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Beiträge von Stephan Teuber...
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Rezensionen verfasst von
Stephan Teuber, Loquenz Unternehmensberatung GmbH "Stephan Teuber" (Leinfelden-Echterdingen)

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Identität in der Virtualität: Einblicke in neue Arbeitswelten und "Industrie 4.0" - Beiträge zum 60. Geburtstag eines Netzwerkers (Sammlung kritisches Wissen)
Identität in der Virtualität: Einblicke in neue Arbeitswelten und "Industrie 4.0" - Beiträge zum 60. Geburtstag eines Netzwerkers (Sammlung kritisches Wissen)
von Welf Schröter
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Industrie 4.0 – Von den Menschen aus gesehen, 30. September 2016
Welf Schröter, engagiert im Forum Soziale Technikgestaltung und Netzwerker, versammelt anlässlich seines 60. Geburtstages die unterschiedlichsten Perspektiven auf das Thema Industrie 4.0. Was die Perspektiven eint: Es stehen nicht technische Details sondern die Wirkungen auf die Menschen und Folgen für die Identitätsentwicklung, wie Personen in Zukunft mit Wissen umgehen u. ä. im Fokus.

In Folge von Industrie 4.0 werden sich Fragen stellen wie:

– Was verstehen wir unter Arbeit?

– Was sind die Zugangsbedingungen für Arbeit?

– Wie sieht unter den Bedingungen von Industrie 4.0 gute Führung aus?

– …

Mich haben die einzelnen Beiträge v. a. durch ihren Tiefgang angesprochen. Auch wenn sie, wie in Sammelwerken fast unvermeidbar, z. T. etwas unvermittelt nebeneinander stehen. Die Aufgabe, den Gesamtblick herzustellen, überlässt der Autor gekonnt dem Leser – es bleibt bei Einblicken.

Am Beispiel des Themas Führung sei dieser Tiefgang skizziert: Es wird prägnant beschrieben, wie die Digitalisierung mit einem kontinuierlichen Lernprozess der Beschäftigten einhergeht und damit auch Folgen für die Führungskräfte hat. Zum einen in Bezug auf deren eigenen Lernprozess, zum anderen in Bezug auf die Gestaltung der Rahmenbedingungen für den Lernprozess der Mitarbeiter/-innen. Die vorrangigen Aspekte dabei:

1. Vertrauen als Fundament
2. Konzentration auf Stärken
3. Konzentration auf Ergebnisse.

Damit ist auch die Unternehmenskultur gefragt. Ist diese von Ängsten, Sorgen und Verunsicherungen geprägt, dann wird ein solcher Führungsstil nicht gelebt werden können.

Mein Resümée: Industrie 4.0 erfordert geradezu die Weiterentwicklung von Führungs- und Unternehmenskultur. Auf die Auswirkungen kann man eigentlich nur positiv gespannt sein. Wichtig: Genau dafür gilt es Wirtschaft zu gestalten.


Holacracy: Ein revolutionäres Management-System für eine volatile Welt
Holacracy: Ein revolutionäres Management-System für eine volatile Welt
von Brian J. Robertson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Holacracy, 23. September 2016
- Ein revolutionäres Management-System für eine volatile Welt -

Brian J. Robertson schreibt das Buch aus seinem überreichen Erfahrungsschatz zur Frage, wie kann jeder Mensch im Unternehmen führen und das Unternehmen dadurch maximale Agilität und Flexibilität erreichen. Dazu bieten die gut 200 Seiten zahlreiche Anregungen, die z. T. vertraut sind aber auch viele neue Perspektiven beinhalten.

Die Grundidee von Robertson: Wie kann ich die in Unternehmen und Organisationen vorhandenen Sensoren zur Geltung bringen und in den Führungsprozess einbeziehen? Wer sind diese Sensoren: Die Mitarbeiter/-innen. Wie beziehe ich diese ein: Durch gute (effektive) und effiziente Kommunikation, die den/die Einzelne/n ermutigt, seine Wahrnehmung und Perspektive auch wirklich einzubringen.

