn und bläst einem endgültig das Hirn weg ;) (9/10)
8. Lullaby: Midtempo Nummer, die trotz der relativen harten Strophen das ruhigste und melodischste Stück der Platte ist. (8/10)
9. The Tragedy of the Commons: Den Abschluss des Albums bildet das gemächlich beginnende "The Tragedy of the Commons". Dann setzt Alissa White-Gluz an und zeigt, warum sie die neue bei Arch Enemy ist. Für mich, obwohl ich die Gesangliche Leistung der beiden Damen sehr gut finde, der schwächste Song des Albums (schwach ist bei der Hitdichte aber auch eher relativ).(7/10)

Bonus-CD:

Ich würde wirklich jedem zum Kauf des Digipacks raten, denn die auf der Bonus-CD enthaltenen 9(!!!) Stücke sind das Geld absolut wert! Auf die 2 Euro kommt es da nicht an. Die Bonus-CD enthält 2 Bonus-Tracks:

1. Scarlet: Eine wirklich wundervolle Ballade, die ganz ohne Gitarre oder Bass auskommt. Nur das Keyboard, Streicher und Trommeln sind zu hören. Toll! (8/10)
2. Don't Let Go: Der 2. Bonustrack brennt nochmals alle Schaltkreise durch mit klasse Gitarrensound, der sich wunderbar mit den elektronischen Elementen ergänzt. Hat was von Industrial-Metal. (8,5/10)

Einzige Kritik: Die Bonustracks hätte man bei der relativ kurzen Spielzeit des Albums ruhig noch als festen Bestandteil integrieren können.

Die Titel 3 - 7 sind dann Livesongs, inklusive dem neuen My Masquerade. Einwandfreier Sound und jeden Cent wert!

Titel Nr. 8 und Nr. 9 sind dann reine Orchestral-Versionen der Songs Sing to Me und Your Body is a Battleground.

Fazit: "The Human Contradiction" ist das wohl beste Delain-Album geworden. Wie man die 2 letzten grandiosen Alben toppen konnte ist mir nicht erklärbar, aber die sympathischen Holländer haben es geschafft!


Antagonise
Antagonise
Preis: EUR 9,79

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk!, 5. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Antagonise (MP3-Download)
Mit Antagonise ist das 2. Album der Symphonic Death Metal Band Mayan (auch MaYaN geschrieben) nun also erschienen. Bekanntestes Mitglied ist Gitarrist und Growler Mark Jansen von Epica. Prinzipiell klingt Mayan jetzt gar nicht so anders als Epica, was wohl daran liegt, dass Mark auch der Hauptsongwriter der beiden Bands ist. Doch was macht Mayan jetzt anders als Epica? Zum einen ist Mayan deutlich härter als Epica. Das liegt vor allem am Gesang, denn neben Mark kommt hier noch Henning Basse zum Einsatz, dessen Stimme doch sehr rockig klingt und an Masterplan erinnert. Aber auch die Gitarren und das Schlagzeug sind ein entscheidender Faktor im Vergleich zu Epica, denn sie werden in klassischer Death Metal-Manier gespielt, wenn auch eine ordentliche Ladung progressiver.

Aber jetzt zum Album:

Desoy (Bonus Track):
Wie? Kann das sein? Ein Bonus Track gleich zu Beginn? Ja, das Digi-Pack hat einen Song mehr im Aufgebot, allerdings haldelt es sich bei Desoy nicht um einen richtigen Song, sondern um ein Intro. Ich empfehle trotzdem das Digi-Pack, da Desoy ein spitzenmäßiges Intro ist und wirklich gut auf das Album einstimmt. (8/10)

Bloodline Forfeit:
Hier wird gleich mal die volle Breitseite auf die Ohren abgefeuert. Gemeinsam mit Desoy ein toller Einstieg in das Album!
(8/10)

Burn Your Witches:
Es geht auf hohem Niveau weiter. Burn Your Witches besitzt einen Ohrwurmrefrain und gegen Ende darf auch noch Gastsängerin Floor Jansen mitmischen. Klasse! (9/10)

Redemption (The Democracy Illusion):
Es geht noch besser! Ein Refrain, der einen förmlich Umhaut, schnelles Schlagzeugspiel, ein Gitarrenriff der einen zum Headbangen förmlich zwingt und dann auch noch Floor! Hammer Nummer und definitiv eines der Highlights! (10/10)

Paladins of Deceit (National Security Extremism Part 1):
Und wieder ein klasse Stück! Ein Epischer Refrain und viele Progressive Metal Elemente gepaart mit Orgelklängen und Orchester.(9/10)

Lone Wolf:
Nach dem Einstieg entwickelt sich der Song zu einem wahren Brett. Wieder ist alles vorhanden was Mayan auszeichnet, zwar kein Ohrwurm, aber trotzdem ein leicht zu merkender Song und definitiv einer der härtesten des Albums inklusive Gitarrensolo.(10/10)

Devil in Disguise:
Das melodischste Stück der Platte. Erinnert Stark an "Serenade of Self-Destruction" von Epica ohne dabei den Song auch nur in irgendeiner Weise zu kopieren. Dennoch ist er der schwächste Song der Platte, denn er hat hat nun mal das Problem, dass er mit den anderen Songs nicht mithalten kann.(7/10)