Bei diesem „Wie“ zeichnet sich Robertson durch einen hohen Detaillierungsgrad aus. Er beschreibt z. B. auf den Seiten 63 – 80 die Praxis eines Governance-Meetings so nachvollziehbar, dass man meint, diese Elemente möglichst rasch in der eigenen Organisation ausprobieren zu wollen. Insbesondere der Integrative Entscheidungsprozess ist praktisch als „Rezept zum Nachkochen“ dargestellt. Dieses einladende Darstellen des „Wie“ gilt auch für die anderen Strukturmerkmale der Holacracy. Dass man vom Autor durch die dargestellten Entstehungshintergründe und Grundhaltungen, die das Modell der Holacracy tragen, sehr passend an die Praxis herangeführt wird, versteht sich fast von selbst.

Die Silbe „-cracy“ (in Anlehnung an „crazy“) wurde mir beim Lesen wichtig; insbesondere wenn ich mir eine „gut deutsche“ Organisation vorstelle, die Holacracy richtig und hundertprozentig einführen möchte. Ich glaube, solch ein Anspruch lässt dieses Management-System „gegen die Wand laufen“. Robertson selbst weist darauf hin, dass der Einführungsprozess nicht einfach ist (dafür gibt es natürlich von ihm zertifizierte Berater/-innen…). Mir hat das Buch Mut gemacht, einzelne Elemente auszuprobieren – ohne gleich den Anspruch auf das Ganze zu haben (… auch wenn das nicht im Sinne von Robertson ist). Ich beobachte aber in der eigenen Organisation sehr positive Folgen dieses tastenden Herangehens.

Auf jeden Fall ist das Buch absolut lesenswert!


Für eine Wirtschaft, die nicht tötet: Wir brauchen und wir wollen Veränderung Mit einer Einführung von Thomas Seiterich
Für eine Wirtschaft, die nicht tötet: Wir brauchen und wir wollen Veränderung Mit einer Einführung von Thomas Seiterich
von Papst Franziskus
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,00

5.0 von 5 Sternen Wie macht Wirtschaft Sinn?, 16. September 2016
Mit seiner Rede vor dem zweiten weltweiten Kongress der Volksbewegungen hat Papst Franziskus seine Kritik am Kapitalismus anglo-amerikanischer Prägung fortgesetzt.

Der Titel des Buches „Für eine Wirtschaft, die nicht tötet: Wir brauchen und wir wollen Veränderung“ macht die Zielrichtung seiner Bemühungen deutlich: Es geht um Veränderung an bestehenden, die menschliche Würde verneinenden Verhältnissen, nicht darum, dass Wirtschaften an sich verwerflich sei.

Seine Argumentation ist einfach und gut nachvollziehbar:
•Wir leiden an einem Übermaß an Diagnose.
•Die Menschen gestalten Veränderungen. Veränderungen treten nicht eines Tages ein, sondern Sie sind vielmehr das Ergebnis einer Umkehr des Verhaltens und des Herzens.
•„Man muss das Herz verändern.“ (S. 42)
•Die Probleme der Menschheit können nicht ohne Interaktion zwischen den Staaten und Völkern auf internationaler (Ich würde sagen: Globaler) Ebene gelöst werden.

Durch die Auszüge aus der Pressekonferenz auf dem Rückflug nach Rom wird deutlich, wie sehr Papst Franziskus kritische Rückfragen und Anregungen aufnimmt, sich dafür bedankt, meist spontan weiterdenkt und auch deutlich macht, wo seine Reflektionen eventuell noch nicht so weit sind, dass sie eine sinnstiftende Anregung für den Diskurs darstellen.

Mich hat das kleine Büchlein angeregt, einen erneuten Blick in das apostolische Schreiben „EVANGELII GAUDIUM“ zu werfen. Sehr anregend!


Change Leader inside: Für Menschen, die eine neue Wirtschaftskultur leben
Change Leader inside: Für Menschen, die eine neue Wirtschaftskultur leben
von Stefan Götz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 27,99

5.0 von 5 Sternen Eine neue Wirtschaftskultur leben?, 2. September 2016
- Inspirationen und Tipps, praktisch und pragmatisch -

Man merkt Stefan Götz an, dass er sich im Dienste einer integralen Kultur des Bewusstseins verpflichtet fühlt. Sein Credo: „Ein neuer Weg ist immer ein Wagnis, aber wenn wir den Mut haben loszugehen, dann ist jedes Stolpern und jeder Fehltritt ein Sieg über unsere Ängste unsere Zweifel und Bedenken“ (S. 14). Zu diesem Weg lädt der Autor eindrucksvoll ein. Und das nicht nur anhand seines Buches, sondern auch mit seiner Vernetzung in die digitale Welt. Allein den zahlreichen Links auf weitere Beiträge und Videos zu folgen ist ein Genuss.

Im ersten einführenden Kapitel stellt er den Handlungsdruck der momentanen Situation (Gen Y, Shareconomy, Vernetzung, Burn-out-Prozesse auf Unternehmensebene) dar, um auf den Punkt zu kommen „Wertschöpfung kommt von: Aus Werten schöpfen“ (S. 48). Seine Empfehlung für diese Situation: Präsenz.

Im zweiten Kapitel stellt er die integrale Landkarte für Organisationen der Zukunft dar. Eine gute Einführung in Spiral Dynamics in Theorie und Praxis. Die zahlreichen Praxisbeispiele sprechen für sich. Im dritten Kapitel widmet er sich den Phänomen des integralen Leaderships. Sein Verständnis (nach Thomas Peters): „True Leaders don't create followers, they create more leaders“ (S. 117). Leadership bedeutet für ihn Potenzialentfaltung. Ein Leader in diesem Sinne nutzt Kommunikation 7.0. Seine Hauptfähigkeit liegt in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung. Wie immer fängt Entwicklung bei jedem selbst an. Für Götz heißt dies „Wahrnehmung und dem Öffnen für den Potenzialraum“ (S. 122). Transparente Kommunikation sollte eine weitere Ebene mit einbeziehen: Die transpersonale Perspektive. Dies bedeutet, dass es um die Wahrnehmung der an der Kommunikation beteiligten einzelnen Menschen und gleichzeitig den sie umgebenden Raum geht.

Deshalb schließt sich mit dem Kapitel vier in Anlehnung an Gerald Hüther das Thema „Von Ressourcen-Nutzern zu Potenzial-Entfaltern“ an. Hier drängt sich sein Verweis auf die Theorie U von Otto Scharmer geradezu auf. Die Konkretisierung zum Begriff „Change-Leader“ erfolgt im fünften Kapitel anhand der Porträts aktueller Beispiele. Diese reichen von den Huberbuam über Notker Wolff bis hin zu Semco und der Sparda-Bank München. Mit dem Kapitel sechs folgen Hinweise für eine integrale Leadership-Praxis. Wie lebe ich das in meinem Alltag als Führungskraft? Das Kapitel sieben integriert die verschiedenen Perspektiven des Buches nach dem Motto: Alles hängt mit allem zusammen.

Das Buch ist mit weiterführenden Hinweisen in Form von QR-Codes und Literaturhinweisen gespickt. Insbesondere die Vielzahl an Videosequenzen haben mir großen Genuss bereitet. Für das weiterführende Studium stellt das Literaturverzeichnis die entsprechende Fundgrube dar. Stefan Götz hat als Begleiter von Change-Prozessen eine Vision: Für eine Wirtschaft, die allen dient. Das Buch ist eine gute Konkretisierung dieser Vision und lädt ein, sich selbst auf diesen Weg zu bewegen oder diesen Weg weiter fortzuschreiten.


Die Kunst der kontinuierlichen Selbsterneuerung: Acht Prinzipien für ein neues Change Management. Mit Online-Materialien (Beltz Weiterbildung)
Die Kunst der kontinuierlichen Selbsterneuerung: Acht Prinzipien für ein neues Change Management. Mit Online-Materialien (Beltz Weiterbildung)
von Hans-Joachim Gergs
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

5.0 von 5 Sternen Change Management ohne Paukenschlag: Kontinuierliche Selbsterneuerung, 29. August 2016
Schon wieder ein Buch über Change Management, angereichert um Ansätze aus dem KVP – ich war skeptisch, ob hier nicht einfach nur eine „neue Sau durchs Dorf getrieben wird“. Der Autor hat mich jedoch schnell vom Gegenteil überzeugt.

Unter dem Titel „Mythen des klassischen Change Managements“ relativiert er die rezeptartigen Vorstellung, wie ein Change laufen sollte und betont dabei die Entwicklung vom episodischen zum kontinuierlichen Wandel.