Isano:
Auf Italienisch von Laura Macri gesungen. Allerdings wie ich finde dann doch zu sehr "Design Your Universe" von Epica wegen den Akustikgitarren, aber hey! Es erfüllt seinen Zweck und lässt auch mal eine kleine Verschnaufpause zu. (6/10)

Human Sacrifice:
Der härteste Song der Platte. Speed-Drums und flotte Gitarrenriffs werden auf die Ohren losgelassen. Nicht schlecht! (8/10)

Enemies of Freedom:
Hier geht's wie unschwer zu erraten um Terrorismus. Genauer: Um Terrorismus an Amerikanischen Schulen, also Amokläufer und die lächerlichen Waffengesetze dort. Ein harter Song mit schleppendem Refrain und ruhigem Mittelteil.
Sehr schön! (9/10)

Capital Punishment:
Und weiter geht's mit einem starken Song. Episch von vorne bis hinten! (9/10)

Faceless Spies (National Security Extremism Part 2):
Der letzte Song der Platte fährt noch mal alle Geschütze auf und zieht die 8 Minuten Gnadenlos durch ohne auch nur 1 Sekunde zu langweilen. Erneut sehr Progressiv. Kann man sich auch auf Youtube anschauen. Meine Meinung: Nicht der beste Song, aber gut gelungen! (8/10)

Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass mich das Album von vorne bis hinten überzeugt hat. Besser als "Quarterpast" sowieso, obwohl das auch super war, aber ich finde auch, dass es z.B. das letzte Album von Fleshgod Apocalypse um längen schlägt :) Wer Epica Fan ist, kann hier nichts falsch machen und Death Metal Fans kommen auch auf ihre Kosten!


Retrospect-10th Anniversary (3CDs + 2 DVDs)
Retrospect-10th Anniversary (3CDs + 2 DVDs)
Preis: EUR 27,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Epicness vom Feinsten!!!, 9. November 2013
Was Epica mit Retrospect abliefern ist die wohl beste Live-DVD einer Symphonic-Metal Band, die je gemacht wurde. Das 3-Stündige Jubiläumskonzert in Eindhoven übertrifft meiner Meinung nach sogar das legendäre "End of an Era" von Nightwish. Die Setlist lässt fast keine Wünsche offen, die Bildqualität ist 1A und der Sound ist Top, aber schafft es auch gleichzeitig eine gewisse Live-Athmosphäre zu kreieren indem der Gesang so gut wie überhaupt nicht nachbearbeitet wurde, außerdem ist immer das Publikum hörbar, wenn man es hören soll oder wenn ruhigere Passagen angesagt sind. Da an dem Abend Leute aus über 50 Ländern anwesend waren sind die Ansagen zwischen den Songs auch in Englisch gehalten, so muss man nicht Holländisch können um zu verstehen, was Simone Simons,Mark Jansen und Coen Janssen zur begeisterten Menge sagen. Ok, dann mal zu den Songs an sich: Es gibt während der Show zahlreiche Überraschungen: Zum einen Floor Jansen, die gleich 2 mal als Gastsängerin auftritt: Bei "Stabat Mater Dolorosa", sowie bei "Sancta Terra" und beide Songs sind einfach wundervoll gesungen. Simone und Floor harmonieren stimmlich einfach perfekt! Auch die ehemaligen Epica-Mitglieder Jeroen Simons, Ad Sluijter und Yves Huts hatten bei "Quietus" ihren Einsatz. Weitere Überraschung: Es wurden 2 neue Songs gespielt. Dabei handelt es sich um "Twin Flames", welcher jetzt nicht unbedingt ein neuer Song ist, jedoch wurde dieser Song nur in Nordamerika als Bonustrack von "Requiem for the Indifferent" veröffentlicht, und einem komplett neuen Song Namens "Retrospect" mit dem sich Epica für die vergangenen 10 Jahre bei den Fans bedanken wollten. Außerdem durften das Orchester und der Chor ein Epica-Medley spielen, bei dem unter anderem "Feint", "Fools of Damnation" und "Kingdom of Heaven" aufgegriffen wurden. Eizige mehr oder weniger negative Überraschung: Einer der Besten Songs von Epica, nämlich "The Divine Conspiracy" wurde fast um die hälfte gekürzt und wird dann als "Anniversary-Edition" bezeichnet und der, wie ich finde, beste Teil des Songs, nämlich der mit den Orgeln im Hintergrund, wird durch ein Gitarrensolo übertönt. Gut das ist aber auch alles halb so wild und wenigstens haben sie den Song überhaupt gespielt, wenn auch nur 7min und 30s lang.

Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass jede Minute dieser DVD ihr Geld wert ist! Was man für 30€ an Umfang geboten bekommt ist Spitzenmäßig!

Was das Thema Probleme mit der Blu-Ray Version betrifft kann ich leider nichts sagen, ich habe die DVD-Version und bin zufrieden damit.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 16, 2013 6:49 PM CET


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