Der kurzen Darstellung der aktuellen Rahmenbedingungen (Beschleunigung, Digitalisierung, Globalisierung, Vernetzung usw.) und der Klärung, was er unter kontinuierlicher Selbsterneuerung versteht (insbesondere die Fokussierung auf den Wandel zweiter Ordnung) folgt die Darstellung seiner acht Prinzipien, die er für die Unterstützung der kontinuierlichen Selbstverbesserung empfiehlt – und die lohnen jede Buchseite:

1. Selbstreflexion stärken
2. Kommunikation und Vernetzung intensivieren
3. Vielfalt zulassen und Paradoxien pflegen
4. Bezweifeln und vergessen
5. Erkunden
6. Experimentieren
7. Fehler- und Feedbackkultur etablieren
8. Ausdauer und Denken in Kreisen

Auf nur 12 Seiten betont der Autor die Rolle der Führung im Prozess der kontinuierlichen Selbsterneuerung. Das mag knapp erscheinen, doch auch hier kommen die wesentlichen Punkte markant zur Sprache. Es wird deutlich, dass Führung hier nicht mehr bedeuten kann, alles im Griff zu haben oder das Ruder herumzureißen o.ä. Gergs spricht stattdessen von einem Wechsel von der heldenhaften zur weisen Führung oder, dass es um den Umgang mit Spannungen im Unternehmen geht und nicht um die Beseitigung von Spannungen um jeden Preis. Eine ausführliche Toolbox über gut 40 Seiten rundet das Ganze ab.

Was das Buch zusätzlich auszeichnet: Hans-Joachim Gergs bringt seine betriebliche Erfahrung bei der AUDI AG mit jeder Zeile ein – sehr wohltuend! Seine Darstellung ergänzt er um zahlreiche Fallbeispiele, Übungen, Fragen zur Selbstreflexion, Checklisten zur Standortbestimmung und weiterführenden (Video)-Tipps. Eine Bereicherung auch für im Change Management Erfahrene und eine gute Einführung für Einsteiger!


Das anständige Unternehmen: Was richtige Führung ausmacht - und was sie weglässt
Das anständige Unternehmen: Was richtige Führung ausmacht - und was sie weglässt
von Reinhard K. Sprenger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Führen heißt Raum öffnen, 12. August 2016
Sprenger, der Altmeister der Führung, bringt es mit seinem letzten Satz vor dem Nachwort auf den Punkt: „Es gibt Führungskräfte, die sind raumfüllend, und andere, die sind raumöffnend. Gerade die letzteren brauchen wir. Sie werden alles in ihrer Macht Stehende unterlassen.“ (S. 361).
Anstand bedeutet für ihn, dem anderen, sei es Mitarbeiter, Kollege und Vorgesetzter, den Raum zu lassen, den er oder sie benötigt, um im Kontext des Betriebes seinen/ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten. Da bremst falsche Nähe die Potenziale der Mitarbeitenden eher aus als dass diese durch Intimität aktiviert werden.

Unter dem Begriff „Anstand“ thematisiert Sprenger recht gewöhnungsbedürftig aber durchaus anregend, was bei Führung eher weggelassen werden sollte, damit Raum für Leistung entsteht. Zur Orientierung formuliert er fünf Prinzipien:

Betrachte die Mitarbeiter nicht als bloße Mittel
Behandle Mitarbeiter nicht wie Kinder
Versuche nicht, Menschen zu verbessern
Verletze nicht die Autonomie der Mitarbeiter
Bezeichne nichts als alternativlos (S. 53).
Er entfaltet diese fünf Prinzipien in seiner gewohnt provokanten Art. Hier einige Zitate:

– „Das anständige Unternehmen verzichtet darauf, sich selbst zum Zweck zu setzen.“ (S. 67) – sondern es geht um Kundenbedürfnisse.

– Sehr hohe Ziele untergraben den Kooperationsvorrang: „Kümmern Sie sich um die Menschen, um die Arbeitsbedingungen, um die Hingabe an die Tat – dann kümmern sich die Ziele um sich selbst. Erfolg ist dann das, was folgt“ (S. 80).

– „Die Firma, die nach dem ganzen Menschen greift, kann nicht anständig sein. (…) Vielmehr erzeugt die Abgrenzung der Person von der Rolle in der Firma kreative Spannung.“ (S. 84).

Ob man wirklich jedem Gedankengang Sprengers zustimmen sollte möge dahingestellt bleiben. Wo sich das Buch mustergültig auszeichnet: Es regt an, sich in der Reibung mit den Thesen seines eigenen Standpunktes im Unternehmen selbst zu vergewissern. Was will man mehr? Ziel erreicht!


Einführung in die systemische Strategieentwicklung
Einführung in die systemische Strategieentwicklung
von Reinhart Nagel
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fazit: Lust auf mehr – eine gelungene Einführung, 5. August 2016
Eigentlich sollte Strategieentwicklung eine selbstverständlich Aufgabe der Unternehmensführung sein. Eigentlich sollte Strategieentwicklung eine selbstverständlich Aufgabe der Unternehmensführung sein. Doch begegnet mir in meinem Arbeitsalltag als Unternehmensberater immer wieder das Phänomen, dass Geschäftsführung bzw. Vorstand sich dieser Aufgabe verweigern. Reinhart Nagel und Rudolf Wimmer begründen deshalb in ihrem ersten Kapitel, dass Strategieentwicklung eine Führungsaufgabe ist, da es um überlebensrelevante Fragestellungen für die Zukunft eines Unternehmens bzw. einer Organisation geht und wie aus Sicht des Unternehmens der Unterschied zwischen Unternehmen und Umwelt in der wünschenswerten Zukunft gesehen werden kann.

Im zweiten Kapitel stellen sie recht ausführlich die Geschichte der Strategieentwicklung dar, um im dritten Kapitel zu den Grundzügen der systemischen Strategieentwicklung zu gelangen. Im vierten Kapitel wird es m. E. so langsam spannend: Was unterscheidet eigentlich die systemische von der traditionellen Strategieentwicklung? Im Kapitel fünf folgt eine knappe Einführung in die Praxis der Strategieentwicklung, um in Kapitel sechs auf das Kernstück, die Strategieschleife als Bearbeitungsarchitektur zu kommen, die natürlich in ein bestimmtes Organisationsdesign (Kapitel sieben) eingebunden ist, um Wirkung zu entfalten. Die Konsequenzen dieser Strategieentwicklung „im dritten Modus“, wie ihn die Autoren nennen, schließen das knapp 120 Seiten umfassende Büchlein ab.

Fazit: Eine knappe und gelungene Einführung, die Lust auf mehr macht.


Wie man führt, ohne zu dominieren: 29 Regeln für ein kluges Leadership
Wie man führt, ohne zu dominieren: 29 Regeln für ein kluges Leadership
von Rolf Arnold
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hohen Anspruch nicht voll eingelöst – trotzdem inspirierend, 29. Juli 2016
Der Autor, Professor für Pädagogik, verspricht mit dem Untertitel viel: 29 Regeln. Gleich in der Einleitung rudert er aber deutlich zurück: „Die (…) formulierten 29 Regeln sind keine Rezepte – d.h. sie können, aber müssen im Einzelfall nicht wirken -, sondern beschreiben eher 'Schmierstoffe', die dazu beitragen können, dass Führung gelingt.“ (S. 13). Wikipedia versteht unter Regeln etwas deutlich anderes: „Eine Regel ist eine aus bestimmten Regelmäßigkeiten abgeleitete, aus Erfahrungen und Erkenntnissen gewonnene, in Übereinkunft festgelegte, für einen bestimmten Bereich als verbindlich geltende Richtlinie.“ Schade, da hätte ein realistischerer Untertitel Enttäuschungen auf Seiten des Lesers erspart.

Doch nun zum Inhalt. Ein Zahn, den Arnold, bereits in der Einleitung zieht, ist die Erwartung, dass Führungskräfte vor Allem klar und direkt führen müssten. Er stellt die gegenteilige These auf: „Kluge Führung ist (…) mittelbare Führung. Sie fördert Kontexte, gestaltet Beziehungen, schafft 'Spirit' und greift nur selten zu Machtworten oder gar Machtmitteln, obgleich sie diese kennt und ebenfalls zu handhaben weiß“ (S. 12).

Vor dem Hintergrund dieser Grundthese stellen seine 29 als Regeln formulierten Sätze hilfreiche Selbstreflexionsoptionen für angehenden und bestehende Führungskräfte dar. Mein Tipp: Nehmen Sie sich jede Woche einen Satz vor und beobachten Sie die Wirkungen auf Ihr Führungsverhalten und die Reflexion Ihres persönlichen Führungsverhaltens. Ein spannendes Experiment mit sich selbst!


Neugier: So schaffen Sie Lust auf Neues und Veränderung
Neugier: So schaffen Sie Lust auf Neues und Veränderung
von Carl Naughton
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie kann ich Lust auf Neues und auf Veränderung schaffen? Durch Neugier!, 22. Juli 2016
Carl Naugthon – erfahrener Forscher und Praktiker in der Beratung – treibt ein Thema: Wie kann ich Menschen zur Entwicklung einladen? Sein Patentrezept: Es gilt die Neugier zu wecken!

Neugier zu wecken gelingt dem Autor spätestens auf der Seite 12. Hier beschreibt er Risiken und Nebenwirkungen seines Werkes, die natürlich zum Weiterlesen einladen. Doch was ist der rote Faden durch sein Werk?

Naugthon startet mit einem Durchgang durch unseren Alltag. Wo sind Veränderungen sozusagen alltäglich und Neugierverhalten erwünscht? Im Anschluss stellt er ausführlich die Vorteile von Neugier dar, um zu einer Einschätzung der persönlichen Neugier einzuladen. Die zahlreichen Beispiele, wie Neugier aussehen und sich anfühlen kann, helfen dem Leser Neugier als etwas Alltägliches zu entdecken. Das Kapitel mit der Überschrift: „Wer hat die Neugier auf dem Gewissen?“ stellt eine recht umfangreiche (40 Seiten) Analyse des Defizits dar.

Für mich wurde es in den letzten beiden Kapiteln („Kann ich andere neugierig machen?“ und „Kann ich mich selbst neugieriger machen?“) ab der Seite 167 richtig spannend. Ein wahrer Fundus an Anregungen zur Intervention und persönlichen Weiterentwicklung.

Der lockere und wissenschaftlich fundierte Schreibstil des Autors prägt das Buch. Für mich eine klare Leseempfehlung!


Achtsam und erfolgreich im Beruf: Mit ACT die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz stärken. Ein Trainingsmanual
Achtsam und erfolgreich im Beruf: Mit ACT die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz stärken. Ein Trainingsmanual
von Paul E. Flaxman
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,00

5.0 von 5 Sternen Erwerbstätigkeit fördert das seelische Wohlbefinden, 15. Juli 2016
Wie das mit der Achtsamkeit geht und eingeübt werden kann, das erklären die Autoren und liefern zudem ein fertig ausgearbeitetes Konzept, nach dem Achtsamkeitstrainings in Betrieben und Organisationen durchgeführt werden können.

Da die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) „an der Spitze einer neuen Generation Kognitiver Verhaltenstherapien“ (S. 27) steht, bietet sich dieser Ansatz gerade in der Arbeitswelt an. Während das Wahrnehmen und die Reflexion oder gar der Austausch über Emotionen im Arbeitskontext häufig immer noch verpönt ist, bietet ein kognitiver Ansatz deutlich weniger Anhaltspunkte für vorschnelle und ablehnende Urteile z.B. von Kollegen.

Die Autoren – allesamt erfahrene Psychologen in Anwendung und Forschung – führen auf den ersten zwanzig Seiten in den Ansatz ein, um bereits auf Seite 51 zu praktischen Erwägungen des vorgeschlagenen Trainingsprogrammes zu kommen. Ein Beispiel, für solch praktische Erwägungen ist der wertebasierte Ansatz des Programmes. Entsprechend zieht sich das Thema Werte wie ein roter Faden durch das Programm. Die Grundidee: Wertebasierte Verhaltensstärkung. Insbesondere die Gruppenübung „Wertekarten“ und die Arbeitspapiere, die zum Thema Werte vorgeschlagen werden, lassen sich z.B. auch auf konkrete Projektteams beziehen.

Nach dem Praxisprogramm ACT und Hinweisen zur Trainerqualifizierung folgt zum Weiterlesen das Kapitel über den Stand der Forschung. Besonders spannend fand ich im letzten Kapitel die Überschrift „Evolution in die Arbeitswelt“. Auch dieses abschließende Kapitel ist lesenswert. Aber persönlich hätte mich noch interessiert wie die Wechselwirkungen von ACT mit dem Handlungsfeld Organisationsentwicklung aussehen könnten. Leider widmet das Autorenteam diesem Thema nur zwei Seiten – schade.

Mein Fazit: Absolut lesenswert.


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